DONNERSTAG, 21. MÄRZ 2024
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Der neue CEO Silvan Hilfiker und die scheidende Marianne Wildi, die neu im Verwaltungsrat sein wird.
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Hoch erfolgreiches Jahr für die Hypothekarbank Lenzburg Am vergangenen Wochenende trafen sich über Tausend Aktionärinnen und Aktionäre in der Schützi. ■
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ährend zweieinhalb Stunden fanden sich in der Mehrzweckhalle Schützenmatt in Lenzburg die Gäste der Generalversammlung der Hypothekarbank Lenzburg ein. Es war eine besondere Generalversammlung. Dies war vor allem den Personalien zuzuordnen. Aber auch eine Dividendenerhöhung von fünf Franken brachte Freude. Ihre Hypothekarbank hatte ein ausserordentlich erfolgreiches Jahr zu vermelden. Die Strategie entpuppt sich als Cash Cow in vielen Bereichen, allerdings sind hier
auch die Zinsentscheide der Nationalbank zu nennen. Die Zeit des billigen Geldes sei gemäss Gerhard Hanhart vorbei. Der Geschäftsertrag stieg um 26,5 Prozent auf 111 Mio. Franken. Das Anlagengeschäft legte zu und auch Kommissions- und Dienstleistungsgeschäfte wuchsen. Zwar stieg auch der personelle Aufwand stark. Doch am Ende der Jagd werden die Hasen gezählt: Mit 21,2 Mio. Franken Gewinn zeigt die Hypi, dass sie eine verlässliche Partnerin ist. Der Aktienwert steigt auf 120 Franken pro Aktie.
Bisherige gehen, Neue kommen und eine bleibt ganz sicher
Die Generalversammlung der Hypothekarbank von letztem Wochenende stand im Zeichen des Wandels. Marianne Wildi wurde mit tosendem Applaus als CEO verabschiedet und mit überwältigender
Mehrheit von über 97 Prozent in den Verwaltungsrat gewählt. Ebenfalls durfte sich der neue CEO Silvan Hilfiker vorstellen. Der Bankier, der zuvor schon bei der CS und NAB in wichtigen Führungspositionen tätig war, ist ausserdem Chef der FDP-Fraktion des Grossen Rates und damit im Aargau bestens vernetzt. Er konnte die Anwesenden Aktionärinnen und Aktionäre von sich überzeugen. Mit Lenzburg sei er zwar noch nicht so vertraut. Er habe aber vor einigen Jahren einmal auf einer Lernfahrt ein Polizeiauto in der Stadt beschädigt. Ebenfalls demissionierte Therese Suter nach 17 Jahren aus dem Verwaltungsrat. Der Präsident des Verwaltungsrates Gerhard Hanhart meinte ebenfalls, dass er heuer zum zweitletzten Mal auf dem «Böckli» stehen würde. Er meinte damit konkret, dass er im nächsten Jahr zurücktreten wird.
Wie merkt man eigentlich, dass man sich am richtigen Ort befindet? Ist es die Gesellschaft, mit der man unterwegs ist? Ist es ein Gefühl des Bekannten? Ist es ein Rinaldo Feusi Sich-nicht-mehrüber-den-Nebel-Aufregen? Oder vielleicht alles zusammen? Heimat ist ein besonderer Begriff. Denn er beschreibt viel mehr ein Gefühl als eine geografische Lage. Je nach Interpretation kann es Herkunft, Standort, Kultur, Tradition oder Gott weiss was sein. Meine Heimat ist mittlerweile der Aargau. Vor gut acht Jahren zog ich hierher. Nach zwei Jahren wollte ich die Zelte abbrechen. Doch ich blieb. Mittlerweile wüsste ich keinen Grund mehr, von hier wegzuziehen. Ich identifiziere mich mit dem «Brotkorb der Schweiz». Her komme ich zwar aus Graubünden. Als Wahl-Aargauer geht es mir aber gut. Gemäss meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei meine Rüeblitorte echt gut. Mein Lieblingsgemüse ist das Küttiger Rüebli und auch die ein oder andere Aargauer Weinflasche verirrt sich immer wieder in mein Einkaufswägeli. Nach bald sechs Monaten bei dieser Zeitung fühle ich mich auch ziemlich zuhause in Lenzburg und der Region. Obwohl ich weder in der Stadt noch in der Region wohnhaft bin. Tatsächlich führt das zu Überraschungen. So wurde ich am Wochenende von jemandem gefragt, «ob denn dieses Lenzburg ein Überschwappbecken Zürichs sei». Stellvertretend für die Lenzburgerinnen und Lenzburger fühlte ich mich tatsächlich beleidigt und zu einer Rechtfertigung gedrängt, musste aber auch lachen. Ich versuchte zu erklären, dass der demografische Wandel analysierbar und interpretierbar sei. Die Person solche Fragen aber vielleicht ausserhalb der Stadt stellen möchte. Ich bin mittlerweile echt gut im «Diplomatensprech». Habe ich von den «Kommunikatiöndlern» und Politikern hier gelernt. Wer weiss, vielleicht schreibe ich ja in Zukunft bald meine Zeilen von zuhause in Lenzburg aus. Oder Hallwil. Oder doch Veltheim? Sicher aber wird sein, dass ich sie im Aargau schreiben werde. Denn hier gehöre ich hin. Rinaldo Feusi, Redaktionsleiter
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