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LBA 13 / 2026 vom 2. April

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LENZBURGER WOCHE

DONNERSTAG, 2. APRIL 2026

Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.

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«Das Blut der Erde», wie Udo Jürgens einen Wein besang, kommt nicht nur aus Griechenland, sondern auch vom Lenzburger Schlossberg. An der vergangenen Generalversammlung der Ortsbürger Rebbauern-Vereinigung wurde über die Zukunft des Vereins entschieden. Foto: zvg

Rebbauern-Vereinigung wird fortbestehen Lenzburg Die Ortsbürger Rebbauern-Vereinigung soll weiterbestehen – doch in anderer Form. Die Präsidentin spricht von einem «Vernunftentscheid». ■

RINALDO FEUSI

D

ie Ortsbürger Rebbauern-Vereinigung gab Ende 2025 nach 75 Jahren die Pacht des Rebbergs am Schlosshang an die Ortsbürgergemeinde zurück. An der kürzlich abgehaltenen 77. Generalversammlung wurde das Fundament für die Zukunft gelegt. Auf den Verein kommt ein besonderes Jahr zu, das im Zeichen des Umbaus steht. Die Mitglieder möchten den Fokus in Zukunft auf die gesellschaftlichen Aspekte setzen, wie etwa die jährliche Weinreise.

men. Der Stadtrat als Vertreter der Ortsbürgergemeinde hat den Pachtvertrag nach einem Evaluationsverfahren an die beiden vergeben. Damit wird die Jahrhunderte alte Weinkultur am Schlossberg weitergeführt. Für die Präsidentin der Ortsbürger Rebbauern-Vereinigung ein «Vernunftentscheid». Es sei aufgrund der wachsenden nationalen Auflagen und der lokalen Regulierungen schlicht nicht mehr möglich, in ihrer Vereinsform ein solches Unterfangen zu stemmen. Ebenfalls seien die Reben gegen 40 Jahre alt und würden wohl bald ersetzt. «Die Weiterführung dieses wichtigen Kulturgutes hatte stets Priorität», erklärt sie. Obschon vielen Mitgliedern eine solche Entscheidung schwergefallen sei, sei es eine logische Konsequenz gewesen. Das Projekt ist nun sauber abgeschlossen und es konnte eine saubere Buchhaltung übergeben werden.

Vereinigung wird fortbestehen Weinkultur gilt als gesichert Schon vergangenes Jahr wurde publik, dass Pascal und Barbara Furer die Bewirtschaftung des Rebbergs überneh-

Die Mitglieder der Vereinigung trafen sich vergangene Woche zur 77. Generalversammlung. Die statutarischen Geschäfte wurden einstimmig genehmigt. Auch ist

klar, dass es weitergeht und nicht an eine Auflösung zu denken ist. Die Generalversammlung sprach sich im Rahmen einer Konsultativabstimmung einstimmig dafür aus, dass die Vereinigung fortbestehen soll. Doch eine letzte Aufgabe gibt es dennoch: Im Übergangsjahr wird man sich ein letztes Mal auf den Vertrieb der Weine konzentrieren und den letzten Jahrgang in den Handel bringen. Mit dem Erlös wird auch das letzte Geschäftsjahr finanziert – mit dem Ziel einer schwarzen Null. Dann soll es ruhiger werden. Corin Ballhaus: «Dann können wir uns an den schöneren, gesellschaftlichen Traditionen erfreuen. Denn ein Weinberg ist nicht nur schön. Er bedeutet auch viel harte Arbeit.» Finanziert werden soll der Verein zukünftig wie jeder andere auch. Und auch für die «Räblüs», die freiwilligen Helferinnen und Helfer am Weinberg aus der Vereinigung, die sich nicht vom Rebberg trennen mögen, wurde eine Lösung gefunden: Furers haben durchaus Bedarf für motivierte Unterstützung aus unseren Reihen, meint Corin Ballhaus dazu.

In Schweizer Klassenzimmern wurden schon Hunderte Eier ausgebrütet. Der erste Gang am Morgen galt immer dem Kasten: Gibt es schon einen Sprung Christine von Arx in der Schale? Bewegt sich etwas? Faszinierend und unvergesslich, wie sich die kleinen Federbällchen nach etwa 20 Tagen aus der Schale kämpften. Vom Ei zum Huhn – weiter ging die Geschichte in meiner Primarschulzeit nicht. Niemand erzählte, dass die meisten männlichen Küken ihre Kinderstube nicht überleben. Dass sie oft den CO2-Tod starben. Weil es keine Verwendung gibt für Küken, die keine Eier legen, und deren Fleisch als zu wenig zart verschmäht wird. Das Schicksal der männlichen Küken hat sich seit diesem Jahr verändert. Das Geschlecht wird mittels Magnetresonanztomographie bestimmt, und männliche Tiere werden gar nicht erst ausgebrütet. Ein Ende, bevor es beginnt. In der BioProduktion werden sie als Bruderküken aufgezogen – die Brüder der Legehennen. Das klingt plötzlich wieder österlichhoffnungsvoll. Schluss mit Kükenkillen. Alles Brüder und Schwestern. Diese Erkenntnis möge sich auf den krisengeschüttelten Globus übertragen – das ist die Hoffnung zu Ostern. Und Hoffnung ist nicht zu unterschätzen. In der Neurologie gilt sie als Wunderwaffe: Unser Gehirn liebt die Hoffnung. Sie kann uns in einen regelrechten Rauschzustand versetzen, ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen. Verwechselt wird sie nur allzu oft mit passivem Optimismus. Dabei beruht aktive Hoffnung auf Einsatz und auf der Gewissheit, dass Einsatz etwas verändern kann – ganz gleich, wie es ausgeht. Hoffnung durch Handeln. Aber wo anfangen? Ei, ei, ei – warum nicht beim Eiertütsche am Familientisch, wenn die bunten Ovale mit viel Schwung aufeinandertreffen. Das Ei ist schliesslich eines der ältesten und universellsten Symbole für Aufbruch und Erneuerung in der Menschheitsgeschichte. So gesehen hat der Hoffnungsrausch an Ostern tatsächlich eine ziemlich handliche Form. Christine von Arx, Historikerin

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