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LBA 28/2024 vom 25. Juli 2024

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DONNERSTAG, 25. JULI 2024

LENZBURGER WOCHE

Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.

PP 5600 Lenzburg · Nummer 30/31 · Post CH AG

SALZKORN Interurbane Gespräche 1880 wurde das erste Schweizer Telefonbuch gedruckt, mit 99 Einträgen. Seit Kurzem können die historischen Verzeichnisse online durchstöbert werden

Komfort-Bett «Lift»

Lift hilft Ihnen das Aufstehen vom Bett & Pflegen in gerader Position Irene Fischer und Christian Frey sind bereit für den Staufberglauf.

Foto: Ruedi Burkart

Hoffnung auf Olympia-Glanz

Staufen Am 36. Staufberglauf vom 18. August werden erstmals die Schweizer 10-Kilo meter-Meisterschaften ausgetragen. Kommt die nationale Elite in die Region? TÄGLICH VON 8 – 22 UHR GEÖFFNET www.bad-schinznach.ch

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RUEDI BURKART

I

n der Region hat sich der Lauf rund um den Staufberg in den vergangenen Jahrzehnten in erster Linie einen Namen als familien- und kinderfreundlicher Anlass gemacht. Die Bilder von Kinderwagen stossenden Eltern beim beliebten Familienlauf sind immer noch präsent. Heuer jedoch ändert sich das Bild. Der Familienlauf wie auch die Teamstafette fallen der erstmals durchgeführten nationalen Meisterschaft über die 10-Kilometer-Distanz zum Opfer. «Vor drei Jahren haben wir uns bei Swiss Athletics um die Durchführung der Schweizer Meisterschaft beworben. Im September 2023 erhielten wir die definitive Zusage», freut sich Christian Frey. Der 66-jährige Co-Präsident des

Organisationskomitees blickt der Premiere mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen. Grund: Frey, seit rund 25 Jahren im OK dabei und ab der 20. Durchführung Chef des Anlasses, gibt dieses Jahr seinen Rücktritt. Nachfolgerin wird die 41-jährige bisherige Co-Präsidentin Irene Fischer. «Ich weiss, ich trete in grosse Fussstapfen», sagt die neue alleinige Chefin mit einem Augenzwinkern.

Diesmal ist alles ein wenig grösser als sonst

Die Strecke des Staufberglaufs führt wie bisher vom Schulhaus im Dorf über Feld- und Waldwege rund um den Staufberg. Neu in diesem Jahr, und der Durchführung der Schweizer Meisterschaft geschuldet: Es gibt ein grosses Festzelt, zudem werden in den beiden Turnhallen des Dorfes geschlechtergetrennte Garderoben angeboten. Ebenfalls ein Novum werden die Dopingkontrollen von Swiss Athletics sein. «Es ist dieses Jahr alles ein wenig anders, grösser als sonst», sagt Fischer. Rund 150 Helfer sind in den Bereichen Sicherheit, Sanität, Streckensicherung, Aufund Abbau sowie Festwirtschaft aktiv.

Auf die Frage, ob die Durchführung der nationalen Meisterschaft eine einmalige Sache bleiben wird, erklärt Frey: «Das muss das neue OK entscheiden. Aber ich gehe davon aus, dass 2025 wieder ein normaler Staufberglauf durchgeführt werden wird.» Also wieder mit dem beliebten Familienlauf.

Hoffen auf Fabienne Schlumpf

Zuerst jedoch gilt es, die diesjährige Ausgabe zu stemmen. Bis zu 1000 Laufbegeisterte jeden Alters erwartet man am Fusse des Staufbergs, allein deren 500 werden an der Schweizer Meisterschaft an den Start gehen. Beim Organisationskomitee hofft man auf den einen oder anderen klingenden Namen. Die 33-jährige Zürcherin Fabienne Schlumpf, aktuelle Schweizer Marathon-Rekordhalterin, würde man beispielsweise gerne an der Startlinie sehen. «Wer weiss, vielleicht kommt sie als Olympiaheldin zu uns», orakelt Irene Fischer. In Paris wird Schlumpf über die Marathon-Distanz starten. ■

36. Staufberglauf: Sonntag, 18. August. Anmeldung und weitere Informationen unter www. staufberglauf.ch

Peter Buri

(historic.localsearch.ch). Lenzburg findet erstmal 1888 Erwähnung, als Teil der Telefonregion Zürich. Ein Jahr später tauchen erste Firmeneinträge auf: «Bertschinger & Co., Colonialwaaren», «Bertschinger, Baumeister, Bureau», «Elsner, Bierbrauerei, zum Schlossberg, Bierhalle Häusler», «Felsenkeller, Bierbrauerei, Comptoir», «Güterexpedition, S.C.B., Bahnhof», «Häusler & Langenbach, Cartonage», «Heer, D., Gasthof zur Krone» oder «Hemmann & Schwarz, Eisenhandlung». Die «direkt mit Aarau und Brugg» verbundene «Zentralstation Lenzburg» hatte eine «Dienstzeit» von «7, resp. 8 Uhr morgens bis 9 Uhr abends», und die «Taxen für interurbane Gespräche per 3 Min. Dauer» bewegten sich zwischen 50 Cts. (nach Bern) und 80 Cts. (nach Zurzach). Ab 1892 erscheinen weitere prominente Namen aus der Lenzburger Wirtschaftsgeschichte, wie «Henckell & Roth, Konservenfabrik», «Hünerwadel-Ringier, Bleicherei und Appretur», «Hypothekarund Leihkasse», «Langenbach J., Cartonnage» oder «Zweifel Alfred, MalagaKellereien». Bei den Privateinträgen sticht «Jessup, A.E., Schloss Lenzburg» heraus; der Amerikaner hatte damals die Burg gekauft und für seine Gattin Lady Mildred herrichten lassen. Nachzutragen gilt noch, dass es heute weltweit sieben Milliarden Telefongeräte gibt, Ende 2022 der Druck von Schweizer Telefonbüchern eingestellt wurde und aktuell ca. 3000 Lenzburger Einträge in Onlinedatenbanken verzeichnet sind. Und vielleicht nimmt ja der Stadtrat den Begriff «interurbane Gespräche» neu auf, um zum Telefon zu greifen und den kooperativen Austausch über die Stadtgrenzen hinaus zu intensivieren – damit das dynamische Möriken-Wildegg (neues Schulzentrum, neuer Bahnhof usw.) Lenzburg nicht noch weiter den Rang als Regionalzentrum abläuft. Peter Buri, Lenzburg

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