Lenzburg 2026

Verlagsbeilage zum Lenzburger Bezirks-Anzeiger vom 2. Juli 2026
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Editorial
Eine Tradition, die sich stetig weiterentwickelt
Liebe Lenzburgerinnen und Lenzburger
Liebe Heimweh-Lenzburgerinnen und -Lenzburger
Liebe Jugendfestgäste
Das Jugendfest begleitet mich, seit ich denken kann. Heute erlebe ich diese besondere Woche als Familienvater noch einmal aus einer neuen Perspektive. Zu sehen, wie unsere Kinder Teil dieser Tradition werden und ihre eigenen Erinnerungen schaffen, ist etwas ganz Besonderes. Ich bin überzeugt: Mit dem Jugendfest verfügt Lenzburg über eine einzigartige Tradition, die Generationen verbindet und unser Städtchen zu etwas Besonderem macht. Es ist eine Woche, die Menschen zusammenführt, Emotionen weckt und Kinderaugen zum Strahlen bringt. Traditionen leben davon, dass sie gepflegt und gleichzeitig weiterentwickelt werden. So wird in diesem Jahr erstmals die gesamte Altstadt während des Jugendfests verkehrsfrei sein. Damit schaffen wir mehr Raum für den Zapfenstreich, den Festumzug und den

Einmarsch der Freischaren. Auch bei der Frankenübergabe und beim Lampionumzug wurden Anpassungen vorgenommen, um den organisatorischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen gerecht zu werden. Unverändert bleibt jedoch das Wichtigste: Unser Jugendfest ist nur dank des grossartigen Engagements zahlreicher Freiwilliger, Vereine, Organisationen und Mitarbeitenden möglich. Ihnen allen gebührt ein herzliches Dankeschön. Ich freue mich auf ein fröhliches, friedliches und unvergessliches Jugendfest 2026.
Ich wünsche der gesamten Bevölkerung und unseren Gästen eine wunderschöne Jugendfestwoche mit vielen unvergesslichen Momenten und Begegnungen.
Sven Ammann, Präsident der Jugendfestkommission










WirdankenfolgendenSponsoren fürdieUnterstützung:



IMPRESSUM
Verlagsbeilage zum Lenzburger Bezirks-Anzeiger Der Seetaler / Der Lindenberg vom 2. Juli 2026
Auflage
39’914 Exemplare (Wemf-beglaubigt)
Herausgeberin CH Regionalmedien AG
Redaktion
Rinaldo Feusi Romi Schmid
Layout
Sandra Lebitsch
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CH Regionalmedien AG
Kronenplatz 12 5600 Lenzburg Tel. 058 200 53 53 inserate@chmedia.ch
Druck CH Media Print AG, Aarau









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Mittwoch,8.Juli2026 ab 18Uhr
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Kein Sirup: Dieser Mann wird die Freischaren zum Sieg führen

Rinaldo Feusi
2020 wurde er zum Freischaren-General ernannt. Seit Januar 2026 ist er zusätzlich Präsident der Freischaren-Commission, also Generalpräsident. Was er gar nicht brauchen kann, sind Sirup-schlürfende Grünschnäbel. Die Rede ist vom grossartigsten Manöver-Strategen der Moderne: General Stephano del Narratore al Tribunale. Den bürgerlichen Namen legt er während der Jugendfestwoche ab. Im Interview erklärt er, warum die Kadetten heuer besser schon vor dem Manöver kapitulieren.
Da Sie nun Generalpräsident sind, obliegt Ihnen das gesamte Kommando. Die Kadetten werden dieses Jahr wohl keine Chance haben?
Die Stabschefin der Kadetten ist aufgrund Schwangerschaft nicht anwesend. Wenn die Schülerschar keine Führung hat, die sie an der Hand nimmt, funktioniert dort gar nichts mehr. Gleich ist es bei den Instruktoren, die ebenfalls jede Führungsqualität vermissen lassen. Daher erwarte ich, dass die völlig orientierungs- und führungslosen Kadetten Richtung Staufen marschieren werden und sich dann frühzeitig ins Bettchen legen.
Ihre Generalsgenialität ist weit über die Grenzen bekannt. Sogar in Seengen kennt man Sie. Schlottern den Kadetten nicht schon die Knie?
Generalpräsident Stephano del Narratore al Tribunale: Er wird die Freischaren in diesem Jahr in den Sieg führen. Foto: jugendfest-fotos.ch

Die sollen zittern, wenn sie nur schon meinen Namen hören! Meine grosse Siegesstatue soll schon vor dem Manöver vor dem Rathaus aufgerichtet werden und als Mahnmal meines künftigen Triumphes gelten. Erschaudern sollen sie! Auch werde ich vor jeder Schule ein Abbild dieser Statue platzieren, damit die Grünschnäbel sich entscheiden, gar nicht erst zu erscheinen.
Gerüchten zufolge haben die Freischaren den Lenzburger Bezirks-Anzeiger mithilfe des Redaktionsleiters infiltriert. Dieser sei mittlerweile auch Freischar. Somit hätten Sie die Informationshoheit. Was sagen Sie zu diesen Gerüchten?
Dazu möchte ich nichts sagen, das ist und bleibt top secret. Wäre es jedoch
so, hätte mein Freischaren-Nachrichtendienst einmal mehr hervorragende Arbeit geleistet. Das würde natürlich den mir zustehenden Machtanspruch gegenüber den lokalen Medien bekräftigen. Somit könnte ich den teils eher widerspenstigen und notorisch kadettenfreundlichen Journalisten helfen, wieder zurück auf den rechten Weg zu kommen. Und auf diesem wird mir selbstver-
ständlich gehuldigt. Ich dulde nur Hofberichtserstattung vom Feinsten.
Nach Jahrzehnten der Niederlagen wurde nun zum ersten Mal eine Frau in den Rang der Ehrenfreischaren aufgenommen. Wird das die Truppen zusätzlich zum verdienten Sieg motivieren?
Das wird ein grosser Motivationsschub sein. Das weibliche Momentum habe ich zusätzlich verstärkt, indem ich ein Schwesternpaar in den Generalstab ernannt habe. Diese sind in der Lage, mit seinem überbordenden Mitteilungsbedürfnis angreifende Kadetten mit Wortsalven jederzeit auf Distanz zu halten.
Es kam zu einem Generationenwechsel in der Commission. Welche neuen Kräfte wirken? Und können diese die KI-Gewandtheit der Kadetten kontern, von der die Stabschefin schwärmte?
Wir haben einige Wechsel gehabt und sind im Durchschnittsalter weit unter 50. Damit sind wir schon fast eine Ju -

«Wenn die Schülerschar keine Führung hat, die sie an der Hand nimmt, funktioniert dort gar nichts mehr.»
gendriege. Und natürlich können wir so die KI-Grünschnäbel auch in deren Paradedisziplin vernichtend schlagen.
Die Sirup-schlürfenden Grünschnäbel lehrten die Freischaren oft das Fürchten. Sollte Ihr Heer vielleicht auch auf Sirup wechseln? Was für eine bierernste Frage! Die Kadetten bleiben auf Sirup-Niveau kleben, während wir Freischaren uns stetig high er und higher trinken. Es waren immer die äusseren Umstände, die uns jedes Mal zu diesen tragischen und völlig unerwarteten Niederlagen führten. Vor zwei Jahren war es das Wetterpech. Eigentlich hatten wir da bereits gewonnen. Dann kam der Regen, der das Schiesspulver der Artillerie zerstörte.
Wider meine siegreiche Natur musste ich kapitulieren – obwohl der Sieg eigentlich schon unser war.
Wenn nun das Wetter wieder nicht gut sein sollte, wäre Christina Bachmann-Roth als Ehren präsidentin schuld daran. Welche Konsequenzen kämen auf sie zu?
Ich müsste mit ihr ein Hühnchen rupfen, dass die Federn fliegen. Einfach nichts machen und das Gemachte auch noch falsch – das akzeptiere ich nicht. Das ist eine typische Politikerart. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir Wetter und Stadtrat trotzen.
Mit welchen Worten treten Sie im Vorfeld an ihre Freischaren?
Sieg! Sieg! Sieg um jeden Preis und jeden Tropfen Schweiss.
Und an die Kadetten?
Geht lieber nach Hause, Grünschnäbel, sonst erlebt ihr was!




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Samstag, 11. Juli 2026, 17.15 Uhr | Reformierte Stadtkirche Lenzburg
Orgelkonzert zum Jugendfest
«Wenn die Katze Bolēro tanzt»
Andreas Jud: Orgel
Eintritt frei – Kollekte am Ausgang
Reformierte
Kirche Lenzburg
Hendschiken Othmarsingen FENSTER|



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Jugendfestserenade auf Schloss Lenzburg:
Sonntag, 5. Juli
Der Musikverein Lenzburg freut sich, für die Jugendfestserenade 2026 zum ersten Mal mit der ConcertBand der Stadtmusik Lenzburg zusammenzuspannen.
Das Orchester des Musikvereins Lenzburg und dessen Dirigent Beat Wälti eröffnen die Jugendfestserenade mit vier Stücken aus «Peer Gynt» des norwegischen Komponisten Edward Grieg. Der Bogen reicht dabei von poetischen Bildern über lebendige Tänze bis zum ins Delirium gesteigerten Marsch!
Die ConcertBand der Stadtmusik Lenzburg unter der Leitung von Arwed Peemöller entführt das Publikum im zweiten Konzertteil mit dem Stück «The Glenmasan Manuscript» nach Schottland und beschreibt die Landschaften und Helden dieser Gegend auf musikalische Art und Weise. Im Anschluss geht es weiter nach Hollywood mit den mitreissendsten Melodien aus dem Filmmusical «La La Land».
Im abschliessenden dritten Teil vereinigen sich die beiden Formationen zu bildgewaltigen Medleys aus den Filmmusiken «Titanic» und «The Little Mermaid».















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So gelingt das Jugendfestkränzli

Ein Jugendfestkränzli selber zu binden, ist absolut machbar und erfordert kein Floristendiplom. Mit der richtigen Technik, passendem Zubehör und etwas Fingerspitzengefühl entsteht in wenigen Handgriffen ein wunderschöner Haarschmuck fürs Jugendfest.
Romi Schmid
Kornblumen und Schleierkraut: Viel mehr braucht es nicht für ein Jugendfestkränzli. Das saftige Blau der Kornblumen, das zarte Weiss des Schleierkrauts, dazu ein feiner Bändel im Haar –fertig ist der kleine Blumengruss ans Jugendfest.
Wer ein Kränzli selber bindet, braucht keine Floristenausbildung. Aber ein bisschen Geduld hilft. Die wichtigste Regel lautet: klein arbeiten. Kleine Blüten, kurze Stiele, feine Sträusschen. So wird das Kränzli gleichmässig, leicht und angenehm zu tragen.
Das braucht es:
– Blumendraht oder etwas stärkerer
Basteldraht
– dünner Bindedraht
– Floristentape
– Schere oder Gartenschere
– Kornblumen
– Schleierkraut
– evtl. Bändel zum Zubinden
1. Kopfumfang messen
Den Draht locker um den Kopf legen. Das Kränzli soll gut sitzen, aber nicht drücken. Hinten ein paar Zentimeter dazurechnen – je nachdem, ob es später mit Bändeln gebunden oder direkt mit Draht geschlossen wird.
2. Drahtkreis formen
Aus dem Draht einen Kreis biegen. Wer mit Bändeln arbeitet, formt an beiden Drahtenden je eine kleine Öse. Durch diese werden am Schluss die Bändel gezogen. Wer das Kränzli ohne Bändel schliessen möchte, lässt die Drahtenden

Mise en place: Mit diesen «Zutaten» gelingt das Jugendfestkränzli.
etwas länger stehen, damit sie später miteinander verbunden werden können.
3. Grundkranz vorbereiten
Der Draht kann mit Floristentape umwickelt werden, muss aber nicht. Mit Tape sieht der Grundkranz sauberer aus, fühlt sich angenehmer an und gibt den Blumen etwas besseren Halt. Wer ohne Tape arbeitet, befestigt die Sträusschen direkt auf dem Draht. Wichtig ist in beiden Fällen, dass alles gut mit Bindedraht fixiert wird.
4. Blumen vorbereiten Kornblumen und Schleierkraut auf kurze Stiele schneiden. Etwa vier bis sechs Zentimeter reichen. Die Blumen danach griffbereit auf den Tisch legen.
5. Kleine Sträusschen legen Jeweils eine Kornblume und etwas Schleierkraut zusammenlegen. Die Sträusschen sollen nicht zu gross sein.


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In eine Richtung arbeiten.

Viele feine Bündel ergeben am Ende ein schöneres und gleichmässigeres Kränzli als wenige dicke.
6. Erstes Sträusschen befestigen
Das erste Sträusschen auf den Draht legen. Die Blüte zeigt nach vorne, die Stiele liegen auf dem Grundkranz. Den dünnen Bindedraht zwei- bis dreimal fest um Stiele und Draht wickeln.
Lücken füllen.

7. Bündel an Bündel legen
Das nächste Sträusschen so platzieren, dass seine Blüten die Stiele des vorherigen verdecken. Wieder mit Draht befestigen. So geht es rund um den Kranz weiter.
8. In eine Richtung arbeiten
Alle Sträusschen zeigen in dieselbe Richtung. Dadurch wirkt das Kränzli ruhig und gleichmässig. Beim Binden darauf achten, dass die Bündel ähnlich gross bleiben.
Fertiges Kränzli: Schnell ins Kühle –dann bleibt es frisch!
9. Lücken füllen
Wenn noch Draht sichtbar ist oder eine Stelle zu leer wirkt, kleine Stücke Schleierkraut einfügen. Sie lassen sich gut dazwischenlegen und mit wenig Draht befestigen.
10. Abschluss verstecken
Beim letzten Sträusschen die Stiele besonders sorgfältig unter den Blüten verstecken. Den Bindedraht abschneiden und das Ende flach an den Kranz drücken, damit nichts kratzt.
11. Kränzli schliessen
Zum Schluss gibt es zwei Varianten: Entweder durch die beiden Ösen hinten je ein Band ziehen und das Kränzli damit am Jugendfestmorgen passend zubinden. Oder die Drahtenden direkt miteinander verbinden und sauber verschliessen. Wichtig ist bei beiden Varianten, dass keine Drahtspitzen abstehen oder kratzen – fertig!
12. Kühl lagern
Das fertige Kränzli in einen Plastiksack oder eine Box legen und kühl aufbewahren, zum Beispiel im Kühlschrank oder im Keller. So bleiben Kornblumen und Schleierkraut bis zum Jugendfest möglichst frisch.

Gut zu wissen
Abschluss verstecken.

Wer sein Jugendfestkränzli selber bindet, sollte die Blumen rechtzeitig organisieren. Kornblumen und Schleierkraut können bei der Gärtnerei Vogel in Seon bestellt werden – am besten ein bis zwei Monate vor dem Jugendfest. Eine weitere Möglichkeit bietet zudem der Blumenmarkt in Lenzburg: Dort können am Donnerstagmorgen Blumen abgeholt und gekauft werden. Auch lokale Blumengeschäfte nehmen Bestellungen entgegen oder bieten fixfertige Blumenkränze an. Wer also nicht selber kränzeln möchte, kann den Haarschmuck auch fertig kaufen.
Für alle, die es nicht ganz allein versuchen möchten, aber selber binden wollen, gibt es am Donnerstagnachmittag vor dem Jugendfest jeweils das gemeinsame «Chränzle» auf dem Metzgplatz. Der Anlass wird vom Gemeinnützigen Frauenverein Lenzburg angeboten. Dort kann unter Anleitung gebunden werden; Material ist vorhanden, die Blumen müssen selber mitgebracht werden. Die Teilnahme ist kostenlos.
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Festprogramm Lenzburg 2026




Sonntag, 5. Juli 2026
20.15 Uhr Serenade auf Schloss Lenzburg Stücke von Grieg und Jeanbourquin sowie Arrangements aus Film und Musical Orchester MVL, ConcertBand der Stadtmusik Lenzburg, Leitung: A. Peemöller und B. Wälti
Montag bis Mittwoch, 6. bis 8. Juli 2026
Vorabende der beteiligten Schulen
Mittwoch, 8. Juli 2026
14.00 Uhr Wahl des Kadetten-Kaders auf der Schützenmatte
18.00 Uhr Fischessen im Stadtzelt auf dem Metzgplatz; keine Tischreservation möglich
18.15 Uhr Einmarsch des Kadettenkorps via Rathausgasse zum Freischarenplatz nach der Kaderwahl
Donnerstag, 9. Juli 2026
7.30– Blumenmarkt
11.00 Uhr in der Rathausgasse
13.30– «Chränzle»
15.30 Uhr auf dem Metzgplatz
13.30– Beachvolley-Turnier
17.30 Uhr der Regionalschule Lenzburg im Schwimmbad, ab 13.00 Uhr freier Eintritt
16.45 Uhr Brunnenbesichtigung mit den Stadtführerinnen und Stadtführern mit Start auf dem Freischarenplatz
18.30 Uhr Öffentliche Hauptprobe in der Stadtkirche

19.45 Uhr Kanonenschüsse
Zapfenstreich mit ConcertBand, Brass Band Imperial, Tambouren, Jungtambouren, Jugendspiel und Kader des Kadettenkorps und Fahnenzug der Freischaren
Route: Turnerweg – Bahnhofstrasse – Poststrasse –Burghaldenstrasse – Schlossgasse – Kronenplatz–Leuengasse – Rathausgasse – Kirchgasse Platzkonzert auf dem Freischarenplatz
23.59– Zapfenstreich-Afterparty 6.00 Uhr im Tommasini
Festtag: Freitag, 10. Juli 2026
6.00 Uhr Tagwache Kanonenschüsse und Tambouren*
9.00 Uhr 9. Klassen und HPS (Oberstufe)
Zuzug und anschliessende Feier in der Stadtkirche; Ansprache: Amadou Ndiaye, Olympia-Medaillensieger Bob, Student
9.00 Uhr 7. und 8. Klassen
Zuzug und anschliessende Feier auf dem Metzgplatz; Ansprache: Beatrice Jäggi, Detailhandel, Floristin, Familienfrau
9.00 Uhr 3. bis 6. Klassen und HPS (Mittelstufe)
Zuzug und anschliessende Feier* vor dem Schulhaus Angelrain;
Ansprache: Gerhard Wenzinger, Präsident Jagd Aargau, Förster, Schulleitung BWZ
9.00 Uhr Kindergärten, Primarschule 1. und 2. Klassen und HPS (Kindergarten und Unterstufe)
Zuzug und anschliessende Feier* auf dem Freischarenplatz;
Ansprache: Caroline Schaller, GL-Mitglied HR/ Marketing, Bürokonzept Schaller AG
10.15 Uhr Festzug*
Stadtkirche – Rathausgasse – Schlossgasse–Burghaldenstrasse – Aavorstadt – Freischarenplatz


12.00 Uhr Kanonenschüsse*
12.00 Uhr Eröffnung Festwirtschaft auf der Schützenmatte
13.35 Uhr Auftakt zum Manöver*
Geschenk der Ortsbürgergemeinde; Aufmarsch der Freischaren auf dem Freischarenplatz
13.52 Uhr Abmarsch des Kadettenkorps
Torgasse– Rathausgasse – Metzgplatz –Brättligäu – Schützenmattstrasse
14.00 Uhr Abmarsch der Freischaren
Kirchgasse – Rathausgasse – Metzgplatz –Brättligäu – Schützenmattstrasse; Manöver bis ca. 16.45 Uhr mit Ende auf der Schützenmatte
14.00 Uhr Eröffnung Lunapark auf der Schützenmatte
17.00 Uhr Abmarsch des Kadettenkorps via Rathausgasse zum Schulhaus Angelrain
17.15 Uhr Freischarentanz mit Freischarenmusik auf der Schützenmatte
17.45 Uhr Abmarsch der Freischaren zum Freischarenplatz
19.30 Uhr Jugendfestznacht auf der Schützenmatte oder in der Mehrzweckhalle
20.30– Unterhaltungsprogramm 2.00 Uhr mit Livemusik und Tanz (Tanzbühne)
22.15 Uhr Lampionumzug* Parkplatz Villa Malaga – Schützenmattstrasse –Rathausgasse – Kirchgasse – Poststrasse danach Feuerwerk auf dem Schloss Geschenk der Ortsbürgergemeinde
Samstag, 11. Juli 2026
14.00– Lunapark, Tanzmusik und Unterhaltungs2.00 Uhr programm auf der Schützenmatte

17.15 Uhr Jugendfestkonzert in der geschmückten Stadtkirche
18.00 Uhr Metschgplatsch-Konzert auf dem Metzgplatz
Sonntag, 12. Juli 2026
14.00– Lunapark 20.00 Uhr auf der Schützenmatte
*Programmpunkte, die wetterabhängig durchgeführt oder abgesagt werden können
Unter dem Link lenzburg.ch/jugendfest werden die Entscheide publiziert. Die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern werden direkt von der Schule via «Klapp» über Programmänderungen informiert.
– ab Donnerstag, 9. Juli 2026, 18.00 Uhr Entscheid über die Tagwache mit oder ohne Tambouren, über die Durchführung der Feiern unter freiem Himmel sowie über die Durchführung des Festumzugs
– ab Freitag, 10. Juli 2026, 12.00 Uhr
Entscheid über die Durchführung des Manövers
– ab Freitag, 10. Juli 2026, 16.00 Uhr
Entscheid über die Durchführung des Lampionumzugs
Die traditionellen Kanonenschüsse am Festtag um 12.00 Uhr werden weiterhin abgefeuert. 1 Schuss bedeutet, dass das Manöver nicht stattfindet; 3 Schüsse bedeuten, dass das Manöver stattfindet.
Die Stadt Lenzburg wünscht allen ein schönes Jugendfest 2026!

Weitere Informationen
lenzburg.ch/jugendfest
Unter diesem Link werden die Entscheide zu den wetterabhängigen Programmpunkten publiziert. Auch sind dort allgemeine Informationen zum Fest verfügbar.
Detailprogramme
Schülerinnen und Schüler der beteiligten Schulen und deren Eltern beachten bitte die Detailprogramme ihrer Lehrpersonen.
Blumen
Am Donnerstagmorgen, 9. Juli 2026, werden Schülerinnen und Schüler der Bezirksschule für den Schmuck der Stadtkirche Blumen sammeln. Die Bevölkerung wird gebeten, dafür Blumen bei Haus und Garten bereitzustellen. Es empfiehlt sich, Kornblumen, Chränzli und/oder Anstecker bei den lokalen Blumenanbietern vorzubestellen.
Öffentliche Brunnenbesichtigung
Unsere Stadtführerinnen und Stadtführer zeigen Ihnen auf einer ca. stündigen Tour durch Lenzburg eine Auswahl der vielen jugendfestlich geschmückten Brunnen. Die Führung ist kostenlos und startet am Donnerstag, 9. Juli 2026, um 16.45 Uhr auf dem Freischarenplatz.
Musikalische Umrahmung
Der Umzug wird begleitet von ConcertBand, Brass Band Imperial, Tambouren, Jungtambouren und Jugendspiel Lenzburg.
Lunapark
Schülerinnen und Schüler der beteiligten Schulen erhalten Bons für den Lunapark auf der Schützenmatte. Die Bons sind am Freitag (14.00 bis 22.00 Uhr) und Samstag (14.00 bis 18.00 Uhr) gültig und dürfen ausschliesslich durch Schülerinnen und Schüler eingelöst werden. Das Angebot kann auch gegen Bezahlung genutzt werden.
Festwirtschaft
Für das gesamte Jugendfest von 9. bis 12. Juli 2026 wurde die Festwirtschaft dem Mercure Hotel Krone, Lenzburg, übertragen. Jedes Anbieten von Esswaren, Getränken, Spielwaren usw. in der Stadt und auf dem Festplatz ist ohne Bewilligung der Regionalpolizei verboten. Die Festwirtschaft auf der Schützenmatte öffnet am Freitag, 10. Juli 2026, um 12.00 Uhr.
Jugendfestznacht
Für das Jugendfestznacht (auch Vegi-Menü) können beim Festwirt Bons gekauft werden. Erwachsene zahlen für den Bon Fr. 42.–; das Kinderznacht für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre kostet Fr. 13.–. Die Bons können bis am Festtag um 12.00 Uhr an der Rezeption des Mercure Hotel Krone oder bis um 16.00 Uhr am Hauptbuffet in der Mehrzweckhalle erworben werden. Tischreservationen sind möglich (1 Tisch für 16 Personen) unter Tel. 062 886 65 65.
Parkplatzsituation
Die Anzahl Parkplätze in Lenzburg ist beschränkt. Gäste werden gebeten, mit dem öffentlichen Verkehr oder zu Fuss anzureisen. Detaillierte Informationen zur Parkplatzsituation finden Sie unter www.lenzburg.ch/jugendfest.
Strassensperrungen
Anlässlich des Jugendfests Lenzburg wird die Innenstadt im Veranstaltungsgebiet aus Sicherheitsgründen gesperrt. Aufgrund der sehr hohen Personenfrequenz ist während der Sperrzeiten kein Fahrzeugverkehr in der Innenstadt erlaubt. Detaillierte Informationen dazu finden Sie ebenfalls unter www.lenzburg.ch/jugendfest.
Fundbüro
Bei verlorenen Gegenständen kann die Regionalpolizei Lenzburg kontaktiert werden: Regionalpolizei Lenzburg, Niederlenzerstrasse 27, 5600 Lenzburg, Tel. 062 886 45 55.
Sanität
Der Samariterverein Lenzburg und Umgebung ist mit Posten im Försterhaus am Kronenplatz 24 (Zapfenstreich + Jugendfestumzug) und auf der Schützenmatte (ab Freitagnachmittag) vertreten, Telefon 077 283 82 36. Im Notfall: Ambulanz 144.





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«Ein Jahr ohne Jugendfest ist für mich unvorstellbar»
Die diesjährige Ehrenpräsidentin kann das Jugendfest kaum abwarten und garantiert schönes Wetter. Hierfür hat sie bereits einen Teil ihres Geheimplans umgesetzt.
Rinaldo Feusi
Für Christina Bachmann-Roth kommt es dieses Jahr am Jugendfest zu vielen Premieren: Zum ersten Mal feiert sie es als Stadträtin, als Frau Vizepräsidentin, als Ehrenpräsidentin und als Mutter einer Kadettin. Da gibt es ordentlich zu feiern. Das trifft sich gut: Christina Bachmann-Roth trägt, wie sie selbst sagt, ein ausgeprägtes «Feier-Gen» in sich. Und wer sie kennt, weiss: Wo sie auftaucht, wird es heiter.
Zudem ist Christina Bachmann-Roth Vorsteherin des Werkhofs. «Es ist fantastisch, was unsere Werkhofmitarbeitenden mit dem Leiter Peter Ullmann während der Jugendfestwoche und in den Wochen davor alles leisten, um dieses Fest zu ermöglichen. Die Stadt ist an diesem Tag bis ins letzte Detail herausgeputzt.»
Kein Jugendfest ohne sie
2012 zog Christina Bachmann-Roth nach Lenzburg. Was ein Jugendfest ist, wusste sie damals noch nicht. Aber: «Ich bin im katholischen Beromünster aufgewachsen. Mit Festen kenne ich mich bestens aus!», meint sie und lacht. 2013 lud Hansruedi Baumann sie an seinen Jugendfest-Apéro ein. Sie kam der Einladung selbstverständlich nach

und schnupperte zum ersten Mal Lenzburger Jugendfestluft. «Anders als an der Fasnacht sind an diesem Umzug alle chic angezogen, und alles scheint wohlgeordnet. Fast brav.»
Der Jugendfestzauber packte sie, und dass das Fest alles andere als brav ist, merkte sie schnell. «Es wird viel getanzt, gelacht und jedes zweite Jahr wird mit dem Freischarenmanöver die Stadt in ein Festzelt verwandelt.»
Bachmann-Roth lässt seither kein Jugendfest aus. Sie servierte am Fischessen, verteilte Gipfeli am Blumenmarkt und war am Vorabend gerne unterwegs.
«Ich bin im katholischen Beromünster aufgewachsen. Mit Festen kenne ich mich bestens aus!»
Als Mutter sei man am Jugendfest besonders gefordert. «Es ist nicht immer leicht, die Woche neben dem Beruf zu organisieren. Auch der Festtag an sich ist eine logistische Herausforderung. Doch der Aufwand lohnt sich immer», erklärt sie und ergänzt: «Ein Jahr ohne Jugendfest ist für mich unvorstellbar.»
Besondere Ehre für Bachmann-Roth Als Ehrenpräsidentin obliegen ihr besondere Pflichten. Unter anderem ernennt sie die Jugendfestrednerinnen und Jugendfestredner. Sie entschied sich für einen bunten Mix. In der Stadtkirche spricht Olympia-Medaillengewinner Amadou Ndiaye, den sie – wohlgemerkt bereits vor Olympia –anfragte. Auf dem Metzgplatz spricht Beatrice Jäggi. Sie ist Floristin und Familienfrau. Vor dem Schulhaus Angelrain
spricht Gerhard Wenzinger. Er ist Präsident von Jagd Aargau, Förster sowie Mitglied der Schulleitung des Berufsund Weiterbildungszentrums Brugg (BWZ). Die Ansprache auf dem Freischarenplatz hält Caroline Schaller, Mitglied der Geschäftsleitung der Bürokonzept Schaller AG.
Ebenso ist sie als Ehrenpräsidentin für das Wetter verantwortlich. Nachdem der Regen vor zwei Jahren den Freischaren im Gefecht eine krachende Niederlage bescherte, soll es heuer strahlend blauen Himmel geben. Die Ehrenpräsidentin hat bereits einen Plan: «Vor zwei Jahren war es an der Weinprobe schön, am Manöver regnerisch. Ich habe dieses Jahr den Spiess umgedreht und dafür gesorgt, dass es an der Weinprobe ordentlich regnete. Ich hoffe, dass damit dem Manöver blauer Himmel gegönnt ist.»


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Abschied am schönsten Tag des Jahres
Für Renat Köchli-Buri und Cécile Angliker wird das Lenzburger Jugendfest vom 10. Juli ein besonderer Abschied: Beide erleben den schönsten Tag des Jahres ein letztes Mal als Kindergartenlehrpersonen, bevor sie im Sommer pensioniert werden.
Romi Schmid
Es gibt in Lenzburg viele schöne Tage. Aber nur einen, der für viele der schönste ist: Wenn Musik durch die Gassen zieht, Kinder mit Blumen, Bändern und leuchtenden Augen unterwegs sind, wenn Weiss-Blau die Stadtfarbe ist und selbst jene, die längst nicht mehr zur Schule gehen, wieder ein bisschen Kind werden, dann ist Jugendfest. Für Renat Köchli-Buri und Cécile Angliker wird er diesmal vielleicht noch eine Spur besonderer: Beide erleben ihr letztes Jugendfest als Kindergartenlehrperson; im Sommer werden sie pensioniert. Im Gespräch erzählen sie von ihrem Alltag im Kindergarten, von kleinen Ritualen und grossen Veränderungen, von Erinnerungen, die bleiben – und von einem Fest, das für sie weit mehr bedeutet als den Abschluss eines Schuljahres.
Renat Köchli-Buri, Kindergarten Breitfeld 1
Nach über 35 Jahren Schuldienst im Aargau und 25 Jahren in Lenzburg: Was hat Sie so lange in diesem Beruf gehalten?
Renat Köchli-Buri: Dass ich über all die vielen Jahre Teil einer Berufsgruppe war, die junge Menschen mittels Bildung und Förderung ganzheitlich dabei unterstützt, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden und sich darin wohlzufühlen,

erfüllte mich stets mit viel Freude und Genugtuung. Flexibel und offen zu bleiben gegenüber gesellschaftlichen Begebenheiten, Wertvorstellungen und Normen – das war spannend und interessant. Ebenfalls empfand ich mein grosses bildungspolitisches Interesse und meine Kommissions- und Verbandsaufgaben als Bereicherung.
Was ist das Besondere am Kindergarten Breitfeld 1 – und was werden Sie an diesem Ort am meisten vermissen?
Der Kiga Breitfeld 1 war und ist gut in das Quartier eingebettet. Er wird von der erweiterten Nachbarschaft mit grossem Wohlwollen und Verständnis getragen. Die teils seit Jahrzehnten dort
lebenden Menschen freuen sich über die Lebendigkeit im Quartier. Auch mir persönlich wurde stets mit Wertschätzung und Freude begegnet.
Lenzburg hat sich in den vergangenen 25 Jahren stark verändert. Wie haben Sie diese Veränderung durch die Augen der Kinder erlebt?
Auf den Kiga Breitfeld 1 bezogen: klar das erhöhte Verkehrsaufkommen an der Ringstrasse Nord, insbesondere des Schwerverkehrs. Viele Kinder wohnen direkt an dieser Strasse und müssen sie tagtäglich überqueren. Umso dankbarer war ich für den zweimal im Jahr stattfindenden kindgerechten Verkehrsunterricht durch die Verantwortlichen der Regionalpolizei Lenzburg.
Gibt es etwas, das Kinder heute ganz anders beschäftigt als früher?
Die heutigen Kinder sind punkto Betreuungs- und Bezugspersonen offener und flexibler als früher. Sie sind es gewohnt, von unterschiedlichen Personen an unterschiedlichen Orten und Zeiten betreut zu werden. Ablösungs- und Trennungsschwierigkeiten, gerade beim Start im Sommer, sind nicht mehr das zentrale Thema.
Und umgekehrt: Was ist bei Kindergartenkindern über all die Jahre erstaunlich gleich geblieben? Natürliche Neugierde, Entdeckungsfreude, Staunen-Können über Naturbege -

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Wir wünschen allen ein schönes Jugendfest!

benheiten, beispielsweise bei Waldausflügen, Freude am gemeinsamen Spiel, sich zugehörig fühlen und das Zusammensein mit Gleichaltrigen.
Wenn Sie einem Menschen, der noch nie in einem Kindergarten war, Ihren Alltag beschreiben müssten: Was würde ihn am meisten überraschen?
18 Kinder: 18 verschiedene Persönlichkeiten mit 18 unterschiedlichen Entwicklungs- und Sprachständen, die gemäss Lehrplan 21 mittels der neun entwicklungsorientierten Zugänge ganzheitlich gefördert und unterstützt werden. Übersicht behalten, klare Strukturen, nachvollziehbare Regeln und ... etwas «lärmresistent» zu sein, ist auch von Vorteil.
Kindergarten klingt für viele nach Spielen, Basteln und Singen. Was wird an diesem Beruf Ihrer Meinung nach oft unterschätzt?
Neben dem klar definierten Bildungsauftrag ist man als Klassenlehrperson auch erste Ansprechperson für Eltern, Behörden und Institutionen. Man ist verantwortlich für die Koordination mit Fachlehrpersonen und hat einen seit Jahren steigenden administrativen Aufwand zu bewältigen.
Gibt es einen Satz, den Sie in all den Jahren unzählige Male gesagt haben – und der Ihnen nun vielleicht sogar fehlen wird?
«Guete Morge, liebi Chind vom Breitfäld eis.»
Welche kleinen Rituale im Kindergartenalltag sind Ihnen besonders ans Herz gewachsen? Das wöchentliche Znüni-Buffet, bei welchem wir auf einem Tisch alle Znüni der Kinder zusammentragen, sortieren und bereitstellen. Auch das tägliche Dezember-Adventsritual mit jeweils zwei Adventskindern, die an diesem Morgen spezielle Sachen machen dürfen und ein selbst gebasteltes Geschenk, das ein paar Tage im Voraus an einem «AbendAdventsbasteln» von Mami oder Papi gemacht wurde, erhalten, fand ich immer wunderschön.
In Lenzburg gehört das Jugendfest fest zum Jahresprogramm. Welche Bedeutung hat es für Sie als Kindergartenlehrperson?
Selbst in Lenzburg aufgewachsen und nun seit 25 Jahren hier als Kindergartenlehrperson tätig, ist dies meine 33. Jugendfestteilnahme. Einmal mit dem Jugendfestvirus infiziert, ist es für mich natürlich einer der schönsten Tage im Jahr. Das Besondere daran ist, dass sich während einer ganzen Woche Alt und Jung gemeinsam auf den Festtag vorbereiten. Die Stimmung ist unvergleichlich und einmalig; Lenzburg wirkt fast etwas im Ausnahmezustand – insbesondere in den Jahren des Freischarenmanövers. Schön finde ich auch, dass Traditionen wie das Jugendfest weitergelebt und weitergegeben werden. Dass es dabei hin und wieder kleine organisatorische Anpassungen benötigt, tut dem Grundgedanken des gemeinsamen Feierns keinen Abbruch und dient vor allem dem Wohle der Kinder und Jugendlichen.
Dieses Jahr erleben Sie Ihr letztes Jugendfest im Schuldienst. Wie fühlt sich dieser Gedanke an? Alles hat seine Zeit – meine Entscheidung, leicht verfrüht aus dem Aargauischen Schuldienst auszutreten, habe ich aus freien Stücken so getroffen. Dazu gehören Loslassen, Dankbarkeit über Vergangenes und Freude auf Neues.
Der letzte Jugendfestumzug mit «Ihren» Kindern: Wird das eher ein freudiger, wehmütiger oder sehr besonderer Moment? Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass dieses – mein letztes Jugendfest als Lenzburger Kindergartenlehrperson – nicht besonders ist. Gefühlsmässig sicher ein Mix aus Freude und Wehmut, aber auch Dankbarkeit, dass ich einen solch wunderschönen, bereichernden und wertvollen Beruf über so viele Jahre ausüben konnte.
Gibt es ein Jugendfest-Erlebnis aus den vergangenen Jahren, das Ihnen besonders geblieben ist?
Da es ausserhalb der Norm war, erinnere ich mich gut an das «Breitfeld-
Jugendfest» am 9. Juli 2021. Wegen der Pandemie fanden die symbolisierten Festlichkeiten dezentral und in kleinem Rahmen statt. Trotzdem gelang es uns, den Kindern ein schönes Mini-Jugendfest zu ermöglichen.
Gibt es ehemalige Kindergartenkinder, denen Sie heute als Erwachsene in Lenzburg begegnen?
Sehr oft begegnen mir ehemalige Breitfeld-Kindergartenkinder, jahrgangmässig zwischen 1998 und 2018. Ich freue mich stets darüber; insbesondere bei den Älteren interessiert es mich natürlich, wie es ihnen geht und was für einen Lebensweg sie beruflich und privat eingeschlagen haben. Die jüngeren Kinder sehe ich jeweils auf ihrem Schulweg oder auf dem Pausenplatz. Auch hier nimmt es mich wunder, wie sie den Schulalltag erleben und wie es ihnen geht. Der Zufall will es, dass nach den Sommerferien ein Junge in den Kindergarten Breitfeld 1 eintritt, dessen Vater ich in meinem ersten Breitfeld-Jahr unterrichtete.
Was wünschen Sie dem Kindergarten als Institution für die kommenden Jahre?
Nicht explizit der Bildungsstufe Kindergarten, jedoch einem Teil der Gesellschaft und Politik, die immer noch das Gefühl haben, die ersten beiden Jahre des Zyklus 1, im Aargau Stufe Kindergarten, seien zwar wichtig, jedoch immer wieder verkennen, dass gute Bildung gute Rahmenbedingungen, unter anderem Ressourcen, erfordert und dementsprechend auch kostet, wünsche ich mehr Weitsicht und zukunftsorientiertes Umdenken. Im Kindergarten wird das Fundament für eine ganzheitliche entwicklungsorientierte Bildung gelegt; die Wichtigkeit dieser Tatsache sollte einen klar höheren Stellenwert erlangen.
Mountainbiken, Langlaufen, Wandern, Enkelkinder hüten, Kultur geniessen und ausschlafen: Worauf freuen Sie sich am allermeisten?
Es ist die Mischung aus all den mir am Herzen liegenden Aktivitäten und Be -
gegnungen, worauf ich mich am meisten freue. Als Erstes wird am Samstagmorgen nach dem Jugendfest aber tatsächlich ausgeschlafen.
Cécile Angliker, Kindergarten Mühlematt 1
Wenn Sie an Ihren allerersten Kindergartentag als Lehrperson zurückdenken: Welche Szene kommt Ihnen in den Sinn?
Cécile Angliker: Das war im Frühling 1982 – es ist schon sehr lange her, ich habe es vergessen. Geblieben ist mir aber ein Ereignis aus dem ersten Kindergartenjahr: Während des Turnunterrichts fragte ein Junge, ob er aufs WC gehen dürfe. Als er lange nicht zurückkam, ging ich mit der ganzen Klasse nachschauen. Wir fanden ihn in der Garderobe – sie stand unter Wasser, der Wasserhahn lief, auch die Schuhe der Kinder waren nass. Ich schloss das «Putzchämmerli» auf, gab dem Jungen Kessel und Putzlappen und sagte ihm, dass er nun alles allein aufputzen müsse. Damals war die Situation gar nicht lustig – heute lache ich darüber.
Nach 32 Jahren Schuldienst im Aargau und 15 Jahren in Lenzburg: Was hat Sie so lange in diesem Beruf gehalten?
Meine Liebe zu Kindern! Man kann sie für alles begeistern. Sie sind grundehrlich und sagen direkt, was sie denken. Es gibt jeden Tag lustige Situationen, über welche man herzhaft lachen kann. Lachen ist bekanntlich gesund, tut der Psyche gut und hält jung.
Was ist das Besondere am Kindergarten Mühlematt 1 – und was werden Sie an diesem Ort am meisten vermissen?
Die schöne Aussicht aufs Schloss Lenzburg ist besonders. Ich werde die Kinder meiner Klasse und meine herzensguten Arbeitskolleginnen aus allen vier Mühlematt-Kindergärten am meisten vermissen.
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Lenzburg hat sich in den vergangenen 15 Jahren stark verändert. Wie haben Sie diese Veränderung durch die Augen der Kinder erlebt?
Die Kinder waren früher selbständiger und legten den Schulweg zu Fuss zurück. Heutzutage werden leider viele mit dem Auto gefahren und bis zur Eingangstür gebracht.
Gibt es etwas, das Kinder heute ganz anders beschäftigt als früher?
Der Medienkonsum hat stark zugenommen – früher ging man mehr nach draussen zum Spielen oder in den Wald.
Was ist bei Kindergartenkindern über all die Jahre erstaunlich gleich geblieben?
Sie finden im Kindergarten neue Freunde, mit denen sie gemeinsam spielen können. Diese Freundschaften halten meist auch noch durch die Primarschulzeit.
Wenn Sie einem Menschen, der noch nie in einem Kindergarten war, Ihren Alltag beschreiben müssten: Was würde ihn am meisten überraschen?
Jeder Tag ist anders, man weiss nie, was passiert, und ist ständig auf Trab. Es braucht einen Gesamtüberblick über alle Kinder, damit man sofort da ist, wenn irgendwo etwas ist. Man unterrichtet, hilft, spielt mit, schlichtet Streit, tröstet, verarztet, spricht Mut zu, lobt. Erst nach dem Unterricht merkt man die Müdigkeit.
Kindergarten klingt für viele nach Spielen, Basteln und Singen. Was wird an diesem Beruf Ihrer Meinung nach oft unterschätzt?
In den Klassen hat es Kinder in den verschiedensten Entwicklungsstadien und mit Verhaltensauffälligkeiten. Das Einfühlen und Begleiten jedes einzelnen Kindes braucht viel Zeit. Das Ziel ist es, eine homogene Klasse zu bilden, in welcher sich alle wohlfühlen. Dies ist eine herausfordernde Aufgabe.

Gibt es einen Satz, den Sie in all den Jahren unzählige Male gesagt haben – und der Ihnen nun vielleicht sogar fehlen wird?
«Du bist ein toller Junge.» Und: «Du bist ein tolles Mädchen.»
Welche kleinen Rituale im Kindergartenalltag sind Ihnen besonders ans Herz gewachsen?
Begrüssungs-, Znüni- und Verabschiedungslied oder -vers. Auch das Geburtstags- und Adventsritual finde ich wichtig.
In Lenzburg gehört das Jugendfest fest zum Jahreslauf. Welche Bedeutung hatte es für Sie als Kindergartenlehrperson?
Es ist ein schöner Brauch, um das Schuljahr ausklingen zu lassen. Die Schüler und ihre Lehrpersonen stehen dann einmal im Mittelpunkt. Für mich bedeutet es ein Danke-Sagen für die geleistete Arbeit das ganze Jahr hindurch. Ich geniesse das Jugendfest jeweils sehr.
Dieses Jahr erleben Sie Ihr letztes Jugendfest im Schuldienst. Wie fühlt sich dieser Gedanke an?
Es ist ein freudiger und besonderer Moment! Wer weiss, vielleicht bin ich irgendwann bei einer Stellvertretung ja wieder mit dabei.
Wenn Sie an all die Kinder denken, die Sie begleitet haben: Was hoffen Sie, ihnen mitgegeben zu haben – neben Schneiden, Kleben, Zählen etc.?
Dass sie wichtige und wertvolle Menschen sind und mutig auf Neues zugehen können und sich auch trauen, um Hilfe zu bitten und Fragen zu stellen.
Gibt es ehemalige Kindergartenkinder, denen Sie heute als Erwachsene in Lenzburg begegnen? Wie ist das für Sie?
Ja, es kam mir kürzlich auf dem Weg zum Bahnhof ein junger Mann mit einem Motorrad entgegen. Er stieg ab, kam zu mir und begrüsste mich und fragte, ob ich ihn noch kennen würde. Leider wusste ich seinen Namen nicht mehr, da sich junge Menschen im Aussehen sehr verändern. Er nannte mir dann den Namen und erzählte aus seinem Leben. Das hat mich sehr gefreut!
Was wünschen Sie sich für die Kinder, die heute in Lenzburg aufwachsen?
Mehr Menschlichkeit und Herzenswärme und dass man sich mehr Zeit für sie, ihre Erziehung und ihre Anliegen nimmt.
Und was wünschen Sie dem Kindergarten als Institution für die kommenden Jahre?
Das Unterrichten der Kinder, ihre Entwicklung und Förderung ist das «Kerngeschäft» im Kindergarten. Es sollte wieder mehr Gewicht erhalten. Bei Schwierigkeiten in der Klasse sollten Assistenzen zum Wohle der Lehrpersonen verhaltensauffällige Kinder betreuen. Hier darf nicht gespart werden.
Worauf freuen Sie sich mit Blick auf die Zeit nach der Pensionierung am meisten?
Ich freue mich, ausserhalb der Schulferien einmal Ferien planen zu können. Ebenso sind nun bei schönem Wetter unter der Woche Ausflüge möglich. Am meisten freue ich mich jedoch auf einen jungen Collie-Welpen, der Ende August in unser Zuhause einziehen wird.




WirwünschenIhnen einschönes Jugendfest


Der Mann hinter den Pins

Sie gehören zu den Manöverjahren wie das «Hono» zum «Lulu»: die Freischarenpins. Seit 2018 gestaltet sie Fritz Huser. Er übernahm die Ehre, wie er die Aufgabe nennt, von Karikaturist Jürg Furrer.
Rinaldo Feusi
«Das ist schon etwas Besonderes», erklärt Fritz Huser in seinem Atelier im Müllerhaus. Vor ihm steht ein grosser Holztisch. Wer ihn öfters besucht, kennt den Anblick. Darauf verteilt liegen Farben, Stifte, Pinsel, Entwürfe auf Transparenzpapier, Pins ehemaliger Jugendfeste und Original-Zeichnungen im Postkartenformat. Wo die einen etwa Unordnung vermuten, wissen die Kenner: Das ist ein Zeugnis der unzähligen
Stunden, die Huser in die Pins investiert. Einige Originale hängen an den Wänden – verspielt, frech, bunt und losgelöst. Er serviert frisch aufgebrühten Kaffee. Der Künstler gilt bei seinen Besucherinnen und Besuchern auch als grandioser Gastgeber.
Die Pins im Wandel der Zeit «Alle Pins haben ihren eigenen Zauber», sagt er. Dabei liegt sein künstlerischer Schwerpunkt eigentlich auf Malerei und Illustration. «Es ist ein sehr plakatives Malen. Eine Form der Kunst, der ich eher weniger nachgehe.» Weswegen er sich jedes Mal von neuem auf den Auftrag freut, obwohl ihm die Arbeit zu Beginn nie leicht von den Händen geht. «Das Manöver ist jedes Mal das gleiche – und trotzdem immer etwas völlig Neues»,

meint er mit einem Lächeln im Gesicht. Anfangs sei es immer ein wenig schwer, wieder in den Prozess reinzukommen: «Die Welt dreht sich ja weiterhin von Manöver zu Manöver.» Er meint damit die ständige Weiterentwicklung der
Dieses Kunstwerk gehört den Kadetten. Fotos: zvg
Pins kommen durch Commission Jahrelang zeichnete Jürg Furrer die Pins. Seine Cartoons und Karikaturen waren Ein Blick über die Schulter des Kunstschaffenden.
Freischarenkultur. War es früher beispielsweise noch völlig in Ordnung, Indianer zu zeichnen, ist das heute ein klares Tabu. Als einschränkend fühlt sich das für ihn aber nicht an. «Das Jugendfest ist so vielseitig.» Da finde man immer etwas, was Freude bereite. «Durch die Pins habe ich das grosse Privileg, dasselbe Fest immer wieder neu erfinden und entdecken zu dürfen.»






Schadenskizze

























































































































Wir wünschen allenein unvergessliches Jugendfest 2026!








































































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über Jahrzehnte nicht aus der Medienlandschaft wegzudenken. Als er verstarb, fragte Säckelmeister Edmund Bumann Fritz Huser für die Aufgabe an. Dieser war sofort begeistert. Huser zeichnet die Pins plakativ. «Ich möchte, dass sofort erkannt wird, was darauf abgebildet ist.» Originell und mit frischen Ideen sollen die Bilder sein. «Frisch und korrekt» sind die einzigen Vorgaben, die er von der Freischaren-Commission erhält. Mit den ersten Entwürfen beginnt Huser jeweils im Herbst des Vorjahres zum Manöverjahr. «Während die Jugendfest-Eindrücke noch frisch sind», erklärt er den Entscheid. Erst beginnt er mit den Skizzen auf Papier. Dann kommen die Werke weiter auf Transparenzpapier und schliesslich zurück auf normales im Postkartenformat. Mit der Abgabe des Entwurfs an die Freischaren-Jury sei die Arbeit in der Regel abgeschlossen.

«Früher musste ich noch ab und an etwas abändern. Aber mittlerweile weiss ich, worum es geht», meint er und lacht. Trotzdem macht es ihn jedes Jahr nervös, auf die Rückmeldungen zu warten.
Der Geniesser schmunzelt und schweigt
Dass vielen Leuten gar nicht bewusst ist, dass er die Pins malt, findet Huser ziemlich ulkig. Dann schaut er den Menschen gerne zu und denkt sich seinen Teil: «Da läuft die ganze Stadt mit den Pins rum und ich habe sie gemalt. Das ist schon lustig.» Ein Anstecker hat jeweils ein Kadetten-Sujet, der andere gehört den Freischaren. Beide zu tragen, ist Ehrensache. Für ihn sei das Schönste an den Pins aber nicht mal, dass sie von der ganzen Stadt getragen werden: «Das Schönste ist eigentlich für mich, dass ich meinen Beitrag zu diesem ganz besonderen Fest leisten darf.»



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