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LBA 44/2024 vom 31. Oktober 2024

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DONNERSTAG, 31. OKTOBER 2024

LENZBURGER WOCHE

Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.

PP 5600 Lenzburg · Nummer 44 · Post CH AG

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«Baggerstich» mit Vertretern von Gemeinde, Baukommission und Generalunternehmung und Frau Gemeindeammann Jeanine Glarner als Baggerführerin. Foto: Romi Schmid Neu Lehrbetrieb

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Der Spatenstich ist erfolgt Möriken-Wildegg Mit einem feierlichen Spatenstich erfolgte am Montag der Startschuss zum Neubau der Dreifachturnhalle in Möriken. Bereits im Januar 2026 soll die Halle für Schule und Vereine in Betrieb genommen werden. ■

ROMI SCHMID

Am Montag war es so weit: Der Bagger fuhr auf, und Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde, der Baukommission und der beteiligten Firmen fanden sich zum feierlichen Spatenstich der neuen Dreifachturnhalle ein. Diese ist dringend nötig, denn: Künftig sollen sämtliche Oberstufenschülerinnen und -schüler der Gemeinden Auen-

stein, Brunegg, Holderbank, Schinznach, Thalheim, Veltheim und Möriken-Wildegg in der neuen «Regionalen Oberstufe Möriken-Wildegg» zur Schule gehen. Dazu kommen die Bezirksschulkinder aus Niederlenz und Rupperswil. Gemäss Prognosen für das Schuljahr 2028/2029 sollen dann rund 484 Schülerinnen und Schülern in der Hellmatt in die Oberstufe gehen, zehn Jahre später werden es fast 500 sein. Um den steigenden Schülerzahlen Rechnung zu tragen, sind bauliche Anpassungen am Schulhaus Hellmatt in Wildegg nötig. Eine davon ist der Bau einer neuen Dreifachturnhalle beim Dorfeingang Möriken an der Unteräschstrasse.

Ein straffer Zeitplan

Im Juni segnete die Gemeindeversammlung hierfür den Verpflichtungskredit von rund 13,3 Millionen Franken ab, im

September erfolgte bereits die Baueingabe.«Von der Auftragserteilung bis zum Spatenstich waren es knapp sechs Monate, wir sind sportlich unterwegs», sagt Michael Liechti von der Firma Erne AG. Und der Zeitplan bleibt sportlich: Bereits Ende 2025 soll die neue Dreifachturnhalle fertiggestellt und Anfang 2026 in Betrieb genommen werden. «Wir sind mit viel Speed unterwegs. Alle beteiligten Gemeinden haben der neuen Oberstufe an ihren Gemeindeversammlungen zugestimmt, nun gehen wir das erste von fünf Bauprojekten an. Ich freue mich sehr und wünsche allen gutes Gelingen», so Gemeinderat Beat Fehlmann. Die neue Dreifachturnhalle besticht mit architektonischem Ausdruck – geplant ist etwa ein markanter, verglaster Spickel –, einem grosszügig angelegten Aussenraum und einem hellen, freundlichen, holzigen Baukörper.

Ich suche gerne das Schöne im Kleinen und Normalen. Tugendhaftigkeiten wie Bescheidenheit und Genügsamkeit brauchen Disziplin. Doch sie sind lehr- und Rinaldo Feusi lernbar. Es braucht nicht viel Trara, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Weniger ist mehr. So war ich vor einigen Wochen von Künstler Fritz Huser eingeladen. Er feierte eine Vernissage. 10 Minuten Laudatio, danach Wein und selbstgemachte Apéro-Häppchen. Keine Performance-Art, keine Lichtershow. Kurz, prägnant, herzlich und einfach gut. Vergangenes Wochenende wurde in Seon die Aabachbrücke eingeweiht. Die wohl wichtigste Verbindungsbrücke des Seetals ist nicht nur für die Gemeinde wichtig. Tatsächlich ist es so, dass diese unscheinbare Konstruktion von kantonaler und überkantonaler Bedeutung und Wirksamkeit ist. Wie weihte man die Brücke ein? Spiel der Musikgesellschaft, Ansprache des Gemeinderates, Verdankungen und ein Geissbock wurde über die Brücke geführt – anders als bei der Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht wartete auf der anderen Seite der Brücke nicht der Teufel mit Felsbrocken, sondern ein Apéro. Bis auf weiteres bleibt Seon somit teufel- und felssturzfrei. Es war eine schöne Einweihung. Doch ich musste schmunzeln. Sprang ich mit meinen Gedanken doch von der Einweihung der Brücke zur Einweihung des GotthardBasistunnels. An diese Einweihung erinnere ich mich bei fast jeder Eröffnung, der ich beiwohne. Wissen Sie noch, 2016? Die Welt schaut auf die Schweiz – und diese liefert. Sie lieferte den überdimensioniertesten Kokolores, den ich wohl jemals gesehen habe. Performances, die an Sexszenen erinnerten, ein barbusiger Engel mit Babymaske, Zombies. Man liess keine Chance aus, sich zu blamieren. Auch hier wäre gutschweizerische Bescheidenheit wohl besser gewesen. Mir gefielen Fritz Huser und die Einweihung der Seetalbrücke besser. Zugegeben, der Vergleich ist ein wenig gewagt, aber die Botschaft bleibt: Weniger ist mehr. Rinaldo Feusi Redaktionsleiter

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