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LBA 42/2024 vom 17. Oktober 2024

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DONNERSTAG, 17. OKTOBER 2024

LENZBURGER WOCHE

Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.

PP 5600 Lenzburg · Nummer 42 · Post CH AG

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Im Gemeindehaus sind auch die Sozialen Dienste zuhause. Diese werden kostenneutral erweitert.

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Seon Per 1. Januar 2025 wird Seon die Sozialen Dienste für die Gemeinde Boniswil übernehmen. Für beide Gemeinden ist das ein Gewinn. ■

RINALDO FEUSI

D

ie Gemeinde Seon übernimmt ab 2025 die Sozialen Dienste der Gemeinde Boniswil. Seon führt in ihrer Funktion als Zentrumsgemeinde bereits heute verschiedene regionale Verwaltungsaufgaben aus. Die Übernahme bedingt die Anstellung von zusätzlichem Personal. Als Sachbearbeiterin mit einem 50-Prozent-Pensum konnte Selin Erdogan angestellt werden, die ihre Stelle am 1. November antreten wird. Die Stelle ist kostenneutral. Die Kosten werden weiterverrechnet.

Beide Gemeinden profitieren

Der Entscheid von Boniswil, die Sozialdienste an eine andere Gemeinde zu de-

legieren, macht Sinn. «Die Komplexität der Fälle hat ständig zugenommen. Boniswil hat keine ausgebildeten Sozialarbeiter. Deshalb fehlt das Hintergrundwissen», erklärt die stellvertretende Gemeindeschreiberin Janine Fischer. Wie in vielen kleinen Gemeinden sind die Aufgaben in diesem Bereich gross genug, um andere Prozesse zu verlangsamen, aber zu klein, um eine zusätzliche Stelle zu schaffen. «In Boniswil gäbe es maximal eine 40-Prozent-Stelle. Die Präsenzzeiten eines eigenen Mitarbeiters würden trotzdem nicht ausreichen.» In Seon übernimmt die neue Sachbearbeiterin diese Arbeit. Nach dem kantonalen Stellenrechner des Verbandes Aargauer Gemeindesozialdienste (VAGS) wären aufgrund der Fallzahlen in Seon eigentlich 60 Prozent nötig. Mit der neuen Mitarbeiterin wurde ein Pensum von 50 Prozent vereinbart. Diese entlasten das Team. Absenzen können so besser koordiniert werden. Durch die Übernahme von administrativen Aufgaben können sich Fabienne Graf und ihre Mitarbeiterin

mehr auf ihre Kernaufgabe konzentrieren. «Soziale Arbeit ist nicht nur das Auslösen von Zahlungen. Auch ist die persönliche Beratung von Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit.»

Einzel- und Familienanliegen bei den Sozialen Diensten in Seon

In Seon seien es vor allem Familienanliegen, die in den Sozialen Diensten zum Tragen kämen. So geht es viel um Scheidungen, Alimente und Sorgerecht. Die Gemeinde unternehme auch viel, um Menschen möglichst schnell wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. So wendet sich die Gemeinde regelmässig an regionale Unternehmen, die allenfalls Bedarf an neuen Mitarbeitern haben. Dies geht auf eine Initiative von Robert Ott der Robert Ott AG zurück, mit dem die Gemeinde einen erfolgreichen Austausch pflegt. Durch die Zusammenarbeit mit dem Gewerbe und einem Jobcoach ist es möglich, Menschen in den Arbeitsprozess zurückzuführen.

Diesen Sonntag ist es so weit. Wir, die Aargauer Stimmberechtigten, best i m m e n u n s e r Parlament für die Jahre 2025 bis 2028. Wir, die Fritz Thut stimmfähigen Einwohner der Region, wählen jene Personen aus, die die Interessen von Lenzburg und Umgebung in «Aarau» vertreten werden. Die Gewählten stehen im Grossen Rat nicht nur für die Interessen unserer Region ein; sie vertreten auch eine Weltanschauung. Dies macht das Ausfüllen des Wahlzettels nicht einfacher. Der politische Zusatzjob scheint beliebt zu sein; über 7,2 Kandidierende gibt’s beispielsweise im Bezirk Lenzburg für jeden der 13 Sitze. Da ist programmiert, dass es Enttäuschte geben wird. Je nach Ambitionen kommt eine Nichtwahl einer Tragödie gleich. Für einige der 81 Nichtgewählten ist der Standardspruch der Wahlkommentatoren ein schlechter Trost: Das Volk hat immer recht. Mit dem Seitenblick auf andere, erfolgte und anstehende, Wahlen kommen allerdings bei immer mehr Beobachtern – und sind wir dies nicht alle – Bedenken auf. Von Kiribati über Thüringen, Wyoming und den Aargau bis hin nach Palau sind in diesem Jahr auf dem Globus Hunderte von Wahlen angesetzt. Bei missliebigen Ergebnissen ist oft von einer Gefahr für die Demokratie die Rede. Das Verbot von Parteien oder einzelnen unliebsamen Kandidierenden ist dabei sicher nicht der richtige Weg. Doch selbst bei einem Blick 16 Tage voraus und über den Atlantik hinweg ist festzuhalten: Ergebnisse von Wahlen, ob seriös ausgezählt oder von totalitären Regimes nach einer angemessenen Frist verkündet, sind nie ein Weltuntergang. Wenn politische Strukturen extreme Wahlergebnisse nicht aushalten, wären die entsprechenden Gesellschaften eh zum Scheitern verurteilt. Historisch, über Jahrhunderte betrachtet, kommt danach nicht das Nichts. Höchstens etwas anderes. Vielleicht sogar etwas Besseres. Fritz Thut, ehemaliger Redaktionsleiter

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