Skip to main content

27_2023_Stadtanzeiger_Olten

Page 1

Heute mit Vorschau GP Sälipa rk und LAP-Gratu lationen

MALERGESCHÄFT INDUSTRIESTRASSE 36

4600 OLTEN

TEL 062 212 71 66 NATEL 079 342 16 74

Reden hilft!

Fördern Sie die Selbsthilfe im Kanton Solothurn selbsthilfesolothurn.ch/spenden

WWW.MALER-COSENTINO.CH

Olten, Donnerstag, 6. Juli 2023 | Nr. 27 | 91. Jahrgang | Auflage 34 383 | Post CH AG

Jacqueline Straub

Kräftig mitsingen

Jacqueline Straub, Journalistin, Theologin und Buchautorin.

12. bis 30. Juli 2023 Schützenmatte Olten

(Bild: Melanie Wetzel)

I

streetfoodcinema.ch

Relaxte Stimmung: André Neumann genoss das Schulfestwochenende in Olten sichtlich. (Bild: Achim Günter)

Gratulieren Sie Ihren Lernenden zum erfolgreichen Lehrabschluss! Erscheinungstermine: 13. Juli 2023 20. Juli 2023 27. Juli 2023 Profitieren Sie von unserer

2 für 1 Aktion!

Information und Reservation bei unserem Verkaufsteam: Sophie Kohler, Tel. 058 200 47 01 Mario Agostino, Tel. 058 200 47 03 inserate@stadtanzeiger-olten.ch Inseratenschluss jeweils am Freitag vor Erscheinung.

Baslerstrasse 44, 4600 Olten Telefon 058 200 53 53 www.stadtanzeiger-olten.ch

Einfach entsorgen, bequem und umweltgerecht.

Däniken-Niederamt

Aarefeldstrasse 26, 4658 Däniken Mo bis Fr 7.30–11.45 Uhr und 13–17 Uhr Samstag 8.30–11.45 Uhr Eine Dienstleistung der Transport AG Aarau www.entsorgbar.ch

«Sie müssen Skat lernen, wir das Jassen»

STÄDTEPARTNERSCHAFT Am Oltner Schulfest am vergangenen Wochenende war auch die thüringische Partnerstadt Altenburg vertreten. Deren Oberbürgermeister André Neumann führte eine elfköpfige Delegation an. Wir haben ihn am Sonntagabend beim Ausklingen des Festes getroffen. ACHIM GÜNTER

Herr Neumann, im August 2020 statteten Sie als Altenburger Oberbürgermeister der Partnerstadt Olten schon mal einen Besuch ab. Hat sich Olten seither verändert? André Neumann: Das kann man gar nicht so sehr einschätzen. Diesmal war Schulfest – und damit das ganze Wochenende viel los. Beim letzten Besuch hier war kein Schulfest. Der eine oder andere Vergleich lässt sich gleichwohl anstellen. Ich war mit Thomas Marbet mal früh am Morgen joggen, und da haben wir ein Neubaugebiet gesehen, das 2020 in dieser Form noch nicht stand. Es gibt also viel Entwicklung, was Wohnungs- und Hausbau anbelangt. Aber vom Leben in der Stadt her ist natürlich so ein Schulfestwochenende nicht zu vergleichen mit dem damaligen Besuch. Damals gab es Corona-Massnahmen, nun durfte hingegen wieder ohne Einschränkungen gefeiert werden. Das ist ein grosser Unterschied. In Gesprächen habe ich herausgespürt, dass sich das ein wenig spiegelt: Die Gesellschaft hat sich durch Corona ein Stück weit verändert. Es gibt mehr Berüh-

rungsängste, Freundschaften gingen in die Brüche, in den Vereinen muss vermehrtes Engagement erst wieder entstehen. Trotz der vielen Kilometer zwischen Olten und Altenburg sehe ich da eine Parallele: Corona hat mit der Gesellschaft etwas gemacht. Ein anderer Unterschied: 2020 war noch Martin Wey Stadtpräsident, nun ist es Thomas Marbet. Ich habe Thomas auch damals schon kennengelernt, er war ja als Stadtrat mit dabei. Wir haben ihm natürlich aus Altenburg die Daumen gedrückt im Wahlkampf, damit alles gut kommt. Bei ihm hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl. Mich freut seine Wahl sehr, und ich glaube, er tut der Stadt richtig gut. Er war im letzten Herbst auch schon bei uns in Altenburg zu Besuch. Sie nahmen am Samstag und Sonntag mit Ihrer Gattin und einer insgesamt elfköpfigen Delegation aus Altenburg als Gast am Schulfest teil. Welche Eindrücke nehmen Sie mit nach Hause? Zuerst möchte ich den Oltnerinnen und Oltnern grossen Dank aussprechen für den herzlichen Empfang hier. Wir trafen durchwegs auf gutgelaunte Menschen und wurden überall herzlich empfangen. Wir hatten ein ziemlich volles Programm zu bewältigen und konnten uns zwischendurch nur kurz entspannen. Ich lief am Schulfestumzug die ganze Strecke mit – und sogar der Politik und der Verwaltung wurde applaudiert (lacht). Das hat mir natürlich gefallen, und es ist auch ein gutes Zeichen. Wir haben uns insgesamt sehr wohl gefühlt. Ich hoffe, jeder weiss hier, was er hat an der Stadt. Wir erleben es bei uns, dass die Leute in der Stadt gar nicht so recht wissen, was sie an ihr haben. Es muss immer zuerst einer von aussen kommen und sagen: «Leute, es ist toll bei euch!»

Wenn das in Olten auch so ist, möchte ich denen auf den Weg geben, dass sie hier in einer tollen Stadt leben – und halt mitanpacken müssen, dass es noch besser wird. Was gefiel Ihnen besonders gut? Die Bar hoch oben im «Astoria» ist nachts schon toll (lacht). Wenn man da oben steht, mit den Leuten den Tag auswertet und noch ein Abschlussgetränk zu sich nimmt, ist das sehr schön. Und aufs Schulfest bezogen? Diesbezüglich war es schon der Umzug vom Sonntagmorgen. Dann auch das Bürostuhlwettrennen vom Samstag – so was kennen wir bei uns gar nicht. Und auch das Entenrennen vom Sonntagnachmittag. Eigentlich möchte ich gar nichts Besonderes hervorheben, das ganze Fest war besonders. Konnten Sie sich inspirieren lassen für ein vielleicht vergleichbares Fest in Altenburg? Wir planen – beginnend im kommenden Jahr – ein Altenburger Festival. Und zum Beispiel den Umzug oder die Konzentration auf einem Platz zum Abschluss nehmen wir als Ideen auf jeden Fall mit. Unser Festival soll in Zukunft ein Riesenevent im Altenburger Land werden, in der gesamten Region. Auch die Idee, dass die Schulklassen ein Motto umsetzen und selbst stolz präsentieren, interessiert uns sehr. Das gibt es also in Ihrer Stadt bisher nicht in diesem Rahmen? Wir machen das bisher nicht. Wir haben stattdessen einen riesengrossen Skatstadtmarathon, ein Event, an dem die Schulen teilnehmen. Dabei handelt es sich jedoch um eine freiwillige Sache. Nicht jede Schule ist dabei. Fortsetzung auf Seite 3

n knapp einem Monat ist es wieder so weit, dann steht der 1. August vor der Türe. Ich freue mich immer sehr darauf. Mein Outfit ist meist ein roter Rock und ein weisses Oberteil. Die Schweizer Flagge in der Hand oder über der Schulter darf natürlich nicht fehlen. Im vergangenen Jahr war ich mit ebendiesem Outfit an der Schützenmatte bei der Bundesfeier. Es war für mich das erste Mal in Olten. Denn die zwei Jahre zuvor fanden wegen Corona keine Festlichkeiten statt. Umso mehr hatte ich mich darauf gefreut, zusammen mit anderen Menschen auf Bierbänken zu sitzen, dem Gespräch der Weltraumpionierin Kathrin Altwegg zu lauschen und lautstark den Schweizer Psalm zu singen. Für mich ist die Schweizer Nationalhymne von grosser Bedeutung. Ich liebe den Text und finde die Strophen wunderschön. Als gläubige Person freut es mich natürlich umso mehr, wenn diese Nationalhymne nicht nur ein Lied ist, sondern eigentlich ein Gebet. Ich bin stolz darauf, dass wir solch eine schöne Hymne haben und singe sie mit vollem Stolz. Ich habe das Gefühl, dass beim gemeinsamen Singen der Nationalhymne die bestehenden Unterschiede in unserer Gesellschaft für einen Moment verschwinden. Da gibt es kein Arm oder Reich, kein Secondo oder Ur-Schweizerin. Alle gehören dazu und alle sind gut, so wie sie sind. So sollte es ja eigentlich immer sein. Und wissen Sie, was ebenfalls grossartig ist? Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen von der Universität Göteborg in Schweden haben festgestellt: Beim Singen in der Gruppe gleichen sich die Herzfrequenzen an und stabilisieren sich. Eine stabile Herzfrequenz ist gut für das ganze Herz-Kreislauf-System. Wer singt, stärkt die Abwehrkräfte und die Psyche. Wenn das mal kein Grund ist, am diesjährigen 1. August kräftig zu singen. Ich wünsche Ihnen schon jetzt einen wunderbaren Nationalfeiertag!


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
27_2023_Stadtanzeiger_Olten by AZ-Anzeiger - Issuu