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Nr. 41 27. Jahrgang Donnerstag, 9. Oktober 2025

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Die Wochenzeitung für das obere Baselbiet GZA/P.P.A 4410 Liestal Post CH AG redaktion.obz@chmedia.ch • 061 927 29 00 • inserate.obz@chmedia.ch • 061 927 26 70

Älter werden in Liestal

Vom Korn zum Römerbrot

Für Körper und Geist

An der Seniorenmesse konnten Interessierte mit 34 Anbietern ins Gespräch kommen. Seite 3

Der Frauenverein Gelterkinden erlebte in einem Workshop, wie Brotbacken in römischer Zeit funktionierte. Seite 6

25 Mädchen und Jungs starteten tänzerisch mit dem Dance Camp in die Herbstferien.

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Natur erleben auf sicheren Wegen

Kolumne

Aktives Entdecken Der Verein Wanderwege beider Basel sorgt für ein gepflegtes Wanderwegnetz in der Region Meinrad Stöcklin

Ob sanfte Hügel im Baselbieter Jura, aussichtsreiche Höhenzüge oder verwunschene Waldwege – das Wandergebiet in der Region Basel ist ebenso vielfältig wie einladend und gehört mit über 2300 Kilometern signalisierten Wanderwegen zu den attraktivsten Wandergebieten der Schweiz. Damit dieses dichte Wegnetz jederzeit begehbar, gut signalisiert und sicher bleibt, sorgt sich der Verein Wanderwege beider Basel seit über 80 Jahren um dessen Unterhalt und Weiterentwicklung. Der weitgehend ehrenamtlich geführte Verein ist weit mehr als ein Wegpfleger: er berät Gemeinden, Behörden und Gaststätten, organisiert regelmässig geführte Wanderungen für alle Altersgruppen und engagiert sich für den respektvollen Umgang mit der Natur. Und es geht darum, viele Menschen einen niederschwelligen Zugang zur Natur zu ermöglichen. Glück, sinnlich, Gerüche Die Signalisation der Wanderwege in den beiden Basel wird von minim entschädigten Bezirksleitenden verrichtet. Der Verein finanziert sich zentral aus Mitgliederbeiträgen und Spenden, wird von den Kantonen für die Signalisation entschädigt und erhält einen Anteil der Einnahmen der Schweizer Wanderwege. Für die allermeisten Menschen ist Wandern weit mehr als sich bewegen. Es ist Glück, es ist Abschalten, es ist sinnliche Erfahrung, es werden die Gedanken neu geordnet, Ideen entwickelt, Gerüche aufgesogen, es ergeben sich gute Gespräche mit der Wanderbegleitung und vieles mehr. Wandern heisst leben. Dieses Fazit ergab eine Umfrage, welche der Verein Anfang Juli dieses Jahres am Eröffnungstag seines neuen Besuchszentrums an der Rathausstrasse 30, also mitten im Liestaler Stedtli, bei den Besuchenden gemacht hatte. Dieses hat sich übrigens bereits sehr gut etabliert und die Nähe zur Bevölkerung sowie zu «verwandten» Organisationen wie Baselland Tourismus, ergibt wertvolle Synergien. Vielfältige Herausforderungen Der Volkssport Wandern erlebt seit geraumer Zeit definitiv einen Höhenflug und ist gerade im goldenen Herbst, mit

«Es wächsle Berg und Täli ...»

Fotos: zVg

Möglichkeiten. Gleichzeitig steht das Besucherzentrum in Liestal jeden Dienstag und Donnerstag tagsüber (9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr) offen für den direkten Bezug von diversem Material.

Prächtige Impressionen von der Eptinger Quellenwanderung.

der entsprechenden Farbenvielfalt, ein Hochgenuss. Die grössten Herausforderungen, welche sich dem Verein Wanderwege beider Basel stellen, sind die gesellschaftlichen und technischen Veränderungen. «Die Menschen informieren sich zunehmend digital, also via Internet, und besorgen sich kaum mehr Kartenmaterial oder Broschüren. Entsprechend haben wir unsere Angebote

und Kommunikationskanäle angepasst und bauen sie laufend weiter aus», berichtet Geschäftsführer Pascal Benninger auf Anfrage dieser Zeitung. Deshalb ist die Webseite www.wanderwege-beider-basel.ch die zentrale Informationsplattform mit Wandervorschlägen, Informationen zu weit über 50 der sehr beliebten geführten Wanderungen, Tipps und diversen weiteren digitalen

Geheimtipp bleibt geheim Und es gibt noch Wander-Geheimtipps, auch im Oberbaselbiet. «Erst kürzlich hat mir jemand seinen Geheimtipp gezeigt. Es war wunderschön und wir waren komplett alleine unterwegs. Mehr verrate ich dazu bewusst nicht», so Benninger weiter. Als seine liebste Wanderung im Oberbaselbiet nennt er die Tour ab Waldenburg zur Waldweid (abwechlungsweise über den rot oder gelb markierten Weg) und nach einer Stärkung von dort weiter nach Langenbruck. Das ganze Baselbiet, und speziell auch das Oberbaselbiet, stellen ein wahres Paradies für Wanderungen aller Art dar – auch für Menschen, welche nicht auf Hochleistungssport fokussiert sind. Zentral sind eine gute Ausrüstung sowie genügend Zeit und Musse für den Genuss und die Erholung. Und schlechtes Wetter gibt es beim Wandern bekanntlich nicht, nur schlechte Kleidung. Weitere Artikel zum Thema Wandern in dieser Ausgabe: Seite 2, Seite 9

Rote Pusteblume Eigentlich wollte ich nur kurz bei ihr vorbeischauen, bei unserer vorpubertären, nicht selten der Verträumtheit ergebenen Tochter. Ich klopfte leicht an ihre Zimmertür, trat sanft ein (wie ich es wohl auch beim Atelier eines bekannten Künstlers getan hätte), und sagte «Hallo!». Sie spielte gerade auf dem Boden (mit kleinen Figürchen, oder Lego…), und erwiderte nur mit leiser Stimme meinen Gruss, ohne sich dabei zu mir zu wenden, oder gar auch nur für einen kurzen Augenblick ihre momentane eigene Welt verlassen zu wollen. Ich selbst war zu diesem Zeitpunkt müde – müde vom Tag, vom Leben, mit einem Kopf voller Gedanken, und vermutlich dem Gefühl, die Last der gesamten Welt auf meinen nachpubertären Schultern tragen zu müssen. In diesem Kinderzimmer nun, in das mich vielleicht auch nur eine elterliche Alibi-Übung führte («Sieh nur, meine Tochter, wie wenig ich dich vergessen habe! Wie sehr ich, dein Vater, dich auf dem Radar habe!»), überkam mich ein ganz anderes Universum, welches mich scheibchenweise jeglichem aufgesetzten Erwachsenen-Getue, jeglicher Arroganz entledigte. Vor allem, als meine Augen bei einer kleinen Zeichnung an der Wand hängen blieb, die ein paar mit roter Farbe gemalten Pusteblumen zeigte, von denen teilweise rote «Fallschirmchen» wegflogen… Das hatte so eine Einfachheit, und trotz allem so eine Tiefe, die mich in meinem Innersten erschütterte. In Sekundenbruchteilen fühlte ich mich gewissermassen nackt, und mit leeren Händen dastehend. Ich wollte kurz den erziehungsberechtigen Macker raushängen lassen, aber vor der roten Pusteblume musste ich als einfacher, hilfsbedürftiger Mensch kapitulieren. Daniel Matzenauer

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METZGETE vom 9. – 13. Oktober 2025 Wildgerichte aus heimischer Jagd

Bärenwil 193, 4438 Langenbruck www.chilchli.ch (mit Webcam) Ein beliebter Wandervorschlag der Wanderwege beider Basel ist die Rundwanderung ab Aesch mit der Ruine Pfeffingen.

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Familie Aegerter und das «Chilchli»-Team freuen sich auf Ihren Besuch!


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