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Nr. 32 27. Jahrgang Donnerstag, 6. August 2026
Hunde, die das Leben verändern
Tag der offenen Tür & Jubiläumsfest
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Samstag 22. August 2026 10:00-16:00 Uhr Weideliweg 20 4410 Liestal
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Blasmusik und Fussball WM
Schnell, schön, problematisch
Gemütliches Feierabendkonzert des Regio Blasorchesters 50 plus.
Eingeschleppte Problempflanzen, sogenannte Neophyten.
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überm Hieber in Lörrach
Der neue Wurstsalatkönig steht fest Sissach Cervelat, Röstzwiebeln und eine Prise Glück: So holte sich Remo Marchioni die Krone Bevorzugung soll möglich sein. Erst wenn die Teller fertig sind, herrscht am Verkostungstisch konzentrierte Stille. Pro Tisch werden die besten zwei Salate bestimmt. Zehn schaffen es so ins Finale. Kaum stehen die Finalisten fest, ist es mit der Ruhe vorbei. Das Publikum drängt sich an die Tische der Ausgeschiedenen, um sich sein eigenes Bild zu machen – oder eher: seinen eigenen Geschmack. Es wird diskutiert, verglichen, probiert. Über Saucen, über Zutaten, über die Optik. Der Geschmack ist bekanntlich Geschmackssache, und an diesem Abend hat jeder eine Meinung dazu. Als ein paar Regentropfen fallen, wird der Finalistentisch kurzerhand ins Trockene verlegt. Die Wurstsalat-Weltmeisterschaft lässt sich schliesslich nicht vom Wetter beirren.
Muriel C. Degen
Es riecht nach Zwiebeln, Essig und Cervelat, als sich am Samstagabend das SIXAreal in Sissach füllt. Auf 32 Tellern liegt, fein aufgeschichtet und mit sichtlicher Hingabe drapiert, das Herzstück des Abends: Wurstsalat. Nicht irgendeiner. Der beste der Welt soll hier gekürt werden – zum 14. Mal. Beat Buser, OK-Mitglied und so etwas wie der Hohepriester dieser Zunft, erzählt die Geschichte gerne und mit einem Schmunzeln im Gesicht. 2013 waren es einfach ein paar Wurstsalatliebhaber, die sich gegenseitig Fotos ihrer Kreationen in den Chat schickten und darüber fachsimpelten, wer wohl den besten mache. Aus dem Fachsimpeln wurde eine Idee, aus der Idee ein Anlass – und weil eine gewöhnliche Meisterschaft dem Ehrgeiz der Beteiligten nicht genügte, wurde gleich eine Weltmeisterschaft daraus. Man gründete, halb im Ernst, halb im Spass, den «WeltWurstsalatVerband». «Ursprünglich fand die WM immer dort statt, wo der amtierende Weltmeister wohnte», sagt Buser. Das habe mit der Zeit aber Wirren gegeben, schliesslich kämen die Teilnehmenden längst nicht mehr nur aus der Nachbarschaft. Seit drei Jahren hat der Anlass darum ein festes Zuhause: das SIX-Areal beim Joker in Sissach. Die Pokale, die am Ende vergeben werden, sind übrigens keine Wanderpokale. Jedes Jahr ein neuer – auch der Ruhm soll frisch bleiben. Dass die WM ausgerechnet in den Sommerferien stattfindet, ist kein Zufall, sondern Absicht. Seit 13 Jahren schon. Für all jene gedacht, die eben nicht ans Meer fahren, sondern zu Hause bleiben – und trotzdem etwas zu feiern haben wollen.
Die stolzen Gewinner (v. l. ): Philipp Scholer aus Tenniken (3. Platz), Remo Marchioni aus Muri/AG (Wurstsalatkönig 2026), Thomas Schaffner aus Diepflingen (2. Platz).
Zehn Juroren, fünf Tische, ein Los Die Jury besteht traditionell aus mindestens zwei Beizern, zwei Metzgern und ein paar Vertretern von Presse und TV. In diesem Jahr sitzen zehn von ihnen an
Foto: M. Degen
fünf Tischen, ihre Plätze wurden zuvor ausgelost, damit auch ja alles mit rechten Dingen zugeht. Die Teilnehmenden richten ihre Salate in einem abgesperrten Bereich an – kein Juror darf hinein, keine
Der König heisst Remo Marchioni Am Ende des Abends steht der neue Wurstsalatkönig fest: Remo Marchioni aus Muri AG. Der zweite Platz geht an Thomas Schaffner aus Diepflingen, der bei der Rangverkündigung sichtlich aus dem Häuschen ist. Rang drei sichert sich Philipp Scholer aus Tenniken. Für Marchioni ist es der Lohn für Beharrlichkeit. Es ist bereits sein viertes Antreten, letztes Jahr reichte es «nur» für Platz vier. Sein Rezept? Die Sauce stammt von seinem Dorfmetzger, dazu gute Cervelat, kleine Cornichons und Käse von Mont Vully, jenem Hügel bei Murten. Entscheidend sei aber vor allem eines: dass alle Zutaten fein geschnitten sind, damit sich die Sauce gleichmässig verteilt. Als i-Tüpfelchen streute er fein geröstete Zwiebeln über den Salat. «Ich wollte mich jedes Mal ein bisschen verbessern», sagt er. Fortsetzung auf Seite 3
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Kolumne
Das blaue Wunder Wenn es heisst, die Nati werde ihr blaues Wunder erleben, bedeutet das nichts Gutes. Man muss sich auf eine böse Überraschung gefasst machen. Die Redewendung «sein blaues Wunder erleben» meint, eine unangenehme und nicht zu erwartende Erfahrung zu machen. Woher stammt diese Redewendung? Eine Theorie besagt, sie stamme vom Blaufärben mit Indigo, bei dem der gelbliche Stoff erst in der Verbindung mit Sauerstoff blau wird. Damit erlebe man «das blaue Wunder». Die Kobalt-Theorie verweist auf das im sächsischen Schneeberg abgebaute Kobalt, das oft als «blaues Wunder» bezeichnet wurde. Beide Theorien leuchten nicht ein, da sie keinen negativen Aspekt aufweisen. Bei den Brüdern Grimm kommt der Ausdruck in einer etwas anderen Form vor. «Gib acht, Bruder, du sollst dein blaues Wunder sehen …», heisst es im Märchen «Die Stiefel von Büffelleder». Das Blaue meint oft das Unbestimmte wie in «eine Fahrt ins Blaue machen» oder «keine blaue Ahnung von etwas haben.» In der älteren Sprache ist Blau auch die Farbe der Täuschung. «Blaue Enten» sind im Frühneuhochdeutschen Ausreden oder Lügenmärchen. Wenn eine Frau ihrem Mann «den blauen Mantel umhängte», so hiess dies, dass sie ihn betrog. Es gibt auch die Redewendungen «Das Blaue vom Himmel herunterlügen» oder «jemanden anlügen, bis er blau wird». In diesem Zusammenhang ist auch die Wendung «sein blaues Wunder erleben» zu sehen. Übrigens heisst auch die Dresdner Loschwitzer Brücke «Blaues Wunder», weil sie ursprünglich himmelblau angestrichen war. Thomas Brunnschweiler
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