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Oberbaselbieter Zeitung vom 26. September 2024

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TEAM Felber / 061-927 88 49

Nr. 39 26. Jahrgang Donnerstag, 26. September 2024

Immobilien Liestal

Gelterkinden 061 981 15 43

Die Wochenzeitung für das obere Baselbiet GZA/P.P.A 4410 Liestal Post CH AG redaktion.obz@chmedia.ch • 061 927 29 00 • inserate.obz@chmedia.ch • 061 927 26 70

Echo des Nordens

Ort der Begegnung

Die Singstimmen Baselland führten Werke von nordeuropäischen Komponisten auf. Seite 5

Am Freitag fand im Dorfkern in Sissach der Parking Day statt. Seite 9

Carl SpittelerSchiessen

Die Feldschützen Bennwil durften rund 500 Schütz/-innen willkommen heissen.

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Industrienacht Regio Liestal Über 30 regionale Unternehmen gaben einen Einblick in ihre Tätigkeit

Marc Schaffner

Chemie, wie man sie sich vorstellt: Labor bei der CIS Biopharma in Bubendorf.

Fabio Helfenfinger, Ausbildungsverantwortlicher bei der Bachem in Bubendorf, demonstriert eine Syntheseapparatur.

SCHREINEREI FENSTERBAU ZIMMEREI

BEREIT FÜR JEDES ABENTEUER.

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auf ihre Lehrstellen aufmerksam zu machen. Bei Carbogen Amcis gab es Informationen über Lehrberufe wie Chemielaborant/-in, Chemie-/Pharmatechnolog/-in, Kaufmann/-frau oder Logistiker/-in. «Als Logistiker muss man die Begabung haben, Tetris-mässig etwas einordnen zu können», kommentierte ein Ausbildungsverantwortlicher, während sich drei junge Männer mit einem Baukastenspiel beschäftigten, bei dem Holzklötze möglichst platzsparend versorgt werden mussten. Haben die Lernenden bei Carbogen Amcis mit einem breiten Spektrum an Chemie-Produkten zu tun, so liegt der Schwerpunkt bei der benachbarten Firma Bachem darin, Expertise mit den firmeneigenen Produkte zu entwickeln. Die Stände, an denen beispielsweise ein

Verstärkt – um weiter erfolgreich lokale und regionale Immobilien zu vermarkten

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Wie die Region werkt und wirtschaftet Es war noch hell, als die Industrienacht Regio Liestal am späten Freitagnachmittag begann, und die Sonne schien mit wärmenden Strahlen durch die Glasfronten der Firmensitze im Gebiet «Industrie Süd» in Bubendorf. Neu eintreffende Besucher/-innen wurden von freundlichem Personal begrüsst und an den richtigen Ort gewiesen, während sich die ersten Gruppen bereits in weisse Schutzanzüge gehüllt hatten und mit ihrem Guide auf Besichtigungstour gingen. «Bleibt in der Gruppe und fasst nichts ein!», schallte es über den Vorplatz. In manchen der auf dem Areal ansässigen Chemie- und Pharma-Unternehmen war es erforderlich, eine Erklärung mit Verhaltensregeln zu unterschreiben. Ansonsten zeigten sich die Firmen durchaus volksnah: Im Foyer der CIS Biopharma etwa erzählte Christoph Schäfer, Inhaber in dritter Generation, den Interessierten persönlich aus der Firmengeschichte und über die Suche nach neuen Krebsmedikamenten. An den meisten der 31 Industrienacht-Standorte gab es nicht nur viel zu Sehen und zu Hören, sondern auch viel zum Ausprobieren. Bei CIS Biopharma konnten die Besucher/-innen mit bunten Flüssigkeiten experimentieren oder die Hände in die Löcher einer Glovebox stecken, ein durchsichtiger, luftdicht verschlossener Behälter mit «eingebauten» Handschuhen. «Am Fernsehen sieht es immer so einfach aus, aber wenn man so klobige Hände hat, ist es schwierig, mit kleinen Proben zu hantieren», sagte der Mitarbeiter, der die Station betreute. Altersmässig war die Besucherschaft sehr durchmischt, was daran lag, dass viele Firmen die Gelegenheit nutzten,

urs.felber@remax.ch / www.remax.ch/urs_felber

Fotos: M. Schaffner

Syntheseapparat demonstriert wurden, waren zum Teil von Lernenden betreut, die für Fragen zur Verfügung standen. Mit dem Bus an 31 Standorte Zwischen den Industrienacht-Standorten zirkulierten Shuttlebusse und mit dem Eintrittsticket konnten auch die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden. So war es kein Problem, auch die abgelegeneren Firmen zu besuchen, obschon ein einziger Abend kaum genügte, um bei allen 31 Unternehmen vorbeizuschauen. Das Gebiet reichte von der Liestaler Hammerstrasse mit «JardinSuisse» und der Industriestrasse mit der Autobus AG bis zur Ikea und zur Renata in Itingen, dann weiter nach Sissach und darüber hinaus bis nach Thürnen. Fortsetzung auf Seite 3

Kolumne

Schwachheit, Hilfe und Menschlichkeit Ich bin am Kapitulieren, will heissen, vor Kurzem entschied ich mich, mir in meinem Leben ein bisschen mehr helfen bzw. assistieren zu lassen – und wenn’s nur schon durch den Regensensor meines neuen Ford Tourneo ist … Selbst von dieser kleinen «Revolution» in meinem Denken überrascht, und tiefer darüber nachsinnend, geht’s mir darum, in dieser sich atomisierenden, am sozial-familiären Geist und an Menschlichkeit verarmenden Gesellschaft, wo jeder möglichst stark, unabhängig und selbstständig zu haben scheint, fast schon demonstrativ «dagegenzuhalten», und es mir nun erlaube, schwach, bedürftig und von Menschlichkeit abhängig zu sein. Aber eigentlich geht die Betrachtung noch tiefer: Bei dem Ganzen geht’s mir letztlich nicht einmal um die Hilfe/Assistenz und Notwendigkeit an Menschlichem (mit mir als «Endempfänger») selbst, sondern dass ich – in einer Zeit, wo viele mit ihrem Handy in ihre ganz eigenen digitalen Universen versinken und sozusagen von der sie umgebenden sozialen, analogen Welt wegbrechen – meinem Nächsten (als Endempfänger) die Möglichkeit biete, sich im «Menschsein» zu üben, indem er eben meiner Schwachheit aufhilft … Sorry… – das war wohl gerade etwas viel «Philosophisches». Aber auf die legitime Frage, was mir das alles denn bisher gebracht hat, könnte ich z. B. antworten, dass ich beim kürzlich erhaltenen Marketing-Anruf freundlicher als sonst war – ich dachte mir… «ach, der macht ja auch nur seinen Job – wir wollen mal ein bisschen Menschlichkeit walten lassen!» Daniel Matzenauer

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