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LBA 34 / 2026 vom 27. August

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LENZBURGER WOCHE

DONNERSTAG, 27. AUGUST 2026

Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.

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Nina Meret Ates haucht dem alten Bezirksgebäude neues Leben ein.

Erste Einzelausstellung seit neun Jahren Lenzburg Neun Jahre lang organisierte die Kulturkommission keine Einzelausstellung mehr. Nun bringt diese eine ehemalige Lenzburger Künstlerin in die alte Heimat. ■

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Einzelausstellung. «Wir sehen in ‹Durchsichten› ein Format auf höchstem Niveau und ich bin froh, dass Nina zugesagt hat», so Christen.

«Hier passt einfach alles»

RINALDO FEUSI

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it «Durchsichten» kehrt die ehemalige Lenzburger Künstlerin Nina Meret Ates für eine Ausstellung in die Stadt zurück. Sie bereicherte Lenzburg zuletzt 2017 mit Installationen im Rahmen der Ausstellung «Transformator». Nun holt Werner Christen von der Kulturkommission sie erneut nach Lenzburg. «Ich verfolge Ninas Kunst schon lange», erklärt Christen. Als er ihre Ausstellung im Kanton Schwyz besuchte, inspirierte ihn diese zu einer

Die Ausstellung findet in den Räumlichkeiten des alten Bezirksgerichts statt. Zusätzlich entstehen zwei Installationen vor und hinter dem Gebäude. Der moderne Bau aus den Dreissigerjahren habe es ihr angetan. «Hier passt einfach alles», meint sie begeistert, während sie durch das Stockwerk führt. Mit ihrer Kunst richtet sie den Blick der Betrachter auf wiederkehrende Formen und Organisationsprinzipien der Natur. Sie interessiert sich für Systeme und Regelmässigkeiten. Für ihre Gussarbeiten arbeitet sie mit Epoxidharz. Diese zeigen Wasserbewegungen von der Oberfläche bis in die tieferen Schichten. Jedes Werk ist einzigartig –

von der Form bis hin zum Inhalt. Sie nennt diese «Weiher-Werke». Ebenso sind an den Wänden des ehemaligen Gerichts «Tagebuch-Bilder» angebracht. Bilder, die sie malt, sobald sie die Muse küsst. Anders als die Gussarbeiten entstehen die «Tagebuch-Bilder» spontan. «Ich male sie immer von zuhause aus.» Die Gemälde sind abstrakt gehalten und zeigen Strukturen und Ebenen. Auftakt zur Ausstellung bildet der 27. August um 19 Uhr mit dem Konzert «unheART» mit Lea Magdalena Knecht und Barbara Terpoorten – dies in Zusammenarbeit mir den Musikalischen Begegnungen Lenzburg. Eine Vernissage im klassischen Sinne gibt es keine. Jedoch empfehlen Nina Meret Ates und Werner Christen besonders einen Besuch am 29. August. Dann findet der Empfang mit Kunsthistoriker Thomas Ruettimann statt. Dieser beginnt um 14 Uhr.

Es gibt Sätze, die tippt man schneller, als man sie innerlich begreift. «Dies ist mein vorerst letztes Salzkorn» gehört dazu. Nach über vier Jahren und unzähligen Texten, Terminen, Vereinsanlässen Romi Schmid und Fototerminen heisst es für mich in einigen Wochen Abschied nehmen vom Lenzburger Bezirks-Anzeiger. Das klingt dramatischer, als es ist. Es gab keinen Blitz, und mir sind auch nicht die Wörter ausgegangen. Aber irgendwann merkt man: Diese Seite ist geschrieben. Zeit, umzublättern. Langweilig wurde mir jedenfalls nie. Ich war ständig irgendwo im Einsatz: morgens am Telefon, mittags am Text, nachmittags am Fototermin, abends an einem Event. Und dazwischen noch das ganz normale Leben. Familie, Termine, Turnhalle, Wäscheberge, Znüniboxen – und irgendwo mittendrin ein Lead, der noch den letzten Schliff brauchte. Beim Gehen sortiert man ja nicht nur Schubladen, sondern auch ein paar Gedanken. Und dabei merke ich: Ich war nie auf der Suche nach der grossen Schlagzeile. Eine «Blick»-Reporterin wird aus mir wohl nie. Mir ging es um etwas anderes: um schöne Bilder, zufriedene Leser und gute Geschichten aus der Region. Geschrieben vom Leben, von Vereinen, Schulen, Bühnen, Festzelten und all jenen, die irgendwo im Hintergrund anpacken. Schliesslich sind es die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen. Und von denen gab es viele. Aus Terminen wurden Bekanntschaften, aus Namen vertraute Gesichter, aus kurzen Gesprächen Menschen, die ich schätzen gelernt habe. Bald ist für mich beim Lenzburger Bezirks-Anzeiger also ausgesalzen. Nicht heute, nicht morgen, aber bald. Noch bleiben ein paar Texte, ein paar Termine und wahrscheinlich auch ein paar Fotos, auf denen jemand blinzelt. Man sieht sich wieder. Im Städtli. Vor der Migros. Oder irgendwo zwischen Hundeleine, Einkaufstasche und Turnhalle. Dann ohne Notizblock. Und ohne Auftrag. Aber vermutlich nicht ohne Kamera. Dafür kenne ich mich zu gut. Romi Schmid, Redaktorin

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