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Aktionswochen

Nr. 13 27. Jahrgang Donnerstag, 27. März 2025

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Für Sport und Kultur

Nach 40 Jahren Engagement will Stefan Saladin etwas kürzer treten. Seite 5

Grund zum Feiern

SCHREINEREI FENSTERBAU ZIMMEREI

Grossartiges Jahreskonzert

Der Verein Senioren für Senioren feierte in Gelterkinden das 25-JahrJubiläum.

Die XylophonBand «Runaway» gab in Bretzwil ein Abschiedskonzert. Seite 13

Seite 12

EĂƚƵƌƐƚĞŝŶŵĂƵĞƌŶ …wir beraten Sie gerne

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Alles bereit für die Kirschblüte Rundwanderung In Arisdorf ist ein «Bluescht»-Wanderweg eröffnet worden Lucas Huber

Am vergangenen Samstag hat der Verein «Leben in Arisdorf» den Arisdörfer Bluescht-Rundwanderweg feierlich eröffnet. Der hat schon vor seiner offiziellen Einweihung für Aufsehen gesorgt. Arisdorf war einst jene Gemeinde, die die meisten Kirschbäume der ganzen Schweiz zählte. Kirschen seien einst für ein Drittel bis zur Hälfte des bäuerlichen Einkommens verantwortlich gewesen; «1944 wurden in Arisdorf über eine Million Kilogramm Kirschen geerntet», erzählt Urs Schuler, Präsident des Vereins «Leben in Arisdorf», kurz LiA. Doch den Arisdörfer HochstammKirschbäumen ging es wie so ziemlich allen der Region: Ihr Gros wurde gefällt, ob wegen der grassierenden Alkoholsucht in den 1950er- und -60er-Jahren, ob aus wirtschaftlichen Überlegungen. Kirschenhochburg ist Arisdorf aber nach wie vor. Darum ist es wenig verblüffend, dass Baselland Tourismus seine Idee einer Chirsi-Rundwanderung unbedingt in Arisdorf realisieren wollte. Als die Verantwortlichen auf den LiA zukamen, um das Projekt anzustossen, «waren wir sofort Feuer und Flamme». Der das sagt, ist LiA-Vorstandsmitglied Andreas Herrmann. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen hat er die rund acht Kilometer messende Route ausgetüftelt, die Wegweiser gestaltet und natürlich auch aufgestellt. Und sie haben den Weg am vergangenen Samstag feierlich eingeweiht – bei der Dorfkirche, die sie für den optimalen Ausgangspunkt für die Rundwanderung halten, die bestens für Familien geeignet und sogar kinderwagentauglich ist. Gleichwohl verläuft der Grossteil der Route auf Naturwegen. Ausserdem ist es ein saisonales Angebot mit Fokus auf

Vorstand «Leben in Arisdorf» (v. l.): Christian Schneider, Andreas Herrmann, Bianca Schmitt, Tamara Gallati, Urs Schuler (Präsident).

Die Route misst acht Kilometer. Fotos:L.Huber

die anstehende Kirschblüte; ist sie vorbei, werden die LiA-Mitglieder die Wegweiser wieder einsammeln – und natürlich rechtzeitig vor dem nächstjährigen Bluescht wieder aufstellen. Höhepunkte auf der gemütlichen, rund zweistündigen Wanderung sind natürlich die zahlreichen Hochstammbäume respektive das Blütenmeer, in das sie die Landschaft schon bald verwandeln werden. Hinzu kommt ein Fotospot, der den perfekten Bluescht-Hintergrund bereithält. Auf baselland-tourismus.ch und den einschlägigen Portalen ist die Blueschttour übrigens schon seit geraumer Zeit aufgeschaltet. «Und wir staunen, wie

viele Leute ihn bereits abgelaufen sind», erzählt Urs Schuler. Das belegt, wie gross das Interesse an thematischen Wanderwegen ist. Und es ist ein Hinweis darauf, welch grossen Stellenwert die Kirsche trotz allem noch immer hat für die Menschen in der Region. Der Bluescht wird übrigens für Anfang April erwartet. Aufschluss gibt der Bluescht-Ticker von Baselland Tourismus. «Arisdörfer Bluescht-Rundwanderweg», 8 km, 123 hm, 2,15 Std. lebeninarisdorf.ch baselland-tourismus.ch/arisdoerfer-chirsiweg baselland-tourismus.ch/bluescht

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Kolumne

Jö! Es gibt kein so kurzes Wort, auf das ich so sehr allergisch bin wie auf den Ausdruck «Jö!» Man geht in den Kleiderladen, wählt eine Herbstjacke mit weissem Pelzersatz und sagt zur Verkäuferin, man habe schon lange kein so passendes Kleidungsstück mehr gefunden. Sie antwortet kurz und lächelnd: «Jö!» Anstatt auf diesen herablassenden und bemutternden Kommentar gleich Reissaus zu nehmen und das Geschäft fluchtartig zu verlassen, kauft man das gute Stück – innerlich kochend –, und kommt sich vor wie ein Baby, ein Katzenvideo oder ein Hundewelpen in einem Strandkörbchen. Die Steigerung von Jö ist bekanntlich: «Jö, wie herzig!». Jö ist eine Beleidigung für jeden einigermassen vernünftigen Menschen. Es ist oft nett gemeint, aber es kommt immer spöttisch als Ausdruck des mitleidvollen Bedauerns rüber. «Ich war die letzte Woche krank.» «Jö, Sie Armer.» Lieber gesteht man nicht, dass man krank war, als sich so eine Antwort anhören zu müssen. Wenn ein Mörder vor dem Gericht einen Mord gesteht, wird der Richter auch nicht sagen: «Jö, Sie hatten wohl eine schlimme Kindheit!» Man fühlt sich schlicht nicht ernst genommen, wenn jemand «Jö» sagt. Bei Kleinkindern kann man den sogenannten Jö-Effekt ja noch durchgehen lassen. Auch bei Tieren spricht die Presse gern vom Jö-Effekt. Aber wenn es dann in einer Zeitung heisst: «Im Norden hat Cassis einen Jöö-Effekt ausgelöst, als er bei seinem Amtsantritt sagte, er denke, spreche, schreibe und träume Italienisch» (BZ 16.11.2019), bedauert man den armen Bundesrat aus tiefstem Herzen. Wenn ich sagen würde, ich träume ab und zu von meiner Kindheit, und jemand würde dann sagen: «Jö!» – würde ich dieser Person aber richtig den Marsch blasen. Thomas Brunnschweiler

Blumen für das Recht auf Nahrung

Aktionstag am 29. März Schweizweite ökumenische Kampagne von Fastenaktion, HEKS und «Partner sein»

Humortage

Am kommenden Samstag, 29. März, setzen Freiwillige in der ganzen Schweiz ein Zeichen gegen Hunger: An über 230 Standorten verkaufen sie Fairtrade-Rosen, Bio-Saatgut und weitere Produkte. Der Erlös unterstützt Projekte von Fastenaktion, HEKS und «Partner sein» zur Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung. Unter dem Motto «Hunger frisst Zukunft» rückt die ökumenische Kampagne eine nicht beachtete Tatsache in den Fokus. Weltweit wird genug Nahrung produziert, doch ungerechte Verteilung und wirtschaftliche Interessen verhindern, dass alle Menschen satt werden. Millionen leiden Hunger.

Die Humortage Liestal vom 1. bis 4. April zeigen hochkarätig Humoristisches aus der Schweizer Kunst- und Kulturszene. Auf dem Programm stehen Helga Schneider, Rebekka Lindauer, Cenk und «BrueckerMeisterTrauffer», ausserdem findet ein «Giant Slam» statt. ObZ Infos: humortage-liestal.ch

Gemeinsam Verantwortung übernehmen Die Kampagne von Fastenaktion, HEKS und «Partner sein» lässt Menschen aus Afrika, Asien und Lateinamerika zu Wort kommen, die dank umweltfreundlicher Landwirtschaft, Solidaritätsprogrammen und lokalem Wissen ihre Er-

nährungssicherheit stärken. Die Hilfswerke zeigen auf, dass Alternativen zu ausbeuterischen Agrarsystemen möglich sind. Um auf diese Herausforderungen aufmerksam zu machen, setzen sich Freiwillige am Aktionstag von HEKS und Fastenaktion für eine Welt ohne Hunger

ein. Seit Jahren sind Fairtrade-Rosen das Symbol dieser Aktion – als Zeichen für Gerechtigkeit und Frieden. Neu in diesem Jahr: Neben rund 45 000 Rosen wird auch Bio-Saatgut für blühende Blumenwiesen angeboten. Damit setzt der Aktionstag nicht nur ein Zeichen für das Menschenrecht auf Nahrung, sondern

Fairtrade-Rosen als Zeichen für Gerechtigkeit und Frieden.

Foto: zVg

auch für eine nachhaltige Zukunft. Am 29. März können alle mit einer kleinen Geste Grosses bewirken: Eine Rose oder eine Packung Bio-Saatgut an einem der über 230 Verkaufsorte des Aktionstages kaufen – für sich selbst, für andere und Fastenaktion für eine gerechtere Welt. Organisierende Gruppen im ObZ-Gebiet: Ref. Kirchgemeinde Frenkendorf-Füllinsdorf (mit Konfirmandengruppe): MigrosPassage, 10 bis 12 Uhr Kirchgemeinde Liestal-Seltisberg (mit Firm- und Konfirmationsgruppen): Rathausstrasse, 10 bis 14 Uhr Reformierte Kirchgemeinde Rümlingen (mit Pfarrer, Konfirmanden und Kirchenpflegern): Buckten Volg-Laden, Läufelfingen Volg-Laden und Bäckerei Brot & So, 8 Uhr Ref. Kirche Sissach-Wintersingen (mit Jugendlichen aus dem Erlebnisprogramm 7./8. Klasse): Begegnungszone vor Café Caprice und dem Coop, 10 bis 13 Uhr. Weitere Infos: sehen-und-handeln.ch

Werktags 4 verschiedene Mittagmenüs mit Salat, Kaffee, Dessert ab 22.50 Fr.

Unsere Spezialitäten Cordon bleu Leberli mit Rösti Fleisch auf heissen Stein Pizzas und Teigwaren Käse-Fondue und Fondue-Chinoise Restaurant zur Stadtmühle Liestal stadtmuehle-liestal.ch, Tel. 061 921 29 33


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