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Stadtorchester Olten Sinfoniekonzert
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Olten, Donnerstag, 17. November 2022 | Nr. 46 | 90. Jahrgang | Auflage 34 383 | Post CH AG
Irène Dietschi Der Weingarten
Sonntag, 20. November 2022, 17.00 Uhr, Konzertsaal Olten Leitung: André Froelicher Solist: Alexandre Dubach, Violine Werke: P. Tschaikowski: Violinkonzert D-Dur op.35 A. Dvorak: Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88 Eintrittspreise: Erwachsene Fr. 40.– Jugendliche Fr. 20.– Kinder gratis, kein Vorverkauf
Für alle, die im Alter daheim leben wollen. Irène Dietschi, Journalistin.
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In diesem Jahr warten eine Tomatencreme- und eine Rüebli-Ingwer-Suppe auf hungrige Passantinnen und Passanten. (Bild: ZVG)
Weihnachtsmarkt Festlicher Weihnachtsmarkt mit Marktständen, Köstlichkeiten und winterlichen Getränken
Senevita Residenz Bornblick im Herzen von Olten 26. November 2022 13.00 - 16.00 Uhr Solothurnerstrasse 70 4600 Olten 062 311 00 30
THEATERGRUPPE WINZNAU
Theateraufführung Achtung Bär!
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Däniken-Niederamt
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Suppe löffeln für den guten Zweck
SUPPENTAG Heute in einer Woche findet der 19. nationale Suppentag der Schweizer Tafel statt. In Olten zeichnet zum vierten Mal der Frauen-Serviceclub Inner Wheel Club Olten-Niederamt für dessen Organisation verantwortlich. Prominente unterstützen die Spendenaktion. ACHIM GÜNTER
A
m kommenden Donnerstag wird sich vor dem Coop City in Olten ein nicht alltägliches, aber dennoch bereits vertrautes Bild bieten. Olten ist – wie 14 andere Standorte auch – Schauplatz des Suppentages der Schweizer Tafel am 24. November. Mehr oder weniger prominente Gesichter werden von 11 bis 19 Uhr Suppen und Backwaren an Passantinnen oder Passanten abgeben. Diese entrichten für die stärkenden Köstlichkeiten einen selbstgewählten Betrag. Sämtliche Einnahmen des Suppentages kommen der Schweizer Tafel zugute. Die Stiftung Schweizer Tafel wurde 2001 gegründet – mit einem doppelten Ziel. Indem überschüssige Lebensmittel an bedürftige Personen verteilt werden, soll einerseits Armut, andererseits Food Waste bekämpft werden. Der Suppentag, die bekannte Spendenaktion der Schweizer Tafel, findet heuer zum bereits 19. Mal statt. Auch in Olten hat der Anlass längst Tradition. Lange unter Federführung der lokalen Credit-Suisse-Filiale, organisiert 2022 der Inner Wheel Club den Suppentag bereits zum vierten Mal in Eigenregie, nachdem er zuvor seit 2013 in unterstützender Form daran mitgewirkt hat.
Mit viel Herzblut dabei
Als Projektleiterin amtet Zita Schoch. Die pensionierte Ausbilderin ist seit 2017
Mitglied im Inner Wheel Club Olten-Niederamt. Eine «normale» Durchführung hat sie seither nur einmal erlebt, im Jahr 2019. 2020 wurde der Suppentag weZita Schoch. gen der Pandemie in reduzierter Form bei der Suppenstube durchgeführt, 2021 wegen der Baustelle vor dem Coop City auf der Holzbrücke. Nun, 2022, soll wieder mal alles so sein wie eigentlich gewohnt. Trotz ungewohnter Standorte in den beiden letzten Jahren: Der Suppentag fand sein Publikum, mehr als das sogar. Zita Schoch formuliert es nicht ohne Stolz so: «Seit wir vom Inner Wheel Club die Organisation übernommen haben, sind die Spendeneinnahmen laufend gestiegen – und zwar markant.» Sie führt das auf das Herzblut zurück, mit dem alle «Inner Wheelerinnen» jeweils am Werk seien. «Für unseren Klub ist das ein ganz wichtiges Projekt im Jahresverlauf, sämtliche Frauen sind auf irgendeine Weise involviert.» Ausserdem zapften sie ihr gesamtes Netzwerk an. Letztes Jahr wurden in Olten mehr als 8000 Franken eingenommen. Gesamtschweizerisch durfte sich die Schweizer Tafel anlässlich des Suppentages 2021 über einen Zustupf von rund 100 000 Franken freuen. Nach dem Rückzug der Credit Suisse 2018 seien sie gern in die Bresche gesprungen, erklärt Schoch. «Wir finden es eine sinnvolle Sache. Und es entspricht dem Vereinszweck, ein soziales Engagement an den Tag zu legen.» In der Stadt sichtbar ist der Inner Wheel Club jeweils auch mit einem Muttertagsstand. Dessen Einnahmen kommen stets dem jeweiligen Sozialprojekt der gerade amtierenden Präsidentin zugute. Alles, was für den Suppentag benötigt wird, stellen lokale Sponsoren gratis zur Verfügung, seien das Nahrungsmittel, Infrastrukturen oder der genutzte Raum. In Olten, freut sich Schoch, klappe das
«wunderbar». Der Anlass sei inzwischen in der Dreitannenstadt breit abgestützt. Denn: «Es soll wirklich der hinterste und letzte eingenommene Franken der Schweizer Tafel zugutekommen.» Grundsätzlich ist jeder Konsumentin und jedem Konsumenten überlassen, wie viel ihm das Erworbene wert ist. «Aber wir zählen natürlich auf die Grosszügigkeit der Besucherinnen und Besucher», sagt die Oltnerin. Teil des Konzepts des Suppentags ist die Anwesenheit prominenter Persönlichkeiten am Stand. Kulturschaffende, Sportler sowie Politikerinnen und Politiker machen in Olten zum Beispiel ihre Aufwartung. Etwa Pedro Lenz und Kilian Ziegler, sämtliche Oltner Stadträte, die Solothurner Regierungsrätin Susanne Schaffner, die beiden EHCO-Spieler Simon Seiler und Lukas Lhotak und einige mehr. Angeboten werden heuer eine Tomatencreme- und eine Rüebli-Ingwer-Suppe, kredenzt vom Restaurant Astoria. Das Brot kommt von der Bäckerei Wälchli. Zahlreiche Backwaren werden von den Clubmitgliedern zubereitet. Kaffee und Tee sind ebenfalls im Angebot. Wer mag, kann sich sogar kurz setzen. Sitzgelegenheiten werden vorhanden sein.
Nachdenklich stimmende Zahlen
Dass der Suppentag einem Bedürfnis entspricht, mögen ein paar Zahlen veranschaulichen. Gemäss Angaben der Schweizer Tafel landen alleine in der Schweiz pro Jahr 2,8 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall. Die Stiftung rettet jährlich 4700 Tonnen einwandfreie, aber überschüssige Lebensmittel vor dem Verfall, und pro Tag verteilt sie 18 Tonnen Lebensmittel an über 500 soziale Institutionen und Abgabestellen. Bereits mit einer vergleichsweise bescheidenen Spende von 50 Franken können laut Zita Schoch 100 Kilogramm Lebensmittel gerettet und 200 Mahlzeiten generiert werden. Es sind Zahlen, die einen Besuch des Suppentages zweifellos nahelegen. o l te n - n i e d e ra m t . i n n e r w h e e l . c h
A
nfang Monat schlug in Olten die Stunde des Boulevards: Im Alters- und Pflegeheim Weingarten waren Fälle von Krätze aufgetreten. Tele M1 zeigte schonungslos den verwüsteten Rücken einer betroffenen Bewohnerin, und das Oltner Tagblatt schrieb: «Auch das noch!» Blick hätte es nicht besser gekonnt. Es folgte keine Einordnung des Geschehens aus ärztlicher Sicht. Kein Hinweis darauf, dass Krätzemilben in Einrichtungen wie Alters- und Pflegeheimen häufig sind, «überall dort, wo Personen betreut oder medizinisch versorgt werden, und in denen enger Haut-zu-Haut-Kontakt üblich ist», wie das Robert-Koch-Institut festhält. Solches interessierte die lokalen Berichterstatter nicht, denn für sie stand von vorneherein fest: Die Milben sind symptomatisch für schlimme Zustände. Mein Vater lebt seit September im Weingarten. Er, der niemals in einem Heim leben wollte, brauchte von jetzt auf gleich einen Pflegeplatz; im Weingarten gab es einen. Mein Vater hadert mit seiner Situation. Und dennoch: Über die Mitarbeitenden im Weingarten sagt er nur Gutes – freundlich seien sie, und engagiert. An einem schönen Nachmittag im Oktober, als er und meine Mutter auf der sonnigen Terrasse Kaffee tranken, kam ihm sogar ein «es ist eigentlich ganz schön hier» über die Lippen. Dass es vor kurzem Krätze gegeben hat, hat er nicht mitbekommen. Liebe Oltnerinnen und Oltner, das Boulevard-Bashing wird dem Weingarten nicht gerecht. Ich empfehle Ihnen: Machen Sie sich von dieser bald 100-jährigen Institution Ihr eigenes Bild. Sie werden Angestellte erleben, die sich Tag für Tag dafür einsetzen, aus den bisweilen schweren Situationen alter Menschen das Beste zu machen. Man kann ihre Arbeit gar nicht hoch genug schätzen.