Nr. 35 26. Jahrgang Donnerstag, 29. August 2024
DER® NEUE KUGA HYBRID
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Komfortabler und sicherer
Gelterkinden von Anfang an
Der Kanton informierte über die Erneuerung der Rheinstrasse von Liestal bis Pratteln.
Andreas Fischer stellte in einem Vortrag die archäologischen Highlights und Anekdoten vor.
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SCHREINEREI FENSTERBAU ZIMMEREI
Alte Liebe rostet nicht
In Bennwil kamen Liebhaber von alten Traktoren und Landmaschinen voll auf ihre Kosten. Seite 16
Kolumne
Künstliche Dummheit
Waldenburgerbahn Im Gespräch mit Edgar Strub auf der Fahrt von Liestal nach Oberdorf Edi Gysin
Edgar Strub, wohl der älteste Passagier, der je die WB nutzte.
in Magden sowie in Rheinfelden. In der Musikformation des Grenzschutzes spielte er das Flügelhorn. Nach dem Krieg fand Strub Arbeit bei der Liestaler Firma Singeisen und wechselte dann zu Karl Berger Büromaschinen bis er sich schliesslich unter dem Firmennamen «Edgar Strub Büro Organisation» selbstständig machte. Anstand und hohe Arbeitsmoral «In dr Schüüre umegloffe isch nid dröscht», das sei eine seiner Weisheiten gewesen, seine Vorstellung von Arbeitsmoral, wie Franz Degen anlässlich der Zugfahrt ins Waldenburgertal erzählte. Degen ist Mitgründer der Liedertswiler Firma Dero. «Von 1958 bis ins Jahr
2014 hat Strub in unserer Firma den Service unserer Büromaschinen besorgt», sagte Degen. Er habe manche Kenntnisse gehabt und viele Fertigkeiten beherrscht, «Drehen, Fräsen, Hobeln und Löten, all diese Gebiete der Metallbearbeitung» seien Strub vertraut, ergänzte Degen. Diese Fertigkeiten kommen ihm auch zupass bei seinem Hobby, dem Pistolenschiessen. Er ist ein gern- und vielgesehener Gast auf der Sichtern, wo er den Schiesssport pflegt, mit der Pistole auf die 25-Meter-Scheibe (siehe Artikel auf S. 9). «Sei gut zu den Menschen und fang keine Händel an», sind Strubs wichtigste Leitsätze. Davon wünschte man sich deutlich mehr in der heutigen
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Der älteste WB-Passagier Mit einem Lächeln im Gesicht trifft Edgar Strub bei der Haltestelle der Waldenburgerbahn auf dem Liestaler Bahnhof ein. Da ist weder ein Stock, noch eine andere Geh-Hilfe, nein, da ist ein alter Mann, der fröhlich und aufgestellt wirkt und 102 Jahre auf dem Buckel hat. Man darf wohl bei diesem Alter von einem alten Mann reden, obwohl Edgar Strub wirkt keinesfalls einfach alt. Er ist auf dem Laufenden, was läuft, besorgt seinen Haushalt selbstständig, was kochen und putzen betrifft, einzig die Wäsche, die besorgt ihm seine Tochter. Die 75-jährige Edith Domenighetti, die in Oberdorf daheim ist. Sein Sohn lebt im Waadtland, in der Nähe von Lausanne. Seine Frau ist vor 30 Jahren bereits verstorben, das Paar hatte zwei Kinder, eben eine Tochter und einen Sohn, drei Grosskinder sowie drei Urgrosskinder vervollständigen Strubs Familie. Lorenz Degen, Beirat WB-BLT, organisierte am vergangenen Freitagnachmittag eine WB-Fahrt mit Edgar Strub, zu der die Medien eingeladen waren. Zur Welt kam Strub in Arisdorf, am 1. August 1922 wurde er geboren, das war zwei Jahre bevor das Schweizer Radio auf Sendung ging. Die Schulen besuchte er in Arisdorf, es folgte die Bezirksschule in Liestal. Danach folgte eine Mechaniker-Lehre im Kleinbasel, bei einer Firma Schöpf. Den Arbeitsweg bewältigte Strub mit dem Velo, die täglichen 18 Kilometer verliehen ihm eine Robustheit fürs Leben. Im August 1943 zur Abschlussprüfung erschien er in der Armeeuniform, der Krieg forderte auch seinen Tribut. Er wurde gleich nach der Lehre in den Aktivdienst eingezogen, wie so viele seiner Generation. Er tat Dienst in Oberwil, Burg im Leimental,
Tank
Foto: E. Gysin
schnellen Zeit! Im Ausland war er einmal, es sei eine Reise gewesen, die er bei einem Wettbewerb gewonnen habe. Fünf Tage Griechenland, mit dem Flieger von Zürich nach Athen, erinnert er sich und «wir haben die Akropolis besucht.» An die Waldenburger-Bahn, die bis 1953 mit Dampf betrieben wurde, hat Strub zahllose Erinnerungen. Zur Zeit des Dampfbetriebs muss sie deutlich mehr Erlebnisse beschert haben als heutzutage. Man konnte sich als Velofahrer am hintersten Wagen anhängen. Nicht zur Freude des Zugpersonals. Aber man sei auch vom Russ schwarz geworden an den Händen und im dümmsten Fall sei auch das weisse Hemd betroffen gewesen.
Muss ich als Schreibender Angst vor der Künstlichen Intelligenz (KI) haben? Nicht im Geringsten. Ich habe den Chatbot GPT schon einige Male auf die Probe gestellt. Jedes Mal war das Ergebnis ernüchternd. Zuerst liess ich die KI eine Kolumne über ein Thema schreiben, das zu schreiben ich sowieso vorhatte. Der ausgespuckte Text war repetitiv, banal, nichtssagend und völlig humorlos; kurz: unbrauchbar. Danach wollte ich von der KI wissen, wer Susanna Carolina Faesch war. Diesen Namen gab ich deshalb ein, weil ich die Biografie dieser Dame aus dem 19. und 20. Jahrhundert sehr gut kenne. Das Ergebnis der Abfrage belustigte mich nachgerade: Der Chatbot GPT verortete Faesch in der Schweiz des 18. Jahrhunderts. Sie sei eine Dichterin, Schriftstellerin und Übersetzerin gewesen, die oft politische und soziale Themen behandelt habe und «eine wichtige Figur in der Schweizer Literaturszene ihrer Zeit» gewesen sei. Alle diese Aussagen sind totaler Unsinn. Wer in die Wikipedia geschaut hätte, wäre gleich eines Besseren belehrt worden. Als drittes liess ich die KI drei Schüttelreime für mich schreiben. Es kamen drei Vierzeiler heraus, die sich nicht reimten und keinen Sinn ergaben. Schüttelreime waren es auf jeden Fall nicht, weil der Chatbot GPT offenbar die Aufgabe nicht einmal ansatzweise analysieren und verstehen konnte. Die KI ist auf dem Gebiet kreativer Texte KD, künstliche Dummheit, weil sie nicht über gewisse menschliche Fähigkeiten verfügt: Bewusstsein, individuelle Bildung, Selbstkritik, Humor und Ironie. Thomas Brunnschweiler
Regierungsfoto im erneuerten Regierungsgebäude
Regierungsrätin Kathrin Schweizer, Regierungsrat Dr. Anton Lauber, Regierungspräsident Isaac Reber, Regierungsrat Thomi Jourdan, Regierungsrätin Monica Gschwind, Landschreiberin Elisabeth Heer Dietrich (v. l.). Foto: LKA/Dominik Plüss
Nach umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten sind Landrat und Regierungsrat, Landeskanzlei und Sicherheitsdirektion Ende Juni wieder ins Regierungsgebäude zurückgekehrt. Regierungspräsident und Baudirektor Isaac Reber hat das offizielle Foto seines Präsidialjahres im umfangreich erneuerten und nun wieder in neuem Glanz strahlenden Regierungsgebäude machen lassen. Im Regierungsgebäude werden als permanente Ausstellung verschiedene Werke aus der Sammlung des Baselbieter Kunstkredits gezeigt. Dieser wurde 1930 gegründet, um mit Werkankäufen Künstlerinnen und Künstler aus der Region zu fördern. Die beiden Bilder von Renée Levi auf dem Regierungsfoto tragen die Namen «Désirée 12/13» und zieren neu das Foyer des Landratssaals. Die in der Region lebende Künstlerin ist auch Autorin des Werkes «Tilo», welches seit der 175-Jahre-Feier der Bundesverfassung das Giebelfeld des Bundeshauses in Bern auszeichnet. Landeskanzlei
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