P.P. 2540 Grenchen Post CH AG
Donnerstag, 23. Mai 2024 | Nr. 21 | 85. Jahrgang
Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach BE: Romont, Lengnau, Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a. A., Rüti b. B., Arch, Leuzigen Inserate: Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, Tel. 032 654 10 60, e-mail: inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Redaktion: Tel. 032 652 66 65
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«Breitbandmuseum» wird 25 Jahre alt Was darf ein Museum kosten? Darüber war man sich Mitte der Neunzigerjahre in Grenchen nicht ganz einig. 50 000 Franken waren den einen Politikern zu viel, den anderen zu wenig. Schliesslich war diese Zahl das Startkapital für das heutige Museum Grenchen, das sein 25-jähriges Bestehen mit einer Sonderausstellung feiert.
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Es gab noch die eine oder andere Anekdote aus den Anfängen des Kultur-Historischen Museums, die der erste Stiftungsratspräsident Dr. Marco Leutenegger den zahlreichen Besuchern der Vernissage verriet. Er sei damals im Gemeinderat bei der Präsentation des Projekts etwas laut geworden, was ihm einen Rüffel des Gemeinderats eingebracht habe, sagte Leutenegger mit einem unverhohlenen Schmunzeln. Der ehemalige hauptamtliche Direktor des Museums Altes Zeughaus in Solothurn warb damals im Kantonsrat für einen Beitrag aus dem Lotteriefonds. Er sprach von einem «Breitbandmuseum» und wurde prompt von der damaligen Regierungsrätin Ruth Gisi gefragt, was er damit meine. «Ganz einfach«, antwortete er, «ein Museum, das die ganze Bandbreite der Grenchner Geschichte zeigt.» Mit der ersten Ausstellung wurde dieser Anspruch deutlich manifestiert
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Museumsleiterin Dr. Anne E. Hasselmann mit dem ersten Stiftungsratspräsidenten Dr. Marco Leutenegger (Mitte) und dem Grenchner Kantonsrat Remo Bill (rechts). und ein Bogen von der Jungsteinzeit bis ins 20. Jahrhundert geschlagen. Verantwortlich für den Aufbau des Museums war die damalige Leiterin des Kulturamtes Grenchen, Iris Minder. Der damalige Stadtbaumeister Claude Barbey und der Architekt Renato Delfini kümmerten sich um den Um- und Ausbau der städtischen Liegenschaft an der Absyte. «Entstanden ist ein Museum, auf das wir heute stolz sein kön-
nen», leitete Stadtpräsident François Scheidegger die Vernissage ein. «Ein Museum weckt Verständnis für den Ort und zeigt das Leben und Wirken eines Gemeinwesens und wie es sich entwickelt hat.» Damit erfülle ein historisches Museum eine wichtige Aufgabe für die Stadt. Die aktuelle Ausstellung zeigt 25 Objekte von gestern, ab dem 5. September 25 Objekte von morgen.