Nr. 33 27. Jahrgang Donnerstag, 14. August 2025
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Die Wochenzeitung für das obere Baselbiet GZA/P.P.A 4410 Liestal Post CH AG redaktion.obz@chmedia.ch • 061 927 29 00 • inserate.obz@chmedia.ch • 061 927 26 70
Diszipliniert und engagiert
Die Tänzerinnen der Tanzschule «Move in Arts» gewinnen den WM-Titel im Jazzdance. Seite 7
Die Welt der Feuerwehr
Die Stützpunktfeuerwehr Sissach hat traditionell zum Familientag für Jung und Alt eingeladen. Seite 9
Gebürstet und geputzt
Die 40.Nutzviehauktion in Langenbruck war ein Zuschauermagnet.
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Kampfkunst - Selbstverteidigung
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Wenn der Traum vom Fliegen wahr wird Spielen Sie mit Kolumne
Lauwil Perfekte Bedingungen erlaubten spannende Einblicke ins Gleitschirmfliegen Meinrad Stöcklin
Was schon den griechischen Gott Ikarus fasziniert hatte, hält bis heute an: Gemeint ist der Traum des Menschen von der Leichtigkeit des Fliegens. Eine Spur davon bot das diesjährige Flugfest des Gleitschirm-Clubs Hohwacht in Lauwil. Bei besten Bedingungen mit einer guten Thermik (aufsteigende, durch die Sonne erwärmte Luft) trafen sich weit mehr als «nur» die Mitglieder des Delta- und ParaClubs Hohwacht zu einem spannenden Tag. Vor Ort bestand die Möglichkeit, mit erfahrenen Piloten die Mutprobe eines Tandem-Flugs zu wagen. Der Schreibende nutzte diese Gelegenheit und die Erfahrung war grandios. Nach anfangs gewiss erhöhten Pulsund Blutdruckwerten wurde der Flug ab der Startmatte hoch über Lauwil rasch zu einem grossartigen Erlebnis. Die Perspektive, die Ruhe und die Schwerelosigkeit können süchtig machen, wie Beat Gisin (59, Thürnen), seit 2020 Präsident des DPCH, erklärte. Er selbst betreibt seine Leidenschaft seit rund 20 Jahren und hat in dieser Zeit schon gegen 2000 Flüge absolviert. Zehnstündiger Soloflug bis ins Tirol «Das ist die unkomplizierteste, einfachste und günstige Art des Fliegens», gerät Gisin rasch ins Schwärmen. Die Ausbildung ist anspruchsvoll und ist in einem Jahr machbar. Die Kosten für eine Basisausrüstung (Schirm, Gurtzeugs, Notschirm, diverse Instrumente) belaufen sich auf gegen 8000 Franken. Einen Höhepunkt erlebte Gisin am 31. Mai dieses Jahres. Bei einem Soloflug mit optimaler Thermik war er ab Fiesch im Wallis während zehn Stunden unterwegs und landete schliesslich gegen 21 Uhr abends im Tirol. Gisin überwand dabei rund 30 000 Höhenmeter und flog mehrmals auf einer Höhe von 4500 Metern. «Das sind grossartige Erlebnisse. Oft trifft man dort Steinadler oder andere grosse Vögel wie Gänsegeier oder Bartgeier, welche dich genau beäugen», erzählt Gisin mit spürbarer Faszination. Der enorm erfahrene Tandem-Pilot Rolf Zgraggen (Titterten) ergänzt. «Die Faszination ist die Einfachheit des Fliegens. Es ist kompakt, fast überall mitzunehmen. Ob Hochlaufen, mit der Bahn hochfahren, am Abend nach dem Skitag oder nach einer Bergtour knieschonend
Stundenlang durch die Luft gleiten.
runterfliegen. Auch nach fast 40 Jahren zaubert mir das Fliegen ein breites Lächeln ins Gesicht», strahlt Zgraggen. Die Vorbereitung ist absolut zentral Ein gewisses Restrisiko besteht – wie überall – auch beim Gleitschirmfliegen. Zentral sind die Thermik, eine gute Flugplanung und das Wetter. Das Gefährlichste sind Gewitter, starke Böen, Kaltfronten oder Föhn. Die optimalsten Bedingungen herrschen meistens bei nicht zu stabilen Hochdrucklagen. Und es ist von zentraler Bedeutung, sich absolut seriös auf jeden Flug vorzubereiten und stets wachsam zu bleiben. «Es gibt klare Regeln. Man hat eine hohe Eigenverantwortung und sollte Winde lesen können. Luftbewegungen hingegen sieht man nicht, dann gilt es, situativ richtig zu reagieren», erklärt Beat Gisin weiter. Seine Frau übrigens begrüsst sein Hobby. «Sie kann mich immer tracken, respektiert meine Leidenschaft und weiss, wie gut mir das Fliegen tut», so der Vorsitzende der Geschäftsleitung von Landi Region Basel (Reba) weiter. Einmal geriet Gisin in eine Stromlei-
Foto: Katalin Toth
tung, der Vorfall endete jedoch glimpflich. «Ein klarer Pilotenfehler. Routine bringt Sicherheit, kann aber auch eine Gefahr sein», blickt er zurück. Der Delta- und Para-Club Hohwacht ist mit rund 220 Mitgliedern der grösste Gleitschirm-Club der Nordwest-
Marion Ernst
Marion Ernst ist seit Januar 2025 Zentrums-Managerin von Liestal und wird künftig ihre Erlebnisse und Beobachtungen im Stedtli in unregelmässigen Abständen mit der ObZ-Leserschaft teilen.
40. Stadtlauf
Viel Routine und Leidenschaft: Rolf Zgraggen (l.) und Beat Gisin, Präsident des DPCH.
Tag der offenen Tür Blindenhunde Liestal l VBM Samstag 23. August 2025 10:00 – 17:00 Uhr Weideli Liestal
schweiz und verfügt über eine gute Mitglieder-Durchmischung. Fürs Gleitschirmfliegen braucht man eine gute Gesundheit, vergleichbar mit den Anforderungen fürs Autofahren. Neue Mitglieder sind stets willkommen. www.dpch.ch
Stellen Sie sich vor: Ihr Leben ist ein Kartenspiel. Mit diesem Gedanken durfte ich meine Rede am 1. August auf der Sichtern beginnen – als Gastrednerin und mit einem meiner jüngsten Spielzüge. Denn aus meiner Sicht hält jede und jeder von uns Karten in der Hand. Manche ein starkes Blatt, andere nicht. Einige zögern, andere spielen mutig aus. Doch am Ende zählt nicht, welche Karten man bekommt – sondern, ob man spielt. Und genau das braucht Liestal: Menschen, die mitspielen. Nicht im Sinne von «so tun als ob» – kein Bluff. Sondern ehrlich, echt, mit dem, was sie haben. Menschen, die ihre Karten nicht in der Tasche lassen, sondern sie auf den Tisch legen – im Zentrum, in den Gassen, in den Köpfen. Vielleicht ist Ihre Karte ein Lächeln am Gnussmärt, der jeden Samstagmorgen stattfindet. Eine Idee für einen leerstehenden Laden – kontaktieren Sie mich. Vielleicht ist es ein Projekt, das Sie mit anderen umsetzen. Oder einfach Ihre regelmässige Präsenz in der Altstadt. Egal, was es ist: Jede Karte zählt. Denn wenn niemand spielt, wird es still. Und eine stille Stadtmitte – das wäre nicht nur schade. Das wäre verschenktes Potenzial. Darum: Spielen Sie mit. Echt, ehrlich, mit dem, was Sie haben. Kommen Sie vorbei. Kaufen Sie ein. Seien Sie offen für neue Begegnungen. Werden Sie Teil jener Gemeinschaft, die sich bereits heute für Liestal engagiert. Ich freue mich auf Ihre nächsten Spielzüge – und unterstütze Sie gerne, wenn sie auf dem Spielfeld im Zentrum von Liestal stattfinden.
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Weiche Landung.
Fotos: Meinrad Stöcklin
Am Mittwoch, 27. August, findet zum 40. Mal der Liestaler Stadtlauf statt. Um 16.50 Uhr ist der Start der Jüngsten, um 19 Uhr starteten die Erwachsenen für die Aussenstrecke (Stedtlistrecke mit Zusatzschlaufe ins Oristal). ObZ stedtlilauf.ch
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