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Nr. 27 27. Jahrgang Donnerstag, 2. Juli 2026

aktuellen Werbung!

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überm Hieber in Lörrach

P. Schweizer AG, Liestal

Die Wochenzeitung für das obere Baselbiet GZA/P.P.A 4410 Liestal Post CH AG redaktion.obz@chmedia.ch • 061 927 29 00 • inserate.obz@chmedia.ch • 061 927 26 70

Hotspot der Musikszene

Sommerliche Verlockungen

V8-Sound und viel Nostalgie

Unterschiedliche Musikstile und ein vielfältiges Publikum zeichnen das Bertha-Festival aus. Seite XX

Wiedereingeführter Sommermarkt überzeugt mit neuem Konzept.

«Familienfest» mit US-Klassikern und Militärfahrzeugen am Pickup-Treff.

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Gemeinsam heiss gejodelt und gefeiert Hitzeferien in Kolumne

Eidgenössisches Jodlerfest in Basel Auch das Oberbaselbiet war engagiert dabei

Niederdorf

Erika Bachmann

Nachdem das Jodlerfest in Basel 2020 Corona zum Opfer fiel, verzichtete Bern 2026 zunächst auf dieses Fest, damit es in Basel nun nachgeholt werden konnte. Die Fortsetzung gibt es dann 2029 in Burgdorf (BE). Am dreitägigen Volksfest haben sich die beiden Basel mit ca. 12 000 Jodler/ -innen, Alphornbläser/-innen und Fahnenschwinger/-innen zur Feier der Tradition getroffen und bestens verstanden. Am Freitag und Samstag konnte man in zehn Kirchen und ähnlichen Räumlichkeiten rund 1200 Bewertungsvorträgen aus den Sparten Jodelgesang, Alphornblasen und Fahnenschwingen zuhören und zusehen. Das Festgelände bot in drei Teilen (Jodlerdorf auf dem Petersplatz, Jodlermeile beim Petersgraben und auf dem Jodlerberg mit dem Gebiet der Altstadtgassen) eine riesige Vielfalt. Die Gruppen musizierten offiziell und spontan mit grosser Begeisterung da und dort. Am Sonntag Vormittag fand der offizielle Festakt mit Ansprachen und Musik statt. Mittags spielte das Christoph Walter Orchestra mit Gästen auf dem Marktplatz in der sengenden Sonne flott auf. In über 100 Festbeizen und Ständen wurden die Besuchenden und Aktiven bestens verpflegt und wegen der grossen Hitze wurde sehr gut darauf geschaut, dass viel Wasser getrunken wird. So kam am Anfang des grossen Umzugs am Sonntag zuvorderst der Tribelhorn der Eptinger Mineralquelle (historischer, rein elektrisch betriebener Lastwagen aus dem Jahr 1918) und gab grosszügig Wasser für alle aus. Ein farbenfroher Umzug durch die Hitze Der Umzug wurde durch die Freie Strasse, am Marktplatz vorbei, über die Mittlere Brücke bis zur Messe geführt. Ein langer Parcours für die ca. 80 Einheiten und über 1500 Aktiven in farbenprächtigen Trachten, mit Wägen, Instrumenten und viel Liebe zum Detail im jeweiligen Auftritt. Mit dem Umzug wurde das volkstümliche Brauchtum in allen Facetten auf Wagen, als marschierende Formationen mit und ohne Musik, mit Fahnen und kleinen flüssigen oder festen Gaben für das Publikum in die Strassen und über den Rhein in Basel gebracht. Das Ober-

FLACHDACH DAMIT SIND WIR GROSS GEWORDEN

Wagen mit den Jodlern des Jodlerklubs Spitzeflüeli Waldenburg.

Fotos: E. Bachmann

Baselbieter Buurefamilie verteilen Chirsi.

baselbiet war engagiert dabei; zum Beispiel mit dem Jodlerklub Spitzeflüeli Waldenburg, dem Jodlerchörli Wildenstein Bubendorf, dem Heini vo Sissech als Solo-Büchelbläser, den Jodlerfründen Wisenberg Rünenberg, dem Jodlerklub Hohwacht Lauwil und den Schweizer Drehorgel-Freunden, angeführt von

Edi Niederberger, der als offizieller Liestaler Stadtdrehorgler gilt. Die Jodlerfründe Wisenberg aus Rünenberg führten an ihrem schönen Wagen gleich noch einen Aussichtsturm mit und zeigten mit vielen Oberbaselbieter Wappen am Wagen wo man daheim ist.

Der Jodlerclub Hohwacht Lauwil durchfuhr den Umzug mit 26 singenden Frauen und Männern auf dem Wagen und bewarb die Wanderwege des Baselbiets mit einer Bergwanderung durch den Baselbieter Jura. Mit ihrem Auftritt in den Bewertungen erreichte der Jodlerclub die Bestnote 1. Präsident Raymond Tanner lobte die gute Organisation der Basler und hatte grosse Freude an diesem einzigartigen, ganz lässigen Anlass aktiv dabei sein zu können. Das «Gässle» im Sommer fiel mit der besonderen Stimmung zwischen Rümelinsplatz und Spalenberg auf grossen Anklang. Man traf drei Tage lang lauter offene und freundliche Menschen, die einfach ein grosses Fest in bester Stimmung zelebrierten. Die Bauernfamilien des Baselbiets prägen die Region mit vielfältiger Landwirtschaft, innovativen Hofläden, «Besenbeizli» und lokalem Engagement. Über 1700 Pensionspferde, Milchwirtschaft, Schweinezucht und der weitbekannte Obstbau (unter anderem Kirschen und Zwetschgen) bilden das wirtschaftliche Rückgrat der lokalen Bauernbetriebe. Fortsetzung auf Seite 3

F U A K R E V R E SOND 70%

«Ich liebe meine Altbau-Dachwohnung im Basler Gundeldinger-Quartier, die ist so heimelig», gerate ich jedes Mal ins Schwärmen, wenn mich jemand fragt, wo und wie ich wohne. Es ist ja auch sehr schön in meinem Daheim. Also meistens. Denn es gibt gewisse Tage im Verlaufe des Jahres, da bin ich dann doch nicht mehr so gern zuhause wie sonst. Sie ahnen es … Jetzt gerade ist wieder so eine Phase. 33,6 Grad Celsius zeigt mein Wecker mit Temperatur-Anzeige im Schlafzimmer an – und das kurz vor Mitternacht. Bissoguet! Das ist unaushaltbar. All die Hitze-Tipps für Dachwohnungen schaffen längst keine Abhilfe mehr: Vorhänge ziehen, nachts durchlüften, kalt duschen oder feuchte Tücher aufhängen. Es bleibt ultraheiss und ich fühle mich träge und antriebslos. Selbst ein Rhein-Schwumm kühlt auch nicht nachhaltig. Wirklich helfen tut da nur noch etwas: die Flucht nach unten! Ein paar Stunden später, abends in Niederdorf. Das Leben ist wieder um einiges erträglicher geworden. Draussen weht gar ein Lüftchen. Welch Wohltat! Und was für eine es ist, als ich den Raum betrete. Zehn Grad kühler als in meiner Dachwohnung – mindestens! Mir kommt Goethes berühmtes Zitat in den Sinn: «Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.» In meinem Fall liegt das Gute im Keller meines Elternhauses – im angenehm kühlen Gästezimmer. Seraina Degen

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