Nr. 13 25. Jahrgang Donnerstag, 30. März 2023
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Region Liestal
Eine Gymnasiastin aus Liestal gewinnt Bronze an der Schweizer PhilosophieOlympiade. Seite 5
Region Gelterkinden
In Gelterkinden führten die Sekundarschüler/ -innen ein Frühlingskonzert auf. Seite 11
Region Waldenburg
Der Frauenverein Oberdorf hat an der GV die Anwesenden mit einer female Butler verwöhnt. Seite 13
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Bunte Federviecher faszinieren
Rekordverdächtig
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Pit Schmid und Lukas Künzli in ihrer Paradiesvogel-Ausstellung (v. l.). treiben und einheimische Vögel auf den Altstadtdächern rund ums Museum erspähen kann. Ein echter Paradiesvogel – die Vogelfamilie Paradisaeidae existiert wirklich – ist in der Ausstellung natürlich auch anzutreffen. Auf Neuguinea seien diese Vögel als Eintauschobjekt verwendet worden, erzählt Pit Schmid. Damit die wertvollen Federn keinen Schaden genommen hätten, seien die Füsse abgeschnitten worden; das wiederum habe zu zahlreichen Legenden geführt, weil die Leute in Europa damals gedacht hätten, dass diese Vögel keine Füsse hätten und die ganze Zeit in der Luft fliegen würden.
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Kein Paradiesvogel, aber auch ein Exot.
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Die problematischen Seiten der Faszination für exotische Vögel werden in der Ausstellung auch angesprochen, aber eher am Rande. Zu erfahren ist, dass das wertvollste Gut auf der «Titanic» Kisten mit Vogelfedern waren, die für die Modeindustrie bestimmt waren. Eine andere Schautafel ist dem illegalen Vogelhandel gewidmet. Über historische Forschende oder die Kunst des Präparierens ist viel Interessantes zu erfahren, und wer eines der Videointerviews mit Fachpersonen – von der Vogelschützerin bis zur Präparatorin – in Ruhe anschauen will, kann sich in einem gemütlichen «Vogelnestli» niederlassen. Fortsetzung auf Seite 3
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In unserer Zeit legen nicht alle Rentner nach der Pension die Hände in den Schoss. Einer, der es nach 48 Jahren als Spengler noch einmal wissen wollte, ist Paul Hofmeier aus dem solothurnischen St. Pantaleon. Durch eine Whisky-Degustation wurde der dazu animiert, Konfitüren mit Alkoholgehalt zu produzieren. Bereits 2019 verkaufte er seine ersten Produkte auf dem Markt in Lupsingen und begeisterte die Konsumentinnen und Konsumenten. Mit dem Banner «Paul’s Konfitüre» fuhr er auch an andere Märkte: Liestal, Sissach, Zunzgen und in Gemeinden des unteren Baselbiets und des Schwarzbubenlands. Bald waren es 120 Konfitüren, die Konfitüren-Päuli aus St. Pantaleon anbot. Radio Basilisk berichtete über Hofmeier und bestellte bei ihm zum 40-Jahr-Jubiläum gleich die 121. Konfitüre: Nektarine mit Vanille. Hofmeier verkauft 36 Fruchtkonfitüren ohne Alkohol. Die restlichen Konfitüren sind mit Amaretto, Caipirinha, Calvados, Cognac, Gin, Grand Marnier, Grappa, Rum, Vielle Prune und Whisky versetzt. «Die Auflagen der Lebensmittelkontrolle sind streng», sagt Paul Hofmeier, «neben der Inhaltsangabe muss auch die Adresse, die Telefonnummer und die E-Mail-Adresse angegeben werden.» Neben den gängigen Sorten gibt es bei den nichtalkoholischen Produkten Spezialitäten wie Kaktusfeigengelee, Kiwi, Litschi, Mandarine, Mango. Pikant sind die Mischung TomatenChili und die vorzügliche Zwiebelschweitze mit Portwein. In der blitzsauberen Küche stehen die Regale mit den verschiedenen Produkten. Hofmeier arbeitet ohne chemische Zusätze. Die Mindesthaltbarkeit ist das Herstellungsdatum plus ein Jahr. Die 121 Konfitüren von Konfitüren-Päuli sind rekordverdächtig. THOMAS BRUNNSCHWEILER
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Kolumne
Liestal Ausstellung «Auf der Suche nach dem Paradiesvogel» im Museum.BL «Die Sehnsucht nach exotischen Vögeln war riesig, man wollte sie entdecken und ihnen Namen geben. So war es auf der ganze Welt und auch bei uns.» Pit Schmid, Projektleiter der Ausstellung «Auf der Suche nach dem Paradiesvogel», kann sich gut in die Mentalität des 19. Jahrhunderts hineinversetzen. Viele der rund tausend Vogelpräparate im Museum.BL in Liestal stammen aus der Zeit, als Benedikt Banga (1802–1865) sein «Naturaliencabinett», die Vorgängerinstitution des heutigen Museums, zusammenstellte. Die aktuelle Ausstellung ist so konzipiert, dass die Begeisterung für die bunte Vogelwelt, von der Pit Schmid spricht, fast automatisch aufkommt. In mit Plexiglas verkleideten Holzregalen warten rote, grüne, blaue, schillernde, matte, filigrane, plumpe, kurz- und langschnäblige Federtiere darauf, von den Besucher/-innen entdeckt zu werden. Ihre Namen sind nicht direkt angeschrieben, sondern müssen anhand von historischen Postkarten zugeordnet werden. Zum spielerischen Charakter passt auch das «Beobachtungsheft», das am Eingang bezogen werden kann und das dazu anregt, Körperformen, Federn oder Vogelfüsse abzuzeichnen. «Zeichnen hilft, Körperteile zu verstehen», erklärt der wissenschaftliche Mitarbeiter Lukas Künzli. Auf der letzten Seite des Hefts kann aus den unterschiedlichen Flügeln, Köpfen und Schnäbeln ein selbst erfundener «Paradiesvogel» zusammengebaut werden. «Es geht uns darum, eine spielerische Manier ins Naturwissenschaftliche hineinzubringen», so Künzli. Auf den Fenstersimsen befinden sich zudem Feldstecher, mit denen das Publikum «Birdwatching» be-
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