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LBA 20/2024 vom 15. Mai 2024

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DONNERSTAG, 16. MAI 2024

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Foto: Andreas Walker

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Seetal In der Nacht vom 10. auf den 11. Mai waren über dem Seetal spektakuläre Polarlichter zu sehen. Ursprung dieses Phänomens ist unsere Sonne, die mit dem Sonnenwind geladene Teilchen zur Erde schickt. ■

in dieser Intensität konnten über dem Aargau letztmals vor 20 Jahren gesehen werden. In einem Zyklus von 11 Jahren erreicht die Sonne ein Aktivitätsmaximum. Dabei treten auffällig viele Sonnenflecken auf. Tatsächlich waren in den letzten Tagen sehr viele Sonnenflecken vorhanden. Dabei erstreckte sich eine gigantische Sonnenfleckengruppe mit dem 15-fachen Durchmesser der Erde über unser Muttergestirn.

ANDREAS WALKER

W

enn die Sonnenaktivität steigt, erscheinen vermehrt intensive Polarlichter. Diese Erscheinung, die normalerweise in hohen geografischen Breiten auftritt, kann in seltenen Fällen auch bei uns beobachtet werden. In der Nacht vom 10. auf den 11. Mai waren über dem Seetal intensive Polarlichter am Himmel zu sehen. Ein heftiger Sonnensturm schickte geladene Teilchen in Richtung Erde, die die Polarlichter verursachten. Dabei treffen diese geladenen Teilchen auf die hohe Atmosphäre und bringen sie zum Leuchten – wie eine gigantische Leuchtstoffröhre. Polarlichter

Polarlichter und Stromunterbrüche

Beim Ansturm der energiereichen Teilchen auf die Erde können elektrische Ströme in Überlandleitungen oder Ölpipelines erzeugt werden. Ausserdem kann es zu Unterbrechungen in der Stromversorgung sowie zu Korrosionsschäden an den Rohren von Pipelines kommen. Auch Handynetze oder GPSSysteme sind gefährdet. In der Nacht vom 1. auf den 2. September 1859 erfolgte ein extrem starker Sonnensturm, der Polarlichter produzierte, die bis nach Rom, Havanna und Hawaii sichtbar wurden. Der Sonnensturm verursachte Starkströme in den

Telegrafenleitungen in Nordeuropa und Nordamerika, sodass diese Funken schlugen. Das erst gerade weltweit installierte Telegrafennetz wurde massiv beeinträchtigt. In der Nacht zum 13. März 1989 nahm die Häufigkeit und Stärke der Polarlichter nach einer grossen Sonneneruption sehr stark zu. Der von der Sonne hereinprasselnde Teilchenschauer verursachte in der kanadischen Provinz Quebec eine Überlastung des Stromnetzes und führte zu einer Unterbrechung der Elektrizitätsversorgung im Gebiet um Montreal. Dabei fielen Verkehrsleitsysteme, Flughäfen sowie die Fernwärmeversorgung aus. Sechs Millionen Menschen waren von diesem Ereignis betroffen. Ebenso führte ein starker Sonnensturm am 20. November 2003 zu einem Stromausfall in Südschweden. An diesem Tag konnten auch im Aargau intensive Polarlichter beobachtet werden. Das Aktivitätsmaximum dieses Sonnenzyklus wird voraussichtlich Ende 2024/Anfang 2025 erwartet. Es ist deshalb möglich, dass wir innerhalb der nächsten zwei Jahre wieder Polarlichter bei uns sehen können.

Herr und Frau S c hwe i ze r s i n d Schleckmäuler. Logisch, im Herkunftsland der besten Schokolade der Welt. Auch wenn die Toblerone mittlerRinaldo Feusi weile zu einem Teil in der Slowakei produziert wird, gibt es in diesem Land noch immer andere Unternehmen, die dem Standort Schweiz die Treue halten. Wir danken es den Schoggiproduzenten mit einem jährlichen Pro-Kopf-Konsum von 11 Kilogramm. Als Sinnbild: Das sind gewichtsmässig gut drei Babys. Ich gebe zu: ein absurder Vergleich. Doch seit ich in den Dreissigern bin, spriessen in meinem Umfeld Babys wie Pilze aus dem Boden. Da kam mir grad nichts Besseres in den Sinn. Aber nicht nur Schokolade konsumieren die Schweizerinnen und Schweizer sehr gerne. Auch Glace erfreut sich grosser Beliebtheit. Und da die Hochsaison für die gefrorene Köstlichkeit beginnt, ging ich auf Recherche. Schnell stösst man auf beeindruckende Zahlen. Vor allem 2020 sticht hierbei heraus: fast 15,4 Kilogramm Speiseeis konsumierten wir in diesem Jahr – wohl Seelennahrung während Covid. Seither nahm der Konsum ab und bleibt dabei knapp unter der 6-Kilogramm-Grenze. Was zusammen mit der Menge an Schokolade und anderen Schleckereien wohl immer noch genug ist, um jeden Zahnarzt des Landes frohlocken zu lassen. Viele der publizierten Zahlen kommen von Branchenverbänden. Was sich darin immer mehr abzeichnet, ist, dass wir weniger Industrie-Glace konsumieren, während kleine Produzenten von Absatzsteigerungen berichten. Immer beliebter werden Gelaterias und Kleinproduzenten für Restaurants. Ich spüre diesen Wandel selbst. Schmeckte vor zehn Jahren der Coupe Romanoff in zehn Beizen gleich, macht es heute einen Unterschied, wo ich den Eisbecher verspeise. Auch immer mehr Küchen produzieren ihr Speiseeis wieder selbst. Jetzt müsste man es nur noch hinbekommen, dass Beeren wieder nach etwas schmecken. Wer das schafft, gewinnt mich als Stammkunden und sichert sich meine «Heisse Liebe». Rinaldo Feusi

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