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Nr. 49 27. Jahrgang Donnerstag, 4. Dezember 2025
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Lichtblicke Kulturnacht
Konzert mit Geschichten
40-JahrJubiläum
Die 20. Auflage der Liestaler Kulturnacht zog ein breites Publikum an.
Der Chor con fuoco sorgte für ein weihnachtliches Gesangserlebnis in der Kirche in Ormalingen. Seite 12
Der traditionelle Weihnachtsmarkt in Waldenburg zog wieder eine grosse Besucherschar ins Stedtli. Seite 15
Seite 5
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Liestal taucht ins Weihnachtslicht ein Liestal Am Freitag wurde die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet und damit die Adventszeit offiziell eröffnet
Kolumne
Die Mandel in der Tasche
Michael Herrmann
Mit einem stimmungsvollen Countdown hat die Stadt Liestal am vergangenen Freitag kurz vor 18 Uhr ihre Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet und damit den offiziellen Start in die Adventszeit eingeläutet. Als die Lichter angingen, erstrahlte das Stedtli in warmem Glanz, und zahlreiche Besucherinnen und Besucher versammelten sich, um diesen festlichen Moment mitzuerleben. Marie-Theres Beeler richtete in einer kurzen Ansprache ein paar besinnliche Worte an die Anwesenden und betonte die Bedeutung von Gemeinschaft und Licht in einer oft hektischen Vorweihnachtszeit. Für leuchtende Kinderaugen sorgte der Santiclaus, der kleine Weihnachtssäckli verteilte und sich Zeit für persönliche Begegnungen nahm. Die Erwachsenen durften sich derweil mit heissem Punsch wärmen und miteinander ins Gespräch kommen. Die gelungene Kombination aus Lichterglanz, feierlichen Worten und gemütlichem Beisammensein machte den Anlass zu einem stimmungsvollen Auftakt der Liestaler Adventswochen.
Beleuchtung in der Rathausstrasse mit dem Weihnachtsbaum.
Der Santichlaus verteilte Geschenke an die Kinder.
Die Stadt Liestal in festlichem Kleid.
Fotos: M. Herrmann
Marie-Theres Beeler hielt eine Ansprache.
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Vor einigen Wochen starb der ehemalige Baselbieter Kantonsarchäologe Jürg Ewald in Basel. Angehörige, Freunde und Weggefährten wurden von den beiden Söhnen zu einem Abschiedsfest ins Restaurant Schützenhaus eingeladen. Etwa 220 Personen versammelten sich am regnerischen Sonntag, 9. November, zu dieser Gedenkfeier. Jürg Ewald habe, so teilten die Söhne den Anwesenden mit, den Ablauf selbst festgelegt, auch das Essen und den spanischen Wein ausgewählt («ein Pinot Noir kommt mir nicht ins Glas», habe der Weinliebhaber verfügt). Zu Beginn trat ein Streichquartett trat auf, später ein Pianist, der vom Verstorbenen selbst verfasste Lebenslauf wurde von seinem NachnachNachfolger Reto Marti verlesen, gespickt mit dessen persönlichen Kommentaren. Ergreifend schilderten die Söhne die letzten Stunden ihres Vaters, der auf eigenen Wunsch hin mit Exit aus dem Leben schied. An seinem letzten Morgen habe sich Jürg Ewald noch rasiert, was einen der Söhne erstaunt habe. «Ich kann doch meinem Schöpfer nicht unrasiert gegenübertreten», gab der Vater trocken zur Antwort. Am Ende des gut vierstündigen Beisammenseins trat Schauspielerin Regula Grauwiller, die die ganze Feier als Trauerrednerin moderiert hatte, ans Mikrofon und wies auf die Tischdekoration hin: Von den Mandeln, noch in ihrer Schale, solle man doch eine mitnehmen und sie in die Hosen- oder Manteltasche legen, um so, wenn man sie zufällig beim Hineingreifen berühre, an Jürg Ewald zu denken. Er habe diese Art von Mandeln sehr geliebt. Auch ich nahm eine Mandel mit. Seither ist es mir genau so ergangen: Ich suchte etwas, einen Schlüssel, ein Taschentuch, ein Däfeli, und da spürte ich plötzlich die Mandel an meinen Fingerspitzen. Unweigerlich stiegen Bilder dieses Abschiedsfestes vor mir auf, ich dachte an die Sitznachbarn, die Gespräche und an die Kürbissuppe und die kalte Platte, die ausgezeichnet mundeten. Und ich sah Jürg Ewald vor mir, bereits im vorgerückten Alter, da ich ihm erst in dieser Lebensphase begegnete. Wie lange ich die Mandel noch mit mir herumtrage, weiss ich nicht. Einstweilen wird sie mich begleiten und etwas beglückendes auslösen: Schöne Erinnerungen wachrufen. Lorenz Degen