Eine Win-winLösung Bürgergemeinde und Stadt Liestal tauschen Land: Werkhof gegen altes Feuerwehrmagazin.
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Fröhlicher Umzug
Bunte Schulfasnacht vom Kindergarten bis und mit zur dritten Klasse.
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Von Minions bis Frau Holle Primarschule und Kindergärten zeigten ihre Kreativität am Fasnachtsumzug.
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Herein in die gute Stube!
Ulrich Fluri
Vorbei mit der Bühnen-Fasnacht, die sich zum Teil als Video-Show ab Bildschirm zwar sehr innovativ präsentierte, vom Publikum aber mit geteilter Zustimmung aufgenommen wurde. Zum diesjährigen Fasnachts-Showdown haben sich die Cabaret-Macher Thomas von Arx, Maik van Epple, Barbara Kleiner sowie die Co-Präsidentinnen Beatrix Schlebach und Carol Zumbrunn nun etwas ganz besonderes einfallen lassen. Sie haben nämlich zu einer Stubete in ein Restaurant eingeladen. Und das als Theaterstück in drei Akten, in denen die Protagonisten ihren Einzel-Auftritt haben. Klar, Cabaret bleibt Cabaret, aber das Ganze kam in dieser «Verpackung» – eben als Stubete – doch irgendwie gemütlicher daher.
Wobei der Unterhaltungswert natürlich weit über das «Gemütliche» hinausging. Denn wie immer zum Kick-off in die närrische Zeit wurde das ganze Spektrum der Vorfasnachtskunst mit viel humoristischem Tingeltangel ausgebreitet, das auch die verwöhntesten Liestaler Fasnachtshabités zu begeistern vermochte. Die Essenzen dazu: Gefällige Fasnachtsmusik auf hohem Niveau, gut inszenierter Wortwitz, allerlei absurde Komik und viel scharfe Satire. Dazu kam der Anspruch, angesichts der düsteren Weltlage die Balance zwischen Heiterkeit und bedrückender Realität zu bewahren.
So viel vorweg: Im Restaurant Sonne, einer im Bühnenbild als authentisch dargestellten Beiz, spielten sich in ei-
Liestal Das Rotstab-Cabaret besinnt sich auf traditionelle Spielarten – und kommt gut an
nem guten Mix aus Schauspiel und Musik heitere Szenen und Begegnungen ab, wie es halt im Leben so abgeht. Und das alles eingebettet in Ereignisse, über die dann eben genüsslich gelästert wurde.
Kontrolle muss sein
Nach einem Werbespot «Made in Baselland» mit dem die Cabarettisten vor prächtiger Landschaftskulisse das Programm singend eröffneten, wurde dem Publikum mit dem Marsch «San Carlo» eindrücklich bewiesen, dass in der Rotstab-Clique der herkömmlichen Fasnachtsmusik auf hohem Niveau gehuldigt wird. Da verdienten sich denn auch
die Pfeifer und Tambouren des Stamms wie auch die junge Garde uneingeschränkt Bestnoten. Dann ging’s ab in die Beiz, wo sich die verschiedenen Gäste die Klinke in die Hand gaben. Über dem ganzen Betrieb stand indes René Frei, alias Thomas von Arx, der als Sicherheitsbeauftragter der Stadt misstrauisch alles Mögliche zu kontrollieren hatte. Ein wirklich witziger Auftritt dieser «Nervensäge»!
Dem stand Wirtin Sonja, alias Sabine Cissé, mit ihren gesanglichen Einlagen und dem bissigen Umgang mit ihrem Gatten in nichts nach. Kleiner Kritikpunkt: Das Geschehen und die Dialoge
wirkten gelegentlich etwas holprig.
Beim Auftritt der Liestaler Schnitzelbänkler «Die Rabeschwarze» gabs an dieser Stubete dann viel zu lachen über lokale Ungereimtheiten. Ihr Trost zur Stedtliflaute: «Ab de halbachte vo Mensche kei Spur, immerhin, am Törli lauft jetzt wieder d Uhr.» Im Weiteren sorgte mit den Reigoldswiler «Rampassadore» eine gut disponierte 15-köpfige Gugge für Betrieb in der Beiz. Mit ihrem gepflegten und dezent gespielten «Am Louenesee» kam sogar etwas Melancholie auf. Gleiches Lob gibt’s auch für die in glänzend silbrigen Kapuzenjacken gekleideten Tambouren, die mit dem «Sopimus» das Premierenpublikum beinahe schwindlig ruessten. Und beim «Beatles-Medley» haben die Pfeifer und Tambouren zum Abschluss mit Songs wie «Yellow Submarine» angedeutet, dass fasnächtlich gespielter nostalgischer Rock ganz schön unter die Haut gehen kann.
Für den ultimativen finalen Rausch sorgten dann wie immer die Stedtlisingers. Die allesamt begnadeten Sängerinnen und Sänger haben die Gabe, sich als ulkiges Septett, darunter drei Frauen, über Geschehnisse in pfiffigen Pointen lustig zu machen, und das verpackt in bekannte Songmelodien.
Fazit des Cabarets 2026: Bestnoten und viel Begeisterung für eine vorfasnächtliche Bühnenshow mit gut gelungenen neuen Aufführungsformen.
Kolumne
Das Internet den Privaten?
Waren Sie schon einmal im Internet unterwegs? Ja? Dann kennen Sie wahrscheinlich die Tiefen und Untiefen der Online-Beiträge, die sich zu jedem erdenklichen Thema finden lassen, wenn man nur lange genug scrollt. Videos und Textbeiträge, die oberflächlich semi-seriös daherkommen und gewagte Aussagen treffen, die gerne «wissenschaftlich» präsentiert werden, tummeln sich direkt neben witzigem Katzencontent und Werbung für den nächsten Traumurlaub. Dass im Internet oft und gern auf das Zitieren von Quellen verzichtet wird und damit, wer nicht genau liest, komplett aus der Luft Gegriffenes für bare Münze hält, ist auch nichts Neues. Neu ist die Forderung des Komitees hinter der SRG-Initiative, dass sich die SRG zu einem grossen Teil aus dem Internetbereich zurückziehen und diesen den privaten Anbietern überlassen soll. Dass private Anbieter auch immer private Geldgeber haben und damit keine neutrale Berichterstattung garantieren können, scheint dem Komitee egal zu sein. Das ist verheerend, wenn bedacht wird, wie viele Menschen, besonders auch junge, sich heutzutage hauptsächlich im Internet über das Weltgeschehen informieren. Dass dabei kurze, einfach erklärende Videos besser funktionieren als ganze Sendungsaufzeichnungen in der Mediathek, muss man nicht gut finden. Wahr ist es trotzdem. Das Internet den Privaten zu überlassen, ist ein Rezept für mehr Desinformation und Polarisierung, denn auch wenn die SRF-Inhalte nicht perfekt sind: wichtig sind sie trotzdem.
Sina Aebischer
Pfeifer und Trommler der Rotstab-Clique: wie immer ein sicherer Wert.
Fotos: zVg
Der Sicherheitsbeauftragte René Frei kontrolliert mit grossem Eifer alles in der Beiz. Die Stedtlisingers auf Werbetour im Stedtli.
EVP
Initiativen zuhauf
Geschätzte Leserinnen und Leser Neue kantonale Gesetze, respektive Gesetzesänderungen müssen jeweils zwei Lesungen durchlaufen. Erhalten sie eine Mehrheit, findet je nach Resultat zwingend oder freiwillig eine Abstimmung darüber statt. Freiwillig dann, wenn im Landrat eine Zustimmung einer VierfünftelMehrheit erfolgt. Dann gelangt besagtes Gesetz nur vors Volk, wenn das fakultative Referendum ergriffen wird oder eine Initiative Auslöser des Gesetzes war. An der letzten Sitzung behandelten wir in zweiter Lesung eine Teilrevision des Finanzausgleichgesetzes. Sieben Gemeinden verlangten mittels formulierter Gesetzesinitiative, dass gutsituierte Gemeinden weniger Ausgleichszahlungen leisten müssen und gleichzeitig kantonale Lastenabgeltungen und Kompensationsleistungen an die seit 2015 aufgelaufene Teuerung angepasst werden. Die vorberatende Fi -
nanzkommission gelang mit einer Ablehnungsempfehlung und einem Gegenvorschlag ohne Kantonsbeteiligung in den Landrat. Dieser wies das Geschäft zur Erarbeitung eines Kompromisses zurück. Daraufhin präsentierte der Verband der Baselbieter Gemeinden (VBLG) der Kommission einen Kompromiss mit geringeren Beiträgen von Kanton und Gebergemeinden, was die Kommission jedoch ablehnte. Zurück im Landrat beantragte die FDP in der ersten Lesung, das Gesetz gemäss VBLG-Kompromiss anzupassen. Dies wurde mit grossem Mehr, jedoch noch ohne VierfünftelMehr angenommen. Die Bevölkerung hätte somit über drei Versionen – Initiative, Gegenvorschlag, Status quo – zu entscheiden gehabt. In der Schlussabstimmung erhielt der VBLG-Kompromiss eine knappe Vierfünftel-Mehrheit, was das Initiativkomitee zum Rückzug der ursprünglichen Initiative bewog. Dieses langwie-
rige Seilziehen kostete zehntausende Franken für Sitzungsstunden, verhindert jedoch eine noch teurere und verwirrende Abstimmung.
Gleichentags standen zwei weitere Gesetzesinitiativen zur Klärung der Rechtsgültigkeit an, fünf weitere folgen an der nächsten Sitzung. Insgesamt stehen rund 45 kantonale Initiativen in der Pipeline! Das überfordert viele und gefährdet die politische Teilhabe. Parteikollege Tobias Beck reichte daher einen Vorstoss ein. Er will von der Regierung unter anderem wissen, ob sie die seit 1863 nie mehr an die Anzahl Stimmberechtigen angepasste 1500 nötigen Unterschriften für eine Initiative noch für zeitgemäss hält.
Andrea Heger, Landrätin EVP,
Grüne
Herr Reber geht und wer kommt?
SA: Der Rücktritt von Isaac Reber hat den Landrat völlig unvorbereitet getroffen. Es war ein Moment, in dem man spürte, wie der gesamte Ratsbetrieb für einen Augenblick den Atem anhielt.
ST: Nach 15 Jahren im Regierungsrat ist das ja auch ein grosser Einschnitt für den Kanton. Da fragt man sich natürlich sofort nach den Hintergründen – war das ein taktischer Schachzug der Partei?
SA: Nein, überhaupt nicht. Es war kein parteistrategischer Entscheid, sondern eine persönliche Entscheidung nach anderthalb Jahrzehnten intensiver Regierungsarbeit. Natürlich war das Medienecho entsprechend gross. Die Journalistinnen und Journalisten wollten umgehend wissen: Was ist das Fazit dieser Ära? Und vor allem: Wer übernimmt nun das Zepter?
ST: Da fallen ja sofort einige prominente Namen. Wie sieht es bei uns intern aus?
FDP
Die Mitte
Spitalfrage: Ein Standort oder zwei?
Der Landrat hat die Revision des Gemeindegesetzes mit grosser Mehrheit angenommen. Damit kann der Kanton erstmals Gemeinden unterstützen, die sich zusammenschliessen wollen. Vorgesehen sind Beiträge von bis zu 30000 Franken im Vorfeld für die notwendigen Abklärungen sowie bis zu 300000 Franken für eine vollzogene Fusion (jeweils pro beteiligte Gemeinde). Mir war bei meinem Vorstoss besonders wichtig, dass bei Fusionen die Freiwilligkeit im Vordergrund steht. Die Beiträge sind im interkantonalen Vergleich bewusst bescheiden, sie sollen helfen, wenn Gemeinden diesen Weg gehen wollen, aber keinen faktischen Druck erzeugen. Für das Oberbaselbiet ist das besonders relevant, Kilchberg, Rünenberg und Zeglingen könnten davon profitieren.
SVP
SA: Die Ausgangslage ist spannend. Wir verfügen über eine starke Auswahl an Persönlichkeiten. Philipp Schoch und ich haben beide signalisiert, dass wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Philipp bringt grosse Erfahrung aus seiner Zeit als Landrat und Parteipräsident mit, ich aus meiner Arbeit in der Fraktion. Andrea Sulzer wiederum leistet als Gemeindepräsidentin in Waldenburg hervorragende Arbeit an der Basis und kennt die exekutive Führung aus nächster Nähe. Bevor jemand von uns offiziell ins Rennen steigt, steht nun die parteiinterne Ausmarchung an. ST: Trotz dieser personellen Weichenstellungen haben wir auch Sachpolitik betreiben. Ein wichtiger Erfolg für die Gemeinden war die Beratung des Finanzausgleichsgesetzes. Der Gegenvorschlag fand im Rat eine so deutliche Mehrheit, dass es zu keiner Volksabstimmung kom-
men wird. Das sorgt zumindest vorläufig für Stabilität in den Finanzströmen zwischen Kanton und Gemeinden. SA: Gleichzeitig stehen sowohl der Kanton als auch die Gemeinden vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Verschärft wird die Situation durch die Prämienabzugsinitiative, über die wir am 8. März abstimmen. Sollte das Stimmvolk – sei es der Initiative oder dem Gegenvorschlag – zustimmen, fehlt der Öffentlichen Hand sehr viel Geld. Die Konsequenzen wären fatal.
Stephan Ackermann und Simon Tschendlik, Landräte der Grünen
Finanzausgleich und juristische Vorlesung
Am 26. November 2024 wurde die von sieben Gemeinden formulierte Gesetzesinitiative «Teilrevision des Finanzausgleichgesetzes» bei der Landeskanzlei eingereicht. Am 27. März 2025 beschloss der Landrat die Rechtsgültigkeit der Initiative, deren Ziel es war, den Finanzausgleich zwischen den Geber- und Nehmergemeinden neu zu regeln. Die Regierung empfahl in einer ersten Stellungnahme die Initiative zur Ablehnung und legte einen Gegenvorschlag vor. Seitdem wurde das Geschäft an unzähligen Sitzungen im Landrat und in der Finanzkommission (FIK) beraten. Das Parlament beschloss sogar eine Rückweisung an die FIK zur Neubeurteilung. In der Folge schaltete sich der «Verband Basellandschaftlicher Gemeinden» mit einem eigenen Gegenvorschlag in die Diskussionen ein. Dieser wurde von unsere FDP-
Fraktion als Antrag eingereicht. Lange sah es danach aus, dass kein Kompromiss zwischen Kanton und Gemeinden zustande kommt und eine Volksabstimmung unumgänglich würde. Doch bereits an der 1. Lesung vor zwei Wochen war der FDP-Antrag auf viel Wohlwollen und Unterstützung gestossen. Und siehe da. An der 2. Lesung vom vergangenen Donnerstag fand unser FDP-Kompromiss sogar eine, wenn auch sehr knappe, Vierfünftel-Mehrheit von 68:18 Stimmen. Die Initiative wird nun zurückgezogen und eine Volksabstimmung hinfällig, ausser jemand ergreift das fakultative Referendum. Und noch dies. Wir Kantonsparlamentarier kamen wieder mal in den Genuss einer spannenden juristischen «Vorlesung». Grund dazu bot die Frage nach der Rechtsgültigkeit der WIKA-Gesetzesinitiative «Volle steu-
(WEMF beglaubigt). Erscheint wöchentlich jeweils donnerstags. Abonnement: Fr. 58.– jährlich Fr. 31.– halbjährlich Herausgeberin CH Regionalmedien AG Redaktionsleitung
Ebenfalls stark beschäftigt uns die Gesundheitsversorgung im Kanton. Der Regierungsrat will in den kommenden Wochen informieren, wie es mit dem Kantonsspital weitergehen solll. Ziel ist, mit einer zukunftsfähigen Struktur die medizinische Qualität langfristig zu sichern und das Spital wieder in die schwarzen Zahlen zu führen. Zur Diskussion stehen zwei Varianten: ein neuer, einziger Standort in Salina Raurica in Pratteln oder das Festhalten an den bisherigen Standorten Liestal und Bruderholz. Das führte Gesundheitsdirektor Thomi Jourdan im Rahmen meiner dringlichen Interpellation aus. Gleichzeitig betonte er, er könne und wolle der politischen Diskussion nicht vorgreifen.
Bezüglich der geplanten regionalen Gesundheitszentren im
Oberbaselbiet, nach denen ich mich auch erkundigt hatte, blieben konkrete Pläne offen. Obwohl diese bei einem allfälligen Wegfall von Liestal wichtiger würden, sieht die Regierung keinen direkten Zusammenhang zwischen den Gesundheitszentren und der Standortfrage des Kantonsspitals. Aus meiner Sicht gehören beide Aspekte untrennbar zusammen. Parallel zum Standortentscheid ist es wichtig, der Bevölkerung im Oberbaselbiet aufzuzeigen, wie das künftige Versorgungsangebot und die Zeitpläne aussehen.
Dario Rigo, Landrat Die Mitte, Ormalingen
Paukenschlag und Rechtsungültigkeit
Die letzte Landratssitzung vor den Fasnachtsferien startete mit einem Paukenschlag. Bevor über die traktandierten Geschäfte diskutieren werden konnte, meldete sich Regierungsrat Isaac Reber zu Wort und erklärte, dass es zwar noch viel zu tun gäbe, er das aber lieber seinem Nachfolger überlasse. Damit war das Thema des Tages gesetzt. Nichtsdestotrotz nahm die Landratssitzung den gewohnten Lauf. Von den 51 traktandierten Geschäften konnten nur 22 behandelt werden. Mit den ersten fünf Traktanden wurden insgesamt 54 Einbürgerungsgesuche gutgeheissen. Ohne grosse Diskussion genehmigte der Landrat mit 72 Ja zu 5 Nein-Stimmen eine stärkere finanzielle Unterstützung von Gemeinden, die fusionieren wollen. Gemeinden erhalten neu maximal je 30000 Franken während des Zusammenschlussverfahrens und je maximal 300000 Franken
für eine vollzogene Fusion. Die SVP setzte sich in der Kommissionsberatung vergebens dafür ein, dass der Maximalbetrag pro Fusion und nicht pro Gemeinde ausbezahlt wird. Hitziger ging es bei der Rechtsgültigkeitserklärung der formulierten Gesetzesinitiative «Volle steuerliche Anrechnung der Kosten für Kinderbetreuung» zu. Der Regierungsrat beantragte die Initiative rechtsungültig zu erklären; da kein Höchstbetrag vorgesehen sei, verstosse sie gegen übergeordnetes Recht. Da eine Initiative nur bei offensichtlichem Rechtsbruch für ungültig erklärt werden kann, entbrannte unter den Juristen im Rat eine lebhafte Diskussion über den Term «offensichtlich». Mit 52 zu 29 Stimmen wurde die Rechtsgültigkeit vom Parlament verneint. Leider wurde mein Antrag auf Rückweisung und Einholung eines unabhängigen Rechtsgut-
achtens (der Rechtsdienst der Regierung ist ja irgendwie Partei) vorgängig ebenfalls abgelehnt. Den Initianten bleibt jetzt nur noch der Rechtsweg offen oder das nochmalige Sammeln von 1500 Unterschriften, diesmal mit einem Höchstbetrag für den steuerlichen Abzug. Zum Abschluss der Sitzung wurden mit Balz Stückelberger, Andreas Bamatter und Ursula Wyss drei Parlamentarier verabschiedet, die mit ihrem vorzeitigen Rücktritt ihren Nachfolgern aus politstrategischen Gründen bei den kommenden Landratswahlen den «Bisherigen»-Stempel ermöglichen wollen. Die S VP verzichtet bewusst auf solche «Spielchen».
Finanzausgleich allein bringt keine gerechte Lösung
Was ist ein fairer Finanzausgleich zwischen den Baselbieter Gemeinden? Mit dieser Frage befasste sich der Landrat am letzten Donnerstag. Auslöser der Debatte war die eine Volksinitiative der sogenannten Gebergemeinden, die im Rahmen des Finanzausgleiches weniger Geld an die sogenannten Nehmergemeinden abgeben wollen. Um einen Abstimmungskampf zwischen den Gemeinden zu verhindern, hat der Landrat der Initiative einen Gegenvorschlag entgegengestellt, welcher die Belastung der Gebergemeinden verringert und dafür das finanzielle Engagement des Kantons erhöht. Die ursprüngliche Initiative wird im Gegenzug zurückgezogen.
erliche Anrechnung der Kosten für die Kinderbetreuung». Der Landrat hatte lediglich über die Rechtsgültigkeit zu befinden. Gemäss Rechtsdienst des Land- und Regierungsrats verstosse die Initiative gegen Bundesrecht. Die FDP argumentierte jedoch, dass keine offensichtliche Rechtswidrigkeit vorliege. Dies hat zu einer langen und kontroversen Diskussion unter den doch zahlreichen Juristen im Rat und der Regierung geführt. Selbst eine Zustimmung unter dem Motto «in dubio pro populo» konnte keine Mehrheit im Rat finden. Die Rechtsgültigkeit der Initiative wurde mit 52:29 Stimmen abgelehnt. Fazit: «10 Juristen und 15 verschiedene Meinungen»!
Heinz Lerf, Landrat FDP, Liestal
Was die langwierige Debatte mir gezeigt hat: Es gibt in der Frage nach der Höhe des Finanzausgleichs keine eine faire Lösung. Was ist gerecht, wenn die Ausgangslagen der Gemeinden so unterschiedlich sind? Die finanziellen Lagen der Gemeinden hängen wesentlich von Faktoren ab, die nichts mit Eigenleistung zu tun haben. Um das zu erkennen, reicht ein Blick auf die Landkarte. Gebergemeinden gruppieren sich vornehmlich um die Stadt - Nehmergemeinden liegen im oberen Kantonsteil. Waldenburg kann sich auch mit aller Anstrengung der Welt nicht plötzlich an die Stadtgrenze transferieren. Und will das wohl auch nicht. Diese unterschiedlichen Realitäten lassen sich nicht in einen korrekten und gerechten Ausgleichsbetrag übersetzen. Deshalb wird die Debatte um den Finanzausgleich auch mit dem verabschiedeten Gegenvorschlag noch lange nicht fertig sein. Statt weiter nach der einen gerechten Formel für den Finanzausgleich zu suchen, täten wir gut daran, einen Schritt zurückzumachen. Es braucht eine grundsätzliche Überprüfung der Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden. Als erstes müssen wir die Auswirkungen des Technologischen Wandels endlich angemessen berücksichtigen. Digitale Lösungen können heute viele Gemeindeaufgaben vereinfachen, die nötige digitale Infrastruktur ist aber oft so teuer, dass sie sich für kleine Gemeinden kaum lohnt. Hier braucht es zentrale Lösungen. Des Weiteren müssen wir Zentralisierungen ins Auge fassen, in den Bereichen, in denen die Gemeindekonkurrenz heute besonders schädliche Anreize schafft. Ein Beispiel sind die Sozialhilfekosten. Wer günstigen Wohnraum anbietet, riskiert heute mit Kosten konfrontiert zu werden, welche nur schwer zu stämen sind. Der einzelnen Gemeinde kann man begrenzt vorwerfen, sich dieser Realität zu beugen. Mit einer zentralen Finanzierung der Sozialhilfekosten wäre hier ein wichtiger Schritt getan. Statt nur auf die Gemeinden zu schauen, müssen wir den Kanton als Ganzes betrachten. Ronja Jansen, Landrätin SP, Frenkendorf
Hölstein
Peter Riebli Landrat SVP, Buckten
Doppellast des Mittelstands
Abstimmung «Prämienabzug für alle» soll Entlastung ohne Bürokratie bringen
Marc Schaffner
Die seit Jahren steigenden Krankenkassenprämien sind ein Thema, das viele beschäftigt. Dies zeigte sich auch beim Start zum Abstimmungskampf über die SVP-Initiative «Prämienabzug für alle». Obwohl das Wetter im Stedtli Liestal nicht gerade gemütlich war, hielten zahlreiche Passant/-innen an und vertieften sich in Gespräche. Als Dank erhielten sie ein Säckchen mit Schokolade-Goldmünzen, als Symbol dafür, dass bei einer Annahme alle «mehr Geld im Sack» hätten. Die Initiative schlägt nämlich vor, dass die selbstbezahlten Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung in voller Höhe von den Steuern abgezogen werden können. Damit sollen alle Steuerzahler/-innen, insbesondere aber der Mittelstand gezielt entlastet werden, ohne dass neue Subventionen oder mehr Bürokratie geschaffen wird. Oder um es, mit den Worten von SVP-Baselland-Präsident Peter Riebli, noch einfacher auszudrücken: «Es ist gescheiter, das Geld beim Steuerzahler zu lassen, als es ihm wegzunehmen und mit der Prämienverbilligung teilweise zurück zu vergüten.»
Laut den Initiant/-innen tragen Mittelstandshaushalte, die kein Anrecht auf Prämienverbilligungen haben, eine doppelte Last: Sie bezahlen die eigenen Prämien und finanzieren über ihre Steuern die Prämienverbilligungen von anderen mit. Aber auch Familien und Alleinstehende, die heute Prämienverbilligungen erhalten, fahren bei einer Annahme der Initiative besser, wie Peter Riebli nachschiebt. Sie könnten nämlich
Kampagnenstart vor dem Regierungsgebäude: Peter Riebli, Stefan Meyer, Jacqueline Wunderer, Andi Trüssel und Matthias Ritter (v. l.).
den von ihnen selbst getragenen Anteil der Prämien ebenfalls von ihrem steuerbaren Einkommen abziehen.
Peter Riebli betont ausserdem, dass tiefere Einkommen prozentual stärker profitieren. In einem Rechenbeispiel mit einer Liestaler Familie mit zwei Kindern, die künftig einen zusätzlichen Abzug von 15 000 Franken vom steuerbaren Einkommen hätte, würde das eine Ersparnis 3322 Franken bei einem Einkommen von 100 000 Franken (36,7 Prozent) ausmachen. «Und das nicht nur einmal, sondern jedes Jahr», fügt
Peter Riebli hinzu.
Zum Vergleich: Bei einem Einkommen von 250 000 Franken wären es 4291 Franken (8,8 Prozent).
Dass sich die SVP Baselland zum Start des Abstimmungskampfs unters Volk mischte und die Leute in der Liestaler Rathausstrasse ansprach, passt zum Anliegen der Initiative: «Wir gehen extra raus um zu zeigen: Es ist für die Leute, und zwar für alle», so Riebli. Das Problem der Gesundheitskosten werde die Initiative zwar nicht lösen, aber sie erhöhe den Druck auf die Politik. Ähnliche Bestrebungen gebe es beispielsweise in den Kantonen Tessin, Genf oder Zürich. Baselland sei im Übrigen einer der Kantone, die am wenigsten Abzüge zuliessen. Die Abstimmungsempfehlung der SVP lautet somit: Ja zur Initiative, Nein zum Gegenvorschlag und Initiative bei der Stichfrage.
Isaac Reber tritt im Herbst zurück
Regierungsrat Isaac Reber (Grüne) hat seinen Rücktritt auf den 30. September 2026 bekannt gegeben. «Es gäbe noch vieles zu tun und meine Aufgabe bereitet mir nach wie vor viel Freude. Nachdem ich aber bereits seit 2019 Dienstältester im Amt bin, nach insgesamt 15 Jahren und im Hinblick auf meinen 65. Geburtstag im August dieses Jahres ist für mich nun der richtige Zeitpunkt gekommen, den Stab an die nächste Generation weiterzugeben», sagte er an der Landratssitzung vom vergangenen Donnerstag. Isaac Reber, Geograf und Raumplaner ETH aus Sissach, gehört dem Regie -
rungsrat seit 2011 an. In seinen ersten beiden Amtsperioden war er Vorsteher der Sicherheitsdirektion, seit 2019 führt er die Bau- und Umweltschutzdirektion.
Die Ersatzwahl für den Rest der Amtsperiode 2023 bis 2027 ist auf den 14. Juni 2026 angesetzt. Eine allfällige Nachwahl in den Regierungsrat findet am 27. September 2026 statt.
Die Grünen Baselland haben bereits den Nachfolgeprozess gestartet: «Die Parteileitung ist überzeugt, dass der freiwerdende Sitz mit einer starken und breit abgestützten Kandidatur erfolgreich verteidigt werden kann», schrei-
ben sie in einer Medienmitteilung. Die Nomination soll nach den Fasnachtsferien an einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung erfolgen.
Die grüne Nationalrätin Florence Brenzikofer hat indessen eine Kandidatur ausgeschlossen, weil sie ihren Fokus weiterhin auf die Bundespolitik legen will. Die Grünen verfügten über eine Reihe von qualifizierten Kandidat/ -innen. Insbesondere erwähnt sie Philipp Schoch, der als starker Kandidat mit umfassender politischer und exekutiver Erfahrung für die Grünen Baselland bereitstehe. ObZ
VPOD-Co-Präsidium geht neue Wege
Das Co-Präsidium des VPOD Region Basel, Tania Cucè und Markus Braune, wird sich an der kommenden Generalversammlung nicht mehr zur Wiederwahl stellen und nach fünf Jahren aus dem Präsidium zurücktreten. Für Tania Cucè stehen zukünftige politische Aufgaben im Vordergrund: Sie wird sich für das freiwerdende Präsidium der SP
Baselland zur Wahl stellen. «Ich werde mich auch weiterhin für die Rechte der Arbeitnehmenden und für einen starken Service Public einsetzen.» Markus Braune möchte sich künftig neuen beruflichen und persönlichen Projekten widmen. Der Rücktritt aus dem Präsidium bedeutet keinen Abschied vom VPOD Re-
gion Basel. «Auch wenn ich das Co-Präsidium abgebe, bleibe ich dem VPOD verbunden – nun einfach als Mitglied, aber weiterhin aktivistisch» sagt Markus Braune. Der VPOD Region Basel dankt Tania Cucè und Markus Braune herzlich für ihr grosses Engagement, ihre Leidenschaft und die wertvolle Arbeit der letzten fünf Jahre. ObZ
Das Potenzial der Region nutzen
Liestal Das Cleantech-Unternehmen CK Aqua AG lässt sich in Liestal nieder
Sander van Riemsdijk
Die CK Aqua AG, ein im Jahr 2015 gegründetes Schweizer Cleantech-Unternehmen und Entwickler der «uwt.swiss»Technologie – «uwt» steht für Unique Water Technology – zur mobilen Entschlammung von Gewässern, hat ihren Hauptsitz von Engelberg neu ins Oristal nach Liestal verlegt. «Der Umzug ins Baselbiet erfolgte, um näher an Industrie, Logistik, Fachkräften sowie Partnern und Investoren zu sein und das weitere Wachstum zu unterstützen», sagt Christian Knuchel, Mitgründer und Geschäftsführer der CK Aqua AG und insbesondere verantwortlich für die Bereiche Strategie, Partnerschaften, Finanzierung sowie die internationale Projektentwicklung zum Grund des Umzugs. Und fügt an: «Liestal bietet eine sehr gute Erreichbarkeit sowie die Nähe zu einem starken Industrie- und
Innovationsumfeld. Für uns ist der Standort ideal, um Partnerschaften zu pflegen, Fachkräfte zu gewinnen und unsere Projekte effizient weiterzuentwickeln.»
Erhöhung des Überschwemmungsrisikos Das «uwt»-Verfahren basiert auf einer mobilen, containerisierten Entschlammung und Materialaufbereitung. Sedimente werden aus Gewässern entfernt, mechanisch getrennt und entwässert. Das Unternehmen CK Aqua AG ist international tätig und insbesondere in Asien mit ihrer Technologie an zahlreichen grossen Projekten zur Sanierung von Seen, Flüssen, Kanälen und urbanen Gewässern beteiligt. Warum gerade in Asien? Dazu Christian Knuchel: «In vielen asiatischen Metropolen sind verschlammte Kanäle, Seen und Flüsse ein grosses Problem und erhöhen unter an-
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Bestehendes Recht ist ausreichend
Der sachliche Blick zeigt: Die Ziele der Verfassungsänderung sind bereits heute gesetzlich abgedeckt. Der Kanton verfügt über Regelungen zur Abfallwirtschaft, zum Gewässerschutz und zur Ressourcenschonung. Diese Instrumente können laufend angepasst und weiterentwickelt werden. Eine zusätzliche Verfassungsbestimmung bringt keinen konkreten Mehrwert.
Stattdessen schafft sie dauerhafte Verpflichtungen, die politisch kaum mehr steuerbar sind. Die Verfassung wird damit zum Träger von Politikzielen, die eigentlich in Gesetze gehören. Das wi-
derspricht einer klaren und funktionalen Rechtsordnung. Es ist unbestritten unsere aller Aufgabe, die Umwelt zu schonen und nachhaltig mit ihren Gütern umzugehen. Aus juristischer und politischer Sicht ist es jedoch sinnvoller, bestehende Gesetze gezielt zu verbessern, statt neue Verfassungsaufträge zu schaffen. Die Änderung der Verfassung löst kein konkretes Problem, sondern verkompliziert die Strukturen. Deshalb ein klares Nein zur Verfassungsänderung Kreislaufwirtschaft.
Céline Kälin, HEV Gelterkinden und Umgebung und Mitinhaberin der planarch GmbH
Völlig daneben
So könnte die Initiative der SVP «Prämienabzug für alle» bezeichnet werden. Gleiches gilt für den Gegenvorschlag. Es ist unbestritten, dass Krankenkassenprämien die Haushalte belasten, insbesondere Haushalte mit tiefem und mittlerem Einkommen. Die Initiative verspricht zwar eine Entlastung dieser Bevölkerungsschicht, doch mit dem vorgesehene Steuerabzug der Prämien würden Personen mit hohen Einkommen überproportional profitieren. Ist es Aufgabe des Staates, mit Steuergelder Personen mit Einkommen von beispielsweise 150 000 Franken zu entlasten? Dieser Systemwechsel wäre sozial- und finanzpolitisch
Klare Regeln
Wenn neue Gesetze oder Verfassungsbestimmungen beschlossen werden, sollen sie klar, rechtssicher und tragfähig sein. Doch im Kanton Basel-Landschaft ist eine direkte gerichtliche Überprüfung neuer Erlasse heute nur eingeschränkt möglich. Oft zeigt sich erst Jahre später in einem konkreten Verfahren, ob eine Regel rechtlich Bestand hat. Diese Unsicherheit schadet allen. Die Transparenz- und Mitwirkungsinitiative setzt genau hier an. Sie ermöglicht eine rasche Prüfung neuer kantonaler Bestimmungen durch das zuständige Gericht. Damit wird früh geklärt,
fragwürdig. Es ist unverständlich, dass ausgerechnet die SVP staatliche Unterstützungen nach dem Giesskannenprinzip verlangt. Kanton und die meisten Gemeinden bewegen sich im finanziellen Abgrund. Die Initiative würde beim K anton zu 90 Millionen Franken und in den Gemeinden zu 55 Millionen Franken Steuerausfällen führen. Da der Kanton aufgrund der Bundesgesetzgebung ohnehin verpflichtet ist, ab 2028 die Prämienverbilligung um 70 Millionen Franken gezielt auszubauen, ist diese Initiative, wie auch der Gegenvorschlag ohne Wenn und Aber abzulehnen.
Hannes Schweizer, Gemeinderat Oberdorf
ob eine Regel mit übergeordnetem Recht vereinbar ist. Das verhindert langwierige Auseinandersetzungen und teure Korrekturen im Nachhinein. Zudem schafft die Initiative mehr Offenheit.
Verfahren sollen transparent sein, Betroffene können Einsicht nehmen und ihre Sicht einbringen. Das stärkt das Vertrauen in politische Entscheide und sorgt für nachvollziehbare Abläufe. Deshalb unterstütze ich die Transparenz- und Mitwirkungsinitiative. Alexander Heinzelmann, Vorstand HEV Liestal und Umgebung
Mitsprache stärken
Die Vorlage am 8. März zur Tempo 30 Initiative bietet eine Doppelchance. Sie gibt uns die Möglichkeit, die Diskussion rund um Tempo 30 zu versachlichen und gleichzeitig die demokratische Mitsprache zu stärken. Wir können mehr demokratische Mitsprache bei wichtigen Verkehrsentscheidungen erreichen. Der Gegenvorschlag des Landrats macht genau das möglich. Er verlangt, dass die Gemeindeversammlung oder der Einwohnerrat über Tempo 30 auf Gemeinde- und Kantonsstrassen entscheidet. Dabei wird sichergestellt, dass solche Entscheide nicht einfach von oben herab gefällt, sondern zuerst diskutiert werden, wo die Auswirkungen wirklich spürbar sind. Die politische Verantwortung wird auf die Ebene zurückgegeben, die den Alltag der Menschen kennt, also zu den Gemeinden und ihren gewählten Vertretungen. In unserer Schweizer Demokratie müssen Betroffene mitbestimmen können, bevor grundlegende Änderungen im Strassenverkehr beschlossen werden. Tempo 30 auf Quartierstrassen ist sinnvoll, keine Frage. Aber Entscheidungen über Kantonsund Gemeindestrassen berühren viele Interessen. Deshalb sage ich 2x JA zu mehr Demokratie bei Tempo 30. Carol Zumbrunnen
derem das Überschwemmungsrisiko.»
Dieses Problem gewinnt jedoch auch in der Schweiz zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf Stauseen und Wasserkraftanlagen, denen sich in den letzten Jahrzehnten erhebliche Sedimentmengen, auch Ablagerungsmengen genannt, angesammelt haben.
Messbare Reduktion der Stromproduktion Sedimente in Stauseen reduzieren das nutzbare Speichervolumen, beeinträchtigen die Wasserqualität und führen langfristig zu einer messbaren Reduktion der Stromproduktion aus Wasserkraft, so Christian Knuchel. «Je grösser die Sedimentablagerungen sind, desto weniger Wasser steht für die Energieerzeugung zur Verfügung.» Für die Schweiz stellt dies zunehmend ein wachsendes Problem dar.
Zehn Mal mehr Steuern
Der Ex-Chef der Eidg. Steuerverwaltung, Serge Gaillard (SP), hat errechnet, dass mit der Individualbesteuerung ein Ehepaar bei einem Einkommen von z. B. 150000 Franken zehn Mal mehr (Bundes-)Steuern bezahlen müsste, wenn nur ein Partner dieses erzielt, als wenn beide gleich viel dazu beitragen. Das neue Gesetz will dieses Modell auch den Kantonen aufzwingen. Das dort meist (auch in BL) angewandte liberale «Splitting», welches Ehepartnern die Arbeitsteilung überlässt und ihr Einkommen für den Steuersatz halbiert, soll verboten werden. Somit müssten Einverdiener-Paare auch auf Kantonsebene das Zehnfache an Steuern bezahlen.
Die Befürworter wollen über die Steuern allen Paaren ein wokes Lebensmodell aufzwingen. Sie wollen die Ehe als Solidargemeinschaft steuerlich ignorieren und wie ein Konkubinat behandeln. Wenn Partner unterschiedliche Einkommen erzielen, weil ihre Berufe unterschiedlich entlöhnt werden, eine/r zugunsten der Kinder weniger arbeitet oder nicht arbeiten kann, werden sie abgestraft. Bestraft werden auch alle pensionierten Paare, die aufgrund früherer unterschiedlicher Einkommen heute ungleiche Renten haben.Wohl noch nie haben Parteien, die sich sozial oder liberal nennen, eine unsozialere Vorlage propagiert! Irene Wolf, alt Landrätin, EVP
Foto: Sarah Regez
Zum Gedenken
Ernst Rickli, AAGL
Bei dieser Würdigung geht es um einen Menschen, der sich sein ganzes Leben eher im Hintergrund gehalten hat. Trotzdem hat er sich für die Öffentlichkeit grosse Verdienste erworben. Ernst Rickli war fast 40 Jahre bei der Autobus AG Liestal AAGL in der Werkstatt und davon lange Zeit als Werkstattchef tätig. Als sein liebstes Hobby war er oft auch als Carchauffeur unterwegs. Ernst war in Basel zusammen mit drei Schwestern aufgewachsen. Schon als kleiner Junge faszinierte ihn das im Quartier verkehrende E-Milchauto und andere Fahrzeuge. Mit Vorliebe setzte er mit dem technischen Meccano-Spielzeug eigene Fahrzeuge zusammen. Während der Lehre als Automechaniker machte er bereits als 18- jähriger die PW- Fahrprüfung. Gleich anschliessend bei verschiedenen Unternehmen den LKW- und Carfahrausweis. Im Jahr 1969 erfolgte bei der AAGL der Eintritt als Werkstattangestellter. Dort fand er einen vielseitigen Wagenpark und zu dieser Zeit auch noch die Luftseilbahn Reigoldswil-Wasserfallen LRW sowie Skilifte und sogar ein Pistenfahrzeug zur Wartung. Während vielen Jahren betreute er zusammen mit einem kleinen Team die vielseitige Busflotte der AAGL. Während dieser Zeit stellte die laufende Entwicklung im Bereich Technik, Komfort, Informatik etc. hohe Anforderungen. Ernst hat sich als «Autodidakt» voll in die neue Technik reingekniet und bewältigt. Insbesondere seine ruhige, seriöse und unaufgeregte Art haben ihm dabei geholfen. Mit diesen Eigenschaften war er auch auf der Strasse unterwegs. Qualitäten die einen Carchauffeur auszeichnen. Sein liebstes Hobby war auch der Einsatz als Pilot mit modernen Reisebussen. Viele reifere Ehepaare aus der Region Oberbaselbiet und Frenkentäler hat er bei der Heirat zur Kirche gefahren und anschliessend mit der Hochzeitsgesellschaft eine Ausflugsrunde gedreht. Aber auch Vereine, Fanclubs, Schulen etc. haben auf Ernst am Steuer vertraut oder ihn sogar direkt gechartert. Dabei ging es um Reiseziele in ganz Europa. Auch nach seiner Pensionierung im Jahr 2007 wurde er immer wieder von verschiedenen Unternehmen für Chauffeurdienste eingesetzt. Das hat ihn geehrt und ihm auch viel Spass gemacht. Ernst war ein bescheidener und zurückhaltender Mensch, der sich nie in den Vordergrund gestellt hat. Genau das waren seine Qualitäten, welche ihn immer wieder ausgezeichnet haben. Ernst Rickli ist nach längerer schwerer mit Geduld ertragener Krankheit am 7. Januar 2026 im Gellerthof vom Bethesdaspital friedlich eingeschlafen. Die Angestellten der AAGL und alle welche seine Dienste einmal in Anspruch genommen haben werden ihn in angenehmer Erinnerung behalten. Hansruedi Bieri, e. Geschäftsführer AAGL
Parteien
Parolen der Grauen Panther
Die Grauen Panther Nordwestschweiz geben folgende Abstimmungsempfehlungen zu den eidgenössischen Vorlagen vom 8. März: Ja zur Klimafonds-Initiative, Ja zum Bundesgesetz über die Individualbesteuerung und Nein zur SRG Halbierungs-initiative und zur Bargeldinitiative; Ja zum direkten Gegenentwurf. ObZ
Betrachtung zur Woche
Schlechte Nachrichten – gute Nachrichten
«Haben Sie es schon gehört» sagte eine Frau neulich zu mir, als ich mit meinem Hund unterwegs war und sie ein Stück mitlief « bei meinen Nachbarn ist eingebrochen worden. So eine Frechheit. Man ist nirgends mehr sicher. Und dann, schauen Sie, was da alles am Wegrand liegt. Sogar ein Kondom habe ich neulich am Waldrand gefunden. Was sind das bloss für Menschen? Und was der Trump schon wieder über die Schweiz gesagt hat. Unglaublich! Haben Sie das auch gehört?»
Zu Hause habe ich überlegt, was ich mit solchen negativen Erzählungen anfangen soll. Es sind zwar alles Tatsachen. Aber warum hat mir die Frau das alles erzählt? Warum neigen wir oft dazu vor allem die schlechten Nachrichten zu verbreiten? Ich weiss es eigentlich nicht. Aber ich weiss, dass es mir nicht gut tut. Dass ich nichts davon habe. Dass es meine Seele nicht ernährt. Was mich aufstellt, das sind die guten Nachrichten. Berichte über etwas, das mir Mut macht, mir Hoffnung gibt, mich zuversichtlich stimmt.
Die Theologin Dorothee Sölle hat einmal gesagt: Medien der schlechten Nachrichten haben wir genug. Wir müssen Medien der guten Nachrichten schaffen. Einander gute Geschichten erzählen. Gute Nachrichten gibt es viele. Sie hängen bloss nicht an der grossen Glocke. Eine gute Nachricht ist es zum Beispiel für mich, dass in USA langsam viele Menschen auf die Strasse gehen und sich laut gegen das brutale Vorgehen der Einwanderungsbehörde wehren. Eine gute Nachricht ist es für mich,
Todesfälle
Bubendorf
Bärbel Ulrike Wirz-Rauch, geb. 29. August 1948, von Langenbruck BL und Lauwil BL. Wurde bestattet.
Frenkendorf
Rainer Seiwert, geb. 3. Januar 1940, von Frenkendorf BL. Beisetzung und Abdankung im engsten Familienkreis.
Gelterkinden
Ruth Berger-Schaub, geb. 25. Januar 1946, von Maisprach BL. Beisetzung im engsten Familien- und Freundeskreis auf dem Friedhof Gelterkinden. Abdankung in der reformierten Kirche Gelterkinden, Freitag, 6. März. Besammlung in der reformierten Kirche Gelterkinden um 14.30 Uhr.
wenn ich daran denke, wie eine Konfirmandenklasse in Reigoldswil für den Weihnachtsmärt gebacken hat und mehrere Hundert Franken eingenommen hat für Trenzando, eine Anlaufstelle für Hausangestellte in Bolivien, die dort juristische und sonstige Beratung erhalten. Es sind Jugendliche, die erfahren haben, dass sie etwas für eine bessere Welt tun können. Oder neulich erzählte jemand, wie gross der Einsatz einer Pfadigruppe war, die am Samstag den Wald geputzt hat. - Was fallen Ihnen für gute Nachrichten ein? Nachrichten und Geschichten, die Sie weiter erzählen können?
Mit den guten Nachrichten und Geschichten werden die schlimmen Nachrichten nicht besser. Was in den Kriegen zurzeit unfassbar Schreckliches passiert, sollen wir nicht vergessen. Aber die guten Nachrichten stärken uns und geben uns Hoffnung. Stärken uns, die schlimmen Nachrichten auszuhalten. Und machen uns Mut, da wo wir können, selbst etwas Gutes zu tun und damit anderen Menschen Mut zu machen! Übrigens von wegen gute Nachrichten. Die Teile in der Bibel, die vom Leben von Jesus erzählen, heissen Evangelien. Evangelium , ein griechisches Wort, heisst frohe Botschaft, gute Nachricht. Es ist die gute Nachricht von dem, der kam um uns Solidarität mit den Schwächsten zu lehren und uns ermutigte uns für Gerechtigkeit einzusetzen und einander in Liebe zu begegnen. Auch das eine Geschichte zum weitererzählen.
Barbara Jansen, Pfarrerin, Frenkendorf
Lausen
Bruna Stefani-Possagno, geb. 2. September 1936, gest. 16. Februar 2026, von Italien (wohnhaft gewesen in Lausen). Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Die anschliessende offentliche Abdankungsfeier findet am Freitag, 27. Februar um 11.30 Uhr in der reformierten Kirche Lausen statt. Besammlung: ref. Kirche Lausen. Markus Stilli-Kaufmann, geb. 18. März 1960, gest. 8. Februar 2026, von Villigen AG (wohnhaft gewesen an der St. Niklausstrasse 8, mit Aufenthalt im Pflegezentrum Brunnmatt). Beisetzung im engsten Familienkreis. Die Abdankung findet zu einem spateren Zeitpunkt statt.
Ehemalige machen weiter
An der 25. Generalversammlung des Vereins Ehemalige Ebenrain trat Präsident Michael Sutter nach 13 Jahren von seinem Amt zurück. Trotz intensiver Suche konnte keine Nachfolge gefunden werden. Der Antrag, die Vereinsauflösung vorzubereiten, wurde jedoch von der Mehrheit der anwesenden Mitglieder klar abgelehnt – ein starkes Zeichen für den Rückhalt und den Willen, den Verein weiterzuführen. Bis zu den nächsten Wahlen 2027 wird der Verein übergangsweise ohne Vereinsoberhaupt geführt. Die Aufgaben wurden intern verteilt, sodass der Betrieb gesichert ist. Der Vorstand blickt trotz der Situation optimistisch nach vorne: Im Anschluss an die GV meldeten sich mehrere Personen mit Interesse an einer Mitarbeit. Zudem werden neue Wege gesucht, um insbe-
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Erloschen ist das Leben Dein, Du wolltest nochbeiuns sein Wie schmerzlichwar’s vor Dir zu stehen, dem Leiden hilflos zuzusehen
Unendlich traurig, aber mit vielen schönen Erinnerungen, nehmen wir Abschied von meinem lieben Ehemann, Bruder, Schwager und Götti
Markus (Kusi) Stilli-Kaufmann
18 März 1960 – 8 Februar 2026
Nach langer, schwerer Krankheit wurde er erlöst von seinem Leiden Er hat in seinem Leben viel geleistet, wofür wir ihm sehr dankbar sind Wir denken gerne an seine humorvolle, aber auch an seine direkte Art Er wird uns so in bester Erinnerung bleiben und in unserem Herzen weiterleben
In stiller Trauer
Rita Stilli-Kaufmann
Lisbeth und André Sauser-Stilli
Marc Sauser
Elsbeth und René Kaufmann-Vögtlin
Kilian Kaufmann mit Kiano und Lajos
Käthi Kaufmann mit Beat Scheidegger
Auf Wunsch von Markus findet er seine letzte Ruhe im Friedwald
Statt Blumen gedenke man dem Pflegezentrum Brunnmatt, Liestal
IBAN: CH59 0076 9020 1400 1303 3, Vermerk: Markus Stilli
Es werden keine Leidzirkulare versandt
Traueradresse: Rita Stilli-Kaufmann, St Niklausstrasse 8, 4415 Lausen
sondere jüngere Menschen anzusprechen. Positiv ist auch die Neubesetzung der Redaktion des Vereinshefts «infoegge» per Mitte 2025. Der Verein freut sich auf neue Impulse durch das Team um Fabienne Gleichmar und Walter Steiner. Nach dem offiziellen Teil folgte ein Vortrag von René Ritter (Leimenhof Wenslingen) zum Thema «Braucht die Schweizer Landwirtschaft Social Media?» Der ehemalige Ebenrain-Schüler zeigte auf, dass Social Media auf seinem Hof ein eigener Betriebszweig ist – allerdings mit hohem zeitlichem Aufwand, da Reichweite ohne regelmässige Präsenz schnell verloren geht. ObZ
Interessierte an einer Mitgliedschaft oder Mitarbeit können sich bei Vizepräsidentin Chantal Weber (chantal.weber@weberneuhof.ch) melden.
Als Gott sah, dass der Weg zu lang, der Hügel zu steil und der Atem zu schwer wurde, legte er seinen Arm um sie und sprach: «Komm heim».
Unsere allerliebste
Cecile Schaffner-Meier
25. August 1933 – 9. Februar 2026 ist von uns gegangen. Wir trauern um unsere liebevolle Mutter, Grossmutter, Urgrossmutter, Schwägerin, Tante, Gotte und Freundin. Ihre grösste Freude war es, für andere da zu sein.
In Dankbarkeit und Liebe:
Hansheini Schaffner, Thailand Anna Schaffner Lüscher und Familie, Muttenz Judith Schaffner und Familie, Gelterkinden Martin Schaffner und Familie, Muttenz
Auf Wunsch von Cecile findet die Abschiedsfeier im engsten Familienund Freundeskreis am Freitag, 6. März 2026, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Liestal in der Abdankungshalle statt.
Im Sinne von Cecile dürfen gerne Spenden zugunsten von «Ärzte ohne Grenzen», IBAN CH85 0900 0000 1200 0100 2 für Postüberweisungen oder IBAN CH18 0024 0240 3760 6600 Q für Banküberweisungen, mit dem Vermerk «Cecile Schaffner-Meier» vorgenommen werden.
Traueradresse:
Anna Schaffner Lüscher, Stettbrunnenweg 50, 4132 Muttenz
Der Verband Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG) dankt den Landratsmitgliedern für die Unterstützung des gemeinsam mit den Gemeinden erarbeiteten Kompromisses zum Finanzausgleich. Dieser wurde von der FDP als Änderungsantrag eingebracht und von den meisten Fraktionen grossmehrheit-
Standpunkt
dem Landrat
lich unterstützt. Der Landrat hat damit der von den Gebergemeinden eingebrachten Initiative einen Gegenvorschlag gegenübergestellt. Die IG der Gebergemeinden hat in Aussicht gestellt, dass die Initiative zurückgezogen wird, wenn der Kompromiss in der zweiten Lesung bestätigt wird. Da die Vier-
fünftel-Mehrheit erreicht wurde, entfällt eine obligatorische Abstimmung. Dies verhindert einen unschönen Abstimmungskampf zwischen den Gemeinden und dem Kanton, wie der VBL G in einer Medienmitteilung schreibt. Ein Imageverlust für den Kanton könne so vermieden werden. ObZ
Ein faires Steuersystem für alle
Die neuste Umfrage von gfs.bern weist für die Einführung der Individualbesteuerung 64 Prozent der Stimmbürger/-innen im Ja-Lager aus. Das stimmt mich zuversichtlich. Es setzt sich aus einer breiten Allianz von links-grün bis rechts zusammen, von Economiesuisse und Arbeitgeberverband bis zum kaufmännischen Verband und den Frauenverbänden. Die Kantone BL, BS, LU und GR haben mit Standesinitiativen die Einführung explizit gefordert! So breite Allianzen entstehen in diesem Land nur, wenn eine Reform übergreifend über die politischen Lager hinweg als wirtschaftlich und gesellschaftlich notwendig, fair und sinnvoll beurteilt wird. Von der Reform profitieren 50 Prozent der Steuerpflichtigen, indem sie weniger Steuern zahlen, auch wenn sie alleinstehend sind, mit oder ohne Kinder oder im Rentenalter. Für rund 36 Prozent der Steuerzahlenden ändert sich gar nichts. Heute zahlen berufstätige Eheleute oft mehr Steuern als Konkubinatspaare: Ihre Einkommen werden addiert und sie
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kommen in eine höhere Steuerprogression. Deshalb verzichtet die zweitverdienende Person – meistens die Frau –oft auf ein höheres Arbeitspensum, mit allen persönlichen Nachteilen im Fall einer Scheidung und bei ihrer Altersvorsorge. Diese Frauen bringen ihr Potenzial, ihre Ausbildung und Erfahrung mehrheitlich in kleinen Pensen auf den Arbeitsmarkt. Nicht, weil sie ihre beruflichen Karrieren aufgeben wollen, sondern, weil es sich für sie als Verheiratete nicht lohnt. Das ist weder gesellschaftlich noch volkswirtschaftlich sinnvoll. Die Individualbesteuerung ist deshalb auch ein wichtiges Puzzlestück, um den Fachkräftemangel zu beheben. Bei der Individualbesteuerung zählen weder Zivilstand noch Geschlecht. Das Bundesgericht entschied schon 1984, dass die steuerliche Diskriminierung verheirateter und eingetragener Paare gegenüber Konkubinatspaaren verfassungswidrig ist. Das Parlament hat nun fünf Jahre nachgeholt, was die Bundesverfassung festschreibt und die meisten Länder längst haben: «Die Besteuerung hat nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu erfolgen.»
Am Zivilstand Ehe als «wirtschaftliche Einheit» ändert sich nichts, wenn künftig
zwei statt eine Steuererklärung ausgefüllt werden. Es wird vielmehr einfacher: Bei einer Scheidung (heute knapp 40 Prozent der Ehepaare) und Wiederverheiratung entfällt die komplizierte steuerrechtliche Trennung. Dank Digitalisierung und genügender Übergangszeiten führt der Systemwechsel für die Steuerämter zu einem zumutbarem Mehraufwand.
Die Individualbesteuerung als indirekter Gegenvorschlag zur sog. Steuergerechtigkeits-Initiative der FDP-Frauen Schweiz beendet die gemeinsame Veranlagung und damit die systemische Benachteiligung von verheirateten Zweitverdienerinnen – und verdienern, ein Problem, das auch Splittingmodelle nicht lösen. Daher stärkt die Individualbesteuerung die Ehe – besonders für junge Paare mit moderner Rollenteilung, die wegen steuerlicher Hürden bislang auf eine Heirat verzichtet haben. Die Individualbesteuerung ist nach der Einführung des Frauenstimmrechts (1971) und des neuen Eherechts (1988) ein weiterer Meilenstein für die Gleichstellung. Sagen wir am 8. März 2026 Ja zu einem fairen Steuersystem für alle, welches die Heiratsstrafe endlich abschafft. Maya Graf, Ständerätin BL, Co-Präsidentin alliance F
Jungparteien: Entscheid untergräbt das Vertrauen
Initiative Regierungsrat lehnt 365-Franken-U-Abo ab
Der Regierungsrat lehnt die formulierte Gesetzesinitiative «für ein bezahlbares U-Abo für Kinder und Jugendliche im Kanton Basel-Landschaft» ab, wie er vor einer Woche mitgeteilt hat. Er verzichtet zudem auf einen Gegenvorschlag. Stattdessen sollen die finanziellen Mittel in dichtere Takte und bessere Verbindungen investiert werden.
«Ernüchtert» reagieren die Jungparteien Juso Baselland, Junges grünes Bündnis, Junge EVP, Junge Mitte und Junge GLP auf den Entscheid des Regierungsrats: «Damit verpasst er eine wichtige Chance, junge Menschen finanziell zu entlasten, nachhaltige Mobilität zu fördern und bestehende Ungleichheiten gegenüber Basel-Stadt abzubauen», schreiben die Jungparteien in einer Medienmitteilung.
Die Initiative fordert, dass Kinder und Jugendliche im Baselbiet ein Jahres-UAbo für 365 Franken erhalten, analog zum Modell in Basel-Stadt. Heute zahlen junge Menschen im Baselbiet rund 542 Franken pro Jahr für das gleiche Angebot. «Diese Differenz ist weder
sachlich gerechtfertigt noch sozialpolitisch verantwortbar», argumentieren die Jungparteien. Gerade Lernende, Studierende und junge Berufseinsteiger/-innen seien auf günstige Mobilität angewiesen, um Ausbildungsorte, Arbeitsstellen und Freizeitangebote erreichen zu können. «Wir Jugendliche sind enorm vom öffentlichen Vekehr abhängig. Deshalb braucht es auch ein bezahlbares U-Abo», erklärt Jaël Schneider-Marfels, Co-Präsident JGLP beider Basel.
Problematisch ist aus Sicht der Jungparteien auch das gesellschaftspolitische Signal, das mit diesem Entscheid verbunden ist. Während Steuererleichterungen und Infrastrukturinvestitionen für Erwachsene kaum infrage gestellt würden, gälten Entlastungen für Jugendliche als zu teuer. «Das untergräbt das Vertrauen junger Menschen in die politische Teilhabe und in die Ernsthaftigkeit der Generationengerechtigkeit», halten die Jungparteien fest. Nun liege der Entscheid beim Landrat und letztlich beim Stimmvolk. ObZ
Jungfreisinnige für Ein-Standort-Lösung
Die Jungfreisinnigen Baselland sprechen sich klar für eine Ein-Standort-Lösung des Kantonsspitals Baselland in Liestal oder Pratteln aus. Der Status quo mit zwei Standorten sei «weder finanziell nachhaltig noch zukunftsfähig». Regionale Machtspiele dürften bei einer sol-
chen Entscheidung keine Rolle spielen, sc hreiben die Jungfreisinnigen in einer Medienmitteilung. Zwei Spitalstandorte im Kanton seien teuer, ineffizient und überholt: «Wer an solchen Strukturen festhält, tut dies aus Angst vor Veränderung.» ObZ
Politapéro Die Wirte arbeiten mit minimalen Gewinnmarge
Beat Eglin
Der Politapéro 2026 von Gastro Baselland war sehr gut besucht. Auch die beiden Regierungsräte Toni Lauber und Thomi Jourdan folgten der Einladung von Präsidentin und Gastgeberin Fabienne Ballmer. Dieser jährliche Anlass mit kurzer Rede und anschliessendem Käsefondue dient dem Kontakt und dem Meinungsaustausch zwischen Baselbieter Politik und der Gastrobranche.
In Ihrer Rede ging Ballmer auf die Probleme der Branche und auch deren Nutzen für unsere Gesellschaft ein. «Gastronomie ist mehr als essen. Sie ist Geselligkeit und Genuss, ein Ort, an dem Menschen andere Menschen suchen, auch ein Ort zum Abschalten», sagte sie. Die grosse Herausforderung für die Wirte ist die Fusion aller Wünsche und Erwartungen der Gäste. Und am Schluss sollte der Preis noch stimmen – nicht für den Gastgeber, sondern für die Gäste. Diese und auch die Medien reagieren
empfindlich auf Preiserhöhungen. Und das bei einer Gewinnmarge um 1 ! An der Tankstelle beim Kauf von Benzin, Esswaren oder Getränken sind die Kunden weniger empfindlich. Das Geschäftsmodell scheint trotz teilweise hohen Preisen zu funktionieren.
Ballmer tritt für vernünftige Preise in der Gastronomie ein und definierte diese so: «Der vernünftige Preis ist der, der einem ein Leben ermöglicht, ohne dass es Ende Monat kaum reicht.» Das Kochen mit den Schlagworten gesund, nachhaltig, vegetarisch, glutenfrei etc. wurde nicht einfacher. Die Ansprüche der Kundschaft steigen. Wer diese erfüllt, eine angenehme Atmosphäre und etwas Besonderes bieten kann, ist immer noch erfolgreich.
Die Dorfbeiz als Social Media Früher war nicht alles besser. Es gab aber die echte Dorfbeiz. Dort fanden Social Media wie Facebook oder WhatsApp noch live statt. Wirte spüren Hochkon-
junktur sofort mit erhöhtem Umsatz. Wenn es aber kippt, sind sie die ersten, die ohne Verschulden abgestraft werden.
Zu den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen kommen noch die vielen Auflagen und Vorschriften mit der ganzen Bürokratie. Der Gastroverband wehrt sich nicht gegen Regeln. Sie sollen sich aber in einem vernünftigen Rahmen bewegen. Sie verteuern auch das Endprodukt, was wieder zu Reklamationen Anlass geben kann. Im Handwerk sieht es anders aus. Dort werden die geforderten Stundenlöhne anstandslos bezahlt. Vielleicht bemerkt man die Aufschläge gar nicht! Ballmer bat die Politik, nach Lösungen zu suchen, die für die Behörden tragbar und die Unternehmer machbar sind. Mit Spezialbewilligungen, Parkplätzen, Baubewilligungen, Änderungen von überholten Gesetzen oder mehr Vertrauen statt Kontrollen kann das Leben der Wirte erleichtert werden.
Frau durch Stiche verletzt
Am Samstagmorgen, 14. Februar, kam es beim Eingang zu einer Liegenschaft an der Hauptstrasse in Bubendorf zu einem eskalierenden Streit, wobei einer 34-jährigen Frau mehrere Stichverletzungen zugefügt wurden. Um 10.15 Uhr erhielt die Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft einen telefonischen Hilferuf des Opfers. Der mutmassliche 40-jährige Täter konnte nach kurzer, intensiver Fahndung angehalten werden. Die Staatsanwaltschaft hat gegen die beschuldigte Person eine Strafuntersuchung er-
Sport
öffnet. Der genaue Tathergang ist zur Stunde noch offen und Gegenstand von laufenden Ermittlungen. Die verletzte Frau wurde durch den aufgebotenen Rettungsdienst unverzüglich in Spitalpflege verbracht und befindet sich nicht mehr in akuter Lebensgefahr. Personen, welche im Bereich der Hauptstrasse ungewöhnliche Feststellungen oder allfällige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft in Liestal, Tel. 061 553 35 35, zu melden. ObZ
Biathlon-Nachwuchs-WM
Selektion Zwei Baselbieter haben sich qualifiziert
Das Baselbiet darf sich gleich über zwei Teilnehmer an der Biathlon Jugend-/ Junioren-Weltmeisterschaft freuen: Björn Niederhauser und Laurin Merz wurden von Swiss-Ski für den internationalen Grossanlass am Arber (D) selektioniert.
Björ n Niederhauser stand bereits im Januar auf internationaler Bühne im Einsatz. An den Europameisterschaften in Imatra (Finnland) überzeugte der Junior mit konstant starken Leistungen und bestätigte damit seine gute Form. Die Selektion für die Weltmeisterschaften stellt für ihn den nächsten wichtigen Meilenstein in seiner sportlichen Laufbahn dar.
Auch Laurin Merz präsentierte sich zuletzt in ausgezeichneter Verfassung. Anfang Februar entschied der JugendAthlet den Biathlon Alpencup am Notschrei (D) für sich und empfahl sich damit, ebenso wie mit seinen überzeugenden Leistungen in der bisherigen Saison, eindrucksvoll für die WM-Nominierung. Mit Niederhauser und Merz reisen zwei Athleten der LG Lausen/SSC Rie-
hen mit viel Selbstvertrauen und aktuellen Erfolgserlebnissen in den Bayerischen Wald, wo die Weltmeisterschaft vom 25. Februar bis 8. März stattfinden werden. ObZ
Laurin Merz
Leser schreiben
Gerechte Besteuerung
Ein neues Steuersystem wäre von Vorteil, aber nicht mit diesen Nachteilen. Die Folgen sind nicht auf Augenhöhe und nicht kostenneutral: 1. Steuererklärung für alle Steuerpflichtigen, heisst zusätzlicher Aufwand, zusätzlich Verwaltungs-Angestellte (Gemeinde/Staat/Bund), noch längere Wartezeit bis zum Erhalt der Rechnung. 2. Ehepaare mit nur einem Einkommen werden stärker belastet. Nicht erwerbstätige Partner kann keine Kinderabzüge mehr mac hen. Einziger Vorteil, nur bei Gleichviel-Verdienenden.
3. Vermögen werden zukünftig nachteilig zu Eigentumsverhältnissen versteuert. Gemeinsames Grundeigentum wird anteilsmässig aufgeteilt. Wertschriften, Erspartes, Fahrzeug werden demjenigen Partner zugerechnet, dem sie gehören und Schulden/Schuldzinse dem Schuldner gemäss Schuldvertrag. 4. Bei Pensionierung werden Kapitalbezüge oder/und Rente separat versteuert. Die neue Regelung bei Ehepaaren ist nicht korrekt gelöst und werden bei differenzierten Einkommen zusätzlich belastet. Das neue Steuersystem bedeutet unnötige Bürokratie und benachteiligt Familien, womit eine Ablehnung verständlich ist. Markus Graf, Fraktionspräsident SVP BL, Maisprach
Nein
zu dieser Initiative
Ich will nicht, dass ich schon bald nur noch die Nachrichten hören, die Filme und Serien und Sportereignisse schauen, die Berichte und Kommentare lesen kann, die mir einige wenige milliardenschwere Männer und Konzerne zu «guten» Preisen servieren. Deshalb: Nein zur Halbierungs-Initiative. Hans Rebmann, Gelterkinden
(l.) und Björn Niederhauser fahren beide an die WM. Foto: zVg
Fotos: B. Eglin
Gastro Baselland Präsidentin Fabienne Ballmer (r.) mit Alain Bai, Balz Stückelberger, Andreas Dürr und Heinz Lerf (v. l).
Beide profitieren vom Tausch
Liestal Der Bürgergemeinde-Werkhof zügelt ins alte Feuerwehrmagazin
Marc Schaffner
Die Bürgergemeinde Liestal sucht schon lange nach einem neuen Standort für ihren Werkhof. Das bisherige Areal an der viel befahrenen Rosenstrasse ist zwar zentral gelegen, hat aber auch seine Nachteile. Für die grossen Fahrzeuge ist die Ausfahrt nicht ideal und beim Weihnachtsbaumverkauf wird manchmal der Parkraum knapp. Mit dem Bau der neuen Rettungswache beim Altmarkt (die ObZ berichtete) ist kürzlich ein Ort frei geworden, der bestens für die Bedürfnisse der Bürgergemeinde geeignet ist, nämlich das alte Feuerwehrmagazin an der Gasstrasse. Der Umzug soll bereits im April erfolgen.
Wie diese pragmatische Lösung zustande kam, darüber informierten vergangene Woche die Stadt Liestal und die Bürgergemeinde gemeinsam. Es handelt sich um einen Landabtausch, von dem beide Seiten profitieren: Die Bürgergemeinde erhält das alte Feuerwehrmagazin, die Stadt den bisherigen Bürgergemeinde-Werkhof.
Stadtplanerisch ist das laut Stadtrat Lukas Felix sehr interessant für Liestal, denn das zentrale Grundstück ist umgeben von Gemeindeland und somit entscheidend für die weitere Entwicklung. Oberhalb befindet sich der Friedhof und links davon ein Schulraumprovisorium. Wenn beim Frenke-Schulhaus ums Jahr 2030 wie vorgesehen neuer Schulraum entsteht und das Provisorium nicht mehr benötigt wird, kann ein zusammenhängendes Gebiet in die neue Entwicklungsplanung eingezogen werden. Für eine allfällige Verbreiterung der Rosenstrasse ist es ebenfalls gut, genug Landreserven zu haben.
Der bisherige Werkhof der Bürgergemeinde an der Rosenstrasse mit seiner prekären Ausfahrt-Situation wird frei für die städtebauliche Entwicklung.
Technisch gesehen handelt es sich bei der pragmatischen Lösung um einen Landabtausch. Die Bürgergemeinde wird lediglich 400 000 Franken an die Stadt zahlen, da sich der Verkehrswert des Feuerwehrmagazins (4100 Quadratmeter) auf 5,1 Millionen Franken beläuft, während der Wert des Bürgergemeinde-Werkhofs (3710 Quadratmeter) 4,7 Franken beträgt.
Zunächst müssen allerdings noch der Bürgerrat, der Einwohnerrat (voraussichtlich Ende Februar 2027) und die Stimmbevölkerung zusagen. In der etwa zweijährigen Übergangszeit bis zum Abschluss des Prozesses wird die Bürgergemeinde für das Feuerwehmagazin eine Miete zahlen.
Für Stadtpräsident Daniel Spinnler ist es eine sehr gute Lösung für beide Seiten: «Bürgergemeinde und Stadt arbeiten sehr gut zusammen und gehen bei guten Projekten Hand in Hand.»
Franz Thür, Präsident der Bürgergemeinde, freut sich darauf, dass die Betriebsabläufe am neuen Standort zentralisiert werden können. Beispielsweise kann die Weihnachtsbeleuchtung, die zurzeit an einem Aussenstandort untergebracht ist, künftig an der Gasstrasse gelagert werden. Das Gebäude könnte in der heutigen Form übernommen werden und müsste nur im Innern mit kleineren baulichen Massnahmen angepasst werden.
Als Alternative zur jetzigen Lösung hatte ein Postulat von 2024 angeregt, dass die Stadt mit ihrem eigenen Werkhof ins Feuerwehrmagazin zieht, allenfalls gemeinsam mit der Bürgergemeinde. Die Stadt hielt es jedoch nicht für sinnvoll, den funktionierenden Stadtwerkhof aufzugeben.
Bunte Kreationen im Zeichen der Kinderfasnacht
Liestal Traditioneller Schulfastnachtsumzug zog durch das Stedtli
Sander van Riemsdijk
Allmählich füllte sich am letzten Freitagnachmittag der Liestaler Zeughausplatz als Besammlungsort mit den Kindern der Primarschulen, sowie Kindergarten und Spielgruppen zum jährlichen Fasnachtsumzug. Wochenlang hatte sich die Betreuerinnen, Betreuer und die Lehrerschaft mit den Kindern, Schülerinnen und Schülern mit ihren selbst gebastelten, gekleisterten und gemalten Larven und Kostümen auf diesen grossen Tag vorbereitet. Schon lange vor Beginn des Umzugs war die Stimmung unter den Kindern und den Cliquen und Guggen ausgelassen. Die Kinder konnten den Start des Umzugs kaum erwarten und zappelten in aufgeregter Stimmung Minuten vor Beginn durch die sich allmählich formierenden Reihen. Für eine gute Stunde soll das Stedtli ganz in Kinderhand sein und von den schrillen Klängen der verschiedenen Guggen und Cliquen musikalisch fest umhüllt werden.
Konfetti und süsse Gaben Endlich ging es dann Punkt 14 Uhr los. Musikalisch begleitet von den Klängen von unter anderem der Kindergugge Düsefäger, Milchgugge und der Latärnäschränzer setzte sich der Umzug mit den Kindern auf die Route Richtung Rathausstrasse in Bewegung, welche zweimal zurückgelegt werden musste. Hunderte von Kindern, welche an diesem
Nachmittag im Rampenlicht standen, strahlten mit ihren geschminkten Gesichtern über alle Ohren und hatten sichtbar Freude daran in ihren fantasievollen Kostümen die vielen umstehenden erwartungsfrohen Eltern, Grosseltern und die Schaulustigen am Strassenrand mit unbedarfter Leidenschaft mit farbigen Konfettis und süssen Gaben einzudecken. Sie ernteten dabei bewundernde Blicke und manchmal sogar hier und da einen herzlichen Applaus. Es gab an diesem Freitagnachmittag vor den Sportferien zu den kreativ ge-
stalteten Kostümen viel Witziges und Überraschendes zu sehen. Verkleidet als Löwe, Fahne, Ritter, Raumfahrer, Aliens, Katzen oder Dalmatiner und andere illustre Gestalten zogen die Gruppen zusammen mit den Guggen und Cliquen wie ein Ringelwurm durch das Herz von Liestal. Vor Aufregung verlor so manches Kind gelegentlich die Orientierung und den Anschluss an der Vordergruppe, dann stockte wieder der Umzug und gab es fast kein Weiterkommen mehr. Das tat dem närrischen Vergnügen an diesem Winternachmittag überhaupt
Lieschtler Mümpfeli
Als Ur-Fasnächtler setze ich mich immer wieder dafür ein, dass dieses tolle Brauchtum an die nächsten Generationen weitergegeben werden kann. Damit das auch klappt müssen gewisse Veränderungen akzeptiert werden. In Liestal ist das nicht anders als in andern Fasnachtshochburgen. Bis noch ca. Ende des letzten Jahrhunderts fanden die diversen Aktivitäten eher in einem bescheideneren Rahmen statt. Das hat sich in den letzten rund 30 Jahren massiv verändert. Durch die modernen Medien weiss man in der ganzen Welt Bescheid über die Liestaler Fasnecht –insbesondere natürlich über den Chienbäse-Umzug. Das führt dazu, dass immer mehr Zuschauende sich die Höhepunkte in der Baselbieter Metropole zu Gemüte führen möchten.
Reihen von Zuschauenden zu bewegen.
keinen Abbruch. Der Spass dabei zu sein, stand ja im Vordergrund. Das fasnächtliche Treiben mit seinen vielen Glanzlichtern im bunten, vielfarbigen Umzug hatte traditionell als krönender Abschluss seinen kulinarischen Höhepunkt, indem die Kinder mit Speis und Trank für ihren Einsatz belohnt wurden. Es war ein toller Abschluss eines Nachmittags voller Fasnacht, bei dem so manches Kind als Binggis die Möglichkeit hatte erste Fasnachtserfahrungen zu sammeln, die mit Bestimmtheit noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Mehr Menschen erfordern vermehrte Anstrengungen in der Organisation, wobei man aufpassen muss, dass nicht all zu viel vorgeschrieben oder reglementiert werden darf. Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen erfordert auch eine gesunde Eigenverantwortung. Die Diskussionen in den letzten Wochen bezüglich zusätzlicher Vorschriften zeigen, wir müssen dafür sorgen, dass keine Ueberreglementierung stattfindet. Wenn z.B. die Wagen-Cliquen dazu „verdammt“ werden, massive ZusatzInvestitionen zu tätigen, so besteht die Gefahr, dass sich viele Vereinigungen eine Teilnahme an den Umzügen nicht mehr leisten können. Masslos übertrieben ist auch die Tatsache, dass von Bundesbern via Kanton und Gemeinde diverse Amtsstellen involviert sind. Es gibt sicher einfachere Verfahren, die genau dazu beitragen, die Sicherheit gebührend zu berücksichtigen. Eine weitere Diskussion ist nach dem tragischen Unglück in Grans Montana entbrannt. Nun davon abzuleiten, über einen möglichen Verzicht des Chienbäse-Umzuges zu diskutieren, ist schlicht nicht nachvollziehbar. Dass daraus gewisse Lehren gezogen werden können, dagegen setzt sich bestimmt niemand zur Wehr. Wir müssen aber auch akzeptieren, dass es im täglichen Leben kein Risiko null gibt. Stellen Sie sich vor. Wenn ein Zugsunglück passiert, würde das Zugfahren verboten; oder nach einem Auto-Unfall müssten alle Leute darauf verzichten, ein Auto zu besteigen. Im Leben würde so nichts mehr funktionieren.
Fasnecht ist auch ein grosses Stück Kultur, und dazu müssen wir Sorge tragen. Fasnecht ist aber auch ein grosser Wirtschaftsfaktor, den wir nicht außer Acht lassen dürfen. Fasnecht ist ebenso eine Art Ventil, das dazu führt, einmal im Jahr ungezwungen miteinander zu feiern und wenn nötig der Obrigkeit den Spiegel vorzuhalten. Fasnecht ist auch sehr wichtig für das gesellschaftliche Zusammenleben. An der Fasnacht gibt es keine grossen Unterschiede, denn in den Cliquen beteiligen sich Mitmenschen aus allen gesellschaftlichen Kreise.
Hanspeter Meyer Stadtführer, Autor diverser Schriften, Ehrenbürger der Bürgergemeinde Liestal
Sichternstrasse
Am 14. Juni stimmt die Liestaler Stimmbevölkerung über die Initiative «für eine verbesserte Sichternstrasse beim Bahnhof» ab. Der Einwohnerrat hat die nichtformulierte Initiative mit 34:1 abgelehnt, weshalb der Stadtrat gemäss Gemeindegesetz eine Volksabstimmung angeordnet hat. Die Initiative fordert eine Aufhebung von Fahrbahnverengungen, den Rückbau einer Schwelle, eine Trottoirverbreiterung sowie einen Fussgängerstreifen. Sicherheit und der Verkehrsfluss sollen so verbessert werden. ObZ
Fotos: M. Schaffner
Freude herrschte nicht nur bei den Kindern.
Das nicht mehr genutzte Feuerwehrmagazin mit seinen geräumigen Wendeflächen ist ein idealer neuer Standort für den Bürgergemeinde-Werkhof.
Ein närrisches Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird Fotos: S. van Riemsdijk
Sichtbar stolz und mit kindlicher Freude den Umzug geniessen.
Es war nicht immer einfach sich durch die dicht gedrängten
Schön in der Reihe durch das Stedtli
Poesie, Witz und Fasnachtsmusik
Frenkendorf Der 53. HC Plausch der Halbmond-Clique Frenkendorf überzeugte einmal mehr in musikalischer und kabarettistischer Hinsicht
Hanspeter Thommen
Nach ungeduldigem Warten der Kabarettistinnen und Kabarettisten auf die Fasnacht, wurde es beim Prolog richtig poetisch. Eine Kabarettistin sinnierte über das Leben mit dem Schlusssatz: «Wenn d’ Glück hesch, breichsch ä Fasnachtstag.» Darauf antwortete der Stamm der Halbmond-Clique im Charivari mit dem «Sambre et Meuse» mit einer bemerkenswert schönen Dynamik. Wie schon eine Woche zuvor in Bubendorf verspritzte der Schnitzelbänkler «d’ Giftspritzi» auch in Frenkendorf humorvoll sein Gift. Ein Merkmal dabei ist, dass er immer einen Vers mit lokalem Bezug dabei hatte. Bereits 80 Jahre auf dem Buckel hat die Guggenmusik «Güllepumpi». Doch man sieht und hört ihr das Alter nicht an. Energievoll liessen sie den Saal beben. Die Lückenbüsserin ärgerte sich zu Matter’s Melodie vom Zündhölzli über die nun fix befestigten PET-Flaschendeckel.
«Jö»-Effekt ansatt Angst und Schrecken Als grüne Saurier kam die verstärkte Junge Garde daher. Sie spielte die Titelmelodie des Films «Jurassic Park». Doch was vielleicht hätte Angst machen sollen, verursachte eher einen «Jö-Effekt». Es folgte ein «erziehungsberechtigter Erziehungsberechtigten-Abend». Das Kabarett-Team strapazierte mit viel Wortwitz die Lachmuskeln des Publikums, sei es in Mundart oder auf «Hauchdeutsch». Märtstimmung verbreiteten im Anschluss die Pfeiferinnen und Pfeifer. Verkleidet, unter anderem, als Magenbrotsäcke spielten sie als Solo «Uff em Petersplatz», ein Stück, welches zwischendurch nach Passodoble klang. Ein Maler, der sich bei der Arbeit in einem Schönheitssalon für die Arbeitspause etwas hinlegte, wurde aus Versehen optisch optimiert. Heraus kam sein Gesicht als dasjenige des Halbmonds auf dem Dorfbrunnen. In der Folge identifizierte er sich in diesem Kabarettstück mit eben diesem. Aus allen Ecken des Saals kamen die Mitglieder des Stamms zum Marsch «Gnäggis». Man fühlte sich wie beim Gässlen. Die «Stroofrichter» fällten in ihren Schnitzelbankversen ihr Urteil über Geschehnisse von regional bis global. Für das Trommelsolo schlugen die Tambouren rhythmisch auf Lichtschalter, welche an einem Tisch befestigt waren. So erzielten sie mit daran angeschlossenen kleinen Laternen einen wunderbaren Effekt. Passend dazu erklärte im anschliessenden Kabarettstück «Lampe
Hampe» die Kunst des Laternenmalens. Ein Gruppenbild mit Dame bot bei ihrem zweiten Auftritt die Guggenmusik «Güllepumpi». Während die Spieler in wunderbaren klassischen Waggiskostümen «Hey Jude» und «Sweet Caroline» spielten, tanzte der Guggenmajor als alte Tante vor ihnen rum. Mit dem Widerstand gegen das Frühfranzösisch befasst sich die HalbmondClique bei ihrem Sujet 2026. Unter dem Sujettitel «Schö nö pa parl franzais» kommen die Tambouren und Pfeiferinnen als Schüler und Schülerinnen daher. Die Tambourmajoren der Jungen Garde und des Stamms stellen motiverte Lehrer alter Schule dar. Es ist eine sehr gelungene Umsetzung dieses Themas. Sehr gelungen war überhaupt der ganze Abend. Die Kabarettstücke unter der neuen Leitung von Daniel Muri sowie die musikalischen Beiträge überzeugten allesamt, was vom Publikum mit tosendem Applaus belohnt wurde.
«Menu Surprise»
Lausen Kulturell hatte zu diesem feinen Menu mit «Cantuccini» eingeladen
Ursula Roth
«Cantuccini», vier A-cappella-Singers, sangen und spielten sich im Nu in die Herzen der vielen Besuchenden. Die am Eingang aufgelegten «Menükarten» versprachen ein «Surprise Menu», das sehr verlockend klang.
Die vier, das sind Nora Roth (Sopran), Cordula Lötscher, (Alt), Res Würmli, (Tenor) und Philippe Rayot (Bass und Arrangeur.) Alle aus Basel. Philippe Rayot hat in Basel Musik studiert. Kennengelernt haben sich die vier vor langer Zeit im Chor der Musikakademie Basel. «Cantuccini vier A Cappella» gibt es seit 2008.
Auf der Bühne im «Hotel California» war so einiges los. Ein brisanter Fall, eine Baronin, ein Rezeptionist sind nur herausgepickte Zutaten des Menu Surprise, bei welchem man auf die eine oder andere Überraschung gefasst sein durfte.
Die wunderbaren A-Cappella-Lieder die gesungen wurden, passten jeweils zur aktuellen Handlung. Die herrlich aufeinanderpassenden Stimmen faszinierten die Besuchenden. Es wurde immer wieder heftig applaudiert und viel gelacht. Mit ihrem grossartigen Auftritt brachten die vier Künstlerinnen und Künstler fröhliche Stimmung in den Saal. Stehender Applaus wurde mit einer Zugabe verdankt. Auf den Heimweg
Bewegung: v.l.
gaben sie den Anwesenden noch ein besinnliches Lied von Patent Ochsner mit «Für immer uf di …». Von Anfang bis zum Ende ein stimmungsvoller Abend.
Lausen Kulturell
Erika Bachmann vom Team Lausen Kulturell begrüsste zu Beginn die Besucher und bedankte sich bei den Sponsoren, Gönnerinnen und Gönnern für die finanzielle Unterstützung. Hauptsponsor des «Menu Surprise»-Abend war die
etwas schief.
Bescheidener Gewinn
Liestal-Oberbaselbiet Raiffeisen schliesst positiv ab
Die Raiffeisenbank Liestal-Oberbaselbiet blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2025 zurück. Sie erzielte einen Gewinn von 2,9 Millionen Franken (Vorjahr: 3,5 Millionen Franken).
Bei den Kundeneinlagen verzeichnete die Raiffeisenbank Liestal-Oberbaselbiet ein erfreuliches Wachstum von 5,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken. Die Bilanzsumme betrug per 31. Dezember 2025 1,9 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Steigerung von 5,8 Prozent.
Verwaltungsratspräsident verstorben
Firma «axova» aus Diepflingen. Feine Cantuccini, so wie man sie zum Essen kennt, gab es zum Schluss der Vorstellung vom Lausen-Kulturell-Team zum Probieren.
Am 14. Und 15. März 2026 kann man die «Cantuccini A Cappella» in Buckten geniessen.Der nächste Lausen Kulturell Abend findet am Donnerstag 19. März, mit den Vollblutmusikern «John&John Xpanded, ebenfalls in der Aula Mühlematt.
Das Jahr war aber auch geprägt vom Hinschied des langjährigen Verwaltungsratspräsidenten und Verwaltungsratsmitglied Hansruedi Müller. Er verstarb am 9. Juli 2025 nach langer, schwerer Krankheit. Die gesamte Raiffeisenbank Liestal-Oberbaselbiet wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Der Nachfolgeprozess zur Ergänzung des Verwaltungsrats ist im Gang und wird an der diesjährigen Urabstimmung abgeschlossen.
Hypothekarvolumen angestiegen
Im Hypothekargeschäft behauptete die Raiffeisenbanken Liestal-Oberbaselbiet im Geschäftsjahr 2025 ihre starke Position. Das Hypothekarvolumen entwi-
ckelte sich überdurchschnittlich und stieg um 6,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Franken an. Die umfassenden Risikound Bonitätsprüfungen sichern das sehr hohe Qualitätsniveau der Portfolios. Die Leitzinssenkung der Schweizerischen Nationalbank wirkte sich erwartungsgemäss auf den Erfolg aus dem Zinsengeschäft aus. Dieser fiel um -9,7 Prozent tiefer aus als im Vorjahr. Der Bruttoerfolg aus dem Zinsengeschäft fiel dementsprechend mit 13,5 Millionen Franken deutlich tiefer als im Vorjahr aus (Vorjahr: 15,1 Millionen Franken). Der Kommissions- und Dienstleistungserfolg fiel gegenüber dem Vorjahr um 25.6 Prozent.
Geschäftserfolg von 3,6 Millionen Franken Das Anlagegeschäft entwickelte sich den Erwartungen entsprechend. Das Vermögensverwaltungsgeschäft verzeichnete 2025 erneut eine erfreuliche Entwicklung. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich im vergangenen Jahr um moderate 455 Tausend Franken auf 13,6 Millionen Franken. Der Geschäftserfolg lag bei 3,6 Millionen Franken (Vorjahr: 7,0 Millionen Franken). Die Raiffeisenbank Liestal-Oberbaselbiet beschäftigt zurzeit 69 Mitarbeitende. Davon befinden sich vier Personen in der Ausbildung zur Bankkauffrau beziehungsweise zum Bankkaufmann. ObZ
Immer in
Nora Roth, Res Würmli, Cordula Lötscher und Philippe Rayot von Cantuccini, vier A Cappella.
Foto: Ursula Roth
Eher niedliche als gefährliche Saurier aus dem «Jurassic Park».
Die alte Dame konnte sich neben der Horde Waggis nicht mehr halten.
Bei dieser Schönheits-OP ging wohl
Die «Stroofrichter» urteilen hart aber humorvoll.
Das Halbmond-Sujet dieses Jahres befasst sich mit dem Frühfranzösisch. Fotos: Doris Thommen
Die Kabarettistin sinnierte über das Leben.
Stadtbummel
Manufakturen statt Massenware
«Für mein Geschäft arbeiteich mit unabhängigen Brillen-Manufakturen aus Europa undJapan.Mit ihnenverbindet mich schon vieleJahre Zusammenarbeit. Ich kenneihreHaltung,ihreArt zu produzierenund nichtseltenauchihreDesigner. Brillenvon derStange, Massenware, sindeinfach nichtmeinDing.
Mein Gespür fürBrillen,Formenund Gesichter begleitete mich schon, bevorich Optikerwurde.Ganzautomatisch nehme ichdie Menschen undihreWirkung wahr: Mimik, Gestik,Hauttyp,Haarfarbe,den gesamtenAuftritt.Und eine Brille soll genaudiesunterstützen–zurückhaltend, bewusst auffällig, farbig oder frech. Ob rund, eckigoderrandlos istzweitrangig.
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ls ichauf dieWeltkam,war mein Vateraussersichvor Freude.Nachdrei Töchternhatteereinen Sohn bekommen. AmgleichenTag spendierte FritzMühleisenall seinen Gästen etwaszuTrinken. Dieser Tagwar der5.März1946. 80 Jahre später will ichesihm gleich tun:
‹Am5.Märzvon 9.00 bis 18.00Uhr sind alle zu einem Getränk im Café Mühleisen eingeladen.›
Mitnur 23 Jahren habe ichdamalsdas CaféMühleisen vonmeinenElternübernommen.Als junger Chefkochwar ich gradeaus Kanada zurückgekehrt. Ich hatteaberneueIdeen.Ich wollte dem ‹Altweibercafé›, wieich es damals nannte,etwas Zeitgemässes danebenstellen. Fortan verwandeltesichder Kaffeebetriebjeden AbendineineDisco.Wir zogendie schweren Vorhänge zu,damit niemand hineinschauenkonnte. Das Lokalwar jedenAbend bumsvoll und rauchgeschwängert.Die Jungen sassen aufden Treppenund aufden Fenstersimsen undeswurde getanzt, wasdas Zeug hält.Elternverbotenihren Kindern in dieDisco zu gehen, unddas machteeserstrecht reizvoll. Einmal kamder Vorstand desFrauenvereins nach einerSitzung herein,umnoch etwaszutrinken.Die Frauen machtenschockiertrechtsumkehrtander Eingangstüre.Um22.00 Uhr waraberdamals schonSchluss.Manchmal auch erst um Mitternacht…
PioniertatNr.2
Nach 15 Jahren Discobetrieb merkte ich, dass es wohlnichtideal war, jeden AbendindieserLuft zu verbringen.Ich wollte gesund bleibenund noch lange in die Bergegehen können.Soführteich einRauchverbot ein. MeineGäste hatten keineFreude an mirund prompt brachen die Umsätzeein.Als einesder ersten rauchfreienCafés im Baselbietsetzten wiranschliessend undbis heuteden Schwerpunktauf Tagesbetrieb mitguter Küche. Vorher warnocheineumfangreicheRenovationnötig.
Plakate, Plakate
Irgendwann tauchtemeine Leidenschaft fürPlakate auf. ‹30Jahre Lärm undGestankandieserEckesindgenug!Wir fordern eine sofortigeVerkehrsberuhigung!›. Das brachtemirim Rotstab-Cabaret Häme ein: ‹30Jahre Gipfel undMakrönli sindnicht genug!›– posaunte MaxBraun
vonder Bühne. Einbisschenhatteerja recht: Erst seit demUmbau desWasserturmplatzeskönnenwir unserenGästen eine Terrasse bieten. Vorher saustendort die Autosumdie Ecke.Aberdie Aufwertung vordem Törlikommt allenzugute, nichtnur demCaféMühleisen.Und wer mich kennt, weiss, dass ichnochnicht zufriedenbin.Ich binmit Leib undSeele Liestalerund Baselbieter. Darumlasse ichals Nächstes meineVorstellung von einemneuen Törliplatz voneiner Künstlerinumsetzen.
Eine Freude machen
Gleichzeitig mitden Plakaten tauchte dasAlphorn auf. Es unterstützte meineProtestehörbar. Aufs Alphorn binich dank meinem Trompetenlehrergekommen. Er empfahlmir,dieses Instrument einmal auszuprobieren.Von diesenNaturtönenwar ichsofortbegeistert.Für mich stehtdas Instrument für Veränderung, aber eigentlich will ichden Leuten damiteinfach eine Freude machen.Meistenskommendie Töne schön, aber dasgelingt nichtimmer.Was solls. DiemobileAlphorn-Varianteistoft mein BegleiterimRucksack, wenn ichzuFuss oder mitdem Bike in denBergenunterwegs bin.
Natürlichgab es weiterewichtigeBegleiterinnen undBegleiter in allden Jahren Café Mühleisen: Allenvoran meineFrauClea! Undimmer gute Mitarbeitende. Gemeinsamwaren wirimmer einstarkes Team.
Also bisam5.März. Und: Mit80 hatman schonalles.Bittebringt keineGeschenke.Kommt einfach, dasGeschenkseidIhr.»
FelixMühleisen
Café Mühleisen
Kasernenstrasse1·Liestal 061921 06 74
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Stadtbummel
Stadtbummel:Die Seiten der engagiertenUnternehmerinnenund Unternehmer.
Fürdiese neue KMULiestal-Seite in derOBZ,die sechsmal proJahrerscheint,arbeitenKMU Liestal undRiederKommunikation zusammen.Beatrice Riederbewirtschaftet dieStadtbummel-Seitenmit Publireportagenund Inseraten. Aufeiner halben Seitekommuniziertder Verein KMULiestal seine aktuellenAktivitäten.
m22. Dezember befand sich sämtliches Material noch beim Digitaldruck Lüdin. Am 3. Januaröffneten wirbereits dieTüren derdruckbaram Fischmarkt.Dazwischenlagen dieFesttage –und eine grosse Zügel-Zottlete, gestemmt mitder tatkräftigen Hilfevon Kolleginnenund Kollegen.Druckmaschinen, Rill-und Falzmaschinen, SchneideundBindegeräte,Büroeinrichtungen undtonnenweisePapierwechselten ihrenStandort. Danach sagten meine lieben Helfer:
‹Wir helfendirnie mehr beim Zügeln –ausser, du eröffnest einenWolloder Styroporladen.›
Dasist nundreiJahre her. Nach der Eröffnung legten wireinen echten Senkrechtstart hin. In denerstenTagen kamenvereinzeltKundinnen undKunden fürKopien.Dochschon bald folgten Aufträge fürGestaltungundDruck von
Gut gerätselt! TheWinners are:
Weihnachten liegtschon eine Weilezurück, doch die gute Idee klingt nach:BeimadventlichenSchaufensterbummelkonnten Kundinnenund Kunden Buchstaben in denSchaufenstern sammelnund diese zu einemLösungswort zusammenfügen. Mantraf ganzeFamilienbeimRätseln quer durchdas Stedtli an.JenachSchaufensterwar die Sucheetwas tricky undder Buchstabegut verstecktzwischenden vielfältigsten Geschenkideen. Doch zahlreiche Bummlerinnen undBummler habendas Geheimnisgelüftet undihr Lösungsworteingeschickt.
Wir danken allen, diemitgemacht, gesucht, gerätseltund dabeiauchneueGeschäfteimStedtli entdeckt haben. Demausgelosten Gewinnerund denGewinnerinnen gratulierenwir herzlich:Laurin B. ausLiestal,NinaE.aus Lauwil undEstherR.aus Liestal.Siebekamen einenKMU-Gutschein und wirwünschenvielSpass beim nächsten Bummel zumEinlösen.
Geschäftsdrucksachen,Magazinen und Vereins-Jahresberichten. Da wusstenwir: Wirsindauf demrichtigen Weg. Mein Team undich sind ausgebildete Typografen.Wir beherrschenLayoutund Bildverarbeitungundinspirieren uns gegenseitig.Oft entfalteteinekleine, spontane Bemerkungeines Kollegen eine überraschend grosse Wirkungauf die Designaufgabe.
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Im Auftragunserer Kunden erstellenund druckenwir Trauerzirkulareinkürzester Zeit,nehmenTodesanzeigenentgegen und leiten diese an die gewünschte Zeitungweiter. Begegnungenmit trauerndenMenschensindbesonders –wir sind mitRuheund Einfühlungsvermögenfür sie da.
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DieRückmeldungen über die letztendrei Jahresindsehrpositiv.Man schätzt unsere Kompetenz, unsere Speditivität undkommt gernezuuns insGeschäft Dasfreut undmotiviert uns.»
EinJahres-Highlightist jeweilsdie SaisonEröffnung desGenussmarkts. Ab diesem Samstagsinddie winterlichen Lücken in den Märtstand-Reihen alle wieder gefülltmit bunten gluschtigenAngeboten.Und auch in denSchaufenstern hält derFrühlingEinzug. In denvergangenen Jahren warauchmeistens dasWetter frühlingshaft warm,sodass auch dieStrassencafés einluden,die Sonne zu geniessenund dembuntenTreiben zuzusehen. Eine schöne Stimmung im Stedtli!
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BaselbieterRegenschirm,Baselbieter Brotmesser,dem Chienbäse-Messer oder einemBanntags-Kitmit Messer,Routenbeschriebenund Historischem.Vielesdavonist personalisierbar mitNamen und Botschaften.– Undebenfalls viel Kundschaft kommtaufgrundunserer weiteren Exklusivität,dem
So einfach: Siegehen einenKaffee trinken, undwennsie zurückkommen,läuft ihre Uhr wieder.Willkommeninder DreamGallery.» Marcel Haldi, Inhaber
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Wo verstecktsichder Adventsbuchstabe?
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Stadtbummel
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Im Maiwerdenwir an dieOristalstrasse zügeln unddas Team darf weiter wachsen.»
eimZottelbärmussman hereinkommen– daskleineSchaufensterverrät nicht, waseinendrinnenerwartet: eine riesigeAugenweideanbunterBaby- und Kindermode, Overalls,Jäggli, Söggli,Käppliinallen Grössenund Farben,Accessoires wieTüchli, Decken.Hereinspazierenund schneuggen istjederzeit erlaubt. Auch fürFrühgeborenegibtesGrössen, winzig kleine Händschli, mitdenen siesich nichtkratzen können.Wofindet mandas sonst?
Hilfe,ich werdeGötti!
…was soll ichschenken? «Aha», meint DanielaSuter,Inhaberin desZottelbärs, «dasindSie beiuns richtig, ichund mein Team beratenSie gern dabei, eintolles Göttigeschenkzufinden Es folgen einige
Klärungsfragen, undschnell sind ein Bambus-Bodyund eine originelle Musikdose gefunden.Nun gibt es noch einliebevolles Päckli.
DerZottelbärsetzt aufnachhaltige Materialien. Im Sommer sind dieBambuskleider gefragt, im Winter dasWollige.«Wollene Babykleidung findetman fast nurinFachgeschäften», erklärtDaniela Suter. «Dabei istWolle in jederJahreszeitideal.Sie ist atmungsaktivund gibt überschüssige Wärmeab– ganz anders alssynthetische Fasern,die beim Baby einenHitzestau bewirken können.»
DerZottelbärist in seinen 13 Jahren zu einerInstitution geworden.Als Babyladen eröffnet, istdas Angebotmit denKindern mitgewachsen.Heute gibt es Kindermode bis14Jahre,mit trendigenJeans,T-Shirts undRöckchen. Auch zart gebauteFrauen kleidensichimZottelbärein.
Fair Trade-Modenschauen am Samstag, 28.März2026 um10.00 Uhrund um 11.30 UhrbeimFriedensbrunnen.
Nachhaltige Modenschau
Beim letztenMal gabeseinen Menschenauflauf,als dieFairTrade Liestal-ModenschauimStedtli präsentiertwurde.Nun folgtdie zweite Ausgabe: Am Samstag, 28.Märzzum Frühlings-Saisonbeginn im StedtlizeigenfünfGeschäfteihre Design-, Näh- undStrick-Arbeiten und aktuelle Mode-Highlights auszweiter
Hand.Die fünf Unternehmerinnen tragen vorbildhaft zumFairTrade Liestal-Label bei: Sieverarbeiten undverkaufen Stoffe undWolle ausfairemHandelund schenkenKleidungsstückendie Gelegenheit, weiteren Träger:innen Freude zu bereiten.
DiezweiDurchgängemit Models aufdem Freiluft-Laufstegwerdenmoderiert von DominiqueMeschberger.
Stellen
Ein fröhlicher Schülerumzug durchs Dorf
Gelterkinden Bunte Schulfasnacht vom Kindergarten bis und mit zur dritten Klasse
Ursula Roth
Freitag der 13. war ein Glückstag für die Schulkinder von Gelterkinden. Schüler vom Kindergarten bis und mit zur dritten Klasse machten am Fasnachtsumzug mit. Sie durften nach wochenlanger Vorbereitung endlich ihre selbstgebastelten Fasnachtsgwändli und Larven am Umzug den fasnachtsbegeisterten Zuschauern vorführen. Dazu kam, dass die Sonne wohlwollend vom Himmel lachte. Der Umzug wurde von der Chindergugge «Nootechaote» aus Sissach angeführt. Dann folgten die Schulklassen, allen voran die Kindergärtner. Erstaunlich, wieviel Mühe sich die Kleinen und Grösseren zur Herstellung der Sujets gegeben hatten. Da kamen Paradiesvögel, Eisköniginnen und Eiskönige. Die Kinder der Einführungsklasse 1e hatten sich in Buchstabenvögel verwandelt. Die «Grüffelos» mit ihren Hörnern, wurden nach dem Kinderbuch von Julia Donaldson nachgebildet.
«Fründe vom Elmar» liefen auch mit, Elmar ist ein kunterbunter Elefant. Die Dinosaurier aus der Klasse 3c mit Lehrerin Sonja Widmer waren gar nicht so
Der Umzug ist vorbei, nun gibts Zvieri.
gfürchig. Kleine Füchse schauten neugierig unter den Larven hervor und Piraten waren auch dabei. Kindergärtnerin und «Rotkäppchen» Martina Hofmeier war mit ihren dreizehn Zwergen unterwegs. Vier Zwerge mussten leider krank zu Hause bleiben.Mitten drin die
Farbenfrohe Schulfasnacht
«Aerdwybli Schränzer» aus Thürnen die mit ihrer Guggemusig ebenfalls zur guten Stimmung beitrugen.
Tolle Stimmung Circa 17 Klassen nahmen am Umzug teil. Davon etwa 120 Kindergartenkinder.
Die Buchstabenvögel der Einführungsklasse 1e.
Anschliessend versammelten sich die Kinder auf der Treppe der katholischen Kirche.
Ein herrliches buntes Bild. Unten in der Wiese versammelten sich die Eltern und Zuschauer, während die Guggen noch ein paar Stücke spielten.
Natürlich gabs am Schluss noch ein Brötli und ein grosses Schoggistengeli zum Zvieri für alle Mitwirkenden am Schülerumzug.
Glücklich und zufrieden suchten danach alle ihre Angehörigen und der Platz leerte sich langsam.
Sissach 19 Klassen begeisterten mit kreativen Sujets, Musik und viel Herzblut Sissac h strahlte am vergangenen Freitag mit der Sonne um die Wette. Bei bestem Wetter lockte der grosse Umzug der Schulen Scharen von Zuschauern an die Strassenränder, um ein kreatives Feuerwerk aus Kostümen und Musik zu erleben.
Lebendiges Farbenmeer Insgesamt 19 Klassen – vom Kindergarten bis zur 3. Primarklasse – sowie die Heilpädagogische Schule (HPS) Sissach verwandelten die Begegnungszone in ein lebendiges Farbenmeer. Die Vielfalt der Sujets kannte dabei kaum Grenzen: Während Clowns für Lacher sorgten und ukulelespielende Mexikaner südländisches Flair verbreiteten, schritten majestätische Königskinder und furchtlose Astronauten durch die Menge. Auch die Tierwelt war prominent vertreten, und das beliebte Sujet «Das kleine Wir» erinnerte charmant an den Wert des Zusammenhalts.Für die nötige DezibelStärke und beste Stimmung sorgten die
Die zahlreichen Zuschauer beim Platzkonzert bei der Primarschule.
drei bekannte Formationen «Nuggiclique», «Noote125chaote» und «GuggäFGS». Es war ein Fest der Generationen,
das einmal mehr zeigte, wie viel Herzblut und Kreativität in den Schulen von Sissac h steckt. Sandra
Direkter Austausch mit Gemeinderatskandidatin
Am Samstagvormittag tauschte sich Gemeinderatskandidatin Sabine Bucher im Rahmen einer Flyeraktion in der Begegnungszone in Sissach mit interessierten Wählerinnen und Wählern aus. Zusammen mit Helferinnen und Helfern verteilte sie 200 hellblaue und hellgrüne Schoggichöpfli aus Laufen sowie Bleistifte mit ihrem Slogan «Fachlich stark. Menschlich nah.» Das Wetter hielt sich gut; der Regen kam erst gegen Mittag. So blieb genug Zeit für Gespräche in der Begegnungszone.
Die Einwohnerinnen und Einwohner sprachen unter anderem das Management von Grossprojekten, die Dialogbereitschaft sowie Photovoltaikanlagen auf Gemeindebauten an. Am häufigsten zur Sprache kam jedoch das Thema Finanzen und Steuern. Dabei wurde mehrfach die Erwartung geäussert, dass die Erfahrung der früheren Finanzver-
antwortlichen von Läufelfingen und diplomierten Steuerexpertin für die Gemeinde Sissach von Nutzen sein könnte. Ebenso waren auch die Abstimmungen vom 8. März ein Gesprächsthema – weniger inhaltlich, als vielmehr hinsichtlich der grossen Anzahl und der teilweise als missverständlich empfundenen Titel der Initiativen.
Im Hinblic k auf die anstehenden Gemeinderatswahlen wurde die breite Auswahl mit drei Kandidierenden für zwei Sitze von vielen positiv aufgenommen. Sie erhoffen sich von Sabine Bucher als Kandidatin aus dem politischen Zentrum ausgewogene Lösungen und pragmatische Sachpolitik. Die Aktion zeigte: Der direkte Austausch ist gefragt. Er hilft, Anliegen aufzunehmen und Vertrauen zu stärken.
T homas Tribelhorn, Co-Präsident GLP Baselland
Ziegler
Fotos: S. Ziegler
Die Igel der Klasse 1/2c.
Der Kindergarten «Dorf unten» hat fleissig mit Konfetti um sich geworfen.
Die Eisvögel der Klasse 3a.
Doris Jrman, Sabine Bucher und Tobias Luchsinger am 14. Februar in der Begegnungszone Sissach. Foto: zVg Parteien
Foto: U. Roth
«Fründe vom Elmar», dem bunten Elefant: Stolz tragen die Kindergärtner ihr Kostüm. Schneewittli, Martina Hofmeier, mit ihren dreizehn Kindergarten-Zwergen.
Die Dinosaurier der Klasse 3c von Lehrerin Sonja Widmer.
Märchenwelt für Erwachsene
Sissach Nach zehn Jahren ist Rumpelstilzchen am Reiseziel
Beat Eglin
Im «Cheesmeyer» in Sissach war jeder Stuhl besetzt. Das Publikum war neugierig und wollte wissen, wohin die Reise von Rumpelstilzchen ging. Der Autor Luca Vito wurde 1998 in Liestal geboren. Er ist Theologe und Schauspieler und schrieb zehn Jahre am Märchenroman «Rumpelstilzchens Reise». Dass Märchen nichts für Erwachsene sind, widerlegte der Autor an der spannenden Lesung, die eine Mischung aus Vortrag, theatralischem Dialog und passender Geigenmusik war. Der Roman handelt von Glück und Unglück, Liebe und Hass, Hoffnung und Verzweiflung und Beziehungen. Deborah Regez und Niggi Reiniger ergänzten den Autor mit sprachlich hervorragend zitierten Passagen und schönem Geigenspiel von Regez. Woher kommt Rumpelstilzchen? Diese Frage beschäftigte den Autor seit jeher. Am Anfang erzählte Vito über die Marionetten von Maestro Marini. In seinem Atelier gab es verschiedene Abteilungen. Diejenige mit den Tieren war die grösste. Teufel gab es in verschiedenen Varianten, vom Geizteufel über den Lumpenteufel bis zu Luzifer und Mephistopheles. Die Puppen waren nicht geordnet aufgereiht, wunderte man sich. Denn die Hauptfiguren waren nie gruppenfähig. Sie wirken nur, wenn sie alleine spielen, erklärte der Meister! Zum Rumpelstilzchen meinte Marini, dass es echt sei, dass es existiere. Dann kam die Geschichte der Königin, die mit Rumpelstilzchen einen Pakt schloss. Das moderne Märchen erklärt, wie der Stolz funktioniert. Woher kommt das Rumpelstilzchen und wie entsteht Stolz?
Nach einer musikalischen Pause sprach Luca Vito alleine weiter, stehend an einem Notenständer. Er erklärte Doppeldeutigkeiten und meinte, dass das Buch auch einmalig als klassisches Märchen gelesen werden kann. Erst bei mehrmaligem Lesen entdeckt man die höchsten, aber auch die tiefsten Gefühle des menschlichen Daseins. Und er lieferte den Beweis mit einem Textbeispiel. Es handelt sich um einen Märchenroman, nicht ein klassisches Märchen. Es gibt hell und dunkel.
Die Empfehlung des Autors geht an alle, die etwas Neues, den ersten Schweizer Märchenroman erleben wol-
len. Wer lieber hören statt lesen will, darf sich auf das bald erscheinende Hörbuch freuen. Es folgt noch eine musikalische Passage mit Jonin und Vrenchen, «s Vreneli ab em Simeliberg» auf der Geige. Und dann schrieb Vito fleissig seine Widmungen in die verkauften Bücher. «Ich habe zehn Jahre daran geschliffen bis zum gedruckten Exemplar.» Luca Vito wollte zuerst ein Epos schreiben. Dann hörte er in einer schlaflosen Nacht das Gedicht «Rumpelstilzchen» von Anne Sexton und er änderte seinen Plan. Ein weiterer wichtiger Change war, als er seinen ursprünglichen Text von 500 Seiten auf 132 kondensierte.
Klaviervirtuose aus der Romandie
Buus Pianist Jansen Ryser mit vielfältigem Programm
Paul Aenishänslin
Im Rahmen des Interfinity- Konzertzyklus war der Westschweizer Pianist Jansen Ryser (32) am Abend des 13. Februars zu Gast in Buus. Nach einer Einleitung durch den Gemeinderat Thomas Zumbrunn, der diesen Anlass im Auftrag der Gemeinde Buus organisiert hat, griff der junge Pianist, der bereits über einen eindrucksvollen Palmarès verfügt, und in Genf, New York und zuletzt in Basel seine Ausbildung genossen hat, in die Tasten des Klaviers im Gemeindesaal von Buus.
Er spielte zuerst das bekannte Klavierstück «Moment musical» von Franz Schubert, dessen Leitmelodie an das Getrappel der Pferdekutschen auf dem Steinpflaster in Wien erinnert. Dann gab er eine Sonate des jungen Beethovens (Opus 10, Nummer 1) zum Besten. Sein temperamentvolles und virtuoses Spiel liess gleich erkennen, dass Jansen Ryser zur Extraklasse junger Klavierinterpreten gehört, die nicht nur von ausgezeichneten Klavierpädagogen geschult worden sind, sondern das Potential haben für eine sehr erfolgreiche Solistenkarriere. Als Nächstes kamen Werke von Clara und Robert Schumann zur Aufführung, diesem genialen Ehepaar aus dem 19. Jahrhundert. Diese Stücke, zuerst ein Nocturne von Clara Schumaann, und dann zwei Noveletten von Rober Schumann, wissen nun eine viel dunklere und schwere Klangfarbe auf. Als letztes Stück vor der Pause erklang das Scherzo «Im Sturm und Regen» von Clara Schumann, wobei Jansen Ryser wie-
der seine grosse Virtuosität unter Beweis stellen konnte in den teils extrem rassigen Passagen. In der Pause, in der es Getränke und Gebäck zu kosten gab, mischte sich der Pianist unter das recht zahlreiche Publikum. Dieser sympathische Romand, der gut Hochdeutsch spricht, war gerne bereit, noch mehr Auskünfte über sich zu geben. Er ist in einem ganz kleinen Dorf in der Nähe von Yverdon aufgewachsen. Im Alter von fünf Jahren begann er mit dem Klavierspielen, gefördert von seiner Mutter. In Genf erhielt er seine erste Ausbildung, die immer noch weitergeht, zuletzt an der Musikakademie Basel. Ryser hat viele Auftrittsmöglichkeiten, so auch im Ausland. Nach der Pause erklangen von ihm ein Prélude von Frank Martin und ein Nocturne von Frédéric Chopin. Krönender Abschluss bildete ein Auftritt von Jansen Ryser (Klavier) mit der jungen Klarinettistin Martina Morello. Das virtuose Duo spielte ein Werk eines zeitgenössischen polnischen Komponisten aus dem Jahr 1954, sowie eine kubanische Komposition. Ein fürwahr grossartiger Klavierabend, der dem Publikum sehr gefallen hat, wovon der lang anhaltende Applaus zum Schluss nochmals zeugte.
Krimi, Bier und Spannung
Gelterkinden Krimilesung mit Biergenuss
Am Freitag, 6. Februar, verwandelte sich die Gemeinde- und Schulbibliothek Gelterkinden in einen genussvollen Tatort: Der Event «Beer & Fear – Krimilesung und Bierdegustation mit Michael Schraner und der Bierfabrik Gelterkinden» fand bereits zum dritten Mal statt und war auch in diesem Jahr restlos ausverkauft.
Der Schauspieler und professionelle Sprecher Michael Schraner präsentierte mit viel Ausdruckskraft, feinem Timing und spürbarer Spielfreude amüsante und zugleich spannende Krimi-Kurzgeschichten aus der Feder des Autors Carsten Sebastian Henn. Mit seiner lebendigen Interpretation verstand es Schraner, Figuren und Szenen eindrücklich zum Leben zu erwecken und das Publikum von Beginn an zu fesseln.
Für ein besonderes Genusserlebnis sorgte erneut das kreative Team der Bierfabrik Gelterkinden. Mit viel Ideenreichtum und Gespür für Details wurden aussergewöhnliche Biere sowie schmackhafte Häppchen serviert – stets sorgfältig abgestimmt auf den Inhalt der jeweils gelesenen Geschichten von Micheal Schraner. Die harmonische Verbindung von Literatur, Bierkultur und Kulinarik machte den Abend zu einem gelungenen Gesamterlebnis und begeisterte die Teilnehmenden und das Organisationsteam. Die Gemeinde- und Schulbibliothek blickt auf einen stimmungsvollen Abend zurück, der beim Publikum grossen Anklang fand und Lust auf eine weitere Fortsetzung im nächsten Jahr macht. Cindy Thommen Bibliothek Gelterkinden
Leser schreiben
Sandra Grossmann ist bereit
Nun hängen wieder an allen möglichen und unmöglichen Orten die Plakate und lenken die Blicke auf die eidgenössischen und kantonalen politischen Fragestellungen. Aber auch auf Gemeindeebene werden am 8. März an einigen Orten die Weichen neu gestellt. So auch in Gelterkinden bei der Ersatzwahl in den Gemeinderat.
Mit Sandra Grossmann stellt sich eine Frau zur Wahl, die mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Mit ihrer analytischen und ruhigen Art ist sie in Gelterkinden schon seit Jahren als jemand bekannt, der mit offenen Augen durchs
Leben geht und dort anpackt, wo es wichtig ist, dass etwas getan wird. Sandra Grossmann kennt die Gemeindepolitik von Gelterkinden. Seit 2016 leistet sie in der Gemeindekommission und seit 2023 auch in der Geschäftsprüfungskommission wertvolle Arbeit. Seit dieser Amtsperiode präsidiert sie diese mit ihrer verantwortungsvollen und umsichtigen Art. Im Gemeinderat Gelterkinden steht nun ein Wechsel an. Sandra Grossmann ist bereit. Sie wird dem Gemeinderat guttun. Peter Gröflin, ehemaliger Gemeindepräsident, Gelterkinden
Seit Jahren höre ich von der Politik, dass der Standort Baselland «für Familien, Fachkräfte und Unternehmen attraktiv bleiben muss». Doch seien wir einmal ehrlich: Wenn man uns im schweizweiten Vergleich betrachtet, sind wir weder besonders attraktiv, noch wird wirklich daran gearbeitet, das zu ändern. Nun haben wir jedoch mit dieser Vorlage die Möglichkeit, genau das zu ändern und ich möchte gerne anhand eines kurzen Beispiels erklären, worum es geht: Eine vierköpfige Familie, welche heute ein Nettoeinkommen von 90000 Franken hat, könnte dank der Initiative «Prämienabzug für alle», dank der man den vollen Betrag der selbst getragenen
Krankenkassenprämien von den Steuern abziehen könnte, rund 1800 Franken Steuern pro Jahr sparen. Das ist ein spürbarer Anreiz, bei uns im Kanton zu bleiben, denn was könnte man mit 1800 Franken mehr pro Jahr alles machen? Wenn wir wirklich ein Interesse daran haben, dass es für Menschen attraktiv ist, bei uns im Kanton zu bleiben, dann müssen wir genau solche Vorlagen wie den «Prämienabzug für alle» unterstützen und am 8. März «Ja» zu dieser sagen. Das hilft meiner Gesundheit besser wie jedes Medikament.
Dreamteam» des Abends: Michael Schraner, das Team der Bierfabrik Gelterkinden und das Bibliotheksteam. Fotos: zVg
Spannende Unterhaltung mit Michael Schraner.
Autor Luca Vito (Mitte) mit Niggi Reiniger und Deborah Regez. Foto: B. Eglin
Jansen Ryser begeisterte am Klavier. Fotos: P. Aenishänslin
Jansen Ryser und Martina Morello (Klarinette) musizierten zusammen. Thomas Zumbrunn (Gemeinde Buus) und Jansen Ryser nach dem Schlussapplaus.
Podium zur Energiewende
Sissach Unterschiedliche Notengebungen der Podiumsteilnehmenden
An der Podiumsveranstaltungen wurden die Noten 2 bis 4,5 verteilt. Steigerungspotenzial ist bei ihnen bezüglich der Energiepolitik nicht überrraschend noch vorhanden.
Um das Ziel der Erneuerbaren Energieversorgung zu erreichen, richtet sich der Kanton Basel-Landschaft nach folgenden Vorgaben: Es gibt die Nordwestschweizer Klimacharta, in der die Nachbarkantone die Ziele des Bundes regional interpretieren. Dann die Klimastrategie Baselland, bestehend aus mehreren 100 Massnahmen, das revidierte Energiegesetz bis hin zum Baselbieter Energiepaket als Förderpaket samt dem jüngst berühmten landrätlichen Dekret.
Die Noten, die die Podiumsteilnehmenden Ende Januar der Umsetzung dieser Ziele gaben, zeigen allerdings noch Luft nach oben auf. Thomas Tribelhorn vergab eine 2, denn gemäss dem GLP-Parteichef und CEO der Energiegenossenschaft ADEV hat Baselland im Gegensatz zu anderen Kantonen keine konkrete Vorgehensplanung erstellt, die man nun schrittweise durcharbeiten könne. Während beispielsweise BaselStadt Zielvorgaben zur Installation von Ladestationen zur Förderung von Elektromobilität setzt, prüft Baselland noch, wo solche installiert werden könnten.
Für SP-Gemeinderat David Foggetta ist klar, ein systematischer Aufbau von
Reformierte Kirchgemeinde
Gelterkinden-Rickenbach-Tecknau
Donnerstag, 19. Februar
14.00 Trauer Café im Unterrichtshüsli mit Sozialdiakonin Katja Maier Sonntag, 22. Februar
10.15 Schweizerisch-ukrainischer musikalischer Gottesdienst in der Kirche Gelterkinden im Gedenken an die Opfer des Ukrainekrieges und im Gebet für den Frieden. Leitung: Pfrn. Annina Völlmy. Mitwirkende: Vitalij Pasternak, Anna und Oleksandr Gaidai und andere. Predigttext: Gen. 26,12–25 und Jes. 35. Thema: «Die Wüste wird blühen!». Orgel: Jürg Derungs.
Kollekte: Ukraine mit Herz. Fahrdienst: Simone Freivogel, 079 561 60 37 Nach dem Gottesdienst bietet ein Apéro Raum und Zeit für den gemeinsamen Austausch.
Dienstag, 24. Februar
19.30 Kontemplative Exerzitien – Kurs mit den Schwestern vom Sonnenhof in der EMK, abwechselnd in der Kirche oder EMK (weitere Daten 3.,10. und 17. März)
Mittwoch, 25. Februar Ab 8.30 Mittwuch Zmorge im Kirchgemeindezentrum Amtswochen
9. bis 22. Februar: Pfrn. Annina Völlmy; 23. Februar bis 1. März: Pfr. Eric Hub
Ferien
Pfr. Eric Hub: vom 14. bis 21. Februar; Pfr. Samuel Maurer: vom 21. bis 28. Feb.
Danke für die Spenden
Am Weihnachtsmusical 12000 Franken für EYN – Friedenskirche in Nigeria
Ladestationen habe schlicht keine ausreichende Priorität. Der Sissacher Gemeinderat zuständig für Hochbau, Energie und Entsorgung, setzte die Note 4 an, denn es besteht noch Optimierungspotenzial bei der Förderpolitik auch, was die Anreize und die Zusammenarbeit von Kanton und Gemeinden angeht. Dominique Zbinden, Landrätin Grüne im Bezirk Sissach, die Umweltingenieurwissenschaften studiert hat und demnächst bei Pro Natura Baselland arbeiten wird, vergab die Note 4,5. Aus ihrer Sic ht erweisen sich die, in einem Vorwahlkampfjahr zusehends verhärteten, Fronten im Landrat als Hindernis für sachdienliche Kompromisse. Das erschwere konsequente Fortschritte und auch die Debatte darüber, wieviel mehr uns die Reparatur von Klimaschäden kosten wird, wenn wir das Pariser Klimaziel von Netto-Null in 2050 nicht erreichen.
Immerhin hat die Baselbieter Stimmbevölkerung im Juni 2024 dem revidierten Energiegesetz zugestimmt und damit der Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien auf mindestens 70 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs (ohne Mobilität) bis 2030. Der
Allgemein Deutschkurs, montags 9.15 bis 11.15 im Kirchgemeindezentrum, nicht in den Schulferien
Kirchenchorprobe: Montag, 19.45 im KGZ
Café international für Flüchtlinge jeweils mittwochs, 14.00 im Lindenhof Feiern auf dem Sonnenhof: Donnerstag um 18.30 und Sonntag um 7.30
Sprachcafé Marabu, donnerstags, 18.00 bis 19.00
Jeden Freitag, 10.30, ökumenischer Gottesdienst im Altersheim «zum eibach»
Katholische Kirche Gelterkinden und Umgebung
Sonntag, 22. Februar
9.30 Eucharistiefeier
17.00 Kreuzwegandacht
Dienstag, 24. Februar
18.00 Eucharistiefeier
Donnerstag, 26. Februar
14.00 Ritrovo Pensionati Italiani, im Pfarreisaal
17.30 Rosenkranz und Beichtgelegenheit
18.00 Eucharistiefeier
Jeden Dienstag 9.00 bis 11.30 Sozialberatung KRSD ohne
Anmeldung im Pfarramt mit Gabi Theiss oder nach telefonischer Vereinbarung: 076
261 31 25
Ökumenische Gottesdienste
– Altersheim Gelterkinden
Freitag, 10.30
– Altersheim Ormalingen
Donnerstag, 10.00
Aktion für Noëmi Marbot
Friedensrichterwahlen Kandidatin der SP
Am Samstagmorgen organisierte die SP Gelterkinden in der Allee in Gelterkinden eine Standaktion für Noëmi Marbot. Sie kandidiert für das Friedensrichteramt im Wahlkreis Gelterkinden, über das wir am 8. März abstimmen. Den meisten Besuchenden am Infostand ist Noemi Marbot keine Unbekannte. Die roten Wahlplakate, die in den 14 Gemeinden des Wahlkreises Gelterkinden zu sehen sind, fallen auf. «Schön, dass eine junge Frau mit so viel juristischer Erfahrung ihre Zeit für
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Foto: zVg
Kanton Basel-Landschaft will den Gebäudesektor bis 2045 nahezu CO₂-frei machen. Konkret müssen daher nun rund 20000 fossile Heizungen im Kanton ersetzt werden. Technisch ist der Umbau machbar. Entscheidend sei aber die Akzeptanz der Bevölkerung. Die kontroverse politische Diskussion etwa um eine Wiedereinführung von AKW sei hier wenig zielführend. Denn die Energiekrise zeigte Nachwirkungen: Sie hat viele Liegenschaftsbesitzende dazu bewegt, in energieeffizientere Gebäude und erneuerbare Heizungen zu investieren. Die hohe Investitionsbereitschaft führte zu einer rekordhohen Nachfrage im kantonalen Förderprogramm. Die Gelder aus dem Baselbieter Energiepaket waren vor Ende 2024 ausgeschöpft und nun wird bis 2030 mit 14,5 Millionen Franken nachgerüstet.
Fest steht: Erneuerbare stärken eine selbstbestimmte Energieversorgung, die die Abhängigkeiten von Autokratien und fossilen Energien aus entfernten Weltregionen verringert. Ein Weg, den es sich aus Sicht aller Podiumsteilnehmenden zu gehen lohnt. Maya Graf, Grüne Region Sissach
Katholische Kirche Sissach
Sonntag, 22. Februar
9.00 Eucharistiefeier der Portugiesen 11.00 Eucharistiefeier
18.00 Kreuzwegandacht
Mittwoch, 25. Februar
17.30 Beichtgelegenheit
18.00 Eucharistiefeier
Freitag, 27. Februar
10.15 Ökumenische Andacht, APH Mülimatt, Sissach
Jeden Mittwoch
13.00 bis 15.30 Sozialberatung ohne Anmeldung, im Pfarrhaus, 076 261 31 25
Evangelisch-methodistische Kirche Gelterkinden
Dienstag, 17. Februar
19.30 Gesprächskreis, Salon Crystal
Sonntag, 22. Februar
10.15 Gottesdienst, mit Peter Stalder zum Thema: «Du bist ein Gott, der mich sieht»
Dienstag, 24. Februar
12.00 Mittagstisch
19.30 Kontemplatives Gebet, mit der Weggemeinschaft Sonnenhof Mittwoch, 25. Februar
19.30 Abstimmungsapéro, mit Petra Huth
Bitte informieren Sie sich auf der Homepage www.emk-gelterkinden.ch
Reformierte Kirchgemeinde Buus-Maisprach
Samstag, 22. Februar
19.00 Taizé-Gottesdienst (Einsingen um 18.15) in der Kirche Maisprach mit Pfarrer Daniel Hanselmann und Franziska Baumgartner, Klavier. Thema: Sehen und hören.
dieses wichtige Amt zur Verfügung stellt», meint eine Passantin. «Eine Idealbesetzung», ergänzt ein älterer Herr, der sich als Nachbar von Noëmi Marbot zu erkennen gibt. Das Friedensrichteramt ist vielen bekannt. Immer wieder wird betont, wie wichtig es ist, geeignete Leute für dieses Amt zu finden. Mit gutem Verhandlungsgeschick ist es oft möglich, bei Streitigkeiten eine gütliche Einigung zwischen den Ratsuchenden zu finden. SP Gelterkinden und Umgebung
Aus dem Volk für das Volk
Engagiert, kompetent, zuverlässig. So kenne ich Raoul Wyss seit bald zwei Jahrzehnten. Er ist ein Mann aus dem Volk für das Volk: Ein Bürger für Bürger, ein Familienvater für Familien, ein Unternehmer für Unternehmer. Aus seinen Ämtern und Aufgaben in der Gemeinde, im Berufsverband und im branchenübergreifenden Gewerbeverein bringt er einen bestens gefüllten Erfahrungsrucksack mit. Wo andere laut auftreten, hört Raoul Wyss aufmerksam zu, analysiert, stellt Fragen und handelt sachorientiert und unparteiisch. Anstand, Respekt und Fairness sind für ihn zentrale Werte. Diese Eigenschaften befähigen ihn, Konflikte in einer konstruktiven und lösungsorientierten Art und Weise zu klären. Er sucht und findet im Interesse aller eine gemeinsame Ebene, die Gräben überwindet und zerstrittene Parteien zusammenführt. Dabei agiert er auf Augenhöhe und in der Sprache der Bürgerinnen und Bürger. Diese Faktoren sind für die Funktion eines Friedensrichters weit wichtiger als ein Jus-Studium. Mit seinen Eigenschaften, seinem Engagement und seiner Erfahrung ist Raoul Wyss der richtige Mann für eine Aufgabe, die einen wichtigen Beitrag zur Stärkung unserer Gemeinschaft leistet. Wer im Wahlkreis Gelterkinden einen einsatzwilligen, unaufgeregten, sachlichen und lösungsorientierten Friedensrichter wählen will, der wählt am 8. März Raoul Wyss.
Markus Meier, Ormalingen, Landrat
Jede Stimme zählt
Jetzt hangen sie wieder, die Plakate am Gartenhag und den Beleuchtungs-Kandelaber, erinnern uns an den Wahlsonntag vom 8. März. In Sissach gibt es eine Ersatzwahl für zwei neue Mitglieder des Gemeinderates: unbedingt einmal Sonja Wenger auf den Wahlzettel schreiben und die zweite Zeile leer lassen. Dies ist wichtig, damit Sonja Wenger das absolute Mehr erreicht. Und dann stimmen wir über Volksinitiative «Prämienabzug für alle» ab, die alle Steuerzahler dauerhaft entlastet, da die Prämien der obligatorischen Krankenkasse vom steuerbaren Einkommen
Reformierte Kirchgemeinde Ormalingen-Hemmiken
Sonntag, 22. Februar
10.00 Gemeinsamer Gottesdienst mit der KG Buus-Maisprach in der Kirche Ormalingen, Pfarrer Detlef Noffke
Sonntag, 22. Februar 9.30 (bis 5. Kl.), 10.40 (ab 6. Kl.) Unterrichtszimmer Pfarrhaus Oltingen
Sonntagsschule Oltingen für 4- bis 14-Jährige, mit Silvia Eschbach
Sonntag, 22. Februar 10.00 Kirche Rothenfluh. Gottesdienst mit Pfr. Andreas Marti. Dominique Gisin, Orgel. Kirchenkaffee
Donnerstag, 26. Februar
10.00 Zentrum Ergolz Ormalingen. Gottesdienst mit Pfr. Andreas Marti
Sonntag, 1. März
10.00 Kirche Oltingen. Gottesdienst mit Pfr. Ueli Schürch. Yvonne Yiu, Orgel. Kirchenkaffee
Amtswoche
23. Februar bis 1. März: Pfr. Ueli Schürch www.schafmatt-wisenberg.ch
abgezogen werden können. Der untaugliche Gegenvorschlag muss abgelehnt werden. Ebenfalls Ja sage ich zu den beiden Volksinitiativen «Bargeld ist Freiheit» und «200 Franken sind genug». Die SRG soll sich wieder auf ihren Kernauftrag besinnen.
Ein Nein braucht es bei der absolut unnötigen «Klimafonds-Initiative» und der «Individualbesteuerung», welche die Hochzeitsstrafe nicht abschafft sondern neue Ungerechtigkeiten schafft. Jede Stimme zählt! Unterstützen Sie uns mit Ihrer wichtigen Stimme. Danke! Christian Ritter, Sissach
Reformierte Kirchgemeinden Läufelfingen und RümlingenBuckten-Häfelfingen-KänerkindenWittinsburg-Sommerau
Donnerstag, 19. Februar 15.00 Gottesdienst im Alters- und Pflegeheim Läufelfingen, Priester Jacek Kubica. Die Gottesdienste sind öffentlich; Gäste sind herzlich willkommen und freundlich eingeladen!
Sonntag, 22. Februar 9.45 Rümlingen: Gottesdienst, Pfarrer Christoph Weber. Orgel Susanne MüllerSenn. Kollekte für Surprise Mittwoch, 25. Februar 18.05 Friedensgebet in der Kirche in Rümlingen
Sonntag, 1. März KEIN Gottesdienst
Mittwoch, 4. März 18.05 Friedensgebet in der Kirche in Rümlingen
Aufgrund von diversen Fasnachtsveranstaltungen ist hauptsächlich im Dorfkern an folgenden Tagen mit Verkehrsbehinderungen und zeitlich begrenzten Sperrungen zu rechnen:
Sonntag, 22. Februar 2026
Montag, 23. Februar 2026
Dienstag, 24. Februar 2026
Mittwoch, 25. Februar 2026
Donnerstag, 26. Februar 2026
Fasnachts-Apéro, Dorfplatz (ca. 9.30–12.00 Uhr)
Fackel- und Laternenumzug (ca. 19.15–21.00 Uhr)
Montags-Umzug (ca. 11.00–24.00 Uhr)
Kinderumzug (ca. 13.15–15.30 Uhr)
Platzkonzert mit Wagenbalaari, Dorfplatz (ca. 16.30–03.00 Uhr)
Ändstreich (ca. 02.30–04.00 Uhr)
Die Umleitungen werden jeweils signalisiert.
Umleitung während des Montagsumzugs von ca. 14.00–17.00 Uhr:
Der Verkehr Richtung Tecknau und Rünenberg wird über die Route Rohrbachweg, Römerweg, Chrummacherweg, Balkenweg, Strehlgasse umgeleitet. Das Teilstück Mehrzweckhalle bis Einmündung Tecknauerstrasse (Balkenweg Ost und Strehlgasse) wird im alternierenden Einbahnverkehr mit Gegenverkehr des Fasnachtsumzugs geführt.
Einwohnergemeinde Gelterkinden Genehmigung Verwaltungs- und Organisationsreglement
Die Gemeindeversammlung vom 10. Dezember 2025 beschloss das neue Verwaltungs- und Organisationsreglement (VOR). Die Finanzund Kirchendirektion hat nun am 12. Februar 2026 das VOR vorbehaltlos genehmigt und damit per gleichen Tags in Kraft gesetzt. Das Reglement ist auf der Gemeindewebsite www.gelterkinden.ch bei den Reglementen aufgeschaltet.
Arbeitszeiten: Montag bis Sonntag gemäss Öffnungszeiten und nach Einsatzplan
Das vollständige Stelleninserat finden Sie auf unserer Website w ww.gelterkinden.ch > Gemeinde > Aktuelles > Aktuelle Mitteilungen > Offene Stellen. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.
Einwohnergemeinde Gelterkinden Erklärvideos zu den kantonalen Abstimmungen vom 8. März 2026
Festbeginn
Guggenparade
Ende Guggenkonzerte
Samstag, 28. Februar 2026, 15.30 Uhr
Samstag, 28. Februar 2026, ab 17.30 Uhr (Start 18.00 Uhr)
Sonntag, 1. März 2026, 01.00 Uhr
Einwohnergemeinde Gelterkinden
Abwechslungsreiche Osterferien für Kinder in Gelterkinden – Tagesstrukturen
In der zweiten Osterferienwoche vom 7. bis 10. April 2026 bieten die schulergänzenden Tagesstrukturen Gelterkinden ein vielseitiges Ferienangebot für Kinder von 4 bis 12 Jahren an. Kreative Aktivitäten, Bewegung und spannende Ausflüge sorgen für abwechslungsreiche Ferientage.
Dienstag, 7. April:
Schönes Wetter: Grün 80 und Minigolf
Schlechtes Wetter: Seifenworkshop (Vormittag) und Museum Liestal (Nachmittag)
> Bei schlechtem Wetter Mittagessen in der Tagesstruktur (+ CHF 10.00)
Mittwoch, 8. April:
Schönes Wetter: Skulpturenweg Reinach Schlechtes Wetter: Ton modellieren (Vormittag) und Schwarzlicht-Minigolf (Nachmittag)
> Bei schlechtem Wetter Mittagessen in der Tagesstruktur (+ CHF 10.00)
Die Betreuung ist täglich von 8 bis 18 Uhr. Der Preis beträgt CHF 110.00 pro Kind und Tag (inkl. Znüni, Zvieri und Material). Für das Mittagessen fallen an einzelnen Tagen CHF 10.00 Zusatzkosten an. Das Angebot steht allen Kindern offen, auch ohne reguläre Betreuung in der Tagesstruktur oder Wohnsitz in Gelterkinden.
Anmeldeschluss: 6. März 2026 Infos und Anmeldung: www.primargk.ch (Konzept)
Ende Festbetrieb
Aufräumarbeiten
Konzertplätze
Sonntag, 1. März 2026, 02.00 Uhr (Freinacht)
Sonntag, 1. März 2026, 08.00 bis 17.00 Uhr
Dorfplatz, Marktgasse, Bohnygasse und Schulgasse.
Weitere Angaben zum Programm und Kontaktpersonen: www.cherusgaelti.ch
Umleitung Privatverkehr
Umfahrung während Aufbau- und Abbauarbeiten und Festbetrieb
Vom Freitag, 27. Februar 2026, 08.00 Uhr bis Sonntag, 1. März 2026, 17.00 Uhr wird der Dorfkern für den gesamten Verkehr gesperrt (analog Marktumfahrung).
Gesperrte Strassenabschnitte:
• Bohnygasse
• Schulgasse ab Rest. Traube bis Dorfplatz
• Rössligasse ab Rest. Rössli bis Dorfplatz
• Dorfplatz
• Kirchrain bis Abzweigung Fabrikweg
• O chsengasse ab Haus zum Ochsen bis Dorfplatz
• Marktgasse
Am Samstag, 28. Februar 2026, sind die Zufahrten Bohnygasse sowie zum Dorfplatz via Rössligasse bis 12.00 Uhr gewährleistet.
Umfahrung während Guggenparade
Am Samstag, 28. Februar 2026, 17.30 bis 19.00 Uhr, gilt die «grosse» Umfahrung via Rohrbachweg, Römerweg, Chrummacherweg, Balkenweg, Strehlgasse.
Postautokurse
Die Postautokurse werden teilweise umgeleitet. Bitte die Hinweise bei den Haltestellen beachten.
Fasnachts-Extrazüge
Für den Morgestraich am 23. Februar bietet die SBB einen Extrazug nach Basel an (Halt in Gelterkinden um 2.50 Uhr). Zusätzlich werden die S-Bahn-Linien S1 und S3 an den Fasnachtstagen (23 bis 25. Februar 2026) ab 12.30 Uhr bis Betriebsschluss verstärkt betrieben. Mit dem S-Billett profitieren die Besucher/ -innen der Basler Fasnacht und des Chienbäse Liestal innerhalb des Tarifverbunds Nordwestschweiz (TNW) von 20 Prozent Rabatt. ObZ
Am 8. März 2026 finden folgende kantonalen Abstimmungen statt: – Tempo 30 auf Hauptstrasse – nur mit Zustimmung des Volkes – Vollumfänglicher Steuerabzug der selbstgetragenen Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung – Potential nutzen – Versorgung sichern: Für eine vorausschauende Energiepolitik im Baselbiet – Transparenz- und Mitwirkungsinitiative – Verfassungsänderung Kreislaufwirtschaft www.bl.ch/abstimmungsvideos
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GÄ LT ER CH IN DE RF
Gold und Bronze für das Waldenburgertal
Beeindruckender Erfolg Unihockey-Teams überzeugen an der überkantonalen Meisterschaft 2026
Am Mittwoch vergangener Woche trafen sich in der St. Jakobshalle Basel die besten Schul-Unihockeyteams der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft zur überkantonalen Meisterschaft. Organisiert von Swiss Hockey ging es nicht nur um Ruhm und Ehre, sondern auch um das begehrte Ticket zur schweizerischen Schülermeisterschaft in Zofingen. Unsere Schule war mit gleich fünf Teams vertreten – und wie sich zeigen sollte, mit beeindruckendem Erfolg. Die Vorrunde wurde in zwei Gruppen ausgetragen. Drei unserer Teams starteten in Gruppe A, zwei weitere in Gruppe B. Besonders überzeugend präsentierte sich das Mixed Team 2Pa/b Waldenburgertal von Trainer Florian Tilgner. Es dominierte seine Gruppe von Beginn an und verteidigte den ersten Platz souverän bis zum Schluss. Weitere Teams der 2. und 3. Klassen wurden von Edoardo Currenti angeführt und sorgten für packende Spiele in den Gruppenphasen. Sie mussten teilweise gegen eigene Teams unserer Schule antreten.
Die favorisierte Auswahl der 3. Klassen Niveau E und P des Waldenburgertales, betreut von Coach Ergün Bulut und Interimstrainer Dominic Haid, tat sich in der Gruppenphase etwas schwerer. Drei Siege und zwei Niederlagen –dar unter eine Forfait-Niederlage gegen ein unterklassiges Team unserer Schule
Geschichte «Das kleine Tor». Nach der Feier sind alle herzlich zu einem Znüni eingeladen. Wir freuen uns auf viele Kinder mit ihren Eltern, Grosseltern Gottis und Göttis.
Sonntag, 22. Februar 10.00 Kirche Hölstein, Tal-Gottesdienst
Anlässe
Offenes Abendsingen
Dienstag, 3. März, 19.00 Pfarrscheune Waldenburg. Musikalische Leitung Gabriela Freiburghaus Frauengesprächsgruppe Donnerstag, 5. März, 9.00 bis 11.00 Pfarrscheune Waldenburg. Wir treffen uns zu einem gemütlichen Zmorge und tauschen uns über ein Thema aus. Esther Schürch, 061 961 01 55 Konzert zur Einweihung des neuen Flügels – Spätromantisches Drama Samstag, 7. März, 17.00, Kirche Langenbruck. Sergio Marrini, Violine/Assel. Abilseitova, Klavier
PROGRAMM
Richard Strauss (1864–1949), Sonate für Violine und Klavier in Es-Dur, op. 18 (1887)
Edward Elgar (1857–1934), Sonate für Violine und Klavier in e-Moll, op. 82 (1918) Henryk Wieniawski (1835–1880), Thema original mit Variationen für Violine und Klavier, op. 15 (1854).
Eintritt frei.
Ökumenische Fastenwoche
7. bis 13. März. Kirchgemeindehaus Sunnewirbel, Hölstein. Ein Angebot der evang. reformierten und katholischen Kirchgemeinden des Waldenburgertals. Auskunft unter 061 951 17 19, uschaerli@gmx.ch
Fiire mit de Chliine Samstag, 14. März, 9.30, Kirche St. Peter. (Neue Uhrzeit). Wir hören die biblische
Freitag, 27. März, 20:15 Uhr, Leue Waldenburg, Walter Schriber, «Sind Albert Schweitzers Ideen noch zeitgemäss? –Leben, Werk, Vermächtnis»
Vokalensemble
Proben am Dienstag, 20.00 bis 21.30 im Schulhaus in Waldenburg. Wir singen geistliches und weltliches klassisches
Kirche Waldenburg, 1. Stock, Eingang Turm, Öffnungszeiten: Mittwoch von 9.00 bis 11.00 und von 15.00 bis 18.00. Freitag, von 17.00 bis 19.00, Samstag von 9.00 bis 12.00. www.buecherflohmarkt-lespresso.ch Infos unter 061 961 01 55
Mitteilungen
Amtswoche
1. Januar bis 22. Februar: Pfarrer Hanspeter Schürch, 061 961 00 51 23. Februar bis 3. April: Pfarrer Torsten Amling, 062 390 11 52 www.kirche-langenbruck-waldenburgstpeter.ch
Sonntag, 22. Februar 10.00 Hölstein, Tal-Gottesdienst mit Pfarrerin Silvia Bolatzki. An der Orgel spielt Martin Wiget. Kollekte: Telefon 143
– reichten dennoch für Rang zwei in Gruppe B. Dank des besseren Torverhältnisses sicherte sich das Team den Einzug in die K.-o.-Phase.
Schulinternes Halbfinale Mit zwei qualifizierten Teams kam es im Halbfinale zum direkten Duell: Gruppensieger 2Pa/Pb gegen die Auswahl der 3. Klassen. Die Ausgangslage war offen, doch das Resultat fiel überraschend deutlich aus. Die 3. Klasse setzte sich mit 4:0 durch und zog verdient in den Final ein. Im Endspiel wartete die favorisierte Sekundarschule Bäumlihof Basel. Unser Team ging als Underdog in die Partie, zeigte aber eine beeindruckende Defensivleistung. Torhüter Til glänzte mit mehreren starken Paraden und hielt das 0:0 bis zum Schlusspfiff fest. Da auch der gegnerische Torhüter kaum etwas zuliess, musste das Elfmeterschiessen entscheiden.
Was folgte, waren Minuten voller Dramatik: – Der erste Strafstoss unseres Teams wurde pariert. – Der Gegner hätte mit seinem Treffer alles klar machen können – setzte den Ball aber über das Tor. – Danach trafen beide Teams je einmal. – In der dritten Runde legten wir erneut vor. – Dann der entscheidende Moment: Der gegnerische Stürmer zögerte, unser Torhüter Til reagierte blitzschnell, kam heraus und fing den Ball sicher ab.
Damit vertritt unsere Schule mit diesem Team am Samstag, 13. Juni 2026 unseren Kanton an der schweizerischen Schülermeisterschaft in Zofingen. Auch das Mixed Team 2Pa/b durfte jubeln. Nach dem unglücklichen Halbfinale zeigte es im kleinen Final grosse Moral und gewann klar mit 5:1 gegen die «Bandenkrieger Legends». Damit ging auch die Bronzemedaille ins Waldenburgertal.
Zudem durften auch die Jungs der 1Ea/1Eb jubeln. Sie holten eine Silbermedaille und zeigten, dass sie in den nächsten Jahren eine ernstzunehmende Truppe stellen.
Auch unsere Mädels der 1. Klassen überzeugten am Turnier und sicherten sich den 3. Platz. Sie haben mit grossem Einsatz und viel Herzblut viele Teams hinter sich gelassen. Mit diesem Potenzial können wir uns auf weitere Erfolge in den näc hsten Jahren freuen.
Herausragender Tag für Sek WB-Tal Mit Gold, Silber und Bronze war die überkantonale Meisterschaft ein voller Erfolg. Unsere Teams haben nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch Teamgeist, Fairness und Leidenschaft gezeigt. Wir sind stolz auf diese Leistungen und freuen uns auf die kommenden Herausforderungen in Zofingen.
Das Betreuungsteam: Florian
Edoardo
Für Kinder und Jugendliche Die Kinder- und Jugendgruppen haben Fasnachtsferien. Wir wünschen allen schöne und erholsame Ferien!
Voranzeigen Schenken Sie sich Fastentage! Ökumenische Fastenwoche von Samstag, 7. März bis Freitag, 13. März im Kirchgemeindehaus Sunnewirbel. Die Gruppe trifft sich jeden Abend (ausser sonntags) von 18.30 bis 19.30, um sich gegenseitig zu unterstützen und zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch, so dass ich auch Fasten-Unerfahrene auf dieses Experiment einlassen können. Haben Sie Fragen? Frau Ursula Schärli (061 951 17 19, uschaerli@ gmx.ch) und Frau Ursula Vögelin (061 951 16 82, ursula.voegelin.marugg@gmx.ch) beantworten diese gerne. Anmeldung bitte bis 20. Februar an Ursula Schärli Rundwanderung
Langenbruck-Bärenwil
Dienstag, 3. März, leichte Kirchgemeindewanderung. Hölstein Station ab um 13.19, Strecke ca. 6 km, Auf- und Abstieg je 150 hm, Dauer: 1,5 bis 2 Std. Anmeldung bitte bis 27. Februar an Regina Rohrbach, 079 402 75 11, regina.rohrbach@hotmail.com
Matthäus – was ich schon immer wissen wollte
Dienstag, 3. März und Dienstag, 17. März, jeweils um 19.30 im Sunnewirbel – Entdeckungsabende zur Bibel. Die Abende bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln besucht werden. Pfarrerin Silvia Bolatzki und Urs Peter Schmidt laden herzlich dazu ein.
Trauercafé Mittwoch, 4. März, 9.00 bis 11.00 im Hofmattschulhaus in Tenniken. Ort für Begegnungen und Kraftquelle für alle, die Ähnliches erlebt haben.
Fiire mit de Chliine Donnerstag, 5. März um 9.30 in der Kirche Hölstein. Kleinkindergottesdienst für Kinder von 0 bis 4 Jahren zusammen mit ihrer Betreuungsperson
Gebet in Hölstein
Samstag, 7. März um 9.30 in der Kirche Hölstein. Herzliche Einladung zum gemeinsamen Gebet
Mitteilungen
Gemeindewochenende «Mit Joseph auf Abenteuerreisen» Vom Freitagabend, 24. April bis Sonntagmittag, 26. April findet unser Gemeindewochenende in Bernau statt. Es erwartet euch ein spannendes Programm für Jung und Alt, aber auch Zeit zum Auftanken und Entspannen im schönen Schwarzwald.
Frühbucherpreise noch bis zum 28. Februar! Melden Sie sich gleich an! Alle Informationen und die QR-Anmeldung finden Sie auf unserer Homepage: www.ref-behoela.ch Öffnungszeiten Sekretariat und öffentliches Bücherregal im Kirchgemeindehaus Sunnewirbel: Während den Fasnachtsferien ist das Sekretariat unregelmässig besetzt.
Amtswoche 16. Februar bis 15. März: Pfarrer Raphael Hadorn, 077 520 76 60
Römisch-katholische Kirchgemeinde Bruder Klaus Waldenburgertal Oberdorf
Melanie Goossen, Sekretariat sekretariat@rkk-oberdorf.ch 061 961 00 30 Dienstag bis Donnerstag, 9.00 bis 11.30 www.rkk-oberdorf.ch
Agenda
Freitag, 20. Februar 10.30 Ökum. GrittGottesdienst Sonntag, 22. Februar 10.00 TalGottesdienst. Ref. Kirche Hölstein
Freitag, 27. Februar 10.30 Ökum. GrittGottesdienst
Mitteilungen
In Gottes Hand geborgen Ist Margit Scheiblechner aus Waldenburg, verstorben am 1. Februar im 78. Lebensjahr. Gott schenke ihr den ewigen Frieden und den Angehörigen Trost und Kraft. TalGottesdienst in Hölstein
Von Zeit zu Zeit feiern die verschiedenen Kirchgemeinden aus dem Waldenburgertal einen gemeinsamen Gottesdienst, den TalGottesdienst.
Diese werden in der jeweiligen Tradition der anbietenden Pfarrei oder Kirchgemeinde stattfinden. Dabei werden die Geschwisterkirchen eingeladen daran teilzunehmen.
Alle Menschen aus dem ganzen Tal und darüber hinaus sind herzlich eingeladen miteinander zu feiern.
Suppentag
Sonntag, 8. März 2026, 11.00, Kirche Bruder Klaus, Oberdorf.
Die Pfarrei Bruder Klaus und die Kirchgemeinde Langenbruck-Waldenburg-St.Peter laden zum Suppentag ein. Im Anschluss an den Gottesdienst servieren wir Ihnen die beliebte und traditionelle Gerstensuppe. Setzten Sie sich mit uns an den Tisch, teilen wir die Suppe und geniessen das Kuchenbuffet. Gestärkt an Leib und Seele geht’s dann wieder Heim. Schön, wenn Sie dabei sind.
Dieses Jahr unterstützen wir ein Projekt, welches Urs Ettlin ins Leben gerufen hat. «Support MANDIA, Bildung schafft die einzige Perspektive für Arbeitsstellen in der Zukunft.»
Jungen, einheimischen Menschen wollen sie den Zugang zu Bildung ermöglichen und ihnen so eine Perspektive für ihre Zukunft schaffen. Das Projekt bindet sie zudem in nachhaltige Projekte ein, wie zum Beispiel dem Aufstellen von Abfallcontainern, der Sanierung öffentlicher Gebäude: Schule und Klinik, dem Aufbau und Pflege eines Schulgartens, dem Bau von Kochherden zur Einsparung von Feuerholz. Ein Ziel ist Verbesserung der Lebensumstände im Allgemeinen; Versorgung mit Trinkwasser mittels Pumpen, Grundwasser und/oder Flusswasser Elektrizität für Klinik und Schule zu schaffen. Wir wollen dabei unterstützen und laden freundlich ein, mit dabei zu sein. Vergelt’s Gott.
Sommerlagerbroschüren
Ein bunter Strauss von Möglichkeiten mit anderen Kindern zusammen eine Ferienwoche im Sommer zu geniessen wurden zusammengestellt. Die Broschüren wurden in den Schulen verteilt und liegen in der Kirche auf.
Fasnachtsferien
Während den Schulferien ist das Sekretariat unregelmässig besetzt. Auf dem Anrufbeantworter erhalten Sie alle wichtigen Informationen. Wir danken für das Verständnis und wünschen eine fröhliche Fasnacht.
Reformierte Kirchgemeinde Diegten-Eptingen
Sonntag, 22. Februar 10.00 Gemeindezentrum Zunzgen, Regionalgottesdienst, Pfrn. B. Kitzel
Tilgner,
Currenti, Ergün Bulut, Dominic Haid
Siegerfoto Mixed Team.
Fotos: zVg
Mädchen 1. Klasse.
Siegerfoto 2. Klasse Jungs.
Von Minions bis Frau Holle
Schulfasnacht Primarschule und Kindergärten begeisterten am Fasnachtsumzug
Brigitte Reinhard
Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaft warmen Temperaturen zeigten sechs Primarschulklassen – von der ersten bis zur sechsten Klasse – sowie zwei Kindergärten am traditionellen Fasnachtsumzug in Niederdorf eindrucksvoll ihre Kreativität.
Am letzten Schultag vor den Ferien versammelten sich auf dem Baumgartenareal die verkleideten Kinder klassenweise, gespannt und voller Stolz auf ihre Kostüme. Dort warteten sie gemeinsam auf den Start der Schulfasnacht. Eltern, Grosseltern und weitere Verwandte standen am Rand, zückten ihre Handys und Kameras und hielten die besonderen Momente fest, während Lehrpersonen und Begleitpersonen bemüht waren, ihre fröhlich aufgeregten Gr uppen zusammenzuhalten.
Besonders ins Auge stach die sechste Klasse, die sich als Legofiguren präsentierte. Mit einem Augenzwinkern kritisierten sie die immer teurer werdenden Legobausteine und sorgten damit für Schmunzeln bei den Zuschauenden. Mit viel Liebe zum Detail hatten sie ihre Kostüme gestaltet und trugen ihre Botschaft selbstbewusst durchs Dorf.
Auch die Jüngsten bewiesen grosse Kreativität: Die Kindergartenkinder zusammen mit der ersten Klasse traten als Fischer und Angler auf und erinnerten mit selbst gebastelten Fischen und Angelruten an idyllische Tage am Wasser. Die zweite Kindergartenklasse begeisterte als Frau Holle mit weissen Häubchen und anstatt Schnee fielen Konfetti vom Himmel.
Weitere Gruppen zogen als Minions, als Lubo der Ausserirdische, als Popstars mit ihren Bodyguards oder als Vertreter der vier Elemente durch die Strassen. Jedes Kostüm war mit viel Hingabe und zahlreichen Details gestaltet worden –ein sichtbares Zeichen dafür, wie viel Zeit und Engagement die Schülerinnen, Schüler und Kindergärtler/-innen im Vorfeld investiert hatten. Begleitet wurde der Umzug von einer Kleinformation der «Au Rugger» aus Oberdorf sowie den «Chrottä-Schliffer» aus Seewen, die mit ihren mitreissenden Rhythmen für ausgelassene Stimmung sorgten. Gemeinsam liefen die Klassen zweimal durchs Dorf und wurden dabei von zahlreichen Zuschauern empfangen. Im Anschluss versammelten sich alle auf dem Pausenplatz, wo ein fröhliches Guggenkonzert den Umzug abrundete. Bei einem wohlverdienten Zvieri liessen Kinder, Lehrpersonen und Gäste den gelungenen Anlass gemütlich ausklingen – ein farbenfroher Tag, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
100-jährig und kein bisschen müde
Jubiläum Militärschützen Waldenburg
Meinrad Stöcklin
Zu einem denkwürdigen, historischen Ereignis kam es dieser Tage im Stedtli Waldenburg. Die Militärschützen feierten am Montagabend ihren 100. Geburtstag – exakt 100 Jahre nach ihrer Gründung – und liessen durchblicken, dass sie für die Zukunft gut gerüstet sind. Wie der Ehrenpräsident Ernst Mory am gemütlichen und stilvollen Jubiläumsanlass im Gemeindesaal blumig, kurzweilig und unterhaltend berichtete, hatten sich r 1926 beachtliche 42 Personen in der damaligen Sekundarschule zur Gründung der Militärschützen Waldenburg zusammengefunden. Wenige Tage später stieg bereits die erste Vereinsversammlung, an welcher Hermann Christen zum ersten Präsidenten gewählt und ein Jahresbeitrag von acht Franken verabschiedet wurde.
Schmuckes Vereinslokal Auf Christen folgten in den weiteren Jahren insgesamt 12 weitere Präsidenten. In den letzten 50 Jahren waren es nur noch deren drei, weil der bereits erwähnte Ernst Mory alleine 33 Jahre davon leistete. Er berichtete in seinem lockeren historischen Abriss unter anderem von der Anschaffung der ersten Standarte im Jahre 1953, welche noch heute gute Dienste leistet (siehe Foto), von der ersten Vereinsmeisterschaft im Jahre 1950 oder der Einweihung des Schiessstandes im Juni 1970. Aber es gab auch schwierige Zeiten, in welchen laut über ein komplettes Aufhören nachgedacht wurde. Neuen Schub verlieh den Militärschützen Wal-
denburg zweifellos der Erwerb einer Scheune im Jahre 2002, welche in der Folge mit enormer Fronarbeit (rund 2500 Mannstunden) innerhalb von nur einem Jahr vollständig renoviert wurde und heute unweit des Feuerwehr-Magazins als schmuckes Vereinslokal dient und immer wieder auch als Beizli an etwelchen Festen und Märkten.
Verschiedene Batzen Aktuell zählt der Verein rund 70 Mitglieder, eine gewisse Überalterung ist nicht von der Hand zu weisen und in Vereinen dieser Art ein Dauerthema. Gemäss dem aktuellen Präsidenten Rolf Fussinger arbeite man konstant an einer gewissen Verjüngung und könne auch immer wieder auch jüngere Neumitglieder gewinnen. In diesem Jahr engagiert sich der Verein wesentlich am Fest der «Drei Waldenburg» am Wochenende vom 21. bis 23. August im Baselbiet. Am Jubiläumsanlass aus Anlass des 100. Geburtstages der Militärschützen Waldenburg bildeten Grussbotschaften des Bezirksschützen-Verbandes Waldenburg sowie von der Gemeindepräsidentin Andrea Sulzer wichtige Programmpunkte. Die Gemeindepräsidentin überbrachte einen Batzen und die besten Wünsche. Im Namen des Bezirksvorstandes lobte Vizepräsident Benjamin Schweizer die Disziplin und die Kameradschaft unter den Schützen und dankte auch in Form eines Obulus‘ für den Einsatz. Den Abend beschlossen ein feines Buffet, flankiert von einer Fotoshow, und der originelle Witze-Erzähler Reini Sax aus Emmetten.
Der aktuelle Präsident der Militärschützen Waldenburg, Rolf Fussinger (l.), mit dem Ehrenpräsidenten Ernst Mory.
Hölstein
Gemeindenachrichten Lampenberg, Lausen, Liestal, Münchenstein, Muttenz, Pratteln, Ramlinsburg und Seltisberg mit Auflagen erteilt.
Ausblick
Gemeindeversammlung
Die nächste Gemeindeversammlung findet am 23. März 2026, um 19.30 Uhr, in der Turnhalle Rübmatt statt.
Dienstleistungen der Gemeinde über die Fasnacht
Die Gemeindeverwaltung und der Werkhof bleiben am Montagnachmittag, 23. Februar 2026, und Mittwochnachmittag, 25. Februar 2026, geschlossen. Die Wertstoffannahme im Gemeindewerkhof findet am Mittwochnachmittag, 25. Februar 2026, von 17 Uhr bis 19 Uhr normal statt.
Veranstaltungsbewilligung im Wald
Das Amt für Wald und Wild beider Basel hat nach Vernehmlassung bei den betroffenen Gemeinden und kantonalen Fachstellen die Bewilligung für die Durchführung der SOLA Basel 2026 mit ca. 2500 Teilnehmenden vom Samstag, 19. September 2026 gemäss Dekret des Landrates über die Bewilligung für Veranstaltungen im Wald, vom 11. Juni 1998 (SGS 570.1), in den Gemeinden Arlesheim, Augst, Birsfelden, Bubendorf, Füllinsdorf, Hölstein,
Langenbruck
Öffnungszeiten Fasnacht
In der Fasnachtswoche, vom 23. Februar 2026 bis am 27. Februar 2026, sowie am 2. März 2026 bleibt der Schalter der Gemeindeverwaltung geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen schöne Fasnachtstage.
Was
läuft in Langenbruck
Freitag, 20. Februar
GV Altes Blech, 19 Uhr
Mittwoch, 25. Februar Kinderfasnacht, Spielgruppe Sunnewirbel, Pumptrack, Hauptstrasse, Dor fplatz, Ausserdorf, anschliessend Turnhalle, 13.50 Uhr
Jeden Montag
Stricknachmittag für alle, Vereinslokal, 14 bis ca. 17 Uhr Yoga, Schnuppernde jederzeit willkommen, Revue, 19 bis 20.15 Uhr
Jeden Dienstag
Krabbelgruppe, Vereinslokal, 9 bis ca. 11 Uhr
Jeden Mittwoch
Yoga mit und auf dem Stuhl, Revue, 10 bis 11 Uhr
Family-Fit, mit Musik, Spannung und Kraft, CHF 12.–/Lektion, Turnhalle, 20 bis 21.15 Uhr
Jeden Donnerstag
Kaffitreff für alle, Vereinslokal 9.45 Uhr Aktiv und beweglich mit 60+, Turnhalle, 9.15 bis 10.15 Uhr
Unterhaltungsnachmittag
Herzliche Einladung zur Fasnacht in der Pfarrscheune Waldenburg am Donnerstag, 26. Februar, um 14.30 Uhr. Lasst uns gemeinsam Fasnacht feiern. Für den Hunger wird gesorgt. Wer möchte abgeholt werden? Private Fahrgelegenheit steht zur Verfügung. Telefonische Anmeldung bei Christiane Berger, Tel. 079 372 70 71.
Frauenverein Waldenburg
Filmnachmittag
Der Filmnachmittag im Leue Waldenburg war wiederum gut besucht. Die Video-Aufzeichnung vom Schwank «Dunnerwätter über Waldeburg» im Jahre 2019 zog über 60 Vereinsmitglieder in den Leue-Saal. Schöne Erinnerungen an diese grandiose Freiluft-Aufführung im Pfarrhof sorgte für Spannung im Saal. Die Profi-Video-Ausrüstung von Toni Schweizer zauberte fantastische Bilder auf die Leinwand. In der Pause genoss man die herrlichen, belegten Brötchen und bestellte Getränke nach. Zufriedene Seniorinnen und Senioren verliessen nach der Aufführung diskutierend den Saal und machten sich auf den Heimweg. Es war ein schöner, zum StandardJahresprogramm eingeschobener Event. Peter Mory, Präsident Senioren Waldenburgertal
Die Minions waren ein «Hingucker».
Fotos: B. Reinhard
Die Schüler/-innen haben viel Arbeit in ihre Kostüme investiert.
Die bunten Legosteine kritisierten die teuren Preise: «Lego zockt eus ab».
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Renault und Dacia neu in Liestal – Service bei der Garage Keigel
In Liestal gibt es eine neue Anlaufstelle für Renault und Dacia: In der ehemaligen Garage Böhi im Altmarkt bietet die Garage Keigel als neuer Vertragspartner AfterSales und Serviceleistungen für beide Marken an. Kundinnen und Kunden profitieren von einem professionellen Serviceangebot und einer festen Serviceadresse. Wartungen, Reparaturen, Diagnosearbeiten sowie saisonale Checks können direkt in Liestal erledigt werden. Auch bei Fragen zu Garantie oder Mobilität unterstützt das Team unkompliziert. Gerade bei modernen Fahrzeugen sind
elektronische Systeme und Assistenzfunktionen wichtig – umso praktischer, wenn Diagnose und Service in der Nähe verfügbar sind. Auf Wunsch kann der Räderwechsel inklusive Sichtprüfung direkt vor Ort durchgeführt werden. Wer zu Hause keinen Platz hat oder Lagerung und Transport vermeiden möchte, nutzt das Räderhotel zur fachgerechten Einlagerung. Mit Blick auf die kommende Saison lohnt es sich zudem, bereits jetzt an den Frühlingscheck zu denken und einen Termin zu vereinbaren – damit Sie sicher und entspannt in den Frühling starten. Als Willkommensbonus gilt: Sichern Sie sich als Neukunde 10 % Rabatt auf Ihre erste Werkstattleistung.
Herr Nicolas Schilling sowie Frau Besarta Shala stehen Ihnen am Standort Liestal persönlich zur Verfügung.
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Offener Brief an den Stadtpräsidenten von Liestal Bitte zukünftig korrekt und fair Sehr geehrter Herr Stadtpräsident Spinnler
Am 14. Juni 2026 stimmen die Liestaler Stimmberechtigten über unsere Initiative «Für eine verbesserte Sichternstrasse beim Bahnhof» ab. – Dazu äussern Sie sich als Stadtpräsident im amtlichen Publikationsorgan «Liestal aktuell» vom 12. Februar 2026 wie folgt (S. 1):
Auch auf der lokalen Ebene werden Sie im Juni eingeladen, über eine Initiative abzustimmen. Diese verlangt, dass der untere Teil der Sichternstrasse von einer 20er wieder in eine 30er Zone umgebaut wird. Gemäss Initiative soll so die Verkehrssicherheit erhöht werden. Dass eine Tempoerhöhung zu mehr Sicherheit führen sollte, verfing beim Einwohnerrat allerdings nicht. Deshalb empfiehlt die Volksvertretung, die Initiative abzulehnen. Ihre Äusserung ist unstatthaft sowie tendenziös:
1. Sie sind Mitglied der Liestaler Exekutive und Exekutiven nehmen vor Abstimmungen über Initiativen lediglich im sog. Abstimmungsbüchlein Stellung dazu (vgl. die aktuellen Bundesund Kantonsbüchlein). Sie als Exekutivperson haben nun ausserhalb des späteren Abstimmungsbüchleins inhaltlich-kommentierend Stellung genommen. Dies ist unstatthaft.
2. Ihre Aussage, wonach die Initiative den Umbau von einer 20er wieder in eine 30er Zone fordere, ist nicht korrekt. Nirgends ist dies so zu lesen, weder im Initiativtext noch im Einleitungstext. Was wir fordern, ist insbesondere ein Fussgängerstreifen für die Erhöhung der Sicherheit.
3. Ihre Aussage, wonach gemäss Initiative mit der Tempoerhöhung die Sicherheit erhöht werden soll, ist eine Falschauslegung und damit tendenziös. Wir fordern einen Fussgängerstreifen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Da Sie die Initiative willkürlich interpretieren und da Sie dem Einwohnerrat eine willkürliche Motivation für die Ablehnung unterstellen, ist der Eindruck unvermeidlich, dass Sie als Exekutivperson den politischen Willensbildungsprozess des Souveräns beeinflussen wollen. Herr Stadtpräsident, wir gehen davon aus, dass Ihre unstatthaften Äusserungen im «Liestal aktuell» zwar Ihrem politischen Feuer geschuldet sind, dass Sie sich aber mit Ihren Stadtratskolleginnen und -kollegen erst wieder in den offiziellen Abstimmungserläuterungen zur Initiative äussern werden. Und dies dann in analoger Weise wie der Regierungsrat in dessen Abstimmungserläuterungen: korrekt und fair. Mit freundlichen Grüssen Initiativkomitee «Für eine verbesserte Sichternstrasse beim Bahnhof» Dr. K. Bitterli, Präsident