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20241219_WOZ_OBZANZ

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Freiheit sah noch nie so gut aus

Nr. 51/52 26. Jahrgang Donnerstag, 19. Dezember 2024

sgabe am Keine Auund 2. Jan. 26. Dez. Ausgabe Nächste uar n am 9. Ja

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Die Wochenzeitung für das obere Baselbiet GZA/P.P.A 4410 Liestal Post CH AG redaktion.obz@chmedia.ch • 061 927 29 00 • inserate.obz@chmedia.ch • 061 927 26 70

Neues Buch über Spitteler

Ein besonderes Konzert

«Carl Spitteler und sein Netzwerk» stellt die Weggefährten des Dichters in den Mittelpunkt.

In Gelterkinden fand ein Konzertprojekt mit dem OG, Männerchor und zwei Basler Chören statt. Seite 20

Seite 11

SCHREINEREI FENSTERBAU ZIMMEREI

Verzaubert in Oberdorf

Die Schülerinnen der Tanzwelt führten «Im Zauber des Nussknackers» auf. Seite 21

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Festliche Stimmung im Stedtli

Kolumne

Der Vergessene

Liestal Trotz nasskaltem Wetter strömten viele Menschen an den diesjährigen Weihnachtsmarkt

Michael Herrmann

Von letztem Donnerstag bis Sonntag erstrahlte das Stedtli von Liestal wieder in festlichem Glanz, als der beliebte Weihnachtsmarkt mit seinen Ständen das Publikum anlockte. Viele Besucher strömten trotz nasskaltem Wetter durch das festlich geschmückte Stedtli, genossen den würzigen Duft von Tannenzweigen und liessen sich von der zauberhaften Atmosphäre verzaubern. Der traditionelle Weihnachtsmarkt bot eine perfekte Einstimmung auf die Adventsund Weihnachtszeit und machte das Wochenende für Gross und Klein zu einem schönen Erlebnis. Das Stedtli präsentierte sich in seinem schönsten Kleid, festlich geschmückt mit Lichtern und Dekorationen, die jeden Winkel in ein Märchenland verwandelten. An den zahlreichen Ständen fanden Besucher alles, was das Herz in der Weihnachtszeit begehrt: von handgefertigtem Schmuck und Dekorativem bis hin zu Praktischem und Schönem und Foodtrucks sorgten für eine kulinarische Erlebnisreise. Ob Geschenke für die Liebsten oder eine besondere Erinnerung für sich selbst – für jeden war etwas dabei. Die Händler freuten sich über den regen Zulauf und die positive Stimmung unter den Marktbesuchern, die die Stimmung am Weihnachtsmarkt sichtlich genossen. Die Atmosphäre war von einer festlichen Magie durchzogen. Der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln lag in der Luft, und musikalische Klänge sorgten für die passende Adventsstimmung. Auch die Kinder kamen auf ihre Kosten, mit kleinen Attraktionen und natürlich der Vorfreude auf den Weihnachtsmann. Der Liestaler Weihnachtsmarkt war ein voller Erfolg und eine

Die Foodtrucks luden auf eine kulinarische Entdeckungsreise ein.

Festlich beleuchtetes Stedtli.

Weihnachtliche Ambiance.

Fotos: M. Herrmann

wunderbare Einstimmung auf die bevorstehenden Feiertage. Für das Leitungsteam Philipp Stoll und Martina Stoll war es eine Herausforderung, dass sie zwei Wochen vor dem Termin erfuhren, dass sie wegen einer Strassenverkehrsumleitung umstrukturieren mussten. «Aber im Grossen und Ganzen sind wir sehr zufrieden», sagt Martina Stoll. Einmal mehr hat der Liestaler Weihnachtsmarkt gezeigt, dass er ein Highlight der Region ist. Wer den Weihnachtsmarkt verpasst hat, sollte sich schon jetzt auf das nächste Jahr freuen – denn der Zauber der Adventszeit in Liestal ist etwas ganz Besonderes.

Am 29. Dezember begeht man den 100. Todestag von Carl Spitteler. In meinem ganzen Germanistikstudium war der aus Liestal stammende Schriftsteller nie ein Thema, obwohl er 1919 als einzig gebürtiger Schweizer den Literaturnobelpreis erhielt. Wir lesen noch Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt und Robert Walser – aber Spitteler? Am häufigsten wird heute noch der autobiografische Roman «Imago» von 1906 gelesen, eine Art parodiertes Selbstgericht. Der von Sigmund Freud und C.G. Jung geschätzte Roman gab der von Freud herausgegebenen Zeitschrift «Imago» ihren Namen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir bis anhin nur «Imago» bekannt war. Da Spitteler den Literaturnobelpreis für das Versepos «Olympischer Frühling» erhielt, begann ich mit der Lektüre dieses 600-seitigen Werks mit seinen fünf Teilen und 33 Gesängen. Das Buch beginnt mit den sechshebigen Versen: «Hades, der Fürst des finstern Erebos, befahl: / ‹Entfesselt die gefangnen Götter allzumal …›» Ohne Kenntnis der griechischen Mythologie geht es bei der Lektüre nicht. Das Epos handelt von der Geschichte der Götter, Helden und Menschen. Die gepflegte Sprache hat einen gewissen Sog, erreicht aber nie die Wucht der homerischen Epen. Hier erzählt nicht mehr ein Dichter unmittelbar und naiv, sondern ein moderner Mensch mit lyrischer Raffinesse und symbolistischer Gefühlsergriffenheit. Da Spitteler sich auf Paarreime verlegte, kippt mancher Vers ins Lächerliche: «Der Witz der Weisheit ist, dass einer, wenn er stolpert / Und aus den Brombeern strauchelt, in die Himbeern holpert.» Nach einiger Zeit merkte ich, dass mir das Versgeklingel nicht so lag, und ich las noch die unterhaltsame und interessante Erzählung «Conrad der Leutnant». Thomas Brunnschweiler

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Nächste ObZ erst am 9.Januar

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Die ObZ macht zwei Wochen Pause: Die Ausgaben vom 26. Dezember und 2. Januar entfallen. Somit erscheint die nächste Ausgabe am Donnerstag, 9. Januar 2025. Redaktionsschluss ist am Montag, 6. Januar, um 10 Uhr, Inserateschluss am selben Tag um 16 Uhr. Redaktion und Verkauf wünschen Ihnen schöne Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. ObZ


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