DONNERSTAG, 29. AUGUST 2024
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Gelungener Auftakt im Rittersaal auf Schloss Lenzburg: Die Musikalischen Begegnungen begeistern jedes Jahr aufs Neue.
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Musikalische Begegnungen überzeugen auf ganzer Linie
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Lenzburg Eine mitreissende Stimme, berühmte Melodien und klangschöne Töne: Sopranistin Viviane Hasler und die Neue Kurkapelle Baden haben die 41. Ausgabe der Musikalischen Begegnungen Lenzburg klangvoll eröffnet. ■
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ROMI SCHMID
Die 41. Ausgabe der Musikalischen Begegnungen Lenzburg vom 23. August bis 8. September steht unter dem Motto «Heimat». In ihrer Heimat, dem Kanton Aargau, trat die aus Nussbaumen stammende Sopranistin Viviane Hasler, gemeinsam mit der Neuen Kurkapelle Baden, am Freitagabend im Rittersaal auf Schloss Lenzburg auf. Stimmgewaltig und mitunter
fast etwas verrückt: So lässt sich der Auftakt zusammenfassen. Denn: Neben harmonischen Chansons auf Französisch gab die Sopranistin auch das etwas «verrückte» Stück «Façade» von William Waltons zum Besten, das jede Menge lautmalerische, beinahe dadaistische Nonsense-Texte enthält. Ob kreolische Chansons oder lautmalerische Texte: Viviane Hasler und die Neue Kurkapelle Baden überzeugten auf ganzer Linie und sorgten für tosenden Applaus.
Im Zeichen der «Heimat»
Im Vorfeld an das Eröffnungskonzert begrüsste Stefanie Jud, Präsidentin Musikalische Begegnungen, die Anwesenden im Schlosshof und dankte allen Gönnern und Unterstützern, bevor sie das Wort an Christine von Arx, Historikerin und Vorsitzende des Stiftungsrats der Villa Sonnenberg, übergab, die sich ihrerseits Ge-
Foto: Romi Schmid
danken zum Thema «Heimat» machte. «Heimat ist nicht etwas, das wir verteidigen müssen, sondern etwas, das wir erschaffen können. Sie ist ein Projekt, an dem alle mitarbeiten können», so die Historikerin. «Heimat ist eben dort, wo es einem nicht egal ist, wie etwas ist. Wo man sich engagiert, mitredet und gestaltet – so wie das die Musikalischen Begegnungen seit 1984 tun.» Im Anschluss an das Eröffnungskonzert fand am Sonntagnachmittag das Konzert «Air» mit Miriam Terragni (Flöten) und Raimund Wiederkehr (Gesang) im wunderschönen Salon der Villa Sonnenberg statt. Die nächsten Töne gibts schon heute Abend beim Konzert «Engiadina» um 20 Uhr im Gloria Coworking Lenzburg. ■
Musikalische Begegnungen Lenzburg: 23. August bis 8. September. Mehr unter www. mbl-lenzburg.ch.
Wochenlang hatten wir davon gesprochen. Und endlich, Mitte August, war es so weit. Unsere Tochter, die wir erst gerade noch gewickelt und herumRomi Schmid getragen hatten, stand schon um halb sieben in gespannter Vorfreude angezogen vor ihrem Zimmer. Und machte sich nach dem Frühstück mit ihrem riesigen Schulthek und mit ihrer Schwester, die ebenso freudig ihrem ersten Chindsgi-Tag entgegenfieberte, in Richtung Schule auf. Dort gab es Sonnenblumen, jede Menge Handyfotos und strahlende Gesichter, hie und da auch Freudentränen. Als ich mich nach der kleinen Begrüssungszeremonie auf den Weg zur Arbeit machte, gingen mir so manche Gedanken durch den Kopf. Ein paar drehten sich um meinen eigenen Schulstart vor 30 Jahren. Am Abend zuvor war mir mulmig zu Mute gewesen, weil ich nicht wusste, ob ich schon am ersten Schultag das ganze ABC beherrschen müsste. Es war dann alles halb so schlimm: Unsere Lehrerin, Fräulein Hunziker, spielte ein paar Lieder auf der Gitarre und war tiefenentspannt. Ob wir schon in der ersten Pause Himmel und Hölle spielten, weiss ich nicht mehr, aber bald schon taten wir es in jeder Pause. Was war das damals Anfang der 90er Jahre für eine andere Welt! Computer und Handys gab es noch keine. Und der Gipfel der ländlichen Coolness war ein Schulthek mit Original-Kuhfell drauf. Heute mag ein Kuhfell-Thek nicht mehr die coolste Ausrüstung sein, aber was den Schulstart betrifft, so bleibt dieses Ereignis wohl eines der markantesten im Leben. Denke ich an meine Schuljahre zurück, kommen mir nicht der Subjonctif oder Differenzialrechnungen in den Sinn, sondern meine Lehrer. Denn: Lehrer prägen einen fürs Leben. Spuren hinterlassen nicht nur die guten, so viel ist sicher. Sicher ist auch: Mit einem legendären Kuhfell-Thek aus den 1980er Jahren hätte ich damals auf dem Pausenplatz Kultcharakter erlangen können. Dass ich die Gelegenheit nie hatte, wurmt mich noch heute. Romi Schmid, Redaktorin
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