DONNERSTAG, 28. MÄRZ 2024
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An den letzten Aufführungen begeisterten die Schauspielerinnen und Schauspieler. Das soll auch 2026 so sein.
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Staufen In zwei Jahren wird auf dem Staufberg wieder ein Freilichttheater aufgeführt. Nach vier Jahren Unterbruch kommen Geschichten aus der Hero. ■
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ür 2026 ist das nächste Freilichttheater auf dem Staufberg geplant. Das OK arbeitet momentan an einem Stück rund um die Hero. In diesem Jahr plant der Produktionsleiter Markus Moser zusammen mit dem Autor und Regisseur Peter Locher eine komplette Eigenproduktion, wofür sie bereits wieder am Werk sind. Das bedeutet etliche Stunden historischer Aufarbeitung durch bestehende Literatur, Gespräche mit Kennern und Einheimischen sowie das Herausfiltern eines roten Fadens aus der Masse an Informationen. Moser und Lo-
cher scheuen keinen Aufwand, denn die Qualität der Aufführungen sei ihr Markenzeichen, und die beginne hinter den Kulissen.
burgern. Oder genauer: nicht allen Lenzburgerinnen. «Auch hierfür haben wir Zeitzeugen gefunden», berichtet Locher.
Jede Information ist Gold wert
Trotz des professionellen Umgangs mit Informationen ist auf dem Staufberg keine Geschichtsstunde zu erwarten. Vielmehr als die Geschichte der Hero zu erzählen, will das Stück die Geschichten thematisieren, die mit der Hero verbunden waren. Deshalb soll auch viel Fantasie auf der Bühne Platz finden. «Wir wollen unterhaltsames und schönes Theater machen. So wie man es von uns gewohnt ist», sagt Moser. Ausserdem verspricht er bereits jetzt: «Der Zuschauer wird auch diesmal eine interessante Geschichte zu sehen bekommen und man wird auch herzhaft lachen können.»
Bei der historischen Aufarbeitung ist Peter Locher noch auf der Suche nach Zeitzeugen aus der Gründerzeit. Über spätere Epochen haben die beiden schon viel Material. Auch Markus Moser erzählt von seinen Erfahrungen: «Als Kind habe ich in Staufen Trübeli für die Hero gesammelt. Hierzu gibt es unzählige interessante Geschichten. Ein Freund von mir wollte schlau sein und füllte die Hälfte seines Eimers mit Gras, um schneller fertig zu sein. Das wurde zu seinem Nachteil bemerkt.» Doch nicht nur über Kinder gibt es Lustiges. Teile der Literatur bestätigen, dass viele junge Italienerinnen in der Dosenfabrik arbeiteten und während dieser Zeit in der Stadt wohnten. Ihnen sind die Männer hier nicht entgangen. Das passte nicht allen Lenz-
Ein Theater und kein Referat
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Wer Informationen und Erinnerungen zur Hero hat, darf sich bei Peter Locher melden: info@peterlocher.ch
«Ach wie stillos, so richtig geschmacklos!». Dieses vernichtende Urteil habe ich nicht nur gedacht, sondern hin und wieder mit dem Brustton der Überzeugung Tinu Niederhauser auch laut ausgesprochen. Die auslösenden Situationen sind dabei sehr unterschiedlich: Oft sind es visuelle Ungeheuerlichkeiten, bunkerartige Protzbauten, biologisch tote Steingärten, verunglückte Werbeplakate oder modische Entgleisungen. Als Kommunikationstrainer interessiert mich jedoch am meisten unsere Sprache. Auch hier können Menschen ungeheuerlich stil- und geschmacklos unterwegs sein, zum Beispiel dann, wenn sie ihre privatesten Themen lauthals durch den Zug telefonieren oder wenn ich in den sogenannten sozialen Medien höchst asoziale Kommentare lese, die weder inhaltlich substanziell noch respektvoll in der Tonalität sind. Inzwischen hat dieser Kommunikationsstil leider auch die politische Auseinandersetzung erreicht. Da werden missliebige, politische Kontrahenten öffentlich an den Pranger gestellt. Nichts gegen einen Kampf der Argumente in einem fair geführten politischen Diskurs. Das ist die Stärke unserer Demokratie. Das gilt es, auszuhalten. Das überzeugendere Argument gewinnt. Wenn aber öffentliche Plattformen missbraucht werden, um politisch Andersdenkende als Person zu diffamieren, dann sind für mich die roten Linien des Anstandes und Respekts überschritten. Das ist für mich schlicht schlechter Stil. Ihr Einwand ist berechtigt: Wie anmassend, davon auszugehen, dass der Schreibende weiss, was guter Geschmack, was eine stilvolle Debatte ist. Um Sicherheit in Stilfragen zu erlangen, gibt es einige gute Möglichkeiten: Inspiration durch ausgewählte Vorbilder, Bildung und Erfahrung, die Wahl eines kulturellen Umfeldes und die Fähigkeit, kritisch über verschiedene Stile und Ästhetik sowie vor allem über sich selbst nachzudenken, sei dies allein oder mit stil- und geschmackvollen Mitmenschen. Und ja, das ist ein Weg, der sich zu gehen lohnt. Denn der Anspruch an Stil ist Stil. Tinu Niederhauser, Kommunikationsexperte
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