LENZBURGER WOCHE
DONNERSTAG, 23. JULI 2026
Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.
PP 5600 Lenzburg · Nummer 30/31 · Post CH AG
SALZKORN «Einfach ist am schwersten»
Wir bieten Ihnen: Wir – Allgemeine Reparaturarbeiten und Veloservice. – Verkauf und Beratung von City-, Mountain-, Gravel-, Kinderund E-Bikes.
Kronenplatz 12, Lenzburg +41 76 701 17 12 info@balcony-bikes.com, www.balcony-bikes.com
Die Bundesbaracke wird abgerissen. Der Pachtvertrag läuft aus.
Foto: Rinaldo Feusi
Asylplätze fallen weg – Leutwil drohen höhere Kosten
15. AUGUST
Leutwil Mit dem Rückbau der kantonalen Asylunterkunft steigen für Leutwil voraussichtlich die Kosten im Asylbereich. bad-schinznach.ch/wiesn ■
RINALDO FEUSI
L Heizöl
Heizöl 0800 062 062 oder oelbrack.ch
eutwil erfüllt das Flüchtlingskontingent von 10 Personen nicht. Da das Dorf nicht über den dazu notwendigen Wohnraum verfügt, schloss man mit Reinach einen Vertrag ab. Die Zentrumsgemeinde übernimmt die Geflüchteten für das Dorf und erhält dafür eine Vergütung. Die jährlichen Kosten betragen ca. 36 000 Franken. Was allerdings günstiger ist als die sonst anfallenden Strafzahlungen an den Kanton. «Wir würden geflüchtete Menschen bei uns aufnehmen. Am Willen scheitert es
nicht in Leutwil», erklärt Ammann Lukas Spirgi diesen Entscheid. Die 3 gemeindeeigenen Wohnungen und ein Haus sind gegenwärtig vermietet. Mit Privaten Mietverträge für Flüchtlinge abzuschliessen, bezeichnet Spirgi als «schwierig». Er hat Verständnis für die Skepsis. «Man weiss vorher nicht, wer einzieht.» Die Zusammenarbeit hat sich bewährt. Gemeinsam mit Leutwil übertrifft Reinach den Sollbestand und müsste keine weiteren Menschen aufnehmen. Durch die momentan noch bestehende Bundesbaracke verfügt Leutwil über vier Plätze. Nun verschwindet diese aus dem Dorf. Die Baracke wird vom Kanton aufgrund eines nicht verlängerten Pachtvertrages rückgebaut. Wird das Kontingent nicht erfüllt und keine Lösung mit anderen Gemeinden gefunden, drohen Strafzahlungen in der
Höhe von 90 Franken pro Tag und fehlendem Platz.
Unterkunft kommt weg Der Kanton informierte die Gemeinde im Mai über seine Pläne. Die vier Plätze können ab Februar 2027 nicht mehr angerechnet werden. Bislang verfügt die Gemeinde über keinen entsprechenden Wohnraum. Gemäss dem Reinacher Gemeindeammann Julius Giger ist auch noch keine Anfrage bei ihm eingegangen. «Käme diese, würden wir das aber gemeinsam prüfen», erklärt er. «Auf der Stufe Gemeinde sind wir darauf angewiesen, uns nach Möglichkeit gegenseitig zu unterstützen.» Als Wohnraum dient das Gebäude noch bis Ende Oktober. Anschliessend beginnt der Rückbau. Dieser soll im Januar 2027 abgeschlossen sein. Was im Anschluss auf der Fläche passiert, ist nicht klar.
Der Lenzburger Komponist Peter Mieg wuchs in einer musikalischen Familie auf, in der Klavierspiel selbstverständlich war. So wurde sein Talent nicht Christine von Arx besonders gefördert. Von der Musikerlaufbahn riet man ihm ab: Musik bereite ihm mehr Freude, wenn er sie nicht zum Beruf mache. Die Prophezeiung erfüllte sich. Mieg nahm Unterricht, besuchte aber kein Konservatorium. Er studierte Kunst- und Musikgeschichte, Literatur und Archäologie in Zürich, Basel und Paris – geleitet von einer «natürlichen Freude am Schöpferischen». Paris wurde zum Wendepunkt. Architektur, Gärten und geistige Atmosphäre beeindruckten ihn. Er spielte täglich Klavier und traf Menschen, die sein Vergnügen ernst nahmen. Aus spielerischer Freude wurde künstlerischer Anspruch. Damit begann die Mühe. Früher schrieb Mieg eine Seite ohne langes Zögern. Nun entstanden täglich vielleicht vier oder acht Takte. Flossen zwei Notenzeilen allzu leicht, wurde er misstrauisch: War das gut – oder musste es am nächsten Morgen gestrichen werden? Das Werk sollte dicht, aber nicht angestrengt wirken. Nur wie? Zeitweise habe er neben sich gesucht, statt bei sich. Frank Martin führte ihn zurück zu Klarheit und musikalischer Durchsichtigkeit. Mieg wollte nur schreiben, was ihm zutiefst gefiel – und empfand gerade das als unendlich schwer. Ein Segen waren deshalb Aufträge, darunter die Lenzburger Jugendfest-Kantate. Ohne äusseren Anstoss hätte er sich womöglich zu keinem neuen Werk entschlossen. Umso bemerkenswerter: Sein Nachlass in der Paul Sacher Stiftung zählt u.a. 147 Werkdossiers, 88 Musikdrucke und 44 Archivboxen mit Korrespondenz. Erstaunlich für einen Künstler, der sich jeden neuen Anfang abringen musste. Am 5. und 6. September feiern die Peter Mieg Stiftung und die Stiftung Villa Sonnenberg seinen 120. Geburtstag. In der Villa Sonnenberg, wo er lebte und arbeitete, erinnern wir an sein Schaffen. Den ganzen Chrampf hat Peter Mieg bereits geleistet – uns bleibt die Leichtigkeit des Feierns. Christine von Arx Historikerin
INSERAT
Satis online entdecken
70 Jahre Vertrauen, Nähe, Wirkung Für Menschen. Für die Gesellschaft. Für Morgen.
reff.ch
Mulde?
Wir sind Ihr Partner! Scannen & Mulde bestellen!
Ferien bis und mit 4. August 2026 Wir wünschen allen Gästen eine erholsame Zeit. Ihr kompetenter Partner für
haefeli-recycling.com
Tel. 062 892 48 00 www.mueller-dachundfassaden.ch
Strom, Erdgas und Biogas, Fernwärme I Wasser I Internet I Elektroinstallation Mehr Infos: www.swl.ch
ÖFFNUNGSZEITEN Mittwoch – Freitag ab 8.00 Uhr Samstag und Sonntag ab 9.00 Uhr durchgehend offen Tel. 056 / 6241221 info@baeren-dintikon.ch