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Nr. 3 27. Jahrgang Donnerstag, 15. Januar 2026
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«Bedrohung ist real»
Baselbieter Konzertet
Shira Patchornik begeisterte mit ihrer lyrischen, glänzenden und beweglichen Stimme das Publikum. Seite 9
Tafelrede von Ludwig Amling, deutscher BundeswehrOffizier über die russische Gefahr. Seite 4
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Alles muss raus
Nach zehn erfolgreichen Jahren schliesst die Villa27 für immer ihre Tür mit einem Schlussverkauf. Seite 11
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KMU trafen sich zum Austausch
Bürokratieabbau
Gelterkinden Neujahrsapéro des Oberbaselbieter Gewerbes im Marabu Meinrad Stöcklin
«Wenn es den KMU schlecht geht, hat die Schweiz ein gröberes Problem», sagte die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger am Rande des Neujahrsapéros der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) für das Gewerbe Sissach, Gelterkinden und Homburger-/ Diegtertal gegenüber der ObZ. Die Veranstaltung fand in den legendären Räumlichkeiten des Kulturzentrums Marabu in Gelterkinden statt. Während draussen dicke Schneeflocken fielen, trafen sich knapp 250 Personen. Diese setzten sich aus Bankkunden und/oder Mitgliedern der involvierten Gewerbevereine zusammen. Am Anlass, welcher alternierend in Gelterkinden und Sissach durchgeführt wird, herrschte grundsätzlich eine gute, aber partiell auch spürbar verhaltene Stimmung. Für das Catering sorgte die Metzgerei Zimmermann, den Getränkeausschank verantwortete die Marabu-Crew. Schwieriges Jahr für die BLKB Die Gründe sind naheliegend. Die generelle Weltlage hat auch Auswirkungen auf die Schweiz und somit auch aufs Oberbaselbiet und es stellen sich vielfältige Herausforderungen, auch geldpolitischer Art. Dazu gehören die Zölle für die Exportindustrie oder auch die restriktive Geldmarktpolitik der Schweizer Nationalbank, wie Patrick Tschudin, Leiter des Geschäftsbereichs Unternehmenskundenberatung bei der BLKB in seiner Begrüssung sagte. Zudem liess er nicht unerwähnt, dass auch die BLKB auf ein schwieriges Jahr zurückblickt, Stichwort Radicant. In der Tat hat die BLKB turbulente Monate hinter sich, «aber wir sind und bleiben eine stabile Bank für das ganze Ba-
Rund 250 Personen von Oberbaselbieter KMU nutzten den Abend im Gelterkinder Marabu für persönliche Kontakte. Foto: M. Stöcklin
Patrick Tschudin, Leiter des Geschäftsbereichs Unternehmenskundenberatung bei der BLKB. Foto: zVg
selbiet, sowohl für Unternehmen wie auch für Privatpersonen», betonte Tschudin und erwähnte gleichzeitig, dass die Anpassung mittlerweile ein Dauerzustand sei, sowohl für eine Bank wie auch für die KMU-Wirtschaft, welche landesweit rund 80 Prozent der Bevölkerung beschäftigt. «Wir sorgen für die finanzielle Grundversorgung, ermöglichen Investitionen und begleiten unsere Kunden im Tagesgeschäft», so Tschudin weiter. In einer weiteren Kurzansprache sang Mathias Dini, Leiter Region Gelterkinden bei der BLKB und Co-Präsident des
Gewerbevereins Gelterkinden, ein Loblied aufs Marabu und das lokale Gewerbe und vermeldete zudem, dass in Gelterkinden im Jahre 2028 (am ersten September-Wochenende) wieder eine Gewerbeausstellung durchgeführt werde. Das dürfte auch Franz Jonasch, den legendären Marktfahrer aus der Stadt freuen, welcher als Mitglied des lokalen Gewerbevereins vor Ort war und einen solchen Anlass beim Netzwerken für einmal ganz einfach «nur» geniessen konnte. Fortsetzung auf Seite 3
«Wir müssen unsere Bürokratie verschlanken», sagte der Regierungspräsident, «ich habe einen Vorschlag: Wir geben unserem Buchhalter Boris Buser ein eigenes Büro, wo er die Formulare zur Abklärung der Reduzierung von Vorschriften und Verfahren ausarbeiten kann.» Eine Woche später unterbreitete Buser der ganzen Regierung und allen kantonalen Büros das «Formular zur Wünschbarkeit der Vereinfachung von Antragsverfahren innerhalb der kantonalen Verwaltung». Die Formulare wurden gedruckt und verteilt; doch mit dem Rücklauf haperte es gewaltig, sodass Buser ein eigenes Team zur Rücklaufgewährung des erwähnten Formulars zugestanden wurde. Dieses ganze Projekt verschlang so viel Zeit, dass die Beamten nicht mehr dazu kamen, ihre Pendenzen abzuarbeiten. Der Regierungspräsident ordnete die Vernichtung aller Akten an, die älter waren als zehn Jahre. Das sollte Entlastung bringen. Strahlend berichtete Boris Buser: «Alle Akten vernichtet. Zur Sicherheit habe ich noch zwei Kopien jedes Blattes gemacht. Für die 700 Schachteln mit diesen Blättern brauchen wir zusätzlichen Stapelraum von 50 Quadratmetern.» Der Regierungspräsident hatte einen Tobsuchtsanfall. Der Bürokratieabbau verlief wider Erwarten nicht so geschmiert, wie sich der Regierungsrat dies vorgestellt hatte. Und Busers Vorschlag, einfach zwei Regierungsräte zu feuern, führte am Ende zu Busers fristloser Entlassung. Wie sagte doch ein Historiker: «Bürokratie ist die Vervielfältigung von Problemen durch die Einstellung weiterer Beamter.»
Thomas Brunnschweiler
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Filet of Soul mit Beat Riggenbach (Sax) im Marabu Gelterkinden Fr. 23.1.2026, 20.15 Uhr Tickets: www.marabu-bl.ch/konzerte