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Oberbaselbieter Zeitung vom 6. April 2023

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Nr. 14 25. Jahrgang Donnerstag, 6. April 2023

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Harmonischer Jodel– und Theaterabend Rünenberg Die Jodlerfründe Wisebärg luden in die Turnhalle Rünenberg ein SANDER VAN RIEMSDIJK

Nach einem dreijährigen coronabedingten Unterbruch luden die Jodlerfründe Wisebärg unter dem Motto «35 Johr Jodlerfründe Wisebärg» am letzten Freitag und Samstag in der jeweils rappelvoll besetzten Turnhalle wieder zum Theater und zu einem urigen vokalen und instrumentalen Abend mit herzerfrischenden Jodelkompositionen ein. Glücklich, wer einen Platz ergattern konnte. Als musikalische instrumentale Einstimmung in den Konzertabend und um das Publikum rasch in Fest- und Musikstimmung zu bringen, spielte das Schwyzerörgeli-Trio «Schwalbengruess» einige rassige Musikstücke. Dem 1987 gegründeten Verein «Jodlerfründe Wisebärg» mit seinen acht neuen Mitgliedern war es gelungen, die Instrumentalgruppe mit den Gesangsgruppen zu einem vielfältigen Programm zu vereinen. Einer der Höhepunkte war zweifellos der Auftritt von zwei neu zusammengestellten Kleinformationen. Mit hörbarer Hingabe nahmen diese trotz ihrer geringen Grösse mit viel Dynamik in der Vokalität das Publikum sofort mit auf die Jodlerreise und liess es in die verschiedenen Jodel-Klangfarben eintauchen. Stilistische Jodel-Performances Vor der Begrüssung durch den Präsidenten Martin Eichelberger eröffneten die Jodlerfründe – fünf Frauen und 26 Männer – den Konzertabend mit dem Lied «z’friede si» von Therese AeberhardHäusler. Mit spürbarem Herzblut in der Präsentation ihrer vielfältigen Arrangements gelang es dem Chor, rasch Verbindung zum Publikum aufzunehmen und dieses durch schöne Landschaften in eine naturbezogene, idyllische Welt zu entführen. Musik erzählt oft Ge-

Die Jodlerfründe präsentierten gaben auf der Bühne ihr Bestes. schichten, mal mit einer besinnlichen Melancholie, mal rassig dynamisch. Mit einer solchen Diversität in der Präsentation sorgten die Jodlerfründe für stilistische Jodel-Performances à la Swissness pur. Die Zuhörer/-innen wurden unter anderem mit den Liedern «Alpenacht» vom Komponisten Robert Fellmann und «Senneläbe» von Max Huggler mit einer voluminösen Dynamik im Gesang, in Abwechslung mit erdig-warmen Tönen, verwöhnt. Mit einer hohen Intonation in der Feinabstimmung und mit viel Emotionalität in der Stimme stellten die «Jodelfründe Wisebärg» den unvergleichlichen Gesang des alpenländischen Jodels in den Mittelpunkt des Abends. Und vergassen dabei nicht, ihrem Mitglied

F O T O S: S . S A NDER VA N RIEMSDI JK

Jan Diethelm ein 20-jähriges Geburtstagsständchen zu singen. Mit humoristischen und pointierten Begebenheiten führte die Dirigentin Monika Diethelm souverän durch den Konzertabend. Das Publikum zeigte seine Zufriedenheit, indem es den Chor durch rhythmisches Klatschen zu einer Zugabe aufforderte und dieser dem Wunsch mit dem Lied «Wie doch d’Zyt vergeit» von Kurt Mumenthaler entsprach. Schwank mit vielen Pointen Nach den Ohren im Konzertteil wurden im zweiten Programmteil mit dem Schwank «En Filmriss» mit seinen vielen Pointen und spassiger Energie die Lachmuskeln strapaziert. Fortsetzung auf Seite 3

Die jugendliche Kleingruppe präsentierte dynamische Jodel-Performances.

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Kolumne

Ende gut, alles gut?

Kurz nach dem Ende der Credit Suisse stand ein Rentner auf dem Paradeplatz, um dem Fernsehpublikum die Kluft zwischen seinem Alltag und den Boni der Banker zu demonstrieren. Es war ein denkwürdiger Auftritt. So etwas prägt sich einem ein. Als ich hörte, dass die CS von der UBS übernommen wird, fühlte ich mich an das Grounding der Swissair erinnert. Und als man vernahm, dass Sergio Ermotti die neue Monster-UBS leiten würde, dachten viele: Der wird’s wohl richten. An die Möglichkeit, dass es auch andere Rettungsmöglichkeiten hätte geben können, wurde kaum mehr gedacht. Warum wurde die Bank nicht verstaatlicht? Waren da nicht noch Oswald Grübel und Josef Ackermann, die eigene Ideen entwickelt hatten? Der Bundesrat entschied mit Notrecht und die Entscheidungsfindung blieb reichlich intransparent. Die neue UBS ist nunmehr die einzige Grossbank in der Schweiz. Und ihre Bilanzsumme ist doppelt so hoch wie das Bruttoinlandprodukt der Schweiz. Mit der CS hat die UBS auch deren Risiken übernommen. Es drohen noch immens hohe Bussenzahlungen in den USA. Es kann noch vieles schief laufen. Und wie immer sind die Gewinne privatisiert und die Verluste wird der Steuerzahler tragen müssen. Ein deutscher Kabarettist brachte es auf den Punkt: «Wenn es da ein Bankröttli gibt, bleiben der Schweiz nur noch die Berge und DJ Bobo.» Sergio Ermotti ist nicht nur bekannt als Bezüger von hohen Salärzahlungen und Boni, sondern auch als ein Gegner von staatlichen Regulierungen. «Anderswo wäre der Mann längst diskreditiert», heisst es in einer Wochenzeitung. Falls der Ständerat eine PUK verhindert, welche die Vorgänge rund um das CS-Debakel aufarbeitet, so hat die Schweiz auch dieses Mal nichts gelernt. THOMAS BRUNNSCHWEILER

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