Nr. 45 26. Jahrgang Donnerstag, 7. November 2024
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Stabat Mater
Sopranistin Christina Lang und ihr Streichquintett begeisterten in der Stadtkirche Liestal. Seite 5
Vorpremiere «Typisch Emil»
SCHREINEREI Zehn Jahre Gesang
Der beliebte Schweizer Komiker Emil Steinberger und seine Frau Niccel waren im Marabu in Gelterkinden. Seite 11
Der Timeless Chor feierte sein Jubiläum in der voll besetzten Turnhalle in Waldenburg. Seite 13
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Tanz durch die Zeit
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Kolumne
Steinpilzrisotto
Brass Band Musikgesellschaft Füllinsdorf Tanzmusik vom 16. bis zum 21. Jahrhundert Hanspeter Thommen
Sozusagen als «Vorgruppe» wärmte die Jugend-Brass-Band der Regionalen Musikschule Liestal unter der Leitung von Ivan Estermann das Publikum auf für das Konzert der «Grossen». Sie starteten mit einem fugenartigen Satz aus «Games II – The Sequel» von Bruce Fraser. Danach ging es weiter mit dem Stück «Overdrive». Locker flockig kam «Festmusik» von Mario Bürki daher. Als Zugabe spielte die Band wieder ein Stück aus «Games II – The Sequel». Dabei wurde im Rhythmus auch geklatscht und gestampft. Zwar nicht mit einem Tanz, dafür traditionell mit einem Eröffnungsmarsch startete die Brass Band Musikgesellschaft Füllinsdorf unter der Leitung von Thomas Meyer. «Glemdene» ist ein typischer englischer Brass-Band-Marsch mit schnellen Läufen, vor allem auf dem Cornet. Geschichtlich ganz weit zurück ging die Brass Band mit vier Tänzen aus dem 16. Jahrhundert, der Zeit von Heinrich VIII. und Martin Luther. «Tico Tico» stammt zwar ursprünglich aus Brasilien. Alan Fernie transferierte das bekannte Stück jedoch in einen argentinischen Tango. Zwar ist es kein eigentlicher Tanz. Doch den Tanz im Titel hat die Filmmelodie zu «Der mit dem Wolf tanzt». Besonders schön zur Geltung kam am Konzert das einsame Cornet am Anfang und gegen Ende des Stücks. Ein gleiches Thema immer wieder neu zu interpretieren, gelang Antonin Dvorak beim «Slawischen Tanz Nr. 8». Einen Tanz auf Holzschuhen beschreibt wiederum das Stück «Clog Dance». Beim «Second Waltz» von Dimitri Shostakowitsch wird die Solomelodie jeweils von einem Alto-Saxofon gespielt. Bei den Füllinsdörfern übernahmen diesen Part
küchen
Die Brass Band Musikgesellschaft Füllinsdorf füllt die Kirche mit ihrem Klang.
Die Jugend Brass Band der RMSL spielt im «Overdrive»-Modus.
Fotos: HP. Thommen
Neu in Arlesheim
erst die Es-Hörner und das Flügelhorn, danach die Euphonien. Mit dem letzten offiziellen Stück «Danza Kuduro» lud die Brass Band ihr Publikum an eine Strandparty ein. Das führte dazu, dass sie zu Zugaben geklatscht wurden. Beim Thema Tanz und Brass Band durfte natürlich der Brass-Band-Erfolg «Floral Dance» nicht fehlen. Schliesslich schaffte es dieses Stück als einziges Brass Band Stück in die PopmusikCharts. Als zweite Zugabe brachte die Brass Band Musikgesellschaft Füllinsdorf die Gäste vollends zum Tanzen. Bei «Flashdance – What A Feeling» blieb nämlich kein einziger Fuss still. Tanzend ging das Publikum nach diesem wunderbaren Konzert in den Sonntagabend.
Ich dachte eigentlich immer, morgens nur deshalb «extra-früh» aufzustehen (zirka eine Stunde eher, als es meine Frühschichten im Normalfall von mir abverlangen würden), um in unserer Kücheneckbank, mit meinem fast schon zeremoniell zubereiteten Kaffee, in völliger Ruhe die Zeitung lesen und/oder Administratives erledigen zu können – vielleicht sogar in einer Art Grundhaltung, «fit und frisch zur Veränderung der Welt» zu sein. Kürzlich jedoch, nachdem ich mich gerade neben das zurechtgelegte Lesematerial setzte (eine von mir nicht wirklich ernst genommene To-do-Liste war auch dabei …) und sinnierend auf den mir so lieben, an der Nordsee als Souvenir gekauften und nun meine Hände wohlig wärmenden «Sylter Kaffeepott» blickte, überkam mich plötzlich ein Bewusstsein, wie entspannend es doch ist, einfach nur so dazusitzen – und nichts zu tun. Und indem ich mich nun weigerte, mir meine aufkommende «Freude über das Dasitzen und Nichtstun» kaputt machen zu lassen, durch den hyperventilierenden Gedanken etwa, ich müsste doch eigentlich jetzt – mit frischrasiertem Gesicht, herb-maskulinem Aftershave, und nur beiläufig am Kaffee als einem profanen Getränk nippend – an einem Friedensplan im Ukrainekrieg arbeiten, fuhr ich unrasierten Gesichts fort, den Kaffee und die nächtliche Stille in der Küche zu geniessen – und meine Gedanken «schweifen» zu lassen … Und ich fragte mich, als ich an den für das Abendessen geplanten Steinpilzrisotto dachte, wie ich es denn schaffen könnte, diesen so zu kochen, dass die Steinpilze noch einen gewissen Biss behalten und nicht «vermatschen» … Daniel Matzenauer
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