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Oberbaselbieter Zeitung vom 3. Oktober 2024

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Nr. 40 26. Jahrgang Donnerstag, 3. Oktober 2024 Werktags 4 verschiedene Mittagsmenüs inkl. Salat, Kaffee, Dessert ab 21.50 Fr. Unsere Spezialitäten: Am 9. Oktober 2024 starten wir mit der Wildsaison. Sind Sie bereit, unsere Wild-Spezialitäten zu probieren? Restaurant zur Stadtmühle Liestal Tel. 061 921 29 33 Info@stadtmuehle-liestal.ch www.stadtmuehle-liestal.ch

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Früher und heute

Das Postwesen hat sich in Liestal im Lauf der Jahrhunderte verändert. Seite 7

Schulkinder stellen aus

Preis für Felscheunen

Im Museum Silo12 in Läufelfingen wurden «EIGENARTige Skulpuren» ausgestellt.

Der Verein Baselbieter Feldscheunen erhält den renommierten Walder-Preis.

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Begrünungsarbeiten

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Hölstein

Smart Meter spart Strom

Kolumne

Swiss Classic

EBL-«Power Talk» Kosten- und Verbrauchskontrolle mit neuen Stromzählern

Beat Eglin

Die Elektra Baselland (EBL) rüstet die Kunden in ihrem Einzugsgebiet bis 2027 mit neuen Stromzählern aus und investiert dafür 25 Millionen. Diese Smart Meter liefern viel mehr Informationen als die bisherigen Geräte. Sie können von den Stromkonsumenten und dem Stromlieferanten zur Optimierung und zum Stromsparen genutzt werden. Mit neuen Apps kommen auch neue Anwendungen auf uns zu. Die Datenfreigabe ist freiwillig. Ein Drittel der 60 000 elektromechanischen Stromzähler wurden bereits durch Fachfirmen ausgetauscht. Die übrigen folgen bis 2027. Transparenz und Einbezug der Nutzer Am letzten «Power Talk» der EBL erklärten die Fachleute Dr. Matthias Galus ((Bundesamt für Energie), Prof. Dr. Norbert Seyff (Dozent an der FHNW) und Norbert Bäcker (GL-Mitglied der EBL) einem interessierten Publikum den Nutzen dieser neuen Geräte. Wichtig ist die Transparenz gegenüber den Kunden. Diese müssen verstehen, wer die Daten bekommt und wie sie genutzt werden. Sie erhalten Empfehlungen, wie Energie gespart werden kann. Fünf bis zehn Prozent liegen ohne Einschränkungen im Bereich des Möglichen. Fachleute werden Apps entwickeln, die dem Anwender eine Übersicht und die Kontrolle der am Strom angeschlossenen Geräte ermöglichen sollen. «Es muss so einfach sein, dass die Leute mitmachen. Der Smart Meter darf nicht im Keller montiert sein. Das funktioniert nicht», sagten die Experten. Der Stromlieferant sieht, ob Strom verbraucht wird. Details über einzelne Geräte erhält er aber nicht, denn die Daten sind

«Power Talk» der EBL mit Expertenrunde.

für ihn anonymisiert. Nur die für Rechnung notwendige Angaben sind für ihn sichtbar. Neue Tarife und Empfehlungen Bei dieser neuen digitalen Infrastruktur hat die Sicherheit einen hohen Stellenwert. Schutzprofile werden geprüft, bevor sie eingeführt werden. Vom Smart Meter bis zum Provider wird der Schutz garantiert. Was aber in den Unternehmen geschieht, ist nicht mehr kontrollierbar. Aber auch dafür gibt es Normen. Die smarten Zähler ermöglichen neue

Foto: B. Eglin

(dynamische) Tarife, um den Verbrauch zu regulieren. Bei hoher Einspeisung durch Photovoltaikanlagen und geringem Verbrauch könnten sogar Anlagen abgeschaltet werden. Vorstellbar sind Apps, die Empfehlungen abgeben wie beispielsweise «ineffizienten Kühlschrank ersetzen» oder Vergleiche mit ähnlichen Haushalten. Mit künstlicher Intelligenz kann der Verbrauch analysiert werden und der Kunde erhält Hinweise, wo er sparen kann. Mit Echtzeitwerten sind bessere Steuerungen, mehr Ersparnis und Optimierungen möglich. «Wir sind bei der

Optimierung erst am Anfang», sagten die Experten. Die Fachleute gehen nicht davon aus, dass die grosse Mehrheit der Kunden sofort auf neue Apps umstellt. Es braucht sicher eine Übergangsphase, bis alle vom Nutzen überzeugt sind und auch die Bedienung gelernt haben. «Wichtig ist, dass das Thema in den Köpfen ist.» Wenn sich aber herumspricht, dass Software warnt, wenn ein Backofen zu lange eingeschaltet ist und dadurch Schaden verhindert wird, werden sich auch die letzten Skeptiker mit der Thematik befassen.

Jemand, der sich nicht stark für klassische Musik interessiert, kennt zumindest etwa 10 bis 15 Namen von Bach bis Vivaldi. Wer öfter in ein Konzert geht, dem sind rund 50 Namen von Komponistinnen und Komponisten geläufig. Wer im Radio oft Swiss Classic hört, merkt, dass es neben den bekannten Namen eine Unzahl von weiteren Komponisten gibt, von denen man meist noch nie etwas gehört hat. Es ist auch erstaunlich, wie viele Komponistinnen es gibt, von Els Aarne bis Rosanna Zünd. Nur alleine von den Komponistinnen mit ein S am Anfang zählt die Internet-Enzyklopädie Wikipedia 60 Namen auf! Vor einiger Zeit hörte ich im Auto die «Altniederländischen Tänze für Orchester» von Julius Röntgen. Er war entfernt mit dem Physiker Wilhelm Conrad Röntgen verwandt, der 1895 die X-Strahlen entdeckte, die später nach ihm Röntgenstrahlen genannt wurden. Julius Röntgen kam zehn Jahre nach dem Physiker in Leipzig auf die Welt und war ein deutsch-niederländischer Komponist und Pianist. Er war auch stark in die Planung des berühmten Konzertsaals des Amsterdamer Concertgebouws involviert. Es lohnt sich, Röntgens Musik auf youtube anzuklicken und zu hören. Julius Röntgen erhielt übrigens 1930 die Ehrendoktorwürde der Universität Edinburgh. Der Physiker Röntgen hatte bereits 1901 bei der Vergabe der ersten Nobelpreise den Preis für Physik erhalten. Wer Swiss Classic, das Klassikradio der SRGSSR, hört, wird immer wieder auf neue Klangeindrücke stossen, hinter denen oft eine interessante Geschichte steht. Thomas Brunnschweiler

Ein Grund mehr zum Feiern

Zertifikatsübergabe Das Rote Kreuz Baselland bietet Demenz-Lehrgang seit 25 Jahren mit grossem Erfolg an

Vergangene Woche haben 19 Absolventinnen des Lehrgangs «Aktivierende Alltagsgestaltung – Fokus Demenz» ihren Abschluss gefeiert. 1999 nahm in Liestal eine Erfolgsgeschichte ihren Anfang, die bis heute andauert: Die erste Klasse des Lehrgangs «Aktivierende Alltagsgestaltung – Fokus Demenz» schloss ab. 25 Jahre später ist der einjährige Lehrgang aus dem Angebot des Roten Kreuz Baselland nicht mehr wegzudenken. Dieses hat die diesjährigen Absolventinnen anlässlich des Jubiläums zur feierlichen Diplomübergabe nach Liestal geladen. Mittendrin: Alfred Siegrist, der nicht nur fachlicher Leiter ist, sondern den Lehrgang vor 25 Jahren in Eigeninitiative konzipierte. Seither wurde er unentwegt weiterentwickelt. Legendär ist Siegrists Adaption des Lieds «Es wott es Fraueli z Märit gah», nur dass das Fraueli jetzt «ufs WC» geht. Man könne kaum glauben, wie hilfreich Musik im Umgang mit Demenzerkrankten sei, sagte Siegrist.

«Sie geben Hilfsbedürftigen ihre Würde zurück», richtete Esther Freivogel, Präsidentin des SRK Baselland, ihre Dankesworte an die 19 Absolventinnen. Sonja Wagner, Co-Präsident des Vereins Netzwerk Demenz beider Basel und Geschäftsleiterin der Spitex Birseck, betonte den unermesslichen Stellenwert des Lehrgangs: «Mit Ihrem Engagement und Ihrer Hingabe schenken Sie Würde, Lebensqualität und Hoffnung; ich bin froh, dass es Sie gibt.» Der 26. Lehrgang «Aktivierende Alltagsgestaltung – Fokus Demenz» startet nach den Herbstferien und ist wie jedes Jahr bereits ausgebucht. Rotes Kreuz Baselland Esther Freivogel, Melanie Müller, Sonja Wagner, Ivana Kovacevic, Anja Nicole Seiwert (v. l.). Foto: zVg

Das nachhaltige und praxisorientierte Weiterbildungsangebot schliesst eine grosse Lücke in der Betreuung von Menschen mit Demenz und verschafft den Teilnehmenden Kompetenzen, wie es

sonst kein Lehrgang schafft – was auch daher rührt, dass das Rote Kreuz Baselland die einzige Institution in der Schweiz ist, die den speziellen Lehrgang mit Fokus Demenz anbietet.

Kennen Sie schon das Angebot für pflegende Angehörige – Fokus Demenz? Das Rote Kreuz Baselland unterstützt die wichtige Demenzstrategie des Bundes und des Kantons, um die Stärkung der pflegenden Angehörigen zu fördern. Weitere Informationen: www.srk-baselland.ch/demenz-kurse, Tel. 061 905 82 00 info@srk-baselland.ch

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