Skip to main content

ObZ vom 16. mai 2024

Page 1

Nr. 20 26. Jahrgang Donnerstag, 16. Mai 2024

Buchbinderei Farben Kurse Markus Schwab

www.buchbindereischwab.ch Hauptstrasse 13 c in Hölstein

TEAM Felber / 061-927 88 49 Immobilien Liestal

urs.felber@remax.ch / www.remax.ch/urs_felber

Verstärkt – um weiter erfolgreich lokale und regionale Immobilien zu vermarkten

Die Wochenzeitung für das obere Baselbiet GZA/P.P.A 4410 Liestal Post CH AG redaktion.obz@chmedia.ch • 061 927 29 00 • inserate.obz@chmedia.ch • 061 927 26 70

Banntag in Frenkendorf

Zwei Rotten liefen getrennt zum Rastplatz auf dem Gemeindeacker. Seite 5

Banntag und Jubiläum

Mit einem besonderen Banntag feierte Rickenbach an Auffahrt sein 750-JahrJubiläum. Seite 7

P. Schweizer AG, Ihr SEAT Service im Baselbiet.

Olympic Fire in Langenbruck

Mit einem Konzert zum Muttertag verzauberte die Musikgemeinschaft OWL das Publikum. Seite 13

SEAT SERVICE

P. Schweizer AG. Lausenerstr. 27 | 4410 Liestal +41 61 975 83 83 | seatpartner.ch/schweizer

Kleider, die Erinnerungen wecken

Die Liestaler Firma Hanro stellte nicht nur Unterwäsche her. Die neue Publikation «Hanro. Mode aus Liestal 1884–1991» greift beispielhafte Kleidungsstücke heraus und bettet sie in den firmen- und modehistorischen Kontext ein. Foto: Archäologie und Museum Baselland

grafien, Illustrationen, Reklamen, Etiketten und Verpackungen – auch hier lässt sich ablesen, wie sich die Bildsprache im Lauf der Zeit verändert hat. Für ihre Kampagnen gewann Hanro in den 1990er-Jahren wiederholt internationale Awards der Werbeindustrie. Emotionale Geschichten Für die Baselbieter/-innen und insbesondere die Liestaler/-innen stellt die Hanro sowieso ein bedeutsames Stück Lokalgeschichte und Kulturerbe dar. Aber auch Leute, die von weiter her kom-

Schönenwerd/Aarau · fashionfish.ch

Binär

Marc Schaffner

nem floralen, blau-weissen Muster. Die «Cheminée-Jupes» in den 1960er- und 1970er-Jahren waren dazu gedacht, zuhause am Kaminfeuer getragen zu werden und griffen zeittypische Muster auf (siehe Bild oben). Mit der Linie «pi, pa & po» wurde 1987 versucht, eine jüngere Kundschaft anzusprechen, ebenfalls mit den damals zeitgemässen Farben und Schnitten. Übrigens stellte Hanro auch Artikel für Männer her, allerdings weitaus weniger als für Frauen. Genauso spannend wie die Kleider an sich sind die Werbefoto-

10–18.30 Uhr

Kolumne

Mode aus Liestal Erstmals ist ein Buch über die Hanro-Sammlung erschienen Die «Hanro-Sammlung» ist eine Fundgrube für Forscher/-innen, die sich mit der Geschichte der Mode und der Textilindustrie beschäftigen. Es ist kein Museum, keine Ausstellung, sondern das Depot, in dem das Liestaler Textilunternehmen von den Kleidungsstücken, die es auf den Markt brachte, jeweils ein oder mehrere Exemplare aufbewahrte. Diese Praxis war zwar in der Modebranche früher nicht unüblich; das Spezielle der Hanro-Sammlung, die 2015 an den Kanton Baselland überging und neben den 20 000 Textilien auch 70 Laufmeter Dokumente umfasst, ist jedoch, dass sie sehr gut inventarisiert ist und sich zentral am ursprünglichen Firmenstandort befindet. Studierende werden hier ausgebildet und mittels Führungen (die gegen einen Unkostenbeitrag von allen gebucht werden können) wird das hier konzentrierte Wissen interessierten Personen zugänglich gemacht. Was bisher fehlte, war eine Publikation in Buchform. Die Abteilung «Archäologie und Museum Baselland» der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion füllt diese Lücke mit dem Buch «Hanro. Mode aus Liestal 1884–1991». Das reich bebilderte, knapp 200 Seiten starke Werk ist ein Streifzug durch gut hundert Jahre Modegeschichte. Diese beginnt beim «Cache Corset», einem gestrickten, verzierten Unterhemd, das wahlweise über einem Korsett oder anstelle eines Korsetts – als bequemere, moderne Alternative – getragen werden konnte. Weniger bekannt ist, dass Hanro neben bequemer, hochwertiger Unterwäsche auch Kleider herstellte und vermarktete. Die Frühjahrskollektion von 1958 enthielt beispielsweise ein damenhaftes, elegantes Kostümkleid mit ei-

Offen am Pfingstmontag 20.05.2024

men und an einer Depot-Führung teilnehmen, verbinden die Hanro-Artikel mit Emotionen und Erinnerungen. «Es sind sehr schöne Geschichten, die hervor kommen», meint Madeleine Girard, eine der drei Autorinnen des Buches. Eine Besucherin habe beispielsweise das rote Kleid entdeckt, das sie 1968 von ihrem Vater geschenkt bekam, weil er wollte, dass sie gut gekleidet zum sonntäglichen Frühstück erschien. Bei Führungen komme es zu interessanten Kontakte, ergänzt Mitautorin Leonie Häsler. Fortsetzung auf Seite 2.

Das Wort «binär» bedeutet «paarweise» und wird in verschiedenen Bereichen gebraucht. Noch immer gibt es Leute, die glauben, die natürliche Geschlechterordnung sei binär; es gebe nur Frauen und Männer. Das Leben war und ist aber nie binär. Bereits in der Antike kannte man Hermaphroditen, d. h. Intersexuelle. Und die mythologischen «Metamorphosen» von Ovid zeigen, wie fliessend die Übergänge selbst zwischen verschiedenen Lebensformen und Bereichen sein konnten. Menschen konnten sogar in Pflanzen, Tiere oder Sternbilder verwandelt werden. Die Antike war also geprägt von einer ungeheuren Fluidität. Wenn Nemo, der ESC-Gewinner, also singt «I broke the code» («Ich brach den Code»), so ist dieser binäre Code gemeint. Nemo will als nonbinärer Mensch gelesen werden und nennt sich «Niemand». Nemo unterläuft mit diesem Namen die binäre Kenntlichmachung seiner/ ihrer Identität. Dieses Motiv kennen wir aus der Odyssee von Homer, wo Odysseus dem Riesen Polyphem den Bären aufbindet, er heisse «Niemand». Die digitale Welt ist tatsächlich binär aufgebaut. Es gibt nur die 0 und die 1 – sonst nichts. Auch dies ist eine massive Einschränkung. Nemo, verdiente Siegerperson des ESC, spielt auf die digitale Binarität an, wenn es heisst: «Irgendwo zwischen den Nullen und Einsen, dort habe ich mein Reich gefunden. Mein Herz schlägt wie eine Irgendwo zwischen den Nullen und Einsen …» Das tönt revolutionär, ist aber eine Rückkehr zu jener Offenheit der Antike, die uns durch die christliche Morallehre verloren gegangen ist. Thomas Brunnschweiler

Fine Jewelry from Liechtenstein

GLATT & FANKHAUSER AG BODENBELÄGE & PARKETT

LIESTAL & BUBENDORF

Oristalstrasse 85 4410 Liestal Tel. +41 61 921 94 35 info@glatt-fankhauser.ch www.glatt-fankhauser.ch

Gratis Zopf In Ihren TopShops der

LANDI Reba AG

ARLESHEIM

24. – 26. Mai 2024 3 Konzerte in Langenbruck 7. Langenbrucker Konzertfrühling

«BRASS!» info: www.kulturbruck.ch

Orgel NACHT 7. Liestaler

Aesch, Bubendorf & Gelterkinden TopShop Aesch TopShop Bubendorf TopShop Gelterkinden

Öffnungszeiten Montag – Samstag 6 – 22 Uhr Sonntag 7 – 21 Uhr agrola.ch

Freitag, 24. Mai 2024 18.30 – 23.00 Uhr Stadtkirche Liestal

GUTSCHEIN

9 Kurzkonzerte –

«HORIZONTE» Eintritt frei - Kollekte

www.liestaler-orgelmusik.ch

(02/24)

1 Zopf à 350g Einlösbar im AGROLA TopShop Aesch, Bubendorf & Gelterkinden Gültig jeweils Sa & So bis 30. Juni 2024 | bei einer Tankung ab 20 Litern | nicht kumulierbar | solange Vorrat


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
ObZ vom 16. mai 2024 by AZ-Anzeiger - Issuu