DONNERSTAG, 7. MÄRZ 2024
LENZBURGER WOCHE
Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.
PP 5600 Lenzburg · Nummer 10 · Post CH AG
SALZKORN Freier Zugang
Die sechs Bibliotheken machen heuer zum dritten Mal mit. Von den letzten beiden Biblioweekends erzählen die Leiterinnen nur Gutes: «Das Wochenende bietet eine ideale Plattform, uns zu präsentieren», resultiert es Monique Cecuta vom Läsi-Huus. Letztes Jahr hätten rund vierzig Kindern in die Bibliothek gefunden. Auch die anderen Leiterinnen ziehen eine positive Bilanz. Es komme aber immer auch auf das Thema an. Die Kosten des Anlasses werden hierbei von den Bibliotheken selbst über das reguläre Budget getragen.
«Das Volk hat immer recht.» An diese Grundregel, die jungen Journalisten eingetrichtert wird, wenn sie erstmals eine Volksabstimmung zu kommenFritz Thut tieren haben, wird man an jedem Abstimmungssonntag erinnert. Ob die Regel stimmt oder nicht, hängt natürlich immer von der eigenen Einstellung ab, aber grundsätzlich führt am Volksmehr kein Weg vorbei. Wenn aber die früher sozialistischen Kreisen vorbehaltene Selbstbedienungsmentalität immer mehr auf einst stramm bürgerlich ausgerichtete Stimmbürger übergreift, muss man sich Gedanken über die Zukunft machen. Irgendwoher muss das Geld ja kommen, das da grosszügig verteilt werden soll. Betroffen von den unvermeidlichen Steuererhöhungen werden vor allem jene sein, die sich als Profiteure fühlten. Die Tendenz zum verstärkten Klassenkampf zeigte sich auch im Kanton Zürich. Mit der Initiative «für öffentliche Uferwege mit ökologischer Aufwertung» forderten «linke Enteigner» (so die «Neue Zürcher Zeitung») einen durchgehend für alle zugänglichen Spazierweg entlang der Zürichseeufer. Villenbesitzer mit Seeanstoss hätten enteignet werden müssen. Die möglichen horrenden Kosten schreckten die Stimmbürger ab und die Vernunft siegte hier. Als Hallwilerseeanwohner konnte man die Diskussionen über das abstruse Zürcher Volksbegehren mit einer gewissen Lockerheit verfolgen. Während aktuell nur fast 42 Prozent des Ufers am Zürichsee frei zugänglich sind, sind es am Hallwilersee fast 65 Prozent. Ein Grossteil des Restes ist wegen Naturschutzgebieten nicht zugänglich. Von den Schönheiten des Seetals kann man sich am besten auf einer Rundfahrt mit einem Kursschiff überzeugen. War auch am Abstimmungssonntag so geplant. Doch die gemäss Fahrplan nur bei Schönwetter angesagten Runden wurden abgesagt. Dabei war der Sonntag eigentlich schön. Wenigstens meteorologisch.
Weitere Details findet man auf den jeweiligen Webseiten der Bibliotheken.
Fritz Thut, ehemaliger Redaktionsleiter
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Freuen sich auf viele Familien: Sarah Deucher, Monique Cecuta, Simone Huber, Monika Egli und Lucia Aellen.
Foto: Rinaldo Feusi
Biblioweekend: So cool können Bibliotheken sein TÄGLICH VON 8 – 22 UHR GEÖFFNET
Seetal Am Wochenende des 22. März findet in sechs Seetaler Gemeindebibliotheken das Biblioweekend statt.
www.bad-schinznach.ch ■
Heizöl 0800 062 062 oder oelbrack.ch
RINALDO FEUSI
A
m Küchentisch passiert vieles: Mas isst, man spricht miteinander, man jasst oder streitet. Der Schweizer Bibliotheksverband nimmt sich dieses vielseitige Möbelstück zum diesjährigen Motto zum Biblioweekend. «Zu Tisch!» lautet das Thema. Auch die Bibliotheken der Gemeinden Seengen, Fahrwangen, Sarmenstorf, Beinwil am See, Meisterschwanden und Birrwil machen an diesem Wochenende mit. Passend zu Tische traf die Redaktion die Vertreterinnen der Bibliotheken im LäsiHuus in Fahrwangen. Die Dorfbibliotheken pflegen einen aktiven Austausch
miteinander. Auch, damit nicht alle dasselbe präsentieren.
In jeder Bibliothek ist man richtig
Die Frauen der Bibliotheken überlegten sich auch in diesem Jahr, wie sie den grossen und kleinen Besuchern ein einmaliges Programm präsentieren könnten. Und das Ergebnis lässt sich sehen. So veranstalten die Seenger beispielsweise einen«APPéro». An diesem will das Team den Leuten die Bibliotheks-App erklären. Dies als Vorbereitung auf das Open-Library-Projekt, das wohl im Sommer beginnen wird. In Meisterschwanden hingegen gibt es eine Genusswanderung durch die Region mit einer Käse- und Weindegustation mit Meier Weine. In Sarmenstorf ist ein Spielnachmittag geplant und in Fahrwangen präsentieren Eva und Armin Stocker zusammen mit Annemarie Köpfli eine Geschichte mit «Illustrationen und Klanginterpretationen». In Beinwil am See und
Birrwil gibt es zu der normalen Ausleihe Kaffee und Gipfeli. In Birrwil gibt es zusätzlich eine «Gschichte-Ziit» für 3- bis 6-Jährige.
Aller guten Dinge sind drei
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