DER NEUE ® FORD PUMA
Nr. 37 26. Jahrgang Donnerstag, 12. September 2024
RE/MAX Gelterkinden und Liestal
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Verfall und Konservation
Baschi rockte den Dorfplatz
Das Künstlerduo Maboart bespielt die Kunsthalle Palazzo mit einer Ausstellung.
- Revisionen - Mängelbehebung - Neuanlagen - Demontagen - Nutzung für Regenwasser
Gelungenes Jubiläumsfest
Mit einem zweistündigen Jubiläumskonzert bedankte sich Baschi bei seinen Fans. Seite 8
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Tank
Der Fussballverein Boca Bretzwil feierte am Samstag sein 20-Jahr-Jubiläum mit einem grossen Fest. Seite 13
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Weinernte 2024 hat begonnen
Kolumne
Angst und Hoffnung
Traubenlese Der Kampf gegen Schadpilze war in diesem Rebjahr die grosse Herausforderung
Ulrich Fluri
Mit der vorgestrigen Medienorientierung des Verbands der Weinproduzenten Region Basel-Solothurn unter dem Präsidium von Andreas Buser und dem Rebbaukommissär Urs Weingartner vom Zentrum Ebenrain wurde im Hofgut Birseck in Arlesheim der Weinherbst 2024 formell eröffnet. «Das Rebjahr 2024 – nur wenige erfreuliche Wochen für Rebe und Winzer.» Dieses übergeordnete Faktum stellte Urs Weingartner an den Beginn seiner Betrachtungen zum aktuellen Weinjahr. Dem setzte Andreas Buser in seiner allgemeinen Analyse den Lichtblick gegenüber, dass dank der exzellenten Arbeit und dem Fachwissen der Winzer auch in der Vergangenheit trotz einigen Wetterkapriolen immer sehr gute Weine auf den Markt kamen. Bei allem Optimismus: Das Rebjahr 2024 wird allen als schwierig und nass in Erinnerung bleiben. «Schon der Start war suboptimal», so Weingartner. Denn zwischen dem 17. und 24. April sanken die Temperaturen in der Region sechs Mal auf null Grad oder weniger. Zum Glück konnten die Reben die dadurch abgestorbenen jungen Schosse durch Austrieb der Nebenaugen kompensieren. Viel Nässe heisst viel Pflanzenschutz Das grösste Problem war indes die Nässe. So zeigte sich der Wonnemonat Mai wenig wonnig. Während im Durchschnitt der letzten zehn Jahre bei der Messstation Biel-Benken 88 Millimeter Regen fiel, kam es im Mai im oberen Baselbiet zu einem Niederschlagsüberschuss von 50 bis 70 Prozent und in der bisherigen Vegetationsperiode mit den Monaten Mai bis August zu 15 bis 30 Prozent mehr
Gut behangener Rebstock mit teilweise pilzbefallenen Beeren.
Regen als im Zehn-Jahres-Durchschnitt. Aufgrund der Nässe wurde der «Falsche Mehltau» zum Hauptgegner der Winzerinnen und Winzer. Diese Pilzkrankheit fand denn auch dank der vielen Niederschläge idealste Bedingungen. Diesem enormen Infektionsdruck konnte nur mit grosser Mühe Stand gehalten werden und verursachte viel Arbeit im Pflanzenschutz. Oft war der Boden so durchnässt, dass ein Befahren zur Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln gar nicht möglich war. Deutlich weniger limitiert waren jene Rebbaubetriebe, die zum Schutz
teorologischen Widerwärtigkeiten heuer nicht erreicht werden. Das tut der Qualität des Traubenguts jedoch keinen Abbruch, denn die Herausforderungen von Wetter und Biologie wurden von allen involvierten Akteuren des regionalen Rebbaus mit grossem Können und viel Hingabe gemeistert. Einem gelungenen Weinjahrgang 2024 steht deshalb kaum mehr etwas im Wege. Mit dem grossen Herbsten geht’s nun also für die Weissweine in rund einer Woche und für die Rotweine in etwa drei Wochen los.
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ihrer Reben vor Pilzbefall auf eine Sprühdrohne setzen. Weitere «Schädlinge» wie etwa die Fruchtfäulnis (Botrytis) führten dank dem eher trockenen August und ersten Septembertagen zu keinen Problemen. Im Weiteren hat die als invasiver Schädling gefürchtete Kirschessigfliege aufgrund des rigorosen Monitorings des Ebenrains und dem Einsatz der bekannten Abwehrmassnahmen etwas von ihrem Schrecken verloren. Die letztjährige mengenmässige Rekordmenge von total 996 Tonnen Trauben wird wegen den geschilderten me-
Foto: zVg
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Momentan liegen sie wieder einmal nahe beieinander, die Angst und die Hoffnung. Gerade eben habe ich eine Woche lang mit dreizehn Ü40-Jährigen Urlaub gemacht. Die gemeinsame Sportwoche zwischen Olivenbäumen und pfirsichfarbenen Sonnenuntergängen hat mich zuerst sehr nervös und dann sehr glücklich gemacht. Schliesslich ist es nicht selbstverständlich, dass so eine Ferienwoche ohne jegliche Gleichaltrigen funktioniert. Aber obwohl wir alle an ganz unterschiedlichen Punkten unseres Lebens stehen, konnten wir uns immer gut unterhalten, hatten viel Spass und lernten uns besser kennen. Tiefenentspannt und richtig zufrieden bin ich danach nach Hause gekommen. Und dann gewannen im Nachbarsland direkt am nächsten Tag zum ersten Mal seit 1945 Rechtsextreme die Wahlen. Überraschend kam dieser Sieg nicht, rechte Stimmungsmache ist schon lange kein Ausnahmephänomen mehr. Aber Angst macht es mir trotzdem. Denn rechter Hass und rechte Hetze sind ein sicherer Weg in eine Welt, in der es nur noch einigen wenigen gut gehen darf. In solchen Momenten ist es einfach, die Hoffnung zu verlieren und sich der Angst vor einer Zukunft, die längst angefangen hat, hinzugeben. Umso wichtiger ist es aber, dass wir uns mit anderen austauschen, auch über Altersgrenzen und Unterschiede hinweg. Denn nur, wenn wir als Gesellschaft zusammenstehen, bleibt eine andere Zukunft, eine, in der solche Wahlergebnisse ein schlimmer Ausnahmefall bleiben, möglich. Und nur so kann die Hoffnung stärker bleiben Sina Aebischer als die Angst.
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