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Olten, Donnerstag, 12. Oktober 2023 | Nr. 41 | 91. Jahrgang | Auflage 34 383 | Post CH AG
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Nationalratswahlen vom 22. Oktober 2023 LISTE 9
Finja Basan, Wahloltnerin und Kommunikationsmitarbeiterin.
Die Mitte Kanton Solothurn
(Bild: Remo Buess)
E Im Oberlauf des Gretzenbacher Wissbächli hat ein Biber diesen Bau angelegt und so den Bach gestaut. (Bild: Achim Günter)
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Dynamische Schirmart BIBER Wer am Aareufer entlangspaziert, stösst früher oder später auf Spuren seiner Präsenz. Der Biber ist in unserer Region längst wieder allgegenwärtig – und wegen seiner Aktivitäten sowohl geschätzt als auch gefürchtet.
Am 22. Oktober 2023 Franziska Roth in den Ständerat. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
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r gilt als meisterhafter Landschaftsgestalter unter den Tieren: der Biber. Und weil sich auch der Mensch als solcher begreift, ist die Beziehung nicht frei von Spannungen. Der Biber untergräbt Uferwege und -böschungen, staut Bäche, tut sich an Bäumen gütlich. Konflikte sind vorprogrammiert. Allerdings: Der Biber ist ein geschütztes Tier, darf also nicht gejagt werden. Und: Mit seinem vielfältigen Wirken tut er viel Gutes für die Natur, schafft Lebensbedingungen für zahlreiche andere Tiere, auch seltene und bedrohte. Anfang des 19. Jahrhunderts, also vor rund 200 Jahren, ausgerottet, konnte die dauerhafte Präsenz des Bibers in Olten und Umgebung im Jahr 2008 erstmals wieder nachgewiesen werden. Laut Valerie Arnaldi, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Jagd beim kantonalen Amt für Wald, Jagd und Fischerei, war das überraschend spät. In der unmittelbar angrenzenden Region Aarau seien nämlich bereits 1978 erste Familienreviere des Bibers festgestellt worden. «Aber die Tiere wanderten dann eher in Richtung Osten.» In den vergangenen 15 Jahren hat sich das zweitgrösste Nagetier der Erde aber stark ausgebreitet. Allein auf Oltner Stadtgebiet geht man gemäss Arnaldi derzeit von vier Biberrevieren aus, drei an der Aare (nahe Winznau, Chessiloch und Ruppoldingen) sowie ein neues am Mittelgäubach im Gheidgraben. «Man kann davon ausgehen, dass der gesamte Aarelauf im Mittelland von Biberrevieren besetzt ist», so Arnaldi. «Die abwan-
dernden Tiere weichen nun zunehmend in die kleineren Seitengewässer aus.» Daniel Kleger, Revierförster im Forstrevier Niederamt und als solcher für ein Dutzend Gemeinden zuständig, geht davon aus, dass der Biber in seinem Forstrevier «überall dort präsent ist, wo es sich eignet». Neben der Aare nennt er explizit die Oberläufe des Wissbächli in Gretzenbach und des Bachs in Däniken als Biberreviere. In Däniken habe der Nager vor einigen Jahren auch mal für eine kleinere Überschwemmung gesorgt und einige Obstbäume gefällt. Im Allgemeinen, erzählt Kleger, dringen aber wegen des Bibers eher selten Klagen zu ihm.
Am meisten Konflikte mit Landwirtschaft
Arnaldi stuft das Verhältnis von Bevölkerung und Biber als «ambivalent» ein. Die Leute fänden ihn «herzig und faszinierend». Seien sie von seinen Aktivitäten jedoch selbst betroffen, nehme die Akzeptanz ab. Die Stauaktivitäten verursachten die höchsten Kosten, etwa wenn durch die Stauung eines Baches plötzlich der Garten oder sogar der Keller überschwemmt werde. Aber auch Einstürze von Geländepartien durch Grabaktionen seien problematisch. Baumfällungen seien meist vor allem emotional ein Problem. Der grösste Teil der Konfliktsituationen betreffe die Landwirtschaft. Arnaldi ist sich bewusst: «In einer so statischen Landschaft, wie wir sie erschaffen haben, hat ein so dynamisch wirkendes Tier wie der Biber nur begrenzt Platz.» Der Biber ist ein reiner Pflanzenfresser. Besonders wählerisch ist er nicht, auch nicht bei den Baumarten. Laut Kleger mag er alle Weichholzarten besonders gerne, insbesondere Pappeln und Weiden. «Aber grundsätzlich kann der Biber auch eine Eiche fällen.» Spezielle Schutzmassnahmen mit Maschendraht für Bäume machten vereinzelt Sinn. Kleger nennt etwa die Bäume im Bally-Park. Derzeit befindet sich das überarbeitete kantonale Jagdgesetz in der öffentlichen Vernehmlassung. Die Teilrevision sieht vor, die Verhütung und Vergütung von Biberschäden an Infrastrukturen künftig zu berücksichtigen. Der Kanton
Solothurn geht laut Arnaldi davon aus, dass er nach Abzug der Bundesbeiträge pro Jahr einen fünfstelligen Betrag zu entrichten haben wird. Präzis definieren lässt sich die Summe nicht, weil bis anhin keine Kosten vom Kanton getragen wurden und ein Überblick deshalb noch fehlt. Bisher berappten die Gemeinden die Instandstellungs- oder präventiven Schutzmassnahmen. Der Biber ist eine sogenannte «Schirmart». Das heisst, er bietet mit seinem Wirken anderen Tierarten einen Lebensraum. Arnaldi erläutert: «Dazu gehören nicht nur Amphibienarten, sondern auch Reptilien oder Insektenarten wie zum Beispiel seltene Libellen. Durch seine aktive Landschaftsgestaltung schafft er aber auch vielfältige Strukturen und fördert so auch Vögel oder Fledermausarten.»
Blutige Revierkämpfe
Die nachtaktiven Tiere leben territorial und besetzen Gewässerabschnitte von einem bis fünf Kilometer Länge. Die Reviere – Paarreviere oder Familienreviere – werden gegenüber den Artgenossen verteidigt. Hat das monogam lebende Biberpaar Nachwuchs gezeugt, bevölkern neben den beiden erwachsenen Tieren auch zwei bis vier Jungtiere das Revier. Der Nachwuchs muss den Biberbau nach zwei Jahren verlassen und sich anderswo eine neue Bleibe suchen. «Diese Biber müssen teilweise weit wandern. Und weil sie das entlang von Gewässern tun, müssen sie auch immer wieder Fremdreviere passieren. Dabei ist die Todesrate relativ hoch», weiss Arnaldi. Oftmals zögen sich die Tiere bei diesen Auseinandersetzungen so schwere Bissverletzungen zu, dass sie später verendeten. Da natürliche Feinde weitgehend fehlen, bestimmen hauptsächlich die Kämpfe unter Artgenossen sowie Unfälle im Strassenverkehr den Biberbestand. In nicht allzu ferner Zukunft, meint Arnaldi, dürfte zudem die Kapazität der möglichen Lebensräume ausgeschöpft sein. «Im Moment gehen wir davon aus, dass ungefähr zwei Drittel der potenziellen Reviere im Kanton Solothurn besetzt sind.»
t boum c`est le choc!» und «Arthur est un perroquet!». Ich bin mir sicher, wir kennen alle noch die ersten französischen Sätze aus unserem Schulbuch. Und ich war mir, wie die meisten, die im Französischunterricht Vokabeln und konjugieren lernen, sicher, dass ich diese Sätze nie wieder brauchen würde. Frankreich erschien mir in der siebten Klasse unerreichbar, und dass ich mal nach Kanada oder Nordafrika reisen sollte, war in meiner Welt noch unwahrscheinlicher als das Nachbarland zu besuchen. Und nicht, dass es wirklich diese Sätze waren, die ich plötzlich brauchte, aber zehn Jahre später ärgerte ich mich doch einen Moment über meine Moral im Französischunterricht. Denn mit meinem Umzug in die Schweiz schickte man mich plötzlich aufs Perron oder sagte, man müsse noch schnell das Velo holen, nur um es dann neben mir auf dem Trottoir Richtung Stadt zu schieben. Und so gab es, während meine Schweizer Freunde Spass daran fanden, mir das obligatorische Chuchichäschtli beizubringen, eigentlich grössere Herausforderungen: Etwas ins Lavabo stellen, dem Kondukteur mein Billett zeigen, ein Depot hinterlassen, das Duvet suchen oder ein Couvert kaufen – das waren echte Stolpersteine. Dabei liess mich die französische Sprache zwischenzeitlich durchaus kultiviert fühlen. Denn etwas «à discrétion» zu bestellen klingt doch schöner als «all you can eat» essen zu gehen. Und während das Lieblingswort meiner Mutter unterdessen «Pouletflügeli» ist, bereitet es mir hin und wieder Freude, in meinem Umfeld nach dem Artikel für Glace zu fragen. Ein bisschen traurig bin ich nur noch, weil mir mein französisches Croissant, das ich wiederum aus Deutschland kannte, hier gar nichts brachte. Denn das musste ich mir zugunsten des herzigen Gipfelis, bei dem meine Familie eher an Berggipfel denkt, sogar abgewöhnen.
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Amtliche Mitteilung
Baupublikationen
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne unter T 062 311 44 14 zur Verfügung.
Gemäss den Bestimmungen in §76 und §77 des Gebäudeversicherungsgesetzes des Kantons Solothurn sind Männer und Frauen in ihrer Wohngemeinde feuerwehrdienstpflichtig.
Stellen
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Aufgebot zur obligatorischen Rekrutierung
Der Stadtanzeiger freut sich, die nächste Generation seinen Leser/-innen vorzustellen, und gratuliert den glücklichen Eltern
Diesem Aufgebot ist Folge zu leisten, selbst wenn bereits in früheren Jahren in Olten oder in einer anderen Gemeinde in der Schweiz an einer Feuerwehrrekrutierung teilgenommen wurde. Montag, 30. Oktober 2023, Frauen und Männer, Jahrgang 1999 Mittwoch, 8. November 2023, Frauen und Männer, Jahrgang 2003 Ort: Feuerwehrmagazin, Werkhofstrasse 5, 4600 Olten, Zeit: 19.00 Uhr
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Dieses Aufgebot richtet sich an Schweizer und Ausländer mit Aufenthaltsbewilligung C beiderlei Geschlechts. Die Feuerwehrdienstpflicht bzw. die Bezahlung der Ersatzabgabe ist obligatorisch. Unentschuldigtes Fernbleiben an diesem Rekrutierungsanlass wird gemäss Art. 10 in Verbindung mit Art. 55 des Feuerwehrreglements der Stadt Olten vom Friedensrichteramt mit Busse geahndet. Falls Sie an der Teilnahme an diesem Anlass verhindert sind, (Krankheit, Unfall, Militär, Arbeitseinsatz, Auslandaufenthalt und Ferien) ist ein Gesuch schriftlich mit entsprechendem Beleg bis 7 Tage vor dem Termin, bei nicht vorhersehbaren Ereignissen bis 7 Tage nach dem Anlass an die Feuerwehr der Stadt Olten, Werkhofstrasse 5, 4600 Olten oder feuerwehr@olten.ch zu richten.
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ie tiefe Arbeitslosenquote im Kanton Solothurn von stets unter zwei Prozent in den vergangenen Monaten lässt Wirtschaftsanalysten frohlocken. Für Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf der Integration von Arbeitslosen fusst, kann die positive Gesamtlage existenzgefährdende Konsequenzen haben. Diese Erfahrung macht gerade der Velolieferdienst Collectors, der in und um die Stadt Olten Heimlieferungen von Einkäufen und Recyclingfahrten anbietet. Weil die Oltech GmbH Bildungswerkstätte, die dem Lieferdienst bis anhin von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Menschen vermittelt und diese auch betreut, mangels Programmteilnehmenden die Partnerschaft auf Ende Jahr aufgekündigt hat, steht das Angebot vor einer unsicheren Zukunft. Rund 70 000 Franken werden dem Velolieferdienst im kommenden Jahr fehlen – darunter fallen etwa Lohnkosten, die bisher im Auftrag der Gemeinden über Oltech bezahlt wurden. «Gerade noch zwei von Oltech betreute Personen arbeiten bei uns», erzählt der Geschäftsführer von Collectors, Tobias Vega. Zu wenig, um eine Weiterführung der Partnerschaft zu rechtfertigen – eigentlich müssten am Programm acht Betroffene teilnehmen. «Wir werden selbst Geld in die Hand nehmen müssen, und noch ist nicht klar, woher dieses kommt», sagt Vega. Für die Lieferfahrten helfen aktuell Mitarbeitende im Stundendienst aus. Und Collectors beschäftigt – unabhängig vom Velolieferdienst – eine Person, die
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Stadt
Nr. 41 | Donnerstag, 12. Oktober 2023
Freie Mitarbeitende gesucht Die Stadtanzeiger-Redaktion sucht Unterstützung. Wer gerne und gut schreibt, vor allem über Anlässe und Personen in Stadt und Region Olten, darf sich gerne bei uns melden. Eine gewisse zeitliche Flexibilität ist Voraussetzung. Die Nebenbeschäftigung als freie Mitarbeiterin oder freier Mitarbeiter ist insbesondere geeignet für Studierende oder Rentnerinnen und Rentner. Interessierte melden sich bei Redaktionsleiter Achim Günter (Telefon 058 200 47 05 oder achim.guenter@ chmedia.ch).
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Seit 2018 gehören die Kurierinnen und Kuriere von Collectors zum Stadtbild. (Bild: Archiv Bruno Kissling) bei der IV gemeldet ist. Zwei Personen leisten Zivildienst im sozialen Bereich.
Massnahmen eingeleitet
Der Geschäftsführer und der hinter dem Unternehmen stehende Verein Velolieferdienst Olten haben «einen Transformationsprozess eingeleitet», so das Unternehmen in einer Mitteilung. Konkret sagt Vega: «Wir wollen unser Angebot professionalisieren, selbsttragender werden und trotzdem den sozialen Gedanken der beruflichen Integration beibehalten.» Zur Professionalisierung gehörten die Überprüfung und Anpassung der bestehenden Angebote und Preisstrukturen, die Verbesserung der betrieblichen Abläufe, die Erhöhung der
Sichtbarkeit und eine breitere Vernetzung mit Partnerorganisationen. «Wir haben schon zuvor damit begonnen, uns zu diversifizieren, damit wir weniger von einer einzigen Partnerschaft abhängig sind», sagt der 43-Jährige.
Tag der offenen Tür
Die Collectors, wie sich die Velokuriere nennen, radeln auch in Thun und Solothurn. Ende dieses Monats feiern sie in Olten ihr fünfjähriges Bestehen. Seit 2018 bietet das Unternehmen für Privatpersonen und über 50 Partnergeschäfte «eine schnelle, unkomplizierte und umweltfreundliche Lösung für Transporte, sei es für Einkäufe, Entsorgung und Recycling oder für Kurierfahrten», wie es in
der Selbstbeschreibung der Firma heisst. Das Team von Collectors zeigt sich in der Medienmitteilung überzeugt, dass «bestehende und neue Kundinnen und Kunden, die Partnergeschäfte in Olten und zukünftige neue Partnerorganisationen den Betrieb ideell und finanziell unterstützen und so die Weiterfahrt der Cargo-Bikes auch im Jahr 2024 ermöglichen». Am Samstag, 28. Oktober, feiert Collectors sein Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür an der Feldstrasse 30. «Wir freuen uns, wenn Interessierte einen Blick hinter die Kulissen werfen und wir Neugierde entfachen können», so Vega.
Der Stadtanzeiger gratuliert der folgenden Jubilarin herzlich zum Geburtstag: 17.10. Dorothea HaudenschildFischbacher, 80 Jahre
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Direktionswechsel in der Stiftung Arkadis
ARKADIS Eine der wichtigsten sozialen Institutionen im Kanton Solothurn erhält eine neue Leitung: Nach über zwölfjähriger erfolgreicher Arbeit als Direktorin der Stiftung Arkadis wird Dagmar Domenig pensioniert. Der Stiftungsrat wählte Aldo Magno als ihren Nachfolger. Er trat am 1. Oktober in die Stiftung ein und wird ab 1. November die Direktion der Stiftung Arkadis übernehmen.
Seit über 20 Jahren arbeitet Aldo Magno in verschiedenen Managementfunktionen im privaten und öffentlichen Bildungsbereich. Bis September war er Direktor der Stiftung Juventus Schulen Zürich. Vorher arbeitete Aldo Magno einige Jahre als Amtschef im Bildungsund Kulturdepartement des Kantons Luzern. Er trug dabei auch die Gesamtverantwortung über fünf kantonale Sonderschulen, die teilweise Wohnbereiche führen. Zusätzlich leitete er im Auftrag des Regierungsrats komplexe Projekte in der Volksschul- und Gymnasialbildung. Davor war Aldo Magno Geschäftsführer/ Rektor in privaten Schulen (Gymnasium Immensee und Hochalpines Institut Ftan). Der künftige Arkadis-Direktor ist im Kanton Aargau aufgewachsen. Er studierte an den Universitäten Zürich und Paris Geisteswissenschaften und erwarb das Diplom für das Höhere Lehramt. Darüber hinaus bildete sich Aldo Magno
Führungswechsel bei der Stiftung Arkadis: Die scheidende Direktorin Dagmar Domenig mit dem neuen Direktor Aldo Magno (links) und dem Präsidenten des Stiftungsrats, Urs Knapp. (Bild: Isabelle Brand)
in Betriebswirtschaft, Management und Coaching weiter. Die Stiftung Arkadis hat sich über 50 Jahre von einer Selbsthilfeorganisation von Eltern zu einer bedeutenden sozialen Institution im Kanton Solothurn entwickelt. Dagmar Domenig hat die Stiftung Arkadis im letzten Jahrzehnt als professionell geführtes Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für Menschen mit einer Behinderung, Entwicklungsbeeinträchtigung oder -gefährdung positioniert. Ein besonderes Anliegen ist der scheidenden Direktorin auch die Interessensvertretung: Unter ihrer Leitung trägt die Stiftung Arkadis überregional dazu bei, die Aufmerksamkeit und die Akzeptanz für relevante Themen der Menschen mit Behinderungen zu erhöhen. Dagmar Domenig bleibt weiterhin Präsidentin der gesamtschweizerischen Organisation INSOS, des Branchenverbands der Dienstleister für Menschen mit Behinderung. Auch mit der neuen Führung ist die Stiftung Arkadis für die Herausforderungen der nächsten Jahre gut gewappnet. Sie wird sich gemäss ihrem Slogan «Gemeinsam Lebensqualität schaffen» weiterhin mit viel Energie und Innovation für die Interessen von Menschen mit Unterstützungsbedarf einsetzen. Rund 270 Mitarbeitende begleiten, betreuen und fördern in den Kernbereichen Wohnen, Arbeit und Freizeit sowie Therapie und Beratung nahezu 1700 Klientinnen und Klienten mit einem umfassenden Dienstleistungsangebot. pd w w w. a r k a d i s . c h
IN MEMORIAM JOHANN HARTMANN, Olten, gestorben am 8. September, 69-jährig.
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Diverses
Donnerstag, 12. Oktober 2023 | Nr. 41
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NWA Solothurn empfiehlt seine Mitglieder am 22. Oktober für Ständerat und Nationalrat zur Wahl: Nationalratswahl bisher und in den Ständerat (Listen-Nr): (20) Franziska Roth, SP Felix Wettstein, Grüne (16)
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Nr. 41 | Donnerstag, 12. Oktober 2023
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Lohnender Blick in den Himmel HAUENSTEIN Auch wenn es noch immer sommerlich warm ist: Derzeit verlassen Millionen von Vögeln ihren Aufenthaltsort und begeben sich in ihr Winterquartier in südlichen Gefilden. Am vergangenen Wochenende wurden sie von Ornithologen «gezählt». Mitgemacht dabei hat auch der Ornithologische Verein Olten. ACHIM GÜNTER
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m Rahmen des sogenannten EuroBirdwatch wurden am vergangenen Wochenende alleine in der Schweiz 51 Stände von BirdLife-Sektionen aufgestellt. Einer von ihnen war zum Beispiel auf der Frohburg stationiert, betrieben vom OVO, dem Ornithologischen Verein Olten. 15 Vereinsmitglieder richteten zwischen dem frühen Morgen und dem späteren Nachmittag ihre Feldstecher in den Himmel und trugen ihre Beobachtungen zusammen. Die Oltner Vogelkundler zählten insgesamt knapp 3000 Vögel. An der Spitze standen mit deutlichem Abstand die Ringeltauben; davon wurden 1410 Exemplare gezählt respektive geschätzt. Dahinter folgen die Buchfinken mit 752 und der Erlenzeisig mit 262 Exemplaren. Urs Esslinger, der beim OVO die Leitung über den Zugvogeltag innehatte, freute sich besonders auch über die Sichtung von 13 Heidelerchen oder diejenige eines Mauerläufers. «Ich persönlich habe noch nie einen ziehenden Mauerläufer gesehen.» Anders als die grosse Mehrheit der beobachteten Vögel zog der Mauerläufer in Richtung Norden. Er lebt normalerweise in den Alpen und zieht in der kalten Jahreszeit ins Flachland oder in den Jura. Sämtliche erhobenen Zahlen geben
Mitglieder des Ornithologischen Vereins Olten und Passantinnen am vergangenen Samstag beim Beobachten und Zählen der Zugvögel über der Frohburg. (Bild: Katrin Luder)
Bereits am frühen Morgen herrschten beste Bedingungen. (Bild: Urs Esslinger) einen Eindruck über die Vogelpopulationen, sind aber mit Vorsicht zu geniessen. «Wissenschaftlich ist das nicht», räumt Esslinger ein. Mehr Gewicht hätten die Zählungen, die über Wochen beispielsweise bei der Beringungsstation Subigerberg erhoben würden.
«Für uns auch Mitgliederwerbung»
Neben dem Zählen der Vögel ist beim Zugvogeltag, den es seit mehr als 30 Jahren gibt, ein anderer Aspekt von zentraler Bedeutung: die Sensibilisierung der Leute für die Anliegen der Vögel. Es lauern viele Gefahren auf Zugvögel, und der
Verlust von Lebensraum etwa durch Intensivlandwirtschaft trifft gerade sie besonders stark. Immerhin rund 30 Besucherinnen und Besuchern konnten diesmal am Wanderweg auf der Frohburg begrüsst werden. «Man gestaltet den Anlass grundsätzlich so, dass man Leute ansprechen kann. Es ist ja eine Aktion von BirdLife, um auf die Anliegen der Vögel aufmerksam zu machen. Und für uns natürlich auch eine Form von Mitgliederwerbung», sagt Esslinger.
Das warme Wetter war Thema
Im Gegensatz zum Vorjahr, als die Aktion wegen stürmischen Wetters bereits nach gut zwei Stunden abgeblasen werden musste, waren die Wetterbedingungen diesmal geradezu komfortabel: Sonnenschein, angenehme Spätsommertempe-
raturen. Nicht selten hätten sich die Passanten denn auch erkundigt, ob wegen des warmen Wetters gar nicht so viele Vögel vorbeiziehen. «Aber das hat gar nicht wirklich einen Einfluss. Zugvögel orientieren sich am Sonnenstand. Das Tag-/Nachtverhältnis ist entscheidend für den Aufbruch ins Winterquartier», erklärt Esslinger. Allerdings: Ganz ohne Einfluss ist das Wetter dann doch nicht. Wenn die Schönwetterperiode so lange anhalte wie in diesen Wochen, sorge das dafür, dass viele Zugvögel entweder hoch oben oder sehr schnell durchzögen, weil sie beispielsweise nicht durch eine Schlechtwetterfront aufgehalten würden. w w w. b i rd l i fe. c h /e bw
NEWS
AUS FÜRSTLICHER PERSPEKTIVE
RAMISWIL
Motorradlenker bei Kollision schwer verletzt Am Sonntag um zirka 15.45 Uhr war ein 42-jähriger Motorradlenker in Ramiswil auf der Scheltenstrasse in Richtung Scheltenpass unterwegs. Gemäss ersten Erkenntnissen geriet er auf Höhe der Einmündung Hinteres Guldental in einer Rechtskurve aus noch zu klärenden Gründen auf die Gegenfahrbahn und kollidierte in der Folge seitlich-frontal mit einem entgegenkommenden Auto. Dabei zog sich der Motorradlenker schwere Verletzungen zu. Er musste durch den Rettungsdienst in ein Spital pd gebracht werden.
INSERAT
Im Oktober zeigt sich der «älteste Solothurner» wieder häufiger. Der Nebel. An den Grenzen dieses Nebels erleben wir oft faszinierende Phänomene. Es sind ideale Orte, um stimmungsvolle Bilder zu machen. Hier auf dem Born zeigt sich der sogenannte Thyndall-Effekt. Ein optisches Phänomen, bei dem das Licht von feinen Nebeltröpfchen gestreut wird. (Bild: Roland Fürst; www.rolandfuerst.ch)
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Donnerstag, 12. Oktober 2023 | Nr. 41
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Nr. 41 | Donnerstag, 12. Oktober 2023
Region
Synergien nutzen
NEWS
OLTEN Am 26. Oktober findet im Hotel Arte eine kantonale Fachtagung zu Palliative Care und Demenz statt.
Unter dem Motto «Zusammenarbeit stärken und Synergien nutzen in der Palliative Care von Menschen mit Demenz» findet am 26. Oktober im Hotel Arte in Olten die kantonale Fachtagung von Palliative Care Solothurn in Zusammenarbeit mit Alzheimer Solothurn statt. Unter Palliative Care versteht man alle Massnahmen, die das Leiden eines unheilbar kranken Menschen lindern und ihm so eine bestmögliche Lebensqualität bis zum Ende verschaffen – so auch für Menschen mit Demenz. In der frühen Phase der Demenz stehen vor allem der Verlust von Selbständigkeit und die zunehmende Abhängigkeit im Vordergrund. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit stellt sich vermehrt die Frage, wie die Lebensqualität von Menschen mit Demenz erhalten und verbessert werden kann, wenn sie auf Grund der Erkrankung nicht mehr in der Lage sind, ihre Bedürfnisse auszudrücken. Ebenso stellt sich die Frage, wie pflegende Angehörige und Institutionen in der Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz unterstützt werden können.
An der Fachtagung soll gemeinsam mit Betroffenen und mit Fachpersonen darüber diskutiert werden, welches die Herausforderungen im Pflege- und Betreuungsalltag von Menschen mit Demenz sind und wie und in welchen Bereichen die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachstellen und -personen im Bereich Palliative Care und Demenz im Kanton Solothurn verbessert werden kann. Im ersten Teil der Veranstaltung zeigen Gina Kunst, Vorsitzende der Geschäftsleitung Genossenschaft für Altersbetreuung Gäu (GAG), und Barbara Schenker, Bereichsleiterin GAG, wie die Schmerzerfassung und die Symptombehandlung bei Menschen mit Demenz im fortgeschrittenen Stadium im Pflegealltag in ihrer Institution angewandt wird. Im zweiten Teil diskutieren Dr.med. Manuel Jungi, Leitender Arzt Palliative Station soH, und Dr. med. Silvio Albisser, Leitender Arzt Akutgeriatrie soH, darüber, wo sich die Zusammenarbeit im Bereich Palliative Care und Demenz ausbauen lässt. Am abschliessenden Podiumsgespräch diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus den verschiedenen Versorgungsbereichen über die Möglichkeiten für den Ausbau der Palliative Care für Menschen mit Demenz im Kanton Solothurn. mgt w w w. p a l l i a t i ve - s o. c h
LESERBRIEFE
Dank an Rolf Sommer für sein Engagement Man kann über Rolf Sommer oder im Allgemeinen über die SVP denken, wie man mag. Aber alles in Frage stellen und kritisieren, ist auch nicht das, was uns weiterbringt. Sämtliche Vorschläge, Anregungen und Einsprachen werden prinzipiell abgetan und ignoriert. Mehrmals habe ich Rolf in der gelben Warnweste auf der linken Aareseite gesehen, wie er, mit Kehrichtsack und Greifzange bewaffnet, den Abfall auf öffentlichem Raum einsammelt. Hat schon jemand ein Mitglied der weltverbessernden Parteien gesehen, der gleiches tut? «Liefere statt Lafere»! Danke Rolf für dein beispielhaftes Vorgehen. Paul Zorzin, Olten
Eigenartiger Umgang mit Volksabstimmungsresultat Man muss nicht SVP-Anhänger sein, um den Unmut von Rolf Sommer zu verstehen; und unabhängig vom Krematorium ist der Umgang der städtischen Behörden mit dem
Ergebnis einer Volksabstimmung schon sehr, sehr eigenartig. Heinz Kurth, Olten
Thomas Marbet: seriöser Schaffer in den Nationalrat Aus der Flut von Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahlen im Kanton Solothurn sticht für mich ein Kandidat besonders hervor: Der Oltner Stadtpräsident Thomas Marbet ist weder ein Selbstdarsteller noch ein Ideologe, sondern ein seriöser und bewährter Stadt- beziehungsweise Kantonsrat, dem es immer wieder gelingt, im Dienste der Sache auch über die Parteigrenzen hinweg Brücken zu bauen und Allianzen zu schmieden. Durch seinen ursprünglichen beruflichen Hintergrund als Betriebs- und Volkswirt sowie seine soziale Art bringt er insbesondere auch das nötige Rüstzeug mit, um sich den – auch auf Bundesebene bestehenden – schwierigen finanzpolitischen Herausforderungen zu stellen. Kurz und gut: Thomas Marbet zweimal auf jede Liste, am besten auf die Liste 21 (SP Olten West). Christian Winiger, Olten
S C H O G G I U N D G E M Ü S E B E U T E L V E R T E I LT
OENSINGEN Die Wirtschaftswoche der Kanti war zu Besuch bei der EAO in Olten. (Bild: ZVG)
Wirtschaftsbildung für Gymnasiasten OLTEN Einmal selbst ein Unternehmen führen. Diese Gelegenheit erhielten 18 Schülerinnen und Schüler des 3. Gymnasiums der Kantonsschule Olten anlässlich der Wirtschaftswoche 2023 vor den Herbstferien, welche als Spezialwoche für unternehmerisches Denken und Handeln angeboten wurde. Erstmals fand diese ausserhalb der Schule bei der Firma EAO AG in Olten statt. Unternehmerisches Denken und Handeln ist auch für Gymnasiasten der Kantonsschule Olten ein grosses Thema. An der zweiten Wirtschaftswoche der Kantonsschule in Olten vom 25. bis 29. September nahmen unter der Organisation und Leitung der Solothurner Handelskammer 18 Schülerinnen und Schüler teil. Die Wirtschaftswoche ist Teil der Initiative Wirtschaftsbildung, welche dafür eine webbasierte Simulation für Unternehmen zur Verfügung stellt. Diese erlaubt den Spielerinnen und Spielern, einen «Wettkampf» über fünf Geschäftsjahre zu bestreiten. Begleitet von Kantonsschullehrer Thomas Kellerhals und zwei Spielleitern der Solothurner Handelskammer, Thomas Heimann und Daniel Probst, übernahmen die Schülerinnen und Schüler am ersten Tag ein fiktives, finanziell gesundes und am Markt etabliertes Unterneh-
men. Während fünf Tagen war es die Aufgabe der Gymnasiasten, als Geschäftsleitung ihr eigenes Unternehmen weiterzuentwickeln und dabei jeden Tag unternehmerische Entscheidungen zum Wohl der Firma, den Mitarbeitenden und der Umwelt zu treffen.
Erstmals zu Gast bei der EAO AG
Neben dem Spiel, das eine regelmässige Interpretation der Ergebnisse und das Entscheiden auf Basis von Szenarien und Unsicherheiten beinhaltete, erhielten die Schülerinnen und Schüler durch verschiedene Praxis-Referate und einen Firmenrundgang Einblicke in die reale Arbeitswelt. Erstmals konnte die Wirtschaftswoche in Olten mit der EAO AG in einem Unternehmen durchgeführt werden. Am Freitag wurden die Ergebnisse des Planspiels im Rahmen von fiktiven Generalversammlungen von den vier Teams vorgestellt. Neben dem Siegerpreis wurden sieben Spezialpreise in verschiedenen Kategorien verliehen. Die Jugendlichen lernen während der Wirtschaftswoche, mit realitätsnahen Zielkonflikten basierend auf typischen unternehmerischen Problemstellungen umzugehen. Es gewinnt jenes Unternehmen, welches die beste Balance aus ökonomischer, sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit erreicht. Das Programm orientiert sich an den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (UNO). pd
Optimales Zusammenspiel OLTEN Drei Teams mit Grünen-Politikerinnen und -Politikern nahmen im Hammer-Pub am Pubquiz teil. Wahlkampf darf auch Spass machen – nach diesem Motto meldeten sich insgesamt drei Teams der Grünen und Jungen Grünen des Kantons Solothurn zum Pubquiz im Oltner Hammer-Pub an. Unter den Teilnehmenden waren gleich sieben Politikerinnen und Politiker, die sich um einen Sitz im Bundeshaus bewerben: der Nationalrat und Ständeratskandidat Felix Wettstein, die Mitglieder des Kantonsrats Anna Engeler, Marlene Fischer, Myriam Frey Schär, Laura Gantenbein und Christof Schauwecker und
OLTEN «Schlägt Ihr Herz für die Grünen?» fragten die Nationalratskandidatinnen Laura Gantenbein, Marlene Fischer, Yael Schindler und Anna Engeler sowie Nationalrat und Ständeratskandidat Felix Wettstein am letzten Samstag die Kundschaft am Bifangmarkt. Diesmal verteilten die Grünen keine Bio-Äpfel, sondern Schoggiherzli und aus Abstimmungsfahnen recycelte Säcklein zum Abwägen von Früchten und Gemüse. Letztere kamen bei einer Marktbesucherin besonders gut an: «Wir brauchen einen Konsumwandel», sagte die Frau, die eine heute wieder hochmoderne 80er-Jahre-Jacke aus der Brockenstube trug. Ihr Credo sei «Mehr recyceln und weniger konsumieren». Eine ältere Passantin erzählte von der Schwierigkeit, mit nur etwas über 1000 Franken AHV pro Monat auskommen zu müssen. Das reiche nicht zum Leben, beklagte sie und bestärkte die Grünen in ihrer Unterstützung der Initiative für eine 13. AHV-Rente, die vor Kurzem zustande gekommen war. Zu den vielen anderen Themen, die besprochen wurden, gehörten auch das Engagement der Grünen für den Wildtierschutz und für mehr Demokratie. Dazu passte, dass sie auch Unterschriften sammelten für die Inklusionsinitiative, welche Menschen mit geistiger Behinderung auf kantonaler Ebene das Wahlrecht gewähren soll. (Bild: ZVG)
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zu guter Letzt der Junge Grüne Oltner Gemeinderat Lukas Lütolf. An diesem vergnüglichen Anlass zeigte sich einmal mehr, dass der Schlüssel zum Erfolg in der Zusammenarbeit liegt. In diesem Fall ging es darum, ein möglichst optimales Zusammenspiel von Wissen über Geografie, Geschichte, Popkultur, Technik und vielen anderen Bereichen zu erreichen. In der Politik ist das ähnlich: Eine vielfältig aufgestellte Fraktion – sei es im Bundeshaus, im Kantonsrat oder im Gemeindeparlament – wird immer besser in der Lage sein, tragfähige Antworten auf wichtige Fragen zu finden. Was das Pubquiz angeht, so dürfte es für einige nicht die letzte Teilnahme gewesen sein: Der Anlass machte allen Anwesenden ausserordentlich Spass. mgt
Selbstunfall mit einem Oldtimer Am Samstag um 14.05 Uhr beabsichtigte ein 69-jähriger Mann in Oensingen von der Kestenholzstrasse herkommend nach links in die Hauptstrasse abzubiegen, um in Richtung Dorfzentrum zu fahren. Er verlor jedoch die Herrschaft über sein Fahrzeug. In der Folge kollidierte das Auto auf der nördlichen Strassenseite mit einer Betontreppe und dem dortigen Kandelaber, überschlug sich und kam auf dem Dach liegend zum Stillstand. Der Verunfallte wurde durch Ersthelfer bis zum Eintreffen der Rettungskräfte aus dem Auto geborgen und betreut. Er wurde anschliessend durch den Rettungsdienst mit unbekannten Verletzungen in ein Spital gebracht. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten wurde der Durchgangsverkehr örtlich umgeleitet. Für die Bergung des Oldtimers wurde ein Abschleppunternehmen pd aufgeboten.
HÄGENDORF
Der Waldboden geriet in Brand Am Montagmorgen ab zirka 9.45 Uhr gingen auf der Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn mehrere Meldungen über eine starke Rauchentwicklung im Wald östlich der «Santelhöchi» bei Hägendorf ein. Die aufgebotenen Einsatzkräfte der Regionalfeuerwehr Untergäu und der Feuerwehr Egerkingen konnten den Brandherd im Bereich einer provisorisch errichteten Feuerstelle in unwegsamen Gelände finden und den Waldbodenbrand, welcher sich auf einer Fläche von zirka 100 Quadratmetern rund um die Feuerstelle ausgebreitet hatte, löschen. Gemäss ersten Erkenntnissen dürften unbekannte Personen für den Brand verantwortlich sein, indem sie in der Feuerstelle ein Feuer entfacht und dieses nach dem Verlassen der Örtlichkeit pd nicht vollständig gelöscht hatten.
KAPPEL
E-Bike-Lenker nach Sturz schwer verletzt Am Sonntag war ein 32-jähriger E-Bike-Lenker um zirka 17 Uhr in Kappel auf der Boningerstrasse in Richtung Dorfzentrum unterwegs. Im Bereich der Kreuzung Boningerstrasse/Rain/Tieracker kam er zu Fall und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Nach der medizinischen Erstbetreuung vor Ort wurde er durch den Rettungsdienst in ein Spital gebracht. Gemäss ersten Erkenntnissen dürfte es sich um einen Selbstunfall handeln. Es werden Personen gesucht, die Angaben zum Unfallhergang machen können. Hinweise sind erbeten an die Kantonspolizei Solothurn in Egerkingen pd (062 311 94 00).
TRIMBACH
Feuerwehreinsatz wegen Balkonbrand
Die Teilnehmenden hatten offensichtlich viel Spass beim Pubquiz. (Bild: ZVG)
Am Montag gegen 20.35 Uhr wurde der Kantonspolizei Solothurn gemeldet, dass es auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses an der Kirchfeldstrasse in Trimbach brenne. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurden die Bewohner der Liegenschaft vorsorglich evakuiert, verletzt wurde niemand. Das Feuer konnte durch Angehörige der Regionalfeuerwehr Unterer Hauenstein rasch gelöscht werden. Vom Brand betroffen war lediglich der entsprechende Balkon, die dazugehörende Wohnung blieb pd weiterhin bewohnbar.
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Kino
Donnerstag, 12. Oktober 2023 | Nr. 41
Premieren vom 12. Oktober bis 18. Oktober
Cineastische Reise durch das Werk eines Künstlers
Olten / Oftringen / Aarau Early Birds
Anselm – Das Rauschen der Zeit: 12. Oktober, 20 Uhr
Ein Film von Michael Steiner Ein rasanter Neo-Noir-Thriller von Erfolgsregisseur Michael Steiner (Grounding, Sennentuntschi, Wolkenbruch, Und morgen seid ihr tot). Nach einer wilden Party mit blutigem Ausgang steht posh Annika (Nilam Farooq) plötzlich mit massig Cash und Koks da. Sie will es nicht mehr hergeben. Dafür muss sie sich ausgerechnet mit der rebellischen Caro (Silvana Synovia) verbünden. Gegen brutale Dealer und Cops. Ihre Flucht führt quer durch die Schweiz und ihre Lebenslügen in ihre geheimsten Sehnsüchte, die sie bis zuletzt gemeinsam verteidigen. Wenn nötig mit Kopfschuss.
Olten / Oftringen / Aarau Checker Tobi und die Reise zu den fliegenden Flüssen
Ein Film von Johannes Honsell Nach dem Riesenerfolg von «Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten» mit über 500 000 Zuschauern kommt endlich der zweite, noch spannendere Kinofilm des beliebten KiKA-Moderators auf die grossen Leinwände: In «Checker Tobi und die Reise zu den fliegenden Flüssen» dreht sich alles um eine geheimnisvolle Schatzkiste, die Tobi eines Tages
Tobis neuestes Abenteuer. (Bild: AMF)
erhält. Doch die Kiste ist verschlossen, und nur eine Person hat den Schlüssel: Marina – Weltumseglerin und Tobis beste Freundin aus Kindertagen. Aber wo steckt sie? Mit der Suche nach ihr beginnt auch Tobis neuestes Abenteuer.
Aarau / Oftringen Das fliegende Klassenzimmer
Ein Film von Carolina Hellsgård Martina (Leni Deschner) hat es nicht leicht: Sie wohnt mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder in einer Hochhaussiedlung in Berlin. Die Mutter kann wegen der Schichtarbeit nicht immer auf den kleinen Bruder aufpassen, also übernimmt Martina das. Doch eines Tages ändert sich ihr Leben schlagartig, denn sie hat es geschafft, am begehrten Johann-Sigismund-Gymnasium im Alpenstädtchen Kirchberg aufgenommen zu werden. Doch schon am ersten Tag machen Jo (Lovena Börschmann Ziegler), Boxer Matze (Morten Völlger) und der kleine Uli (Wanja Valentin Kube) klar, wer den Ton angibt. An der Schule ist allgemein bekannt, dass Stadt- und Dorfkinder keinen Kontakt miteinander haben, da zwischen denen eine alte Rivalität herrscht. Die charismatische Ruda (Franka Roche) und ein geheimnisvoller Junge (Trystan Pütter) ziehen schliesslich Martinas Aufmerksamkeit auf sich. Als es eines Tages zu einem Streit zwischen den Gruppen kommt und Ruda involviert ist, kann Martina sich nicht mehr raushalten und greift ein. Ob das die richtige Entscheidung war? www.movies.ch
LICHTSPIELE IM CAPITOL In «Anselm» zeichnet Wim Wenders das Porträt eines der innovativsten und bedeutendsten bildenden Künstler unserer Zeit: Anselm Kiefer. Der Film erlaubt seinem Publikum eine cineastische Reise durch das Werk eines Künstlers, dessen Werk die menschliche Existenz und die zyklische Natur der Geschichte erforscht, inspiriert von Literatur und Poesie, Geschichte, Philosophie, Wissenschaft, Mythologie und Religion.
Until Branches Bend: 14. Oktober, 17.30 Uhr
Der Film spielt in einer fiktiven kanadischen Kleinstadt, die Pfirsiche anbaut und von deren Verkauf lebt. In einer der Konservenfabriken kontrolliert Robin die angelieferten Früchte. Als sie bei ihrer Arbeit ein invasives Insekt findet, will sie ihrem Umfeld klar machen, dass von dem Käfer eine Gefahr für die regionale Landwirtschaft ausgeht. Aber sie stösst auf taube Ohren, und ihre Besessenheit entfremdet sie von den Mitmenschen. So driftet die Stadt auf das finale Unheil zu. Mit «Until Branches Bend « liefert die Kanadierin Sophie Jarvis ein psychologisches Drama, das von Verdrängung handelt und deutlich macht, wie sich das Ausgeblendete zuletzt immer Bahn bricht.
Bahnhof der Schmetterlinge: 16. Oktober, 20 Uhr
Was soll der alte Badische Rangierbahnhof in Basel künftig sein: eine Drehscheibe für Güter und Container oder eine Drehscheibe für Tiere und
Anselm Kiefers Werk erforscht die menschliche Existenz und die zyklische Natur der Geschichte. (Bild: ZVG) Pflanzen? «Bahnhof der Schmetterlinge» zeigt an einem exemplarischen Fall, wie wir als Gesellschaft mit gefährdeten Lebensräumen umgehen. Aus der Perspektive verschiedenster Menschen und Tiere erzählt der Film die Geschichte eines Orts, wo zwei Wegnetze einander in die Quere kommen. Immer öfter werden bei grossen Infrastrukturprojekten Klimaschutz und Naturschutz gegeneinander ausgespielt. Dies macht die Doku von Daniel Ballmer und Martin Schilt brandaktuell.
Subtraction: 17. Oktober, 20 Uhr
Ein Ehepaar aus Teheran findet
KI NOP R O G R A MM 19:30 (nur Fr-So), 15:50 (nur Sa) / O
OLTEN
Olten KinoKoni 4 Aarauerstr. 51
Taylor Swift: The Eras Tour
Dokumentarfilm über die Eras-Tour von Taylor Swift im 2023
20:20 / D 16J.
The Expendables 4
Oftringen youcinema 3 23:00 (nur Fr+Sa) / D 16J. Zürichstr. 52 The Equalizer 3 – The Final Chapter
17:00 / D
Philipp Mickenbecker
Oftringen 19:50 / D 14/12J. youcinema 6 The Creator Zürichstr. 52
22:50 (nur Fr+Sa) / D 12J.
A Haunting in Venice 20:10 (nur Sa) / D 16J.
Olten Capitol Ringstr. 9
Her Seye Ragmen
von Erdal Murat Aktas, mit Aslihan Malbora und Robert Maaser
15:20 (ausser Sa) / D 6J.
Olten KinoKoni 1 Aarauerstr. 51
Paw Patrol: Der Mighty Kinofilm 17:50 (ausser Mi), 15:10 (nur Sa), 17:40 (nur Mi) / D 6/0J.
Trolls – Gemeinsam stark 20:20 (ausser Mi) / D 16J.
Olten KinoKoni 1 Aarauerstr. 51
The Nun II
20:00 (nur Mi) / D 10J.
Ein Fest fürs Leben
19:40 (nur Mi) / D 16J.
Olten KinoKoni 4 Aarauerstr. 51
Olten Lichtspiele im Capitol Ringstr. 9
Olten Lichtspiele im Capitol Ringstr. 9
The Nun II
Schwester Irene muss erneut gegen die dämonische Nonne antreten und unschuldige Kinder retten. 20:00 (nur Do) / D 14/12J.
Anselm
Wim Wenders nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch Leben und Werk des Künstlers Anselm Kiefer.
15:10, 17:30 / D 6/0J.
19:30 (nur Fr-So), 15:50 (nur Sa+So) / E
Aarauerstr. 51
20:15 (nur Do), 20:00 (nur Sa+So) / D 14/12J.
Aarau The Creator Center Ideal 1 Traumatisierter US-Elitesoldat soll in einem
Until Branches Bend 20:00 (nur Mo) / CH 8J.
Bahnhof der Schmetterlinge
Kasinostr. 13 Krieg der Zukunft hochentwickeltes KI-Wesen 0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif) zerstören.
20:00 (nur Di) / Odf 16J.
Subtraction
Olten KinoKoni 2 Aarauerstr. 51
The Creator
Der Exorzist: Bekenntnis
17:00 (nur Sa+So), 17:10 (nur Mo) / D
Philipp Mickenbecker
Aarauerstr. 51
Das fliegende Klassenzimmer
Die Inszenierung eines Theaterstücks soll eine alte Fehde zwischen den SchülerInnen beenden. 17:40, 15:10 (nur Sa) / D 6J.
Olten KinoKoni 3 Aarauerstr. 51
Paw Patrol: Der Mighty Kinofilm
Skye und ihre Freunde erhalten Superkräfte und müssen die Stadt vor Unheil beschützen.
20:30 / D 14J.
Olten KinoKoni 3 Aarauerstr. 51
Early Birds
Zwei Frauen versuchen nach einer Schiesserei mit einer Tasche voller Geld und Drogen unterzutauchen.
15:00, 17:30 / D 6J.
Paw Patrol: Der Mighty Kinofilm Oftringen Skye und ihre Freunde erhalten Superkräfte youcinema 1 und müssen die Stadt vor Unheil beschützen. Zürichstr. 52
Olten KinoKoni 4 Aarauerstr. 51
17:20 (nur Do, Mo-Mi), 17:10 (nur Fr, So) / D
Checker Tobi und die Reise zu den fliegenden Flüssen 19:40 (nur Do, Mo+Di) / D 12J.
Olten KinoKoni 4 Aarauerstr. 51
A Haunting in Venice
Detektiv Poirot soll die Legitimität einer Wahrsagerin prüfen, als sich die Toten wieder häufen.
Kasinostr. 13 Schiesserei mit einer Tasche voller Geld und 0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif) Drogen unterzutauchen.
Traumhaftes .. Filmvergnugen
20:00 (nur Do) / D
Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt Oftringen youcinema 1 20:00 (ausser Do), 22:40 (nur Fr+Sa) / D 16J. Zürichstr. 52 The Nun II 15:20 / D 8/6J.
Elemental Oftringen youcinema 2 18:00 / D 12J. Zürichstr. 52 A Haunting in Venice 20:30 / D 14J.
Early Birds Oftringen Frauen versuchen nach einer youcinema 2 Zwei Schiesserei mit einer Tasche voller Geld und Zürichstr. 52
14:50 (ausser Sa) / D 6/0J.
Trolls – Gemeinsam stark
Aarau Early Birds Center Ideal 1 Zwei Frauen versuchen nach einer
OFTRINGEN
17:00 (nur Do+Fr, Di+Mi) / D 14/12J.
15:10 (ausser Sa) / D 6J.
Olten KinoKoni 3
20:30 (nur Fr, Mo, Mi) / CH 14J.
Trolls – Gemeinsam stark
20:00 (ausser Mi), 20:10 (nur Mi) / D 16J.
15:00, 17:30 (nur Sa+So, Mi) / D 6J.
0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif)
14:40 / D 6/0J.
Olten KinoKoni 2
AARAU
Aarau Taylor Swift: The Eras Tour Paw Patrol: Der Mighty Kinofilm Oftringen Dokumentarfilm über die Eras-Tour von Taylor Center Ideal 1 Skye und ihre Freunde erhalten Superkräfte youcinema 4 Swift Kasinostr. 13 im 2023 und müssen die Stadt vor Unheil beschützen.
17:30 (nur Sa) / Edf 16J.
15:00 / D
Checker Tobi und die Reise zu den Oftringen fliegenden Flüssen youcinema 5 Zürichstr. 52
17:20 / D 14/12J.
Meg 2: Die Tiefe 20:00 (nur Do) / D 16J.
Drogen unterzutauchen.
The Nun II Oftringen youcinema 5 20:10 (nur Fr-Di) / D 16J. Zürichstr. 52 The Equalizer 3 – The Final Chapter
22:50 (nur Fr+Sa) / D 16J.
23:00 (nur Fr+Sa) / D 14J.
DogMan
Oftringen einer Polizeiwache erzählt Doug der youcinema 2 Auf Therapeutin seine Lebensgeschichte Zürichstr. 52
14:50 / D 6/0J.
Trolls – Gemeinsam stark Oftringen youcinema 3 17:50 / D 14J. Zürichstr. 52 Early Birds
14:30, 17:00 (nur Mi) / D 6/0J.
Aarau Trolls – Gemeinsam stark Center Ideal 2
Kasinostr. 13 0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif)
20:30 (nur Do) / D 16J.
Der Exorzist: Bekenntnis 20:00 (nur Fr, Mo, Mi) / D 14/12J.
kinokoni.ch | info@youcinema.ch
Early Birds
Oftringen youcinema 5 20:00 (nur Mi) / D 10J. Zürichstr. 52 Ein Fest fürs Leben 14:40 / D 6J.
Das fliegende Klassenzimmer Oftringen Inszenierung eines Theaterstücks soll youcinema 6 Die eine alte Fehde zwischen den SchülerInnen Zürichstr. 52 beenden.
Do, 12. Oktober bis Mi, 18. Oktober 2023 Änderungen vorbehalten | © Cinergy AG 15:00 / D 6J.
Aarau Das fliegende Klassenzimmer Center Ideal 4 Die Inszenierung eines Theaterstücks soll
Kasinostr. 13 eine alte Fehde zwischen den SchülerInnen 0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif) beenden.
20:30 (nur Do), 20:00 (ausser Do) / D 6J.
Trolls – Gemeinsam stark Oftringen youcinema 4 19:50, 22:30 (nur Fr+Sa) / D 16J. Zürichstr. 52 Der Exorzist: Bekenntnis
Zürichstr. 52
heraus, dass in der Stadt zwei praktisch identische Doppelgänger wohnen. Übers Kreuz blitzt bei den gedoppelten Paaren der Ausblick auf ein besseres Leben auf. Doch eine machistisch motivierte Gewalttat setzt dieser Perspektive ein Ende. Was bleibt, ist eine Wirklichkeit, von der die Möglichkeit zum Besseren abgezogen ist. Der Iranener Mani Haghigi zeichnet eine dürstere Parabel auf die Perspektivelosigkeit, die seine Heimat beherrscht. Ihm selbst wurde der Pass entzogen, seine Hauptdarstellerin sass zeitweilig wegen der Teilnahme an Demonstrationen im Gefängnis. www.lichtspiele-olten.ch
Aarau The Creator Center Ideal 2
Kasinostr. 13 0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif)
16:45 (nur Sa+So) / Edf 12J.
Oppenheimer
20:30 (nur Sa+So), 20:00 (nur Di) / CH 14J.
Aarau Early Birds Center Ideal 2 Zwei Frauen versuchen nach einer
Kasinostr. 13 Schiesserei mit einer Tasche voller Geld und 0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif) Drogen unterzutauchen.
14:30 / D
Aarau Checker Tobi und die Reise zu den Center Ideal 3 fliegenden Flüssen
Kasinostr. 13 0901 56 30 56 (0.64/ 20:00 (nur Do), 17:00 (nur Mi) / CH 14J. Min., Festnetztarif) Early Birds
20:30 (ausser Do) / D 16J.
Aarau Der Exorzist: Bekenntnis Center Ideal 3 Zwei besessene Mädchen fordern die
Kasinostr. 13 Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen 0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif) zum Exorzismus auf.
17:00 (nur Sa+So) / D 10/8J.
Aarau Barbie Center Ideal 3 Als sie Gedanken über den Tod ereilen, muss
Kasinostr. 13 Barbie in der wirklichen Welt nach einer 0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif) Lösung suchen.
Aarau Wochenendrebellen Center Ideal 4 Ein Vater und sein autistischer Sohn finden
Kasinostr. 13 beim gemeinsamen Besuch von 0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif) Fussballspielen zueinander.
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Aarau Trolls – Gemeinsam stark Center Ideal 4
17:15 (nur Mi) / D 10/8J. Kasinostr. 13 0901 56 30 56 (0.64/ Barbie Min., Festnetztarif) 20:30 (nur Do) / Od 16J.
Aarau Freier Film
Laurenzvorstadt 85 062 824 81 16
Les Filles d’Olfa 20:30 (nur Sa) / Od 16J.
La Chimera
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Past Lives
20:30 (nur Fr) / D 14/12J.
Aarau Freier Film
Laurenzvorstadt 85 062 824 81 16
Aarau Schloss 1
Anselm
20:30 (nur Di) / Odf
Best of Fantoche 2023 18:00 (nur Mi) / Fd 10/6J.
Interdit aux chiens et aux Italiens 20:00 / D 16J.
The Nun II
Schwester Irene muss erneut gegen die
Schlossplatz 3 dämonische Nonne antreten und unschuldige 0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif) Kinder retten.
Aarau Schloss 1
17:15 (nur Sa+So) / CH 14J.
Early Birds
Zwei Frauen versuchen nach einer
Schlossplatz 3 Schiesserei mit einer Tasche voller Geld und 0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif) Drogen unterzutauchen.
Aarau Schloss 1
14:30 (nur So) / D 10/8J.
Barbie
Als sie Gedanken über den Tod ereilen, muss
Schlossplatz 3 Barbie in der wirklichen Welt nach einer 0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif) Lösung suchen.
Aarau Schloss 2
20:30 (nur Do, Sa, Mo, Mi) / D 16J.
The Expendables 4
Die Expendables verlieren einen der ihren
Schlossplatz 3 und müssen den Dritten Weltkrieg verhindern. 0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif)
Aarau Schloss 2
20:30 (nur Fr, So, Di) / D 16J.
DogMan
Auf einer Polizeiwache erzählt Doug der
Schlossplatz 3 Therapeutin seine Lebensgeschichte 0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif)
Aarau Schloss 2
17:45 (nur Sa+So), 15:00 (nur So) / D 6J.
Wochenendrebellen
Ein Vater und sein autistischer Sohn finden
Schlossplatz 3 beim gemeinsamen Besuch von 0901 56 30 56 (0.64/ Min., Festnetztarif) Fussballspielen zueinander.
Veranstaltungen
Nr. 41 | Donnerstag, 12. Oktober 2023
Bach goes Breakdance SHOW Nach der erfolgreichen Show «Breakin’ Mozart» schufen Christoph Hagel und DDC-Entertainment eine zweite Produktion: Dieses Mal tanzen und bewegen sich die Künstlerinnen und Künstler zur Musik Johann Sebastian Bachs – am 24. Oktober im Stadttheater Olten. Im Stück «Goldberg Moves», das am Dienstag, 24. Oktober, um 19.30 Uhr im Stadttheater Olten zur Aufführung gelagt, sind vielseitige und talentierte Künstlerinnen und Künstler mit Breakdance, Hip Hop, Popping, Contemporary und Artistik zu erleben. Die beiden Musiker, Komponisten und Producer Jan Reinelt und Max Bernatzky kreierten Musik, in der die aktuelle Jugendkultur und die barocke Klavierkomposition miteinander verschmelzen. Mit viel Kreativität und Liebe zum Detail überlegten sich die Regisseurinnen eine durchgehende Storyline, die das Publi-
kum auch unter Zuhilfenahme von Dialogen durch einen aussergewöhnlichen Abend führt. Ein weiterer grosser Baustein ist der Content für die LED-Wand, der mithilfe von talentierten Videogame-Creators aus Hamburg in die Show integriert wurde. Alle Performer erhielten einen eigenen digitalen Charakter, der mithilfe von Motion Caption zum Leben erweckt wurde. Die Avatare auf der LED-Wand verschmelzen dabei fliessend mit der Live-Performance auf der Bühne. In «Goldberg Moves» fragen die Tänzerinnen eindrucksvoll nach den Grenzen von Identität und abstraktem Abbild. Was, wenn unser Avatar ein Eigenleben entwickelt und heimlich an unserem User-Profil herumspielt? Und was kann das Live-Erlebnis Theater, was im Cyberspace versickert? Was ist echt, was künstlich? Und was hat Bach damit zu tun? Die Show «Goldberg Moves» zeigt: Mode und Ästhetik wechseln, Spiel und Musik aber bleiben. pd w w w. s t a d t t h e a te r- o l te n . c h
IN KÜRZE
MUSEUMSANGEBOT
Zwergliführung «Schuppenkleid»
Goldberg Moves: Aktuelle Jugendkultur und barocke Klavierkomposition verschmelzen miteinander. (Bild: Dietrich Dettmann)
Hoher Besuch aus Damaskus
PREDIGT Das Hilfswerk Kirche in Not unterstützt Christen in Syrien. Ein Patriarch aus Damaskus ist am kommenden Montag und Dienstag im Kapuzinerkloster Olten zu Gast, um eine Predigt zu halten und über die Lage in seinem Land zu berichten. Auch Erlinsbach und Niedergösgen wird er einen Besuch abstatten.
Obwohl der im Jahr 2011 ausgebrochene Bürgerkrieg in Syrien in den letzten Jahren an Intensität verloren hat, kommt es doch immer zu Angriffen und Kämpfen. Erst vergangene Woche kamen bei einem Drohnenangriff auf eine Militärakademie in Homs rund 100 Personen
ums Leben. In Syrien leben nach wie vor viele Christinnen und Christen, obwohl sich viele von ihnen zu einem Leben ausserhalb Syriens entschlossen und das Land verlassen haben. Das Hilfswerk Kirche in Not (ACN) unterstützt mit konkreten Projekten vor Ort – insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit – die verbliebenen Christen, damit sie eine Zukunft haben in einem Land, in dem sich einige der ältesten christlichen Stätten befinden und das auf eine christliche Tradition zurückblickt. Das Hilfswerk unterstützte in den letzten zwölf Jahren Projekte vor Ort mit über 50 Millionen Franken. Nebst den pastoralen Projekten wird auch Geld für die Gründung eigener kleiner Geschäfte von Christen zur Verfügung gestellt. Die-
Die Anfänge einer Erfolgstory
Zwei Auftritte in Olten
Auf Einladung des Hilfswerks Kirche in Not (ACN) besucht Patriarch em. Gregorios III. Laham aus Damaskus ab Samstag verschiedene Pfarreien in der Schweiz. Mit vier Besuchen beehrt er den Kanton Solothurn. Dabei wird er im Rahmen einer Messe über die aktuelle Lage in seiner Heimat informieren. Am kommenden Montag, 16. Oktober, um 18.30 Uhr, und Dienstag, 17. Oktober, um 7 Uhr, ist er in der Kirche des Kapuzinerklosters Olten mit einer Predigt zu hören. Am Dienstag tritt er zudem um 19 Uhr in der Kirche St. Nikolaus in Er-
Der Patriarch aus Damaskus besucht die Dreitannenstadt. (Bild: ZVG) linsbach und am Mittwoch, 18. Oktober, um 8.30 Uhr in der Kirche St. Antonius der Einsiedler in Niedergösgen auf. mgt
DONNERSTAG, 12. OKTOBER
FREIZEIT
MONTAG, 16. OKTOBER
FÜHRUNGEN
BÜHNE
07.00-11.30, Bifangstrasse: Oltner Wochenmarkt. 13.30–14.30, Alte Holzbrücke / bei der Wildsau: Öffentliche Führung «Historische Altstadt». Historische Erzählungen zu einzelnen Gebäuden runden den stündigen Rundgang ab.
FREIZEIT
OLTEN
19.30, Literatur & Bühne, Leberngasse 17: Christof Gasser und sein neuester Fall. «Solothurn hüllt sich in Schweigen» – die Ambassadorenstadt im Netz der Mafia. 19.30–22.30, Kulturzentrum Schützi, Schützenmattweg 15: «Natürlich blond – das Musical!». Creative Stage Company realisiert als erstes Projekt das Musical «Natürlich blond». www.schuetzi.ch
FREIZEIT 07.00-11.30, Kirchgasse/Baslerstrasse: Oltner Wochenmarkt. 14.30–16.00, Christkatholischer Kirchgemeindesaal, Kirchgasse: «Internationale Tänze 60+» von Pro Senectute. Zu Musik aus aller Welt verschiedene Tänze kennenlernen.
MUSIK AARBURG
OLTEN
09.00–10.45, Abgemachter Treffpunkt: «Zämegolaufe»: Gemeinsame Spazierwanderung (rot). Treffpunkt: Stauwehr Winznau (Bushaltestelle Haslistrasse).
DIENSTAG, 17. OKTOBER OLTEN
19.00–23.30, Musigburg, Bahnhofstrasse 50: Discipline (NL), I cut out your Name (D), Sin Imperio (CH). Hardcore in der Musigburg. www.musigburg.ch
12.30–13.30/13.45–14.45, Christkatholisches Kirchgemeindehaus, Kirchgasse: Everdance Kurse in Olten für Frauen und Männer 60plus. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. www.dance-it.ch
SONNTAG, 15. OKTOBER
MITTWOCH, 18. OKTOBER
BÜHNE
BÜHNE
OLTEN
OLTEN
BÜHNE
17.00–19.30, Kulturzentrum Schützi, Schützenmattweg 15: «Natürlich blond – das Musical!». www.schuetzi.ch
OLTEN
FÜHRUNGEN
FREIZEIT
LOSTORF
13.30–14.50, Abgemachter Treffpunkt: «Zämegolaufe»: Gemeinsame Spazierwanderung (orange). Treffpunkt: vor dem Freibad Olten (Bushaltestelle Schützenmatte).
SAMSTAG, 14. OKTOBER
19.30–22.30, Kulturzentrum Schützi, Schützenmattweg 15: «Natürlich blond – das Musical!». www.schuetzi.ch
13.00–17.00, Schloss Wartenfels: Schlossbesichtigung inklusive Ausstellungen mit Bistro. Der Verein «Freunde Schloss Wartenfels» öffnet die Türen zum neu renovierten Schloss.
SCHÖNENWERD
14.00–17.00, Ballyana Sammlung Industriekultur, Schachenstrasse 24: Museum Ballyana. Führung: 200 Jahre Bally Industriegeschichte.
19.30–22.30, Kulturzentrum Schützi, Schützenmattweg 15: «Natürlich blond – das Musical!». www.schuetzi.ch
KAPPEL
14.00–17.00, Restaurant Linde, Mittelgäustrasse 34: «Jassen 60+» von Pro Senectute. Jassmeisterschaften. Gespielt wird nach den Regeln der Schweiz.
Für die Jüngsten finden im Naturmuseum Olten weiterhin die beliebten «Zwergliführungen» statt. Das Angebot richtet sich an Kleinkinder bis vier Jahre mit ihrer Begleitperson. Die nächste Führung wird zweimal angeboten, am Mittwoch, 25. Oktober, und am Donnerstag, 26. Oktober, von 10 bis 11 Uhr zum Thema «Schuppenkleid». Was sind Schuppen genau, und welche Tiere tragen ein Schuppenkleid? Die üblichen Verdächtigen im Schuppenkleid sind Fische und Reptilien, welche bei dieser Führung im Rampenlicht stehen. Doch auch Flügel bestimmter Insekten können geschuppt sein. Mehr Wissenswertes über das Thema Schuppen gibt es bei der spielerischen Führung mit der Biologin und Museumspädagogin Jasmine Klasen zu erfahren. mgt
REFERAT
ser Einsatz ist dringend notwendig: Sehen die Menschen keine Perspektive mehr in Syrien, bleibt ihnen nur die Emigration.
TERMINE
OLTEN
9
14.00–15.00, Historisches Museum Olten, Konradstrasse 7: Nachmittagsführung: «Es si alli so nätt». Rundgang durch die Sonderausstellung zu Franz Hohler und seinem Werk im Spiegel der Zeitgeschichte. www.hausdermuseen.ch
VORTRÄGE / LESUNGEN LOSTORF
19.30–21.00, Schulhaus 1912: Vortrag «Demenz und jetzt». Corinne Sprenger Kuhnen referiert ergänzend zum Infoanlass der Einwohnergemeinde Lostorf und Pro Senectute.
DONNERSTAG, 19. OKTOBER MUSIK OLTEN
19.00–20.00, Christkatholische Kirche: Philipp M. Ackermann aus Huttwil. Der Musiker spielt auf Flöten aus aller Welt intuitive Inspirationen 20.00–22.00, Vario Bar, Solothurnerstrasse 22: Patrick Joray Quintett. Jazzkonzert. www.variobar.ch
FREIZEIT 07.00-11.30, Kirchgasse/Baslerstrasse: Oltner Wochenmarkt.
Olten gewinnt als Kleinstadt mit einem vielseitigen Kulturangebot zunehmend an Profil. Dazu brauchte es schon immer das Engagement unerschrockener und innovativer Frauen und Männer. Die Grauen Panther Olten und Umgebung ermöglichen einen Einblick in die Anfänge eines «Leuchtturms» der Oltner Kulturszene. Am 24. Oktober hält Peter Niklaus um 15 Uhr im APA-KultA Olten das Referat «Die Oltner Kabarett-Tage – Idee, Anfänge, Erfolgstory». Die Kabarett-Tage Olten strahlen heute erfolgreich weit über die Grenzen der Region und der Schweiz in den gesamten deutschsprachigen Raum hinaus. Der Referent Peter Niklaus als Gründer des Festivals wird aus seinem reichen Fundus von Geschichten, Anekdoten und Dokumenten zur Entstehungsgeschichte des Festivals schöpfen. Das APA KultA ist ein wiederbelebter Raum für Anlässe aller Art (früher Kleinkino Camera), betrieben vom Verein «APA – Aktion Platz für alle». Der Anlass steht auch Nichtmitgliedern offen. Im Anschluss wird ein Getränk mgt offeriert.
TRAININGSPROGRAMM
Evivo-Training am Kantonsspital Olten Die Solothurner Spitäler AG (soH) bieten diesen Herbst ein Evivo-Training am Kantonsspital Olten an. Evivo ist ein Trainingsprogramm, das Menschen mit chronischen Krankheiten hilft, ihre Lebensqualität zu verbessern. Im Evivo-Training können sich Betroffene und Angehörige einfache Vorgehensweisen aneignen, um im Alltag nachhaltig besser mit chronischen Krankheiten umzugehen. Das umfasst zum Beispiel Erkrankungen des Bewegungsapparats, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Atemwegserkrankungen, Diabetes, neurologische Erkrankungen, psychische Probleme und vieles mehr. Das Evivo-Training dauert sechs mal zweieinhalb Stunden. Das nächste Evivo-Training findet am Kantonsspital Olten statt: jeweils am Donnerstag von 13.30 bis 16 Uhr zwischen dem 26. Oktober pd und dem 30. November.
AUSSTELLUNG
Kleinkunst für jedermann Seit dem letzten Freitag darf der Oltner Stephan Kainersdorfer im Seniorenzentrum Untergäu in Hägendorf einen Teil seiner Bilder ausstellen. Die Ausstellung soll mindestens einen Monat dauern. Zu bestaunen sind zum Beispiel Tier-, Pflanzen- oder sar Landschaftsmotive.
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Freizeit
Donnerstag, 12. Oktober 2023 | Nr. 41
REZEPT
Russenzopf mit Speck und Käse / Birnen-Tartelettes mit Zitronen-Mascarpone Russenzopf mit Speck und Käse Zubereitung • Mehl salzen und in einer Schüssel zu einer Mulde formen. Hefe in der Milch auflösen, mit Butter und verquirltem Ei in die Mulde geben. Von innen nach aussen mischen und zu einem elastischen Teig kneten. Zirka 75 Minuten aufs Doppelte aufgehen lassen, einschlagen, gut durchkneten und erneut 15 Minuten aufgehen lassen. • Kochspeck und Knoblauch anbraten. Paniermehl zugeben, kurz anrösten, auskühlen lassen und mit dem Peterli vermischen. • Teig auswallen: 1-mal so lange und 2-mal so breit wie die Cakeform. Speckmasse darauf verteilen. Mit wenig Salz und Pfeffer würzen sowie mit dem Käse bestreuen. Seitlich einrollen und der Länge nach halbieren. Die zwei Hälften «zöpfeln», dass die Schnittflächen oben zu liegen kommen. Zopf in die mit Backpapier ausgelegte Cakeform legen und im auf 180 °C vorgeheizten Ofen 45 Minuten backen. Zubereitung: 120 Minuten inklusive 90 Minuten gehen lassen, 45 Minuten backen.
E I N K AU F S Z E T T E L Russenzopf mit Speck und Käse Für 1 Cakeform von 27 cm 300 g 1 TL 20 g 1 dl 30 g 1 300 g 2 2 EL 1 Bund 150 g
Birnen-Tartelettes mit Zitronen-Mascarpone Zubereitung • Blätterteig in acht gleich grosse Stücke schneiden und auf einem Backpapier auslegen. Birnenhälften zu einem Fächer schneiden. • Mascarpone, Zitronensaft, Ei, Mehl und Puderzucker gut verrühren. Masse auf den Teig streichen und mit den Birnen belegen. • Im auf 180 °C vorgeheizten Backofen (Umluft) 30 Minuten in der Ofenmitte backen.
Tipp: mit gerösteten Mandelblättchen bestreuen. Zubereitung: 15 Minuten und zirka 30 Minuten backen.
Weitere Rezepte finden sich auf www.volg.ch/rezepte
Mehl Salz Hefe, frisch Milch, lauwarm Butter, flüssig Ei Kochspeck, gewürfelt Knoblauchzehen, klein gehackt Paniermehl Peterli, gezupft Volg Dorfchäs, gerieben Salz, Pfeffer
Birnen-Tartelettes mit Zitronen-Mascarpone Für 8 Stück 1 8 150 g 1 1 2 EL 2 EL
Blätterteig, eckig Birnenhälften aus der Dose, abgetropft Mascarpone Zitrone, Saft Ei Mehl Puderzucker
RÄTSELN, MITMACHEN UND GEWINNEN! GEWINNEN Sie 2 Freikarten von youcinema So nehmen Sie teil: Senden Sie eine SMS mit dem Text: SAKREUZ (Abstand) und Lösungswort an 919 (CHF 1.50/SMS). Wählen Sie Telefon 0901 333 166 nennen Sie die Lösung, Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer (CHF 1.50/Anruf). Gratisteilnahme Postkarte an SAKREUZ, Postfach 29, 8320 Fehraltorf. Teilnahmeschluss ist der 18.10.2023. Der Gewinner wird auf www.smsplay.ch veröffentlicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Feinste WEine, Drinks & Fingerfood direkt im Saal serviert!
kinokoni.ch | Aarauerstrasse 51 | 4600 Olten
Es existieren nur die Ziffern 1 - 9. Die 0 gibt es nicht. Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile, in jeder Spalte und jedem der 9 kleinen Quadrate alle Ziffern (nur ein Mal!) stehen.
comhouse.ch 244
Vereine
Nr. 41 | Donnerstag, 12. Oktober 2023
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Glücksmomente trotz Krieg PARASOLKA Seit 2007 setzt sich der Verein Parasolka für Menschen mit einer Beeinträchtigung in der Ukraine ein. Seit Kriegsausbruch leistet er zusätzlich Nothilfe. Trotz schwieriger Situation besuchte der Vorstand unter dem Präsidium von Andreas Schmid aus Lostorf Ende September seine langjährigen Projekt-Partner vor Ort. ASTRID BOSSERT MEIER
I
n Uschhorod ist es friedlich. 800 Kilometer liegen zwischen der Stadt ganz im Westen der Ukraine und der Frontlinie im Osten. Dank der geografischen Lage direkt an der slowakischen Grenze blieb die Hauptstadt des Oblasts Transkarpatien mit ihren 120 000 Einwohnerinnen und Einwohnern bisher von Angriffen verschont. Spaziert man durch die historische Innenstadt, scheint der Krieg fast surreal. Läden und Cafés sind geöffnet. Zahlreiche Menschen schlendern bei sonnigem Herbstwetter in der längsten Lindenallee Europas dem Fluss Usch entlang, welcher der Stadt den Namen gibt. Die friedvolle Stimmung lässt einen beinahe vergessen, dass ein Teil dieser Menschen gezwungenermassen hier ist. Das solidarische Uschhorod beherbergt noch immer zig Tausende Inland-Flüchtlinge aus dem Osten, die Schutz vor Bomben und Zerstörung suchten. Zwiespältig sind die Gefühle auch beim Restaurantbesuch. Im traditionellen Gasthaus in der Nähe der griechisch-katholischen Kathedrale fehlt es an nichts. Die Speisekarte reicht von Holubzi (Krautwickel) bis zu Vareniki (Teigtaschen). Die Gäste sitzen draussen beim Bier und lachen. Doch auf einer Kommode beim Eingang steht das Porträt eines Soldaten neben einer brennenden Kerze und erinnert daran, dass ein junger Mann aus ihrer Mitte im Krieg gefallen ist.
Einblick ins Nothilfelager
Situationen wie diese erleben die Vorstandsmitglieder des Schweizer Vereins
Parasolka-Präsident Andreas Schmid aus Lostorf (rechts) bedankt sich für die Gesangsdarbietung. (Bilder: Astrid Bossert Meier)
der Ukraine als Vorzeigeprojekt und feiert nächstes Jahr sein 15-Jahr-Jubiläum. Das Angebot wurde in den letzten Jahren mit einer Frühförderstelle und neu mit einer Tagesstätte für Kinder mit einer Behinderung ergänzt. Weitere Ideen sind in der Projektphase, beispielsweise der Aufbau einer begleiteten Wohngruppe ausserhalb des Wohnheims. Trotz positiver Entwicklung gibt es im Behindertenwesen der Ukraine grosse Herausforderungen. Die Institutionen müssen mit noch knapperen Budgets haushalten, und die Löhne der Bertreuerinnen – fast ausschliesslich Frauen – sind so tief, dass manche 150 Prozent arbeiten, um über die Runden zu kommen.
sogar Gebäude bezeichnet, in welchen die neue Fakultät einziehen könnte. Bei der Besichtigung der stark renovationsbedürftigen Bauten müssen die Parasolka-Vorstandsmitglieder jedoch leer schlucken. Ein solch grosses Projekt übersteigt die Möglichkeiten des kleinen Schweizer Vereins bei weitem. Und der Staat kann in Kriegszeiten keine finanziellen Mittel dafür sprechen. Dennoch will «Parasolka» an der Vision festhalten und unterstützt die Uni Uschhorod bei der Suche nach weiteren und grösseren Unterstützenden – damit die Lebensqualität von Menschen mit einer Behinderung nachhaltig verbessert wird.
Die Vision einer dualen Ausbildung
Nach einer intensiven und emotionalen Woche in der Ukraine überwiegt am Schluss die Zuversicht. «Wir erlebten ein Land, das sich trotz der riesigen und ungerechtfertigten Herausforderungen intensiv in die Zukunft bewegt», so das Fazit von Parasolka-Präsident Andreas Schmid aus Lostorf. Diesen Eindruck teilt Ruedi Iseli aus Olten, der sich seit vielen Jahren in Transkarpatien engagiert: «Die Projekte, die wir begleiten, entwickeln sich weiter, und es gibt viele Zukunftsvisionen.» Das stimme ihn zuversichtlich. Beat Hunziker aus Biel, ebenfalls langjähriges Vorstandsmitglied, bringt es auf den Punkt: «Ich war und bin beeindruckt, wie die Menschen in Transkarpatien mit der Situation umgehen. Sie negieren den Krieg nicht, aber sie schauen vorwärts und leben!»
Zudem gibt es in der Ukraine keine Ausbildung für die Arbeit mit Menschen mit einer Beeinträchtigung. So erfolgt die Ausbildung «on the job» in den Institutionen. Deshalb setzt der Verein «Parasolka» seit Jahren auch auf Aus- und Weiterbildung. Er organisiert einen regen und wiederkehrenden Austausch zwischen schweizerischen und ukrainischen Berufsleuten mit gegenseitigen Besuchen, Workshops oder Fachtagungen. Nun nimmt ein Projekt trotz Krieg wieder Fahrt auf, das der Verein «Parasolka» gemeinsam mit der Universität Uschhorod vor Corona lanciert hatte: Der Aufbau einer neuen Fakultät für Sozial- und Heilpädagogik mit einem dualen Ausbildungsgang für Betreuungspersonen im Bereich Beeinträchtigung. Vor kurzem haben die Uni-Verantwortlichen
Ende September trafen sich die Mitglieder des Männerchors Kappel zu einer zweitägigen Sängerreise in die Bodensee-Region. Die Vorfreude war gross, denn nach drei Jahren war das die erste Chorausfahrt. Ein Car war angemietet worden, und bei wunderbarem Spätsommerwetter begann am Samstagmorgen die Reise in
w w w. p a ra s o l k a . c h
Verein «Regenschirm» Ein Moment des Glücks in der Modell-Institution für Menschen mit einer Behinderung: Auch Parasolka-Vorstandsmitglied Ruedi Iseli aus Olten tanzt mit. «Parasolka» während ihres einwöchigen Aufenthalts in Transkarpatien immer wieder. Sie erschüttern. Die Reise in die kriegsversehrte Ukraine ist aber auch ermutigend. So zeigt der Besuch des von «Parasolka» mitunterstützten Nothilfelagers der Partnerorganisation CAMZ (Committee Aide Medical Zakarpattya), dass die Gelder in den richtigen Händen sind. Allein von diesem Lager aus wird fast täglich ein Lastwagen mit Hilfsgütern in den Osten geschickt.
Schlecht honorierte Betreuungsarbeit
Emotional ist der Besuch in den beiden vom Verein unterstützten Institutionen für Menschen mit Behinderung. Dank sehr treuen privaten Spenderinnen und Spendern, grosszügigen Stiftungsgeldern und einem enormen Einsatz des ehrenamtlichen Vorstands hat der Schweizer Verein in Tjachiv – ebenfalls Transkarpatien – ein Wohnheim für 25 junge Erwachsene mit einer geistigen Behinderung aufgebaut. Dieses gilt in
Gründung 2007 Der Verein Parasolka (Regenschirm) wurde 2007 gegründet und will das Leben von Kindern und Erwachsenen mit Beeinträchtigungen in Transkarpatien verbessern. Ausgangspunkt war die schwierige Situation von Behinderten in der Ukraine. Eltern wurden nach der Geburt eines behinderten Kindes dazu gedrängt, dieses an den Staat abzugeben. Versteckt vor der Öffentlichkeit wuchsen die Kinder in abgelegenen Waisenhäusern mit wenig Zuwendung und Förderung auf. Wurden sie erwachsen, gab es für sei keine Alternative als das Leben in einer Psychiatrischen Anstalt. Durch das Netzwerk Schweiz-Trans-
Mehrere Gesangsauftritte inklusive
MÄNNERCHOR KAPPEL Die zweitägige Sängerreise des Männerchors Kappel führte in die Ostschweiz und ins angrenzende Deutschland.
Tief beeindruckter Vorstand
Richtung Ostschweiz. Nach einem Zwischenhalt in Illnau, wo im Restaurant Rössli Kaffee und Gipfeli für alle bereitstanden, ging es weiter nach St. Gallen. In dieser wunderschönen Stadt war die Besichtigung der Stiftsbibliothek ein grossartiges Erlebnis. Der Bibliotheksraum gilt als einer der schönsten weltweit und kann auf eine Geschichte zurückblicken, die bis ins 8. Jahrhundert reicht. In der nahegelegenen Stiftskirche hatte der Chor die Erlaubnis erhalten, einige Lieder vorzutragen. Das zwischen 1756 und 1760 im spätbarocken Stil errichtete Gotteshaus besitzt eine ausgezeichnete Akustik. Es war eine be-
sondere Freude, dort auftreten zu dürfen. Weiter ging es nach Romanshorn am Bodensee, wo ein feines Mittagessen angerichtet war. Danach brachte eine Fähre die Reiseteilnehmer ans andere Ufer des Sees, nach Meersburg im deutschen Bundesland Baden-Württemberg. Nach einem ausgiebigen Stadtbummel verbrachte man im Restaurant Winzerstuben einen gemütlichen Abend, bevor die Fähre nach Konstanz zurückfuhr. Hier waren für die Nacht Zimmer im Hotel Harbr gebucht, einem relativ neuen und tadellos ausgestatteten Haus. Am Sonntagmorgen bestiegen die
Die Sänger des Männerchors Kappel mit ihren Angehörigen auf der Vereinsreise 2023. (Bild: ZVG)
Sänger mit ihren Angehörigen in Konstanz ein Schiff, dass sie in rund dreieinhalb Stunden den Rhein hinunter bis Schaffhausen brachte. Bei guter Stimmung verging die Zeit wie im Fluge. In Schaffhausen wartete schon der Car, und die Reise führte nun nach Wilchingen TG. Hier fand gerade ein Winzerfest statt. Das bunte Treiben wurde vom Chor für einen spontanen Gesangsauftritt genutzt, der viel Beifall fand. Anschliessend durften alle in der Weinkellerei Rötiberg verschiedene Weiss- und Rotweine degustieren, auch ein ausgezeichneter Weinbrand war dabei. Gut gelaunt ging es dann auf die Heimreise. mgt
karpatien/Ukraine (NeSTU) kam es zum Kontakt mit einem Waisenhaus; so entstand die Idee, Kinder und Erwachsene mit einer Beeinträchtigung in der Ukraine nachhaltig zu unterstützen – mit Investitionen in bauliche Massnahmen, mit dem Aufbau von Ateliers zur Beschäftigung, mit ambulanter Unterstützung von Eltern behinderter Kinder und insbesondere mit fachlicher Zusammenarbeit und Ausbildung. Der Verein Parasolka finanziert sich ausschliesslich über Spenden von Stiftungen und Privatpersonen, Mitgliederbeiträgen und Zuschüssen von einigen Kirchgemeinden und anderen Institutionen. boa
INSERAT
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Im Fokus
Donnerstag, 12. Oktober 2023 | Nr. 41
Das Stadtarchiv lässt ihn bis heute nicht los WAS MACHT EIGENTLICH? Er war lange Jahre Bezirkslehrer in Hägendorf und nebenamtlicher Stadtarchivar in Olten. Seit 20 Jahren schon ist er im Ruhestand. Die Agenda von Martin Eduard Fischer ist aber auch mit 85 noch gut gefüllt.
herrschaften beileibe nicht nur Freunde. Mit einem Schmunzeln sagt er: «Als junger Mann war ich ein ‹Böser›.» Als Stadtarchivar forcierte Fischer den Ausbau des Archivs. Ursprünglich aus einem einzigen Zimmer bestehend, konnte er Ende 2002 seinem Nachfolger Peter Heim ein stattliches Archiv auf dem Gelände des Werkhofes übergeben. Vorausgegangen waren zahlreiche Entwicklungsschritte. «Ich habe das Archiv fünfmal gezügelt, dreimal unter dem Vater, zweimal unter meiner Leitung.» Auch öffnete Fischer das Archiv für Publikumsverkehr.
ACHIM GÜNTER
M
artin Eduard Fischer stützt sich auf einen Gehstock. Er geht bedächtig. Nach einem üblen Sturz kürzlich fällt ihm das Gehen derzeit schwerer als auch schon. Aber doch nicht so schwer, dass er auf die traditionellen Wanderferien im herbstlichen Oberwallis verzichten würde. Im Kopf, geistig, ist der 85-Jährige ohnehin hellwach und fit. Ermüdungserscheinungen sind keine auszumachen. Wir treffen uns im «Schreiber» zum Kaffee. Hier, umgeben von Büchern, fühlt sich der vierfache Grossvater wohl. So wohl, dass er die Buchhandlung gleich mehrmals wöchentlich aufsucht – meist in Begleitung seiner Frau. Es ist schon fast ein Ritual. «Hier trinke ich immer einen Kaffee und esse zwei Gipfeli dazu. Es gibt den besten Kaffee der Stadt.» Hinter dem Tischchen im oberen Stockwerk, wo wir Platz nehmen, ist Martin Eduard Fischer auch im Bücherregal präsent. «Unsere Stadtkirche» heisst eine der jüngsten Publikationen des Vielschreibers. Zahlreiche Bücher und Büchlein gab Fischer nach Antritt seines Ruhestandes vor 20 Jahren heraus. Der frühere Bezirkslehrer und langjährige Oltner Stadtarchivar ist noch immer aktiv und engagiert. «Habe ich keine auswärtigen Termine, sitze ich am Computer und schreibe.» Die Liste seiner Publikationen ist lang. Und lang ist auch die eigens mitgebrachte Liste unter dem Titel «Publizistisches ungedruckt».
Eine Schulklasse mit 56 Kindern
Fischer hat auch viel Spannendes aus dem Privatleben zu erzählen. Und bei so mancher Episode aus seinen über acht Lebensjahrzehnten denkt man unweigerlich: längst vergangene Zeiten, heute
WAS M AC H T E I G E N T L I C H ? In der Rubrik «Was macht eigentlich?» porträtieren wir Persönlichkeiten der Region, die heute weniger in der Öffentlichkeit stehen als früher.
Der erste Beamte mit einem Computer
Bei Kaffee und Gipfeli in der Buchhandlung Schreiber ist Martin Eduard Fischer regelmässig anzutreffen. (Bild: Achim Günter) wäre derlei undenkbar! Wenn er von seinen Anfängen als Lehrer Ende der 1950er-Jahre berichtet etwa. Fischer, Jahrgang 1938, wuchs in Olten als Sohn eines Bezirksschullehrers auf. Sein Werdegang wurde weitgehend vom Vater bestimmt. Wie dieser wählte er den Lehrerberuf. 1958, mit gerade mal 20 Jahren und vor Abschluss der Lehrerausbildung, wurde er ins kalte Wasser geschmissen. Aufgrund des Lehrermangels sollte er in
«Der Vater war eine absolute Autorität. Was er sagte, galt.» Eppenberg eine Primarschulklasse übernehmen: eine Gesamtschule von der 1. bis zur 6. Klasse – mit 56 Kindern! Noch vor Amtsantritt, beim Erstellen eines Stundenplanes, fühlte er sich überfordert. Er rief seinen Methodiklehrer Paul Scholl im Lehrerseminar an und suchte ihn wenig später in Solothurn auf. Fischer erinnert sich an die Begegnung, als wäre sie gestern gewesen. «Was du jetzt machen musst», eröffnete der Mentor seinem verdutzten Schüler, «vergiss alles, was du im Seminar gelernt hast.» Scholl zimmerte für Fischer kurzerhand
einen Stunden- und Stoffplan – und der funktionierte in der Folge tadellos. Fischer fand sich in Eppenberg rasch zurecht und wurde gut aufgenommen. Er wäre der dortigen Primarschule gerne treu geblieben. Sein Vater aber sah in seinem Sohn einen Bezirksschullehrer. Nach drei Jahren in Eppenberg zog der Junglehrer weiter nach Zürich und machte ein Bezirkslehrerstudium mit Zusatzausbildung in Archivistik. «Mein Vater verfocht die fixe Idee, ich müsse ihm in Olten als Stadtarchivar nachfolgen.» Fischer gehorchte. «Der Vater war eine absolute Autorität. Was er sagte, galt.» Fischer Junior wäre eigentlich lieber Naturwissenschaftler geworden. «Aber mein Vater nahm mich schon als Zwölfjährigen mit ins Archiv und lehrte mich alte Schriften lesen und Mittelhochdeutsch verstehen.» Fischer Senior, Bezirkslehrer und Volkskundler, leitete das Oltner Stadtarchiv nebenamtlich von 1946 bis 1970. In den letzten zehn Jahren wurde er von seinem Sohn als Hilfskraft tatkräftig unterstützt – und ab 1971 trat Martin Eduard Fischer dann wie gewünscht in die Fussstapfen seines Vaters. Die Interessen waren nicht deckungsgleich.
«Mein Vater war ein Personengeschichtler, mich interessierte die Entwicklungsgeschichte der Stadt.»
Ein Faible für Entwicklungsgeschichte
32 Jahre lang, von 1971 bis 2003, kümmerte sich Martin Eduard Fischer fortan ums städtische Archiv. Freilich in einem bescheidenen Nebenpensum. Hauptberuflich arbeitete er bis 2001 als Bezirkslehrer. Seit Beendigung seines Stu-
«Als junger Mann war ich ein ‹Böser›.» diums unterrichtete er an der Oberstufe in Hägendorf. Seinem Faible für Entwicklungsgeschichte nachleben konnte er auch als erster Präsident der kantonalen Denkmalpflegekommission und der Altstadtkommission. Auch diese Ämter versah Fischer während Jahrzehnten. «In dieser Zeit änderte sich die gesamte Doktrin der Denkmalpflege völlig.» Es wurden wissenschaftliche Grundlagen erarbeitet, die Sensibilitäten deutlich erhöht, zum ersten Mal überhaupt ein denkmalpflegerisches Konzept erstellt. Er schuf sich in diesen Ämtern bei Bau-
Neuerungen hat sich Fischer nie verschlossen. Stolz erzählt er, dass er 1986 der erste Beamte der Stadt Olten gewesen sei, der einen – notabene privaten – Computer in seinem Büro genutzt habe. «Ich fand, dieses System biete enorme Möglichkeiten, um Dateien anzulegen.» Da die damalige Speicherungsform inkompatibel ist mit der heutigen, ist Martin Eduard Fischer informeller Mitarbeiter des Oltner Stadtarchivs geblieben. Die derzeitige Stadtarchivarin Franziska Morach wendet sich nicht selten mit konkreten Anfragen an ihn. Sein Know-how ist gefragt, weil er noch immer bestens weiss, wo manches abgelegt ist. Er sei derzeit jedoch daran, alle seine Dateien so aufzubereiten, «dass sie im Archiv gebraucht werden können». So verbringt Fischer bis heute viel Zeit am Computer. Aber eben: Da wären auch noch die «auswärtigen Termine». Hin und wieder hält er Referate, bildet Stadtführer aus, arbeitet mit am neuen Oltner Kulturkonzept, singt im Kammerchor Buchsgau im Gäu mit. Oder trinkt im «Schreiber» einen Kaffee.
KU RZ U N D K N A P P Dieses Buch kann ich wärmstens empfehlen Alle meine Bücher (lacht). Es gibt ja das Sprichwort: Wer nicht weiss, woher er kommt, weiss nicht, wohin er geht. Das ist meine Maxime. Auf diesen Gegenstand kann ich nicht verzichten Im Moment ist das mein Gehstock. Ich brauche drei Beine, um normal stehen zu können. An diesem Ort gefällt es mir ausgezeichnet Ich bin sehr gerne in der Natur. Die Umgebung von Olten schätze ich sehr. Diese Region gibt mir sehr viel.
Mitfiebern und beobachten Gemeinden sichern Ausgleichs- im Wahlzentrum kasse ihre Unterstützung zu KANTON Die Ausgleichskasse des Kantons Solothurn hat in den vergangenen Wochen erfolgreich auf eine neue Software umgestellt. Ebenso miteinbezogen sind die Zweigstellen in den Gemeinden, welche ihre gewohnten Aufgaben auch mit dem neuen System wahrnehmen können. Im Juni hatte die Ausgleichskasse des Kantons Solothurn (AKSO) auf eine neue Software umgestellt. Eine erste Bilanz zeigt: Das System bewährt sich – auch für die 53 AKSO-Zweigstellen in den Gemeinden und Sozialregionen. Diese hatten im Vorfeld befürchtet, nach der Umstellung nur noch teilweise auf die für ihre Arbeit nötigen Daten zugreifen zu können. Dies ist jedoch nicht der Fall. Die Zweigstellen können ihre gewohnten Aufgaben
auch mit dem neuen System wahrnehmen.
Umstellung eng begleitet
Die vom Kanton im Juni einberufene Taskforce unter der Leitung von Regierungsrätin Brigit Wyss hatte die Umstellung eng begleitet. An ihrer vergangenen Sitzung hat sie von der erfolgreichen ersten Bilanz Kenntnis genommen. Mit ihrer Arbeit in der Taskforce wollen der Solothurner Einwohnergemeindeverband (VSEG), der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Solothurner Ausgleichskasse (AKSO) und der Kanton Solothurn weiterhin gemeinsam dazu beitragen, die schwierige Situation bei der Ausgleichskasse zu verbessern.
Gemeinsame Krisenbewältigung
Im Zusammenhang mit den fehlenden Ressourcen hat der VSEG nun beispielsweise der AKSO die Unterstüt-
zung der Zweigstellen zugesagt. Es wird geprüft, ob und in welchem Umfang Mitarbeitende der Zweigstellen temporär auch einen Teil der Aufgaben, die die AKSO erledigt, übernehmen könnten. Dies soll im Rahmen einer gemeinsamen Krisenbewältigung geschehen können. Es sind alle betroffenen und involvierten Stellen gefordert, gemeinsam und möglichst rasch eine Lösung zu finden – dies zum Schutz und zum Wohle der betroffenen Bevölkerung im Kanton Solothurn. Im Volkswirtschaftsdepartement, das die Rolle des Eigners gegenüber der AKSO wahrnimmt, laufen bereits die Arbeiten zur Evaluation einer interimistischen operativen Leitung und zur Überprüfung der internen Prozesse sowie der Zusammenarbeit zwischen AKSO und den Zweigstellen. pd s o. c h
KANTON Wer soll den Kanton Solothurn für die nächsten vier Jahre im National- und Ständerat vertreten? Darüber entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 22. Oktober. Alle Resultate laufen im öffentlichen Wahlzentrum in Solothurn zusammen.
Für die eidgenössischen Wahlen vom 22. Oktober wird im Kanton Solothurn erneut ein öffentliches Wahlzentrum eingerichtet: in der Aula des BBZ Solothurn-Grenchen, in der Stadt Solothurn. Von dort aus berichten am Wahlsonntag regionale und nationale Medien über den Verlauf und den Ausgang der National- und Ständeratswahlen. Die Stimmberechtigten im Kanton wählen sechs Mitglieder für den Nationalrat und zwei Mitglieder für den Ständerat. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, den Wahlausgang ab 12 Uhr vor Ort
mitzuverfolgen. Die Zwischenresultate werden kontinuierlich und übersichtlich auf grosse Bildschirme projiziert. Es besteht die Möglichkeit, die Resultate mit anwesenden Politikerinnen und Politikern zu diskutieren sowie die Medienschaffenden bei ihrer Arbeit zu beobachten. Das Wahlzentrum im BBZ Solothurn-Grenchen ist am 22. Oktober für die Öffentlichkeit von 12 bis zirka 18 Uhr zugänglich. Es befindet sich im älteren Teil des BBZ Solothurn-Grenchen. Der Eingang ist auf der Ostseite beim Kreuzackerpark. Alle Resultate werden ab 12 Uhr im Internet laufend publiziert: sostimmt. so.ch. Die Schlussresultate für die Ständeratswahlen werden gegen 15 Uhr erwartet, mit den Endresultaten für die Nationalratswahlen ist gegen 16 Uhr zu rechnen. Für die Verpflegung am Wahlsonntag ist das Bistro im BBZ besorgt. pd s o. c h