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Nr. 28 27. Jahrgang Donnerstag, 10. Juli 2025

Wir engagieren uns für eine belebte Bergwelt. berghilfe.ch

Die Wochenzeitung für das obere Baselbiet GZA/P.P.A 4410 Liestal Post CH AG redaktion.obz@chmedia.ch • 061 927 29 00 • inserate.obz@chmedia.ch • 061 927 26 70

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Gemeindefusionen erleichtern

Kolumne

Herumgeirrt

Finanzielle Beiträge Die drei Gemeinden Rünenberg, Kilchberg und Zeglingen wollen fusionieren Thomas Immoos

Thomas Zumbrunn, Karin Güdel und Fredi Rickenbacher (v. l.) sind zuversichtlich, dass die Fusion ihrer drei Gemeinden in einigen Jahren realisiert sein wird. Fotos: T. Immoos

und Geschäftsprüfungskommission und so weiter. Die Revision des entsprechenden Gesetzes wird nun in die Vernehmlassung geschickt. Mangold hofft, dass die zuständige Kommission des Landrates zügig beraten wird. Zuversichtlich stimmt sie die Tatsache, dass auch der Verband der Baselbieter Gemeinden diese Gesetzesänderung begrüsst. Läuft alles nach Plan, könnte der Landrat das Gesetz noch dieses Jahr verabschieden und den drei Gemeinden so grünes Licht für die weiteren Vorarbeiten geben. Mangold betonte aber auch, der Name der neuen Gemeinde sei derzeit noch offen.

Christine Mangold und Toni Lauber.

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Während in anderen Kantonen, etwa Luzern, Graubünden oder Tessin, mehrere Gemeindefusionen erfolgreich realisiert wurden, liegt die letzte Gemeindefusion im Baselbiet über fünfzig Jahre zurück (1972, Biel-Benken). Vor anderthalb Jahren ist die geplante Fusion von Hersberg und Arisdorf knapp gescheitert. Dabei besteht durchaus der Wunsch einiger Gemeinden, sich zusammenzuschliessen. Solches haben Rünenberg, Kilchberg und Zeglingen (RüKiZe) vor. Vor den Medien erläuterten Regierungsrat Toni Lauber und Gemeindevertreter, wie man dies bewerkstelligen will. Thomas Zumbrunn, Gemeindepräsident von Rünenberg, wies darauf hin, dass die drei Gemeinden seit Jahren in vielen Bereichen zusammenarbeiten. So gibt es einen Feuerwehrverbund, eine gemeinsame Sozialhilfebehörde, einen gemeinsamen Werkhof. Und auch Vereine arbeiten gemeindeübergreifend zusammen. «Durch eine Fusion könnten Doppel- und Tripelspurigkeiten vermieden werden», so Zumbrunn. Karin Güdel, Vizepräsidentin von Kilchberg, betonte, dass es immer schwieriger werde, für Behörden und Kommissionen genügend Leute zu finden. So benötige Kilchberg eine Sonderbewilligung des Kantons, dass der Gemeinderat mit lediglich zwei Mitgliedern amten darf. «Wir sind überall vertreten, aber nirgends wirksam», stellte sie ernüchtert fest. In Kilchberg sei die Idee einer Fusion mit den Nachbargemeinden auf offene Ohren gestossen. Gleiches hat Fredi Rickenbacher, Gemeindepräsident von Zeglingen festgestellt. Er erinnerte daran, dass heute geschätzte Verbünde wie Werkhof oder Feuerwehr anfänglich auf Skepsis stiessen: «Im Nachhinein finden alle die Zusammenschlüsse gut.» Gut möglich sei ausserdem, dass später zwei weitere Gemeinden – Wenslingen und Oltingen – zur neuen Einheitsgemeinde stossen können. Bevor es aber soweit ist, sollen, so Regierungsrat Toni Lauber, die gesetzlichen Grundlagen dafür geschaffen werden. Denn solche fehlen derzeit im Baselbiet. «Der Regierung ist aber wichtig, dass solche Zusammenschlüsse ‹bottomup› beschlossen werden», also von unten, den Gemeinden angestossen und nicht von der Regierung verfügt würden. Der Kanton wird fusionswilligen Gemeinden 30 000 Franken für die Vorarbeiten gewähren. Wird ein Zusammenschluss realisiert, soll jede Gemeinde einen Pauschalbeitrag von 300 000 Franken erhalten. Im Fall von RüKiZe wären dies also 900 000 Franken. Christine Mangold, ehemalige Statthalterin von Kilchberg, zeigte sich überzeugt, dass es eine nachhaltige Lösung braucht. Die Vorarbeiten zur Fusion der drei Gemeinden «sollen Vorbildcharakter für den ganzen Kanton haben». Mit der Fusion von RüKiZe entstünde flächenmässig die grösste Gemeinde im Bezirk Sissach mit knapp 1500 Einwohnerinnen und Einwohnern. Es bräuchte nur mehr fünf statt 13 Gemeinderatsmitglieder, nur noch eine Rechnungs-

«Doch, ich habe dir den Stick geschickt!» Vronis Stimme klang fest und klar. «Aber ich habe nichts bekommen», antwortete ich. «Du hast es vernuschet!» «Nein, du hast es nicht abgeschickt!» «Doch!» «Nein!». Wir gaben auf, standen in einer Sackgasse. Ursache unserer Meinungsverschiedenheit war ein Brief. Vroni wollte mir einen Stick mit einem Film schicken, den ich aber auch nach Tagen nicht erhielt. Das war Ende März. Anfang Mai nun kam ein Couvert der Post zu mir, abgestempelt in Härkingen, adressiert mit der Adresse eines Vereins, den ich präsidiere. Darin befand sich ein anderes, aufgeschnittenes Couvert mit dem aufgedruckten Briefkopf von Vronis ehemaliger Firma. Vroni hatte meine ehemalige, seit Jahren nicht mehr gültige Adresse notiert und dabei selbst ein veraltetes Couvert benutzt. Mehrere Zeichen dokumentieren die Verzweiflung der Post: Meine Adresse war durchgestrichen, ein Pfeil führte zu Vronis Briefkopf, die Adresse darunter war jedoch auch durchgestrichen und mit einem grossen Fragezeichen versehen, der ganze Briefkopf schliesslich mit grünem Leuchtstift umkreist. Daneben prangt, ebenfalls mit Leuchtstift, die grosse Zahl 8 (ein Geheimcode für Unzustellbarkeit?). In Vronis aufgeschnittenem Couvert lag nun der begehrte Stick sowie ein vorgedruckter Zettel der Post, die sich entschuldigte, die Sendung sei geöffnet wurden, da der Adressat und der Absender nicht ermittelbar gewesen seien. Wie es die Post fertig gebracht hat, mich als richtigen Empfänger mit meinem Verein in Verbindung zu bringen, wissen die Götter – doch die unterstehen dem Briefgeheimnis und schweigen. Lorenz Degen

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