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Woche 15/Limmatwelle/9. April

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Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos

Donnerstag, 9. April 2026, 64. Jahrgang, Nr. 15

SVP Wettingen will Rücktritt von Haas

Gemeindeammann Markus Haas (FDP) ist 100 Tage im Amt und schon fordert die SVP seinen Rücktritt: Das Defizit der Rechnung 2025 ist der Grund, worin die Partei Haas’ Mitschuld sieht. (ihk) S. 3

Vespafahrer trafen sich zur Osterfahrt

Der Vespa-Club Limmattal aus Spreitenbach organisierte zum dritten Mal die Osterfahrt. Am Karsamstag trafen sich die «Vespisti» aus der ganzen Schweiz auf dem Areal der Limmatbus AG in Dietikon. Dort wurden nebst der Osterfahrt die Vespas gar gesegnet. (LiWe) S. 15

INSERATE

Von Killwangen nach Kapstadt

Für die Liebe wanderte

Pamela Nayler einst nach Südafrika aus, kehrte zurück – und wagte nach 16 Jahren erneut den Schritt ans andere Ende der Welt.

MELANIE BÄR

Pamela Nayler hat ihr Leben mehrmals komplett umgekrempelt. Heute ist klar: Sie bleibt in Kapstadt. Die 59-Jährige führt Touristen zu versteckten Orten und geniesst Sonne, Natur und Gelassenheit. Doch ihr Traumland hat auch Schattenseiten. Warum sie sich trotzdem genau hier zuhause fühlt – und was sie an der Schweiz bis heute vermisst. S. 8/9

Feiern

Pamela Nayler in ihrem Garten in Südafrika. Jijo Ganesan

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Informationsanlass: Hirngesundheit 60+

15. April 2026 | 18:30 Uhr | Rathaussaal, 5. Stock, Rathaus Wettingen

Hirnfitness 60+ in der Gemeinde:

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Ja, das geht, und wir zeigen Ihnen gerne wie! Deshalb laden wir Sie herzlich zu einem spannenden und aktivierenden Informationsanlass ein, den wir gemeinsam mit Hirncoach – dem führenden Spezialisten für ganzheitliches, wissenschaftlich fundiertes Hirntraining – durchführen.

Das auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Hirntraining von Hirncoach leistet einen wichtigen Beitrag zur Gehirngesundheit, zur Demenzprävention, zu einer höheren Lebensqualität und zum Erhalt der Selbständigkeit bis ins hohe Alter.

Es handelt sich dabei um ein hybrides Training. Einerseits erhalten die Teilnehmenden wöchentlich neue Informationen, Impulse und alltagstaugliche Übungen auf der digitalen Hirncoach-Plattform.

Andererseits findet einmal monatlich ein von einer Hirncoach-Expertin oder einem -Experten geführter Präsenzanlass mit Informationen, Übungen und sozialem Austausch in der Gemeinde statt.

Wir möchten Ihnen die Gelegenheit geben, in Wettingen etwas Wirkungsvolles für Ihre Hirngesundheit und -fitness zu tun und sich mit anderen Einwohnerinnen und Einwohnern unserer Gemeinde auszutauschen und zu vernetzen.

Kommen Sie vorbei, lassen Sie sich inspirieren und informieren Sie sich unverbindlich über dieses spannende Angebot. Wir freuen uns auf Ihre Fragen und auf einen angeregten Austausch beim anschliessenden Apéro.

Anmeldung: Fachstelle Gesellschaft, Telefon 056 437 72 08 gesellschaft@wettingen.ch

TeilnahmeMitAnmeldung,kostenlos

Verbaler Angriff auf Ammann Haas

Die SVP Wettingen geht nach dem Millionen-Defizit der Rechnung 2025 NeoAmmann Markus Haas (FDP) an und fordert ihn zum Rücktritt auf.

IRENE HUNG-KÖNIG

In der Medienmitteilung an diverse Redaktionen, unter anderem auch an die Limmatwelle, macht die SVP Wettingen ihrem Ärger Luft. Die 6,4 Millionen Franken Defizit aus der Rechnung 2025 seien eine Bankrotterklärung, welche Konsequenzen haben müsse. In erster Linie greift die Partei Gemeindeammann Markus Haas (FDP) an, der gerade mal 100 Tage im Amt ist. Sie fordert ihn zum Rücktritt auf. In der Mitteilung heisst es dazu: «Die Misswirtschaft der Gemeinde Wettingen unter jahrzehntelanger CVP-FDP-SP-Ägide kulminiert in einem überaus schlechten Jahresabschluss 2025, für das der ehemalige Gemeinderat die moralische Verantwortung zu tragen hat. Als massgeblicher Exponent des Gemeinderats in der letzten und aktuellen Legislaturperiode trägt Gemeindeammann Markus Haas dabei eine besondere Verantwortung.»

Was alles hätte besser gemacht werden sollen, listet die SVP auf: etwa im Bereich der Spitex-Dienstleistungen. Dabei geht es allerdings um den Gemeinderat der letzten Legislatur. Dieser habe sich mehr-

VERMISCHTES

Heissi Ohre im Figurentheater Wettingen An vier Abenden in den Frühlingsferien wird wieder im Figurentheater Wettingen jeweils eine neue, schöne und spannende Geschichte vorgelesen. Die Bilder auf der grossen Leinwand sind mit der passenden Musik unterlegt. Vorgelesen von Sven Mathiasen wird das Bilderbuchkino zu einem wahren Erlebnis. Ab 5 Jahren. Figurentheater Wettingen, Bifangstrasse 1, Montag, 13., Dienstag, 14., Donnerstag, 15., und Freitag, 16. April, jeweils 18 Uhr. Eintritt frei. (zVg)

Kunstwerke aus Draht löten Unter fachkundiger Anleitung von Alain Schartner können Kinder von 8 bis 15 Jahren kleine Kunstwerke löten. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Kosten betragen pro Kind 20

Gemeindeammann Markus Haas wird von der SVP angegangen. Alex Spichale

fach geweigert, die Spitex-Dienstleistungen auszuschreiben und einen günstigeren Anbieter zu berücksichtigen. Weiter habe man es verpasst, die Ladenfläche des Energiewerks Energie Wettingen zu Marktpreisen zu vermieten, was Hunderttausende Franken als Dividende in die Gemeindekasse eingebracht hätte oder in Form von günstigeren Strompreisen an die Bevölkerung hätte abgegeben werden können. Gemeindeammann Markus Haas hält dagegen: «Der Gemeinderat ist für eine funktionierende Gesundheitsversorgung in der Gemeinde per Gesetz verantwortlich

und verpflichtet. Unsere Spitex Wettingen-Neuenhof AG leistet seit Jahrzehnten eine hervorragende Arbeit zu Gunsten unserer älteren Bevölkerung», erklärt er. Und: «Die Spitex Wettingen-Neuenhof AG ist mittels Leistungsvereinbarung mit den Gemeinden Wettingen und Neuenhof verpflichtet, auch kleinste Hilfeleistungen bei unserer Bevölkerung zu erbringen, welche nicht kostendeckend zu erbringen sind und somit von privaten Anbietern nicht erbracht werden.»

Ausserdem würden die Dienstleistungen im Haushalt an die Pro Senectute ausgelagert, welche der

Gemeinde Einsparungen von zirka 150000 Franken pro Jahr erbringen würden. Der Gemeinderat Wettingen sei nicht bereit, die Gesundheitsversorgung der älteren Bevölkerung fahrlässig aufs Spiel zu setzen.

Zum Vorwurf, dass das Energiewerk Energie Wettingen jahrelang an der Landstrasse ein chronisch defizitäres Lädeli betrieben habe, sagt Haas: «Unser EW-Laden gehörte jahrzehntelang zum prägenden Bild der Landstrasse und war erst in den letzten Jahren mit zirka 100000 Franken pro Jahr defizitär. Er wurde bis zuletzt von unserer Bevölkerung sehr geschätzt. Die Gemeinde profitierte dazu jahrelang von sehr guten Mieteinnahmen, welche in die Kasse der Gemeinde Wettingen flossen.»

Umstrittener Millionenkredit Ein weiterer Dorn im Auge der SVP Wettingen ist der Projektierungskredit von 7800000 Franken für die Schulraumplanung, über welche am 14. Juni abgestimmt wird. Diesen gelte es zu streichen. «Diese Planung kann auch ohne teuren Projektierungskredit angepackt werden», meint die SVP.

Der Gemeindeammann erklärt, dass dies eine Scheineinsparung wäre: «Der Projektierungskredit wäre mit dem Vorschlag der SVP einfach auf drei Phasen aufgeteilt worden und somit hätte die Bevölkerung nie darüber abstimmen können.»

Franken. Tickets unter: https:// eventfrog.ch/Alain_Schartner1. Gemeindebibliothek Wettingen, Donnerstag, 16. April, 9–12 Uhr. (zVg)

«AlbertsTour – Wie mein Grossvater sein Fahrrad nahm und verschwand» Lesung mit Benedikt Meyer. Kurz vor Kriegsbeginn im Jahr 1939 unternahm Albert Meyer, der sich in einer tiefen Sinnkrise befand, eine über 700 Kilometer lange Reise mit dem Fahrrad quer durch die Schweiz. Auf dieser Reise fand er Klarheit und Zuversicht. Sein Enkel, der Historiker und Autor Bene-

dikt Meyer, taucht in diese Geschichte ein und folgt seinen Spuren. Tickets unter: https://eventfrog.ch/ Benedikt_Meyer oder in der Bibliothek Wettingen, Abendkasse bis 19 Uhr. Gemeindebibliothek Wettingen, Mittwoch, 22. April, 19.15–21 Uhr. (zVg)

Volkshochschule: Workshop Tag für Tag – für ein starkes Ich Gedanken prägen die Wahrnehmung der Welt – und damit auch die Gestaltung des eigenen Lebens. Häufig geschieht dies unbewusst im Hintergrund des Alltags. Wer jedoch lernt, die eigenen Gedanken gezielt zu lenken, kann mehr innere Ruhe, Klarheit und Stabilität entwickeln. An zwei Abenden steht genau diese Fähigkeit im Mittelpunkt: das innere Gleichgewicht zu stärken und die

Kraft des eigenen Bewusstseins bewusst zu nutzen. Die Teilnehmenden erhalten dabei nicht nur theoretische Impulse, sondern vor allem praxisnahe Übungen, die sich unkompliziert in den Alltag integrieren lassen. So entsteht Schritt für Schritt mehr innere Stärke – und damit eine Grundlage für einen gelasseneren Umgang mit den Herausforderungen des täglichen Lebens. Leitung: Cornelia Steimer, dipl. Rettungssanitäterin HF, dipl. Hypnosetherapeutin MV/NGH, dipl. Mentalcoach MV. Kursbetreuung: Gabi Bühler Müller. Steimer Weinbau, Forhölzli Trotte, Forhölzlistrasse 3, Montag, 20. und 27. April, 19–21 Uhr. Parkplätze vor Ort vorhanden, Zufahrt erlaubt. Weitere Infos, Kosten sowie Anmeldung unter www.vhs-wettingen.ch. (zVg)

Neue Ausstellung: Mit dem Tafelaufsatz in Schiffsform und anderen Objekten.

Wettinger Graduale: Das Original der Notenblätter befindet sich in Aarau.

INSERATE

Baugesuch

Bauherrschaft

Matilda Osmani und Shpetim Beqati

Lägernstrasse 33, 5430 Wettingen Bauobjekt

Abbruch Wohnhaus, Neubau Einfamilienhaus

Baustelle

Lägernstrasse 33

Parzelle 4152

Zusatzgesuche keine

Die öffentliche Planauflage erfolgt vom 9. April 2026 bis 8. Mai 2026 ausschliesslich online über www. amtliche-nachrichten.ch. Eine Einsichtnahme auf der Bauverwaltung ist nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache möglich. Allfällige Einwendungen sind dem Gemeinderat im Doppel während der Auflagefrist einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

Abteilung Bau und Planung

Klosterkirche ist restauriert,

Nach einjähriger Restaurierung und Reinigung ist die Klosterkirche wieder offen.

Beim Saisonstart am Montag erhielt die Bevölkerung Einblick.

MELANIE BÄR

«Mein Lieblingsobjekt ist der Tafelaufsatz in Schiffsform von 1649», sagt Samuel Studer, zeigt auf eine der Vitrinen in der Mönchskirche und fügt an: «Ein wunderschönes, handwerklich hervorragend gearbeitetes Objekt.» Es ist nicht das

einzig Neue, was auffällt in der frisch restaurierten Kirche. Neben den drei neuen Vitrinen mit Objekten aus der kantonalen Sammlung sind auch neue freistehende Objekte zu sehen. Die auffälligste Veränderung ist jedoch im Kreuzgang zu sehen. Dort hängen die farbigen Originalglasscheiben wieder in den Fenstern.

Um sie nicht zu beschädigen, waren die wertvollen Scheiben während der Bauarbeiten des Westflügels und der Restaurierung der Klosterkirche entfernt worden. Kurz bevor Klosterkirche und Museum am Montag wieder öffneten,

sind die Glasscheiben an alter Stelle wieder montiert worden.

Gereinigt und restauriert Ansonsten sieht man nicht auf den ersten Blick, was während der einjährigen Restaurierung gemacht wurde. Wegen unzureichenden Luftwechsels in den Innenräumen hat sich in den vergangenen Jahren Schimmelpilz ausgebreitet. Hinzu kamen substanzschädigende Verschwärzungen und ein muffiger Geruch. Restauratoren reinigten den ganzen Innenraum. «Auch alle Gemälde und Figuren wurden gereinigt», sagt Studer. Zudem wur-

Die Scheiben im Kreuzgang sind wieder montiert.
Basteln zum Saisonstart von Museum Aargau.

gereinigt und wieder offen

den Elektroinstallationen auf den neuesten Stand gebracht und eine neue Beleuchtung montiert. «Da die klimatischen Verhältnisse schwierig waren, rüstete man 13 Fenster mit Elektromotoren aus. Die Fenster werden nun automatisch geöffnet und geschlossen, abhängig von den Werten im Innen- und Aussenbereich», teilt die Immobilienabteilung des Kantons Aargau (IMAG) auf Anfrage der Limmatwelle mit. Dadurch sei gewährleistet, dass der Innenraum richtig durchlüftet ist und es keine Schimmelbildung mehr gibt. Diverse Risse im Deckengewölbe wurden stabilisiert und

retuschiert. Vier Millionen Franken hat der Grosse Rat im November 2024 für die Sanierung des Wettinger Klosters bewilligt. Die Kosten seien innerhalb dieses Kredites.

Glockenturm ist noch eingekleidet und wird mit Schindeln bekleidet

Die Restaurierung des Innenraums und die Arbeiten an der West- und Nordfassade sind abgeschlossen. Der Glockenturm ist hingegen noch mit Gerüsten eingekleidet. Dort ist die Montage der Aussenbekleidung aus Holzschindeln im Gange. «Es werden zirka 60000 Holzschindeln montiert», teilt die IMAG mit. An-

schliessend restauriert man die Zwiebel des Dachritters und montiert die Zifferblätter der Turmuhr wieder. Je nach Wetter sind auch diese Arbeiten voraussichtlich im Sommer abgeschlossen – rechtzeitig zum 800-Jahr-Jubiläum, das nächstes Jahr gefeiert wird.

Die abgeschlossene Innensanierung und die Saisoneröffnung waren für rund 200 Besucher Grund genug, bereits am Ostermontag einen Blick ins Kloster und auf den Schatz in den Vitrinen zu werfen. Der Tafelaufsatz war nicht das einzige Objekt, das beim Saisonstart bewundert wurde.

AUS DER GEMEINDE

Klausur Gemeinderat Der Gemeinderat hat kürzlich eine Klausur durchgeführt, an der intensiv zentrale Themen zur Weiterentwicklung der Gemeinde bearbeitet wurden.

Ein Schwerpunkt bildete die Erarbeitung eines neuen Leitbilds. Dieses definiert die strategische Ausrichtung und die grundlegenden Werte der Gemeinde für die kommenden Jahre. Das Leitbild ist auf der Gemeindehomepage veröffentlicht und damit für die Bevölkerung einsehbar.

Ebenfalls befasste sich der Gemeinderat mit der Zusammenarbeit im Gremium. Ziel ist es, die Teamarbeit weiter zu stärken, Abläufe zu optimieren und eine effiziente sowie konstruktive Zusammenarbeit sicherzustellen.

Im Bereich Finanzen und Organisation wurde das Interne Kontrollsystem (IKS) als neues Reglement verabschiedet und eingeführt. Die Hinweise und Anregungen der Finanzkommission sind dabei eingeflossen.

Weiter hat der Gemeinderat wichtige Schritte in der räumlichen Entwicklung beschlossen: Die Planung und Entwicklung soll neu gemeinsam mit einem externen Planungsbüro vorangetrieben werden.

Im Bereich der öffentlich-rechtlichen Bauten und Anlagen wird unter Beizug einer Fachfirma eine umfassende Liegenschafts-Unterhaltsstrategie erarbeitet, um den Werterhalt und die nachhaltige Nutzung der gemeindeeigenen Immobilien langfristig planen und sicherstellen zu können.

Der Gemeinderat ist überzeugt, mit diesen Arbeiten wichtige Grundlagen für eine zukunftsgerichtete Entwicklung der Gemeinde zu schaffen. Die Einwohnerschaft wird über die Erkenntnisse aus den erteilten Aufträgen weiter auf dem Laufenden gehalten.

Steuererklärung Die Frist zur Einreichung der Steuererklärung 2025 ist für unselbstständig Erwerbende in den letzten Tagen abgelaufen. Wer das verpasst hat, kann die Steuererklärung noch bis Ende Juni ohne Antrag auf Fristverlängerung einreichen.

Termine 17. April, 13 Uhr: unentgeltliche Rechtsauskunft, Untergeschoss Gemeindehaus; bis 19. April: Schulferien; 1. Mai: Tag der Arbeit, deshalb bleibt das Gemeindehaus geschlossen. Weitere Infos unter www.neuenhof.ch.

Ian Stewart Der Glockenturm wird zurzeit mit neuen Holzschindeln bekleidet.

Das Gesellige steht im Vordergrund

Der Skiclub Rüsler hat seine Saison offiziell in Grindelwald beendet.

Präsident Dominic Huber spricht von einer guten Saison.

IRENE HUNG-KÖNIG

Den Saisonabschluss feierte der Neuenhofer Skiclub Rüsler in Grindelwald. «Es ging darum, die Saison gut abzuschliessen. Der letzte Skitag ist dann meistens nicht mehr so intensiv», erklärt Clubpräsident Dominic Huber. Es hänge natürlich davon ab, wie gut das Wetter sei und wie spät der Zeitpunkt für den Saisonabschluss, doch im Grossen und Ganzen gehe es darum, das Gesellige in den Vordergrund zu stellen.

Über die ganze Saison gesehen ist Dominic Huber vor allem mit den Events sehr zufrieden. «Wir hatten stets viele Leute an den Skitagen und gutes Wetter. Wir mussten aber auch zwei Tage absagen, weil es schlicht zu wenig Schnee hatte. Dem sind wir, wie alle, ausgeliefert», so Dominic Huber. Der Skiclub Rüsler führt jeweils ab acht Personen einen Skitag durch. Bei weniger Personen würde sich ein Skitag kostentechnisch und organisatorisch gar nicht lohnen. Die

INSERATE

Mit dem Bus unterwegs: Der Skiclub pflegt das Gesellige und das Sportliche. zVg

Daten für die Saison werden jeweils Ende Oktober festgelegt. Da weiss man natürlich nicht, welches Wetter dann vorherrscht. «Die Skitage, welche wir durchführen konnten, wie auch das Weekend in Klosters, da hatten wir immer viele Leute dabei», erzählt Dominic Huber.

GEMEINDE NEUENHOF

Baugesuchspublikation

Baugesuch Nr. 2026-0002

Bauherrschaft:

Bauherrschaft: Bislim Syli GmbH, Zürcherstrasse 86, 5432 Neuenhof

Lage: Weststrasse 39, Parz. Nr. 1961

Weststrasse 39,

Bauvorhaben: Abbruch EFH und Neubau MFH mit Tiefgarage

Guter Mitgliederstamm als Ziel Insgesamt zählt der Skiclub Rüsler 65 Mitglieder. Einige seien älteren Jahrgangs, die würden nicht mehr Ski fahren, aber ihnen sei doch die Verbindung zum Verein wichtig. Mit den Skis, Telemarkskis oder den Snowboards auf den Pisten tummeln sich meist die Mitte-20- bis Mitte-60-Jährigen. Auch wurde versucht, Neuerungen vorzunehmen, etwas das Clubrennen wieder einzuführen. Doch das sei nicht so gut angekommen, erklärt Huber.

mittelfrist:

Rechtsmittelfrist: Frist: 30 Tage

Ablauf der Frist: 12. Mai 2026

Gestützt auf § 60 Abs. 2 BauG und § 54 Abs. 3 BauV liegen die Gesuchunterlagen während der Zeit vom 13. April bis 12. Mai 2026 im Gemeindehaus öffentlich auf. Einwendungen sind während der Auflagefrist dem Gemeinderat, 5432 Neuenhof, schriftlich im Doppel einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten. Allfällige Beweismittel sind beizuziehen und soweit möglich beizulegen. Abteilung Bau und Planung Neuenhof

gefrist dem Gemeinderat, 5432 Neuenhof, zuziehen und soweit möglich beizulegen. Abteilung Bau und Planung Neuenhof

Das Ziel des Vereins sei es, einen guten Mitgliederstamm aufzubauen. «Wir haben ein Durchschnittsalter von 50 plus, haben also eine Lücke zwischen den 30- und 50-Jährigen. Es gilt, den Verein zu verjüngen», sagt Dominic Huber. Das Problem sei wohl auch, dass Wintersport nicht günstig sei. Zudem habe sich gezeigt, dass sich die Leute nicht verpflichten möchten und nur einen Tag zum Skifahren mitkämen. Doch nicht nur im Winter ist der Club, der nächstes Jahr sein 70. Jahr seit der Gründung feiert, aktiv. Anlässe wie Wandern, Velofahren, Grillplausch oder Papiersammlung werden im Sommer durchgeführt. Für Dominic Huber, der seit 2019 als Präsident auftritt, gibt es auch ein- bis zweimal im Jahr ein Treffen mit anderen Vereinen aus Wettingen und Neuenhof, um sich auszutauschen.

Auf den Pisten kommen sie voran mit Ski, Telemarkski und Snowboard. zVg

AUS DER GEMEINDE

Die Erfolgsrechnung im Überblick.

Jahresrechnung 2025 – Einwohnergemeinde Killwangen Der Gesamtsteuerertrag lag gegenüber dem Budget 2025 um rund 24150 Franken (–0,3%) tiefer.

Trotz einer weniger dynamischen Bevölkerungsentwicklung als geplant sowie ausbleibenden Sondereffekten bei Grundstückgewinn-, Erbschafts- und Schenkungssteuern konnte das budgetierte Ziel damit nahezu erreicht werden. Der Steuerertrag pro Einwohnerin/Einwohner stieg gleichzeitig um rund 10% von 2480 Franken auf 2718 Franken.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Gesamtsteuerertrag um rund 220830 Franken (+3,3%) und übertraf damit die kantonalen Prognosen.

In verschiedenen Bereichen konnten wesentliche Einsparungen erzielt werden: • Die Honorare für Baubewilligungs- und Kontrollgebühren lagen aufgrund geringer Bautätigkeit um rund 52150 Franken unter dem Budget. • Die Kosten für die Polizei beliefen sich auf 111370 Franken und lagen damit 59930 Franken unter Budget. Hauptgründe waren ein deutlich tieferer Personalaufwand sowie höhere Einnahmen aus Bussen. • Das Schulbudget wurde insbesondere bei Schulreisen und Veranstaltungen nicht vollständig ausgeschöpft. • Der Defizitbeitrag an die Spitex Region Aargau Ost reduzierte sich aufgrund geringerer Leistungsnachfrage deutlich. Der Personalbestand sank von 22,8 auf 15,1 Vollzeitstellen. Für die Gemeinde resultierte daraus eine Kostenreduktion von 63660 Franken gegenüber dem Budget. • Die Kosten für Heimbewohnerinnen und -bewohner la-

gen um 29560 Franken unter dem für 2025 gemeldeten Betrag. • Weitere Einsparungen ergaben sich bei der Kinderbetreuung, der materiellen Hilfe sowie im Bauamt. Demgegenüber standen verschiedene, begründete Mehraufwendungen: • Die Musikschule wird neu zum Vollkostentarif verrechnet, was eine deutliche Kostensteigerung gegenüber den früheren Tarifen entspricht. Die Kosten beliefen sich auf rund 144510 Franken, wobei rund 52000 Franken durch Elternbeiträge gedeckt werden konnten. • Die Erarbeitung einer Strategie für Tagesstrukturen sowie die Neuorganisation des Mittagstischs (ab August 2025 durch Elements4Kids geführt) verursachten Gesamtkosten von 42580 Franken (Budget: 15790 Franken). • Die Neurekrutierung der Schulleitung sowie die damit verbundenen Kosten für die Überbrückung bis zur Neubesetzung verursachten Mehrkosten gegenüber dem Budget von rund 24270 Franken. • Im Jahr 2025 fielen die Beiträge für die Pflegefinanzierung an den Kanton Aargau wieder erneut höher aus als im Jahr 2024 abgerechnet, das Budget wurde hier um rund 81720 Franken überschritten. • Die Restkosten für Sonderschulen, Heime und Werkstätten, welche an den Kanton bezahlt werden müssen, überschritten das Budget um 8% (45760 Franken). Mit einem Ertragsüberschuss von 458014 Franken (rund +12% gegenüber Budget) weist die Jahresrechnung 2025 ein sehr positives Ergebnis aus, welches den weiteren Schuldenabbau unterstützt.

Besonders hervorzuheben ist, dass dieses Resultat nicht durch ausserordentliche Sondereffekte bei den Steuererträgen geprägt ist.

Der Gemeinderat dankt allen Budgetverantwortlichen für den sorgfältigen und verantwortungsbewussten Umgang mit den Gemeindefinanzen.

Eigenwirtschaftsbetriebe • Wasserversorgung: Ertragsüberschuss von rund 12510 Franken (Budget: 17180 Franken); • Abwasserbeseitigung: Ertragsüberschuss von rund 28490 Franken (Budget: Aufwandüberschuss von 50360 Franken); • Abfallbewirtschaftung: Aufwandüberschuss von rund 29430 Franken (Budget: 77570 Franken); • Elektrizitätsversorgung: Ertragsüberschuss von rund 58670 Franken (Budget: 128800 Franken).

Jahresrechnung 2025 – Ortsbürgergemeinde Killwangen Die Jahresrechnung der Ortsbürgergemeinde schliesst mit einem Aufwandüberschuss von rund 16260 Franken ab (Budget: 24780 Franken). Der Fehlbetrag wurde dem Eigenkapital entnommen. Per 31. Dezember 2025 beträgt das Eigenkapital rund 1538430 Franken.

Ökologische Aufwertungsmassnahmen Trafoturm Beim Trafoturm an der Zürcherstrasse 25.3 (Parzelle Nr. 981) werden ökologische Aufwertungsmassnahmen umgesetzt. Die Arbeiten werden durch den Verein Naturnetz ausgeführt. Im Rahmen des Projekts werden im Jahr 2026 Ruderalflächen mit einheimischen Pflanzen angelegt, die insbesondere Wild-

bienen und Schmetterlingen als Lebensraum und Nahrungsquelle dienen. Zudem wird eine naturnahe Hecke gepflanzt, welche Schutzund Nistmöglichkeiten für verschiedene Tierarten bietet. Die Fassade des Trafoturms wird gereinigt und in einem insektenfreundlichen Farbton neu gestrichen. Ergänzend werden Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Kleintiere installiert. Infotafeln vor Ort informieren über das Projekt und die ökologische Bedeutung der Massnahmen. Im Jahr 2027 wird ein Wildbienenhotel installiert mit einer dazugehörigen neuen Infotafel.

Mit dem Projekt entsteht ein wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen im Siedlungsgebiet. Der Gemeinderat dankt dem Verein Naturnetz für das Engagement.

Öffnungszeiten der Gemeindekanzlei Montag: 12 bis 20 Uhr; Dienstag: 8 bis 11.30 Uhr; Mittwoch: 8 bis 11.30 Uhr; Donnerstag: 8 bis 11.30 Uhr sowie 13.30 bis 16 Uhr; Freitag: 7 bis 11.30 Uhr.

INSERATE

GEMEINDE KILLWANGEN Baugesuche

Baugesuchs nummer: BG 2026-07

Bauherrschaft: Carmen und Alois Greber Zürcherstrasse 1 8956 Killwangen Grundeigent.: do.

Bauobjekt: Zürcherstrasse 1 8956 Killwangen (Parz. Nr. 862)

Bauvorhaben:

Bauvorhaben: Whirlpool halbversenkt Zusatzbewilligung des

Bundes/Kantons: Ja, da Kantonsstrasse

Baugesuchs

Baugesuchs nummer: BG 2026-08

Bauherrschaft: Schürweg 2 do.

Bauherrschaft: Einwohnergemeinde Killwangen Schürweg 2 8956 Killwangen Grundeigent.: do.

Bauobjekt: Rebäckerstrasse 11 8956 Killwangen (Parz. 697)

Bauvorhaben:

Bauobjekt: Rebäckerstrasse 11

Bauvorhaben: Umnutzung Schützenhaus (Teil des Anbaus) zum Kulturtreffpunkt Zusatzbewilligung des Bundes/Kantons: keine

Zusatzdes keine 11.

Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu erfolgen

Die Baugesuche liegen vom 9. April 2026 bis 11. Mai 2026 während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme auf. Einsprachen sind innert der Auflagefrist an den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu erfolgen und muss einen Antrag sowie eine Begründung enthalten.

Gemeinderat Killwangen nummer: do. Zürcherstrasse 1

KILLWANGEN/SPREITENBACH

Die Auswanderin

Killwangen–Spreitenbach–Kapstadt. Zweimal ist Pamela Nayler von der Schweiz nach Kapstadt ausgewandert. Nun will sie für immer bleiben.

MELANIE BÄR

«Kägi fret», antwortet Pamela Nayler per WhatsApp auf die Frage, was ich ihr von der Schweiz mitbringen soll. Die Waffeln aus dem Toggenburg gibt es in Südafrika nicht. «Dafür den besten Cheesecake», sagt die Schweizerin, als sie mich Ende Februar in ihrem Haus in Constantia empfängt. Es ist sommerlich warm, barfuss geht Pamela Nayler durch das riesige Wohnzimmer, zeigt auf ein Bild mit drei dunkelhäutigen Frauen. Es stammt vom Südafrikaner Ramotoana Mokgomme. Nayler hat das Bild während der Pandemie gekauft, um den Künstler zu unterstützen. Auch ein goldener Baum der Dietiker Künstlerin Anna Helfer hängt im stilvoll eingerichteten Haus. Sie besuchte einige Vernissagen von ihr in der Schweiz. «Man würde es vielleicht nicht erwarten, aber es gibt auch hier viel Kulturelles. Ich besuche Konzerte, Aufführungen und Ausstellungen.»

Noch etwas anderes schätzt sie in Kapstadt: die Natur. «Wir haben etwa 300 Sonnentage», sagt sie und zieht ihre Schuhe an, um mir «einen der schönsten Plätze» zu zeigen. Als Tourist Guide kennt sie nicht nur die klassischen Attraktionen wie den Tafelberg oder die Waterfront, sondern auch Geheimplätze.

Einer befindet sich im Naturreservat «Silvermine». Nach 20 Minuten Fahrt hält Pamela Nayler vor dem Eingang, öffnet das Autofenster und streckt der Kassierin eine

200-Rand-Note hin. «Das ist noch einer der wenigen Parks, wo man nur mit Bargeld bezahlen kann», bemerkt sie lachend. Wir befinden uns im «Table Mountain National Park». Mit einer Fläche von 221 km² ist er im Vergleich zum 18000 km² grossen Krüger Nationalpark winzig. Dank Kapstadts Hausberg «Table Mountain» aber nicht minder bekannt.

Die 59-Jährige steigt aus dem Auto und will von einer entgegenkommenden Frau wissen, wie der Schwumm war. Ein paar Schritte

«Wenn man sich an die Sicherheitsvorschriften hält, ist es hier nicht gefährlicher als in einer anderen Grossstadt.»

NAYLOR, AUSWANDERIN

weiter wird klar, warum sie fragt: Das Naturschutzgebiet bietet nicht nur Wander- und Bikewege, sondern auch einen Damm. «Hier kann man bedenkenlos schwimmen.»

Der Liebe wegen ausgewandert Während sie weitergeht, erzählt sie, dass sie 1992 ihren Job als Flight Attendant aufgab, um nach Südafrika auszuwandern. Ein Jahr, nachdem sie sich während einer Reise durch Südafrika verliebt hatte. Nicht nur ins Land, sondern auch in einen Südafrikaner, den sie später heiratete. Mit ihm zusammen lebte sie in George, einer Stadt an der bekannten Garden Route. Seine Familie betrieb dort eine Apfelfarm. Er arbeitete als Ingenieur, sie an einer Hotelrezeption. «Der Job wurde mir schnell langweilig», sagt sie und fügt lachend an: «Mein Bruder

Vom Pipetrack-Wandweg aus sieht man den Strand von Camps Bay, die 12-Apostle-Bergkette
Im Weingut Cape Point Vineyards in Noordhoek.
Melanie Bär
Silvermine-Damm mit dem durch Eisen gefärbten Wasser im Table Mountain National Park. bär
Dassies, auch Klippschliefer genannt, sieht man überall in Südafrika. bär
Diese Inkalilien wachsen wie viele Lilienarten wild. bär

sagt, ich sei nicht anstellbar.» Sie machte sich kurz nach ihrer Ausbildung als anerkannte Touristenleiterin selbstständig.

Nur wenige Guides sprechen Deutsch, entsprechend war und ist sie begehrt. Während es im Job aufwärtsging, hielt die Liebe nicht. Zu gross war der Kulturunterschied. «Man könnte meinen, die weissen Südafrikaner seien unserer Kultur ähnlich. Doch sie sind konservative Machos. Das passt nicht zu mir als freiheitsliebende, selbstständige Person.» Pamela Nayler entschied sich, nach acht Jahren wieder in die Schweiz zu ziehen. Zu gross war ihre Angst vor der finanziellen Unsicherheit in der Ferne.

Zurück in die Schweiz

Zurück im Aargau verbrachte sie viel Zeit in Killwangen. Am Ort, wo sie aufgewachsen war, pflegte sie nun mit ihrer Mutter zusammen den demenzkranken Vater bis zu seinem Tod. Doch sie war nicht glücklich. «Es war mir zu getaktet, zu viel Druck. Im Vergleich zu Südafrika kam ich mir in der Schweiz vor wie im Disneyland: Alles ist perfekt, ohne dass ich etwas dazu beitragen muss. Mir fehlte etwas.»

Nach 16 Jahren in der Schweiz kehrte sie zurück, kaufte ein Bed and Breakfast in Kapstadt. Nach zehn Jahren hatte sie genug von der grossen Verantwortung, der Sorge um gutes Personal. Vor einem Jahr verkaufte sie es und zeigt seither wieder Touristen ihre neue Heimat. Sie bleibt stehen, zeigt auf den Damm im «Silvermine». Das Wasser am Ufer ist braungefärbt. «Eisen», klärt Pamela Nayler auf und fügt an: «Baden kann man trotzdem.»

Das Land der Gegensätze

Auf dem Weg zum Auto begrüsst sie zwei Provinzpolizisten. Sagt, sie wünsche sich, es gäbe mehr von ihnen. «Im Gegensatz zur South African Police Force sorgen sie sich wirklich ums Wohl der Bevölke-

rung.» Kriminalität, Drogen- und Alkoholabhängigkeit sind ein Problem – besonders in den Armenvierteln. Das grösste in Kapstadt heisst Khayelitsha. Rund eine Million Menschen leben dort. Ein Teil in notdürftigen Unterkünften aus Blech und Holz. Das Viertel am Stadtrand stammt aus der Zeit der Apartheid, wo sich Menschen mit dunkler Hautfarbe nicht überall aufhalten durften. Auch wenn das seit der Aufhebung in den 1990er-Jahre erlaubt ist, existieren die Viertel bis heute im ganzen Land. «400 Jahre Apartheid kann man nicht in drei Jahrzehnten wegmachen.»

Auch ihre Hausangestellte lebt in einem solchen Quartier. Sie muss

den Gangs Schutzgeld zahlen, um nicht ausgeraubt zu werden. Die Gebäudebesitzer ausserhalb der Armenviertel schützen sich mit Zäunen, Alarmanlagen und Kameras. «Damit hatte ich am Anfang Mühe. Doch man gewöhnt sich daran. Und wenn man sich an die Sicherheitsvorschriften hält, ist es hier nicht gefährlicher als in einer anderen Grossstadt.»

Natur pur Wir fahren weiter, vorbei an Feldern mit wilden Lilien und Blick aufs Meer. Beim «Cape Point Vineyard» halten wir erneut. «Ich liebe mein Land», sagt Pamela Nayler und zeigt auf das Weingut, einen Teich mit Koi-Fischen und Blick auf Berge und Meer. Hierher kommt sie nicht nur mit ihren Kunden, sondern auch mit Freunden und Familie aus der Schweiz. Und freut sich, wenn sie von Einheimischen bedient wird. «Sie sind Lebenskünstler und immer gut gelaunt. Ihre Witze passen zu meinem englischen, schwarzen Humor.» Zwar wuchs Nayler in Spreitenbach und Killwangen auf, ihr Vater stammte jedoch aus England. Zwei Stunden später sind wir zurück in Constantia. Seit drei Jahren ist der südliche Vorort ihr Zuhause. Das Haus hat sie mit ihrem Partner bauen lassen, einem Deutschen Aus-

wanderer, der seit seiner Pension fix in Südafrika lebt. Zusammen wollen sie hier alt werden – auch wenn sie nicht nur die Kägi frets, sondern vor allem ihre Freunde und die Berge in der Schweiz vermisst.

Einmal im Jahr fliegt sie deshalb für ein paar Wochen in die alte Heimat zurück. Mit der Schweizer Fluggesellschaft Edelweiss ist sie in 11 Stunden daheim, während der Sommerzeit ohne Zeitdifferenz. «Doch sobald wir uns beim Rückflug Kapstadt nähern, fühle ich mich wieder daheim. Statt vier machen sie hier zwei Schritte. Das entschleunigt mich. Ich habe das Gefühl, in meinem Traumland angekommen zu sein.»

Gut zu wissen

Südafrika liegt auf der Südhalbkugel, an der Südspitze von Afrika. Wer es heiss mag, reist während der südafrikanischen Sommermonate von Dezember bis Februar. Die Monate März bis Mai (Herbst) oder September bis November (Frühling) sind ebenfalls angenehm warm. Edelweiss Air fliegt von Mitte September bis Mitte Juni mehrmals wöchentlich nonstop von Zürich nach Kapstadt. (bär)

Pamela Nayler im Wohnzimmer ihres Hauses in Constantia, einem Vorort von Kapstadt in Südafrika. Jijo Ganesan
Jijo Ganesan

Freiraumkonzept genehmigt

Der Gemeinderat Spreitenbach hat das Freiraumkonzept verabschiedet. Es bildet die verbindliche Grundlage für die Entwicklung attraktiver, klimaresilienter Freiräume und wird nun umgesetzt.

Damit liegt erstmals ein umfassendes strategisches Instrument vor, das die Qualität und Nutzung der Frei- und Grünräume langfristig sichern und verbessern soll, wie der Gemeinderat in seiner Mitteilung schreibt. Die Erarbeitung des Freiraumkonzepts erfolgte auf Basis eines Verpflichtungskredits von 170000 Franken, der von der Gemeindeversammlung am 28. November 2023 bewilligt wurde. In einem mehrstufigen Prozess entwickelte ein interdisziplinäres Pla-

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nungsteam gemeinsam mit einer breit abgestützten Begleitgruppe das Konzept.

Ein zentraler Bestandteil war die aktive Mitwirkung der Bevölkerung: In zwei öffentlichen Veranstaltungen im Juni und November 2024 wurden Bedürfnisse aufgenommen sowie der Entwurf diskutiert und weiterentwickelt. Diese Rückmeldungen sind in die finale Fassung, welche durch eine Begleitgruppe erarbeitet wurde, eingeflossen.

Analyse zeigt Handlungsbedarf

Das Konzept basiert auf einer umfassenden Analyse der bestehenden Freiraumstrukturen. Diese zeigt unter anderem Defizite bei multifunktional nutzbaren Freiräumen sowie eine zunehmende Wärmebelastung in stark versiegelten Gebieten. Gleichzeitig wurden wichtige Potenziale identifiziert – etwa die Bäche als identitätsstiftende Elemente oder die Nähe zu Limmat

und Wald als hochwertige Naherholungsräume.

Konkrete Massnahmen

Das Freiraumkonzept definiert ein Zielbild mit sieben Leitsätzen. Dazu zählen insbesondere die Stärkung der Quartieridentitäten, die Förderung der Biodiversität, die Entwicklung eines klimaresilienten Siedlungsraums nach dem Schwammstadtprinzip.

Ziel: Ortsbus

Der Verein Pro Spreitenbach hielt seine GV ab und liess sich zuvor von der Feuerwehr über deren Arbeit informieren.

Der Besuch von Pro Spreitenbach bei der Feuerwehr SpreitenbachKillwangen war ein spannender und lehrreicher Anlass für die Vereinsmitglieder. Sie erhielten einen Einblick in die vielseitige Arbeit der Feuerwehr und konnten hautnah erleben, wie wichtig deren Einsatz für die Sicherheit der Bevölkerung ist.

(LiWe/zVg)

Zu den nächsten Schritten zählen die Planung und Realisierung des Neumattparks; die Weiterentwicklung des Areals Ziegelei zu einem multifunktionalen Freiraum; Sofortmassnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität; die Schaffung temporärer Freiräume auf geeigneten Flächen sowie die Verbesserung der Signaletik von Wegverbindungen. Bis Ende 2026 sollen Zuständigkeiten geklärt, Prioritäten festgelegt und erste Massnahmen vorbereitet werden.

Ich han euch nöd verlah, ich bin nur ächli vorus gange!

Maya KasparRenidear

21.11.1961 | 31.03.2026

In Liebi: Beat, Sabrina, Tamira, Okee, Karin, Hanspeter, Marianne, René, Familie und Fründe

Nachere schwäre Diagnose isch de wunderbari Mänsch mit de Liebste ade Site, friedlich ihgschlafe.

Uf Wunsch vo de Maya nämed mir Abschied vo ihre im chline Chreis mit Familie und Fründe.

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Truuradrässe: Beat Kaspar, Sennenbergstrasse 6, 8956 Killwangen

Wanderung nach Schönbühl

Die März­Wanderung führte die Wandergruppe Spreitenbach ins beschauliche Emmental.

Am 18. März versammelten sich 28 Wanderinnen und Wanderer bei solidem Wetter beim Bahnhof Killwangen. Die Gruppe fuhr frühmorgens mit dem Zug nach Aarau, dort stieg man um und gelangte via Olten und Burgdorf nach Hindelbank. Kurz nach dem Start der Wanderung führte der Weg an der Justizvollzugsanstalt Hindelbank vorbei. Über sanfte Wiesen und wunderbare Wälder führte der Weg zum Aussichtspunkt Mooshubel. Weiter gings nach Krauchthal, einem idyllisch eingebetteten Dorf im Tal. Hier erheben sich die markanten Sandsteinfelsen, aus denen das Baumaterial für das Berner Münster abgebaut wurde. Im Anschluss wurde im Restaurant Hirschen ein feines Mittagsmenü mit Dessert serviert.

Nach der Pause gings am Chrauchtalbach entlang über den Oberberg nach Schönbühl. Dort angekommen, bestiegen alle glücklich und zufrieden den Zug, um nach Killwangen zu fahren. (LiWe/zVg)

Infos: www.wandererspreitenbach.ch.

Zu Beginn wurden die Gäste durch die Feuerwehr über ihre Organisation, Aufgaben und Struktur informiert. Ein besonderes Highlight war die Führung durch das Feuerwehrdepot. Die Teilnehmenden konnten die verschiedenen Einsatzfahrzeuge aus nächster Nähe betrachten und erfuhren, welche Ausrüstung in den Fahrzeugen mitgeführt wird. Die Feuerwehrleute erklärten anschaulich, wie die Geräte im Ernstfall eingesetzt werden und welche Abläufe bei einem Einsatz wichtig sind.

Kommandant Daniel Wiederkehr (2.v.l.) begrüsst die Gäste.

VERMISCHTES

Umweltarena Spreitenbach Die Sonderausstellung «Mit dem Luchs auf Augenhöhe – eine faszinierende Begegnung mit der heimlichen Wildkatze der Schweiz» bringt den Besuchern den Eurasischen Luchs näher. Interaktive Erlebnisse, eindrückliche Fotografien und fundiertes Wissen machen die Ausstellung zu einem Highlight für die ganze Familie.

Der Eurasische Luchs ist die grösste Raubkatze Europas – scheu, faszinierend und lange Zeit aus der Schweiz verschwunden. Nach seiner Ausrottung wurde der Luchs im Jahr 1971 wieder in der Schweiz angesiedelt. Heute leben hierzulande rund 250 Tiere. Für den Menschen stellt der Luchs keine Gefahr

soll weiter fahren

Der Besuch bot zudem Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Dabei wurde auch die Bedeutung des freiwilligen Engagements hervorgehoben, ohne das ein funktionierender Feuerwehrbetrieb nicht möglich wäre. Insgesamt war der Besuch von Pro Spreitenbach bei der Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen ein voller Erfolg. Er stärkte das Verständnis für die Arbeit der Feuerwehr und förderte die Verbundenheit innerhalb der Gemeinde.

114 Mitglieder zählt der Verein An der anschliessenden Generalversammlung blickte Präsident Peter Wurzer auf das 16. Vereinsjahr zurück und verdankte den Einsatz von mehreren Dutzend Mitgliedern, die sich in Kommissionen und Ämtern für die Gemeinde zur Verfügung stellen. Die 114 Mitglieder haben die Vereinskasse auf über 10000 Franken ansteigen lassen, was den

Mitgliedern zugute kommen soll. Der Mitgliederbeitrag soll bei 20 Franken belassen werden und sämtliche Vorstandsmitglieder sowie die Revisoren wurden für die nächsten vier Jahre wieder bestätigt.

Die nächsten Anlässe des Vereins: Am 6. Mai besucht der Verein den Friedhof Spreitenbach und am 5. August den Bruno-Weber-Park.

Pro Spreitenbach erwartet vom Gemeinderat in diesem Jahr die Anpassung und Verlängerung der Streckenführung des Ortsbusses, welche der Verein Ende 2025 mit einem Vorschlag eingereicht hat. Ziel wäre es, die Anpassung auf den Fahrplanwechsel 2026/2027 einfliessen zu lassen.

Die Revision der BNO (Bau- und Nutzungsordnung) wird ebenso gespannt erwartet und Pro Spreitenbach ist für eine öffentliche Diskussionsrunde mit den Erkenntnissen dazu parat. (LiWe/zVg)

AUS DER GEMEINDE

Neue Unterkunft für Asylsuchende schafft 13 zusätzliche Plätze und stärkt die langfristige Erfüllung der Aufnahmepflicht. Der Gemeinderat Spreitenbach hat die Anmietung einer weiteren Liegenschaft an der Poststrasse 37 genehmigt. Damit schafft die Gemeinde zusätzliche Kapazitäten zur Unterbringung von Asylsuchenden und stellt die langfristige Erfüllung ihrer Aufnahmepflicht sicher.

Die Liegenschaft, ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, wird der Gemeinde ab dem 1. Juni zur Miete angeboten. Insgesamt können darin bis zu 13 Personen untergebracht werden.

Angesichts der weiterhin hohen Zahl an Asyl- und Schutzsuchenden stehen die Gemeinden vor grossen Herausforderungen. Auch Spreitenbach ist verpflichtet, gemäss kantonalem Verteilschlüssel ausreichend Unterkunftsplätze bereitzustellen. Aktuell erfüllt die Gemeinde ihr Soll nahezu, jedoch ist aufgrund steigender Zahlen und des Wegfalls von Übergangslösungen zusätzlicher Wohnraum erforderlich. Mit der Anmietung der Liegenschaft an der Poststrasse 37 kann Spreitenbach eine nachhaltige und längerfristige Lösung zur Sicherstellung der Aufnahmepflicht schaffen. Gleichzeitig stärkt die Gemeinde ihre solidarische Rolle im regionalen Asylwesen.

Die Sozialen Dienste wurden beauftragt, den Bezug der Liegenschaft in Zusammenarbeit mit der ORS Service AG zu organisieren. Die neuen Plätze tragen dazu bei, die Unterbringungssituation in der Gemeinde weiter zu stabilisieren und zukünftige Entwicklungen besser abzufedern.

Erzählcafé – Mut/Zivilcourage Wie mutig bin ich im Alltag? Mut und Zivilcourage beginnen oft im Kleinen – in einem Moment, in dem Wegsehen leichter wäre als Hingucken. Sie zeigen sich, wenn Menschen für andere einstehen, Ungerechtigkeit widersprechen oder Haltung zeigen, obwohl es unbequem ist. Dabei braucht es gar nicht immer grosse Gesten. Was sind eure Erfahrungen? Montag, 27. April, 14.30–16.30 Uhr. Anmeldung bis 23. April an: claudia.trefz@spreitenbach.ch oder Tel. 056 418 86 80. Kostenlos, inkl. Kaffee und Kuchen. Barrierefrei erreichbar, moderiert von Theresa Kuhn.

Öffnungszeiten der Gemeinde Die Schalter sind wie folgt geöffnet: Mo., 8.30–11.30 Uhr und 13.30–18.30 Uhr, Di.–Do., 8.30–11.30 Uhr und 13.30–16 Uhr, Fr., 8.30–15 Uhr. Telefon 056 552 91 00. www.spreitenbach.ch. INSERATE

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dar – umso spannender ist der Blick auf seine Lebensweise, seine Jagdstrategien und die Herausforderungen, denen er in der modernen Kulturlandschaft begegnet. Die Ausstellung vermittelt anschaulich Wissen rund um den «Heimkehrer» und lädt dazu ein, den Luchs aus nächster Nähe kennenzulernen. Ein lebensgrosses Modell, eine Filmstation sowie interaktive Exponate wie «Sehen wie ein Luchs» oder «Hören wie ein Luchs» gibt es. zVg

Die Ausstellung dauert bis zum 30. August. Ergänzend dazu findet am 17. April ab 14 Uhr der Fachvortrag «Der heimliche Jäger unserer Wälder» statt. Ausstellung über die Wildkatze. zVg

Die Vereinsmitglieder stimmen ab.
Bilder: Ian Stewart

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Kursabend «Wohltuende Gesundheitswickel» Niemand ist gerne krank. Doch statt gleich zu teuren Medikamenten zu greifen, gibts in jedem Haushalt natürliche Mittel, die viel zur Linderung und Besserung beitragen können: Zwiebeln, Essig, Quark, Zitronen, Kartoffeln oder auch Kohl. Es sind Allerweltsmittel, die gegen Entzündungen, Fieber, Husten, Halsweh oder Ohrenweh gute Dienste leisten.

Die Würenloser Drogistin Nadine Russi zeigt den Teilnehmenden alles

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Wissenswerte über die wohltuenden Wickel, damit man diese alten Hausmittel wieder einsetzen kann. Auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher freuen sich Nadine Russi und der Vorstand der «Würenloser Frauen». Drogerie Russi, vis-àvis Coop Würenlos, Dienstag, 5. Mai, 19 Uhr. Dauer: 1½ Stunden. Kosten: 25 Franken. Teilnehmerzahl: mindestens 10 Personen, maximal 30 Personen. Anmeldung bis Samstag, 18. April, an Eva Spühler: Telefon: 076 424 09 45 oder per E-Mail an eva.spuehler@swissmains.com. (zVg)

«Hürden» belasten

Seit mehreren Jahren kümmern sich Christian Anner und Raphael Spörri aus Würenlos um Amphibien. Die Frösche und Kröten werden über die stark befahrene Limmattalstrasse transportiert.

IRENE HUNG-KÖNIG

Würenloser „Früeligsmärt“

Samstag, 18. April 2026 9 bis 17 Uhr

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500 Meter lang ist der Zuzugzaun an der Grenze zu Oetwil. Amphibien wie Erdkröten und Grasfrösche wandern im Februar und März vom Wald am Hüttikerberg zum Laichgebiet an die Limmat. Damit die Tiere bei ihrer Reise auf der Strasse nicht überfahren werden, wurde vor sechs Jahren zum ersten Mal ein Zuzugzaun errichtet auf Initiative von Christian Anner und seinem Kollegen Raphael Spörri. Anner sagt: «Ich war schon immer am Naturschutz und an der Fauna interessiert, habe schon mit acht Jahren Fröschli gerettet», erzählt er. In Spreitenbach gab es mal eine grosse Zerstörung von Feuchtbiotopen, die zugeschüttet wurden, um bauen zu können. «Das ging dannzumal – in den 80er-Jahren – noch. Wir retteten Gelbbauchunken, die Art ist höchst gefährdet und heute sind die gesetzlichen Hürden auch höher.»

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Was Christian Anner kritisiert: «Es werden immer mehr Hindernisse für die Amphibien gebaut.» Er spricht davon, dass die Strasse zwischen Würenlos und Oetwil immer stärker befahren wird. Sie wurde 2018 und 2019 verbreitert und mit einem Rad- und Gehweg sowie Stützmauern ausgestattet. Die Zugstelle der Amphibien fehlte in den KARK-Plänen und wurde darum bei der Planung der Strassensanierung nicht berücksichtigt. «Amphibienunterführungen sind in so einem Fall Pflicht», sagt Anner.

Unterführung am falschen Ort Eine Privatperson meldete die Zugstelle beim Projektleiter, dieser rechtfertigte sich damit, dass gemäss KARK-Karte keine Zugstelle vorhanden ist, die Planung abgeschlossen und die Kredite gesprochen seien. Die Sache wurde vom Naturschutzverein Würenlos weiterverfolgt. Doch dann spielte vermutlich der «Kantönligeist» eine Rolle, weil die Strecke die beiden Kantone Aargau und Zürich betrifft. «Also baute man eine Amphibienunterführung in Würenlos. Nicht im Bereich des Waldes, nicht auf dem Weg zwischen Wald und Laichgebiet an der Limmat, sondern im Rebberggebiet. Ich ärgere mich sehr», sagt Christian Anner. Man habe zirka 50000 Franken für eine Amphibienunterführung ausgegeben, die sich am falschen Ort befinde. «Ich weiss nicht, ob dort jemals ein Fröschli untendurchgeht.» Und dort, wo die Hauptzugstelle ist, hat man Stützmauern hingebaut. Wenn die Amphibien in Richtung Laichgebiet wollten, müssten sie teilweise über die Mauer hüpfen und auf dem Retourweg stehen die Amphibien zusätzlich an einem Randstein, welcher fast auf der gesamten Strecke erstellt wurde. Verheerend sei dies vor allem für die Jungtiere. «Die Jungtiere haben eine Grösse von 1 bis 2 Zentimetern, sie können den Randstein nicht mehr überwinden. Die Zugstelle wird sterben, prognostizierte mir ein

Frösche und Kröten befinden sich in Kesseln und
Ein Krötenpaar auf der Strasse. zVg

Amphibienretter

und werden über die Strasse getragen. zVg

Wildbiologe.» Und das Verrückte an der Geschichte: «Amphibien haben einen ähnlichen Schutzstatus wie Wolf und Luchs.»

Über 5000 Tiere waren es im 2023, die durch die eifrigen Helferinnen und Helfer die Kantonsstrasse unbeschadet passieren konnten. Der Kanton habe schliesslich für den Rückzug Aufstiegshilfen aus Eichen an den Stützmauern erstellt. «Wir wissen nicht, ob diese auch genutzt werden», so Anners Meinung.

Weitere Laichplätze im Wald Deshalb ist Christian Anner dran, andere Lösungen zu finden. Eine davon wäre, dass die Tiere die «Reise» via Strasse gar nicht mehr machen müssten. «Es geht um weitere Laichplätze im Wald, da sind wir momentan dran. Das ist das grosse Thema, das mich beschäftigt. Ob bei der Strasse was geht, ist unklar. Die

Zukunft ist ungewiss», sagt er. «Bekannt sind drei Laichplätze: Einen haben wir neu geschaffen, ich habe den Bau eines Weihers initiiert –organisiert wurde er durch das Forstrevier Oetwil und finanziert durch die Gemeinde Oetwil. Dieser Platz befindet sich auf Oetwiler Seite, am Bickbach, oberhalb der Zugstelle. Dort sind auch weitere Weiher geplant, jedoch noch nicht bewilligt. Dann gibt es in der Nähe des Hüttiker Parkplatzes einen Weiher, doch je nach Witterung trocknet dieser aus. Ich bin mittlerweile Mitglied des Naturschutzvereins Würenlos und wir sind dran, mit dem Naturschutzverein Hüttikon Kontakt aufzunehmen. Es ist das Ziel, Massnahmen zu planen. Ich bin dran mit dem Würenloser Förster auf Würenloser Boden einen Laichplatz zu verbessern, damit Amphibien dort vermehrt laichen könnten.» Allerdings sei dieser Ort Privatwald und man müsse mit den Eigentümern sprechen.

«Eine weitere Idee wäre es, Lebensraum an der Limmat zu schaffen. Dafür müssten die Gemeinden Würenlos und Oetwil Land erwerben und diese dem Naturschutz zur Verfügung stellen. Ich denke dabei an einen sehr breiten Heckengürtel angrenzend an die Limmat.»

Zurück zur Hilfe an der Strasse: «Der Februar war nicht schlecht, doch der März war viel zu trocken. Ende März war es dann zu kalt, dann ging auch wieder nichts. Wir waren lange zu wenig Helfende. Einige Helfer fielen dann aus gesundheitlichen Gründen aus.» Im Jahr 2025 schliesslich starteten sie einen Facebook-Aufruf in Würenlos, welcher schliesslich 15 neue Mitglieder brachte und ein Aufruf in der Limmatwelle ergab nochmals fünf weitere Helfende. «Jetzt sind wir 40 Leute und zirka die Hälfte davon ist sehr aktiv.»

Rund 24 Zugstellen im Kanton

Nebst Würenlos war gab es auch in Killwangen eine Zugstelle. Gemäss Sabine Kräuchi von der Koordination Amphibienzugstellen des Kantons Aargau habe sich die Lage in Killwangen beruhigt. «Jedoch sind die Amphibienwanderung und die Gefahrenstellen an Strassen im Kanton Aargau weiter-

hin ein Thema. Im ganzen Kanton gibt es immer noch ungefähr zwei Dutzend Zugstellen, an denen während der Wanderung von Grasfröschen und Erdkröten zahlreiche Freiwillige im Einsatz stehen, um die Amphibien sicher zu ihren Laichgewässern zu bringen», sagt sie. (LiWe/zVg)

AUS DER GEMEINDE

Unentgeltliche Rechtsauskunft Die Beratungen finden jeweils am 3. Donnerstag im Monat von 18.30 bis 19.30 Uhr im Sitzungszimmer der Bauverwaltung, Erdgeschoss, Gemeindehaus statt. Nächste Beratung: Donnerstag, 16. April.

Hundesteuer 2026 Für jeden gehaltenen Hund, der über 3 Monate alt ist, muss eine jährliche Abgabe entrichtet werden. Die Hundesteuer wird wiederum im Monat Mai in Rechnung gestellt und beträgt für die Periode vom 1. Mai 2026 bis 30. April 2027 für den ganzen Kanton einheitlich 120 Franken.

Um unnötige Rechnungen zu vermeiden, werden die Hundehaltenden gebeten, allfällige Änderungen (das heisst, wenn ein neuer Hund angeschafft wurde, ein eingelöster Hund nicht mehr lebt oder an einen anderen Platz gegeben wurde) den Einwohnerdiensten (einwohnerdienste@wuerenlos.ch oder Telefon 056 436 87 00) bis 30. April zu melden. Hundehaltende, die nach dem Stichtag zuziehen, oder Personen, die sich nach dem Stichtag einen Hund anschaffen, müssen die Hundetaxe erst im darauffolgenden Jahr bezahlen. Im Gegenzug entfällt die Möglichkeit für Personen, welche die Hundehaltung aufgeben, die Hälfte der Taxe zurückzufordern. Der administrative Aufwand für die Verrechnung und Rückerstattung von halben Taxen entfällt damit.

Befreiung von der Hundetaxe Der Kanton Aargau gestattet Steuererleichterungen oder -befreiungen für bestimmte Tiere (zum Beispiel Blindenführhunde, Rettungshunde, Diensthunde). Dafür muss der Ge-

meinde bis 30. April ein entsprechender Nachweis vorliegen. Sanitäts- und Therapiehunde sind seit 2014 nicht mehr befreit und voll taxpflichtig.

Bauwesen – Baubewilligungen Der Gemeinderat hat die Bewilligung für folgende Bauvorhaben erteilt: Konsortium Zelglistrasse 30, 5436 Würenlos, c/o Möckel Baumschulen AG, Buechstrasse 24a, 5436 Würenlos, und Immolin AG, Bahnhofstrasse 36, 5502 Hunzenschwil, Abbruch Einfamilienhaus, Neubau Zweifamilienhaus mit Einliegerwohnung, Zelglistrasse 30; Dieter und Karin Landolt, Oberwiesenweg 24, 5436 Würenlos, Erstellung Aufdach-Photovoltaikanlage, Oberwiesenweg 24; STWEG, Brunnenweg 2b c/o EGUT Treuhand + Verwaltungen GmbH, Grosszelgstrasse 24, 5436 Würenlos, Montage Aufdach-Photovoltaikanlage, Brunnenweg 2b.

Die Bauverwaltung hat die Bewilligung für folgende Bauvorhaben erteilt: Andres Roger, Baumschulweg 8, 5436 Würenlos, Ersatz und Verlängerung der bestehenden Mauer, Baumschulweg 8; Karim Malki, Rosenweg 11, 5436 Würenlos, Abbruch Wintergarten, Erweiterung Wohnfläche durch Anbau, Rosenweg 11; Dominic Völl, Juchstrase 19, 5436 Würenlos, Ersatz Hecke mit fünf Steinstelen, Juchstrasse 19; EKZ Eltop AG, Schulstrasse 20, 5436 Würenlos, Gebäudebeschriftung (Tür und Fenster), Grundstrasse 1.

Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Der Schalter ist wie folgt geöffnet: Montag, 8–11.30 Uhr und 14–18.30 Uhr, Dienstag bis Freitag, 8–11.30 Uhr und 14–16 Uhr. INSERATE

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14 KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

WETTINGEN

Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155

Samstag, 11. April, 17.30 Uhr, Wortgottesfeier mit Kommunion (Elisabeth Steiner). Sonntag, 12. April, 9.30 Uhr, Wortgottesfeier mit Kommunion (Elisabeth Steiner). Mittwoch, 15. April, 9 Uhr, Eucharistiefeier. Donnerstag, 16. April, 8 Uhr, Eucharistiefeier.

Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12

Freitag, 10. April, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier in der Kapelle. Sonntag, 12. April, Familiengottesdienst zur Erstkommunion (Joseph Kalamba und Susi Estermann). Musik: Harmonie Wettingen-Kloster; 12.30 Uhr, Eucharistiefeier in kroatischer Sprache. Mittwoch, 15. April, 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Kapelle. Donnerstag, 16. April, 19.30 Uhr Rosenkranzgebet und Eucharistiefeier in kroatischer Sprache in der Kapelle.

Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12

Sonntag, 12. April, 11 Uhr, Wortgottesfeier mit Kommunion (Elisabeth Steiner).

Ref. Kirche, Etzelstrasse 22

Sonntag, 12. April, 10 Uhr, Gottesdienst (Mária Dóka).

NEUENHOF

Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12

Samstag, 11. April, 17.30 Uhr, Rosenkranzgebet. Sonntag, 12. April, 11 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer); 15 Uhr,

KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN

Musical-Rahab Mit 70 Teens ein Musical in Würenlos erleben – ein Abend voller Musik, Geschichten und Emotionen, der berührt und begeistert. Die Adonia-Chöre werden jedes Jahr neu für eine Campwoche zusammengestellt. Innerhalb von drei Tagen wird das Musical konzertreif einstudiert. Anschliessend gehts für vier Tage mit dem Car auf Konzerttournee, da übernachten sie bei Gastfamilien. In den Frühlingsferien fahren die Chöre auf Tournee. 2026, und bereits in der 47. Saison, sind dies 22 Chöre (19 aus der Deutschschweiz, 3 aus der Romandie) mit je 70 Sängerinnen und Sängern, die in total 92 Ortschaften

Barmherzigkeitsgnadenstunde (Elisabeth Seiler). Montag, 13. April, 17.30 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 15. April, 18.15 Uhr, Rosenkranzgebet; 19 Uhr, Eucharistiefeier.

Sonnmatt, Sonnmattweg 2

Dienstag, 14. April, 14.30 Uhr, Andacht.

SPREITENBACH

Kath. Pfarrkirche

St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Freitag, 10. April, 18.15 Uhr, Rosenkranzgebet; 19 Uhr, Eucharistiefeier mit anschliessender Anbetung. Samstag, 11. April, 18 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Petre Karmazichev).

Dreissigster für Anna Kalt-Vögeli, Jahrzeit für Maria Unger. Sonntag, 12. April, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion (Petre Karmazichev); 18 Uhr, Santa Messa. Mitt-

woch, 15. April, 8.45 Uhr, Rosenkranzgebet; 9.30 Uhr, Eucharistiefeier; 15.30 Uhr, Rosenkranzgebet.

Alters- und Pflegeheim Im Brühl, untere Dorfstrasse 10 Freitag, 10. April, 10.15 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion. Dienstag, 14. April, 10.15 Uhr, Gottesdienst (Mária Dóka).

Ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18 Sonntag, 12. April, 10 Uhr, Kanzeltauschgottesdienst (Stefan Burkhard). Anschliessend Kirchenkaffee.

KILLWANGEN

Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9

Freitag, 10. April, 18.15 Uhr, Rosenkranzgebet; 19 Uhr, Eucharistiefeier. Sonntag, 12. April, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer).

WÜRENLOS

Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21

Samstag, 11. April, 18 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba). Mittwoch, 15. April, 10 Uhr, Eucharistiefeier.

Ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4

Sonntag, 12. April, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Arnold Bilinski).

Klosterkirche Fahr

Sonntag, 12. April, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier; 16 Uhr, vierstimmiges Abendgebet. Dienstag, 14. April, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Donnerstag, 16. April, 19.30 Uhr, Gebet am Donnerstag.

Markus Heil, Gemeindeleiter der katholischen Pfarreien von Wettingen und Würenlos

April, April Am 1. April habe ich meine ersten Hummeln des Jahres gesehen. Wie sie im Sonnenlicht des Nachmittags die ersten offenen Blumen auf der Naturwiese genossen. Und die Blumen dufteten auch schon. Der Duft und ihre Farben waren wunderbar und die Hummeln erfreuten mein Herz. Welche Freude und sobald die Sonne kommt, ist Frühling.

Und wenige Momente später kamen dunkle Wolken, ich blieb noch einen Moment, doch dann beendeten ein kalter Wind und ein Graupelschauer mein Bestaunen des Frühlings und zwangen mich, zuerst unters nächste Dach und dann gleich ab ins Auto und nach Hause zu gehen. Letzte Woche sah ich Gartenbauer bei einem eisigen Schauer einen Unterstand suchen und überlegen, wie und wann sie wohl ihre Arbeit fortsetzen könnten.

in der Schweiz auftreten. Jeder dieser Chöre gibt vier Konzerte. Am Schluss treffen sie sich in Zofingen zum grossen Abschlusskonzert. Die Mitwirkenden sind zwischen 13 und 20 Jahren alt. Mehrzweckhalle, Gipfstr. 1, Würenlos, Samstag, 11. April, 20 Uhr. Eintritt kostenlos.

Sing-Kafi, reformierte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Dienstag, 14. April, 9.30 Uhr.

Sprechstunde mit Pfarrerin Mária Dóka, ev.-ref. Kirche Spreitenbach-Killwangen, Pfarrhaus Dorf, Bullingerstube, Chilegass 18, Spreitenbach, Dienstag, 14. April, 13.30–15 Uhr.

Kreativ-Atelier Steiacherhof, Handarbeiten erstellen und plaudern, im Gemeinschaftsraum Steiacherhof, Steinackerstr. 17, Spreitenbach, Donnerstag, 16. April, 9–11 Uhr.

Zäme sii, Kirchgemeindehaus, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 16. April, 14 Uhr.

Filmabend im Pfarreiheim Neuenhof Am Donnerstag, 16. April, um 19.30 Uhr ist wieder Filmabend im Pfarreiheim Neuenhof. Zu sehen ist der Film «Ein alter weisser Mann». Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Viele Menschen heute klagen über die schnell wechselnden Zeiten. Sie beklagen sich, dass es nicht mehr so sei wie früher. Dabei ist es eine alte Weisheit, dass das Einzige, was bleibt, die Veränderung ist. Solche Sprüche gehen aber oft beim einen Ohr hinein und beim anderen wieder hinaus. Wir könnten uns also das Aprilwetter diesen Monat zum Vorbild nehmen und unsere eigene Flexibilität gegenüber der Veränderung etwas trainieren. Und dazu gehört auch, dass man sich an den Trainingsmöglichkeiten freut. Und dass wir die Wechsel des Wetters auch für die Wechsel im Weltgeschehen wie in den privaten Veränderungen sehen. Jetzt ein eisiger Schauer und zehn Minuten später wieder Frühling. Können wir die Momente des Frühlings auch in unserer Welt entdecken? Sind wir wach genug, wenn wieder die Sonne scheint, dies auch zu merken? Oder klagen wir immer noch. Die Gartenbauer haben zumindest eine halbe Stunde später wieder fröhlich weitergearbeitet, als der Schauer vorbei war.

Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch

«MEIN GOTT»

Das Treffen der «Vespisti»

Die Liebe zur italienischen

Kultmaschine Vespa eint sie: Am Karsamstag trafen sich die Fans zur Osterfahrt.

ROGER EGLOFF

Ein Hauch von Benzin liegt in der Luft, begleitet vom Knattern Dutzender Motoren. Spätestens jetzt wird klar: Hier wird Vespa-Leidenschaft gelebt.

Auf dem Areal der Limmatbus AG in Dietikon verwandelte sich am Karsamstag der Platz in eine Bühne für die Osterfahrt des Vespa-Clubs Limmattal.

Aus allen Ecken der Schweiz sind sie angereist: «Vespisti» aus dem Tessin, Solothurn, Zürich oder Basel. Sie alle eint die Liebe zur italienischen Kultmaschine. Über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zum Anlass gekommen, der bereits zum dritten Mal stattfindet.

Fachsimpeln und fotografieren

Zwischen glänzendem Chrom und farbenfrohen Rollern wird gefachsimpelt, fotografiert und gelacht.

Die Vespa ist hier weit mehr als ein Fahrzeug – sie steht für ein Lebensgefühl, das Menschen verbindet. Kurz vor Mittag sorgt ein besonderer Moment für Ruhe: «Bruder Martino» versammelt die Anwesenden zu einem gemeinsamen Gebet und segnet die Vespas. Die Atmosphäre ist feierlich und berührend. Wenig später startet die gemeinsame Ausfahrt, bei der auch Gäste

mitfahren dürfen. Für rund eine Stunde rollen die Zweiräder durch die Region und ziehen dabei zahlreiche Blicke auf sich.

Club hat 32 Mitglieder Auch kulinarisch hat der Anlass einiges zu bieten. Mit viel Engagement sorgt der Vespa-Club Limmattal Spreitenbach für Verpflegung und eine gesellige Stimmung. Hier

treffen sich Gleichgesinnte, tauschen sich aus und geniessen den Tag. Der Club zählt 32 Mitglieder und gehört zum Vespa-Club Schweiz mit rund 1700 Mitgliedern. Im Zentrum stehen gemeinsame Ausfahrten und das Beisammensein. Kassierin Ursula Hermann bringt es auf den Punkt: «Es geht um schöne Erlebnisse und die Freude, diese miteinander zu teilen.»

Startklar: Die «Vespisti» brechen zur Osterfahrt auf.
Bilder: Roger Egloff
Hier werden die vielen verschiedenen Roller begutachtet. Der Organisator-Club feiert das Treffen.
«Bruder Martino»

25 256 Exemplare.

Erscheint jeden Donnerstag.

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Klangwelten des Südens Ana Turkalj (Cello) und Nejc Grm (Akkordeon) zeigen in «Klangwelten des Südens» südliche Klangbilder von Piazzolla bis Granados. KapelleBrunnenwiese,Wettingen,Samstag,11.April,18Uhr.Eintrittfrei,Kollekte. (zVg/Fotos:roberto.boasso)

KILLWANGEN

Pro Senectute Mittagstisch Für alle ab 60 Jahren. Mittagessen in geselliger Runde; einmalig oder regelmässig teilnehmbar, bezahlt wird nur Essen und Getränke. Alters- und Pflegeheim im Brühl, Montag, 13. April, 12–14.30 Uhr.

NEUENHOF

Pro Senectute Aargau: Handharmonika/Akkordeon Gruppe Wiedereinsteigerinnen und Einsteiger ab 60 Jahren musizieren. Leitung: Ueli Jundt, Dirigentin: Denise Guanci. Tel. 076 686 41 99. Kath Pfarreiheim, Montag, 13. April, 14–16.30 Uhr.

WETTINGEN

Diskussionslabor: Philosophieren im Parlatorium Am Wochenende begrüsst die Kantonsschule Wettingen Gäste im Parlatorium; im «Archiv der Fragen» wird generationsübergreifend diskutiert. Klosterhalbinsel Wettingen, Samstag, 11. und Sonntag, 12. April, jeweils 10–17 Uhr.

Pro Senectute Sonntags-Treff mit Mittagstisch Gemeinsam gemütliche Stunden erleben bei Spiel, Jass, Plaudern oder einem Spaziergang. Anmeldung bis Freitag, 10. April, 17 Uhr direkt bei der Gastronomie Alterszentrum St. Bernhard, Tel. 056 437 25 42. Alterszentrum St. Bernhard, Sonntag, 12. April, 11.30–16 Uhr.

Im Kloster Wettingen durch Raum und Zeit Klosterführung Wettingen: Geschichte und Alltag des 1227 gegründeten Klosters Maris

«DAS LETZTE WORT»

Stella. Treffpunkt Gästezentrum Museum Aargau. Klosterhalbinsel Wettingen, Sonntag, 12. April, 13–14 Uhr sowie 14.30–15.30 Uhr.

Heissi Ohre An vier Abenden in den Frühlingsferien wird jeweils eine neue, schöne und spannende Geschichte vorgelesen. Figurentheater Wettingen, Montag, 13., Dienstag, 14., Mittwoch, 15. und Donnerstag, 16. April, jeweils 18 Uhr.

Turnen für jedefrau/jedermann Fit in den Ferien. Gymnastik – (Nordic)-Walking – Leichtes Kraft- und Hanteltraining. Unkostenbeitrag 5 Franken. Auskunft: André Schär, a_schaer@datacomm.ch. Park St. Sebastian, Montag, 13. April, 18.30–19.45 Uhr.

Pro Senectute Aargau: Tanznachmittag Theres Moser und Sabine Bucher laden zu einem Tanznachmittag mit Livemusik; Eintritt 13 Franken bar, Versicherung Sache der Teilnehmenden. Zys Hotel (Zwyssighof), Dienstag, 14. April, 14–17 Uhr.

Hirnfitness 60+ Infoanlass «Fit im Kopf – mehr vom Leben!»: Wissenschaftliches Hirntraining 60+, hybrid: wöchentlich digital, monatlich Präsenz, Apéro. Rathaussaal, Mittwoch, 15. April, 18.30 Uhr.

Kunstwerke aus Draht löten Kinder von 8 bis 15 Jahren fertigen unter Anleitung von Alain Schartner kleine Kunstwerke aus Draht. Die Kosten betragen pro Teilnehmer 20 Franken. Tickets unter: https:// eventfrog.ch/Alain_Schartner. Gemeindebibliothek Wettingen, Donnerstag, 16. April, 9–12 Uhr.

«Ich habe das Gefühl, in meinem Traumland angekommen zu sein», sagte Pamela Nayler, als sie am Champman’s Peak Drive anhielt und übers Meer zu den Houds Bay schaute. Vor 34 Jahren ist die 59-Jährige nach Südafrika ausgewandert. Dorthin, wo meistens die Sonne scheint und die Menschen in den widrigsten Umständen ihre positive Lebenseinstellung behalten, wie sie sagt. Doch die Schweizerin hat mir während des Interviews auch von den sozialen Unterschieden und der Kriminalität erzählt. Vom Zweifel, nach der Scheidung finanziell nicht über die Runden zu kommen. Der sie bewog, nach acht Jahren zurückzukehren und in Killwangen ihren kranken Vater zu pflegen. Während ich ihr zuhörte, sah ich hinter die Fassaden einer Auswanderung. Wie schwierig es ist, Familie und Freunde zu verlassen. Manchmal sieht man auf den ersten Blick nur die Erfolgsgeschichten. Sieht nicht die Zweifel und Widrigkeiten auf dem Weg zum Glück. Ich kenne diese Zweifel gut. Sie kommen jedes Mal, bevor ich für eine Reportage alleine ins Ausland reise. Ich liebe dieses Sahnehäubchen meines Jobs sehr. Und trotzdem weiss ich mittlerweile, dass sich kurz vor der Abreise Zweifel ausbreiten. Schaffe ich es, mich im Linksverkehr allein durch die Millionenstadt zu manövrieren? Pamela Nayler hat ihre Zweifel überwunden. Ihre Sehnsucht war stärker. Nach 16 Jahren in der Schweiz wanderte sie erneut aus. Und lebt nun in ihrem Traumland, wie sie sagt. Dort habe ich sie im Februar besucht. Auf der zweistündigen Autofahrt habe ich zwar ab und zu Scheibenwischer statt Blinker betätigt, mich ansonsten problemlos im Linksverkehr behauptet. Es hat sich auch für mich gelohnt, meine Zweifel zu überwinden, die Komfortzone zu verlassen. Im Wissen, dass es Mut braucht, um Träume zu verwirklichen. Zweifel und Glück gehen manchmal Hand in Hand. Feedback an: melanie.baer@chmedia.ch

Melanie Bär, Redaktionsleiterin

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