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Donnerstag, 24. Oktober 2024

115. Jahrgang

Nr. 43

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«Projekte der Region Basel haben hohen Stellenwert» Bundesrat Albert Rösti (SVP) hält kommenden Montag am Pfeffinger Forum einen Vortrag über die Auslastung der Infrastruktur. Im Interview erklärt er, warum sich der Bundesrat für einen Ausbau der Nationalstrassen ausspricht, wieso er gleichzeitig im regionalen ÖV sparen will und wieso die Projekte der Region Basel wichtig sind.

Region

Transformation: Bis Ende Monat können die Dornacherinnen und Dornacher beim Teilzonenplan Wydeneck mitwirken. HiagCEO Marco Feusi und Arealentwickler Julius Grewe-Rellmann geben im Interview Antworten zu den drängendsten Fragen.

Aesch

Interview: Fabia Maieroni Herr Rösti, Sie halten am Pfeffinger Forum ein Referat mit dem Titel «Infrastruktur am Limit?». In welchen Bereichen ist unsere Infrastruktur überlastet? Albert Rösti: Die Nationalstrassen sind an verschiedenen Stellen überlastet und der Verkehr nimmt weiter zu. Die Folgen sind Stau und hohe Kosten für Bevölkerung und Wirtschaft. Der Bundesrat und das Parlament wollen mit sechs Projekten gezielt Engpässe beseitigen, damit Lastwagen und Autos nicht in Wohnquartiere und Dörfer ausweichen. Das sorgt auch für mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden und weniger Schadstoffausstoss. Am 24. November stimmen wir über den Ausbau von Nationalstrassen ab. Darunter ist auch das Projekt für den neuen Rheintunnel in Basel. Kostenpunkt für alle sechs Projekte: rund fünf Milliarden Franken. Bundesrat und Parlament sind für diesen Ausbau. Weshalb?

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Ist unsere Infrastruktur am Limit? Dieser Frage geht Bundesrat Albert Rösti in seinem Referat am Pfeffinger Forum nach. FOTO: CH MEDIA ARCHIV / RAPHAEL DUPAIN

Der Basler Abschnitt der A2 zwischen den Verzweigungen Wiese und Hagnau ist heute insbesondere an Werktagen stark überlastet. Die Situation dürfte sich aufgrund der Verkehrszunahme weiter zuspitzen. Ohne Gegenmassnahmen werden Staustunden sowie Ausweichverkehr in Quartiere und umliegende Agglomerationsgemeinden weiter zunehmen. Das aus den 1960er-Jahren stammende Nationalstrassennetz soll den heutigen und zukünftigen Bedürfnissen der Gesellschaft und Wirtschaft angepasst werden und Dörfer und Quartiere von staubedingtem Ausweichverkehr befreien. Die Gegner der Vorlage sagen, mit dem Autobahnausbau nehme der Verkehr

zu, die Umweltbelastung und der CO2Ausstoss würden höher. Der Verkehr nimmt nicht aufgrund des Ausbaus zu, wir reagieren mit dem Ausbau auf die gestiegene Nachfrage, die sich auch aus dem Bevölkerungswachstum ergeben hat. Deshalb setzt das Bundesamt für Strassen (Astra) heute und auch in Zukunft nebst gezielten Ausbauten auch auf verschiedene wirksame Verkehrsmanagement-Massnahmen wie etwa das flexible Reduzieren der Geschwindigkeit zu Spitzenzeiten. Mit diesen Massnahmen sollen die vorhandenen Strasseninfrastrukturen möglichst effizient genutzt werden. Dank des technologischen Fortschritts, vor allem der Elektrifizierung des Strassenverkehrs, wird dieser effizienter und klima-

Süsses oder Saures?

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freundlicher. Weniger Stau bedeutet zudem auch weniger CO2-Ausstoss. Ein Dauerthema der Region Basel ist die angespannte Verkehrssituation auf der Nationalstrasse 18 (N18). Lange Staus sind an der Tagesordnung. Ein Komitee fordert einen Ausbau der N18 sowie die Beseitigung der Engpässe. Wie ist der Stand der aktuellen Korridorstudie und welche Bedeutung schreiben Sie dem Projekt zu? Die Korridorstudie Basel Delémont ist noch in Arbeit. Die Publikation ist für Ende Jahr 2024 geplant. Es ist für den Bund unbestritten, dass auf dieser Achse Verkehrsprobleme bestehen und diese gelöst werden müssen. Fortsetzung auf Seite 2

Prix d’Aesch: Der Natur- und Vogelschutzverein erhält den neu geschaffenen Preis. Über hundert Interessierte fieberten bei der Preisverleihung am «Früschmärt» mit.

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