Donnerstag, 3. Juli 2025
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Frauenfussball auf dem Vormarsch Mit der gestern gestarteten Europameisterschaft steht der Frauenfussball im Rampenlicht. Hilft das auch den Spielerinnen und Vereinen der Region?
Region
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Nicolas Blust Als klar war, dass die Europameisterschaft der Frauen in der Schweiz stattfinden wird, hat sich Carla Hagenbach riesig gefreut. «Es ist richtig cool, dass das Eröffnungs- und das Finalspiel hier in Basel sind», sagt Hagenbach. Für sie war klar: Sie möchte Teil dieses Grossevents werden. Und so bewarb sich die Arleserin vergangenen Oktober als Volunteer – mit Erfolg. Im Frühjahr führte die Studentin zahlreiche Gespräche mit anderen Interessierten und teilte diese für die Spiele in Basel den benötigten Aufgaben zu. «Ich fand es sehr spannend, die verschiedenen Beweggründe der Leute zu erfahren, die ehrenamtlich mithelfen wollten», sagt Hagenbach. Die Leute seien bunt gemischt: Studenten, Pensionierte, Männer und Frauen, Schweizer und Ausländer. Sie alle verbindet, dass sie mithelfen wollen an diesem Fussballfest. Hagenbach selbst ist an den Spielen im St.-Jakob-Park für die Einlaufkinder zuständig. Beim grössten Frauenfussballevent in der Schweiz mitzuhelfen, ist für sie Ehrensache.
Eine Bubenmannschaft schreckt ab
Denn Hagenbach hat ihr Leben schon früh dem Fussball verschrieben. «Als kleines Mädchen habe ich mit meinen Brüdern auf dem Spielplatz Fussball gespielt», erinnert sie sich. Ihr Bruder spielte beim FC Arlesheim, auch sie hatte Interesse daran, im Verein zu spielen. Als junges Mädchen traute sich Hagenbach aber nicht, in ein Team nur mit Jungs
Aescher gegen Aescher: Wer wird der FDP-Regierungsratskandidat für die Nachfolge von Monika Gschwind? Mehrere Birstaler melden Interesse an – auch ein Überläufer.
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Volunteer: Carla Hagenbach hilft bei der Europameisterschaft der Frauen an den Spielen im St.-Jakob-Park ehrenamtlich mit. einzutreten. Erst einige Jahre später, als sie 13 war, fing sie im Klub an, Fussball zu spielen – in der FF15, einem reinen Mädchenteam. Das war vor 13 Jahren. Als Mädchen, das Fussball spielt, war Hagenbach damals eher eine Exotin. Sie erinnert sich auch an Sprüche von Jungs in der Schule, dass Fussball kein Sport für Mädchen sei. Das hat sich mittlerweile geändert, der Frauenfussball gewinnt in der Schweiz immer
mehr an Zuspruch und Popularität. Die Anzahl der beim Fussballverband Nordwestschweiz gemeldeten Mädchen- und Frauenteams hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Der FC Arlesheim hat mittlerweile ein FF12-Team. Etwas, das es in der Kindheit von Hagenbach noch nicht gab. Für Jüngere gibt es zudem eine Trainingsgruppe nur für Mädchen. In Arlesheim, wie auch bei den anderen Vereinen in der Region, nehmen die Anfragen von
FOTO: ZVG
jungen Mädchen, die Fussball spielen wollen, immer weiter zu. Es mangelt aber oft an der nötigen Infrastruktur, Trainingsplätze, Garderoben sowie Trainerinnen und Trainer sind Mangelware. Die Folge: lange Wartelisten. «Wenn Mädchen Fussball spielen wollen und nicht gleich können, suchen sie sich halt ein anderes Hobby», ist sich Hagenbach sicher. Fortsetzung auf Seite 2
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