Nr. 42 26. Jahrgang Donnerstag, 17. Oktober 2024
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Buchbinderei Farben Kurse Markus Schwab
Bunte Herbstmesse
Marktstände, Glücksrad, Ponyreiten und Gemütlichkeit im APH Frenkenbündten. Seite 7
Erlebnis mit Geschichten
Fasnacht:
Traditioneller Banntag
Hundert Wanderer nahmen am Gelterkinder Walderlebnis mit Anekdoten und Eintopf teil. Seite 12
Niederdörfer Banntäglerinnen und Bantägler machten sich auf den Weg zum Dottlenberg.
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Seite 15
Das Waldenburgerli in Osteuropa
Strecke soll elektrifiziert werden Aleš Bílek hat jedoch grössere Pläne. Der Betriebsleiter möchte die Strecke, mit der Zweiglinie zu einem Freilichtmuseum, modernisieren und sogar elektrifizieren. Fünf Millionen Euro benötige er für die Gleissanierung, dieselbe Summe zusätzlich für Fahrleitung und Strom. Ihm schwebt eine Pendlerbahn vor, weshalb er auch sämtliche WB-Kompositionen erworben hat. Etwa tausend Fahrgäste pro Tag sollen damit fahren. Derzeit deutet jedoch nichts auf dieses erhoffte Passagiervolumen hin. Der unterste Streckenabschnitt durch eine Schlucht ist wegen schlechter Schwellen derzeit gesperrt. Die gesamte Infrastruktur müsste grundlegend erneuert werden, um einen Fahrbetrieb zum Staatsbahn-Bahnhof überhaupt aufnehmen zu können. Fahrbar ist einzig die Komposition mit Triebwagen BDe 4/4 12 («Oberdorf», jetzt «Ciery Balog») mit den Steuerwagen Bt 112 und Bt 113. Im Steuerwagen 112 wurde im hinteren Teil ein Dieselmotor mit Generator eingebaut, der den Strom in den Triebwagen speist. Mit einer Maximalgeschwindigkeit von 30km/h rumpelt der Zug über die holp-
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rigen Gleise. In seinem Innern befinden sich noch immer die gleichen Sitze, die Verbote des TNW und die Box von 20 Minuten sind unverändert am selben Ort und sogar der Haltwunschknopf funktioniert: «Hält an» erscheint rot. Den gut abgedichteten Dieselmotor hört man kaum. Die restliche WB-Flotte steht derweil auf drei Abstellgleisen in Hronec ungeschützt im Freien. Auch der Triebwagen 13 «Hölstein», bekam ein neues Wappen, er heisst jetzt «Hronec». Die Spuren der Witterung zeigen sich bereits mit Moosbewuchs an der Frontseite. Hier wäre ein Dach, noch besser eine Halle, dringend nötig, um weitere Zerfallserscheinungen aufzuhalten. Salonwagen in Rumänien Sechs Jahre sind vergangen, seitdem im Oktober 2018 eine Garnitur von historischen Personen- und Güterwagen aus Waldenburg wegtransportiert wurde. Der Verein Ostgleis erwarb unter anderem die beiden vierachsigen Personenwagen B 50 und B 51, die am NostalgieDampfzug mitfuhren, dazu den in Bubendorf beim Spielplatz aufgestellten B 49, zwei kleine K-Güterwagen und den
Salonwagen As 24, mit seinem Chassis von 1881 das älteste WB-Fahrzeug überhaupt. Während der B 50 und B 51 derzeit in Tschechien auf ein neues Einsatzgebiet warten, verkehren die anderen Fahrzeuge heute auf der Harbachtalbahn bei Sibiu in Rumänien. Die ursprünglich 109 lange Strecke von Sibiu (Hermannstadt) nach Sighisoara (Schässburg), wird heute als Touristenbahn auf einem Teilstück von sieben Kilometern Länge zwischen Cornatel und Hosman betrieben. Auf der «Wusch», wie die Strecke auch genannt wird, fanden der B 49, wieder in grün lackiert, der Salonwagen und die beiden zweiachsigen Güterwagen eine neue Heimat. Für Mihai Blotor, Präsident des Vereins Asociatia Prietenii Mocanitei (Verein Freunde der Schmalspurbahn), ist besonders der Salonwagen ein Prunkstück: «Wir sind sehr stolz auf diesen Wagen.» Liebevoll wurde der vom Liestaler Maler Hugo Hersberger angebrachte Schriftzug «Liestal Waldenburg» in derselben Schattenschrift mit dem rumänischen Vereinsnamen ergänzt. Auch steht bei den Fussbrettern auf beiden Seiten, diagonal versetzt, immer noch «Martheli», als Ehrung für Martha Rickenbacher, der Gattin des
Foto: L. Degen
Dampflokpioniers Markus Rickenbacher. Im Wageninnern ist die Liste der Spendengemeinden ebenso intakt wie der Druck eines kolorierten Stichs, der das Beck’sche Haus und Schloss Waldenburg zeigt. Auch sind alle Hocker noch vollzählig vorhanden, nur die weissen Häkeldeckchen lagen bei der Besichtigung nicht mehr auf den Tischen. Eine kurze Vergnügungsfahrt mit einer Diesellok erfreute die Reisegruppe, die in Erinnerungen schwelgte. «Weisch no …», hörte man mehr als einmal sagen. Dreissig Jahre später in Rumänien Im B 49 wurde ein Ofen eingebaut, um auch im Winter fahren zu können. Behelfsmässige montierte Ikea-Lampen ersetzen die defekte Deckenbeleuchtung. Ein Mitglied der Reisegruppe berichtete, wie er auf dem Spielplatz in Bubendorf die Klapptische und Abfallkübel montiere, die aus einem SBBLeichtstahlwagen stammten. Staunend sinnierte der ehemalige Lehrer: «Schon unglaublich, jetzt sitze ich dreissig Jahre später wieder im selben Wagen und fahre durch Rumänien.» Fortsetzung auf Seite 2
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Regnerische Tage
Lorenz Degen
Die A. N. K.-Reisegruppe vor dem WB-Triebwagen 12.
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Kolumne
Waldenburgerbahn Historische Fahrzeuge befinden sich heute in Rumänien, Slowakei und Tschechien
Sie prägten das Erscheinungsbild des Waldenburgertals während über drei Jahrzehnten: Die crème-roten Pendelzüge der Waldenburgerbahn. Auch die grünen Personenwagen des NostalgieDampfzugs habe sich in der Erinnerung eingeprägt, wie auch bei älteren Zeitgenossen die grauen Güterwagen. Eine Reise von A. N. K. Tours (Liestal) folgte vor zwei Wochen den WB-Fahrzeugen, die nach Osteuropa gelangt sind. Ein erstes Wiedersehen mit dem altvertrauten Rollmaterial erlebte die 33-köpfigen Gruppe, sicher chauffiert von Hanspeter Niklaus und Hansjörg Gysin, im Dorf Cierny Balog in der Slowakei. Im April 2021 traten die sieben Trieb- und zehn Steuerwagen ihre Reise über Rhein und Donau zur «Ciernohronská železnica» (auf Deutsch Schwarzgranbahn) an. Früher wurde Holz mit Dampf- und Dieselloks aus den waldreichen Tälern zu einem Umladepunkt der Slowakischen Staatsbahn transportiert. Heute führen Lastwagen die Stämme weg, die Bahn hat rein touristischen Charakter. Dampfzüge führen durch ein schönes, wenig besiedeltes Tal.
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Der Sommer ist vorbei, der Herbst hat Einzug gehalten und ich könnte mich nicht mehr darüber freuen. Das goldene Licht an den schönen und die gemütliche Stimmung an den weniger schönen Tagen. Literweise Kürbissuppe löffeln und noch ein bisschen mehr Tee trinken. Beim Spaziergang durch die Stadt dem Geruch nach Marroni folgen und zum Dessert Vermicelles bestellen. Das leise Rascheln der braungelben Blätter unter den Schuhen. Besser geht es kaum. Aber am allerschönsten finde ich an der kälteren Zeit, dass es jetzt endlich wieder mehr regnet. Jeden Morgen tippe ich als erstes ins Google-Suchfeld «SRF Meteo» ein, weil ich die App noch immer nicht installiert habe. Dann öffne ich den Wetterbericht im Internet, um zu entscheiden, was ich anziehen muss. Und hoffe, dass es Regen anzeigt. Denn wenn es regnen soll, kommt der beste Part meines Morgenrituals zum Zug: Der Regenradar. Ich liebe es, den animierten blauen Feldern zuzuschauen, wie sie langsam über die Schweiz ziehen. Wenn sich die unterschiedlichen Blautöne, die anzeigen, wie stark der Niederschlag wird, übers Baselbiet schieben, geht mir das Herz auf. Weil Regen bedeutet vor allem eines und zwar, dass ich meine neue Regenjacke tragen kann, die ich mir gekauft habe, nachdem ich jahrelang eine hatte, die zwar einigermassen luftdicht aber leider nicht besonders wasserdicht war. Die hätte ich zwar definitiv schon viel früher ersetzen sollen, aber umso schöner ist es jetzt, wenn endlich wieder regelmässig dunkle Wolken aufziehen und es so richtig herbstet. Sina Aebischer
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