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RE/MAX Liestal

Nr. 17 27. Jahrgang Donnerstag, 23. April 2026

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Kolumne

Wie voll ist das Boot?

Stimmen zu Gast «Ich denke Dein» – Liederabend in der Stadtkirche Liestal Erika Bachmann

In der Konzertreihe für Lied und Vokalmusik «Stimmen zu Gast» in Liestal wurden dem zahlreich erschienenen Publikum unter dem Titel «Ich denke Dein» Lieder und Duette von Johannes Brahms, Alexander Zemlinsky, Franz Schubert, Robert und Clara Schumann vorgetragen. Die Künstler/-innen Andrea Suter (Sopran), Jan Petryka (Tenor) und Riccardo Bovino am Klavier füllten den Kirchenraum mit seiner guten Akustik mit ihren schönen Stimmen und dem Klavierklang bestens aus. Gemeinsam mit Riccardo Bovino gründete Andrea Suter 2020 die Liedund Konzertreihe «Stimmen zu Gast» für klassische Vokalmusik in Liestal und setzt damit im Kulturleben des Kantons Baselland einen Akzent. Im Herzen des Stedtlis erhält der professionelle Sologesang damit immer wieder eine Bühne. Sehr gut ausgebildet und vielseitig Andrea Suter hat einen Master of Music Performance mit Auszeichnung. Dank ihrer beweglichen und vielseitigen Sopranstimme ist sie auf Opern- und Konzertbühnen und in der Kirchenmusik unterwegs. Jan Petryka stammt aus einer Warschauer Musikerfamilie, studierte Gesang und tritt als vielseitiger Konzert- und Oratoriensänger auf. Riccardo Bovino, der in Turin und Basel Klavier studierte und zum Beispiel auch mit Sol Gabetta (Olsberg) zusammenarbeitet, begrüsste und wünschte sich ein Publikum, das auch noch am anschliessenden Apéro vor der Kirche da bleiben möge. Für ihn und seine Frau, Andrea Suter, war es ein echtes Heimspiel, da sie direkt bei der Kirche in Liestal ihren Wohnsitz haben.

Stimmen und Klavierklang füllten den Kirchenraum aus. Von links: Riccardo Bovino, Andrea Suter und Jan Petryka.

Die beiden Stimmen warteten konzentriert auf ihren Einsatz ins Klavierspiel und gingen mimisch mit der Musik mit. Mit ihrer deutlichen Aussprache konnte man den Liedtext gut mitverfolgen. Die Textteile gelten, auch wenn sie sehr alt sind, heute noch immer, wie zum Beispiel: «es vergeht keine Stund in der Nacht, … das Feuer brennt so sehr, die Liebe noch viel mehr.» Im Text gibt es auch amüsante Passagen, etwa «Wie komm ich vorbei dem Hund … gib dem Hund ein gutes Wort». Noch besser zur heutigen Zeit passt die Aussage: «Wie tut mir so wohl der selige Frieden». Robert Schumann entdeckte den jungen Johannes Brahms 1853. Brahms

fand in der Familie Schumann eine künstlerische Heimat. Er schrieb 1894 in einem Brief: «Es ist wohl das erste Mal, dass ich dem, was von mir ausgeht, mit Zärtlichkeit nachsehe» und meinte damit seine Sammlung von Deutschen Volksliedern. Mit ihnen verband er den Ausdruck der ursprünglichen musikalischen Sprache, schlicht, direkt und emotional ehrlich. Genau dies konnten die Künstler/-innen gut in den Raum übermitteln. Andrea Suter glänzte nicht nur mit ihrer Stimme, sondern auch mit einem schönen, glitzernden, dunkelblauen langen Kleid und die Herren waren in dezent dunkelblau, grau, schwarz pas-

Foto: E. Bachmann

send gekleidet. Während dem Konzert wechselten sich die Einsätze der beiden Stimmen einzeln ab und ergänzten dies wieder mit interessanten DuettStücken. Die Körperhaltung und Mimik der Singenden passte zum Text und unterstrich damit gut den Inhalt. Riccardo Bovino, Andrea Suter und Jan Petryka erhielten viel Applaus und Bravos und setzten so sogar zu einer ungeplanten zweiten Zugabe mit der Wiederholung des Lieds von Brahms «Feinsliebchen, du solltest nicht barfuss gehen» an. Der Wunsch nach Anwesenheit der Gäste auch am Apéro wurde nach einem schönen Konzertabend erfüllt.

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«Das Boot ist voll!» Diesen unseligen Spruch hat man in der Schweiz schon einmal gehört. Damals verhinderte er die Rettung von unzähligen Jüdinnen und Juden. Mit der «10-Millionen»Initiative wiederholt sich das Spiel auf einer etwas anderen Ebene. Heute wohnen in der Schweiz 220 Einwohner pro Quadratkilometer, in Singapur sind es über 8000. Dichtestress in der Schweiz: Fehlanzeige. Sie werden sagen: aber 60 Prozent der Fläche machen die Alpen aus. Wohl wahr, aber auch dann noch leben wir relativ locker, mit viel Naturflächen in der Umgebung der Städte und Agglomerationen. Mit der zahlenmässigen Einschränkung auf 10 Millionen ist es wie mit einem Pianisten, der sich an jeder Hand einen Finger hochbindet und sich sagt: «Acht Finger sind zum Spielen besser.» Das kann beim besten Willen nicht gut gehen. Die Initiative würde zur Kündigung der bilateralen Verträge führen, den Familiennachwuchs für EUBürger und -Bürgerinnen einschränken und für die Exportindustrie katastrophale Folgen haben. Nicht umsonst sprechen die Gegner von der «Chaos-Initiative». Wollen wir, dass der Lohnschutz wegfällt? Wollen wir den Kollaps des Gesundheitswesens aufgrund fehlender Fachkräfte? Wollen wir eine Schweiz mit mehr Unsicherheit in allen Bereichen? Wollen wir letztlich das Asylrecht abschaffen? Ein Blick auf Singapur zeigt: Das Boot ist noch lange nicht voll. Mit einer klugen, massvollen Politik werden wir nicht so schnell in den Dichtestress kommen, den uns gewisse Kreise einreden wollen. Thomas Brunnschweiler


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