Donnerstag, 26. Februar 2026
118. Jahrgang
Nr. 9
111 Jahre
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Bancomat gesprengt, Täter geschnappt Die Schweiz scheine ein lohnenswertes Ziel für Geldautomaten-Angriffe zu sein, heisst es seitens der Bundespolizei. In den letzten Jahren gab es wöchentlich Überfälle. Bei der jüngsten Tat in Breitenbach war die Polizei den Räubern dicht auf den Fersen.
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In Laufen schliesst die Erdgastankstelle auf dem Bieli-Areal mit der Begründung, der Betrieb lohne sich nicht mehr. Die nächste Gastankstelle befindet sich in Aesch oder dann in Delémont, wo man auf Biogas setzt.
Bea Asper Noch bevor die Anwohnerschaft in der Nacht auf den 13. Februar einen Angriff auf den Geldautomaten meldete, war die Patrouille der Solothurner Kantonspolizei bereits auf dem Weg zum Wydehof. Die Polizisten hatten den Knall der Explosion gehört, da sie sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Posten in Breitenbach befanden. Es kam zur Verfolgungsjagd — und zum Erfolg dank der internationalen Zusammenarbeit. Die Täterschaft konnte in Holland geschnappt werden, teilte die Bundespolizei (Fedpol) wenige Tage nach dem Überfall auf den UBSGeldautomaten in Breitenbach mit. Details kann Mediensprecher Patrick Jean keine preisgeben. Es sei in Abklärung, welche anderen Delikte auf das Konto der Täterschaft gehen. «Die Geldautomaten-Angriffe erfolgen auf verschiedene Weisen; bis 2018 versuchten Täter, die Automaten mit einem Seil herauszureissen. Heute nutzen die Räuber Sprengstoff, um Zeit zu gewinnen. In den letzten Jahren nahmen Geldautomaten-Angriffe mit Gas zu. Dabei wird Gas in die Geldautomaten eingelassen und gezündet. Dessen Dosierung ist aber nicht einfach. Die neusten Automaten können Gas ausserdem erkennen
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Massive Schäden: Die Explosion vom 13. Februar hinterlässt in der UBS-Filiale im Wydehof Center in Breitenbach grosse Schäden. FOTO: BEA ASPER Holzbretter zeugen noch davon. und Gegenmassnahmen einleiten», führt Jean aus. Im Juli 2022 wurde der Raiffeisen-Geldautomat in Kleinlützel, am 11. August der Automat in Nuglar gesprengt, im März 2023 kam es in Hofstetten zu einem Angriff, wobei das Gebäude mit Wohneinheit durch die Explosion in Brand geriet. Im Juli 2024 traf es in Laufen den Geldautomaten der Valiant, im April 2025 den Geldtresor der Raiffeisenbank in Büren und im November den UBS-Bancomaten in Laufen. Die Grenzregion Leimental– Laufental sei nicht mehr betroffen als andere Regionen. Seit 2020 seien schweizweit über 275 Angriffe auf Geldautomaten registriert worden. «Die Schweiz scheint ein lohnenswertes Ziel für Geldautomaten-Angriffe zu sein. Mögliche Gründe dafür sind die Kleinräumigkeit und das dichte Netz von Automaten in der Schweiz», erklärt Jean. Viele Automaten stehen frei zugänglich an Aussenwänden kleiner Bankfilialen oder Ge-
schäfte — oft in ländlichen Regionen oder kleinen Ortschaften. Recherchen zeigen, dass es in Frankreich früher zahlreiche Angriffe auf Geldautomaten gab, mittlerweile nur noch wenige. Die Polizei gibt als Grund an, dass die Banken flächendeckend Gegenmassnahmen eingeleitet hätten. Die Geldinstitute platzieren ihre Automaten in mit Stahl verstärkten Zonen im Gebäudeinneren und setzen auf automatische Einfärbesysteme für Geldscheine bei Angriffen sowie auf Gasneutralisierungssysteme. Inwiefern die Schweiz mittlerweile ebenfalls aufgerüstet hat, bleibt das Geheimnis der Banken. Nachgefragt bei der UBS stellt Ronnie Petermann von der Pressestelle klar, dass die Bank zu Schadenssummen und zu ihrem Sicherheitssystem keine Auskunft gebe, sie stehe jedoch im Austausch mit Fedpol und anderen Banken. Für die UBS habe die Sicherheit ihrer Bancomaten weiterhin höchste Priorität, und man prüfe, wie es in Breitenbach weitergehen
soll, erklärt Petermann. Vorerst könnten die Kundinnen und Kunden an den regionalen Nachbarstandorten Bargeld beziehen. Die Raiffeisenbank gibt ebenfalls keine Details bekannt, hält aber fest: «Die Bancomaten der Raiffeisen Gruppe sind gegen die gängigsten Risiken marktüblich versichert. Raiffeisen verfügt mit 1463 Bancomaten über das dichteste Bancomaten-Netz der Schweiz, was die Wahrscheinlichkeit für Manipulationen an unseren Geräten potenziell erhöht», gibt Mediensprecher Joël Grandchamp zu bedenken. «Generell kann gesagt werden, dass das Sicherheitsteam von Raiffeisen Schweiz die aktuelle Lage detailliert analysiert und daraus allfällige Massnahmen ableitet — beispielsweise empfiehlt Raiffeisen Schweiz den Raiffeisenbanken, ihre Bancomaten mit einem Einfärbesystem auszurüsten.
BEINWIL
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Im Kloster Beinwil haben orthodoxe Mönche ihre Heimat gefunden. Wie es weitergeht, ist zurzeit offen: Die Stiftung Kloster Beinwil löst sich auf. Die Kirchgemeinde Beinwil entscheidet bald darüber, ob sie das Kloster übernehmen will.
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