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LBA 24 / 2026 vom 18. Juni

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DONNERSTAG, 18. JUNI 2026

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Leutwil und Dürrenäsch schreiten Richtung Traualtar Leutiwl Eine mögliche Fusion der beiden Gemeinden löste in Leutwil keine Diskussionen aus. Der Gemeinde ist ihre angespannte Situation bewusst. ■

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emeindeammann Lukas Spirgi wirkte am Abend dieser Gemeindeversammlung fast ein wenig verdattert. Soeben hatte er 64 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern präsentiert, wieso der Gemeinderat sich für einen Kredit für die Abklärungen eines Zusammenschlusses mit Dürrenäsch ausspricht. Anschliessend erwarteten den Gemeinderat weder eine Diskussion noch Fragen zum Projekt. Das dürfte vor allem daran liegen, dass die Sachlage sehr klar ist. Oder wie es Spirgi ausdrückte: «Noch steht uns das Wasser nicht zum Hals, aber in vier bis fünf Jahren wird die finanzielle Situation in der Gemeinde schwierig.»

Leutwil braucht mehr Stabilität Doch Leutwil kämpft nicht nur mit dem Geld. Auch die politische Stabilität gerät regelmässig ins Wanken. Nach dem Tod von Gemeinderätin Brigitta BaumannSuter im April gibt es zwei vakante Sitze im Rat. Die Erfahrung, dass diese schwer zu besetzen sind, hat Leutwil bereits in den letzten Jahren machen müssen. Zudem sprach der Gemeindeammann auch den politischen Einfluss der Gemeinde an. Diese sei derzeit sehr klein, nach einer Fusion mit Dürrenäsch würde die Situation wieder andcccccccccers aussehen. «Wir sind überzeugt, dass wir durch diesen Zusammenschluss stärker werden und künftig effizienter arbeiten können», erklärte er. Dabei sprach Spirgi auch die Möglichkeit einer Fusion mit mehreren Gemeinden an. «Ich sehe die Fusion von zwei Gemeinden als ersten Schritt. Wir wissen nicht, was in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren passiert.» Fakt sei aber, dass die Zusammenarbeit zwischen Leutwil und Dürrenäsch bereits heute gut betreffend Schule und Feuerwehr funktioniere.

Leutwil und Dürrenäsch werden die Fusionsbestrebungen vertiefen. Foto: Raphaël Dupain / CH Media Doch nicht nur der Gemeinderat ist an einer Fusion interessiert, auch der Kanton unterstützt das Vorhaben – auch finanziell. Der erste Entscheid zur Fusion ist gemäss Leutwiler Gemeinderat für die Gemeindeversammlungen 2028 vorgesehen. «Wenn wir das Geschäft für die Gmeind traktandieren, unterstützt der Kanton uns mit 35 000 Franken.» Stimmen beide Gemeinden der Fusion zu, kommt es zu einem obligatorischen Referendum. Die Urnenabstimmung ist derzeit für Frühling 2028 vorgesehen. Sagen sowohl Leutwil als auch Dürren äsch Ja zum Zusammenschluss, gibt es nochmals Geld vom Kanton. «Bei einem Ja können wir mit einem Fusionsbeitrag von 3,5 Millionen Franken für beide Gemeinden rechnen», erklärte Spirgi. Da-

mit wären sowohl Leutwil als auch Dürrenäsch nicht mehr verschuldet. Nach diesen Ausführungen äusserte sich ein Votant doch noch zum Geschäft. «Ich möchte mich recht herzlich beim Gemeinderat bedanken. Ich bin von diesem Geschäft überzeugt und hoffe, möglichst viele stimmen dem zu», erklärte er. Seiner Hoffnung folgten alle anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger. Der Projektierungskredit von 80 000 Franken wurde ohne Gegenstimmen angenommen. Nach dem verkündeten Resultat gab es Applaus. Und auch vom Nachbardorf Dürrenäsch gab es gute Nachrichten. Gemeindeammann Joseph Willi schickte Spirgi einen Daumen nach oben. Dürrenäsch hat dem Fusionskredit ebenfalls zugestimmt.

SALZKORN Abseits Nun tschutten sie also wieder. Seit einer Woche läuft ennet dem grossen Teich die 23. Fussball-Weltmeisterschaftsendrunde, offiziell «Fifa World Cup» geheissen. Scheinbar versammelt sich die gesamte Menschheit Fritz Thut vor Bildschirmen, um die total 104 Spiele zu verfolgen. Zweimal elf Männer, die einem Ball hinterherjagen, als modernes Lagerfeuer der Erde. Die Befürchtung, dass der sportliche Gehalt des Anlasses mit der monetär bedingten Aufplusterung auf 48 teilnehmende Nationalteams auf das Niveau eines globalen Grümpelturniers tauchen könnte, hat sich bisher nicht bestätigt. In jenen 48 Ländern, deren Vertretungen den Sprung an die Endrunde geschafft haben, dominiert aktuell, also bis zum Ausscheiden, der Tunnelblick. Die Medien berichten in erster Linie über ihre eigene Nationalelf und deren Umfeld. Hat der Zeugwart im Vorbereitungscamp eine Erkältung eingefangen? Zwickts den dritten Torwart in der Wade? Ansonsten treibt der Chauvinismus vor den Fernsehgeräten, wie bei allen Meisterschaften, fröhliche Urständ. Irgendwann wurde es dem ehemaligen Sportredaktor zu viel und ich boykottiere die Partien der Schweiz weitgehend und erfahre von der 1:1-Startniederlage gegen Katar erst mit Verzögerung. Ich verlagerte meine Sympathien in unser südliches Nachbarland. Nun, Italien fiel sogar durchs aufgestockte 48er-Raster und steht in Amerika im Abseits. Spott hatten nicht nur die Spieler und Verantwortlichen der italienischen Squadra auszuhalten, sondern auch ich in meinem persönlichen Umfeld. Nun, «wir» sind nicht dabei. Also bin ich neutral und verpasse heute Donnerstag die zweite Partie der Schweiz gegen Italien-Bezwinger Bosnien und Herzegowina. Ich freue mich stattdessen auf ein Bankett mit mittelalterlicher Musik im Hof von Schloss Hallwyl. Fritz Thut, ehemaliger Redaktionsleiter

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