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Die Nordwestschweiz

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Die Nordwestschweiz Ein Kommunikationsraum Eine Zeitung


Die Nordwestschweiz – die grösste Stadt der Schweiz. 1 Universität, 6 Fach­hochschulen, 4 Flughäfen, 24 Theater, 44 Kinos, 9 Zoos, 120 Museen, 2747 Restaurants und Bars. In der Nordwestschweiz leben 1,3 Millionen ziemlich urbane Menschen.

Die Nordwestschweiz ist der zweitstärkste Wirtschaftsraum der Schweiz Die vier Kantone Aargau, Solothurn, Basel-Landschaft und BaselStadt sind wirtschaftlich, politisch und kulturell zusammengewachsen. Hier sind wir das führende, unabhängige Medienhaus mit einer starken lokalen Verankerung und nationaler Ausstrahlung.

In der Nordwestschweiz vermitteln und vernetzen wir aktuelle Informationen Das Vertrauen in die redaktionelle Kompetenz und der multimediale, ortsunabhängige Zugang zu News und Hintergründen rund um die Uhr verschaffen uns eine überdurchschnittlich hohe Leserbindung.

Solothu


Basel Liestal

Aarau

Solothurn

Die Nordwestschweiz


Ein Newsroom… Im Newsroom in Aarau – einem der modernsten Mediencenter Europas – laufen die Fäden der Berichterstattung zusammen. Ein hoch qualifiziertes Team recherchiert und redigiert Inland-, Ausland-, Wirtschafts-, Sportoder kulturelle Themen. Unsere Aktualitäten sind glaubwürdig, rund um die Uhr und ortsunabhängig zugänglich − gedruckt und digital, von Montag bis Sonntag. Christian Dorer Chefredaktor «Die Nordwestschweiz»


…mit dreizehn regionalen Redaktionsbüros Das Rückgrat unserer Berichterstattung ist die regionale Verankerung. Unsere Journalisten schreiben mit Gespür und Können über lokale Themen und machen damit jede Publikation einzigartig. Die umfassende Information aus den Regionen garantiert uns die ungeteilte Aufmerksamkeit unserer Leserschaft. Niemand ist Ihren Kunden näher als wir!

Rheinfelden Basel

Liestal

Brugg

Frick Baden Dietikon

Grenchen

Muri Lenzburg

Wohlen Reinach

Aarau

Solothurn


«Die Nordwestschweiz» bietet ein spannendes redaktionelles Umfeld und ist Garant für höchste Beachtung Ihrer Werbung. Als Zeitungsmacher haben wir Tradition; heute beherrschen wir als Online-Journalisten auch die Verbreitung über Internet, iPad und Smartphone.

Nationale Berichterstattung Die Redaktion im AZ Mediencenter in Aarau schafft Informationen mit nationaler Relevanz. Wir fühlen uns unserer Leserschaft mit Leidenschaft verpflichtet und informieren unabhängig, vollumfänglich und pointiert. Um auch politisch an vorderster Front dabei zu sein, haben wir eine eigene Bundeshausredaktion.

Regional am Puls Die regionalen Redaktionsstandorte sichern die lokale Verankerung und damit die Glaubwürdigkeit. Die acht regionalen Tageszeitungen haben insgesamt elf Lokal-Splits, für die unsere Journalisten auf Tuchfühlung mit der Bevölkerung gehen.

v. l. Chefredaktion «Die Nordwestschweiz»: Christian Dorer, Werner De Schepper, Philipp Mäder, Rüdi Steiner Chefredaktoren Regionen: Thomas Dähler (bz Basellandschaftliche Zeitung, bz Basel), Theodor Eckert (az Solothurner Zeitung, az Grenchner Tagblatt), Jürg Krebs (az Limmattaler Zeitung)

Print und Online Zeitung machen können wir seit Generationen. Unsere Kompetenz mit neuen Vertriebskanälen zeigt sich heute auch in der Verbreitung über digitale Medien.


«Nordwestschweiz Netz» beinhaltet sechs Newsportale. Die regionale und sogar lokale Online-Berichterstattung macht sich bezahlt. Die Nutzungsdaten sind auf mehr als das Doppelte gestiegen. Nutzen Sie die punktgenauen Platzierungsmöglichkeiten.

aargauerzeitung.ch

basellandschaftlichezeitung.ch

Überall und immer Sie können Ihre Werbung so platzieren, dass sie auf allen regionalen Plattformen sichtbar ist. Oder Sie können die Verbreitung eingrenzen und Ihre Botschaft treffsicher und zielgruppengerecht in eines der Newsportale stellen.

Alles ist möglich Maxiboard, Leaderboard, Skyscraper, Rectangle, Fixboard, Teaser, Publireportage oder gleich Channelpartner? Wir unterstützen Sie kompetent bei der Wahl des richtigen Formates und bei Bedarf bei der Umsetzung bis zur Liveschaltung.

bzbasel.ch


grenchnertagblatt.ch

limmattalerzeitung.ch

solothurnerzeitung.ch

Visits auf Nordwestschweiz Netz

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Mai 12

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Page Impressions: 5 198 426 Visits: 1 092 533 Unique Clients: 365 227

Quellen: Net-Metrix, Durchschnittliche Monatswerte Juli 2011 bis Juli 2012


«Die Nordwestschweiz» ist in ihrem Heimgebiet die Nummer 1 der abonnierten Tageszeitungen und darf in einem nationalen Mediaplan nicht fehlen.

Die Kombination von nationaler Relevanz und lokaler Verankerung «Die Nordwestschweiz» beinhaltet acht regionale Tageszeitungen. Die internationalen und nationalen Inhalte im 1. Bund sind identisch. Die Besonderheit dieser Zeitungen liegt in der regionalen Berichterstattung. Sie garantiert uns Leserbindung und damit Ihrer Werbung höchste Beachtung. 59% der Bevölkerung bevorzugen eine Tageszeitung als Informationsquelle. Nutzen Sie diesen Vorteil und inserieren Sie ein einziges Mal, um in acht Zeitungen gesehen zu werden. Einfacher gehts nicht. Effizienter und günstiger auch nicht. Normalauflage: 170 702 Exemplare Leser: 359 000

Basel

Grossauflage (Mi): 295 945 Exemplare  (Verlagsangabe)

Liestal

Quellen: WEMF 2011 und MACH Basic 2012-2

Aarau

nordwestschweiz.ch

Olten Zofingen Solothurn

Quelle: Media Use Index 2011

L Bern


Auflagen der abonnierten Tagespresse in der Nordwestschweiz Quelle: MediaPerformance, Stichtag 30. Juni 2011, Kantone AG/BL/BS/SO 150 000 125 000 100 000 50 000

149 425

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25 000 0 Die Nordwest- Basler Blick Tages- Neue Berner schweiz Zeitung Anzeiger Zürcher Zeitung Zeitung

Das Kombi mit Preisvorteil und Leistungssteigerung Mit Cityplus, dem modular belegbaren Schweizer Kombi, erreichen Sie bis zu 905 000 Leser in der Deutschschweiz. Erhöhen Sie mit Cityplus Ihre Medialeistung und profitieren Sie gleichzeitig von 10% Kombirabatt.

Leserzahlen der abonnierten Tagespresse in der Nordwestschweiz Quelle: MACH Basic 2012-2, WG 31/32/41 350 000 300 000 250 000 200 000 150 000 100 000

333 000

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50 000

28 000

50 000 0 Die Nordwest- Basler Blick Neue Tages- Berner schweiz Zeitung Zürcher Anzeiger Zeitung Zeitung

Normalauflage: 418 555 Exemplare Leser: 905 000 Grossauflage (Mi): 535 736 Exemplare (Verlagsangabe) Quellen: WEMF 2011 und MACH Basic 2012-2

cityplus.ch

Abdeckung im Verbreitungsgebiet *

Baden

rau

Zürich

über 40 %

20 – 40 %

bis 20 %

* Ausbau der Auflage in Basel ist in der Grafik noch nicht berücksichtigt

Luzern


«Der Sonntag» ist mit einer Auflage von 158 115 Exemplaren die meist verbreitete Sonntagszeitung in der Nordwestschweiz. Als einzige national ausgerichtete Zeitung widmet «Der Sonntag» sechs Regionen zusätzlich einen eigenen Bund.

«Wir tragen dem wichtigsten Lesetag Rechnung. «Der Sonntag» überrascht oft mit Primeurs und beweist damit wöchentlich seine journalistische Leistung.» Patrik Müller, Chefredaktor

AZ 5000 Aarau | Nr. 227 | 6. Jahrgang | Ausgabe 33 | Redaktion 058 200 53 10 | E-Mail redaktion@sonntagonline.ch | Abo 058 200 55 55 | www.sonntagonline.ch | Anzeigen 058 200 53 53 | Fr. 3.50

FCZ-Trainer Rolf Fringers neuer Plan. 30

Alles wird neu beim guten alten Teletext. 27

Schöne Nachrichten: Xenia lockt Italiens TV-Publikum. 15

19. August 2012 | Ausgabe Aargau | www.sonntagonline.ch

Bundesrat massregelt deutsche Politiker Verteidigungsminister Maurer bezeichnet SPD-Attacken als «ungehörig» – Widmer-Schlumpf plant Konter in Deutschland VON ALAN CASSIDY, YANNICK NOCK, OTHMAR VON MATT UND PATRIK MÜLLER ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ●

Lange hat der Bundesrat geschwiegen zu den Angriffen deutscher Spitzenpolitiker. Erstmals verurteilt jetzt ein Regierungsmitglied die Aussage von SPD-Chef Sigmar Gabriel, der den Schweizer Banken «organisierte Kriminalität» vorwarf, in aller Deutlichkeit. Verteidigungsminister Ueli Maurer sagt im Interview:

«Es ist ungehörig von einem Staat, dermassen über die Schweiz oder die Schweizer Banken herzuziehen.» Es sei gut, dass die SVP fordere, die Schweiz dürfe keinen neuen Vertrag mit Deutschland mehr abschliessen. Ein mögliches Scheitern des Steuerabkommens im deutschen Parlament kommentiert Maurer so: «Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein», sagt er – die Deutschen wären die Verlierer.

Auch im Finanzministerium wurden die SPD-Attacken empört zur Kenntnis genommen. Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf dürfte demnächst in einem grossen deutschen Medium zu einem Konter ansetzen. UBS-PRÄSIDENT AXEL WEBER hat im

deutschen «Handelsblatt» die Vorwürfe des kriminellen Verhaltens bereits zurückgewiesen, und jetzt spricht auch

Ex-UBS-Chef Oswald Grübel Klartext. In seiner «Sonntag»-Kolumne schreibt er: «Jeder Ausländer, auch Schweizer, kann in Deutschland ein Konto eröffnen, ohne dass er gefragt wird, ob die Gelder versteuert sind.» Das sei «der Gipfel der Bigotterie». Einzig SP-Präsident Christian Levrat verteidigt die SPD-Genossen. Die deutsche Zeitschrift «Focus» verbreitete gestern neue Verunsicherung: Die Schweiz biete Deutschland nun

Kompromisse im Steuerstreit an, wurde berichtet. Das Finanzdepartement in Bern dementierte. «Der Sonntag» zeigt heute auf, wie sich das Verhältnis Deutschland-Schweiz seit der Wiedervereinigung BRD/DDR verschlechterte – und woran es liegt. > ANALYSE, KOMMENTAR: SEITEN 2/3 > INTERVIEW UELI MAURER: SEITE 4 > INTERVIEW CHRISTIAN LEVRAT: SEITE 8

Industrie gibt Signal für Lohnsenkungen Negativteuerung: Swissmem-Präsident rüttelt an Tabu DER PRÄSIDENT des Industriellenver-

bands Swissmem, Hans Hess, sagt: «Etwas weniger zu verdienen ist für die Mitarbeitenden oft weniger schmerzhaft, als den Job zu verlieren.» Der Präsident der Maschinenindustrie verweist auf die Teuerung, die derzeit minus 0,7 Prozent beträgt. Falls die Löhne im Ausmass der negativen Teuerung gekürzt würden,

könnten sich die Mitarbeitenden immer noch gleich viel leisten wie bisher, lautet sein Argument. «In der aktuell schwierigen Lage geht es primär darum, Arbeitsplätze zu erhalten», mahnt Hess. Viele exportorientierte Firmen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie stünden noch immer unter grossem Druck. (YDE) > SEITE 21

Selbstdeklaration Pussy Riot: EDA wird verzögert prüft Erklärung Feiern auf höchstem Niveau: Gestern um 21.30 Uhr auf der Schlossruine Stein.

ALEX SPICHALE

Baden – ein Phänomen Sogar der Zürcher «Tages-Anzeiger» musste es eingestehen: Das Badener Stadtfest sei «das grösste und kreativste 10-Tage-Fest der Deutschschweiz», schrieb er gestern. Die «Sonntag»-Redaktion, die ihre Büros in

Baden hat, machte sich auf die Spurensuche nach einem Phänomen: Warum bringt diese Kleinstadt mit 18 000 Einwohnern alle fünf Jahre ein so grossartiges Fest zustande – und was sagt das über ihr Volk aus? Baden ist

seit je ein Kraftort der Eigeninitiative, und der Geist des liberal-katholischen Vergnügungsorts für die zwinglianischen Zürcher wirkt nach. > KLEINE MILLIONEN-STADT: SEITE 16 > STADTFEST AKTUELL: SEITEN 47/52

IM SEPTEMBER WOLLTE Eveline WidmerSchlumpf die Weissgeldstrategie-Vorlage mit Selbstdeklaration vorlegen. Daraus wird nichts. Die Finanzministerin will die Selbstdeklaration neu an die Geldwäscherei-Vorlage knüpfen. Die Vernehmlassungsvorlage werde deshalb «eine gewisse Verzögerung» erfahren, sagt Vizekanzler André Simonazzi. SP-Parteichef Christian Levrat warnt WidmerSchlumpf, sie könne im Fall von bewusster Verzögerung «ernsthafte Probleme» mit der SP bekommen. (FV) > SEITE 8

DIE SCHWEIZ WERDE «die Möglichkeit prüfen», sich zur Frage des Urteils Russlands gegen die drei Frauen von Pussy Riot im Rahmen des Ständigen Rats der OSZE zu äussern», bestätigt das Aussendepartement EDA. «Entweder alleine oder mit der Gruppe der like-minded Länder.» Sie werde auch die Meinungsäusserungsfreiheit ansprechen. (ATT) > SEITE 10 AZSo 3 3

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439002

INSERAT

Fünf Hauptbünde plus Stellenbund

Auflage: 158 115 Exemplare Leser: 331 000 Quellen: WEMF 2011 und MACH Basic 2012-2

sonntagonline.ch


Reichweite in Prozent in der Nordwestschweiz Quelle: MACH Basic 2012-2 45 40 35 30 25 20 15 10 5

7.4 11.8 18.0 16.5

10.9 12.0 12.4 15.8

36.5 7.4 21.3 13.0

37.5 10.5 18.2 13.1

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Deutsche Schweiz

Basel (WG 31)

Solothurn (WG 32)

Aargau (WG 41)

Der Sonntag NZZ am Sonntag Sonntags-Blick Sonntags-Zeitung

NEtUerter

erwei bund nal Regio el Bas

Ad-Hoc-Chor Auf dem Areal verabschiedet des künftigen Dirigentin Strichplatzes in Eggimann. > 53 Altstetten fühlen sich heute vor allem Blumenfans beglückt. > 55

Der Sonntag, Nr. 24, 19. Juni 2011

LIMMATTAL

Volksmusikinitiator Ernst Berweger freut sich über frischen Wind in diesem Genre. >50/51

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Mit Fernwärme vom Abfall zum Bonbon Die Limeco in Dietikon liefert Fernwärme an diverse Firmen, unter anderem auch an die Zältli-Fabrik Hunziker ■ ATOMAUSSTIEG:

Dank verbranntem Plastik, Papier, Karton, Textilien und Speiseresten laufen die Maschinen einer Bonbon-Fabrik heiss.

ALTERNATIVENERGIE IM LIMMATTAL

VON KATJA LANDOLT (TEXT) UND ALEX SPICHALE (FOTOS)

E

Solothurner WallierhofSVP feierte mit Direktor Robert Übervater Flückiger erBlocher. > 51 klärt, weshalb Bauern nicht die «Jammeri» der Nation sind. > 52

Der Sonntag, Nr. 24, 19. Juni 2011

REGION

Ein «Buuremeitschi»: Miriam Singer (23) aus Mümliswil posierte für den Bauernkalender. >50

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Solothurn-Bern

Mit modernen Piraten auf Schatzsuche Nach versteckten Schätzen zu suchen, ist heutzutage nicht nur Holzbeinigen vorbehalten, sondern auch Geocachern Eine neue Freizeitbeschäftigung, die nur mittels moderner Kommunikationstechniken möglich ist, lockt immer mehr Leute in die Natur: Geocaching, die Schatzsuche per GPS.

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VON CHRISTOPH NEUENSCHWANDER

s ist heiss in den Hallen der Limeco, heiss, laut und stickig. In den Öfen glüht der Abfall, bereits mehr Schlacke denn erkennbare Gegenstände. Es riecht, wie Abfall halt riecht. Der Gedanke, dass die Kehrichtverbrennungsanlage auch nur das Geringste mit einer Bonbon-Fabrik zu tun haben könnte, erscheint völlig absurd. Doch tatsächlich: Die Limeco in Dietikon, der ehemalige Kläranlageverband Limmattal (KVL), beliefert aus ihrem Kehrichtheizkraftwerk und ihrer Abwasserreinigungsanlage mehrere Liegenschaften und Firmen in den Quartieren Silbern und Limmatfeld mit Fernwärme. Darunter auch die Bonbons- und Nahrungsmittelfabrik F. Hunziker + Co AG an der Heimstrasse.

hart; wird der Kochprozess unterbrochen, verstopft die Masse die Maschinen. Damit das nicht passiert, werden die Anlagen und das gesamte Netz regelmässig gewartet. Ausserdem hat die Limeco zwei Ofenlinien zur Beheizung des Dampfkessels zur Verfügung. Sollten beide Öfen ausfallen, würde ein separater ölbefeuerter Dampfkessel bei der Limeco die Dampflieferung für den Kunden sicherstellen.

DIE ZÄLTLI-FABRIK war 1984 die erste Firma, die an das Fernwärmenetz der Limeco angeschlossen wurde. Fritz Hunziker hatte sich damals für Dampf als Energieform entschieden, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. «Der Ölpreis ist ständigen Spekulationen unterwor● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ●

Heute profitieren wir massiv von der damaligen Entscheidung, auf Dampf statt auf Öl zu setzen.»

MIT DEN RUND 88 000 TONNEN Abfall, die jährlich verbrannt werden, gewinnt die Limeco rund 65 000 Megawattstunden

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RETO REINLI LEITER BETRIEB DER F. HUNZIKER + CO AG

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Solange die Preise für fossile Brennstoffe derart tief waren, war Fernwärme unattraktiv. Heute sieht die Sache anders aus.»

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fen und schwankt. Bei Dampf muss man nicht disponieren», sagt Geschäftsführer Konrad Kaufmann. Und Reto Reinli, Leiter Betrieb, ergänzt: «Heute profitieren wir massiv von der damaligen Entscheidung, weil wir einen minimalen CO2Ausstoss ausweisen können.» Dieser konnte dank der Fernwärme um 1700 Tonnen pro Jahr reduziert werden. Ausserdem gestalten sich die Kosten für Fernwärme, insbesondere in Anbetracht des aktuellen Ölpreises, sehr attraktiv.

Zusätzlich für sechs Regionen einen eigenen Bund: Aargau, Basel, Limmattal, Olten, Solothurn-Bern, Zofingen

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Im Hinblick auf die Debatte rund um den Atomausstieg widmet sich diese Zeitung in den kommenden Ausgaben dem Thema «erneuerbare Energie im Limmattal». In einer sechsteiligen Serie werden umgesetzte Projekte aus der Region beleuchtet sowie Pläne und Projekte vorgestellt. Bisher erschienen: (1) «Die Photovoltaik kämpft noch immer mit Vorurteilen»

«

DOCH WIE KOMMT DIE WÄRME vom Abfall zum Bonbon? Durch die Abfallverbrennung in der Limeco entstehen bis zu 1000 Grad Celsius heisse Rauchgase, die Wasser in einem Dampfkessel aufheizen und verdampfen lassen. Pro Stunde kommen so 42 Tonnen Dampf zusammen. Der rund 400 Grad Celsius heisse Dampf treibt mit 50 bar eine Turbine an, wo ein gekoppelter Generator Strom erzeugt. Mit einem Druck von 18 bar wird der Dampf durch ein speziell isoliertes, rund 830 Meter langes (das gesamte Fernwärmenetz ist 4,3 km lang), hauptsächlich unterirdisch verlegtes Rohrleitungssystem zum Kunden transportiert. Ähnlich funktioniert es auch mit Heisswasser. Ist die Wärme beim Kunden abgegeben, werden der Dampf oder das Heizwasser zurück ins Kehrichtheizkraftwerk geführt und erneut erhitzt. Der Fernwärmekreislauf ist immer vom Ver-

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HANSPETER ENGELI, LEITER KUNDENDIENST DER LIMECO ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ●

Limeco-Geschäftsführer Emil Schönmann (l.) und Kundendienstleiter Hanspeter Engeli erklären die Fernwärmeanlage.

braucherkreislauf getrennt, hauptsächlich aus sicherheitstechnischen und hygienischen Gründen. So auch bei der F. Hunziker + Co AG: In einem Dampfumformer wird die Wärme mittels dünner Röhrchen auf den betriebseigenen Dampf-Kreislauf übertragen und der

Druck reduziert. Mit der Hitze werden die verschiedenen Verbraucher bedient: die Kochanlagen für die Zuckerschmelze, das Heizungssystem des Gebäudes und die Kältemaschinen. Auch das Heisswasser wird mittels Dampf erwärmt. «Wir sind auf eine unterbruchlose Ver-

sorgung angewiesen», sagt Kaufmann. Würde die Dampfversorgung zusammenbrechen, würde die Bonbon-Produktion auf Eis gelegt: Die Zuckermasse wird bei Temperaturen zwischen 140 und 160 Grad Celsius gekocht. Sobald sie unter 30 Grad abkühlt, wird sie stein-

(MWh) elektrische Energie und 25 000 MWh Wärmeenergie. Zum Vergleich: Ein gut isoliertes Einfamilienhaus verbraucht heute fürs Heizen rund 1000 Liter Öl pro Jahr – 1000 Liter Heizöl entsprechen rund 10 MWh. Allein mit der heute gewonnenen Fernwärme könnten 2500 Einfamilienhäuser das ganze Jahr über geheizt werden. Die Wärmeabgabe bei der Limeco könne von heute 25 000 MWh pro Jahr sogar auf 65 000 MWh gesteigert werden, sagt Emil Schönmann, Geschäftsführer der Limeco. «Was wir heute nicht in Fernwärme abgeben können, verstromen wir.» Der Strom versorgt die betriebseigenen Liegenschaften und die Kläranlage, der Rest wird in das Stromnetz eingespeist. Dieser Rest entspricht einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 8000 Haushaltungen. Eine rentable Sache: «Dieser Strom bringt uns pro Jahr zusätzliche Einkünfte von mehreren Millionen Franken», so Schönmann. Mit der Energie aus dem KehFORTSETZUNG AUF SEITE 50

er Abenteuer sucht, der findet Abenteuer. Meist näher als man denkt. Oft schon direkt vor der eigenen Haustür liegt ein Schatz im Verborgenen, der entdeckt werden will. Wem diese Behauptung rätselhaft erscheint, der ist wohl ein «Muggle», doch keine Bange: Der nun folgende Artikel soll Aufschluss geben (wenn auch nicht eines jeden Rätsels Lösung lüften). Kehren wir noch einmal zurück vor die Haustür. Dort mag man vielleicht nicht gerade die Kulisse von «Fluch der Karibik» antreffen, aber das ist auch nicht nötig. Und manchmal erinnert die Szenerie ja dann vielleicht doch etwas an Hollywood-Romantik. So wie an jenem heissen Freitagnachmittag in Zuchwil.

DIE SONNE BRENNT. Ganz in der Nähe be-

findet sich ein grösseres Gewässer. Und irgendwo, ja irgendwo ist da dieser Schatz. Kostbar, nicht unbedingt seines Inhalts wegen, sondern um der spannenden Suche willen. Man muss kein Pirat sein, um ihn zu heben, auch kein Indiana Jones, obwohl eine ähnliche Vorliebe für Rätsel und Verstecke sicher von Vorteil ist. Denn dieser ist ein Schatz für Geocacher (siehe Kasten). Entdeckt nicht mithilfe von Kompass und Schatzkarte, sondern mit Internet und (in den allermeisten Fällen) GPS. Entdeckt von einer Familie aus der Umgebung, die – wie viele Geocacher – lieber anonym bleibt. Denn einen Schatz zu suchen, ohne erkannt zu werden, ohne dass andere Menschen von der Existenz der verborgenen Truhe wissen, macht eben gerade den Reiz des Geocachings aus. VATER ROBERT S.* WIRFT EINEN BLICK auf

das GPS, auf dem er zuvor die Koordinaten des zu suchenden Caches gespeichert hat. Die Schätze, die heute auf dem Programm stehen, hat die Familie zu Hause am Computer ausgewählt, auf einer Homepage, die von Geocachern

«

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Geocaching ist eine tolle Art, einen fremden Ort kennen zu lernen.»

MUTTER S.*, GEOCACHERIN

Aufgespürt! Geocacher Robert hat den gesuchten Cache, eine Tupperware-Box mit verschiedenen kleineren Gegenständen, gefunden.

Uneingeweihte, «Muggles», wie sie frei nach «Harry Potter» genannt werden. Familie S. verhält sich unauffällig und wartet, bis die Luft wieder rein ist. Dann wird weitergesucht. Lange dauert die Suche freilich nicht. Nach drei Jahren und über 300 gefundenen Caches haben die Schatzjäger ein gutes Auge für potenzielle Verstecke entwickelt und finden Kleinode an Stellen, an denen andere nichts ahnend vorbeigehen. DER CACHE, eine wasserdichte Tupper-

ware-Box, wird schliesslich geborgen, der Inhalt geprüft, ein Gegenstand herausgenommen, ein anderer wieder hineingetan, das Logbuch mit dem Pseudonym unterzeichnet und dann das Ganze wieder versteckt. Später wird der Fund im Internet publiziert. Beim Geocaching geht es ums Suchen und ums Tauschen, aber auch um vieles mehr. Häufig ist ein Cache mit einem Rätsel verbunden, das erst gelöst werden muss, um die Koordinaten herauszufinden. Und es gibt Multi-Caches, bei denen man nur über verschiedenen Stationen zum End-Cache gelangt. Besonders be-

liebt sind auch «Travel Bugs» (Marken, die an einem Gegenstand angebracht sind) oder «Coins» (Münzen), die anstelle von herkömmlichen Tauschobjekten in einen Cache gelegt werden. Diese sind mit einer Nummer versehen, die – im Internet nachgeschlagen – über die Mission eines Bugs oder Coins Aufschluss gibt. Manche haben etwa die Aufgabe, an einen bestimmten Ort zu gelangen. Familie S. hat selbst einen «Suncatcher»-Coin auf Wanderschaft geschickt, der möglichst viel Sonne tanken soll. Jeder Geocacher, der den Coin findet, hat so die Pflicht, die Münze in einem anderen Cache (an einem möglichst warmen und sonnigen Ort) wieder zu verstecken. Dank Internet ist die Familie ständig über den Aufenthaltsort ihres «Suncatchers» auf dem Laufenden. «Er war schon in Deutschland, Spanien, Portugal und Dänemark», wissen sie. Ein Objekt kann aber auch mit anderen Aufgaben behaftet sein. Einmal fand die Abenteurerfamilie einen «Houdini», der mit 200 Gummibändern umwickelt war. Jeder Cacher hatte die Aufgabe, jeweils einen Gummi zu entfer-

nen – bis Houdini schliesslich wieder frei war. ROBERT UND SEINE FRAU haben schon

selbst Caches versteckt. Einen anlässlich des «Kulturundum» in Attiswil. Dort führt nun ein Multi-Cache die Schatzsucher an allen ausgestellten Kunstwer-

«

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Unser Sun-Coin war schon in Deutschland, Spanien, Portugal und Dänemark.» ROBERT S.*, GEOCACHER ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ●

ken vorbei. Um den End-Cache zu finden, muss man erst eine Reihe von Fragen zu einigen der Werke beantworten. Daraus ergeben sich die Koordinaten des Verstecks. EINEN CACHE ZU PLATZIEREN, ist aber

nicht so einfach, wie es klingen mag. Es gilt, gewisse Dinge zu beachten. So darf etwa die Anwesenheit eines Caches (und die der Geocacher, die jener unweigerlich an-

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auf der ganzen Welt genutzt wird. Ein Blick auf die elektronische Landkarte vermag unwissende Bürger in Staunen zu versetzen: Es ist bemerkenswert, wie viele Caches alleine in einem Umkreis von etwa 10 km rund um Solothurn versteckt sind. Bis zum nächsten Versteck sind es nur noch wenige Meter. «Das GPS ist allerdings nie auf den Meter genau», erklärt Robert. Ein bisschen das Gelände absuchen, Steine umdrehen und durchs Dickicht pirschen gehört dazu. Auf einmal kommen Spaziergänger des Weges:

■ WAS IST DENN EIGENTLICH GEOCACHING? ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ●

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Geocaching wurde im Jahr 2000 in Amerika erfunden. Es ist eine moderne Schnitzeljagd. Angemeldete User können auf Internetseiten die Standorte von Caches auf der ganzen Welt abrufen. Dabei gibt es verschiedene Arten von Schätzen: ganz kleine (Nanos oder Micros), die meist nur eine Papierrolle als Logbuch enthalten, oder grössere, die von Small über Regular bis Large reichen und Tauschobjekte in

sich bergen. Dabei kann es sich um Spielzeugautos oder Edelsteine, Puppen oder Schreibwaren handeln – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Damit die Suche nicht zu abenteuerlich wird, sollte man sich im Internet über Schwierigkeit und Terrain informieren. So kann ein schwieriger Cache sehr gut versteckt sein oder ein ausgesprochen kniffliges Rätsel darstellen. Auch das Gelände

kann stark variieren. Die niedrigste Terrain-Stufe sollte rollstuhlgängig sein; bei der höchsten ist es ratsam, je nach Gebiet die Kletter- oder Tauchausrüstung mitzunehmen. Eine grosse Errungenschaft ist es übrigens, wenn man sich zuoberst in einem Logbuch eintragen kann, also der «FTF» (First to Find) ist. Diese Erstentdeckung wird dann natürlich mit Stolz auf der Geocaching-Homepage publiziert. (CND)

CND

zieht) keine Belastung für Flora und Fauna darstellen. Öffentlich zugänglich, aber trotzdem unverdächtig soll ein Cache zudem sein. Letzteres, in zweierlei Hinsicht: Er sollte nicht so auffällig versteckt sein, dass ihn Muggles finden; er sollte aber auch den Geocacher selbst nicht auffällig erscheinen lassen. Verstecke an Bahnhöfen und Flughäfen sind eher ungünstig – Schatzsucher, die an solchen Orten lange und intensiv bestimmte Stellen absuchten, haben gar schon polizeiliche Grosseinsätze ausgelöst, weil man sie für Attentäter hielt. Wenn man aber regelkonform Schätze versteckt und sucht, dann ist Geocaching eine aufregende Freizeitbeschäftigung für Jung und Alt. Eine, der man auf der ganzen Welt und somit auch in den Ferien nachgehen kann. «Wenn wir irgendwo hinfahren, dann schauen wir meistens erst im Netz, ob es dort oder auf dem Weg dorthin Caches gibt», gesteht die Familie. So könne die eigentlich 40-minütige Fahrt zum Onkel auch schon einmal zweieinhalb Stunden dauern. MIT STÄDTEREISEN LÄSST SICH das

Geocaching ebenfalls gut verbinden. In den meisten Städten gebe es MultiCaches, die den Schatzsucher zu diversen Sehenswürdigkeiten führt, erklärt Mutter S. «Das ist eine tolle Art, einen fremden Ort kennen zu lernen.» Doch fremde Orte müssen nicht immer weit weg sein. Wie gesagt, beginnt die Suche nach dem nächsten Schatz oft vor der eigenen Haustür. Und endet an einer Stelle, so nah sie auch sein mag, die man ohne den Cache vielleicht nie gesehen hätte. *Name von der Redaktion geändert.


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Ausgabe 2-2012


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