LENZBURGER WOCHE
DONNERSTAG, 30. APRIL 2026
Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.
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Sanierung geht weiter – vorerst nur auf dem Papier Meisterschwanden Der Gemeinderat wollte es wissen: Wie steht die Bevölkerung zur Egge-Sanierung? ■
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RINALDO FEUSI
E
igentlich schien beim Projekt «Flipper» alles wie am Schnürchen zu funktionieren: Bevölkerung und Gemeinderat waren sich einig, dass das Schulhausareal Egge saniert werden muss. Bedürfnisse wurden abgeholt. Kredite wurden genehmigt. Wettbewerbe wurden durchgeführt und Aufträge vergeben. «Flipper» war auf Erfolgskurs. Doch im Januar 2025 wurde dem Gemeinderat der Kostenvoranschlag für den «Flipper» unterbreitet. Zeitgleich ging die Erkenntnis einher, dass sich die finanzielle Lage der Gemeinde verschlechtert hat und dies keine kurzfristige Situation ist. Während der darauffolgenden Überarbeitung des Projekts passte der Kanton die Schülerinnen- und Schülerprognose für die Gemeinden bis 2040 an. Es stellte sich heraus, dass Meisterschwanden nicht wie angenommen wachsen würde. «Flipper» war somit zu gross dimensioniert. Das Projekt kam zum Erliegen. Zumindest auf dem öffentlichen Parkett. Der Sanierungsbedarf bleibt bestehen und im Hintergrund wurde weitergearbeitet. Vergangenen Samstag präsentierten die Gemeinderäte an einem Workshop mit knapp 100 Teilnehmenden drei Varianten: «Flipper», «Flipper light» und «Umsetzung Zielbild im Bestand». Die Räte wollten erörtern, wie die Einwohner zu diesen stehen. Dabei zeigte sich: Niemand will länger warten. Und für die Bevölkerung hat das Einhalten der pädagogischen Standards höchste Priorität. «Das hat mich erleichtert», meint Vizepräsidentin Nicole Lanz (parteilos). In der Grösse solle gespart werden, nicht in der Qualität.
«Flipper» und «Flipper light» Als erste Variante wurde «Flipper» erneut vorgestellt. Nicole Lanz dazu: «‹Flipper› holt wirklich alle Bedürfnisse der Interessengruppen ab. Auch die der Vereine.»
Die Schulanlage Eggen muss saniert werden. Das Projekt wird erneut aufgerollt. Foto: Michael Küng Entscheidend sei aber der Schulraum. Und diesen Bedürfnissen werden auch Alternativen gerecht. Eine der Alternativen wäre die Variante «Flipper light». Statt 12 Schulzimmer wären es noch 9 mit einem Ausgleichszimmer, das multifunktional von Vereinen genutzt werden kann. Wäre Bedarf an einem weiteren Schulraum, könnte man dieses Zimmer kostengünstig und in kurzer Zeit umnutzen. Die Kosten würden auf rund 27 Mio. Franken geschätzt, kalkuliert mit 20 Prozent Abweichung. Variante 3 wäre die «Radikalkur». Das Vorhaben würde komplett gestoppt. Die bisherigen Investitionen würden abgeschrieben und das Projekt neu gestartet. Was notwendig wäre, würde gemacht. Gemäss Kostengrobschätzung wäre mit 23 Mio. Franken zu rechnen. Doch Vorsicht: Das Projekt würde sich zeitlich in die Länge ziehen. Ni-
cole Lanz sieht das mit Skepsis: «Wie sich die Kosten also noch entwickeln würden, kann nur ungenau bestimmt werden.»
Politischer Prozess geht weiter Nachdem der Gemeinderat Rückmeldungen eingeholt hat, will er entscheiden, in welche Richtung es gehen soll. Kommuniziert wird am Politapéro am 21. Mai. Das ursprüngliche «Flipper»-Projekt hat wohl wenig Sympathie beim Gemeinderat. Das gleicht sich der Meinung der Bevölkerung an. «Flipper light» schafft mehr Klarheit als Variante drei, würde aber einen Nachkredit an der Gemeindeversammlung erfordern. Nicole Lanz äussert sich vor dem Politapéro nicht wertend zu den einzelnen Varianten. Doch sie stellt klar: «Keine der Varianten ist eine Pinsellösung. Die will auch niemand. Günstig wird es nicht.»
SALZKORN Hundstage Sie sind laut, unbeholfen und man ist ständig darauf bedacht, dass sie nichts zu sich nehmen, was sie umbringen könnte. Die Rede ist natürlich von Hunden. Ganz klar. In Lenzburg leRomi Schmid ben gefühlt mehr davon, als es Parkplätze hat – in unserem Haushalt seit Kurzem zwei. Bailey, so heisst die kleine Flauschkugel, ist ein gut gelaunter Golden-Retriever-Welpe. Sie liebt die Wärme, das Bad und den Garten. Was ihre Lieblingsleckerlis sind, haben wir auch schon herausgefunden: Zeitungen. Sie findet sie hochinteressant, genauso wie Taschentuchboxen und Klopapierrollen, die sie zerstückelt und sich danach zum Schlafen in den Wäschekorb legt. Davon haben wir zum Glück gleich mehrere, denn in einem Haushalt mit Kindern und Hunden ist Dreckwäsche eine verlässliche Konstante. An die Wäsche geht uns der Welpe zwar nicht. Aber an allerlei Schuhe, die sie offenbar für besonders aromatische Kauknochen hält. Überhaupt scheint alles in die Kategorie «könnte man mal probieren» fallen. Hunger ist eben eine Grundeinstellung. Wobei der innerfamiliäre Nimmersatt seine Rolle perfekt spielt. Beim Betteln werden die Schlappohren noch ein bisschen schlapper, die Kulleraugen noch ein bisschen runder. Und neuerdings hat sie sogar ein leicht dramatisches Zittern der unteren Lefze zu ihrem Repertoire hinzugefügt. Man selbst steht daneben und weiss genau: Das ist gespielt. Es wirkt trotzdem. Zumindest bei einer Person, die regelmässig zu Besuch kommt und genetisch prädisponiert zu sein scheint: die Grossmutter. Ich war Augenzeugin, wie neulich ein Stück Wurstbrot ungeniert am Esstisch die Spezies gewechselt hat. Nicht einmal heimlich. Direkt vor meinen Augen. Das Phänomen der kulanten Grossmutter, bei der alle Regeln auf magische Weise ausser Kraft gesetzt sind, scheint also auch zu greifen, wenn es um vierbeinige Familienmitglieder geht. Wir lernen: Kommt die Grossmutter daher, wiegt der Hund am Abend mehr. Romi Schmid, Redaktorin
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