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LBA 12 / 2026 vom 26. März

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DONNERSTAG, 26. MÄRZ 2026

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Führten durch die Generalversammlung: CEO Silvan Hilfiker, Verwaltungsratspräsidentin Marianne Wildi und Moderator Alain Röllin.

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Hypi trotzt den Widrigkeiten

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Lenzburg Durch die vergangene Generalversammlung «unserer Hypi» führte Marianne Wildi zum ersten Mal als Verwaltungsratspräsidentin. Sie sandte eine klare Botschaft.

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napp eine Stunde dauerte die 157. Generalversammlung der Hypothekarbank Lenzburg. So schnell, wie lange nicht mehr. VR-Präsidentin Marianne Wildi feierte Premiere in ihrer Funktion. Sie und CEO Silvan Hilfiker betonten, die Hypi setze auf Effizienz. Gemessen an der Zeit war das keine Worthülse.

Hilfikers drei Highlights

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CEO Silvan Hilfiker wurde vom Moderator gefragt, was denn sein Highlight des vergangenen Jahres gewesen sei. Dieser empfand die Frage schmunzelnd als «provozierend», denn es gab nicht eines für ihn, sondern drei. Als Erstes nannte er die Lancierung des Multibankings in der Schweiz. Trotz grosser Herausforderungen wie den zunehmenden Wettbewerb, Regulatorien und geopolitische Anspannungen sei dies gut verlaufen. Ebenso gewann die Hypi den «Lipper Fund Award» sowie die Teilnahme am Programm «Liquidität gegen hypothekari-

sche Sicherheit» (LGHS) der Schweizerischen Nationalbank. «Damit stärken wir unsere Finanzierungsstabilität und zeigen einmal mehr unseren Pioniergeist», meinte Hilfiker dazu.

Vertrauensbeweis der Kunden Zum ersten Mal in der Hypi-Geschichte verzeichnet das Finanzinstitut eine Bilanzsumme von über 8 Mia. Franken. Das bedeutet ein Wachstum um über 15 Prozent. Für Hilfiker ein Vertrauensbeweis. Trotz rückläufiger Kreditvergaben nahmen die Kundendepots um 13.2 Prozent zu. «Die Tatsache, dass wir auch in einem schwierigen Umfeld Neugelder gewinnen konnten, ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg und die Weiterentwicklung der Hypi», deutete Hilfiker. Die Erfolgsrechnung zeigte indes ein fast bekanntes Bild: Der Geschäftsertrag lag mit 113 Mio. Franken praktisch auf dem Niveau des Vorjahres. Hinsichtlich der Herausforderungen und der Investitionen ein starkes Ergebnis. Die rückläufigen Zinserträge konnten durch andere Erträge kompensiert werden. Ein Beispiel für die Effizienz innerhalb des Vertriebs, des HBL Asset Managements und Finstar. Das Zinsgeschäft bleibt mit 73.6 Millionen die wichtigste Ertragsquelle. Es trägt 65 Prozent zum Geschäftsertrag bei. Aufgrund der Nullzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank und der Zurückhaltung im Ausleihungsgeschäft, liegt das Zinsdifferenz-

geschäft jedoch fast 10 Prozent unter dem Vorjahr. Die zweitwichtigste Ertragsquelle ist das Kommissionsgeschäft. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg stark auf 18 Millionen. Besonders ausgeprägt war auch das Wachstum im Wertschriftenund Anlagegeschäft mit rund 19 Prozent. Einen grossen Anteil daran hat die hervorragende Arbeit des HBL Asset Managements. Der übrige ordentliche Erfolg liegt bei rund 17 Millionen, dieser ist um 43.3 Prozent gestiegen. Summa Summarum schreibt die Hypi einen Jahresgewinn von rund 20 Mio. Franken. Die Dividende bleibt bei 120 Franken.

«Die Abstimmung ist eröffnet» Nun übernahm Marianne Wildi. Nachdem die Spielregeln erklärt waren, führte sie effizient durch die Traktanden und die damit verbundenen Abstimmungen. Nach ihrem «Die Abstimmung ist eröffnet», wurde in die Tasten gedrückt. Sämtliche Traktanden wurden von den Anwesenden Aktionärinnen und Aktionären oder deren Vertretungen goutiert. Für Wildi aus zwei Gründen erfreulich: Zum einen waren die Abstimmungen ein weiterer Vertrauensbeweis und zum anderen hiess das, wie sie es scherzhaft zum Ausdruck brachte, dass man bereits einen Bissen näher am gemeinsamen Znacht sei. Die erfreuliche GV konnte nach einer Stunde und 6 Minuten geschlossen werden.

Endlich geht es nun richtig los. Der Aus-, Um- und Neubau des seit Langem stark überlasteten Bahnhofs Lenzburg tritt von der Planungs- in die UmsetzungsphaPeter Buri se. Dies zeigen unter anderem die von den SBB für Mai angekündigten massiven Einschränkungen im Lenzburger Bahnverkehr. Das Megaprojekt bringt in verschiedenen Bereichen dringend notwendige Verbesserungen: zum Beispiel Sicherheit (breitere Perrons), Kapazität (40000 statt 25000 Passagiere pro Tag) oder Gleiszugänge (zwei Unterführungen). Es ist auch ein Schlüsselelement der Stadtentwicklung der nächsten 10 bis 20 Jahre, die Lenzburg potenziell weit über 1000 neue Wohnungen bescheren wird. Die Bahnhoferneuerung hat aber auch ihren Preis – über die 250 Millionen Franken hinaus, welche Bahninfrastruktur und Folgeprojekte kosten. So wird der Seetaler künftig nicht nur ein-, sondern zweimal die wichtigsten Zugangswege kreuzen; gewisse Zugskompositionen können wegen der verkürzten Perrons nicht mehr halten; weiter gibt es Fragezeichen zum Stellenwert, der dem Aspekt «Anbindung Autoverkehr» beigemessen wird – zumindest in der Kommunikation. Und höchste Eisenbahn ist es jetzt für Lenzburg, nochmals gründlich über die Sinnhaftigkeit der «Grünen Pause» nachzudenken. Die um die Villa Langenbach geplante öffentliche Parkanlage mit Brunnen, Bäumen und Grünflächen ist planungstheoretisch sicher eine sehr nette Idee. Leider zeigen die realen Erfahrungen, dass sich solche gut gemeinten Begegnungs- und Erholungszonen in Bahnhofsnähe sehr rasch zu Hotspots für Kriminalität, Drogenkonsum, Littering und andere Probleme entwickeln können. Dem Vernehmen nach gibt es auch aus Kreisen der Lokalpolitik und der Regionalpolizei solche Bedenken zur Grünen Pause beziehungsweise Flause. Es entbehrt denn auch nicht einer gewissen Ironie, dass die Stadt erst vor ein paar Monaten in einer weit kleineren Parkanlage auf der Nordseite des Bahnhofs alle Parkbänke entfernen liess, um Drogenkonsumenten zu vertreiben. Peter Buri, Lenzburg

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