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Woche 45/LImmatwelle/9. November

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„Einfach klarer!“

Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 9. November 2023, 62. Jahrgang, Nr. 45

PP 5432 Neuenhof Post CH AG

Die Spezialzone «Berg» erhitzt die Gemüter Am 19. November entscheidet das Wettinger Stimmvolk darüber, ob eine 4460 m2 grosse Landwirtschaftsfläche umgezont wird, damit dort ein Therapiehof entstehen kann. MELANIE BÄR

Die Flut an Leserbriefen zeugt von den Emotionen, die das Referendum auslöst, das sich für die Schaffung der Spezialzone Berg einsetzt. Worum geht es? Seit 25 Jahren bieten Eva und Luz Sozzi auf ihrem Privatgelände an der Bergstrasse 77 tiergestützte Therapie an. Durchschnittlich rund 80 sozial benach-

teiligte, psychisch, kognitiv oder mehrfach beeinträchtigte Menschen aus der Region besuchen das Angebot pro Woche. Damit dieses Angebot auch unabhängig vom Ehepaar weiterbestehen kann, wurde 2013 die Stiftung «Begegnung mit Tieren» gegründet. Es soll eine Entflechtung von Privatem und Geschäftlichem vollzogen werden; das Ehepaar Sozzi ist pensioniert und lebt auf dem Hof, der in ihrem Besitz ist und auch als Betrieb dient. Dafür soll auf dem Land an der Bergstrasse 77 ein neuer Therapiehof entstehen. Zu diesem Zweck hat das Ehepaar das Areal gekauft und will es der Stiftung kostenlos im

Baurecht zur Verfügung stellen. Damit darauf Therapiehalle, Aussenplatz, Garage, Infrastruktur und sanitäre Anlagen gebaut werden können, muss die Landwirtschaftszone in die Spezialzone Berg umgezont und die Landschaftsschutzzone aufgehoben werden. Der Kanton und der Gemeinderat hatten der Umzonung zugestimmt, der Einwohnerrat hat mit 23 Nein, 22 Ja und einer Enthaltung die Umzonung abgelehnt. Dagegen wurde das Referendum ergriffen. Martin Fricker (SVP) ist gegen die Umzonung, sieht alternative Standorte und moniert, dass von den Behörden nichts gegen den ohne Bau-

Luz Sozzi.

Martin Fricker. bär

bewilligung erstellten Sandplatz auf dem jetzigen Standort unternommen wurde. Luz Sozzi sagt, dass alternative Standorte geprüft wurden und warum eine Sistierung für den Sandplatz besteht. Das Pro-und-Kontra-Interview auf S. 4/5

INSERATE

Am 19. November NEIN zur Spezialzone «Berg»

NEIN zur Aufweichung des kantonalen Landschaftsschutzes für Partikularinteressen Hannes Streif, GLP | Michaela Huser, SVP | Basil Baumgartner, Grüne | Armin Zimmermann, parteilos | Leo Scherer, Grüne | Markus Krebs, parteilos | Manuela Ernst, GLP | Martin Fricker, SVP | Daniel Notter, SVP | Orun Palit, GLP

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Römisch-Katholische Kirchgemeinde

Kirchgemeindeversammlung Montag, 27. November 2023 20.00 Uhr, Saal St. Anton, Pfarreizentrum St. Anton Sehr geehrte Stimmbürgerinnen Sehr geehrte Stimmbürger Gerne laden wir Sie zur Kirchgemeindeversammlung ein. Es freut uns, wenn Sie persönlich an der Versammlung teilnehmen und durch Ihre Anwesenheit die Arbeit unserer Kirchgemeinde mitgestalten. Es gelangen folgende Geschäfte zur Behandlung: 1. 2. 3. 4. 5. 5.1 5.2 6. 6.1 7. 7.1 7.2 8. 9. 10.

Eröffnung der Versammlung Traktandenliste Jahresbericht der Kirchenpflege Kurzprotokoll der Kirchgemeindeversammlung vom 28. November 2022 Rechnung Kirchgemeinde für das Jahr 2022 Anhang zur Rechnung 2022 Stellenplan der Kirchgemeinde Wettingen Voranschlag Kirchgemeinde für das Jahr 2024 Finanzplan 2024 – 2029 Wahlen Ergänzungswahl Kirchenpflege Ergänzungswahl Finanzkommission Anpassungen Zusammenarbeitsvertrag Pastoralraum Aargauer Limmattal Ehrungen und Verdankungen Diverses und Umfrage

Die ausführliche Vorstellung der traktandierten Geschäfte erfolgt in der Broschüre zur Kirchgemeindeversammlung, welche an Mitglieder, die an der letzten Kirchgemeindeversammlung teilgenommen haben, sowie an die neuen Stimmberechtigten und an die Neuzuzüger versendet wird.

Holzschläge im Winter 2023/24 In Wettingen werden ab der Kalenderwoche 45 bis etwa Ende Jahr Holzschläge ausgeführt. Betroffen davon ist das Gebiet Forsthaus Muntel bis Eigiweiher. Anschliessend werden im Gebiet Bannholz Holzerntearbeiten durchgeführt. Während der Arbeiten ist mit Einschränkungen auf den Waldstrassen zu rechnen. Die Signalisationen und die Anweisungen des Forstpersonals sind zu befolgen.

Die Broschüre wird ab 10. November 2023 in allen unseren Kirchen, Sekretariaten und Pfarreizentren aufgelegt sowie auf unserer Homepage www.kath-wettingen.ch einsehbar sein. Um einen reibungslosen Ablauf der Eingangskontrolle an der Kirchgemeindeversammlung zu gewährleisten, bitten wir Sie, Ihren Stimmrechtsausweis oder einen amtlichen Ausweis mitzubringen. Gerne können Sie die Broschüre, sowie den Stimmrechtsausweis, in der Kirchgemeindeverwaltung unter der Nummer 056 437 08 37 bestellen. Die Aktenauflage erfolgt ab 10. November 2023 in der Kirchgemeindeverwaltung, Klosterstrasse 12, Wettingen (Termine nach Voranmeldung 056 437 08 37). Römisch-Katholische Kirchenpflege Wettingen

Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende in Wettingen wohnhafte Personen haben bei der Gemeinde Wettingen ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt:

Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung

– Sergey Vladimorovich Khaydarov, männlich, geb. 1969, russischer Staatsangehöriger, J.-J.-Ryffel-Strasse 6 – Oksana Anatoljewna Khaydarova, weiblich, geb. 1977, russische Staatsangehörige, J.-J.-Ryffel-Strasse 6 – Anton Khaydarov, männlich, geb. 2009, russischer Staatsangehöriger, J.-J.-Ryffel-Strasse 6

• Blerim Baijram Agushi, männlich, geb. 09.04.2013, kosovarischer Staatsangehöriger, J.-J.-Ryffel-Strasse 1, 5430 Wettingen

Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zu den einzelnen Gesuchen einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie auch negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen.

Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zu den einzelnen Gesuchen einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie auch negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen.

Folgende in Wettingen wohnhafte Person hat bei der Gemeinde Wettingen ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt:


WETTINGEN

WOCHE NR. 45 DONNERSTAG, 9. NOVEMBER 2023

AUS DEM GEMEINDERAT Glückwünsche zum Geburtstag Der Gemeinderat Wettingen gratuliert Anna Serraino Scrugli recht herzlich zum 90. Geburtstag, den sie am 6. November feiern konnte, und wünscht alles Gute, Zuversicht sowie gute Gesundheit. Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Es gelten folgende Öffnungszeiten: Mo.: 8.30–12 / 13.30–18.30 Uhr; Di.–Fr.: 8.30–12 / 13.30–16 Uhr. Die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung sind gerne bereit, telefonisch auch Termine ausserhalb der Öffnungszeiten zu vereinbaren. INSERATE

Bauherrschaft:

Bauobjekt:

Baustelle: Parzelle: Zusatzgesuche:

Erbengemeinschaft Fritz Stammherr c/o Dr. Michael Wicki Mellingerstrasse 207 5405 Baden nachträgliches Gesuch Ersatz von best. Rebhaus mit Unterstand Alte Waldpartieweg 1932 Kanton

Die öffentliche Planauflage erfolgt vom 9. November bis 8. Dezember 2023 ausschliesslich online über www.amtliche­ nachrichten.ch. Eine Einsichtnahme auf der Bauverwaltung ist nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache möglich. Allfällige Einwendungen sind dem Gemeinderat im Doppel während der Auflagefrist einzu­ reichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

Abteilung Bau und Planung

Bauherrschaft: Bauobjekt: Baustelle: Parzelle: Zusatzgesuche:

Subar Steiner Weizenstrasse 1 5430 Wettingen Heizungsersatz Gas zu Wärmepumpe Weizenstrasse 1 5699 keine

Die öffentliche Planauflage erfolgt vom 9. November bis 8. Dezember 2023 ausschliesslich online über www.amtliche­nachrichten.ch. Eine Einsichtnahme auf der Bauverwaltung ist nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Abspra­ che möglich. Allfällige Einwendungen sind dem Gemeinderat im Doppel während der Auflage­ frist einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

Abteilung Bau und Planung

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Weiterbildung im Wohnbereich Gut 20 Personen aus Politik und Verwaltung des Verbandes Baden Regio nahmen vergangene Woche an der Fachveranstaltung zu «Wohnformen der Zukunft» teil. Alesch Wenger, Co-Präsident des Vereins Kleinwohnformen Schweiz, präsentierte das Wohnen im eigenen Haus auf minimalem Raum. Das Tiny House biete – je nach Ausstattung – sämtlichen Komfort, doch müsse man sich in der Ausstattung auf das Wesentliche beschränken. Tiny Houses lassen sich im grossen Garten des Einfamilienhauses aufstellen oder eignen sich als Zwischennutzung eines Geländes für ein paar Jahre. Tiny Houses müssen dasselbe Baubewilligungsverfahren durchlaufen wie andere Wohnbauten, und dies macht das Erstellen teils schwierig oder gar unmöglich. Selbstbestimmung für Ältere Erkenntnisse zum Wohnen im Alter präsentierte Angela Birrer, wissenschaftliche Projektleiterin am ETHWohnforum in Zürich: Der Anteil der älteren Bevölkerung werde sich in der Schweiz massiv erhöhen. Ältere Menschen möchten selbstbestimmt leben und blieben oft sehr lange in ihrem viel zu grossen Eigenheim oder in der günstigen Mietwohnung. Gehe dies dann plötzlich nicht mehr – zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen oder weil die Wohnung gesamtsaniert und erneuert wird –, bleibe oft nur der Eintritt ins Pflegeheim, obwohl dies gar nicht nötig wäre.

Die Teilnehmenden erfuhren viel über die Wohnformen der Zukunft.

zVg

Wohnbesichtigung vor Ort An den zwei Führungen im Zollhaus Zürich der Genossenschaft Kalkbreite sowie der Wohnsiedlung Vogelsang in Winterthur der Wohnbaugenossenschaft GWG konnten sich die Teilnehmenden mit dem genossenschaftlichen Wohnungsbau und den entsprechenden Wohnformen auseinandersetzen. Obwohl Richtlinien zur Haushaltsgrösse bestehen, damit die Wohnungen optimal genutzt werden, ist die Nachfrage riesig. Beide Genossenschaften fördern das Gemeinschaftliche stark, stellen Gemeinschafts- und Begegnungsräume zur Verfügung, unterstützen die Nachbarschaftshilfe. Trotzdem funktionieren sie sehr unterschiedlich: Im Zollhaus an zentraler Lage, nahe beim Hauptbahnhof Zürich, bestimmen die Bewohnenden sehr viel selbst. Sie beteiligen sich an den regelmässig stattfindenden Versammlungen, beraten sich, bilden

Arbeitsgruppen, übernehmen Aufgaben und vieles mehr. Der partizipative Prozess und in einem gewissen Masse die Eigenverantwortung stehen stark im Vordergrund. In der Wohnsiedlung Vogelsang am Rande von Winterthur hat man den Eindruck, in einer «ganz normalen» Mietersiedlung zu sein, die einfach sehr viel bietet. Beim genauen Betrachten merkt man, dass viele Details bewusst realisiert worden sind, um Begegnungen unter den Bewohnenden zu schaffen, sei es beim Öffnen der Fensterläden, im Kräutergarten, in der Werkstatt, bei der Ausleihe von Gegenständen, am Badebrunnen oder beim Auffüllen von Gratis-Sprudelwasser. Alles in allem gaben sowohl die Fachvorträge als auch die Besichtigungen viele Einblicke in Herausforderungen. Insbesondere bei der Entwicklung von Quartieren und Arealen müsse im Wohnungsbau heute viel breiter gedacht werden. zVg

Schule Zehntenhof – Tag des Lichts Am 2. November zwischen 7 und 8.30 Uhr haben Vertreterinnen und Vertreter des Elternteams gemeinsam mit der Jugendpolizei der Repol Wettingen-Limmattal vor dem Schulhaus auf die Aktion «Tag des Lichts» hingewiesen. Sie verteilten verschiedene Sachen, damit alle Schülerinnen und Schüler unfallfrei durch die winterliche Jahreszeit kommen. (zVg)

diesjährige Konzertprogramm und auch die Tambouren der TVWU sind natürlich wieder mit dabei. Dirigiert wird das Ganze vom Projektdirigenten Raymond Engler, der sich nach der einvernehmlichen Trennung von Dirigent Luciano Bizzozero im Sommer 2023 glücklicherweise kurzfristig bereiterklärt hat, den Verein musikalisch bis zum Konzert zu leiten. Reservationen für das Konzert bis spätestens 13. November an reservationen@hwk.ch. Snacks sowie Getränke sind an der Bar erhältlich. In der Pause gibt es wiederum eine grosse Tombola mit vielen tollen Preisen. Tägisaal, Samstag, 18. November, 20 Uhr. Türöffnung 19 Uhr. (zVg)

VERMISCHTES

Jahreskonzert Harmonie WettingenKloster Die Harmonie WettingenKloster lädt zu einem abwechsTag des Lichts: Das Elternteam der Pri- lungsreichen Konzert unter dem marschule Zehntenhof hat die Initiative Motto «.ch» ein. Mit viel Schweizer des TCS erneut aufgegriffen. zVg Blasmusik-Flair geht es durch das


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WETTINGEN

«Der Interpretationsspielraum wird Im Pro-und-Kontra-Interview um die Spezialzone Berg sassen sich Gesuchsteller Luz Sozzi und Einwohnerrat Martin Fricker gegenüber. MELANIE BÄR/IRENE HUNG-KÖNIG

Auf dem Flyer, der für die Ablehnung der Umzonung wirbt, heisst es «die Lägernschutzzone darf nicht aufgeweicht werden». Das erweckt den Eindruck, als beträfe die Umzonung das Gebiet der Lägernschutzzone, obwohl das nicht stimmt; es betrifft die Landwirtschafts- und die überlagernde Landschaftsschutzzone. Martin Fricker: Doch das stimmt sehr wohl, weil oben ein Sandplatz gebaut wurde, der nicht hätte gebaut werden dürfen. Bei der Abstimmung geht es aber nicht um diese bestehende Liegenschaft, sondern um die untere Fläche, die in der Landwirtschaftszone und Zone von kantonaler Bedeutung liegt. Fricker: Aber sie sind miteinander verbunden und der obere Sandplatz wurde illegal in der Lägernschutzzone gebaut. Bei der Abstimmung wird nicht über die Aufhebung dieser Lägernschutzzone abgestimmt. Fricker: Ja, das ist so. Aber dieser Schutz darf nicht weiter aufgeweicht werden. Deshalb sind wir dagegen. Das ist die Salamitaktik, mit der wir Mühe haben. Luz Sozzi: Darf ich dazu etwas sagen? Dieser Sandplatz steht auf der Abschussliste. Das ist klar. Fricker: Wieso haben Sie seinerzeit den Sandplatz gebaut, das war ja schon damals eine Schutzzone? Sozzi: Das haben wir uns zu wenig gut überlegt. Wir bauten den Platz, als wir die ersten nicht mobilen Klienten hatten. Mit ihnen kann man nicht auf unwegsames Gelände gehen. Sie und auch andere Nachbarn wurden wegen illegaler Bauten in der Lägernschutzzone angezeigt. Wieso steht der Sandplatz trotzdem noch? Wir erhielten im Jahr 2010 eine Abbruchverfügung für den Sandplatz. Dagegen haben wir eine Beschwerde eingereicht. Der Kanton kam bei uns auf dem Hof vorbei, um sich ein

Bild zu machen, und wandelte danach die Abbruchverfügung im 2011 in eine Sistierung um. Wir machten uns auf die Suche nach einer Ersatzlösung und müssen dem Kanton jedes Jahr über diese Planungen rapportieren. Der Platz wird aufgehoben, spätestens wenn der Ersatzplatz steht.

Haben Sie diese Alternativen auch geprüft, Herr Sozzi? Sozzi: Nachdem der Kanton bereits 2014 signalisiert hatte, dass der heutige Projektstandort realisierbar sei, arbeiteten wir dieses Projekt aus. Der Kanton erklärte: Eine Spezialzone ist die einzige rechtliche Form, die nietund nagelfest ist. Wenn Ihnen die zuständige Behörde sagt, das ProMit der Ersatzlösung meinen Sie den jekt ist mit einigen Anpassungen geplanten Therapiehof? Ja. Wir er- möglich, dann arbeiten sie nicht arbeiteten ein Vorprojekt mit der noch fünf weitere Projekte aus. Lösung, auf unserem Land unterhalb der Bergstrasse etwas zu bau- Fricker: Was ich unsauber finde, en, was der heutigen Basis ent- ist, dass es so dargestellt wird, als spricht. Der Kanton signalisierte wäre die pferdegestützte Therapie 2014, dass dies vertretbar sei, weil bei Ablehnung der Spezialzone es am Siedlungsrand liegt. Berg nicht mehr möglich. Wir sind der Meinung, dieses private InterHaben Sie auch andere Standorte für esse ist es nicht wert, solche AnErsatzlösungen geprüft? Ja, ganz am passungen vorzunehmen. Das ist Anfang schon. Doch wir mussten die Hauptkritik. schnell feststellen, dass die bestehenden Bauernhöfe, die geeignet Kann das Angebot weitergeführt werwären in Wettingen, ebenfalls in den ohne den Ausbau? Sozzi: Ich sage der Landwirtschaftszone und in der mal optimistisch jein. Wenn die Zone Landschaft von kantonaler Be- Ersatzlösung nicht umgesetzt wird, deutung stehen. Grafengut, Moos- hebt der Kanton die Sistierung auf. hof, Eigihof, bis ins Chütt – bewil- Der Sandplatz steht nur auf Zuseligungstechnisch ist alles gleich. hen hin und muss weggeräumt werDer Eigihof war ein Thema, aber er ist noch weiter abgelegen. Wir haben auch ausserhalb der Gemein- «Ich finde die Landschaft de Standorte angeschaut. Damals wichtiger als das Projekt, stand in Ehrendingen ein Hof zum deshalb bin ich dagegen.» Verkauf. Als wir uns aber erkundigten, hiess es, dass er familien- MARTIN FRICKER, EINWOHNERRAT intern weitergenutzt wird. In Würenlos haben wir ein Stück Land angeschaut, verwarfen es aber, weil den. Wenn der Platz weg ist, fällt eine gewisse Gefahr besteht, dass ein grosser Teil – vor allem für die es in Gewerbe- und Industriezone Klienten, die nicht so mobil sind – kommt, und ich will nicht mit weg. Mit ihnen kann man nicht auf einem Pferd und einem Klienten unwegsames Gelände gehen, desentlang einer Strasse gehen, wo halb brauchten wir diesen ebenen Lastwagen vorbeifahren. Sandplatz. Für sie könnten wir keine Reittherapie mehr anbieten. Sie hingegen hätten Alternativen, Herr Fricker? Fricker: Wir haben Fricker: Sie können diese Therapie beim Zedernhof in Freienwil und aber an einem anderen Standort beim Reithof in Würenlos ange- durchführen. Ich habe zwei Mögfragt, ob sie den Platz fürs Therapie- lichkeiten aufgezeigt. Oder Sie angebot zur Verfügung stellen wür- könnten die Pferde einladen und den. Beide haben gesagt, dass sie ihr auf einen Reitplatz fahren. Gelände sofort zur Verfügung stellen würden für die Tiere. Es wäre Sozzi: Dazu muss ich Ihnen sagen: ein flaches Gelände, es wäre viel Wenn Sie einen Klienten haben, der besser geeignet. In Würenlos hätte schief auf dem Pferd sitzt, zwies sogar eine Halle, wo man hinein schendurch zuckt, zappelt oder gehen könnte, obwohl die Thera- schreit, dann ist es schwierig, mit pien ja meistens im Freien stattfin- ihm und dem Pferd in eine fremde den. Es wäre also problemlos mög- Umgebung zu gehen. Denn auch für lich, dieses Angebot an einem ande- das Pferd ist ein solcher Klient ren Ort anzubieten. Die geplanten schwierig. Es braucht eine vertrauVeränderungen sind nicht nötig. te Umgebung für Tier und Klient.

Wie viel Zeit und Geld haben Sie in diese Ersatzlösung gesteckt? Sozzi: Seit 2011 arbeiten wir am Projekt. Der kalkulierbare Planungsaufwand liegt bei rund 150 000 bis 170 000 Franken. Nicht enthalten sind die Leistungen der Stiftungsräte, auch meine Eigenleistungen. Ich bin ja pensioniert und arbeite deshalb gratis (lacht). Da steckt also Ihr Herzblut drin? Sozzi: Ja. Als ich im 2010 realisierte, dass ich irgendwann pensioniert werde, sahen wir zwei Möglichkeiten. Entweder machen wir so lange, bis wir den Betrieb altershalber schliessen müssen, oder wir suchen eine Lösung, wie er danach weitergeführt werden kann. Schliesslich haben wir gut qualifizierte Mitarbeiter und eine Klientel, die auf dieses Angebot angewiesen ist und es auch nutzt. Die Schaffung der Stiftung gibt uns die Möglichkeit, ihr den Betrieb zu übergeben, damit sie den Therapiehof weiterführen kann. An der Einwohnerratssitzung wurde unter anderem von «Vetterliwirtschaft» gesprochen. In einem Flugblatt an die Wettinger Bevölkerung wird «gleiches Recht für alle» gefordert. Weshalb? Fricker: Die Gemeinde hat nichts gegen den illegal erbauten Sandplatz unternommen. Konkret wird der Interpretationsspielraum hier zugunsten des Gesuchstellers ausgelegt und an anderen Orten wird er gegen die Gesuchsteller ausgelegt. Es ist das Hauptproblem, dass nicht alle gleich behandelt werden. Entweder ist eine Gemeinde stets grosszügig oder sie ist grundsätzlich streng und verweist auf die Zonenkonformität. Es wurde in gewissen Parteien grosser Druck ausgeübt auf die Personen, die gegen die Spezialzone Berg waren. Von wem? Vom Establishment von Wettingen. Können Sie Namen nennen? Darf ich natürlich nicht. Aber wegen dieser Druckausübung habe ich eine geheime Abstimmung verlangt im Einwohnerrat. Herr Sozzi, Sie sind der Vater von Gemeinderat Sandro Sozzi; haben Sie deswegen oder aus anderen Gründen Bevorteilungen erhalten? Im Gegenteil. Seit Sandro Gemeinderat ist,


WOCHE NR. 45 DONNERSTAG, 9. NOVEMBER 2023

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für den Gesuchsteller ausgelegt»

Luz Sozzi (parteilos) erläutert Martin Fricker sein Projekt (v. l.). wird noch siebenmal mehr hingeschaut. Aus Sicht der Verwaltung geht man verständlicherweise auf die sichere Seite. Lieber noch etwas mehr überprüfen. Genau wegen solcher Vorwürfe, die jetzt im Raum stehen. Verstehe ich Sie richtig, Herr Fricker, Sie sagen, es wird nicht mit gleichen Ellen gemessen, Herr Sozzi wird bevorteilt? Fricker: Ja. ... und Sie, Herr Sozzi, sagen, das Gegenteil ist der Fall, seit Sandro Sozzi im Gemeinderat ist, wird noch genauer hingeschaut? Sozzi: Ja. Kommen wir noch auf das Thema Landschaftsschutz zu sprechen, das in den Diskussionen teilweise mit Naturschutz vermischt wird. Die erwähnte Fläche liegt in der Landwirtschaftszone und es leben schon Tiere dort. Trotzdem planen Sie am neuen wie auch am alten Standort Renaturierungsmassnahmen. Welche? Sozzi: Unten ist ein Ersatz von bestehenden Bäumen geplant. Der Ostseite entlang soll es Hecken geben, es sind Trockenmauern vorgesehen und das bestehende Biotop wird aufgefrischt, damit der Lebensraum des Glögglifroschs erhalten bleibt. Auch beim Rückbau des oberen Sandplatzes sind Renaturierungen geplant. Diese haben wir im Bericht aber nicht erwähnt, da uns die instruierende Behörde riet, die beiden Geschäfte – den oberen, bestehenden Teil und den unteren Teil – nicht miteinander zu vermischen. Im

Melanie Bär

Martin Fricker (SVP) legt Luz Sozzi seine Argumente dar.

Nachhinein wäre es besser gewesen, in einem Schreiben zum Projekt gediese Renaturierungsmassnahmen äussert und aus der Zahl 4 eine 40 im Bericht auch aufzuführen. gemacht. Das wurde korrigiert. Korrekt sind 4 Pferdeboxen, nicht 40. Hätte das geholfen für die Vertrauensbildung? Fricker: Darum geht es gar Fricker: Aber die Fläche von über nicht, sondern darum, dass es für 4000 m2 finde ich überrissen. Es hat eine Zonenaufhebung ein überge- niemand etwas gegen die Reittheordnetes allgemeines Interesse rapie, die könnte sogar am jetzigen bräuchte. Und das ist es nicht. Es ist Standort weitergeführt werden und ein Partikularinteresse einer priva- es gäbe auch Alternativstandorte. ten Stiftung, die hier etwas ausbauen und vergrössern will. Das In Leserbriefen wurde auch Mehrverstört uns und das wollen wir nicht. kehr kritisiert. Wird es Mehrverkehr geben? Sozzi: Nein. Wir wollen in Sozzi: Vergrössern? Wir wollen den dieser Grösse bleiben und deshalb Betrieb nicht vergrössern. gibt es auch keinen Mehrverkehr. Der familiäre Charakter wird ja geFricker: Doch, natürlich, in einem rade geschätzt, und das wollen wir Schreiben ist von 40 Pferdeboxen so beibehalten. die Rede. Das Land wäre nach der Umzonung 415 150 Franken mehr wert. Sie müss«Wir wollen in dieser Grösse ten einen Ausgleich von Planungsvorbleiben und deshalb gibt es teilen zahlen. Ja, es gibt einen Vertrag mit der Gemeinde. Der Planungsaufauch keinen Mehrverkehr.» wand für die Umzonung kann abgezogen werden, sodass ein MehrLUZ SOZZI, GESUCHSTELLER wert von rund 260 000 Franken bleibt. Davon muss ein Drittel als Sozzi: Nein, eine Vergrösserung ist Mehrwertabgabe an die Gemeinde kein Thema. bezahlt werden. Fricker: Ich habe jetzt nachgeschaut, es steht, dass die geplante Fläche mehr als 4000 m2 ist und der Betrieb für bis zu 40 Pferde ausgelegt ist. Sozzi: Sie meinen mit den 40 Pferden wahrscheinlich die 40 Pferdeboxen, das ist eine Fehlinformation von «Baden Regio». Sie haben sich

Angenommen, der Therapiehof könnte wie geplant realisiert werden und würde später aufgelöst: Könnte die Anlage dann umgenutzt werden, etwa für Pferdehaltung, sodass Sie als Besitzer sich daran bereichern könnten? Sozzi: Nein. Dann gäbe es nur zwei Möglichkeiten: Entweder findet man eine Nachfolgeorganisation,

Irene Hung-König

die dieselben Bestimmungen erfüllt, den bestehenden Therapiebetrieb also weiterführen würde. Wenn nicht, wird das Gebäude abgerissen und der heutige Zustand wiederhergestellt. Auch die Spezialzone Berg würde aufgehoben, weil der Zweck der Spezialzone nicht mehr erfüllt wäre. Es würde also wieder die heutige Zonierung gelten. Was werden Sie tun, wenn die Umzonung abgelehnt wird und Sie das geplante Projekt nicht realisieren können? Sozzi: Grundsätzlich muss sich die Stiftung entscheiden, was sie machen will. Es kann durchaus sein, dass sie die Idee des Projekts weiterziehen, unabhängig davon, was wir als Familie entscheiden. Ist der Entscheid für Sie schon klar? Sozzi: Nein. Klar wäre, dass der Therapieplatz definitiv wegfallen und damit ein Teil der Klientel wegbrechen würde, weil wir sie nicht mehr bedienen können an diesem Standort. Es gäbe die Möglichkeiten, vorläufig in kleinerem Rahmen weiterzumachen. Damit wäre aber das Problem der Vermischung von Privatliegenschaft und Betrieb nicht gelöst. Und was bedeutet eine Annahme der Umzonung für Sie, Herr Fricker? Fricker: Das wäre schade für die Landschaft am Lägernhang, aber man müsste den Entscheid akzeptieren. Ich finde die Landschaft wichtiger als das Projekt, deshalb bin ich dagegen.


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WETTINGEN

LESERBRIEFE ZUR ABSTIMMUNG SPEZIALZONE BERG Es geht um die Sache Als Stimmberechtigte haben wir Rechte und daraus folgen unsere Pflichten. Bei einer Sachabstimmung übernehmen wir mit unserem Ja oder unserem Nein Verantwortung für das Wohl der Allgemeinheit. Wir wägen ab, wir entscheiden. Nicht nur «die da oben», sondern wir alle als Gemeinschaft. Bei der Abstimmung in Wettingen geht es darum, ob wir im Gebiet «Berg» aus einer Landwirtschaftszone eine Zone für Aktivitäten der tiergestützten therapeutischen Intervention mit zugehöriger Tierhaltung schaffen. Jede und jeder von uns wägt ab, was aus seiner persönlichen Sicht wichtiger ist für das Wohl der Allgemeinheit, und entscheidet sich so für ein Ja oder für ein Nein. So weit, so einfach – oder eben auch so schwierig. Wie bei fast allen Abstimmungen und Wahlen in den letzten Jahren benutzen diverse Kreise solche Gelegenheiten zur populistischen Stimmungsmache. Es wird auf den Mann gespielt, es wird behauptet und verleumdet. Es wird das Bild «der regierenden Kaste» konstruiert, und damit stellt man sich selber auf die Stufe des unabhängigen Freiheitskämpfers und «weissen Ritters», der natürlich völlig selbstlos ist und keinerlei Eigeninteresse verfolgt. Es gibt viele Länder auf der Welt, wo dieser Kampf und die Auflehnung von unten mutig und wichtig sind. Die Schweiz gehört nicht dazu. Wir als Stimmberechtigte haben alle Rechte. Wir müssen sie nur nutzen, und zwar verantwortungsvoll und immer dem grossen Ganzen verpflichtet. Vergessen Sie die Scharfmacher und gehen Sie abstimmen nach bestem Wissen und Gewissen. Thomas Meier

Baumaschinen weg vom Eigi Das Lägernschutzdekret bewahrt diese grossartige Aargauer Landschaft seit 1977 vor baulichen Eingriffen. Und dieser Schutz darf nicht nachlassen. So darf auch keine neue «Spezialzone Berg» geschaffen werden. Findige Leute möchten uns diese BNO-Änderung in einer therapeutischen Hülle verkaufen. Lassen wir uns nicht täuschen. Dieses Tal am Fusse der Lägern ist ein Vermächtnis, das wir so über Generationen weitergeben wollen. Mit einem Nein an der Urne vermeiden wir diesen gefährlichen Präzedenzfall. Rudolf Burger

Als Naturschützerin sage ich Ja Seit frühester Jugend bin ich überzeugte Naturschützerin. Dennoch kann ich aus tiefster Überzeugung hinter diesem Projekt stehen. Als Begleitperson hatte ich mehrfach Gelegenheit, die überaus positive Wirkung der tiergestützten Therapie mit eigenen Augen zu sehen. Die bestehende Infrastruktur ist weder rollstuhlgängig noch bietet sie ein überdachtes Areal. So mussten zum Beispiel im Winter bei Frost des Öfteren Reitstunden aus Sicherheitsgründen abgesagt werden. Mit den geplanten Ausgleichsmassnahmen (Pflanzen von Hecken und Hochstämmen, Erstellen von Trockensteinmauern und eines Weihers) kann das Gebiet sogar aufgewertet werden. Die Haltung von Tieren fördert die

Entwicklung von Insekten, was den Insektenfressern zu Gute kommt. Auch Gebäude sind nicht per se schlecht für die Natur. Die Rauchschwalbe ist sogar darauf angewiesen, ihre Nester in Stallungen zu machen. Auch Hausrotschwanz und Schleiereule brüten an Gebäuden. Abschliessend möchte ich noch erwähnen, dass dem Steuerzahler aus diesem Projekt keine Kosten erwachsen. Also kann ich auch als Naturschützer ein überzeugtes Ja in die Urne legen! Brigitta Leutwyler

Landschaftsschutz oder Therapiehof Die emotionale Debatte im Einwohnerrat beschränkte sich darauf, was wichtiger ist: Landschaftsschutz oder eine Spezialzone für den Ausbau des therapeutischen Reitens. Was führte zu einem Nein im Einwohnerrat? Es waren die illegalen Bauten, die in den letzten Jahren entstanden sind, gegen die der Gemeinderat nichts unternahm, und er plädierte trotz diesem Missstand zur Annahme der Spezialzone Berg. Als grundlegendes Element für die Bejahung der Spezialzone diente, dass keine Alternativen in der Umgebung vorhanden sind, in denen ein Therapiehof errichtet oder eine bestehende Anlage genutzt werden kann, dies entspricht nicht der Wahrheit, denn es hätte genug Möglichkeiten gegeben, wenn man sich in den letzten zehn Jahren um einen Ersatz bemüht hätte. Mit einer Zustimmung zur Spezialzone Berg öffnet dies Tore für weitere Bewilligungen in der Landschaftsschutzzone unter dem Titel «Gleichberechtigung für alle Bürger». Der Nutzen des therapeutischen Reitens ist sicher unbestritten, aber muss dafür der Landschaftsschutz aufgeweicht werden? Nein, das darf nicht sein, denn es handelt sich hier um eine schützenswerte zusammenhängende Landschaft, die durch die Annahme der Spezialzone Berg zerschnitten würde. Dies gibt auch der Bericht des Kantons wieder, in dem er die Spezialzone Berg als knapp bewilligungsfähig erachtet. Die Spezialzone Berg ist zum Erhalt des zusammenhängenden Landschaftsschutzes abzulehnen. Jürg Baumann Weg von Polemik – Ja zum Therapiehof Ich erinnere mich wirklich sehr ungern an den Abend des 7. September – was für beschämende Wortmeldungen aus dem Ratsbetrieb mussten wir uns auf der Tribüne anhören. Als ehemaliger Einwohnerratspräsident war ich mir anderes gewohnt. Aber nun haben die Wettinger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Möglichkeit, in der Volksabstimmung die Spezialzone Berg gutzuheissen. Meine Tochter verbrachte in frühen Kinderjahren auf dem Therapiehof schöne Zeiten während der Randstundenbetreuung. Ich kenne den Betrieb also aus eigener Erfahrung als Vater. Und wenn ich mir nun die Argumente der Gegnerschaft des Einwohnerrats vor Augen führe, dann stelle ich fest, dass ich das öffentliche Interesse für Menschen mit Beeinträchtigungen höher gewichte als der von den Gegnern immer wieder vorgebrachte Land-

schaftsschutz. Mit dem geplanten Therapiehof wird weder das Eigi verschandelt noch der Spielraum unserer Kinder eingeschränkt. Dem Kanton Aargau Vorwürfe zu machen, er habe nicht korrekt gearbeitet und das Projekt einfach durchgewunken, ist schlicht falsch und eine Anmassung der Gegnerschaft. Politik ist Politik, aber Polemik hat in diesem Geschäft nichts zu suchen. Sagen Sie mit mir Ja zur Spezialzone Berg und schaffen wir die Grundlage, dass beeinträchtigte Menschen die Möglichkeit der tiergestützten Therapieformen weiterhin in Anspruch nehmen können. Danke! Christian Pauli

Juwele erhalten Entgegen dem, was man in der Limmatwelle vom 26.10. lesen konnte, geht es bei der Spezialzone Berg und dem Referendum nicht um «den Hof, auf dem Menschen mit psychischer, kognitiver und körperlicher Behinderung tiergestützte Therapie erhalten». Die Arbeit, die auf dem Hof stattfindet, ist richtig und wichtig, dennoch dürfen auch soziale Interessen nicht den Landschaftsschutz aushebeln, und dies schon gar nicht in einer Schutzzone, einem der letzten natürlichen Juwele unserer stark überbauten Gemeinde. Auch wenn der illegal gebaute Reitplatz im Zuge des Umbaus verschwinden würde, der fade Beigeschmack, der auf kommt, wenn man liest, wie immens die geplanten Gebäude werden sollen und wie massiv das Landschaftsbild an unserem Hausberg verändert werden würde, lässt keine Zustimmung zu. Das Projekt muss gestoppt werden, für die Stiftung gibt es genug mögliche Alternativstandorte in der Region, die keinen so massiven ökologischen Einschnitt erfordern. Selbst der Kanton Aargau erachtet das geplante Projekt als nur knapp vertretbar, stimmen Sie deshalb Nein am 19. November. Robin Rast

Die Natur gewinnt mit diesem Projekt Seit bald 10 Jahren habe ich nach langjähriger Behördentätigkeit in Wettingen kein Amt mehr. Deshalb äussere ich mich bewusst selten. Diesmal tue ich es mit voller Überzeugung. Ich durfte damals bei der Planung und Realisierung der Heilpädagogischen Schule (HPS) Wettingen die verschiedenen Gremien präsidieren. Für die HPS ist die Zusammenarbeit mit dem Therapiehof sehr wichtig. Hier geht es um die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigung. Das hat für mich Vorrang. Mir war in meiner politischen Tätigkeit der Natur- und Landschaftsschutz immer ein zentrales Anliegen. Es geht beim zu fällenden Entscheid um ein sorgfältig erarbeitetes Projekt, das ins Landschaftsbild passt. Die Natur gewinnt mit diesem Projekt, weil der Ort dank ökologischer Ausgleichsmassnahmen wertvoller wird. Heiner Studer Lägernsüdhang – den Schutz erhalten Zur Umzonung im Bereich des Lägernschutzgebietes erlaube ich mir eine kritische Stellungnahme. Das Projekt der Familie Sozzi zur Erweiterung ihres Therapieangebotes liegt in der Landschaftsschutzzone und vermindert das

schöne und wertvolle Schutzgebiet. Für die Bevölkerung ist dies ein wichtiger und ruhiger Erholungsraum, der durch bauliche Eingriffe gestört würde. Auch die Lebensräume sensibler Arten, die dort noch vorkommen, werden durch das Bauprojekt weiter eingeschränkt. Mit der Erhaltung der Biodiversität ist dies schwer verträglich. Ich bin sicher nicht gegen das erweiterte Therapieangebot, aber es wäre sinnvoller, den Standort in der Ebene zu realisieren. Dies würde für eine bessere Erreichbarkeit sorgen, so dass allen der Zugang ermöglicht würde, und auch für die Pferdehaltung wäre es ein Vorteil. Wie bereits vom Einwohnerrat beschlossen, sollte die Umzonung in eine Spezialzone Berg abgelehnt werden. Was noch vom Lägernsüdhang unverbaut vorhanden ist, sollten wir erhalten, es ist nicht zuletzt ein Gebot der Zeit. Gisela Sommer und Walter Buchmann

Polemik Es stimmt mich nachdenklich, wenn ich aus dem Einwohnerrat von Voten seitens der SVP, GLP und den Grünen höre, welche nichts mit dem Sachgeschäft zu tun haben. Ich bezeichne solches Gebaren als Polemik. Als ehemaliger Einwohnerrat kenne ich politische Prozesse und weiss, dass solche nicht immer rational verlaufen. Gleichwohl erwarte ich von unseren Volksvertreterinnen und Volksvertretern hier eine grundsätzlich sachliche Auseinandersetzung mit dem Geschäft. Wenn es zum Beispiel der Stiftung zum Verhängnis werden soll, dass ein Mitglied der massgebenden Familie im Gemeinderat einsitzt, fehlt mir das Verständnis. Dank der Initiative des Referendumskomitees konnten innert Kürze sehr viele Unterschriften gesammelt werden. Am 19. November haben wir, das Stimmvolk, nun die Möglichkeit, den fragwürdigen Einwohnerratsentscheid zu korrigieren. Es ist nicht die Aufgabe des Einwohnerrats, darüber zu befinden, ob der Standort wirtschaftlich sinnvoll ist, oder der Stiftung Vorschriften zu machen, was diese zu tun hat. Seit 10 Jahren ist die Stiftung daran, ein sinnvolles Projekt aufzugleisen und beeinträchtigten Menschen ein vielfältiges Therapieangebot zu bieten. Das vorliegende Projekt ist ausgewogen und ins dortige Siedlungsgebiet eingepasst. Der Landschaft und der Fauna wird Sorge getragen und es schränkt weder Mensch noch Tier ein, unser Naherholungsgebiet Eigi zu geniessen. Korrigieren wir also den Einwohnerratsentscheid. Sagen Sie mit mir Ja zur Spezialzone Berg. Beat Brunner Unsere Landschaft hat Besseres verdient Mit der Abstimmung über die Spezialzone Berg sind die Stimmberechtigten aufgefordert, einen Interessenkonflikt zu bewerten: Landschafts- und Naturschutz oder Bauten zu Therapiezwecken? Beide haben ihre Berechtigung. Unklares Wachstum des Betriebs, unberechenbares Verkehrsauf kommen, fehlende Standortgebundenheit und damit ein fehlendes öffentliches Interesse, dieses Projekt an diesem Ort «dure z’stiere» sind nur einige Gründe, diese


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Vorlage abzulehnen. Unsere Landschaft hat Besseres verdient. Dass die Abstimmungserläuterungen die Gegenargumente nicht enthalten und hierfür auf das Wortprotokoll des Einwohnerrats im Internet verweisen, zeugt von einiger demokratischer Unreife der Wettinger Regierung. Als Stimmberechtigter erwarte ich, dass mich das Abstimmungsbüchlein objektiv über die Vor- und Nachteile einer Vorlage informiert und keine relevanten Informationen unterdrückt. Ich stimme mit der Mehrheit des Einwohnerrats: Nein. Hannes Streif Ja zur Menschlichkeit Ich möchte alle stimmberechtigten Personen dazu aufrufen, am 19. November bei der Abstimmung für die Spezialzone Berg mit Ja zu stimmen. Die Stiftung Begegnung mit Tieren ermöglicht sozialbenachteiligten Menschen einen Moment der Unbeschwertheit. Für Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen, ist dies nicht selbstverständlich. Gerade heute, zwei Wochen vor der Abstimmung, durfte ich mit Klientinnen und Klienten einen Morgen auf dem Hof der Familie Sozzi verbringen. Im Rahmen eines Schulprojektes wurden uns die Tierwelt und der Umgang mit der Natur auf eine lehrreiche und liebevolle Art und Weise vermittelt. Familie Sozzi und ihre Mitarbeitenden haben den Morgen so gestaltet, dass alle Personen, hatten sie noch so eine schwerwiegende Behinderung, mitmachen konnten. Wo ist dies sonst möglich? Ich kenne keinen Betrieb in Wettingen, der sich diesen Menschen mit einem so extrem grossen Engagement annimmt. Ich persönlich denke, dass viele Personen, die sich in der letzten Zeit negativ gegenüber dem Projekt ausgesprochen haben, sich nicht ansatzweise vorstellen können, was dies für diese Menschen bedeutet, wenn sie dieses Angebot nicht mehr nutzen können. Familie Sozzi und die Stiftung leisten einen wichtigen Beitrag an die Gesellschaft. Daher rufe ich Sie dazu auf, gehen Sie wählen, stimmen Sie Ja. Ja zur Menschlichkeit. Christine Scoppa Nicht gegen den Therapiehof, aber gegen die Teiländerung Nutzungsplanung Kulturland Ja, wir sind immer noch der Meinung, dass der Einwohnerrat richtig entschieden hat. Der Therapiehof wurde seit über zwanzig Jahren immer wieder erweitert, dies im Wissen, dass nicht alle Bauten den Vorschriften entsprechen. Dass nun eine Umzonung einer Landwirtschaftszone, welche sich in der Lägernschutzzone befindet, vorgenommen werden soll, um die illegal erstellten Bauten zu legitimieren, finden wir nicht richtig. Dies hat nichts mit dem Therapieangebot und den Menschen zu tun, welche das Angebot nutzen. Eine Umzonung sollte nicht leichtsinnig vorgenommen werden. Auch dann nicht, wenn diese von Menschen genutzt wird, welche eine Therapie in Anspruch nehmen. Wir sind der Meinung, dass alle Einwohner in Wettingen gleich zu behandeln sind. Aus diesem Grunde ist ein Nein zur Teiländerung Nutzungspla-

nung Kulturland (Spezialzone Berg) kein Nein zum Therapieangebot, sondern ein Nein gegen die Umzonung. Marcel Aebi und Simona Nicodet

Wettinger können stolz sein Das Engagement und den enormen Einsatz, mit dem Sozzis ihren Hof zu einem einmaligen Ort für tiergestützte Pädagogik entwickeln, durfte ich als Co-Schulleiterin der HPS Wettingen während Jahren (2003–2016) mitverfolgen. Im Klassenverband und in Kleingruppen, angepasst an ihr Alter und ihren Entwicklungsstand, machen die Schülerinnen und Schüler lehrreiche, motivierende, naturnahe Erfahrungen mit den Tieren und durch die aktive Teilnahme am Geschehen auf dem Hof. Dank der engen Zusammenarbeit der Mitarbeitenden gelingt es, auch Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit grossen körperlichen Einschränkungen diese Erfahrungen zu ermöglichen. Dafür braucht es grosses Fachwissen, permanente Aus- und Weiterbildung, vor allem aber viel Herzblut, Kreativität und Enthusiasmus bei allen Beteiligten. Liebe Wettingerinnen, liebe Wettinger, mit Ihrem Ja sagen Sie Ja zur Weiterentwicklung eines Kleinods, auf das Sie alle sehr stolz sein können. Madlen Bärtschi

Gutes tun statt verhindern Eine Gruppe von sehr engagierten Leuten hat eine nachhaltige Umsetzung von wichtigen Therapiemöglichkeiten für die Region Wettingen/Baden erarbeitet und wird von Verhinderern ausgebremst ... Die Argumente sind nicht wirklich klar – auch der Kanton sieht in diesem Projekt keine Probleme für Natur, Tiere und Landschaftsschutz. Für mich sind die Argumente der Gegnerschaft im Einwohnerrat unverständlich. Der geplante Therapiehof wird nicht irgendwo im Eigi, unserem tollen Naherholungsgebiet, gebaut, sondern eingepasst in die bestehende Siedlungsstruktur. Das viel vorgebrachte Argument des Landschaftsschutzes zieht an diesem Ort nicht. Im Gegenteil: Das Projekt legt sehr viel Wert auf die Umgebungsgestaltung und auf Ausgleichsmassnahmen mit Hecken, Hochstammbäumen etc. Die eigens dafür geschaffene Spezialzone Berg eignet sich deshalb hervorragend für den weiteren Betrieb des Therapiehofs. Ich bin deshalb überzeugt, dass der Therapiehof an neuer Wirkungsstätte richtig ist. Ich stimme am 19. November aus Überzeugung Ja zur Spezialzone Berg und fordere Sie auf, Gleiches zu tun. Thomas Quenzer Es geht nicht um eine Familie Zum Leserbrief von Nunzio Bova in der Limmatwelle vom 2.11.23 Hier geht es nicht um eine Familie. Es sollte eigentlich auch nicht um Eifersucht oder persönlichen Groll und Anschuldigungen von Personen oder Verbindungen gehen. Es wäre höchst wünschenswert, beim Thema zu bleiben und einen Platz zu bewahren für Menschen, welchen es verwehrt ist, sich für sich selbst einzusetzen. Es geht darum, eine soziale Stiftung von der Gründerfamilie unabhängig zu machen und in

professionellere Strukturen zu überführen. Dies mit der dafür mindestens notwendigen Infrastruktur, damit die Menschen, die das Therapieangebot nutzen, davon maximal profitieren. Nur darum geht es. Weg vom Familienbetrieb hin zur Sozialinstitution, welche bisher überregional interessiert und genutzt wird. Es wäre schade für Wettingen, dies zu verlieren. Persönlicher Profit, wie es hier sonderbarerweise vorgeworfen wird, ist niemals mit sozialer Arbeit zu erreichen. Krampfhaft werden Gründe gesucht, welche die in die Natur eingebettete Institution, wo sie hingehört, mit Tier- und Naturtherapie verunmöglichen sollen. Nicht zu vergessen: Diese Institution ist ein Ort, an dem die nächste Generation einen sorgsamen Umgang mit Natur, Tier und Mitmensch lernt. Michelle Fehr

Therapiehof ins Gebiet des Lägernschutzdekrets? In der Vergangenheit vernachlässigte die Gemeinde Wettingen oftmals die Aufsicht über die Bestimmungen des Lägernschutzdekrets. Bei einem Bildungsurlaub hatte ich Gelegenheit, während vier Monaten im Kantonalen Baudepartement, Sektion Natur und Landschaft, mitzuwirken. Der ehemalige Vorsteher dieser Abteilung, Dr. M. Disteli, ärgerte sich mehrmals über die Beseitigung von Hecken im Schutzgebiet Lägern in Wettingen, ohne dass die Gemeinde reagierte. Eine massive Rodung am Lägernhang übersah die Gemeinde wiederum, worauf eine Privatperson Strafanzeige erstattete. Die beschuldigte Person erhielt eine massive Busse. Und nun soll in der Landschaftsschutzzone ein Therapiehof entstehen, Bauten von 850 Quadratmetern mit den an der Hanglage nötigen Einrichtungen und Zugängen für Personen mit Beeinträchtigung. Aufgrund des erweiterten Angebots an Therapie wird auch die Nachfrage dementsprechend grösser, für Anwohner und Schutzzone eine zusätzliche Belastung. Überall in der Schweiz verschwinden aufgrund von Überbauungen Grünzonen und nun soll gar in einer Landschaftsschutzzone – der Aargauer Grossrat hat das Schutzdekret beschlossen – eine Ausnahme gemacht werden. Als ehemaliger Präsident eines städtischen Natur- und Vogelschutzvereins habe ich kein Verständnis für diesen Plan. Bekanntlich soll der Therapiehof Personen mit Beeinträchtigung aus der ganzen Region zur Verfügung stehen. In diversen Leserbriefen ist auf Alternativen hingewiesen worden, andernorts, wo bereits entsprechende Bauten bestehen, eine solche Therapiemöglichkeit zu realisieren. Somit ist für mich klar: Nein zur Spezialzone Berg. Armin Zimmermann

Auf dem Buckel jener, die keine Stimme haben Welche Motive leiten die Gegner, das Therapieangebot der gemeinnützigen Stiftung Begegnung mit Tieren auszusiedeln? Eine Sache wird nicht wahrer, je öfter falsche Fakten wiederholt und korrekte ausgelassen werden. Warum wird ständig erklärt, dass das betroffene Gebiet eine Naturschutzzone ist

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und nicht eine Landschaftsschutzzone und in der Bau- und Nutzungsordnung eine Bebauung unter bestimmten Umständen zugelassen ist, daher das Lägernschutzdekret nicht tangiert? Warum werden nie die Ausgleichsmassnahmen erwähnt, die explizit definiert sind und mit Hecken, Hochstammbäumen, Trockenmauern, neuen Weihern zur Vernetzung und den nötigen Erhaltungsmassnahmen verpflichtend festgesetzt wurden? Warum werden unbegründete Gerüchte angeblicher Mauscheleien gestreut? Warum wird der Splitter in den Augen der anderen leidenschaftlich gesucht, aber jener in den eigenen Augen grosszügig übersehen? Mit welcher Leichtigkeit sind die Gegner bereit, Menschen, die besondere Förderung und Schutz benötigen, ohne begründete Argumente den bewährten, vertrauten Ort am Lägernhang zu nehmen. Leider haben die Betroffenen keine Stimme und bringen keine Stimmen. Wie einfach ist es daher, ihre Bedürfnisse auszublenden und über sie zu verfügen. Mit einem Ja zur Spezialzone Berg vermitteln wir den Menschen mit einer Beeinträchtigung und ihren Angehörigen, dass spezifische Angebote für sie in Wettingen eine Selbstverständlichkeit sind und sie nicht den Buckel für Nebenspielplätze anderer hinhalten müssen. Hanna Läng Für die, die nicht für sich selbst einstehen können Ich bin auch der Meinung, dass gerade in unserer heutigen Zeit der Umweltschutz ein enorm wichtiges Thema ist. Hier wird aber die Argumentation für den Umweltschutz aus den falschen Beweggründen benutzt. Das Ziel dieses Projekts ist, die Begegnung von Mensch, Tier und Natur zu fördern. Aus meinem beruflichen Hintergrund durfte ich Erwachsene wie auch Kinder mit verschiedenen Beeinträchtigungen auf den Therapiehof begleiten. Dabei konnte ich miterleben, wie diese Menschen Vertrauen und eine Beziehung zu den Tieren aufbauten. Kinder, die durch ihre Beeinträchtigung in ihrer eigenen Welt leben, lernten von den Tieren, Nähe zuzulassen. Kinder, die Mühe haben, sich selbst wahrzunehmen und zu spüren, schienen vermehrt bei sich zu sein. In diesem Leserbrief möchte ich mich für all die Menschen einsetzen und für sie sprechen, die nicht für sich selbst einstehen können. Menschen, die auch sonst in unserer Gesellschaft zuletzt an die Reihe kommen und für Inklusion kämpfen müssen. Deshalb finde ich es für all diese Menschen von enormer Wichtigkeit, dass sie diese Möglichkeit, die Begegnung mit Tieren, weiterhin nutzen können – begleitet von Fachpersonen, die sich voller Herzblut und Engagement für diese Menschen, die Tiere und die Natur einsetzen. Tamara Bieri

In eigener Sache Da die Referendumsabstimmung am Sonntag, 19. November, erfolgt, sind dies die letzten Leserbriefe, die publiziert werden. Die Redaktion


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WETTINGEN/NEUENHOF

LESERBRIEFE ZUM ABSTIMMUNGSPROZEDERE Antwort auf den Leserbrief von Marcel Hug im «Badener Tagblatt» am 2.11.23 Ich schreibe diesen Leserbrief als Privatperson. Im Leserbrief von Marcel Hug wird mir als Co-Präsident des Vogel- und Naturschutzvereins Wettingen eine enge Beziehung zur Gesuchstellerin unterstellt. Ja, ich kenne die Familie Sozzi seit über 30 Jahren, aber ich bin weder familiär, geschäftlich noch politisch mit der Familie verbandelt. Und solche Aussagen sind symptomatisch für diesen Abstimmungskampf. Es wird mit Vermutungen und Behauptungen «argumentiert». Ich wünsche mir eine faktenbasierte und sachliche Diskussion. Die Entwicklung dieser Spezialzone dauert nun schon 10 Jahre. In dieser Zeit wurde das Projekt, im engen Austausch mit den kantonalen Fachstellen, sichtbar verbessert und optimiert. Ich durfte die-

sen Prozess als Mitglied der Planungskommission der Gemeinde fachlich begleiten. Die baulichen Massnahmen sind unbestritten ein Eingriff in die Landschaft. Die aktuell vorhandene Topografie ist definitiv nicht der Naturzustand. Von dem oft vorgebrachten Argument des Biodiversitätsverlusts kann keine Rede sein, es ist eine normale artenarme Landwirtschaftsfläche. Es geht bei dieser Vorlage um eine Landschaftsschutzzone und nicht um eine Naturschutzzone. Auch dazu wird von der Gegnerschaft nicht fachlich korrekt argumentiert. Und wer sich die Umgebung noch etwas weiter anschaut, muss feststellen, dass direkt östlich an die geplante Spezialzone eine Privatparzelle, ebenfalls ein Gegner des Projekts, angrenzt, die jegliche Vorstellung einer Landschaftsschutzzone mit Füssen tritt. Ein gepüt-

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zelter Garten mit Rasenflächen, standortfremden Bauten und Bepflanzungen, welcher ebenfalls in der Landschaftsschutzzone liegt und zudem gemäss der Nutzungsplanung noch partielle Magerwiesenbereiche aufweisen sollte. Die Gegnerschaft des Projekts verlangte im Einwohnerrat eine geheime Abstimmung. Wieso steht die vom Volk gewählte Vertretung im örtlichen Parlament nicht öffentlich zu ihrer Meinung? Mit der Realisierung der Spezialzone Berg und der zwingend notwendigen und konsequenten Umsetzung der vorgesehenen ökologischen Ausgleichsmassnahmen wird sich ein deutlicher Mehrwert für die lokale Artenvielfalt ergeben. Nutzen Sie daher die Gelegenheit und legen Sie am 19. November ein überzeugtes Ja für die Spezialzone Berg in die Urne. Marco Kaufmann Mangelhafte Information Der Gemeinderat informiert mangelhaft über die Abstimmungsvorlage Spezialzone Berg. Am Freitag, 3. November, bekam die Wettinger Stimmbevölkerung Post der Gemeinde – das Abstimmungscouvert wurde versandt. Über acht Seiten hinweg erläutert der Gemeinderat dem Stimmvolk die Spezialzone Berg. Aber wo bleiben die Argumente der Gegnerschaft dieser Umzonung? Der Gemeinderat verweist dafür lediglich auf einen QR-Code, der zum Wortprotokoll über die Verhandlungen im Einwohnerrat führt. Mit keinem Wort sind also die Gegenargumente im Abstimmungsbüchlein zu finden. Mit dem frühzeitigen Versand sind also nicht nur die Gegenargumente der Umzonung nicht zugänglich – der Gemeinderat erschwert zusätzlich deren Zugänglichkeit, indem sie lediglich online abrufbar sind. Es ist die Pflicht des Gemeinderates, ausgewogen und möglichst ohne Hürden die Stimmbevölkerung über eine Vorlage zu informieren. Sarah Steinmann

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Doppeltes Nein Ich empfehle den Wettingern unter anderem aus folgenden Gründen ein Nein: 1. Kein überwiegendes öffentliches Interesse: Die alte Landschaftsschutzzone ist ein öffentliches

Interesse, das allen Bürgern zugute kommt. Der Therapiehof ist eine privatwirtschaftliche Organisation und kann deshalb nicht im überwiegenden öffentlichen Interesse liegen. 2. Keine objektive Darstellung der Abstimmungsvorlage: Dies ist vorliegend nicht erfüllt, weil erstens die Gegenargumente nicht aufgeführt werden; zweitens die Dimensionen der Anlage bewusst nicht gezeigt werden; drittens die knappe Terminierung der Abstimmung eine Diskussion verhindert (15. Oktober Einreichung der Unterschriften, 3. November Versand der Abstimmungsunterlagen); viertens der Gemeinderat entgegen der Aussage des Präsidenten nicht neutral ist, sondern für die Vorlage. Er hat dem Begehren zugestimmt und die Einsprachen ohne materielle inhaltliche Begründung abgewiesen. Der Gemeindepräsident zeigt mit seinen Aussagen ein spezielles Demokratieverständnis, weshalb ein Nein zur Vorlage angezeigt ist. Marcel Hug Anm. der Redaktion: Auf Anfrage schreibt der Gemeinderat: «Gemäss 15a Abs. 3 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) hat nur das Referendumskomitee Gelegenheit zu einer schriftlichen Stellungnahme. Für den Gemeinderat gilt weiter gemäss § 15a Abs. 2 GPR, dass er kommunalen Abstimmungsvorlagen einen kurzen erläuternden Bericht zu verfassen hat. Dieser enthält das Ergebnis des Einwohnerratsbeschlusses und berücksichtigt auch die Meinung wesentlicher Minderheiten. Angesichts der Diskussionen im Einwohnerrat und unter Berücksichtigung des Abstimmungsergebnisses im Parlament hat der Gemeinderat darauf verzichtet, die Pro- und Kontra-Argumente in der Abstimmungsvorlage aufzulisten. Er verweist ausdrücklich auf das auf der Homepage aufgeschaltete Protokoll der Einwohnerratssitzung. Darin sind diese Argumentationen nachzulesen. Die Dimension der Anlage ist den ebenfalls öffentlich einsehbaren Informationen zur Einwohnerratssitzung zu entnehmen. Der Gemeinderat sah keinen Grund, die Abstimmung erst auf den nächsten Blankoabstimmungstermin im März 2024 zu verlegen. Mit Beginn der Unterschriftensammlung durch das Referendumskomitee ist die Diskussion in der breiten Öffentlichkeit bereits lanciert worden.»

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AUS DEM GEMEINDERAT

Vocappella Wettingen ist bereit für das musikalische Abenteuer.

zVg

Musikalische Reise um den Globus Unter der musikalischen Leitung von Akira Tachikawa lädt Vocappella Wettingen zur Reise unter dem Motto «Globetrotter» ein. Bald ist es so weit – die Koffer sind gepackt und schon geht es los! Einmal rund um den Globus, quer durch 5 Kontinente. Vocappella freut sich, wenn sich viele Zuhöre-

rinnen und Zuhörer die Zeit nehmen, sie auf der musikalischen Reise unter dem Motto «Globetrotter» zu begleiten. Vorverkauf unter: www.vocappella.ch. Saal Schulhaus Margeläcker, Wettingen, Freitag, 17., und Samstag, 18. November, 19.30 Uhr, Sonntag, 19. November, 17 Uhr. Abendkasse und Türöffnung 1 Stunde vor Konzertbeginn. Barbetrieb mit Drinks. (zVg)

Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende Personen haben bei der Gemeinde Neuenhof ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Roni Yosma, 2011, türkischer Staatsangehöriger, Hardstrasse 55, Neuenhof; Arlind Shkodriqi, 2004, kosovarischer Staatsangehöriger, Hardstrasse 82, Neuenhof; Mathumisa Ganeswaran, 2004, sri lankanische Staatsangehörige, Zürcherstrasse 148, Neuenhof. Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zum Gesuch einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie auch negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen. Termine 13. November, 17 Uhr: unentgeltliche Rechtsauskunft, Untergeschoss Gemeindehaus; 20. November, 19 Uhr: Einwohnergemeindever-

sammlung, Aula; 21. November, 19.30 Uhr: Ortsbürgergemeindeversammlung, Alterssiedlung Sonnmatt Neuenhof; 26. November, 9–9.30 Uhr: Urnenöffnung Gemeindehaus, 2. Wahlgang für einen Sitz im Ständerat.

Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Die Öffnungszeiten und die Erreichbarkeit (Schalterdienst) sind wie folgt: Montag, 8–11.30 und 14–18 Uhr, Dienstag/Donnerstag, 8–11.30 Uhr, Mittwoch, 8–11.30 und 14–17 Uhr, Freitag, 7.30–14.30 Uhr.

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Dank Roboter mehr Zeit für die Kundschaft

Die TopPharm Neuenhofer Apotheke präsentiert sich nach dem Umbau in einem stilvollen Ambiente. Und dank dem Medikamenten-Roboter bleibt mehr Zeit für das Beratungsgespräch. «Wir hören immer wieder, wie gelungen der Umbau geworden sei», sagt Apotheker und Inhaber Mauro Santin. Durch die speziellen Beratungstheken kann ein optimaler Abstand zum nächsten Kunden gewährleistet werden. Und dank dem Medikamentenroboter, der

die Medikamente gemäss Rezept eigenständig zusammenträgt, bleibt mehr Zeit für die Beratung. Der Roboter kann noch mehr. Er ist auch in der Lage, die bestellten Medikamentenlieferungen vollautomatisch einzulagern. «Er arbeitet absolut zuverlässig. Selbstver-

Mauro Santin vor der Roboteranlage, die die Medikamente selber bewirtschaftet. Foto: cfr

ständlich wird genau geprüft, von der Pharmaassistentin und von mir oder der Apothekerin, dass alles korrekt ist», betont Santin. Wer möchte, darf es sich beim Warten auf der Sitzgelegenheit mitten im Raum gemütlich machen. Für „Unterhaltung“ sorgen Bildschirme, die sogenannten Singing Walls, über die Videoausschnitte von beispielsweise Naturlandschaften zu sehen sind. Der neue Roboter im Untergeschoss sorgt noch für einen weiteren Vorteil – es konnte Platz gewonnen werden. Platz, für einen grossen Aufenthaltsraum und eine Garderobe für die Angestellten. «Vor dem Umbau mussten wir gewisse Beratungsgespräche im Pausenraum machen, was unglücklich war», sagt Santin. Neu können die Beratungen in zwei Beratungsräumen durchgeführt werden. Im grösseren Raum können auch Impfungen oder Bagatellfälle wie etwa Schnittwunden versorgt werden. «Wir arbeiten mit Medgate

zusammen, können somit Ärzte bei Bedarf per Video zuschalten», betont Santin. Ziel sei, den Notfalldienst längerfristig zu entlasten. Mauro Santin hat die Apotheke 2018 übernommen. Dass sich ein Umbau schneller aufdrängte, als geplant, hat auch mit Corona zu tun. „Ich musste während der Pandemie die Arbeitsplätze aufrüsten, die Abläufe wurden aufwendiger und wir verloren an Effizienz“, sagt Santin. Zudem war ihm wichtig, für sein 20-köpfiges Team eine WorkLife-Balance zu schaffen. Die Möglichkeit mit reduzierten Pensen zu arbeiten ist genauso eine Selbstverständlichkeit wie regelmässige Geschäftsausflüge. TopPharm Neuenhofer Apotheke Albertstrasse 4 5432 Neuenhof 056 406 11 20


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NEUENHOF

Nicht alle haben ein Lehrerdiplom

Einst Automatiker und Berufsmusiker, heute Lehrer. Heute gibt es verschiedene Möglichkeiten, Lehrperson zu werden. Auch ohne Diplom. MELANIE BÄR

Donnerstagmorgen nach den Herbstferien um halb acht. Es ist noch dunkel und es regnet. 130 Lehrpersonen arbeiten an der Schule in Neuenhof. Einige von ihnen stehen bereits vor der Klasse. Ein Lehrer ist gerade dabei, alles für den Unterricht parat zu machen. «In diesem Zimmer unterrichte ich als Fachlehrer», sagt er und öffnet die Türe eines Musikschulzimmers. Der Lehrer möchte nicht mit seinem Namen in der Limmatwelle erscheinen. Er unterrichtet die Schüler nämlich nicht nur vier Tage als Fachlehrer mit Ausbildung im musischen Bereich, sondern auch einen Tag als Primarschullehrer – ohne Lehrerdiplom. Er befürchtet, dass es Leute gibt, die seine Arbeit deswegen diskreditieren. An anderen Schulen, an denen er vorher unterrichtete, wurde ihm deshalb geraten, nicht zu kommunizieren, dass er kein Lehrerdiplom besitzt. Einst Automechaniker und Musiker Der Familienvater hatte einst eine Ausbildung als Automechaniker absolviert und dann zehn Jahre als Automatiker in der Wirtschaft gearbeitet. Er montierte Zugsteuerge-

räte, Vermessungsanlagen und baute Steuergeräte oder Präzisionsanlagen zusammen. Und er half bei der Konstruktion der Raketenspitze für die europäische Raumfahrt mit. Zum Unterrichten ist er übers Schlagzeugspielen gekommen. Vor etwa 15 Jahren machte er sein Hobby zum Beruf und liess sich im Inund Ausland zum Profi-Schlagzeuger ausbilden. An der Hochschule für Künste schloss er das Masterstudium Pop und Rock ab. Das erlaubte ihm, nicht nur als ProfiSchlagzeuger zu arbeiten, sondern auch an Schulen Schlagzeugunterricht zu geben. Das tat er schliesslich, auch wenn er vom Einsatz auf Bühnen bei Konzerten, Hochzeiten und anderen Anlässen lebte. Auch in Neuenhof hatte er einen Einsatz: als Bandmitglied bei der Aula-Einweihung. «Das war mein Einstieg an der Schule Neuenhof, ich wurde daraufhin angefragt, ob ich zwei Stunden als Fachlehrer unterrichten möchte.» Er fand seinen Traumjob. Die Arbeit mit Kindern gefiel ihm so gut, dass er sich an den Morgen, die er als Musiker meist frei hatte, auch als Klassenassistent zur Verfügung stellte. Später unterrichtete er an anderen Schulen auch als Primarlehrer. Studium für Quereinsteiger An der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW) gibt es eine Studienvariante für Quereinsteigende, die zum eidgenössisch anerkannten Lehrerdiplom führt. Das Vollzeitstu-

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Lehrermangel auch an der Schule Neuenhof. dium dauert drei Jahre, der integrierte Berufseinstieg ist ab dem zweiten Studienjahr vorgesehen. «Als Hauptverdiener kann ich mir das nicht leisten. Gäbe es eine kürzere Ausbildung, würde ich sie sofort machen», sagt der Lehrer. Solche kürzere Ausbildungen – die sogenannte Stufenerweiterung – gibt es für Lehrpersonen, die bereits ein Lehrerdiplom besitzen und nur einen Stufenwechsel vornehmen wollen, wenn sie beispielsweise als Primarlehrer auf die Oberstufe wechseln wollen. «Es gab noch nie so viele Möglichkeiten, Lehrperson zu werden wie momentan», sagt Christian Irgl, Mediensprecher von der PH FHNW. Lehrpersonen ohne Diplom Zahlen, wie viele Lehrpersonen ohne Lehrerdiplom vor der Klasse stehen, gibt es gemäss Simone Strub Larcher nicht. Anstellungsbehörde ist die Schulführung vor Ort. Die Schulleitung beurteilt somit die Qualifikationen von Bewerbenden und entscheidet über eine Anstellung. Dem BKS sei bewusst, dass die Besetzung von Stellen nach wie vor sehr anspruchsvoll ist. «Dennoch ist anzustreben, dass die unterrichtenden Lehrpersonen über die erforderliche fachliche, pädagogische und methodisch-didaktische Qualifikation verfügen oder bei teilweise fehlenden Qualifikationen diese innerhalb von fünf Jahren nachholen. Während dieser Zeit erfolgt ein Lohnabzug von fünf Prozent», sagt die Presse-

Alex Spichale/Archiv

sprecherin des Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS). Die ersten Schülerinnen und Schüler öffnen die Schulzimmertüre und begrüssen ihren Lehrer, erzählen von ihren Ferien. Als Profimusiker fällt es ihm leicht, die Kinder für Noten, Rhythmus und Musik zu begeistern. Ebenso, sie beim Einstudieren von Liedern für einen Schulanlass auf dem Keyboard zu begleiten. Diese Kenntnisse sind ihm auch an der Pädagogischen Hochschule in Bern zugutegekommen, wo er einen CAS für Musikalische Grundschule erwarb. Während dieses Unterrichts kann er aus dem Vollen schöpfen. Für die viereinhalb Stunden, die er als Primarlehrer Mathe, Deutsch und Zeichnen unterrichtet, sei sein Vorbereitungsaufwand viel grösser. Da habe er sich richtig reingekniet, den neuen Lehrplan und die Lehrmittel studiert und sich viel mit anderen Lehrpersonen ausgetauscht und zusammengearbeitet. Trotz diesem Mehraufwand sieht er auch Positives an seinem Werdegang: «Dank den Erfahrungen, die ich in der Berufswelt vorher sammelte, bringe ich einen gefüllten Rucksack mit, das hilft mir beim Schulgeben.» Sagt es, fügt an, dass Lehrer sein Traumjob ist, er nicht mehr mit der Bühne tauschen wolle, und widmet sich den Schülern, die bereits im Kreis sitzen und darauf warten, bis der Unterricht endlich beginnt. Infos zu Ausbildungsmöglichkeiten: https://www. fhnw.ch/de/studium/paedagogik/ein-erstklassiger-weg-macht-schule


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«Schule ist an Belastungsgrenze» Um dem Lehrermangel entgegenzuwirken, arbeiten an der Schule in Neuenhof 20 Personen, die kein Lehrerdiplom besitzen. Gesamtschulleiterin Renate Baschek über Chancen und Risiken und woran das Schulsystem krankt.

Steigen die Ansprüche von Eltern und Gesellschaft an die Lehrpersonen? Mir kommt es so vor, als wäre die Schule eine soziale Institution, die nebenbei auch noch einen Bildungsauftrag erfüllen muss. Das funktioniert nicht. Die Schule muss den Mut haben, sich gegenüber gewissen Erwartungen abzugrenzen.

MELANIE BÄR

Fachkräfte- und Lehrermangel sind in aller Munde. Wie ist die Situation an der Schule Neuenhof? Renate Baschek, Gesamtschulleiterin: Im Schulwesen gab es immer wieder Wellenbewegungen, aber jetzt ist es mehr als eine Welle. Im vergangenen Schuljahr konnten wir die Stellen nur mit Ach und Krach besetzen. Immer mehr Lehrpersonen fallen aufgrund von Krankheit aus. Die Suche nach Stellvertretungen und der damit verbundene Administrativaufwand – für jede einzelne Stellvertretung braucht es einen Vertrag und eine Lohnverfügung – ist riesig. Macht Ihnen das Sorgen? Sehr. Von den rund 130 Lehrpersonen an unserer Schule verlassen jährlich rund 10 bis 20 die Schule aufgrund von Pensionierungen und Wechsel. Pro ausgeschriebene Stelle bekamen wir jeweils nur sehr wenige Bewerbungen. Von den Bewerberinnen und Bewerbern hatte kaum jemand eine Ausbildung. Wir haben keine wirkliche Auswahl mehr und müssen gottenfroh sein, wenn wir überhaupt alle Stellen besetzen können. Setzen Sie deshalb auch Personen ohne Lehrerdiplom ein? Der Lehrermangel zwingt uns, Lehrpersonen ohne Ausbildung anzustellen. Im Fachbereich ist das kein Problem. Wir haben beispielsweise zwei Werklehrer mit handwerklichem Hintergrund ohne pädagogische Grundausbild. Oder eine ausgebildete Opernsängerin, die das Fach Chor unterrichtet. Ich bin unglaublich dankbar um diese Personen. Wie viele Lehrpersonen arbeiten an der Schule Neuenhof ohne Lehrerdiplom? Aktuell arbeiten rund 130 Lehrpersonen an der Schule Neuenhof. Davon haben 7 Lehrpersonen keine pädagogische Ausbildung und sind nicht im Studium. 13 Lehrper-

Renate Baschek, Gesamtschulleiterin an der Schule Neuenhof.

Melanie Bär

sonen sind in Ausbildung, haben ständlich, denn Lehrpersonen ohne jedoch zurzeit noch keinen Ab- Diplom haben lediglich einen Lohnschluss. abzug von 5 Prozent, der nach 5 Jahren aufgehoben wird. Die AusWas sind Ihre Erfahrungen? Wir stel- bildung müsste sich auch im Lohn len nur Personen an, die wir als ge- ästimieren. Deshalb unterstütze ich eignet einstufen. Es gibt Querein- auch den politischen Vorstoss von steiger mit viel Lebenserfahrung, Grossrätin Simona Brizzi, die 10 die tolle Arbeit leisten. Ich stelle Prozent Lohnabzug fordert. lieber eine solche Person an als eine Lehrperson mit Diplom, die sich Neben dem klassischen Vollzeitstunicht eignet. Doch die Lehrpersonen dium gibt es an der Pädagogischen ohne Ausbildung brauchen Unter- Hochschule der Fachhochschule stützung, das belastet das System. Nordwestschweiz auch berufsbegleitende Studiengänge. Hilft das gegen Inwiefern? Sie brauchen eine erfah- Lehrermangel? Ich begrüsse die neurene Lehrperson oder die Schullei- en Berufsaubildungsmodelle mit tung, die sie bei Unsicherheiten um Praxisbezug sehr. Die Schule Neuenhof bietet diverse Praxisplätze an und wir machen sehr gute Erfahrungen mit den Studierenden, wel«Wir konnten die Stellen che nach Abschluss ihrer Ausbilnur mit Ach und Krach dung manchmal in Neuenhof bleibesetzen.» ben. Die Herausforderung am Lehrersein sind nicht die Methodik und der Schulstoff. Das kann man Rat fragen können. Das ist schwierig lernen. Es ist vielmehr der Umgang in einem Schulsystem, das aufgrund mit den Kindern im Schulzimmer. des Lehrermangels und der immer Als ich meine erste Klasse als Lehhöheren Ansprüche von Eltern und rerin unterrichtete, hatte ich super Gesellschaft sowieso schon an seiner Schulstunden vorbereitet – und Belastungsgrenze ist. konnte anfangs keine einzige wie geplant durchführen, weil die KinFührt das auch zu Unstimmigkeiten der sich nicht wie erwartet verhielinnerhalb des Lehrerkollegiums? Ja, ten. Als Lehrperson lernt man vieles vor allem der unentgeltlich geleis- erst, wenn man vor der Klasse steht. tete Zusatzaufwand macht Mühe Deshalb ist die Berufseignung so und es kommt auch zu Neid. Ver- wichtig.

Welche Erwartungen sprechen Sie an? Themen, die nicht zum Bildungsauftrag gehören, sondern Aufgabe der Eltern sind. Viele Kinder spüren sich nicht mehr, also bieten wir als Schule beispielsweise Achtsamkeitstraining an. Oder auf dem Heimweg von der Schule streiten sich Kinder und stören deshalb den Unterricht, also muss die Lehrperson den Konflikt klären, die Schulsozialarbeit involvieren und eine Triage organisieren. Doch eigentlich gehören solche Themen nicht zum Kernauftrag der Schule. Die Schulen müssten sich wieder auf den Bildungsauftrag konzentrieren können. Kann sich die Schule so vom Lehrermangel erholen? Ich habe kein Geheimrezept, aber das Rückbesinnen auf den Kernauftrag, nämlich die Umsetzung des Lehrplans, hilft beim Abgrenzen. Wenn es zu wenig Buschauffeure hat, werden gewisse Strecken nicht mehr bedient. Im Notfall müssten wir adäquat einzelne Dienstleistungen der Schule zurückschrauben und allenfalls auf Zusatzförderungen wie etwa die Begabtenförderung, den Chor oder das Lernatelier verzichten, damit es genügend Lehrperson hat, welche im Notfall die obligatorischen Lektionen übernehmen könnten. Und vielen Lehrpersonen würde es helfen, wenn sie mehr Verständnis von Seiten der Gesellschaft bekämen, dass sie nicht alles abdecken können und beispielsweise einem Kind auch einmal eine scharfe Grenze setzen müssen. Arbeiten in Neuenhof auch Klassenassistenzen und können sie das Problem mindern? In Neuenhof arbeiten zirka 20 Klassenassistenzen, sie benötigen keine Ausbildung, sie werden nach ihrer Eignung und Verfügbarkeit ausgewählt. Für diese Stellen haben wir viele gute Bewerbungen. Die Klassenassistenzen unterstützen die Lehrpersonen, lösen das Problem aber nicht grundlegend, da sie nicht selber unterrichten.


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KILLWANGEN/SPREITENBACH AUS DEM GEMEINDERAT

Ersatzwahl Gemeinderat Wie in der Limmatwelle vom 26. Oktober mitgeteilt, hat Martin Kreuzmann seine Demission als Gemeinderat per Ende Oktober eingereicht. Die Ersatzwahl findet am Sonntag, 3. März 2024, statt. Die offizielle Ausschreibung erfolgt in einer der nächsten Limmatwelle-Ausgaben. Die Ressorts von Martin Kreuzmann werden situativ innerhalb des Gemeinderates aufgeteilt, die Hauptverantwortung für das Ressort «Bildung» liegt bei Gemeindeammann Markus Schmid.

«Läuft es auf die Bürgerwehr Pro Spreitenbach diskutierte die Sicherheitsfrage der Gemeinde. DIETER MINDER

«Rufen Sie 117 an», forderte Hauptmann Oliver Bär, Chef der Regionalpolizei (Repol) Wettingen-Limmattal, auf. Er war Gastreferent bei Pro Spreitenbach. Zudem stellten sich die neue Gemeindeschreiberin Tanja Peric und der neue Verwaltungsleiter Patrick Geissmann kurz vor. Polit-Info Montag, 13. November, Gegen 50 Personen waren zum mo19.30 Uhr, Aula Schulhaus Zelgli. natlichen Anlass ins Restaurant Sternen Spreitenbach gekommen. Den Anlass hatte Präsident Peter INSERATE Wurzer unter das Motto «Die PoliGEMEINDE KILLWANGEN zei, dein Freund und Helfer» gestellt. Als Einstieg in das Gespräch Baugesuch wählte Wurzer Fragen zu den AnBauherrschaft: Walter Mäder AG, Industriestrasse 1, forderungen an die Repol Wettin8956 Killwangen gen-Limmattal, deren Zuständigkeit Grundeigent.: do. Projektverfasser: Bele Architekten + und dem Unterschied zur KantonsPartner GmbH, polizei. «Grundsätzlich haben wir Oberdorfstrasse 1, 5443 Niederrohrdorf alle den gleichen Grundauftrag, die Bauobjekt: Industriestrasse 1, 8956 Aufrechterhaltung der öffentlichen Killwangen (Parz. Nr. 98) Bauvorhaben: Ausbau Produktionshalle Ruhe, Ordnung und Sicherheit», MoFa (neue Maschine) sagte Bär. Im kantonalen «Dekret und Transferzone (neue Innenwärmdämmung, über die Gewährleistung der öffentErsatz Oberlichter, lichen Sicherheit» (Fassung vom Ersatz Befensterung Südfassade) 1.1.2016), umgangssprachlich PoliDas Baugesuch liegt vom 9. November zeidekret genannt, sind die Aufga2023 bis 11. Dezember 2023 während den ben der 15 Aargauer Regionalpoliordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtzeien geregelt. In ihre Zuständigkeit nahme auf. Einsprachen sind innert der fallen sicherheitspolizeiliche AufAuflagefrist an den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu gaben für die lokale Sicherheit, vererfolgen und muss einen Antrag sowie eine kehrspolizeiliche Aufgaben und Begründung enthalten. verwaltungspolizeiliche Aufgaben.

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Zusätzliche Leute im Einsatz Aus aktuellem Anlass, Halloween war am Vorabend, wollte eine Frau wissen, wie sich die Repol auf diesen Tag vorbereitet habe. «Wir haben frühzeitig mit den Gemeinden und Jugendarbeitern Kontakt aufgenommen», sagt Bär. Auch die Erfahrungen vergangener Jahre flossen in die Vorbereitung ein. Schwerpunkte waren dabei Neuenhof und Spreitenbach. «Wir hatten zusätzliche Leute im Einsatz.» Trotzdem kam es zu Gewaltakten, unter anderem durch Gruppierungen von bis zu 50 Jugendlichen: «Eine Patrouille wurde von Jugendlichen mit Feuerwerk angegriffen, ein Auto der Kantonspolizei beschädigt und ein Auto wurde vermutlich durch Feuerwerk in Brand gesetzt, sodass die Feuerwehr ausrücken musste.» Eine Frau, die das mit ihren beiden Kindern erlebte, stellte die Frage: «Läuft das auf eine Bürgerwehr hinaus?» Bär

Die Gäste mit Verwaltungsleiter Patrick Geissmann (v.l.), Gemeindepräsident Markus Mötteli, warnte vor Selbstjustiz, forderte die Leute jedoch auf, aufmerksam zu sein: «Wenn Sie etwas beobachten, merken Sie sich auffällige Signalemente, Autonummern und Fluchtrichtung und melden Sie es der Polizei.» So können Anwohner die Polizei unterstützen. Für Bär sind solche Ereignisse auch eine Folge der Erziehung in der Familie: «Diese kann die Polizei nicht lösen.» Die Erfahrungen aus diesem Jahr werden in die Vorbereitungen für Halloween 2024 einfliessen. Ein Mann schlug vor, Halloween zu verbieten, und verwies auf den Kanton Zürich. Dort wurde vor Jahren der Schulsilvester verboten, weil es zu Gewaltakten gekommen war. Zu wenige Aspiranten ausgebildet Im Laufe der Diskussion wurde deutlich, dass der Personalmangel massgebend für die Aktivitäten der Polizei ist. Früher habe die Repol Wettingen-Limmattal zu wenig Aspiranten ausgebildet, sagte Bär zu einer Ursache. Das werde nun korrigiert. Eine weitere Ursache seien die Löhne: «Innerhalb der Aargauer Regionalpolizeien gibt es Lohnunterschiede von 800 bis 1000 Franken pro Monat.» Bei der Repol Wettingen-Limmattal komme erschwerend die Nähe zum Kanton Zürich hinzu, wo normalerweise höhere

Löhne bezahlt werden und ebenfalls viele Polizisten gesucht werden. «Sowohl bei der Stadt- als auch der Kantonspolizei Zürich gibt es sehr viele offene Stellen. Ein Wechsel über die Kantonsgrenze kann auch wegen grösserer Entwicklungsmöglichkeiten attraktiv sein», so Bär. Problem mit Elektrofahrzeugen Aus der Versammlung wurde weiter das Problem der Elektrofahrzeuge angesprochen. Ein Mann kritisierte dabei, dass die Postfachanlage beim Shoppi fast nicht zu erreichen ist: «Sie hat sich zum Töfflitreff entwickelt.» Wenn er durchgehen wolle, heisse es von den Jugendlichen oft: «Was willst du hier?» Er habe sogar erlebt, dass vorbeigehende Polizisten nichts unternommen haben. Die Polizei sollte hier für mehr Ordnung sorgen, fordert er. Bär empfahl, Polizisten vor Ort anzusprechen und auf die Problematik hinzuweisen: «Das dürfen Sie gerne, denn Polizist sein heisst nicht, alles zu wissen. Das Gespräch mit den Bürgern ist für erfolgreiche lokale Polizeiarbeit wichtig.» Dies gelte auch bei der Behinderung durch Elterntaxis. Im Bereich der Schulanlagen «Haufländli» und «Seefeld» sind sie ein spezielles Problem. Teilweise blieben die Mütter mit ihren Fahrzeugen im Kreisel stehen, wie


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hinaus?»

Gemeindeschreiberin Tanja Peric hören zu.

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AUS DEM GEMEINDERAT

is

Repol-Chef Oliver Bär informiert über die Aufgaben der Polizei. Ian Stewart selbst der Schulhauswart mitteilte. Der dadurch verursachte Verkehr belastet auch Quartierstrassen, die eigentlich verkehrsberuhigt sein sollten. Durch die Elterntaxis werde der Verkehr behindert und Fussgänger, darunter vor allem andere Kinder, gefährdet. Die Polizei würde gerne mehr Straftaten verhindern. Leider sei es – auch aus Kapazitätsgründen – nicht möglich, immer am richtigen Ort zu sein. Bär rät deshalb: «Wenn Sie etwas Verdächtiges feststellen, so rufen Sie 117 an, dann kommt die nächste freie Patrouille vor Ort, egal ob Regional- oder Kantonspolizei.»

Vandalismus an Halloween Wieder einmal mehr wurden an Halloween Vandalenakte ausgeübt. Diese Vandalenakte sorgen bei der Bevölkerung und der Gemeinde für Unverständnis, Ärger und hohe Kosten. Obwohl die Gemeinde Spreitenbach das Sicherheitsdispositiv erhöht hat und bereits vorgängig mit den Polizeiorganen die Situation besprochen wurde, konnten mutwillige Zerstörungen an privatem wie auch an öffentlichem Eigentum nicht komplett verhindert werden. Der Gemeinderat hat sich bei verübten Sprayereien und Vandalenakten an Gebäuden sowie Einrichtungen der Gemeinde Spreitenbach der Nulltoleranz verschrieben. Die verschiedenen Vorfälle werden konsequent bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Gelingt es der Polizei, die Täter zu ermitteln, wird ein Strafverfahren die Folge sein und die Kosten der Reparatur oder des Entfernens von Sprayereien und Schadenersatzansprüche von den Tätern eingefordert. Zudem ist ein Videoüberwachungskonzept in Arbeit, welches im nächsten Jahr umgesetzt wird. Für die Aufklärung dieser Straftaten ist die Gemeinde auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Hinweise werden vertraulich behandelt und für konkrete Informationen, welche zur Ermittlung einer Täterschaft führen, wird eine Belohnung von gesamthaft 1000 Franken ausgesetzt. Hinweise bitte an info@spreitenbach.ch. Die Bevölkerung wird zudem aufgefordert, generell bei verdächtigen Wahrnehmungen die Notrufnummer 117 anzurufen. Verkehrszählungen für die kantonale Verkehrsstatistik Die Abteilung Verkehr des Kantons Aargau führt auf dem gesamten Kantonsgebiet regelmässig Verkehrszählungen für die Verkehrsstatistik durch. Die Zählgeräte werden dazu an geeigneten Standorten neben der Strasse (zum Beispiel an Kandelabern oder als Leitpfosten) montiert und beeinträchtigen den Verkehrsfluss während der rund zweiwöchigen Messung nicht. In Spreitenbach werden in der Zeit vom 14. bis 27. November entsprechende Verkehrszählungen durchgeführt.

Die Unterlagen werden den Stimmberechtigten bis spätestens 14. November zugestellt. Die Akten zu den traktandierten Sachgeschäften liegen in der Zeit vom 14. bis 28. November auf der Kanzlei, Gemeindehaus, zur Einsichtnahme auf. Detaillierte Unterlagen können zudem ab dem 14. November unter online www.spreitenbach.ch (Politik/Gemeindeversammlung/Einwohnergemeinde Traktandenlisten) eingesehen werden.

Spreitenbach

Bauausschreibung BG Nr: Bauherr:

3320-004 Limeco Regiowärme, Reservatstrasse 5, 8953 Dietikon Bauobjekt: Netzplanung Fernwärme/kälte ab Tivoli mit Anschluss Kirkbi, Industrie-/ Pfadackerstrasse Baustelle: Industriestrasse Parzelle: 1226, 3104, 1249, 1239, 1259 Zusatzbew.: Departement Bau, Verkehr und Umwelt Die öffentliche Auflage erfolgt vom 13. November 2023 bis 12. Dezember 2023 bei Planung und Bau, Gemeindehaus, Spreitenbach. Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Planung und Bau, Bahnhofstrasse 2, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Gemeinde Spreitenbach

Die neue Maschine ist je nach Saison regelmässig im Dorf zu erspähen. zVg Neue Strassenwischmaschine Die Strassen in Spreitenbach werden neu CO2-neutral gereinigt. Am 31. Oktober wurde die neue Strassenwischmaschine CityCat V20e mit Elektroantrieb von Bucher Municipal AG an das Bauamt ausgeliefert. Im Budget 2023 wurde dafür ein Betrag von 260 000 Franken eingestellt. Die höheren Anschaffungskosten gegenüber einer Maschine mit einem Verbrennungsantrieb werden durch die massiv tieferen Betriebskosten innert 7 bis 8 Jahren egalisiert. Die neue Strassenwischmaschine ist nicht nur umweltfreundlich, sondern bringt auch deutlich geringere Lärmemissionen mit sich.

Baubewilligung wurden erteilt an: Wincasa AG, Badstrasse 4, 5400 Baden, Neubau Fahrradunterstand, Althaustrasse 6–22; JT Performance GmbH, Industriestrasse 168, 8957, Spreitenbach, Einbau Tor, Zwischenstand und Kabinen, Industriestrasse 168; Brugger Liegenschaften AG, Schilpinstrasse 33, 5200 Brugg, Einbau Büro und Lager, Ergänzung 2 Parkplätze, Industriestrasse 164; Lincotek SpA, Limmatstrasse 2, 8957 Spreitenbach, Neubau, Abfallcontainer mit Einhausung im Aussenbereich und Neubau 4 Laser-Metallpulver-Geräte im Innenbereich Einwohnergemeindeversammlung an der Limmatstrasse. Der Gemeinderat hat die Traktandenliste und die Botschaft zur Ein- Termine 13. November, 17 Uhr, Unwohnergemeindeversammlung entgeltliche Rechtsauskunft, neues vom 28. November verabschiedet. Gemeindehaus.

Spreitenbach

Öffentliche Auflage Gestaltungsplan Bahnhofstrasse 96/98 mit teilweise Aufhebung Teilüberbauungsplan West (1978) Nach Abschluss des Mitwirkungsverfahrens und der kantonalen Vorprüfung werden die Entwürfe zum Gestaltungsplan Bahnhofstrasse 96/98 gemäss § 24 Abs. 1 Baugesetz öffentlich aufgelegt. Bestandteil des Gestaltungsplans Bahnhofstrasse 96/98 ist die teilweise Aufhebung des Teilüberbauungsplans West vom 18. April 1978 (Baulinie). Die Entwürfe mit Erläuterungen und der Vorprüfungsbericht liegen vom Montag, 20. November 2023 bis Dienstag, 19. Dezember 2023 am Schalter der Abteilung Planung und Bau im 1. Obergeschoss des Gemeindehauses, Bahnhofstrasse 2, Spreitenbach, auf und können während der ordentlichen Bürozeit eingesehen werden. Wer ein schutzwürdiges eigenes Interesse hat, kann innerhalb der Auflagefrist Einwendungen erheben. Organisationen gemäss § 4 Abs. 3 und 4 Baugesetz sind ebenfalls berechtigt, Einwendungen zu erheben. Einwendungen sind schriftlich beim Gemeinderat einzureichen und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Gemeinde Spreitenbach


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seiner Frau Anita das Unternehmen bis Ende Januar 2024 führt. «Wir durften die Kundschaft mit viel Herzblut bedienen. Für die Treue möchten wir uns bei den Kunden herzlich bedanken», betont er. Das Ehepaar Matt wird die Homepage sowie den Onlineshop weiterführen. Auch die Beratungstermine im Bereich Wasseradern und elektrosmogfreies Schlafen werden weiter angeboten. Am besten einfach möglichst bald vorbeischauen und von der Qualität und den tollen Preisen profitieren. Divani GmbH Güterstrasse 7, 8957 Spreitenbach 056 410 27 47, www.divani.swiss

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Bauausschreibung

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BG Nr: Bauherr:

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3499 Denner AG, Zentrale Dienste, Grubenstrasse 10, 8045 Zürich Bauobjekt: Anpassung Kältetechnik Denner Spreitenbach Shoppi Tivoli Baustelle: Shopping-Center 4 Parzelle: 1179 Zusatzbew.: keine Die öffentliche Auflage erfolgt vom 13. November 2023 bis 12. Dezember 2023 bei Planung und Bau, Gemeindehaus, Spreitenbach.

3469 Berardi Settimio, Fluestrasse 22, 8957 Spreitenbach Bauobjekt: Ersatz Thuja-Hecke durch Sichtschutzwand Baustelle: Fluestrasse 22 und 24 Parzelle: 3431 und 3430 Zusatzbew.: keine Die öffentliche Auflage erfolgt vom 13. November 2023 bis 12. Dezember 2023 bei Planung und Bau, Gemeindehaus, Spreitenbach.

Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Planung und Bau, Bahnhofstrasse 2, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten.

Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Planung und Bau, Bahnhofstrasse 2, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten.

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Gemeinde Spreitenbach

Anita und Stephan Matt inmitten der Möbel, die im Total-Ausverkauf erstanden werden können. Foto: cfr Die unter «Marktnotiz» publizierten Texte stehen ausserhalb der redaktionellen Verantwortung. Meldungen von KMU sind buchbar unter thomas.stadler@chmedia.ch, Tel. 058 200 57 73.

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SPREITENBACH

WOCHE NR. 45 DONNERSTAG, 9. NOVEMBER 2023

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Kosten führten zu Diskussionen Haupttraktandum am Politapéro war der Umbau des Gemeinde- in ein Schulhaus. Gemeindepräsident Markus Mötteli erklärte, warum es teuerer wird. MELANIE BÄR

Bei der ersten Schätzung im Jahr 2016 ging der Gemeinderat von Kosten von 11,8 Mio. Franken für den Umbau des alten Gemeindehauses aus. Als die Stimmberechtigten im 2021 den Kredit für den Gesamtleistungswettbewerb sprachen, lag die Schätzung bei 14,8 Mio. Franken. An der Gemeindeversammlung wird nun ein Gesamtkredit von 23,2 Mio. Franken beantragt. Zu dieser Kostensteigerung habe einerseits die massive Teuerung in der Baubranche geführt, sagte Gemeindepräsident Markus Mötteli am Politapéro. Doch nicht nur: «Weil wir anstelle des geplanten Primar- ein Oberstufenschulhaus erstellen, braucht es mehr Räume. Zusätzlich bauen wir auch den Kindergarten aus.» Anfänglich sei man noch davon ausgegangen, im alten Gemeindehaus Primarschüler unterzubringen. Wegen der Lage habe sich das als problematisch herausgestellt. «Die Aussenfläche des neuen Standorts ist begrenzt, Sportwiese, roter Platz und Pausenplätze müssen deshalb grösstenteils beim gegenüberliegenden Schulhaus Boostock genutzt werden.» Aus Sicherheitsgründen will man deshalb Oberstufenschüler im Umbau unterbringen, damit nicht Primarschüler in den Pausen und zum Sportmachen die Strasse queren müssen. Dies hat jedoch Folgen für die Räumlichkeiten. Für die Oberstufe wird die doppelte Anzahl an Gruppenräumen benötigt. Zusätzlich braucht es Lernateliers, Natur- und Technik- sowie Material und Vorbereitungsräume. Auch die Aula wird grösser als geplant. Kindergarten ins Projekt miteinbezogen Auch der beim alten Gemeindehaus liegende Kindergarten Althau soll den aktuell geltenden Standards für Kindergärten angepasst werden. Zurzeit ist es ein Provisorium, das durch die Umnutzung der nicht mehr gebrauchten Materialräume der Feuerwehr entstanden ist. Er entspricht nicht den vom Kanton

Am Politapéro stellte Gemeindepräsident Markus Mötteli den Umbau des alten Gemeindehauses vor. empfohlenen Normen, insbesondere der Aussenraum. «Wenn wir jetzt schon am Bauen sind, macht es Sinn, diese Sanierung in die Planungen miteinzubeziehen statt zwei, drei Jahre später erneut zu sanieren», begründet Mötteli. Diese Kosten sind allerdings bei den ursprünglichen Planungen nicht miteingerechnet worden. Architekt Daniel Schweizer: «Das Erdgeschoss bleibt erhalten, auf die darüberliegende Abwartswohnung wird ein Holzbau gestellt, sodass dieser Raum künftig als Kindergartenraum genutzt werden kann.» Eine Person aus dem Publikum fragte: «Eine grosse Aula mit Foyer; wie viel ist Luxus und Wunschdenken und was ist wirklich nötig?» «Aus meiner und aus der Sicht der Projektkommission ist es ein zweckmässiges Gebäude, das der heutigen Schulnorm entspricht, und absolut kein Luxusbau», sagte Mötteli. Selbstständigkeit wirkt sich auf die Raumplanung der Schule aus Eine andere Person wollte wissen, ob diese Raumplanung den Vorgaben der Schulen auch in den nächsten Jahren entspricht oder schon bald wieder mit angepassten Anforderungen zu rechnen sei. Schulleiter Roger Stiel versicherte, dass dieser Schulraum den Tendenzen entspreche, von denen man in den nächsten 15 Jahren ausgeht. Immer mehr Bedeutung komme der Selbstständigkeit und der Kommunikationsfähigkeit der Schüler zu. Deshalb brauche es Schulräume, in denen dieser Art von Unterricht Rechnung getragen werden könne. «Jetzt scheitert es oft an den Räumlichkeiten», sagt Stiel. Zusätzliche

Gruppenräume und Lernateliers seien deshalb wichtig. Mato Banovic, Präsident der MittePartei, wollte wissen, auf welchem Bevölkerungsniveau die Schülerzahlen basieren, für die der zusätzliche Schulraum berechnet wurde. Diese sei auf die in der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) berücksichtigte Zahl abgestimmt. «Der Schulraumbedarf sollte somit bis ins Jahr 2035 gedeckt sein», so Mötteli Photovoltaik auf allen Dächern Auch Energie und Umwelt wurden am Politapéro diskutiert. Werner Hauenstein, Präsident der Naturund Umweltkommission, regte an, das Regenwasser besser zu nutzen und Auffangtanks einzubauen. Zudem wies er darauf hin, dass Holzfassaden ohne Vordach schnell Schaden nehmen. «Das hängt von der Holzoberfläche und der Behandlung ab», antwortete der Architekt. Es ist geplant, die Tragstruktur mit Beton zu erstellen und die Aussenwände mit Holzelementen zu verkleiden. Beni Gerig von der Energiekommission betonte die Wichtigkeit der geplanten Photovoltaikanlage, die nachträglich auch auf den Altbau und das Kindergartendach ausgeweitet wurde, um die Dachfläche optimal auszunutzen. «Wenn damit mehr Strom produziert wird, als gebraucht werden kann, wird der Überschuss ins Netz abgegeben.» Jemand wollte wissen, wie geheizt wird. «Die Heizanlage ist an derjenigen im Boostock angeschlossen. Es ist geplant, die Gasheizung durch die Holzschnitzelheizung des Verbunds Fernwärme Neumatt der Ortsbürger zu ersetzen», sagte Mötteli.

Melanie Bär

Abstimmung an der Gemeindeversammlung Kritikpunkt gab es am Politapéro zu den Kosten. «Ich bin erschrocken, als ich den Betrag las», sagt Alexander Betschart von der Finanzkommission. Die Kommission habe das Projekt unterstützt, weil davon ausgegangen worden sei, dass mit der Umnutzung des alten Gemeindehauses kostengünstiger Schulraum geschaffen werde. Am Abend wurde mehrfach kritisiert, dass die Mehrkosten nicht im Finanzplan angepasst wurden. «Wir können nicht jedes Jahr eine Machbarkeitsstudie machen, um die Kosten neu zu bewerten», entgegnete Mötteli. Auch der Gemeinderat sei nicht erfreut über die Kostenentwicklung. «Trotzdem sind wir der Meinung, dass wir mit dem jetzigen Projekt und dem zusätzlichen Kindergarten ein gutes Projekt haben und wir die zusätzlichen Kosten in der jetzigen finanziellen Situation von Spreitenbach tragen können.» Ein Anwesender wollte vom Gemeinderat wissen, ob ein Plan B vorhanden ist, falls der Kredit an der Gemeindeversammlung im November nicht durchkommt. «Nein, es gibt keinen sinnvollen Plan B. Dann müssten wir zurück auf Feld eins», sagte Mötteli. Der Bedarf an zusätzlichem Schulraum müsste dann mit Containern wie in anderen umliegenden Gemeinden abgedeckt werden. Er verwies auf die schlechten Erfahrungen, die in den Schulhäusern Kreuzplatz und Hasel gemacht wurden. Bei Letzterem war das Dach undicht. Über den Kreditantrag wird an der Gemeindeversammlung am 28. November abgestimmt.


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WÜRENLOS

Anatolische Meze Mustafa Kurt und seine Frau Sascha Bader Kurt übernehmen das Gartenrestaurant am Bach und verwandeln es in ein Café. Am Samstag ist Eröffnung. SIBYLLE EGLOFF

Der Turnverein Würenlos freut sich auf die Turnervorstellung am 18. November in Das Lokal ist geschlossen, doch imder Mehrzweckhalle Würenlos. zVg mer wieder stehen Interessierte vor der Eingangstüre und blicken neugierig ins Innere. Lange müssen sie sich nicht mehr gedulden. Mustafa Kurt und seine Frau Sascha Bader Kurt eröffnen das Café Kurt am Bach in Würenlos am 11. November pünktlich zum Fasnachtsstart. Das Paar aus Regensberg tritt die Nachfolge von Esther und Peter Andres lungsreichen Nummern auf der an, welche das Gartenrestaurant am Der Turnverein Würenlos Bühne vorgestellt. Die Festwirt- Bach sechs Jahre lang führten. ist bereit und lädt am schaft wird für ein abwechslungs«Für mich geht hier ein Traum 18. November zur Turnerreiches Angebot an Speisen und Ge- in Erfüllung», sagt Mustafa Kurt. tränken sorgen. Grosse und kleine Acht Jahre lang betrieb er in Revorstellung unter dem Überraschungen werden bei der gensberg, der Heimat seiner Frau, Motto «Traumjob» ein. Tombola bereitstehen. Nach der das Restaurant Kurt. «Mich hat es Show wird die Möglichkeit bestehen, aber schon immer gereizt, ein Café Seit den Sommerferien sind die Vor- den Abend an der ByeBye-Bar bei zu leiten.» Die Personalprobleme bereitungen für die Turnervorstel- einem Glas Prosecco oder Wein aus- seit der Coronapandemie hätten lung in vollem Gange. Das Organi- klingen zu lassen, oder man lässt es diesen Wunsch sogar noch versationskomitee wurde gebildet und bei der Party im Gemeindekeller stärkt. Aufmerksam gemacht auf es fanden bereits mehrere Sitzun- noch einmal so richtig krachen. das freiwerdende Lokal an der Landgen statt. Und nach langem Warten Der Turnverein Würenlos ver- strasse wurde Kurt von Gästen aus ist es nun endlich so weit. Der Turn- zichtet auf einen Vorverkauf und Würenlos. Als er die Terrasse des verein Würenlos freut sich, am freut sich auf zahlreiche Zuschaue- Restaurants und das Ambiente am Samstag, 18. November, die Turn- rinnen und Zuschauer. Weitere Bach zum ersten Mal sah, habe er vorstellung in der heimischen Infos unter: tuvo.tvwuerenlos.ch. sich sofort verliebt. «Ich wusste, Mehrzweckhalle unter dem Motto Mehrzweckhalle, Samstag, 18. No- genau das will ich», sagt der 56-jäh«Traumjob» zu präsentieren. vember. Nachmittagsvorstellung: Tür- rige Gastronom, der aktuell noch Gemeinsam taucht man in die öffnung: 12.30 Uhr; Beginn der Show: sein Wirtepatent nachholt. «Als Berufswelt ein. Berufe werden von 13.30 Uhr. Abendvorstellung: Türöff- Wirt im Kanton Zürich brauchte Gross und Klein kreativ, turnerisch nung :18 Uhr; Abendessen ab 18 Uhr; ich diesen Ausweis nicht, im Aarund unterhaltsam in 16 abwechs- Beginn der Show: 20 Uhr. (zVg) gau schon», sagt Kurt. Für ihn je-

Ab in die Berufswelt mit dem TV Würenlos

doch kein Hindernis, seinen Traum wahr werden zu lassen. Ergänzung zum Angebot im Dorf Kurt legt am neuen Ort Wert auf eine kleine Bistro-Karte und nicht auf eine pralle Speisekarte. «Wir verstehen uns als Café im BistroStil. Restaurants gibt es in Würenlos schon genug. Wir wollen keine Konkurrenz darstellen, sondern das Angebot im Dorf ergänzen», findet der Gastgeber. Alle seien bei ihnen willkommen, die sich treffen und geniessen wollen, ergänzt seine Frau, die ihn und das vierköpfige Team am Wochenende unterstützt. Kurt blickt auf eine 30-jährige Karriere als Wirt zurück. In jungen Jahren zog er von seiner Heimat Anatolien nach Istanbul. «Ich arbeitete in Restaurants und hatte viel mit Englisch und Deutsch sprechenden Touristen zu tun.» 1993 verschlug es ihn auf Einladung seiner damaligen Freundin nach Stuttgart. «Wir gründeten eine Familie und ich landete wieder in der Gastronomie statt wie geplant Textildesign in Heidelberg zu studieren.» Kurt bildete sich zum Restaurantfachmann aus und arbeitete in bekannten Hotels wie dem Parkhotel Stuttgart oder dem Maritim Hotel Stuttgart. Gemeinsam mit Freunden betrieb er verschiedene Restaurants und sogar ein Bierhaus, bis er sich mit einem eigenen Restaurant selbstständig machte. «Die schwäbische Kaffee- und Kuchenkultur habe ich so kennen und lieben gelernt. Sie wird im Café Kurt am Bach eine wichtige Rolle spielen», sagt der Wirt. Dabei setzt er auf regionale Kaffeeröster wie Graf

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und schwäbische Kuchen

Sascha Bader Kurt und Mustafa Kurt eröffnen ihr Café. Kaffee aus Dättwil oder Bleu du mond aus Dielsdorf. Neben Kurts beliebten Streuselkuchen mit Apfel, Zwetschge oder Kirschen soll auch das türkische Süssgebäck Baklava Platz in der Ku-

VERMISCHTES «Spanish Nights» mit Wiener Vollblutmusikern Seit über zehn Jahren begeistern die drei spielfreudigen Wiener Musiker ihr Publikum mit melancholisch verträumten Weisen, energetisch treibenden Rhythmen und virtuosen Soli. Das Würenloser Publikum durfte das bereits einmal erleben, als sie mit stehenden Ovationen gefeiert wurden. In ihrem neuen Programm «Spanish Nights» haben die drei Musiker ihre temperamentvollsten Songs versammelt. Spanische, irische, orientalische als auch slawische Einflüsse kombiniert mit klassischen Elementen prägen das Klangbild und laden dazu ein,

Sibylle Egloff

chenvitrine finden. Seine türkischen Wurzeln will der Gastronom kulinarisch zum Ausdruck bringen. Aus diesem Grund findet sich auf der Menükarte auch ein Meze-Teller mit fünf verschiedenen wechseln-

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AUS DEM GEMEINDERAT

Unentgeltliche Rechtsauskunft Nächste Beratung: Donnerstag, 16. Novemden vegetarischen Leckereien aus ber, 18.30 bis 19.30 Uhr, im Sitzungsseiner Heimat. zimmer der Bauverwaltung, Erdgeschoss, Gemeindehaus. Englischer Afternoon Tea ist geplant Komplettiert wird das Angebot mit Traktanden der EinwohnergemeindeFlammkuchen und Apéroplättchen. versammlung vom 5. Dezember Der Zudem wird es Glace und Coupes von Gemeinderat hat folgende Traktan«Leonardo» geben. Für Caterings, pri- denliste festgelegt: 1. Protokoll der vate und Vereinsanlässe sowie Grill- Einwohnergemeindeversammlung abende ist Kurt ebenfalls offen. Er vom 6. Juni 2023; 2. Budget 2024 mit hat zudem vor, einmal im Monat Steuerfuss; 3. Kreditabrechnungen; einen englischen Afternoon Tea mit 3.1 Umbau Gemeindehaus; 3.2 Beitrag Scones anzubieten. «An Ideen fehlt an Sanierung und Erweiterung Sportes uns nicht», sagt er und lacht. und Erholungszentrum «Tägerhard», Nun will Kurt noch Kleinigkeiten Wettingen; 4. Einbürgerungen; 5. Gerichten und vorbereiten bis zur Er- samtrevision Allgemeine Nutzungsöffnung am Samstag um 14 Uhr mit planung, Phase 3.2 und 4; Verpflichder Würenloser Gugge «Chriesistei tungskredit; 6. Strassen- und WerkKnakker» und einer Auswahl an leitungssanierung Zelglistrasse; Meze-Häppchen und Flammkuchen. Verpflichtungskredit; 7. EndgestalFür einen orientalischen Touch im tung «Flüefeld»/«Tägerhardrütene»; Lokal sorgen bereits die orangefar- Verpflichtungskredit; 8. Reglement benen Teelichter auf den Tischen über die Gemeindebeiträge an die faund die türkischen Mosaiklampen. milienergänzende Kinderbetreuung «Dieses Bild müssen wir noch an (Elternbeitragsreglement); Änderung; einem prominenten Ort aufhän- 9. Wasserreservoir «Gipf»; Beantworgen», sagt Kurt und zeigt auf ein tung Überweisungsantrag; 10. VerGemälde, auf dem ein Wolf mit schiedenes. einer Frau unter dem SternenhimDie Gemeindeversammlung beginnt um 19.30 Uhr in der Mehrmel picknickt. «Es passt perfekt zu meinem Na- zweckhalle. Im Anschluss an die Vermen», findet der Wirt. Sein Fami- sammlung wird ein Apéro offeriert. lienname Kurt bedeutet auf Türkisch nämlich Wolf. «Lustigerweise Traktanden der Ortsbürgergemeindeschreibt man ihn genau gleich wie versammlung vom 12. Dezember Der den deutschen Vornamen. Viele sa- Gemeinderat folgende Traktandengen mir deshalb auch Kurt, weil sie liste bestimmt: 1. Protokoll der Ortsdenken, dass das mein Vorname bürgergemeindeversammlung vom ist.» Dass der Wolf nun am Bach be- 15. Juni 2023; 2. Budget 2024; heimatet ist, das zeigt auch das 3. Beitrag aus Landschafts- und HeiSchild vor dem Lokal, auf dem ein matschutzfonds an Umbau und SaWolf einer Dame zuprostet. Kurt nierung Liegenschaft Dorfstrasse sagt: «Ich freue mich sehr auf den 19; 4. Aufnahmen ins OrtsbürgerNeubeginn in Würenlos und darauf, recht; 5. Verschiedenes. meinen Traum zu leben.» Die Ortsbürgergemeindeversammlung findet um 20 Uhr im Gmeindschäller statt. Im Anschluss wird zu einem Imbiss eingeladen.

die Augen zu schliessen und auf Rei- vember, ab 9 Uhr: freiwilliges Zmörgele im sen zu gehen. Alte Kirche Würenlos, Frei- Restaurant Marché, 1. OG; Führung: Betag, 10. November, 20.15 Uhr. (zVg) sammlung beim Eingang zum Restaurant Marché um 10 Uhr. (zVg) Quartierverein Buech – Führung im Fressbalken Wer mag, geniesst zuerst Neuer Grossrat für den Bezirk Baden mit dem Quartierverein Buech ein Der mit dem Rücktritt von Patrick Frühstück im Restaurant Marché (auf P. Frei, SVP, am 26. September freieigene Kosten). Anschliessend erfah- gewordene Sitz im Grossen Rat des ren die Teilnehmenden Interessantes Kantons Aargau wird neu besetzt. und wenig Augenscheinliches zum Die Staatskanzlei hat Thomas ZolFressbalken während einer rund ein- linger, 1976, Bankangestellter, Prästündigen Führung. Anmeldung/Aus- sident Finanzkommission, Würenkünfte bis 15. November per E-Mail los, als Mitglied des Grossen Rats an qv.buech@gmail.com. Auch Nicht- gewählt. Die Inpflichtnahme erfolgt mitglieder sind willkommen. Die Teil- an der nächsten Sitzung des Gros(zVg) nahme ist kostenlos. Samstag, 18. No- sen Rats.

Info-Abend für die Bevölkerung Der Gemeinderat führt am Dienstag, 14. November, um 19.30 Uhr im Gmeindschäller, einen Info-Abend für Bevölkerung, Parteien und Kommissionen durch. Er orientiert über die wichtigsten Traktanden der Einwohnergemeindeversammlung vom 5. Dezember und beantwortet Fragen dazu. Ferner wird über weitere Projekte informiert, so über den Stand der Arbeiten an der Gesamtrevision Allgemeine Nutzungsplanung und den Stand des Beschwerdeverfahrens Alterszentrum Würenlos sowie über die Baugesuche für Mobilfunkanlagen.


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KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

Klangreise durch die Schöpfung

WETTINGEN Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Samstag, 11. November, 16 Uhr, Familienkirche kunterbunt erleben «Thema: St. Martin» (Christina Wunderlin); 17.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Mario Stöckli). Sonntag, 12. November, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba). Mittwoch, 15. November, 9 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Donnerstag, 16. November, 8 Uhr, Eucharistiefeier.

Der Laudate-Chor und drei herausragende Solisten entführt das Publikum im November auf eine unvergessliche Klangreise: Man lasse sich von Joseph Haydns ausdrucksstarkem Oratorium «Die Schöpfung» berühren! Das Oratorium erzählt von einem der zentralsten Mythen der westlichen Kultur: der biblischen Schöpfungsgeschichte. Die musikalische Reise führt vom Chaos über die sechs Schöpfungstage bis hin zu Adam und Eva im Paradies. Aus heutiger Sicht mag diese Erzählung naiv erscheinen, doch die Fragen zur Herkunft, zum Sinn im Dasein, zur Verantwortung und zur Beziehung zum Göttlichen beschäftigen einen heute genauso wie damals, als «die Schöpfung» komponiert wurde. Joseph Haydn, einer der bedeutendsten Komponisten des 18. Jahrhunderts, schuf mit diesem Werk eine Ode an die Erschaffung der Erde. Die Musik lädt ein, einen Moment innezuhalten und die Schönheit dieses Planeten zu entdecken,

Der Laudate-Chor sind Haydns «Schöpfung». gerade da man heute in einer Zeit lebt, die von technologischem Wandel und einer entsprechenden Verunsicherung geprägt ist. Der Laudate-Chor, Dirigent Daniel Pérez und drei vorzügliche Solisten möchten

zVg

Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 10. November, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier in der Kapelle. Samstag, 11. November, 18 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba). Sonntag, 12. November, 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Mittwoch, 15. November, 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Kapelle. Donnerstag, 16. November, 19.30 Uhr, Rosenkranzgebet und Eucharistiefeier in kroatischer Sprache in der Kapelle.

den Zuhörerinnen und Zuhörern mit diesem Konzert ein einzigartiges Erlebnis ermöglichen. Katholische Kirche St. Anton, Wettingen, Sonntag, 19. November, 17 Uhr. Billette: www.laudate.ch (zVg) Kloster Wettingen, oder Tel. 044 730 42 62. Klosterstrasse 12 Sonntag, 12. November, 9.30 Uhr, christkatholische Eucharistiefeier (Theo Pindl); 11 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba).

Nachtlicht – Klassisches Konzert Abseits von gängigen Konzertritualen führt das Stadtorchester Schlieren in seinem Winterkonzert das Publikum an einen Ort der Verzauberung, wo Text, Musik und Raum übergangslos ineinanderfliessen und sich zu einer emotionalen Choreografie verdichten. Wie bereits in früheren Programmen möchte das Orchester die Grenzen des gewohnten Konzertformats aufbrechen und neue Formen des musikalischen Erlebens präsentieren. Es sollen Geschichten erzählt und Räume geöffnet werden, die jeder Art von Publikum einen direkten Zugang zum Konzerterlebnis ermöglichen. «Nachtlicht» ist eine Reise vom Licht ins Dunkel, vom Lauten ins Leise, vom Grossen ins Kleine. Text, Musik und Licht erschaffen eine Bühne, auf der die faszinierenden emotionalen Facetten von Eindunkeln, Dämmerung und Nachtschwärze spür- und hörbar werden. Die Texte von Ringelnatz, Rilke, Ball, Lembcke, Eichendorff, Dauthendey, Morgenstern und Bollsch-

KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN Schülerkonzert, reformierte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Freitag, 10. November, 17 Uhr.

Das Stadtorchester Schlieren lädt zum Winterkonzert ein. weiler kreisen um die fass- und unfassbaren Geheimnisse, die die Nacht in sich trägt – vom ersten Eindunkeln bis zur vagen Morgendämmerung. Zwischen den Worten taucht die Musik auf: In den atmosphärischen Miniaturen von Delibes, Holmès, Debussy, Martinsson und Satie widerspiegeln sich die Stimmungen der Gedichte, wäh-

zVg

rend sich gleichzeitig das Licht aus dem Raum zurückzieht. Das letzte Stück erklingt im absoluten Schwarz der Dunkelheit, ein letzter Klang, der sich auflöst in der warmen Tiefe der Nacht. Leitung: Hugo Bollschweiler; Sprecher: Peter Hottinger. Katholische Kirche Würenlos, Samstag, 11. November 19.30 Uhr. (zVg)

Liebeslieder der Renaissance Die Zeit der Renaissance ab etwa 1400 bis 1620 war ein Neubeginn in vielen Belangen, auch im alltäglichen Leben und somit auch in Musik und Gesang. Unter der Leitung von Carolina Kuhlenkamp führt der Gemischte Chor Otelfingen das Publikum mit Liebesliedern aus dieser Zeit durch fünf Länder. Das Flötenensemble Aura venti begleitet den Chor. Kath. Kirche St. Sebastian, Samstag, 11. November, 19.30 Uhr. Eintritt frei – Kollekte. Männerstamm on tour, ev.-ref. Kirche Spreitenbach-Killwangen, gemeinsam mit der «Genussrunde zum Feierabend – nur für Männer» der Kirchgemeinde WettingenNeuenhof, gemütlicher RacletteAbend im Weinkeller bei Meinrad Steimer, Rebbergstrasse 32, in Wet-


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Sonntag, 12. November, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer). Montag, 13. November, 14.30 Uhr, begleitete Andacht (Elisabeth Seiler); 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 15. November, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier.

Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 12. November, 10 Uhr, Gottesdienst (Arnold Bilinski),

NEUENHOF Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 11. November, 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, Eucharistiefeier (George Okorie).

tingen. Teilnehmerzahl beschränkt. Anmeldung direkt bei Lutz Fischer, lutz.fischer@ref-wett-nhf.ch. Kosten: 30 Franken. Weitere Infos auch bei Stefan Siegrist, Tel. 056 401 36 60. Treffpunkt Spreitenbach, Montag, 13. November, 18.23 Uhr ab Spreitenbach Dorf oder direkt vor Ort spätestens um 19 Uhr.

fee. Donnerstag, 16. November, 7.30 Uhr, Morgengebet. Anschliessend gemeinsames Frühstück.

«MEIN GOTT»

KILLWANGEN

Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 SPREITENBACH Freitag, 10. November, 19 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer). Sonntag, 12. November, 11 Uhr, Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Eucharistiefeier (Laurentius Bayer). Freitag, 10. November, 19 Uhr, Eucharistiefeier, anschliessend WÜRENLOS Anbetung. Samstag, 11. NovemKath. Pfarrkirche St. Maria, ber, 18 Uhr, Eucharistiefeier Schulstrasse 21 (Kornelius Politzky); 21 Uhr, Anbetung. Sonntag, 12. November, Sonntag, 12. November, 10 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommu11 Uhr, Tag der Völker (Petre nionfeier (Markus Heil). Mittwoch, Karmazichev und Zacharie Wasu15. November, 10 Uhr, Wortgotteska). Anschliessend Teilete im dienst mit Kommunionfeier. Pfarreisaal; 18 Uhr, Santa Messa. Mittwoch, 15. November, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier; 15.30 Uhr, Rosen- Ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 kranzgebet (Rosario). Sonntag, 12. November, 18.30 Uhr, Familien- und Jugendgottesdienst Alters- und Pflegeheim Im Brühl, (Markus Schneider). untere Dorfstrasse 10 Freitag, 10. November, 10.15 Uhr, Klosterkirche Fahr Eucharistiefeier. Dienstag, 14. November, 10.15 Uhr, Gottesdienst Sonntag, 12. November, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier; 16 Uhr, vierstim(Stefan Siegrist). miges Abendgebet. Dienstag, 14. November, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Ev.-ref. Dorfkirche, Donnerstag, 16. November, EinsieChilegass 18 deln – statt Fahr, 19 Uhr, Gebet Sonntag, 12. November, 10 Uhr, am Donnerstag in Einsiedeln Gottesdienst für GROSS&chlii (siehe Info dazu unter «Kirchliche (Dominique Siegrist mit der 1. Klasse). Anschliessend Kirchenkaf- Veranstaltungen»).

gramm, für welches sie seit Sommer 2022 fleissig geprobt haben, einen unvergesslichen Nachmittag zu bescheren. Anschliessend wird ein kleiner Imbiss offeriert. Für das Konzert und den anschliessenden Zvieri ist keine Anmeldung erforderlich. Für Fahrdienst bitte Anmeldung bis Montag, 13. November, 11 Uhr unter Tel. Kreativ-Kirche, reformierte Kirche, 056 437 30 30 oder per E-Mail an: Gipfstr. 4, Würenlos, Dienstag, 14. sekretariat@ref-wett-nhf.ch. Ref. November, 19 Uhr. Kirchgemeindehaus Wettingen, Etzelstrasse 22, Mittwoch, 15. NovemKirchgemeindeversammlung, ev.-ref. ber, 14.30 Uhr. Kirche Spreitenbach-Killwangen, im grossen Saal des Kirchenzent- Bridge Singers, reformierte Kirche, rums Hasel, Poststrasse 219, Sprei- Gipfstr. 4, Würenlos, Mittwoch, 15. tenbach, Dienstag, 14. November, November, 19.30 Uhr. 19.30 Uhr. Anschliessend Apéro. Kreativ-Atelier Steiacherhof, um Konzert der Handharmonika-/Akkor- Handarbeiten zu machen und zu deongruppe «Spielplausch» Pro Se- plaudern, ev.-ref. Kirche Spreitennectute Die Musikantinnen und bach-Killwangen, im GemeinMusikanten freuen sich sehr schaftsraum Steiacherhof, Steindarauf, allen Interessierten mit ackerstr. 17, Spreitenbach, Dondem abwechslungsreichen Pro- nerstag, 16. November, 9–11 Uhr.

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Zäme sii, Kirchgemeindehaus, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 16. November, 15 Uhr. Schritt für Schritt: Gebet am Donnerstag 2019 hat Irene Gassmann, Priorin des Klosters Fahr, das Donnerstagsgebet lanciert. Es kommt bereits zum zweiten Mal nach Einsiedeln. Die Benediktinerin bringt im Gebet ein wichtiges Anliegen zum Ausdruck: die Erneuerung der katholischen Kirche sowie gleiche Würde und Rechte für die Frauen in der Kirche. Ein Anliegen, das angesichts der jüngsten Ereignisse aktueller denn je ist. Zur ökumenischen Feier mit Lesung, musikalischen Klängen, gemeinsamem Beten, Singen und Schweigen sind alle herzlich eingeladen. Anschliessend Apéro. Gnadenkapelle des Klosters Einsiedeln, Donnerstag, 16. November, 19 Uhr. Unkostenbeitrag: 10 Franken. Anmeldung per E-Mail an melanie.haunsperger@frauenbundsz.ch.

Stefan Moll, Pfarrer der evangelischmethodistischen Kirche BadenWettingen

Berufswunsch Ich bin gerne Pfarrer. Aber seit den letzten Ferien habe ich einen Berufswunsch. Wir haben eine Pflanze mit grossen, goldgelben Blühten gesehen. Das Grossblühende Mittagsgold. Dieser Name ist gerade noch einmal so schön wie die Blume selber! So entsteht mein Berufswunsch: Ich möchte Namengeber für Blumen werden. Mein Traumjob. Bei den Rosen kann man das lernen: Es gibt Adélaide d’Orléans, Happy Golden Wedding, Königin von Dänemark. Herrlich! So müssen Blumen heissen. Aus der Wegwarte würde ich eine: «Blaue Heldin» machen. Weil sie auf kargem Kiesboden wächst. Aronstab und Christrosen können bleiben. Gänseblümchen heissen schon jetzt auch Tausendschön und Monatsröserl . Ich bin nicht Namengeber für Blumen. Ich bin Pfarrer. Aber es gibt Ähnlichkeiten: Ich unterstütze Menschen dabei, ihren Namen zu finden. Namen, die sagen, wer sie wirklich sind. Manche würden sich Liberta nennen – Freiheit. Andere: Courage. Helfende Hand, starkes Herz, Grossmut, Menschenfreundin… Gott hat in jeden Menschen sein Geheimnis gelegt. Diesem kommt man auf die Spur, wenn man sich ihm öffnet. Als Pfarrer bringe ich Gott zu Sprache und gehe mit Menschen auf Entdeckungsreise: um Gott und sich selber zu finden. Um tiefer zu wissen, wer ich wirklich bin. In der alten Kirche haben die Menschen bei der Taufe einen neuen Namen bekommen. Es war ein christlicher Name, der sowohl vom Geheimnis von Gott als auch etwas Zentrales von der neu getauften Person erzählte. Weil alle die Spuren von Gott an sich tragen – und weil viele durch ihn zu sich selber kommen. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


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AGENDA

WOCHE NR. 45 DONNERSTAG, 9. NOVEMBER 2023

NEUENHOF

«Nachtlicht» Konzert des Stadtorchesters Schlieren. Peter Hottinger (Sprecher), Hugo Bollschweiler (Leitung). Katholische Kirche, Samstag, 11. November, 19.30 Uhr.

Unentgeltliche Rechtsauskunft Untergeschoss Gemeindehaus, Montag, 13. November, 17 Uhr.

SPREITENBACH

Musikgesellschaft Würenlos – MusigMetzgete Erstklassigen Blutwürste, feinste Leberwürste, beste Rippli und köstlichen Bratwürste werden angeboten. Zum Dessert steht zudem das Buffet mit selbst gebackenen Kuchen und anderen Leckereien bereit. Im Gmeinds-Chäller, Sonntag, 12. November, 11–16 Uhr.

Unentgeltliche Rechtsauskunft Neues Gemeindehaus, Montag, 13. November, 17 Uhr. Buchstart Sibylle Müller erzählt eine kurze Geschichte mit Liedern, Versli und Fingerspielen. Empfohlen für Kinder von 0 bis 3 Jahren. Gemeindebibliothek, Mittwoch, 15. November, 15–15.30 Uhr.

WETTINGEN Seniorenchor Wettingen Pro Senectute Baden. Rathaus, Freitag, 10. November, 14.30–15.45 Uhr. Schweizer Erzählnacht «Viva la Musica!» In Zusammenarbeit mit der Musikschule Wettingen. Der Anlass richtet sich an Kinder von 6 bis 9 Jahren (1.–3. Klasse). Eintritt frei, Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldung via: https:// eveeno.com/erzaehlnacht. Gemeindebibliothek, Freitag, 10. November, 18–20.30 Uhr. Liebeslieder der Renaissance Mit dem gemischten Chor Otelfingen und dem Flötenensemble Aura venti. Leitung: Carolina Kuhlenkamp. Kath. Kirche St. Sebastian, Samstag, 11. November, 19.30 Uhr. Arbeitseinsatz im Schilfstreifen Der Vogel- und Naturschutzverein Wettingen pflegt das Naturschutzgebiet an der Limmat. Schilfstreifen zwischen Fischerhütte und Familiengärten, Samstag, 11. November, 8.30–12 Uhr. Sonntags-Treff mit Mittagstisch Anmeldung bis Freitag, 10. November, 17 Uhr direkt bei der Gastronomie Alterszentrum St. Bernhard, Tel. 056 437 25 42. Alterszentrum St. Bernhard, Langäckerstrassse 1, Sonntag, 12. November, 11.30 Uhr. GschichteChischte Primarlehrerin Carole Muggli zaubert Geschichten aus der Kiste. Eine Überraschung für Kinder ab 3 Jahren mit Begleitperson. Erzählt wird in Mundart. Anmeldung: https://eveeno.com/ GschichteChischte, für spontane Besucherinnen und Besucher hat es aber auch noch Platz. Gemeindebibliothek, Montag, 13. November, 16.30 Uhr – Dauer ca. 20 Minuten.

Das Sommernachtstraumschiff Was gibt es Schöneres, als mit Shakespeare auf dem Traumschiff in den Hafen der Ehe einzulaufen? Doch eine schwüle Sommernacht auf einer geheimnisvollen Insel bringt alles durcheinander. Hier regieren die Elfenkönige Titania und Oberon und der Kobold Puck. Die Nacht offenbart die Träume, und neue Möglichkeiten entstehen. Zwischen den Liebenden entbrennt ein heisses Verwirrspiel. In dem turbulenten und witzigen Stück bringen Eva Kaufmann und Sven Mathiasen mit verschiedenen Objekten, Barbiepuppen und viel Schlagermusik endlich zusammen, was zusammengehört: den Sommernachtstraum auf dem Traumschiff. Eine Aufführung für Erwachsene. Figurentheater Wettingen, Freitag, 10., und Samstag, 11. November, jeweils 20.30 Uhr sowie Sonntag, 12. November, 18 Uhr. Vorverkauf: www.eventfrog.ch. (zVg)

Handharmonika-/Akkordeongruppe Pro Senectute Baden. Ref. Kirche, Montag, 13. November, 14.30–17 Uhr.

Blockflöten Ensemble Salteba Pro Senectute Baden. Ref. Kirche, Donnerstag, 16. November, 14–15.45 Uhr.

Jassen Wettingen Pro Senectute Baden. Ref. Kirchgemeindehaus, Etzelstr. 22, Montag, 13. November, 13.30–17 Uhr. Kontakt: Theres Markwalder, Tel. 056 424 27 26.

WÜRENLOS

Turnen für jedermann Geturnt wird jeweils am Montag. Turnhalle Zehntenhof, Montag, 13. November, 18.45–19.30 sowie 19.30–20.15 Uhr. Schach Wettingen Pro Senectute Baden. Hotel Zwyssighof, Dienstag, 14. November, 14–17 Uhr. «WorldWideWettige» mit Carol Spörli und der Bläserbande Wettingerinnen und Wettinger erzählen über ihre Berufung, ihr Engagement und ihr Können. Ein Abend mit und über Leidenschaft – gebraute Lebenslust. Eintritt frei, Kollekte. Die Platzzahl ist begrenzt. Brauhaus Lägerebräu, Mittwoch, 15. November, 19–19.30 Uhr.

«Spanish Nights» Die Wiener Band Cobario zeigt ihre spanische Inspiration. Alte Kirche, Freitag, 10. November, 20.15–22 Uhr. Max und die Zauberharfen – Kinderund Familienkonzert Die Harfenklasse der Musikschule Würenlos unter Leitung der Harfenlehrerin Patricia Meier treten mit einem ganz speziellen Harfenprojekt auf. Die wundersame Reise von Max durch die Welt der Harfen. Eine Geschichte für Gross und Klein, spannend und unterhaltsam erzählt von Ismael Stürm. Ref. Kirche Würenlos, Freitag, 10. November, 17.30 Uhr.

Tag der offenen Tür im Therapiezentrum Jung und Alt kann neben interessanten Informationen zum breit gefächerten Angebot an diversen Posten die eigenen Fähigkeiten in Bezug auf Kraft, ReakSpatzenhöck (Krabbelgruppe) tionsgeschwindigkeit, Geschickdes Familiensterns Treffen für Kleinkinder (von 0 bis ca. 3 Jahre lichkeit, Erholungsfähigkeit und Funktion des Geschmacks- und inkl. Geschwister) zum Kennenlernen, Kontakteknüpfen und Geruchssinns testen. Die SpielfreuSpielen. Im Pfarrkafi im Pfarreiheim de steht im Mittelpunkt. TherapieSt. Sebastian, Donnerstag, 16. Novem- zentrum Gleis 1, Samstag, 11. November, 9–11 Uhr. ber, 10–16 Uhr.

Info-Abend für die Bevölkerung Der Gemeinderat orientiert über die wichtigsten Traktanden der Einwohnergemeindeversammlung vom 5. Dezember und beantwortet Fragen dazu. Ferner wird über weitere Projekte informiert, so über den Stand der Arbeiten an der Gesamtrevision Allgemeine Nutzungsplanung und den Stand des Beschwerdeverfahrens Alterszentrum Würenlos sowie über die Baugesuche für Mobilfunkanlagen. Gmeindschäller, Dienstag, 14. November, 19.30 Uhr.

25 050 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos. HERAUSGEBERIN: CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER: Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10 REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20 REDAKTIONSLEITUNG: Melanie Bär (bär), melanie.baer@chmedia.ch REDAKTIONSTEAM: Irene Hung-König (ihk), Manuela Page (mpa), manuela.page@chmedia.ch FREIE MITARBEITER DIESER AUSGABE: Sibylle Egloff (sib), Dieter Minder (dm), Ian Stewart (is) REDAKTIONSSCHLUSS Montag, 8 Uhr COPYRIGHT: Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material. INSERATE: Thomas Stadler, thomas.stadler@chmedia.ch, Telefon 079 792 88 22 EIN PRODUKT DER


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