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Donnerstag, 6. Februar 2025

116. Jahrgang Nr. 6 SCHRÄNKE KÜCHEN BADMÖBEL ALUOFFICE

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Doku: Dornach im Rampenlicht Francis de Andrade plant eine Filmproduktion, in der das Kloster Dornach eine zentrale Rolle spielt. Es ist nicht der erste Film des Basler Produzenten zur Dornacher Geschichte.

Aesch

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Fabia Maieroni Benedikt Hugi schaut entschlossen die Burgmauer hinunter. Ein Heer mit Tausenden gelb-schwarz gekleideten, gut ausgerüsteten Soldaten marschiert über die Hügelkuppe. Ihr Ziel: Burg Dorneck, wo sich Hugi, der Vogt zu Dorneck, gegen den Angriff wappnet. Die Szene pausiert. «Allein diese Armee zu designen, hat uns viel Zeit gekostet», sagt Francis de Andrade nicht ohne Stolz. Wir stehen in seinem Filmatelier am Basler Rheinufer. Hier arbeitet der Produzent am Filmprojekt, das er zusammen mit seinem Team aus Historikern, 3D-Designern und einem Sound-Designer realisiert hat. 2021 – mitten in der Pandemie – veröffentlichte de Andrade einen Dokumentarfilm über die Schlacht von Dornach. Der rund 50-minütige Streifen bettet die Ereignisse von 1499 in die Schweizer und die europäische Geschichte ein. Dabei ordnen drei Experten die Geschehnisse ein. Regie geführt hat mit Moritz Willenegger ein Historiker. Inzwischen ist «Dornach 1499. Söldner im endlosen Krieg» auf Youtube zu sehen. Bereits 75 000-mal wurde der Film aufgerufen.

Der zweite Teil dreht sich um die Dornacher Mönche

Nun plant de Andrade eine Fortsetzung. Sein nächster Film wird sich um den Orden der Franziskaner in Basel drehen. «Nach der Reformation sollten die katho-

Zonenplanrevision: Aesch hat die Ergebnisse der Mitwirkung zur Revision des Zonenplans vorgestellt. Ein Gutachten des Kantons zum Kindergarten sorgt dabei für Irritationen.

Münchenstein

Brennt für Geschichte: Francis de Andrade lässt in seinen Filmen Historisches wieder aufleben. lischen Brüder des Ordens eigentlich aus der Stadt Basel vertrieben werden. Doch rasch wurde klar, dass die Kapuzinermönche (ein franziskanischer Orden) wichtige soziale Institutionen wie etwa Spitäler und Waisenhäuser betrieben», erklärt de Andrade. «Deshalb hat man sie schliesslich nicht verjagt.» 1672 erhielten die Mönche ein neues Kloster in Dornach. Maria Magdalena von Roll testamentierte 6000 Gulden zu dessen Gründung. Denn die Kapuziner hatten ihr Kloster in der Stadt Basel den Armen und Kranken zur Verfügung gestellt. 1673 zogen die ersten Mönche in das noch unfertige Kloster ein. Der Orden hatte nun den offiziellen Sitz in Dornach. Der Arbeitstitel des geplanten Films lautet «Mönche, die barfuss gingen». De

Andrade will darin der Frage nachgehen, was die Mönche in der Region bewirkt und welche Rolle sie in Dornach gespielt haben.

Auf der Suche nach finanziellen Mitteln

Beim Vorgängerfilm «Dornach 1499» musste der Produzent mit relativ geringen finanziellen Mitteln auskommen. Während hinter den Kulissen Profis arbeiteten, spielten vor den Kameras etwa Laiendarstellende die Szenen nach. Der zweite Teil werde wesentlich aufwendiger und professioneller als der erste Teil, sagt de Andrade. Gedreht werden soll an den Originalschauplätzen – aber auch 3D-Animationen spielen eine wichtige Rolle. So sollen historische Bauten

FOTO: FABIA MAIERONI

rekonstruiert und in den Film eingebettet werden. Professionelle Schauspieler sollen den Stoff interessant vermitteln – «historisch akkurat, versteht sich», so de Andrade. Weiterhin wird der Filmemacher von Historikern und Fachleuten unterstützt. Das Budget für das neue Projekt sei zehnmal höher als jenes des Vorgängers. Der Kanton Solothurn, die Gemeinde Dornach und die Raiffeisenbank Dornach hätten bereits finanzielle Unterstützung zugesichert. Doch das reiche nicht – das Team sei auf weitere Gelder angewiesen. Die Suche nach Sponsoren laufe derzeit. Daneben verfolgt der umtriebige Produzent weitere Filmprojekte. Fortsetzung auf Seite 2

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