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LBA 18/2024 vom 2. Mai 2024

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DONNERSTAG, 2. MAI 2024

LENZBURGER WOCHE

Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.

PP 5600 Lenzburg · Nummer 18 · Post CH AG

SALZKORN Das Unvorstellbare

Komfort-Bett «Lift»

Lift hilft Ihnen das Aufstehen vom Bett & Pflegen in gerader Position Erwin Häberli und Edri Ademaj: Das alte Fahrzeug noch in Weiss. Das neue im auffälligen Grün.

Foto: Rinaldo Feusi

Ein neues Bijou für die Rettungssanität TÄGLICH VON 8 – 22 UHR GEÖFFNET www.bad-schinznach.ch

Lenzburg Der 6. Mai ist Geburtstag und Weihnachten zusammen für die Sanität Aargau Mitte. Ihr neues Dienstfahrzeug wird eingeführt. ■

Heizöl 0800 062 062 oder oelbrack.ch

RINALDO FEUSI

D

ie Sanität Aargau Mitte aus Lenzburg fährt jährlich rund 1750 Fahrten. Aufträge kommen von überall. Wohnquartieren, Autobahnen, Feldwegen. So kommt es, dass sich bei einem Sanitätsfahrzeug gerne mehrere Hunderttausend Kilometer in wenigen Jahren ansammeln können. Der bisherige Wagen liess während gut 5 Jahren über 300 000 Kilometer hinter sich. «Und es sind ungesunde Kilometer», berichtet Erwin Häberli, Mitinhaber der Sanität Aargau Mitte AG. Schneckentempo gibt es beim Notfall keine und somit wird das Fahrzeug auch nicht verschont. Nun

konnte ein neues Einsatzfahrzeug beschafft werden, zwischen Bestellung des Fahrzeugs und der Auslieferung vergingen nun volle zwei Jahre.

sind nicht günstig. Das neue Fahrzeug kostet gut 450 000 Franken. «Aber das leisten wir uns. Die ganze Mannschaft erfreut sich am neuen Fahrzeug», verrät Häberli.

Fast eine halbe Million

Weniger Einsätze auf dem Land und manchmal auch Unnötiges

Der neue Wagen ist wesentlich moderner als der bisherige. Die Trage bewegt sich elektronisch und nicht mehr von Hand. Ebenso ist er geräumiger, was ein wichtiger Faktor bei der Beschaffung war. «Wir verbringen viel Zeit im Auto», erklärt Häberli. «Und diese Zeit ist meist sehr intensiv.» Im Fahrzeug selbst findet man Sauerstoffflaschen, viel Gerätschaft, Medikamente und alles, was im Notfall wichtig ist. Durch speziell kalibriertes Licht und Fensterverdunkelung kann für jeden Patienten und jede Situation die notwendige Beleuchtung geschaffen werden. «Besteht ein SchädelHirn-Trauma, darf das Licht nicht zu grell sein. Muss man offene Wunden behandeln, darf es aber auch nicht zu dunkel sein», so der Sanitäter. Technologie und Ausstattung

Beim Rettungsdienst besteht dasselbe Problem wie in den Notfallpraxen: «Viel Unnötiges würde gemeldet», so Häberli. Er fügt hinzu, dass die Landbevölkerung im Allgemeinen vernünftiger ist als die Städter, daher kommen auch weniger Meldungen vom Land: «Man muss die Gesundheit ernst nehmen, aber manchmal fragt man sich schon.» Um nicht unnötig die Sanität zu bemühen, führt eine Evaluation im Vorfeld zur Besserung. Die Aufträge werden zuerst der Sanitäts-Notrufzentrale 144 übermittelt, diese entscheidet das weitere Vorgehen und sendet das nächst gelegene Einsatzmittel. Notfälle müssen immer per Telefon an die Nummer 144 gemeldet werden.

In ferner Vorzeit, also vor gut zehn, zwanzig Jahren, gehörte der Gang an einen Bancomaten zur wöchentlichen Routine. Durch Drücken des ZahlenFritz Thut codes – nein, nicht das Geburtsdatum, aber als Eselsleiter sonst ein wichtiger Lebensmarkstein – wurde der Saldo des abstrakten Bankkontos um ein paar hundert Franken reduziert und das Portemonnaie physisch um einige Scheine ergänzt. Bei «wurde» ist das Imperfekt bewusst gewählt. Denn inzwischen ist der Gang an den Bancomaten fast so rar geworden wie Schneefall im Monat Mai. Alle Geldtransaktionen erfolgen heute bargeldlos. Das Handy ist nicht nur Auskunftsbüro, Billettschalter, Spielkonsole, Kommunikationszentrale und vieles mehr, sondern auch ein voll ausgebauter Bankschalter. Mit E-Banking werden via Smartphone die mittlerweile meistens digital eintrudelnden Rechnungen beglichen. Mit dem eBillSystem geht’s noch einfacher; da rauscht die Rechnung direkt zur Bank und muss nur noch bestätigt werden. Kreditkarten machen das Bezahlen im Alltag noch bequemer. Überall kann damit gezahlt werden. Das vor Jahrzehnten als angeberische Geste verpönte Zücken des Plastikkärtchens ist heute allgegenwärtig. Aber auch nicht mehr der neueste Stand: Meine «Visa»Karte ist heute in meiner Swatch «versteckt»; schon bald wird man mit einem programmierten Fingerring Rechnungen begleichen. Selbst am Jasstisch werden Schulden heute bargeldlos verrechnet – via Twint. Nur, was passiert, wenn das Handynetz ausfällt? Wenn ausgerechnet «meine» Bank Opfer eines in diesem Ausmass noch nie dagewesenen Cyberangriffs wird? Weltweit das ganze Finanzsystem kollabiert? Unvorstellbar? Das haben wir vor vier Jahren im Bereich Gesundheit auch gedacht – und dann kam Covid. Vielleicht hat mein noch konservativerer Bruder doch recht: «Nur Bares ist Wahres.» Fritz Thut, ehemaliger Redaktionsleiter

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