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Nr. 15 25. Jahrgang Donnerstag, 13. April 2023
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Region Liestal
Die «Baselbieter Konzerte» bringen seit 40 Jahren Weltstars der Klassik nach Liestal. Seite 5
Region Gelterkinden Über 60 Kinder erlebten in Gelterkinden bereichernde Osterbasteltage.
Seite 8
Region Waldenburg
Das kleine Windrad im Gebiet Sool soll als Industriedenkmal bestehen bleiben. Seite 13
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«Viel Spass mit der Banane!» – «Haha, bin nicht reingefahren!» – «Ooh, ich habe keinen Boost ...» – «Waaas? Mein Roter ist abgegangen, ohne Grund!» Die vier Jugendlichen am Gaming-Tisch schauen konzentriert auf ihre Monitore, unterhalten sich aber gleichzeitig ausgelassen über ihre Headsets. Viel Lachen ist zu hören, ab und zu ein enttäuschter Seufzer, und manchmal wird es ein bisschen laut. Dann kommt der erwachsene Betreuer an den Tisch und ermahnt die vier Jungs, angemessene Sprache zu benutzen. «Man muss ein bisschen schauen, dass es nicht zu viel Trash-Talk gibt», erklärt er dem ObZ-Journalisten. Szenenwechsel: Gegenüber, in der Gelterkinder «Kopfstand-Turnhalle» tritt eine Gruppe von jüngeren Buben zur Lager-Olympiade an. Nachdem sie einen Parcours durchlaufen und Hindernisse übersprungen haben, ist jetzt das Unihockey-Zielschiessen an der Reihe.
Die Camp-Teilnehmer traten in «Mario Kart» oder «Splatoon» (Bild) gegeneinander an. Der Gedanke dahinter war, die Kinder und Jugendlichen mit einer Mischung aus Spiel und Spass abzuholen, aber sie gleichzeitig zu fördern und zu fordern. «Sie wollen natürlich am liebsten gamen und schutten, und wir geben ihnen dieses Zückerchen, aber wir pushen sie auch, besser zu werden», erklärte Simon Rohrer. Unter anderem erhielten die Teilnehmenden eine Schulung zu den Chancen und Risiken von Computerspielen. Als Höhepunkt kam ein ProfiE-Sportler, also ein professioneller Gamer, der sein Geld mit Gaming verdient, ins Camp und beantwortete Fragen. Die Sechs- bis 15-Jährigen hatten
sichtlich Spass an den Camp-Aktivitäten. Carlos, einer von ihnen, war von seiner Mutter angemeldet worden: «Normalerweise gibt sie mir Taschengeld, aber jetzt fand sie, sie will mir einen Ausflug gönnen.» Von den anderen Kindern habe er vorher niemanden gekannt, aber er habe schnell einen Freund gefunden. Was würde er wohl beim nächsten Mal wählen, wenn er zwischen Taschengeld und Camp auswählen dürfte? «Das Camp», ist sich Carlos sicher. Freude am Tanzen Waren in Gelterkinden nur Buben vertreten, so waren im Tanzcamp in Fren-
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Kolumne
Sportcamps Polysport, Gaming, Bike, Tanz standen in den drei Oberbaselbieter Camps von MS Sports auf dem Programm
Drei Sportcamps im Oberbaselbiet Was in der Osterwoche in Gelterkinden stattfand, war eine Premiere: das erste kombinierte Polysport- und GamingCamp von MS Sports. «In dieser Kombination gab es das noch nie in der Schweiz und wahrscheinlich auch weltweit noch nie», sagte Simon Rohrer, Chefprojektleiter Gaming und Polysport. Die von der «J+S»-Sportförderung unterstützte Sportagentur bietet seit 2007 jährlich Hunderte von Sportcamps für Kinder und Jugendliche an. Dieses Jahr sind es 409 in der ganzen Schweiz. Drei davon – mehr dazu weiter unten – fanden letzte Woche im Oberbaselbiet statt. In Gelterkinden stand von Montag bis Freitag je ein halber Tag Sport und ein halber Tag Gaming auf dem Programm.
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kendorf die Mädchen in der Überzahl. Mehrere Tanzlehrerinnen und -lehrer animierten sie zu Tanzspielen und brachten ihnen Choreografien bei, von Hip-Hop und Jazz bis zu Ballett, Breakdance und Akrobatik. Über Mittag spielten die 22 Kinder Lotto oder zeichneten, dann tanzten sie am Nachmittag noch einmal zwei Stunden. Florina fand das Camp «mega toll», wie sie mit strahlenden Augen erzählte. Sie hatte sich angemeldet, weil sie gern tanzt und in ihrer Freizeit eine Tanzschule besucht. «Man merkt schon, wenn manche als Hobby tanzen», meinte die Leiterin Marina Wasserfallen. Fortsetzung auf Seite 3
Vogelgruss
Beim Familienessen am Sonntagabend richtete einer meiner Brüder bei der Verabschiedung einen Gruss an meine Eltern aus. Er war schon halb zur Türe raus, die Jacke noch offen, weil es eilte, denn der Bus würde schon in wenigen Minuten fahren. In diesem Zustand fiel ihm plötzlich ein, dass er einen Gruss auszurichten hatte und zwar einen ganz spezifischen, denn der Gruss war mit der Sichtung eines Vogels verbunden, was für meine Eltern natürlich von grossem Interesse war, denn, wenn es um Vögel geht, wird für sie so ein Gruss erst so richtig spannend. Was ihm aber nicht mehr einfiel, war, von wem der Gruss stammte. Und wie denn nun der Vogel hiess, den die grüssende Person gesichtet hatte und weshalb dieser Vogel solch eine Erwähnung überhaupt wert war. Und so standen wir zu fünft im Eingangsbereich, mein anderer Bruder gelangweilt, ich gestresst, weil ich den Bus nicht wegen eines Vogels verpassen wollte und meine Eltern fast schon verzweifelt, weil meinem ersten Bruder der Name des Vogels einfach nicht mehr einfallen wollte. Dass ihm auch der Name der grüssenden Person nicht mehr einfiel, war weniger wichtig, aber welcher Vogel gesichtet wurde, das musste geklärt werden. Und so fingen sie an verschiedenste Vogelarten aufzuzählen, während ich immer hektischer auf die Uhr blickte, bis es endlich aus meinem Bruder rausplatzte: «Eine Dohle!» Erleichtert packte ich ihn am Arm, um endlich loszulaufen beziehungsweise loszurennen. Da hörte ich meinen Vater rufen: «Aber was für eine? Einfach eine Dohle? Oder etwa eine Alpendohle? Das ist wichtig!»
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