DER NEUE FORD KUGA®
Nr. 21 26. Jahrgang Donnerstag, 23. Mai 2024
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Mit Spitteler durch Liestal
Zum SpittelerGedenkjahr organisierte die Frenken-Bühne eine szenische Lesung/Führung. Seite 7
Erfolgreiches Schulprojekt
Weitere Erfolge
Vier Gelterkinder Schülerinnen der Primarschule weihten in Buus ein selbst gebautes Spielhaus ein. Seite 11
Am Qualifikationsturnier waren drei HopHop-Crews aus dem Studio1 aus Niederdorf erfolgreich. Seite 13
KARATE - KRAV MAGA
Kampfkunst - Selbstverteidigung
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Hölstein
Der Sonnenhof feierte 70-Jahr-Jubiläum Gelterkinden Eucharistie und Festakt am Pfingstmontag Paul Aenishänslin
Seit 1954 befindet sich der Sonnenhof in Gelterkinden im Besitz der Schwestern von Grandchamp, einer Ordensgemeinschaft, die seit den Dreissigerjahren des letzten Jahrhunderts in der Nähe von Neuenburg in der französischen Schweiz besteht. Vier französisch sprechende Schwestern haben am 20. Juni 1954 den Sonnenhof «Haus der Stille» als Aussenstation in der Deutschschweiz eröffnet. Heute, 70 Jahre später, ist der Sonnenhof ein wichtiger Ort geworden, der aus dem religiösen Leben des Kantons Baselland nicht mehr wegzudenken ist. Auch wenn im Sonnenhof gegenwärtig nur noch drei Schwestern von Grandchamp leben, und der Leitung von Schwester Mechthild Lang (63), seit 2013 Hausleiterin, ist das Angebot dieses «Hauses der Stille» vielfältig. Menschen, welche sich vom hektischen Alltag für einige Zeit zurückziehen wollen, das Gebet und die Stille suchen, und damit die innere Einkehr, können an Wochenenden oder einige Tage unter der Woche am Leben der Schwestern von Grandchamp auf dem Sonnenhof teilnehmen. Es gibt vier Gebetszeiten pro Tag, 8 Uhr, 12.10 Uhr, 18.30 Uhr und 20.30 Uhr. Die Schwestern legen grossen Wert auf einen herzlichen Empfang der Gäste. Während dem Aufenthalt besteht die Möglichkeit für ein Einzelgespräch. Unterstützung aus der Schweiz und Deutschland Ein Freundeskreis von gegenwärtig über 200 Mitgliedern (je hälftig aus der Schweiz und Deutschland stammend)
Festakt: Mechthild Lang spricht an der Jubiläumsfeier (4. v. l.).
unterstützt die Schwestern von Grandchamp seit zehn Jahren. Neu gibt es auch eine Weggemeinschaft, indem Frauen, ohne zur Gemeinschaft von Grandchamp anzugehören, voll am klösterlichen Leben auf dem Sonnenhof teilhaben können. Am Pfingstmontag, 20. Mai, gab es am späten Vormittag eine festliche Eucharistie (Liturgie und Abendmalfeier), dann ein gemeinsames Mittagessen und am Nachmittag einen eigentlichen Festakt zur Feier der 70 Jahre Sonnenhof. Es kamen viele Gäste. Die Freude war gross! Teilnehmende an diesem Jubiläumsfeierlichkeiten unterstrichen die Wichtigkeit dieses Haus der Stille und wünschen, dass es der Weggemeinschaft geschenkt ist, im Sonnenhof weiterhin den Gästeempfang zu ermöglichen.
Fotos: P. Aenishänslin
Schwester und Hausleitern Mechthild Lang vor dem Sonnenhof-Hauptgebäude.
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Kolumne
Ratten der Lüfte Ich werde momentan wieder regelmässig von ihnen geweckt, von den Ratten der Lüfte. Am Morgen dringt ihr penetrantes Gurren durch mein schlecht isoliertes Fenster zu mir, ein natürlicher Wecker, den ich leidenschaftlich verfluche. Sie tummeln sich auf meinem Balkon, stolzieren auf dem Geländer hin und her, als gehöre ihnen die ganze Wohnung, vielleicht sogar das ganze Haus. An Schlaf ist dann nicht mehr zu denken. Stattdessen bleibe ich noch ein paar Minuten liegen, halte mir die Ohren zu, merke, wie mich die immergleichen Geräusche immer stärker nerven. Wie ich unruhig werde. Dann springe ich allmorgendlich von ihnen angestachelt aus dem Bett und reisse das Fenster auf, um sie zu verscheuchen. Aber sie sind zutraulich geworden, lassen sich nicht mehr so leicht von mir vertreiben wie noch vor ein paar Wochen. Wenn ich dastehe mit wirrem Haar und Kissenabdrücken im Gesicht, starren sie mich bloss leicht verdutzt und vielleicht ein wenig verärgert an. Drehen mir den Rücken zu und spazieren zum anderen Ende ihres Zuhauses, das ja eigentlich mein Zuhause ist. Erst wenn ich wie eine Vogelscheuche aus der Balkontür stürme und wild mit den Armen wedle, flattern sie träge davon. Aber bevor ich mich dann zu sehr über die Tauben aufregen kann, fällt mir meistens wieder ein, dass ich vor ein paar Jahren statt von ihrem Gurren jeweils vom Brummen eines Wespennests geweckt wurde. Und da finde ich dann das Gurren und ein bisschen Taubendreck auf dem Balkon doch wieder eine ganz angenehme Alternative. Sina Aebischer
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