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Woche 43 Limmatwelle 26. Oktober

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PARKETT

www.peter-ag.ch Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 26. Oktober 2023, 62. Jahrgang, Nr. 43

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Aus Gemeinde- wird Schulhaus

Die «Limmatwelle» hat eine jüdische Familie aus der Region besucht und mit ihr über den Nahostkon- Das alte Spreitenbacher flikt und ihre Verbundenheit zu Gemeindehaus soll in ein Israel gesprochen. Samuel Meier und seinen Vater Nathan stimmt Schulhaus umgebaut nicht nur der Tod vieler Unschuldi- werden. Fachleute beantger traurig, sondern auch der wieworteten Fragen aus der deraufkeimende Judenhass in EuroBevölkerung. pa und in der Schweiz. Die fortlaufenden Ereignisse in Israel und in S. 19 MELANIE BÄR Gaza erschüttern sie. (sib) In drei Jahren sollen Schülerinnen und Schüler dem leer stehenden alten Gemeindehaus wieder Leben einhauchen. Bis im Sommer 2026 soll der Um- und Neubau fertiggestellt sein. Grund für die UmnutDer neue Feuerwehrkommandant zung sind steigende Schülerzahlen. in Würenlos heisst Jürg MarkDie Kosten für den Um- und Anwalder. Der 41-Jährige tritt die bau belaufen sich auf 23,2 Mio. Nachfolge des langjährigen Kom- Franken. Die Stimmbevölkerung mandanten Stefan Moser an. An der entscheidet an der GemeindeverFeuerwehrhauptübung wird er ver- sammlung am 28. November über abschiedet. Für Jürg Markwalder ist den Kreditantrag. Am Freitag und der Kommandantenposten eine lo- Samstag konnte sie sich ein Bild der gische Folge: Er ist seit 23 Jahren in Planungen machen und mit Archi- Umbau: Gemeindepräsident Markus Mötteli und die Fachleute Bernhard Kern, der Feuerwehr und auch sein Vater tekten und anderen Fachleuten re- Daniel Schweizer und Maximilian Glaus (v.l.) gaben der Bevölkerung Infos zum S. 14 Umbau des Gemeindehauses in ein Schulhaus. war Kommandant. (ihk) S. 17 den. Melanie Bär

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Referendum betreffend Teiländerung Nutzungsplanung (NP) Kulturland (Spezialzone Berg) Gegen den Beschluss des Einwohnerrats vom 7. September 2023 betreffend Teiländerung Nutzungsplanung (NP) Kulturland (Spezialzone Berg) ist das Referendum ergriffen worden. Insgesamt sind 1759 von 1875 Unterschriften gültig. Gemäss Stimmregister waren 623 Unterschriften nötig. Der Gemeinderat stellt fest: · Die nötige Anzahl gültiger Unterschriften für das Referendum ist erreicht. · Das Referendum ist innerhalb der vorgeschriebenen Frist eingereicht worden. Die Volksabstimmung findet am 19. November 2023 statt. Wettingen, 19. Oktober 2023 Der Gemeinderat

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Die öffentliche Planauflage erfolgt vom 26. Oktober bis 24. November 2023 ausschliess­ lich online über www.amtliche­nachrichten.ch. Eine Einsichtnahme auf der Bauverwaltung ist nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache möglich. Allfällige Einwendungen sind dem Gemeinderat im Doppel während der Auflagefrist einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

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Einwohnerrat; Beschlüsse vom 18. Oktober 2023 1. Das Kreditbegehren von Fr. 3'315'000.00 (inkl. MwSt.) zum Bau eines Provisoriums in der Schulanlage Altenburg wird genehmigt. 2. Das Budget 2024 der Einwohnergemeinde wird mit einem Steuerfuss von 95 % genehmigt. Der Beschluss gemäss Ziffer 1 unterliegt dem faktultativen Referendum. Er wird rechtskräftig, wenn nicht innert 30 Tagen, von der Publikation in den Amtlichen Nachrichten (19. Oktober 2023) an gerechnet, das Referendum dagegen ergriffen wird. Der Beschluss gemäss Ziffer 2 unterliegt dem obligatorischen Refe­ rendum. Die Volksabstimmung findet am 19. November 2023 statt.

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WETTINGEN

WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2023

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Ja zu Budget und Schulcontainern Der Einwohnerrat sagt Ja zum Budget 2024 und nimmt den Kredit von 3,315 Mio. Franken für die Container der Schule Altenburg einstimmig an. IRENE HUNG-KÖNIG

Die Fraktionen von rechts bis links stimmten dem Budget 2024 mit 46 Ja- zu 2 Nein-Stimmen zu. Insbesondere die Einsparungen von rund drei Millionen Franken und die «Reduktion der einzelnen Posten auf ein haushälterisches Mass» – wie es Finanzkommissionspräsident Adrian Knaup ausdrückte – wurden für gut befunden. Finanzvorsteher Markus Maibach (SP) erklärte, dass man einige Lehren bezüglich der politischen Akzeptanz ziehen musste. «Wir haben 2023 versucht, im Kleineren etwas zu bewirken, doch eine Steuererhöhung ohne konkreten Mehrwert wäre schwierig gewesen.» Wettingen plant deshalb, jetzt das Oberstufenzentrum mit Kosten von rund 70 Millionen Franken vorzufinanzieren und im 2025 mit den Steuern um 5 auf 100 % raufzugehen. «2024 ist ein Übergangsjahr, wir haben uns auf das Notwendigste beschränkt», sagte Markus Maibach. Das Budget sei so erwartet worden, meinte Christian Wassmer (Mitte). «Die dringend erforderliche Steuererhöhung wird aufgeschoben auf 2025 und an die Vorfinanzierung für das Oberstufenzentrum gekoppelt. Das ist richtig, nur schade haben wir es nicht geschafft, damit im nächsten Jahr zu beginnen.»

Zu wenig Platz: Auch in der Schule Altenburg brauchts Container.

Baden Regio: Sie wollte den Beitrag von 72 500 Franken um die Hälfte kürzen. Gemeindeammann Roland Kuster (Mitte), der Präsident von Baden Regio ist, erklärte, dass dies eine gebundene Ausgabe sei. Zur SVP-Kritik, dass der Verband im Geld schwimme und damit unter anderem «Hochglanz-Videofilmchen für den Youtube-Kanal» drehe, sagte Kuster. «Wir haben ein ErklärVideo gemacht, um zu zeigen, was Baden Regio macht.» Dieser Antrag wurde bachab geschickt, ebenso der Antrag, die geplante Lohnerhöhung für das Gemeindepersonal von 2 auf 1,5 % zu kürzen. Der Grund: «Wir wollen die tieferen Einkommen gezielt unterstützen. Individuelle Lohnerhöhungen sind immer möglich», sagte Robin Rast (SVP). «Die Lohnerhöhung für das Personal ist ein wichtiger Bestandteil, wir hoffen, dass dieses Budget einen Wendepunkt einläutet», sagte Christa Kürzungsanträge abgelehnt Camponovo (SP/Wettigrüen). «Bitte Die SVP stellte Kürzungsanträge lehnen Sie diesen Antrag ab», sagte einerseits für den Planungsverband Gemeindeammann Kuster zum Rat.

«Wir haben generell 2 % von der Lohnsumme eingestellt. Wie viel wir in den gesamten Lohnbändern anheben, ist noch nicht beschlossen.» Dieser Antrag wurde abgelehnt, genauso wie die Bitte um mehr Geld in den Bereichen Jugend, Kultur und Soforthilfe im In- und Ausland von Seiten der SP/Wettigrüen. Ablehnende Haltung Über den Finanzplan musste der Rat nicht abstimmen, sondern diesen schlicht zur Kenntnis nehmen. Die Mitte/EVP nahm diesen ablehnend zur Kenntnis: «Wir protestieren gegen diese finanzielle Augenwischerei. Sehen wir den Tatsachen ins Auge und nehmen wir unsere finanzielle Verantwortung wahr», sagte Fraktionspräsident Christian Wassmer. Ein zehnjähriger Finanzplan mache nur dann Sinn, wenn er eine Möglichkeit aufzeige, wie die finanzielle Zukunft der Gemeinde nachhaltig und für kommende Generationen erträglich aussehen könnte.» Mit der nicht gemachten

Kredit für Schulcontainer Auf das neue Schuljahr hin wurden die Container für die Bezirksschule eingeweiht. Der Gemeinderat beantragte dem Einwohnerrat nun einen Kredit von 3,315 Mio. Franken für dieselben Schulcontainer in der Altenburg. Lukas Rechsteiner, EVP, sagte dazu: «Es dauert lange, bis neue Schulhäuser stehen. Wichtig ist, dass die Provisorien im nächsten Sommer eingesetzt werden können.» Desiréé Mollet, FDP, meinte: «Wir unterstützen das Anliegen, auf Luxus wurde verzichtet. Es macht Sinn, die Container zu kaufen.» Martin Fricker, SVP, zum Thema Sparen: «Es heisst immer, die Zitronen seien ausgepresst. Doch wenn man sich intim mit der Sache auseinandersetzt, findet man etwas.» Gemeinderat Martin Egloff (FDP) bedauerte, dass man für die Container der Schule Altenburg 24 % mehr bezahlen müsse als bei den Containern für die Bezirksschule. Der Antrag wurde schliesslich einstimmig angenommen.

FAMILIENSTERN WETTINGEN

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Chris Iseli/AZ

Steuererhöhung steige die Nettoschuld auf rekordverdächtige 8600 Franken pro Einwohnerin und Einwohner. Dazu meinte Orun Palit (GLP): «Die im Finanzplan vorgesehene Steuerfusserhöhung auf 100 % entspricht der Meinung der GLP. Wir erwarten aber Antworten vom Gemeinderat zur Interpellation, denn nur völlige Transparenz hilft, damit das Oberstufenzentrum eine Chance hat.» In dieser Interpellation fordern die Grünliberalen Auskunft über die Vollkostenrechnung «zur Sicherstellung, dass die vollumfänglichen Kosten, welche durch die Neuenhofer und Würenloser Schüler entstehen, auch an diese Gemeinden weitergegeben werden».

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Zwei Fahrzeuge von sogenannten Autoposern kurzfristig aus dem Verkehr gezogen Bei mobilen Verkehrskontrollen in den vergangenen Tagen fielen den Polizisten der Regionalpolizei Wettingen-Limmattal in Wettingen und Spreitenbach je ein Fahrzeug mit lauten Auspuffanlagen auf. Die genauere Kontrolle der Fahrzeuge vor Ort zeigte, dass verschiedene unzulässige Abänderungen ausgeführt worden sind. Zwecks

genauer Prüfung wurden beide Fahrzeuge auf den Stützpunkt der mobilen Polizei in Schafisheim überführt. Die verantwortlichen Fahrzeuglenker werden ihre Fahrzeuge erst nach Instandstellung der illegalen Abänderungen wieder in den Verkehr bringen dürfen. Ferner werden sie sich rechtlich verantworten müssen. Sie erwartet eine Anzeige an die zuständige Staatsanwaltschaft Baden.

Räbeliechtli-Umzug Am Samstag, 4. November, findet der Räbeliechtli-Umzug um 17.30 Uhr statt. Treffpunkt ist der Kiesplatz vor der Klosterkirche. Kinder und Eltern versammeln sich vor dem Eingang des Klosters. Jedes Kind darf sein eigenes Räbeliechtli mitbringen. Räben können auf dem Wettinger Wochenmarkt gekauft werden. Der Umzug führt durch den Klosterpark, dabei werden gemeinsam Lieder gesungen und am Schluss gibt

es Brötli und Tee. Eine Anmeldung ist nicht nötig, Kollekte. (zVg) Samichlaus im Wald Am Sonntag, 3. Dezember, kommt der Samichlaus in den Wald. Man trifft sich um 17 Uhr beim Parkplatz Eigi. Am Anlass gibt es eine schöne Geschichte und es werden Lieder gesungen. Am Feuer kann gebrätelt werden. Die Kosten pro Kind betragen 8 Franken. Anmeldungen ab dem 1. November an familienstern@gmx.ch. (zVg)


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WETTINGEN

HANDELS- UND GEWERBEVEREIN

Die Alternative mit «Wenn Stille bewegt», lautet der Slogan des Branchenverbandes Cranio Suisse. Mehr als 200 Therapeuten beteiligen sich an der nationalen Woche und geben ab Montag Einblick in ihre Arbeit. Eine von ihnen ist die Wettingerin Andrea Kübler.

Wo und wie soll sich das Gewerbe von Wettingen räumlich entwickeln können? Ein wichtiges Instrument dazu ist die allgemeine Nutzungsplanung (ANUP). Im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens sucht die Gemeinde den Dialog mit allen Interessensgruppen, so auch mit den Gewerblern. Letzte Woche fanden sich über 50 HGV-Mitglieder am Bahnhof ein für einen Gewerberundgang «Bahnhof Nord». Unter der Leitung von Gemeindeammann Roland Kuster erhielten die Anwesenden einen Überblick, wie sich das Gebiet Bahnhof Nord entwickeln soll und welche Chancen für das Gewerbe daraus entstehen. Zum Schluss des Rundgangs tauschten sich die Gemeindevertreter mit den Gewerblern bei einem Apéro über die Anliegen des Gewerbes aus. (LiWe/zVg)

VERMISCHTES

Am 28. Oktober startet wieder der insie- Anna Eisenhut freut sich auf «gwundrigi me-Biberli-Verkauf. zVg Chind». zVg insieme-Biberli-Verkauf zugunsten von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung Seit über 40 Jahren führt die insieme Baden-Wettingen jeweils im Herbst den Biberli-Verkauf zugunsten von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung durch. Mit dem Slogan «insieme bringt Sonne in die Herzen» werden die Biberli für 3 Franken angeboten. Die Verkaufsaktion startet am 28. Oktober. Der Erlös ist für insieme BadenWettingen eine sehr wichtige Einnahmequelle, die mithilft, die vielfältigen Ferienangebote und Freizeitaktivitäten zu finanzieren. Diese kleinen «Auszeiten» sind für Menschen, die in einer Institution leben, eine wertvolle Abwechslung. Zudem entlastet insieme dadurch auch Eltern, die ihre Kinder selber zu Hause betreuen. Übrigens, die Biberli können auch pro Karton à 30 Stück auf der

MELANIE BÄR

Die Hälfte davon in einer Kinderarztpraxis in Baden. «Schulmedizin ist gut, doch sie hilft nicht immer», sagt sie. Das hat sie am eigenen Leib erfahren. Kübler litt an der Autoimmunerkrankung Psoriasis-Arthritis, die eine chronisch entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule und der Gelenke sowie Schuppenflechten hervorruft. Irgendwann waren die Schulterschmerzen so stark, dass sie Schlafprobleme bekam. Sie nahm Schmerzmittel und Cortison. «Ich wusste nicht mehr weiter und suchte Hilfe bei einer Craniosacral-Therapeutin und nahm verschiedene Vitalstoffe zu mir.» Kübler streicht sich über die Arme und sagt: «Nach mehreren Monaten Behandlung sind die Beschwerden fast verschwunden.» Um noch mehr über das Thema zu erfahren, entschied sie sich 2017, die Ausbildung als CraniosacralTherapeutin zu machen. Nach der berufsbegleitenden Ausbildung und vielen Stunden Lernen, erhielt sie drei Jahre später nach bestandener Prüfung das Branchenzertifikat. Seither hilft sie nur noch ab und zu in Arztpraxen als medizinische Praxisassistentin (MPA) aus und arbeitet knapp 40 Prozent als Craniosacral-Therapeutin in der Praxis im eigenen Haus.

«Stille, die bewegt» steht auf der Fahne, die vor dem Haus an der Büntstrasse in Wettingen von Andrea Kübler steht. Sie ist eine der über 1300 aktiven Craniosacral-Therapeutinnen und -Therapeuten, die dem Verband in der Schweiz angehören. Öffnet man die Türe, um via Garten dem Haus entlang in Küblers Praxiszimmer im Untergeschoss zu gelangen, wird man hingegen keineswegs von Stille empfangen. Im Gegenteil: Lautes Hundegebell ertönt. «Das sind meine fünf Hunde», sagt die 55-Jährige und lacht. Sie sind auch der Grund, warum sie frühestens um 9 Uhr morgens die ersten Kunden empfängt. Vorher ist ein Spaziergang mit den Vierbeinern angesagt. 30 Jahre lang hat Kübler als me- Als Alternativmedizin anerkannt dizinische Praxisassistentin in ver- Seit acht Jahren ist Craniosacralschiedenen Arztpraxen gearbeitet. Therapie eine eidgenössisch an-

LESERBRIEFE

Geschäftsstelle in Wettingen bezogen werden. info@insieme-baden- Neujahrskonzert 2024 im Kurtheater Ba- «Entflechtung» aufgrund mehrheitlich wettingen.ch (zVg) den Bekanntlich hat die zuständige Stel- privater Interessen zu erreichen, muss Kinderchor In Wettingen leitet Anna Eisenhut aus Villnachern den Kinderchor «Annas Chinderjodelchörli Wettingen». Es ist ihr ein Herzenswunsch, das Singen und Jodeln wieder mehr in die Familien und in die Stube zu bringen. Darum sucht sie noch viele Kinder aus nah und fern ab 4 Jahren, die Lust haben, traditionelle, aber auch neu komponierte Schweizer Jodellieder in spielerischer Weise einzuüben. Ab und zu gibt der Chor auch ein «Ständli» an verschiedenen Anlässen. Geprobt wird jeden Dienstag von 17–17.50 Uhr im Saal der Pfarrei St. Sebastian in Wettingen. Die Kosten pro Familie betragen 50 Franken im Semester. Weitere Auskunft: 079 649 29 75 oder anna.eisenhut@gmail.com (zVg)

le der Gemeinde Wettingen das kommende traditionelle Neujahrskonzert gestrichen. Es wäre sicherlich ein besonderes Konzert geworden, mit der Grussbotschaft des neuen Landammanns Markus Dieth und einer Uraufführung eines Werkes des bekannten Wettinger Komponisten Hubert Spörri. Um die treuen Zuhörerinnen und Zuhörer des beliebten Anlasses nicht zu enttäuschen, führt das Aargauer Sinfonieorchester – das argovia philharmonic – das Neujahrskonzert am Samstag, den 6. Januar, um 19.30 Uhr im Kurtheater Baden in Eigenregie durch. Der Ticketverkauf über argovia philharmonic hat bereits begonnen. Eugen Thöny, Wettingen

Ein Nein zur Spezialzone Berg ist kein Nein zur Hypotherapie Niemand hat etwas gegen das Therapieangebot der Familie Sozzi. Aber nicht zu Lasten wertvollster Naturschutzzone. Um die gewünschte

eine alternative Lösung an einem anderen Ort gefunden werden. Die Behauptung, dass das Therapieangebot ohne die Spezialzone Berg verschwinden wird, ist falsch. Die Familie Sozzi kann das Therapieangebot unverändert fortsetzen. Im Planungsbericht wird behauptet, dass keine geeigneten Alternativstandorte existieren. Gemeindeammann Roland Kuster betonte im Badener Tagblatt, dass es, entgegen den Forderungen von Pro Natura, keine realisierbaren alternativen Standorte gebe. Dies ist alles andere als korrekt. Nach eigenen Recherchen bietet der Zedernhof in Freienwil in unmittelbarer Nähe eine ideale Infrastruktur für eine synergetische Zusammenarbeit. Mit flachem Gelände, grosszügigen Räumlichkeiten, Rollstuhlgängigkeit, einer riesigen Reithalle, einem weitläufigen Aussen-Reitplatz und autofreien Wanderwegen. Die Betriebsleitung bestätigte auf meine Nachfrage, dass sie nie kontaktiert wurde, obwohl Interesse


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den feinen Bewegungen

Andrea Kübler in ihrer Praxis in Wettingen.

Melanie Bär

erkannte Methode der Komplementär-Therapie. Wer wie Kübler die Ausbildung mit dem Branchenzertifikat abschliesst, wird von den Krankenkassen anerkannt. «Trotzdem erhalte ich auch kritische Rückmeldung, manche stempeln es als Gugus ab», sagt sie. Gerade eben habe ein kritischer Nachbar ihren Mann auf die Fahne beim Eingang angesprochen. Auch ihr erwachsener Sohn sei skeptisch gewesen, als sie

ihm erklärte, dass sie mit der Pulsierung des Liquors – dem cranosacralen Puls – arbeite, eine im Gehirn und Rückenmark vorkommende Körperflüssigkeit. Um ihm zu zeigen, dass die Zirkulation dieser Flüssigkeit spürbar ist, liess sie ihn einen aufgeblasenen Ballon zwischen Beinen und Händen halten. «Der bewegt sich ja, ohne dass ich mich bewege», habe er erschrocken zu ihr gesagt.

und Ressourcen vorhanden sind. Auch bei der grosszügigen Anlage des Reitvereins Würenlos stehen viele und äusserst kostengünstige Ressourcen zur Verfügung. Eine Recherche beim Berufsverein hat ergeben, dass Hippotherapeuten keine umfangreiche Indoor-Infrastruktur benötigen, sondern lediglich eine Rampe zum Auf- und Absteigen. Die Therapie findet immer im Freien statt. Darum: Hippotherapie ja, aber nicht auf Kosten von Natur und Landschaft an der Lägern. Stimmen wir am 19. November «NEIN», können wir wertvolle Natur und Landschaft bewahren, ohne der Familie Sozzi die Gelegenheit zu nehmen, ihre Arbeit fortzusetzen und ohne die Gefahr zu schaffen, dass ähnliche Präzedenzfälle entstehen. Uwe Knoller, Wettingen

zungsordnung (Ende 2025). Nach meiner Meinung sind leider zu viele Ungereimtheiten bei der Analyse aufgetaucht. Das Projekt ist nicht auf sauberen Fakten aufgebaut worden. Auch der illegal gebaute Sandplatz, der schon längst hätte zurückgebaut werden sollen, ist unschön. Der Therapiehof wurde über die letzten zwanzig Jahre immer wieder erweitert. Weder die Gemeinde noch der Kanton konnten bestätigen, ob diese Bauten baubewilligungspflichtig waren oder nicht. Auch konnte der Kanton nicht schlüssig die Frage beantworten, weshalb sie die Aufhebung der Landschaftsschutzzone in diesem Fall als «ausnahmsweise knapp vertretbar» anschauten. Ich stelle fest, dass einige Firmen aus Wettingen abgezogen sind, weil ihnen kein Gewerbeland durch Umzonung zur Verfügung gestellt wurde. Sie mussten ihrem Plan B nachgehen und wegziehen oder an einem anderen Ort bauen. Ich habe von der Bevölkerung erfahren, dass ihre Solaranlage oder Wärmepumpe seitens der Gemeinde nicht

Nein zum Tier-Therapiehof Ich stimmte im Einwohnerrat gegen das Projekt. Die Landschaftsschutzzone hätte in Bauland umgezont werden sollen, nämlich noch in einer Spezial-Sonderaktion vor der ordentlichen Revision der Bau- und Nut-

Therapeuten in Wettingen und Würenlos beteiligen sich «Durch leichte Berührungen der Knochen und Schädelknochen rege ich den Kreislauf dieser Flüssigkeit an und gebe dem Körper den Impuls, sich wieder in die richtige Form zu geben und sich selbst zu heilen.» Als Vergleich nennt die Therapeutin ein Kabel, das verwickelt sei und sich durch leichtes Ziehen wieder löse. «Viele können sich nicht vorstellen, dass durch diese leichten Bewegungen und Impulse etwas ausgelöst wird», sagt sie, «in der Stille also etwas bewegt wird.» Damit die Leute diese Erfahrung selbst machen können, organisiert der Verband die nationale Woche der Craniosacral-Therapie. Wer will, kann bei einem der teilnehmenden Therapeuten einen kostenlosen Probetermin machen. Im LimmatwelleGebiet nehmen ausser Andrea Kübler in Wettingen auch Marko Nedeljkovic teil und in Würenlos Tamara Allenspach und Claudia Berglas Bühler. «Erfolgsgarantie geben wir zwar keine und bei Beschwerden, die über Monate andauern oder chronisch sind, reichen ein, zwei Termin meistens nicht aus. Bei kleineren Beschwerden manchmal schon», sagt Kübler und nennt als Beispiel eine Mutter, die mit ihrem Baby vorbeikam. Es habe in der Nacht viel geweint, was auch den Schlaf der Mutter beeinträchtigte. Auch als es zur ersten Behandlung kam, habe es fast nur

genehmigt wurde oder dass eine Krippe am bisherigen Ort nicht weitermachen durfte. Sie erhielten auch keine Ausnahmen. Doch bei diesem Projekt soll jetzt eine Ausnahme gemacht werden? Ist doch klar, dass die Mehrheit im Einwohnerrat bei der Abstimmung das Gefühl hatte, dass in Wettingen nicht mit gleich langen (rechtlichen) Ellen gemessen wird. Ich empfehle, das Projekt an der Urne unbedingt abzulehnen. Die Stiftung soll ein Alternativprojekt ausarbeiten. Orun Palit, GLP-Einwohnerrat, Vorstand IG Attraktives Wettingen

Landschaftsschutzzone in Bauland umzonen? Davon kann keine Rede sein Die Spezialzone Berg gemäss BNO§33 ermöglicht – gemäss dem Planungsbericht für den Wettinger Einwohnerrat: • die Sicherstellung einer nachhaltigen Weiterführung des Therapiebetriebs der Stiftung Begegnung mit Tieren, eines stark nachgefragten, regionsweit relevanten Angebotes in der tiergestützten Therapie • die bauliche und funktionale Entflech-

geschrien. Aus ihrer Erfahrung als MPA in der Kinderarztpraxis und mit den eigenen mittlerweile erwachsenen Kindern riet Kübler der frischgebackenen Mutter, auf den TagNacht-Rhythmus zu achten. Das wirkte. Bei der zweiten Behandlung sei das Kind wie ausgewechselt gewesen und Kübler konnte in Ruhe mit leichten Bewegungen an Füssen und Kopf den cranosacralen Puls des Babys anregen. Solche Erlebnisse freuen sie und geben Motivation, wenn ihre Therapie

«Schulmedizin ist gut, doch sie hilft nicht immer.» bei einem Patienten mal nicht zum gewünschten Erfolg führt. «Gerade dann, wenn jemand kurze Zeit nach der Therapie wieder gestresst zu mir kommt und ich ihm raten muss, etwas im Leben zu ändern, weil die stressbedingten Beschwerden sonst immer wieder zurückkehren.» Es ist Mittag geworden. Andrea Kübler schliesst die Praxistüre, geht die Treppe rauf und wird vom Gebelle ihrer Hunde empfangen – zu sehen sind die Vierbeiner hingegen nie. «Nicht alle mögen Hunde», begründet Andrea Kübler. Für sie sind die Hunde jedoch ein Ausgleich zur ruhigen Tätigkeit in der Alternativmedizin. Infos zur nationalen Woche der Craniosacral-Therapie vom 30. Oktober bis 5. November: www.cranio-erleben.ch

tung der Nutzungen, die zum Landwirtschaftsbetrieb gehören, von den Nutzungen, die zum Therapiebetrieb gehören, unter Beibehaltung und Nutzung der Synergien • die Konzipierung und Gestaltung einer besonders gut in die ortsbauliche und landschaftliche Situation des Gebiets Hueb Empert Berg eingepasste Anlage unter Berücksichtigung der Anforderungen der therapeutischen Nutzungen sowie der erhöhten Anforderungen an die Tierhaltung bei Therapietieren • den Erhalt des landwirtschaftlichen Charakters der Umgebung durch die Erweiterung der bestehenden landwirtschaftlichen Nutzung am Standort mit einer landwirtschaftsnahen und insbesondere auf die landwirtschaftliche Umgebung angewiesenen Nutzung • die Einhaltung der Grundsätze des Raumplanungsgesetzes RPG durch eine haushälterische Nutzung des Bodes, eine massvolle Erweiterung sowie die Beseitigungspflicht. Was haben Solaranlagen, Wärmepumpen und Gewerbeland damit zu tun? Nichts. Marie Louise Reinert


Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof Redaktionsteam: Etzelstrasse 22 Pfr. S. Burkhard 5430 Wettingen Pfr. L. Fischer-Lamprecht 056 437 30 30 Sekretariat: N. Bischof www.ref-wett-nhf.ch

G ot tesdiens te

Gottesdienst

Sonntag, 29. Oktober

Reformationssonntag, 5. November 2023, 10 Uhr, in der reformierten Kirche in Wettingen, «Religionsfreiheit»

10 Uhr, Wettingen Pfrn. Renate Bolliger König, anschliessend Kirchenkaffee, Kollekte: Palliative Care Sonntag, 5. November, Reformationssonntag 10 Uhr, Wettingen mit Abendmahl Pfr. Stefan Burkhard, Kollekte: Reformationskollekte Sonntag, 12. November 10 Uhr, Wettingen Pfr. Arnold Bilinski, Kollekte: Die Dargebotene Hand Sonntag, 19. November 10 Uhr, Wettingen Pfr. Stefan Burkhard, Kollekte: Hospiz Brugg

Gewiss ist die Religionsfreiheit in Europa ein enorm hohes Gut. Aber wie genau ist es eigentlich dazu gekommen? Verstanden jene, die für die Religionsfreiheit kämpften, dasselbe wie jene, die sich heute sehr oft auf sie berufen? Und stimmt es wirklich, dass Religion einzig eine Privatsache ist? Wenn Sie mehr und hoffentlich auch Hilfreiches zu diesen Fragen hören möchten, dann kommen Sie in den Gottesdienst. Pfr. Stefan Burkhard

Gottesdienst am Ewigkeitssonntag, 26. November 2023, 10 Uhr, in der reformierten Kirche in Wettingen

Zum Gedenken an unsere reformierten Mitglieder, die im vergangenen Kirchenjahr verstorben sind, werden deren Namen in diesem Gottesdienst nochmals in Erinnerung gerufen und Kerzen entzündet. Wir heissen deshalb all jene ganz besonders willkommen, die den Verlust eines geliebten Mitmenschen im vergangenen Jahr zu beklagen und zu betrauern hatten. Möge die Dunkelheit ihrer Trauer weichen und Gottes erstes Schöpfungswort «Es werde Licht!» für viele aufs Neue wahr werden! Die Kirchenpflege

Sonntag, 26. November, Ewigkeitssonntag 10 Uhr, Wettingen Pfr. Arnold Bilinski, Moritz Roelcke, Klarinette; Jonas Hablützel, Orgel, Kollekte: ACAT, Aktion Menschenrechte 17 Uhr, Wettingen Filmvorführung «The Last Command», Benjamin Guélat improvisiert an der Orgel zum Stummfilm aus dem Jahr 1928 von Josef von Sternberg Gottesdienst im Alterszentrum St. Bernhard: Mittwoch, 22. November, 14.30 Uhr Andacht in der Alterssiedlung Sonnmatt: Dienstag, 7. November, 14.30 Uhr Ökumenischer SeniorenMittagstisch im Regionalen Pflegezentrum Baden: 14. und 28. November, um 11.15 Uhr

Die nächste Spaghettata findet am 29. November statt. Wir freuen uns auf Sie! Start ab 12 Uhr.

Einladung zur Kirchgemeindeversammlung Dienstag, 28. November 2023, 19.30 Uhr, im Kirchgemeindehaus Wettingen Traktanden

1. Genehmigung des Protokolls der Versammlung vom 27. Juni 2023 2. Budget und Steuerfuss 2024 3. Information Immobilien 4. Bericht aus der Synode 5. Verschiedenes und Umfrage Im Anschluss an die Kirchgemeindeversammlung wird allen Teilnehmenden eine kleine Erfrischung offeriert. Die Kirchenpflege freut sich auf gute Begegnungen. Das Budget 2024 kann ab Montag, 6. November 2023, im Kirchgemeindehaus Wettingen nach telefonischer Absprache mit dem Sekretariat (056 437 30 30) eingesehen werden. Selbstverständlich stellen wir Ihnen die Broschüre (Protokoll der letzten Kirchgemeindeversammlung sowie das Budget 2024 mit den entsprechenden Erläuterungen) gerne auch zu. Bitte nehmen Sie in diesem Fall mit unserem Sekretariat Kontakt auf. Es werden keine persönlichen Einladungen versandt.

Zur Kirchgemeindeversammlung sind alle Stimmberechtigten ab 16 Jahren, welche Mitglied unserer Kirchgemeinde sind, eingeladen.

«Kafi-Egge» im Foyer

Filmvorführung «The Last Command»

Im Foyer des Kirchgemeindehauses in Wettingen befindet sich eine kleine Nische mit Tischen und Stühlen und einer Kaffeemaschine. Der «Kafi-Egge» soll möglichst viele zum Verweilen und Plaudern einladen und ist durchgehend während der normalen Öffnungszeiten des Kirchgemeindehauses geöffnet. Auch wer am Kirchgemeindehaus vorbeigeht und eine kleine Verschnaufpause machen möchte, ist herzlich eingeladen. Der Kaffee kostet an der Selbstbedienungsmaschine Fr. 1.50. Direkt nach dem Gottesdienst ist der Kaffee gratis.

Ewigkeitssonntag, 26. November, 17 Uhr, reformierte Kirche Wettingen, mit Benjamin Guélat, Live-Orgelbegleitung

Nachmittagsanlass mit Konzert

Ein zaristischer General und ein von ihm verurteilter Revolutionär begegnen sich Jahre später auf dem Filmset in Hollywood wieder – diesmal mit vertauschten Rollen. In seinem Stummfilmdrama von 1928 gelingt Josef von Sternberg (1894–1969), der besonders durch seine späteren Filme mit Marlene Dietrich (u. a. «Der blaue Engel») bekannt wurde, eine kritische Analyse der Funktionsweise von Machtstrukturen – auch in Hollywood. Emil Jannings gewann für seine Doppelrolle als General im realen Leben und auf dem Filmset den ersten Oscar als bester Hauptdarsteller. Der Solothurner Domorganist Benjamin Guélat wird diesen vielschichtigen und spannenden Stummfilmklassiker mit seiner einfühlsamen und versierten Begleitung an der Orgel gleichsam zu neuem Leben erwecken. Jung und Alt sind zu diesem Filmabend (Dauer: zirka 90 Minuten) herzlich eingeladen! Eintritt frei – Kollekte.

Handharmonika-/Akkordeongruppe «Spielplausch», Mittwoch, 15. November, 14.30 Uhr

Die Musikantinnen und Musikanten freuen sich sehr darauf, Ihnen mit dem abwechslungsreichen Programm, für welches sie schon ab Sommer 2022 fleissig geprobt haben, einen glücklichen und unvergesslichen Nachmittag zu bescheren. Anschliessend wird ein kleiner Imbiss offeriert. Keine Anmeldung erforderlich. Fahrdienst vorhanden. (Hinweis auf der Website beachten und bis 13. November anrufen.) Yvonne Keller, Sozialdiakonin

Mitspielende gesucht An Heiligabend wollen wir im Familiengottesdienst wieder ein kleines Krippenspiel aufführen. Kinder, die Lust haben mitzumachen, können bei Pfr. Lutz Fischer (Mail: lutz.fischer@ref-wett-nhf.ch, Tel. 056 437 30 51) angemeldet werden. Sie sollten am Samstag, 16. und 23. Dezember, von 9 bis max. 12 Uhr Zeit zum Proben und am 24. Dezember von 16 bis 17.30 Uhr Zeit zum Spielen haben. Der Familiengottesdienst beginnt am 24. Dezember um 16.30 Uhr.


WETTINGEN/NEUENHOF

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Dem Operettenvirus verfallen Die Operette MörikenWildegg zeigt «Eine Nacht in Venedig». Auf und hinter der Bühne wirken auch Personen aus Wettingen mit. IRENE HUNG-KÖNIG

Alle zwei Jahre erstrahlt der Gemeindesaal im Licht der OperettenWelt. Dieses Mal spielt sich die Geschichte in Venedig ab. Das Stück von Johann Strauss ist eine der meistgespielten Operetten. «Eine Nacht in Venedig» ist eine witzige Verwechslungsgeschichte. Tenor Arndt Krueger gibt im Stück den Herzog von Urbino. Krueger ist Gesangslehrer an der Kantonsschule Wettingen. «Zum Engagement bin ich gekommen, weil ich mit Regisseur Simon Burkhalter bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet habe. Er ist ein genialer Kopf, der, obwohl er noch nicht einmal 30 ist, bereits seit vielen Jahren Operetten und Schauspielstücke inszeniert», sagt Arndt Krueger. Über die Anfrage für die Operette Möriken habe er sich ausserordentlich gefreut.

Auf der Bühne (v.l.) Theresia Hlavka, Renato Botti, Gisela Neumann, Arndt Krueger und Karin Leuthard. zVg

Jahres vor. Doch dem Operettenvirus verfiel sie bereits 1991, als sie das erste Mal im Operettenchor mitsang. «Die Nacht in Venedig ist die siebte Operette, bei der ich im Chor auf der Bühne stehe. Dazwischen gab es mal eine längere Familienpause. Aber auch dort habe ich mitgewirkt, wenn auch nur hinter der Bei siebter Operette dabei Cüplibar», erzählt sie. Karin Leuthard aus Wettingen ist Als Präsidentin befinde sie sich die Präsidentin des Operettenver- noch in der Lernphase. «Im Voreins. Sie steht ihm seit Juni diesen stand sind wir dafür verantwortlich,

dass im Hintergrund alles organisiert wird.» Dazu gehören Verkauf, Werbung, Bühnenbau, Restaurant und Cüplibar. Für alle diese Arbeiten gibt es viele Freiwillige. «Ohne sie würde gar nichts laufen», sagt Karin Leuthard. Schwierige Situation Anfang September verstarb der Produktionsleiter plötzlich. «Das hat uns ziemlich den Boden unter den Füssen weggezogen. Dann haben

alle mitangepackt und es war klar, dass wir in seinem Sinne weitermachen und eine mitreissende Operette auf die Beine stellen werden», erklärt die Präsidentin. Das Spezielle an der Produktion ist das Bühnenbild mit Treppen und einer Drehbühne. Diese erlaube schnelle Szenenwechsel, bedeute aber, dass im Hintergrund schnell umgebaut werden müsse. Die Probezeit war sehr intensiv, aber es macht auch sehr viel Spass. Die Bereitschaft, gemeinsam etwas ganz Tolles zu erschaffen, ist überall stark spürbar. Man wächst zu einer Operettenfamilie zusammen», sagt Karin Leuthard. Sie fand es spannend, für einmal hinter die Produktion zu sehen, diese mitzugestalten und mit dem Kreativ-Team zusammenarbeiten zu dürfen. Genauso viel Spass mache es ihr, zu singen und auf der Bühne zu stehen. Nebst Karin Leuthard und Arndt Krueger gibt es weitere Personen mit einem Bezug zu Wettingen. Der musikalische Leiter Renato Botti ist Musiklehrer an der Kantonsschule Wettingen, Chormitglied Gisela Neumann wohnt in Wettingen und ist Lehrerin an der Primarschule Altenburg. Theresia Hlavka singt im Chor und ist Religionsunterrichts-Leiterin und Katechetin in Wettingen und Würenlos. Infos unter www.operette.ch

Residenz «Schloss & Riegel» in Neuenhof Nachdem die Schnäggebühne Neuenhof im vergangenen Jahr ein Stück im Kloster spielte, findet das diesjährige Theaterstück im Gefängnis statt. Zur Komödie: Durch die Verkettung unglücklicher Umstände sind die Rentner Irma und Hermann König (Karin Egloff und René Sethmacher) nicht in ihrer neuen Altersresidenz gelandet, sondern im Knast. Dabei handelt es sich nur um ein dummes Missverständnis, doch Irma und Hermann sind so überzeugt davon, dass sie nun in ihrer neuen Altersresidenz sind, dass sie den Irrtum gar nicht bemerken. Die Häftlinge Koni Huber und Jacqueline Schröder (Christoph Bhend und Rahel Rohr) wittern die Chance, zu zeigen, dass sie sich gebessert haben, und hoffen auf Hafturlaub. Deshalb wollen sie sich ganz

edelmütig um die beiden Rentner kümmern. Um die beiden älteren Herrschaften nicht zu beunruhigen, bestärken sie die beiden in ihrem Glauben, sich in einer Altersresidenz zu befinden. Die Gangsterbraut Jacky müht sich ab, eine mitfühlende Pflegekraft zu mimen, und der tollpatschige Häftling Koni schlüpft in die Rolle eines alten Residenzbewohners. Als die beiden Rentner immer vehementer die Annehmlichkeiten einer gehobenen Altersresidenz einfordern, begegnen sie weiteren Häftlingen, für sie vermeintliche Senioren. Der grobschlächtige Bruno (Michi Voser) und die edle Dame Marlene von Heinrichs (Manuela Schaub) spielen ohne ihr Wissen in diesem Versteckspiel mit. Die Leiterin der JVA, Frau Dr. Sandra Reusser (Bettina Schmid) und Justizvollzugsbeamtin Frau Kunz (Sandra Wolfgang) dürfen nichts davon erfahren.

Amüsante Komödie im katholischen Pfarreiheim Neuenhof. Die Komödie «Residenz Schloss & Riegel» hat am Samstag, 28. Oktober, um 20 Uhr Premiere im katholischen Pfarreiheim Neuenhof. Unter der Regie von Chantal Häuptli und Fabienne Häuptli wird die Komödie in drei Akten aufgeführt. Nebst der Unterhaltung wer-

zVg

den ab Türöffnung (eine Stunde vor Theaterbeginn) warmes Essen und die berühmte Bananentorte angeboten. Der Vorverkauf hat bereits gestartet, Tickets können auf der Homepage der Schnäggebühne Neuenhof, www.sbn.ch, oder auch unter Tel. 056 426 72 09 reserviert werden. (zVg)


Papiersammlung Oktober 2023

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NEUENHOF

Die nächste Papiersammlung findet am Samstag, 28. Oktober 2023, statt und wird durch den Blauring Neuenhof durchgeführt (Kontakttelefon 076 331 75 79). Die Bevölkerung wird gebeten, die Sammelware – Papier und Karton getrennt – zu bündeln und zu verschnüren. Nur korrekt bereitgestelltes Papier bzw. korrekt bereitgestellter Karton werden übernommen. Es gibt einzelne Vereine, die sogar zwei separate Touren vornehmen, um das Papier bzw. den Karton separat zu sammeln. Daher wird die Bevölkerung angehalten, sich nicht zu früh wegen liegengebliebener Sammelware zu melden.

Gesuch für die Nutzung von Grundwasser Gesuchsteller: AXA Leben AG Anlagen: 1 Grundwasserfassung und 1 Versickerungsanlage auf der Parzelle Nr. 2204 und 412, Hardstrasse 51, Neuenhof Förderleistung: 6.58 I/s (395 I/min) Heizen/Kühlen Pumpenleistung: Pumpe 1: 16.67 I/s (1000 I/min) Rechtsmittelfrist Frist: 30 Tage Ablauf der Frist: 28.11.2023 Das Nutzungsgesuch wird gemäss § 28 des Wassernutzungsgesetzes vom 11. März 2008 (WnG) vom 30. Oktober 2023 bis 28. November 2023 auf der Abteilung Bau und Planung öffentlich aufgelegt. Wer ein schutzwürdiges eigenes Interesse besitzt, kann innerhalb der Auflagefrist beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung für Umwelt, Buchenhof, Entfelderstrasse 22, 5001 Aarau Einsprache erheben. Einsprachen sind schriftlich einzureichen und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Abteilung Bau und Planung Neuenhof

70 Gewerbler und Gemeindeangestellte trafen sich zum Industrieapéro in der Schreinerei

Austausch zwischen

Am Netzwerkanlass wurde Nachwuchs für die Feuerwehr und den SchreinerBeruf gesucht. MELANIE BÄR

Häckseldienst vom 6. November 2023 und Zurückschneiden Hecken und Sträucher Am 6. November 2023 (und folgender Tag, je nach Anmeldungen) findet der nächste Häckseldienst statt. Die Einwohnerinnen und Einwohner von Neuenhof haben die Möglichkeit, Astmaterial aus dem Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern (Durchmesser mind. 1 cm, max. 12 cm) vom Bauamt häckseln zu lassen. Zur Förderung der Hauskompostierung erfolgt diese Leistung in den ersten 15 Minuten gebührenfrei, sofern vorwiegend selber kompostiert und damit die Grünabfuhr entlastet wird. Das Häckselgut muss zurückgenommen werden. Mehraufwendungen werden nach Aufwand in Rechnung gestellt. Telefonische Voranmeldung an die Abteilung Bau und Planung Neuenhof, bis Freitag, 3. November 2023, 14.30 Uhr, Tel. 056 416 21 20. Weiter werden die Eigentümer von Grundstücken an öffentlichen Strassen, Fusswegen und Plätzen aufgefordert, die Bäume, Sträucher, Hecken und Einfriedungen, welche in den Strassen- bzw. Gehweg hineinragen bis dahin zurückzuschneiden.

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Zwischen Werkbänken, Schleifmaschinen und Bohrern standen vor einer Woche in der Schreinerei «Willi Egloff AG» hölzerne Stehtische mit Apérohäppchen. Der Handwerksbetrieb war Gastgeber des diesjährigen Industrieapéros der Gemeinde. Gemeindeammann Martin Uebelhart nutzte die Gelegenheit, um über anstehende Projekte zu informieren: «Zur Sanierung der Dorfstrasse gab es keine Einwendungen.» Das Siegerprojekt für die Härdli-Planung werde zurzeit in eine Masterplanung weiterentwickelt. Und er fragte an, ob es in den Betrieben Feuerwehrleute Barbara und Fritz Krähenbühl sind seit 2010 gebe, die sich tagsüber für Einsätze zur Verfügung stellen könnten. «Wir sind froh um jede Person.» Nachwuchs sucht auch Schreinerei-Inhaber Fritz Krähenbühl. In den 70 Betriebsjahren seien gesamthaft 48 Lehrlinge ausgebildet worden. «Ich bin immer noch ein absoluter Fan von meinem Beruf», sagte Krähenbühl. Doch auch in seiner Branche fehlen Fachleute und Lernende. Mit Flavia Hehl lernt in seinem Betrieb eine der wenigen Berufsfrauen. Mit Holz zu arbeiten gefiel ihr so gut, dass sie nach zwei Jahren Fachmittel- Flavia Hehl ist im dritten Lehrjahr zur schule zur Schreinerlehre wechselte. Schreinerin. bär


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Ein gelungener Spaghetti-Plausch Einmal im Jahr halten die Sänger des Männerchors Neuenhof an Stelle der Notenmappen die heissen Spaghettiteller in den Händen. PETER GRAF

«Willi Egloff AG» .

Spänen

Melanie Bär

Die Zeiten haben sich geändert und so ist denn auch der Männerchor Neuenhof bestrebt, die Aktivitäten den Bedürfnissen und vorhandenen Ressourcen anzupassen. Wie viele traditionelle Vereine hat sich auch der Männerchor mit der Ausrichtung der Vereinsaktivitäten befasst. Diese beinhalten nicht zuletzt auch die Beschaffung der notwendigen finanziellen Mittel für ein aktives Vereinsleben. Während 25 Jahren hatte die jährliche Metzgete einen Teil dazu beigetragen. Rückläufige Besucherzahlen, aber auch das veränderte Essverhalten in der Bevölkerung haben dazu geführt, dass vor drei Jahren zu dem mit weniger Aufwand verbundenen ersten «Spaghetti-Plausch» in die Turnhalle Zürcherstrasse eingeladen wurde. Die Qual der Wahl Am vergangenen Samstag war es wieder so weit. Bereits zur Mittagszeit fanden nicht nur Neuenhoferinnen und Neuenhofer den Weg an die herbstlich gedeckten Tische in der Turnhalle, wo sie durch die gut gelaunten Sänger und deren Familienangehörige empfangen wurden. Zur Auswahl standen die durch die Küchenmannschaft köstlich zubereiteten Spaghetti in zwei Tellergrössen und Saucen in fünf unterschiedlichen Geschmacksrichtun-

Das Küchenteam sorgte mit seinen fünf Saucen für die Qual der Wahl.

Peter Graf

gen. So wurde denn die Wahl zwischen Bolognese, Carbonara, Forestière, Arrabiata und Pesto für manch einen beinahe zur Qual. Wenn danach Hunger und Durst auch gestillt waren, durfte doch eine feine Cremeschnitte oder ein Tortenstück nicht fehlen. Augenfällig war, dass das gemütliche Beisammensein mit Familie, Nachbarn, Freunden und Bekannten sichtlich genossen wurde. So war es denn auch nicht verwunderlich, dass sich nebst Behördenvertretungen auch Gäste aus der Patenstadt Holzgerlingen durch die Sänger verwöhnen liessen und diese auch die spontanen Gesangseinlagen der Sänger genossen. Obwohl der Besucheraufmarsch etwas unter den Erwartungen lag, darf der Anlass als gelungen Dieser Sänger serviert die gluschtigen bezeichnet werden. Spaghetti Bolognese. pg

AUS DEM GEMEINDERAT alleinige Besitzer der «Willi Egloff AG».

bär

Gemeindeversammlung vom 20. November – Traktandenliste Der Einwohner-Gemeindeversammlung vom 20. November werden folgende Traktanden zur Genehmigung unterbreitet: 1. Protokoll der Einwohnergemeindeversammlung vom 19. Juni 2023; 2. Strassenreglement; 3. Stellenantrag Abteilung Bau und Planung; 4. Entschädigungsreglement für Behörden und Kommissionen; 5. Personalreglement; 6. Voranschlag 2024; 7. Verschiedenes.

Neuenhof, Neuenhof, für die Neubeschriftung der bestehenden Reklametafeln, an der Zürcherstrasse 109, Parzelle Nr. 2316, Neuenhof; Patrick von Briel, Neuenhof, für das Erstellen einer Aufdach-Photovoltaikanlage, am Hafnerweg 6, Parzelle Nr. 3234, Neuenhof; Peter und Laura Voser, Neuenhof, für das Erstellen einer Gartenstützmauer, am Haldenweg 15, Parzelle Nr. 2443, Neuenhof.

staltung (zudem freie Besichtigung 10–17 Uhr); 28. Oktober: Papiersammlung; 30. Oktober, 17 Uhr: unentgeltliche Rechtsauskunft, Untergeschoss Gemeindehaus; 6. November: Häckseldienst

Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Die Öffnungszeiten und Erreichbarkeit (Schalterdienst) sind wie folgt: Montag, 8–11.30 und 14–18 Uhr, Dienstag/Donnerstag, 8–11.30 Uhr, Mittwoch, 8–11.30 und Termine 28. Oktober, 13.30 Uhr: Ein- 14–17 Uhr, Freitag, 7.30–14.30 Uhr. Austausch Mario Wiedmer, Markus Baubewilligungen sind erteilt wor- weihungsakt Spiel- und Begegnungs- Tel. 056 416 21 11, E-Mail: gemeinKieser und Martin Uebelhart (v. l.). bär den an: Verein Ort für Kinder in plätze Zentrum und Pausenplatzge- dekanzlei@neuenhof.ch


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KILLWANGEN/SPREITENBACH

«Mini Beiz, dini Beiz

AUS DEM GEMEINDERAT Demission Gemeinderat Martin Kreuzmann Martin Kreuzmann musste leider aus gesundheitlichen Gründen seine Demission als Gemeinderat per Ende Oktober 2023 einreichen. Die vorübergehende neue Ressortverteilung sowie das Datum der Ersatzwahl werden in den nächsten Wochen bekannt gegeben. Gemeinderat und Verwaltung bedauern die Demission von Martin Kreuzmann sehr, haben aber vollstes Verständnis für diesen Entscheid. «Lieber Martin, wir danken dir bereits an dieser Stelle herzlich für deinen enormen und wertvollen Einsatz zu Gunsten der Gemeinde Killwangen und wünschen dir nur das Beste» schreibt der Gemeinderat.

Öffnungszeiten der Gemeindekanzlei Montag, 8.30–11.30 Uhr und 14– 18.30 Uhr; Dienstag, 8.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Mittwoch, 8.30– 11.30 Uhr, nachmittags geschlossen; Donnerstag, 8.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Freitag, 7.30–14 Uhr (durchgehend). Tel. 056 418 10 60, E-Mail: gemeindekanzlei@killwangen.ch. www.killwangen.ch

INSERATE

GEMEINDE KILLWANGEN

Altpapiersammlung

Mit Ihrer Produktewerbung in die Limmatwelle! Weil diese Zeitung gelesen wird! Tel. 058 200 57 73

thomas.stadler@chmedia.ch

Die nächste Altpapiersammlung findet am Samstag, 28. Oktober 2023, statt (bitte vormittags ab 7.00 Uhr bereitstellen). Damit die Sammlung reibungslos durchgeführt werden kann, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Bitte beachten Sie die folgenden Punkte: • Altpapier und Karton getrennt und ohne Fremdstoffe bündeln und fest verschnüren (keine Papiertragtaschen und Kartonschachteln verwenden); • Bitte keine allzu schweren Bündel machen (Sammlung erfolgt durch Jugendliche); • Altpapier und Karton, welche Fremdmaterial aufweisen, werden stehen gelassen und nicht mitgenommen. Killwangen, 26. Oktober 2023 Gemeindekanzlei Killwangen

INSTRUMENTE UND MEHR

INSTRUMENTE

Landstrasse 52 | 5430 Wettingen | 056 426 72 09 | musik-egloff.ch

Sascha Feller aus Killwangen feiert sein 10-JahrJubiläum als Wirt im Gasthaus zur Brugg in Baden. Wie der 37-Jährige dazu kam und warum Sterneköche bei ihm ein und aus gehen. SIBYLLE EGLOFF

Einmal ein Restaurant zu leiten, das war schon seit seiner Ausbildung zum Koch ein Ziel, das sich Sascha Feller gesteckt hatte. «Dass mein Traum dann so früh in Erfüllung geht, das hätte ich nicht erwartet», sagt der 37-jährige Killwangener. Doch als er die Chance kriegte, habe er sie packen müssen. Das war genau vor zehn Jahren. Feller arbeitete seit einem Jahr als Küchenchef im Gasthaus zur Brugg in Baden. «Ich wurde von den Besitzern angefragt, ob ich das Restaurant übernehmen will, und ich habe natürlich Ja gesagt», erzählt Feller. Und so kam es, dass er bereits mit 27 Jahren zum Gastgeber wurde. Die Jahre vergingen im Flug und nun kann der Wirt schon sein Zehn-JahrJubiläum begehen. «Ich bin extrem stolz auf mein Team und mich, dass wir immer noch da sind», sagt Feller. Er wird von fünf Personen unterstützt, fast alle sind seit dem Anfang dabei. «Das ist schön für mich, aber auch für meine Gäste. Sie treffen stets auf bekannte Gesichter.» Der Beginn war nicht einfach. «Es gab Abende, an denen niemand vorbeikam, Laufkundschaft haben wir keine. Da zweifelt man schon», sagt Feller. Das Restaurant befindet sich an der Bruggerstrasse im Badener Quartier Kappelerhof. Nicht hilfreich war die Vorgeschichte des Lokals. «Es war ein Stammtisch für ABB-Arbeiter und kein Restaurant, in das man zum Essen einkehrte.» Feller organisierte Wine-and-DineAnlässe und lud zu Veranstaltungen, an denen er etwa Tatar à discrétion anbot. «So wollte ich Gäste zu uns locken.» Es half, noch heute gibt es Tatar-Abende im Gasthaus zur Brugg. Ein Glücksfall für Feller und sein Team war 2016 die Teilnahme in der bekannten Schweizer Sendung «Mini Beiz, dini Beiz». Das Badener Restaurant ging am Ende sogar als Sieger der Folge hervor. «Mini Beiz, dini Beiz war ein High-

Wirt Sascha Feller (Zweiter von rechts) feiert (v.l.) das 10-Jahr-Jubiläum. light für uns. Es half sehr und gab uns einen Schub. Plötzlich besuchten uns Leute, die zuvor noch nie von uns gehört hatten», erinnert sich Feller. Punkten konnte der Chef koch mit seiner gut bürgerlichen Schweizer Küche, der er stets eine persönliche Note verleiht. So serviert er etwa ein Cordon-bleuTrio mit verschiedenen Füllungen. Eines beinhaltet den Fleischaufschnitt Pastrami, Senf und Emmentaler. «Ich habe mich von einem Pastrami-Sandwich, das ich in New York probiert habe, inspirieren lassen», sagt Feller. In der Pandemie schrieb er ein Kochbuch Zu seinen Spezialitäten gehört auch eine Salatsauce aus Feigensenf, die er seit der Coronazeit zum Verkauf anbietet. Die Pandemie hat das Gasthaus gut überstanden, auch wenn die Gäste nach dem Lockdown noch etwas zögerlich vorbeigekommen seien. Feller erfüllte sich in dieser Zeit einen weiteren Traum und verfasste ein eigenes Kochbuch. «Ich bin oft bei bekannten Köchinnen und Köchen zu Gast und lasse mir dann ihre Bücher signieren. So kam ich auf die Idee, selbst meine besten Rezepte zu sammeln.» In den gut 20 Jahren am Herd sind so einige Rezepte zusammengekommen. Statt wie geplant eine


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war ein Highlight»

mit seinem Team, bestehend aus Conni Weber, Jakkrit Lunphila und Désirée Mayerhofer Sandra Ardizzone

Ausbildung zum Informatiker zu machen, landete Feller wegen eines Freundes, der ebenfalls Koch lernte, in der Küche. Feller ist in Neuenhof aufgewachsen und liess sich einen Katzensprung entfernt im Restaurant «Sternen» beim Kloster Wettingen zum Koch ausbilden. Dort arbeitete er sich zum Sou-Chef hoch und übernahm die Verantwortung für Caterings. Er bekochte Gefängnis-Insassen Doch irgendwann wollte er etwas Neues ausprobieren. «Ich hatte Mühe mit den langen Arbeitszeiten und den Einsätzen am Wochenende.» So kam es, dass Feller die Insassen des Flughafengefängnis bekochte. Doch dabei fehlte ihm das Feedback und der Kontakt zu den Menschen, die seine Gerichte essen. Feller sehnte sich zurück in den A-la-carte-Betrieb. Er absolvierte im Anschluss das Wirtepatent. «Mit diesem im Sack bewarb ich mich beim Gasthaus zur Brugg und landete schliesslich in meinem heutigen Restaurant.» Auch wenn Feller auf einfache Küche setzt, lässt er sich von der Haute Cuisine von Sterne-Köchen inspirieren. «Ich bin offen für neue Produkte und Zubereitungsarten», sagt der Koch. Davon zeugt zum Beispiel ein Rüeblikuchen-Milchshake auf der Menükarte.

Damit seine Gäste ebenfalls ab und zu in die Gourmet-Welt eintauchen können, lädt der Wirt gerne renommierte Gastköche ins Restaurant ein. So beehrten beispielsweise die deutsche Spitzen- und Fernsehköchin Maria Gross oder der deutsche Zwei-SterneKoch René Frank, der Deutschlands einziges Dessert-Restaurant in Berlin führt, das Badener Gasthaus. Zum Jubiläum legte Feller noch einen drauf und holte am Montag den deutschen Drei-Sterne-Koch Juan Amador an seinen Herd. «Er servierte für 48 Gäste ein 7-GangMenü. Es war super – nicht nur für die Gäste, sondern auch für das Team und mich.» Einen kulinarischen Superstar in der Küche zu haben, bedeutet viel Arbeit. Feller musste besondere Zutaten wie Carabinero oder Austern besorgen, alles vorbereiten und Amador und seine Crew vom Flughafen abholen. Günstig war der bekannte Besuch auch nicht. «Unsere Gäste zahlten 500 Franken pro Person für das Menü mit Weinbegleitung. Das ist nicht wenig Geld.» Doch es sei ein einmaliges Erlebnis, das sich lohne, findet Feller. Für ihn und sein Team der krönende Start ins Jubiläumsjahr. «Wir haben teilweise auch mitgegessen, es ist ja auch eine Belohnung für uns, für unser Engagement die letzten zehn Jahre.»

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AUS DEM GEMEINDERAT Drittmeldepflicht Vemieter und Logisgeber Immobilienverwaltungen und Hauseigentümer sind im Kanton Aargau gemäss kantonalem Registerund Meldegesetz RMG verpflichtet, Zu-, Um- und Wegzüge von Mieterinnen und Mietern den Einwohnerdiensten zu melden. Dies geschieht heute mehrheitlich per Briefpost oder E-Mail. Die Meldungen können aber auch auf zwei weiteren Wegen den Einwohnerdiensten Spreitenbach übermitteln werden: • Grössere Liegenschaftsverwaltungen können in ihrer Fachapplikation eine Funktion zur Übermittlung der Drittmeldungen integrieren, wenn sie an sedex (secure data exchange, Plattform) angebunden sind. Wer sich für diese Variante entscheidet, nehme bitte Kontakt mit dem Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, Tel. 0800 866 700 oder E-Mail harm@bfs.admin.ch auf. Zu Umsetzungsmöglichkeiten in der Fachapplikation kann der Hersteller Auskunft geben. Über weitergehende Informationen zur Drittmeldepflicht kann die Vereinigung der ITUnternehmen für die Immobilienwirtschaft «Qualipool» Auskunft geben unter Tel. 044 455 56 66; • Kleinere und mittlere Liegenschaftsverwaltungen oder Vermieter sowie Logisgeber können ihre Meldung über den Weblink www.drittmeldung.ch absetzen. Da die Informationen über Zuund Wegzüge für alle Verwaltungsabteilungen wichtig sind, werden die Logisgeber um entsprechende Mithilfe und Unterstützung gebeten. Weiter sind die Gemeindewerke (gemeindewerke@spreitenbach.ch /056 418 86 10) zu informieren, damit die Stromablesung vor dem Wegzug erfolgen kann.

In der kalten Jahreszeit ins Hallenbad Das Hallenbad Spreitenbach bietet in der kälteren Jahreszeit das optimale Umfeld für Sport, Erholung und Spass! Wenn es draussen kalt und regnerisch ist, kann ein Aufenthalt im Hallenbad die Sommerferiengefühle etwas zurückholen. In den Wintermonaten vom 1. September bis 31. Mai gelten folgende Öffnungszeiten: Montag–Freitag 9–20 Uhr, Samstag–Sonntag 9–17 Uhr. Man lasse den Sommer nicht einfach vorüberziehen und komme im Hallenbad Spreitenbach vorbei. Baubewilligung Der Gemeinderat Spreitenbach hat folgende Baubewilligungen erteilt: Tribeca Property AG, Schützenstrasse 7, 8800 Thalwil, Sanierung Bestandeshalle mit neuen Fenstern und Toren an der Fegistrasse 14; Halter AG, Zürcherstrasse 39, 8952 Schlieren, Anschluss an das Fernwärmenetz der Limeco an der Bahnhofstrasse 89. Termine 30. Oktober, 13. und 27. November, jeweils 17 Uhr, unentgeltliche Rechtsauskunft, neues Gemeindehaus; 31. Oktober, 19.30 Uhr, Politapéro, Zentrumsschopf; 21. November, Ortsbürgergemeindeversammlung (Budget); 25. November, 12–19 Uhr, Weihnachtsmarkt (bisheriger Standort); 28. November, Einwohnergemeindeversammlung (Budget). Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Die Schalter sind wie folgt geöffnet: Mo, 8.30–11.30 Uhr und 13.30–18.30 Uhr, Di–Do, 8.30–11.30 Uhr und 13.30–16 Uhr, Fr, 8.30–15 Uhr. Telefon 056 418 85 11, Fax 056 402 02 82. www.spreitenbach.ch.

INSERATE

Für Haustüren

5432 Neuenhof, Tel. 056 437 18 00, www.egloff-schreinerei.ch


12 Spreitenbach

Spreitenbach

Bauausschreibung

Bauausschreibung

BG Nr: Bauherr:

3497 WB Food GmbH, Müslistrasse 44, 8957 Spreitenbach Bauobjekt: Sanierung des bestehenden Burger King inkl. neue Reklamen Baustelle: Müslistrasse 44 Parzelle: 1530 Zusatzbew.: Aargauische Gebäudeversicherung Departement Volkswirtschaft und Inneres

BG Nr: Bauherr:

Die öffentliche Auflage erfolgt vom 30. Oktober 2023 bis 28. November 2023 bei Planung und Bau, Gemeindehaus, Spreitenbach.

Die öffentliche Auflage erfolgt vom 30. Oktober 2023 bis 28. November 2023 bei Planung und Bau, Gemeindehaus, Spreitenbach.

Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Planung und Bau, Bahnhofstrasse 2, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten.

Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Planung und Bau, Bahnhofstrasse 2, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten.

Gemeinde Spreitenbach

Gemeinde Spreitenbach

3111-PÄ8 Genossenschaft Migros Aare, Industriestrasse 20 3321 Schönbühl Einkaufszentrum Bauobjekt: Dach über P3 / Stadtgarten – Überbauung Tivoli Garten Baustelle: Sandäckerstrasse 1 – 11 Parzelle: 1235 Zusatzbew.: Aargauische Gebäudeversicherung Departement Volkswirtschaft und Inneres

Spreitenbach

Politapéro

KILLWANGEN/SPREITENBACH

Feueralarm: Übung Viele interessierte Zuschauer lockte es am Samstagnachmittag auf den Sportplatz beim Schulhaus Seefeld, um den von der Feuerwehr SpreitenbachKillwangen organisierten Hauptübungs-Nachmittag mitzuverfolgen. Das Thema: «Rund um d’Füürwehr». GABY KOST

Punkt 14 Uhr will der Kommandant Daniel Wiederkehr die Anwesenden begrüssen. Da kommt plötzlich Hektik auf. Wiederkehr gibt ein paar Anweisungen an Feuerwehrleute, die zu Feuerwehrfahrzeugen springen und mit Tonfolgehorn davonbrausen. Übung oder Ernstfall? Tatsächlich kam eine Meldung aus Neuenhof herein: «Brand gross». Zur Unterstützung muss die Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen ausrücken. Glücklicherweise ist schnell klar, dass es sich «nur» um einen Küchenbrand handelt und die heimischen Feuerwehrleute bald wieder zurück sind. Beförderungen Zusammen mit den Gemeinderäten Roger Mohr (Spreitenbach) und Walter Hubmann (Killwangen), dem Vize-Kommmandanten Andreas Fischer, Ausbildungschef Patrik Holenweger und im Beisein des Fähnrichs (siehe angehängte Liste) befördert Wiederkehr inzwischen fünf Feuerwehrmänner. Den höchsten Grad erhält dabei Philipp Pauli, der nun Oberleutnant ist.

Der Einsatzleiter Stefan Hirzel erscheint als Er Im Wilerhof brennts Ein paar Schritte weiter steigt dichter Rauch in die Höhe. Im Wilerhof brennts, es herrscht starke Rauchentwicklung im Stall. Ein Traktor droht in den Bach zu kippen mit der möglichen Folge, dass Diesel ausläuft. Keine einfache Aufgabe für den Einsatzleiter Stefan Hirzel, der klar die Priorität setzt: zuerst Leben retten, dann den Brand bekämpfen. Vier Personen gilt es, zu retten. Zufahrtsschwierigkeiten und die Feuer-Übergriffsgefahr auf den Schopf und das Wohnhaus sind zusätzliche Herausforderungen. Zum Glück handelt es sich dieses Mal nicht um einen Ernstfall, sondern um ein Szenario. Sämtliche Feuerwehr-Fahrzeuge fahren vor, wobei das Univer-

Die Bevölkerung wird zum Politapéro vom Dienstag, 31. Oktober 2023, 19.30 Uhr, Zentrumsschopf, eingeladen. Themen: 1. Umbau altes Gemeindehaus in ein Schulhaus 2. Verschiedenes 3. Frage- und Diskussionsrunde mit der Bevölkerung Nehmen Sie die Gelegenheit wahr und lassen Sie sich vom Gemeinderat über die aktuellen Themen informieren.

SEREM ZU UN L A N E R P D A B

Eine Rettungswanne wird bereitgestellt für eine Rettung mit der Drehleiter.

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oder Ernstfall?

Kulturpreis: Patrick Stäuble vom ShoppiTivoli und Vize-Gemeindepräsidentin Doris Schmid bei der Preisübergabe an den Damen- und Frauenturnverein. Ian Stewart Ab in die qualmende Rauchhöhle «Stall» mit Atemschutzmaske. gk

rster am Brandplatz Wilerhof.

Der mit 10 000 Franken dotierte Kulturpreis geht dieses Jahr an die Turnerinnen des Damenund Frauenturnvereins.

Gaby Kost

sal-Löschfahrzeug das letzte Mal dabei ist, da es ersetzt wird. Auch die Drehleiter ist zurück vom Einsatz in Neuenhof. Männer und Frauen im Einsatz Um die 60 Feuerwehrleute sind am Ort des Geschehens, davon 12 Frauen. Stephanie Lieb wirkt seit fünf Jahren in der Feuerwehr und hat bei dieser Einsatzübung im Sanitätszelt alle Hände voll zu tun. «Hautverbrennungen müssen behandelt werden», berichtet die Allrounderin, die auch im Atemschutz und als Maschinistin eingesetzt werden kann. Sie schätzt die Tätigkeit und Kameradschaft bei der Feuerwehr und sagt: «Man lernt immer wieder Neues dazu.»

Turnerinnen geehrt

MELANIE BÄR

Mit je 5000 Franken wurden die beiden Vereine am Freitagabend beschenkt. «Die Frauen tun nicht nur etwas für ihre eigene Fitness, sondern leisten auch viel für das kulturelle Leben von Spreitenbach», begründet Vize-Gemeindepräsidentin Atemschutzkontrolle ausserhalb des Doris Schmid die Wahl. Die Frauen Brandherdes. gk führen beispielsweise eine Metzgete durch, beteiligen sich am Weihnachtsmarkt und am Adventsfenster und schaffen ein Bewegungsan-

gebot für Frauen. Der Damenturnverein hat 32 aktive Mitglieder und ist in zwei Gruppen aufgeteilt: Fitness und Volleyball. «Mit 21 Aktiv-, 24 Passiv- und 6 Ehrenmitgliedern ist der Frauenturnverein ein stattlicher Verein», stellte Schmid am Freitag auch den zweiten Verein vor, der sich das Preisgeld mit dem Damenturnverein teilt. Der Preis wurde dieses Jahr zum 39. Mal verliehen. Sponsor des Preisgeldes und des gesamten Anlasses ist das ShoppiTivoli. «Kulturkommission, Gesamtgemeinderat und sicher auch das Management vom ShoppiTivoli wünschen euch von Herzen noch viele Jahre Durchhaltewillen, dass eure Vereine noch lange aktiv weiter existieren», schloss Schmid ihre Rede.

AUSSTELLUNG IM GEMEINDEHAUS

Zvieri mit Posten rund um das Schulhaus Wienerli und Brot gibt es für alle Anwesenden beim Schulhaus. Dort kann Gross und Klein an verschiedenen Posten spielerisch und mit viel Geschicklichkeit das Geschehen rund ums Feuer, Rauch und Wasser Daniel Wiederkehr befördert Philipp erleben. Pauli zum Oberleutnant. gk

Beförderungen bei der Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen Soldat Dejan Milovanovic zum Korporal Soldat Michael Suter zum Korporal Soldat Luigi Patruno zum Wachtmeister Soldat Francesco Siletta zum Korporal Leutnant Philipp Pauli zum Oberleutnant Korporal Roman Irniger zum Wachtmeister

Im alten Gemeindehaus wurden jeweils Werke von verschiedenen Kunstschaffenden ausgestellt. Mit dem Umzug ins neue Gemeindehaus wird dies an der Bahnhofstrasse 28 weitergeführt. Noch bis am 24. November werden Werke (Bild) der Kunstschaffenden gezeigt, die in den vergangenen sieben Jahren ausgestellt haben. Foto: Ian Stewart


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SPREITENBACH

WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2023

Bezug ist im Sommer 2026 geplant Noch steht «Gemeindehaus» auf dem Schild am leer stehenden Gebäude an der Poststrasse 13. Das soll sich ändern. Die Pläne für den An- und Umbau in ein Schulhaus wurden am Wochenende ausgestellt. MELANIE BÄR

Schon kurz nach vier Uhr hatten sich am Freitag über 20 Personen im alten Gemeindehaus eingefunden, um sich die Pläne und Modelle des Um- und Neubaus anzuschauen. «Wann ist mit Baulärm zu rechnen?», fragte ein Anwohner. «Gibt es keine Parkplätze mehr?», wollte ein Einwohner wissen. «Bei der gegenüberliegenden Schulanlage hat es genügend Parkplätze», antwortete Gemeindepräsident Markus Mötteli. Architekt Maximilian Glaus zeigte aufs Untergeschoss im Plan, wo sich jetzt Tiefgaragenplätze befinden: «Sie werden als Veloraum und Kochschule umgenutzt. Die Belichtung erfolgt über einen Lichthof.» Glaus arbeitet beim Badener Architekturbüro «Schweizer Hauser Architekten AG» und hat an der Planung des Siegerprojekts mitgewirkt. Es ist eine Arbeitsgemeinschaft mit «rgp Architekten», die ebenfalls aus

Visualisierung der neu entstehenden Schulanlage. Baden stammen. Am Wochenende konnte die Bevölkerung allerdings nicht nur das Siegerprojekt anschauen, sondern auch diejenigen der anderen fünf Teams, die ebenfalls am Submissionsverfahren teilgenommen hatten. Fixpreis garantiert Aussergewöhnlich sei die Vergabeform mit einem Fixpreis gewesen. «Deswegen mussten wir sehr präzise Vorschläge machen», so Glaus. «Für die Gemeinde ist das ein Vorteil, wir wissen nun genau, was das Projekt kostet, und haben eine Kostengarantie», sagt Mötteli und zeigt

Schweizer Hauser Architekten AG/zVg

aufs Preisschild von 23,2 Mio. Franken. Für dieses Geld erhält die Gemeinde ein Schulhaus für 15 Oberstufenklassen. Darin enthalten sind 5 Lernateliers à 175 m2, 5 Klassenzimmer à 75 m2, 15 Gruppenräume à 18 m2, 2 Räume für textiles und technisches Werken inkl. Nebenräumen ca. 270 m2, 1 Raum Natur und Technik inkl. Nebenräume ca. 110 m2, 1 multifunktionaler Raum, Aula à 180 m2, 1 Kindergarten, Teambereich (Teamzimmer und Teamvorbereitung) à 190 m2 sowie dazugehörende Nebenräume wie Büros, Sitzungszimmer, Lager, WCs und Garderoben.

Architektonisches Gesamtkonzept als wichtigstes Kriterium Um aus den fünf Vorschlägen auszusuchen, hat die Jury Zuschlagskriterien erarbeitet und Punkte verteilt. Das architektonische Gesamtkonzept wurde mit 60 % gewichtet. Darin wurden die Nutzungsqualität, flexible Raumnutzung, Gestaltung und Städtebau, Umgang mit Bestand, Qualität der geschaffenen Aussenräume, Gebäudetechnik und Konstruktion bewertet. Mit 30 % wurde der Gesamtpreis des Bauwerks bewertet und mit je 5 % der Projektablauf und Installationsplan sowie die Präsentation. Der Altbau aus den 60er-Jahren bleibt stehen und wird saniert, der Anbau aus den 80er-Jahren weicht einem neuen Gebäudeteil. «Aufgrund der Raumstruktur wäre es viel zu kompliziert gewesen, ihn in Schulräume umzugestalten», sagt Mötteli. Die Raumhöhe entspricht beispielsweise nicht der vorgegebenen Norm für Schulräume. Am Politapéro am 31. Oktober wird das Siegerprojekt der Bevölkerung vorgestellt, am 28. November stimmt sie an der Gemeindeversammlung über den Kredit von 23,2 Mio. Franken ab. Sagt sie ja, werden die Planungen umgesetzt. Die Altbau-Sanierung soll im Februar 2026 und der Neubau im Juli 2026 fertiggestellt sein.

GEMEINDEBIBLIOTHEK SPREITENBACH Die Leselöwen sind los Die Gemeindebibliothek startet in die neue Leselöwenclub-Saison. Von November bis Februar werden alle gelesenen Seiten derjenigen Geschichtenbücher gezählt, die in der Bibliothek ausgeliehen werden. Mitmachen können Schülerinnen und Schüler der zweiten bis sechsten Klasse. Das Leseförderungsprojekt der Gemeindebibliothek wird seit zehn Jahren im Winterhalbjahr durchgeführt. Wer eine gute Lesekompetenz aufweist, kann geschriebene Texte verstehen, sie nutzen und über sie reflektieren. Gute Leserinnen und Leser sind erfolgreich in Schule, Studium und Beruf. Am Startabend wird der Leselöwenclub 2023/24 mit verschiedenen Gruppenspielen und einer spannenden Geschichte eingeläutet. Weitere Informationen und Anmeldungen sind ab sofort in der Gemeindebibliothek möglich. (zVg) Ab November startet der Leselöwenclub wieder. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

zVg


WÜRENLOS

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Die Jugend spielte und sang in Flüeli-Ranft Vom 8. bis 14. Oktober führte die Musikschule Würenlos wieder ein Musiklager mit 30 Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 18 Jahren in Flüeli-Ranft durch. Musiklehrpersonen, ein J+S-Leiter und das Küchenteam begleiteten sie. Bei strahlendem Sonnenschein traf der Car mit den Lagerteilnehmenden um 13 Uhr in Flüeli-Ranft ein. Nach einem kurzen Fussmarsch zum Lagerhaus durften alle ihre Zimmer beziehen. Anschliessend wurde der Probenraum eingerichtet. Nach dem Nachtessen erhielt jedes Kind ein Heft mit Liedern sowie Noten mit einfacheren und schwierigeren Instrumentalstücken. Die Kinder und Jugendlichen waren gespannt auf die erste Probe. Bereits am ersten Abend wurden einige Lieder gesungen und einzelne Stücke angespielt. Jetzt waren alle bereit für eine spannende

Die Kinder und Jugendlichen geniessen die Musikwoche in Flüeli-Ranft. Woche mit guter Musik. Ab Montag startete die Probenarbeit jeweils am Morgen mit einer Gesamtprobe. Nach dem gemeinsamen Einsingen und Anspielen neuer Stücke wurde in kleine-

INSERATE

Marktnotiz

60 Jahre fischerwohnen rollt den roten Teppich für Sie aus Sie sind herzlich eingeladen, beim offenen Wohn-Sonntag, am 29.10.203 von 11 -16 Uhr, auf dieses Jubiläum anzustossen. Speziell für Menschen auf der Suche nach dem richtigen Kopfkissen bietet der «Kissen-Parcours» eine grosse Auswahl an verschiedenen Modellen. Ob «Nackenverspannte», «Schwitzer» oder «Gfrörli», jeder darf nach Herzenslust ausprobieren. Zusätzlich warten Neuheiten aus den Bereichen Parkett- und Vinylböden, innovative Leuchten und herbstlich-kuschlige Bettwäsche auf Sie.

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Die unter «Marktnotiz» publizierten Texte stehen ausserhalb der redaktionellen Verantwortung. Meldungen von KMU sind buchbar unter thomas.stadler@chmedia.ch, Tel. 058 200 57 73.

ren und grösseren Gruppen, in Register- sowie in Gesamtproben jeden Tag rund sieben Stunden musiziert. Es wurde ein breites Repertoire an Musikstücken und Liedern erarbeitet. Gesang bei der Gedenkstätte Die Kinder und Jugendlichen liefen auf einem Nachtspaziergang mit Fackeln zur Gedenkstätte von Bruder Klaus, wo bei der Kapelle zwei Lieder gesungen wurden. Auch eine Wanderung über den Klausen an einem Nachmittag stand auf dem Programm. Die Schar wanderte hinunter in die Ranft, wo sich alle einige Zeit am Wasser vergnügen durften. Ein musikbegeisterter junger Jugend- und Sportleiter, der selbst einmal die Musikschule besuchte und in den Proben auf der Tuba mitspielte, war für das Freizeitprogramm und weitere organisatorische Aufga-

zVg

ben während des Lagers zuständig. Dank seiner vielen Fotos und den täglichen Berichten, die er auf der Lagerwebsite aufschaltete, konnten die Eltern täglich einen Einblick in das Lagergeschehen nehmen. Das sehr kompetente Küchenteam zauberte jeden Tag feine und abwechslungsreiche Mahlzeiten auf den Tisch. Das Lager war auch diesmal ein voller Erfolg. Trotz strenger Probenarbeit war die Stimmung immer sehr gut. Die Kinder und Jugendlichen konnten viel profitieren. Auch für die Lehrpersonen war das Lager eine Bereicherung. Nach der Rückkehr in Würenlos am Samstagnachmittag gab es nochmals eine Probe und anschliessend wurde das Erlernte den Eltern und weiteren interessierten Zuhörern in einem einstündigen Abschlusskonzert vorgetragen. (zVg)

AUS DEM GEMEINDERAT Hauptübung der Feuerwehr Am Freitag, 27. Oktober, findet um 19 Uhr die jährliche Hauptübung der Feuerwehr Würenlos statt. Übungsobjekt: Grosszelgstrasse 18 (Landi Würenlos). Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, die Übung mitzuverfolgen.

Das traditionelle Haselplatzfest findet am 4. November statt. zVg Probealarm Feuerwehr-Notalarmierung Anlässlich der Hauptübung Haselplatzfest Der Gemeinderat lädt der Feuerwehr erfolgt am Freitag, die Bevölkerung zum jährlichen Ha- 27. Oktober, um 19 Uhr, der Sireselplatzfest ein. Dieses findet statt nentest der Feuerwehr-Notalarmieam Samstag, 4. November, ab 10 Uhr rung (Cis-Gis). Es sind keine Verhal(bis ca. 13 Uhr). Es wird ein kleiner tens- und Schutzmassnahmen zu Imbiss offeriert, spendiert von der ergreifen. Die Feuerwehr bittet um Ortsbürgergemeinde Würenlos. Verständnis.


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Bleib mir nah auf dieser Erden, bleib auch, wenn mein Tag sich neigt, wenn es nun will Abend werden und die Nacht herniedersteigt. Wird mein Auge dunkler, trüber, dann erleuchte meinen Geist, dass ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimat reist. Aus ihrem Lieblingslied von Karl Johann Philipp Spitta

Am Sonntagmorgen durfte meine liebe Mutter, Schwiegermutter, unsere Oma und Uroma nach einem langen, reich erfüllten und bewegten Leben friedlich und sanft, ohne Leiden, für immer einschlafen.

Agathe Szelemech 24. April 1920 – 22. Oktober 2023

Ihr Lebenskreis hat sich geschlossen. Sie hat ihre ewige Heimat gefunden. Wir behalten sie in unseren Herzen.

Alexandra und Siegfried Zihlmann-Cebenko Monika Zihlmann und Pascal Meinherz Karin Zihlmann und Nicolas Bukowiecki mit Gian Verwandte in Polen und Freunde Wir danken allen, die der Verstorbenen in Freundschaft begegnet sind und ihr etwas zuliebe getan haben. Ganz besonders danken wir dem Pflegepersonal im Regionalen Pflegezentrum Baden für die liebevolle und fürsorgliche Betreuung. In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied am Dienstag, 31. Oktober 2023, um 14.00 Uhr beim Gemeinschaftsgrab des reformierten Friedhofes und bei der anschliessenden Trauerfeier in der reformierten Kirche. Allfällige Spenden zugunsten der Caritas Schweiz CH52 0900 0000 6148 3603 8, Adligenswilerstrasse 15, 6002 Luzern. Vermerk: Im Gedenken an Agathe Szelemech. Traueradresse: Alexandra Zihlmann, Feldstrasse 22, 5436 Würenlos


WÜRENLOS

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«Wir sind eine verschworene Truppe» Die Feuerwehrhauptübung vom Freitag wird genutzt, um den langjährigen Kommandanten Stefan Moser zu verabschieden und Nachfolger Jürg Markwalder vorzustellen. IRENE HUNG-KÖNIG

Jürg Markwalder heisst der neue Kommandant der Feuerwehr. Der 41-jährige Würenloser rückt für den abtretenden langjährigen Kommandanten Stefan Moser nach. Für Jürg Markwalder eine logische Entwicklung, wenn man seine Familienbande anschaut. Bereits sein Vater war Kommandant, ebenso engagierten sich die beiden Brüder in der Feuerwehr, einer ist noch aktiv. Nach drei Jahren als Vizekommandant übernimmt der Ortsbürger nun die Gesamtverantwortung für die Feuerwehr Würenlos. Jürg Markwalder will etwas für die Gemeinschaft, für das Gemeinwohl tun. Das sei heute leider je länger, je weniger der Fall. Mit «seiner» Feuerwehr ist er aber sehr zufrieden: «Wir haben genügend Leute. Da können wir uns nicht beklagen», sagt er. Feuerwehrdienst zu leisten sei etwas Schönes, da komme vieles retour: «Ich habe viele Kollegen in der Feuerwehr. Man lernt sich da schon gut kennen. Wir sind eine verschworene Truppe. Professionalität gehört natürlich dazu, aber auch das Gesellige darf nicht zu kurz kommen.»

Jürg Markwalder steuert die Feuerwehr Würenlos als Kommandant ab dem nächsten Jahr.

seinem angestammten Beruf als Schreiner bei Markus Vogt. Dieser wiederum war Feuerwehrkommandant und fragte Jürg Markwalder an, der Feuerwehr beizutreten. Offizier ist er seit 2010 und vor drei Jahren übernahm er das Amt des Vizekommandanten. Seine Zusammenarbeit mit dem amtierenden Kommandanten Stefan Moser ist bis Ende Jahr befristet. Ab dem 1. Januar 2024 trägt Jürg Markwalder die Gesamtverantwortung, ist die AnSeit 23 Jahren dabei sprechperson für das Amt, also die Zur Feuerwehr kam der Vater Aargauische Gebäudeversicherung. zweier schulpflichtiger Töchter im Aufgaben wie Kursmeldungen maJahr 2000. Damals arbeitete er in chen und Kommissionssitzungen INSERATE

Generalversammlung der Bodenverbesserungsgenossenschaft Die 9. Generalversammlung der Bodenverbesserungsgenossenschaft (BVG) findet statt am Mittwoch, 15. November 2023, 19.30 Uhr, im Gmeindschäller, Schulstrasse 36, 5436 Würenlos. Traktanden: 1. Begrüssung, Stimmenzähler 2. Protokoll der Generalversammlung vom 16. November 2022 3. Jahresbericht des Präsidenten 4. Jahresrechnung 2022 5. Informationen der Technischen Leitung 6. Verschiedenes: Diskussion und Fragerunde Die Jahresrechnung 2022 der BVG Würenlos liegt vom 3. bis 13. November 2023 auf der Bauverwaltung Würenlos während den ordentlichen Bürozeiten öffentlich auf. Gemeinde Würenlos Bodenverbesserungsgenossenschaft Würenlos

vorbereiten landen dann auf seinem Tisch. Zudem wird Markwalder ab dem neuen Jahr Chef der Feuerwehrkommission sein. Die ganzen Übungsvorbereitungen treffen Kommandant und Vizekommandant gemeinsam. André Möckel wird das Amt des Vizekommandanten übernehmen. 82 Feuerwehrleute In Würenlos sind es 82 Feuerwehrleute, die für den Brandschutz, aber auch für sogenannte Elementarschäden, wie Folgen der Unwetter mit überfluteten Kellern oder umgestürzten Bäumen, im Einsatz stehen. Wie an anderen Orten auch, ist jedoch das Entfernen der Wespennester nicht mehr Bestandteil. «Dies gehört nicht zu den Aufgaben der Feuerwehr. Man nimmt den Privaten die Arbeit weg, heisst es», erklärt Materialwart Tobias Ellenberger. Besteht dieses Problem, muss man auf private Anbieter zurückgreifen. Ein weiteres Arbeitsfeld der Feuerwehr ist die Unterstützung der anderen Blaulichtorganisationen wie Polizei oder Sanität. «Wenn bei der Furttalkreuzung oder beim Bahnübergang etwas passiert ist, dann regeln wir den Verkehr», so Jürg Markwalder, der seit sechs Jahren als Hauswart bei der Gemeinde angestellt ist. Tobias Ellenberger ergänzt: «Einmal

ihk

mussten wir einen Wetterschutz erstellen, als sie jemanden auf der Strasse wiederbeleben mussten.» Leute für Sanität und Verkehr Zwar liegt die Feuerwehr Würenlos mit ihren 82 Feuerwehrleuten über dem Sollbestand, dennoch sucht sie immer neues Personal. Dazu wird alljährlich ein Informationsabend durchgeführt. Am 2. November ist es wieder so weit. «Vor allem in den Bereichen Sanität und Verkehr bräuchten wir Zuwachs», sagt Jürg Markwalder. Natürlich seien aber allgemein Feuerwehrleute willkommen, denn durch Wegzüge komme es immer wieder zu Fluktuationen. Wie die Feuerwehr arbeitet, das können Interessierte morgen Abend ab 19 Uhr anlässlich der Hauptübung miterleben. Die Übung findet an der Grosszelgstrasse 18, der Landi Würenlos, statt. Zudem erfolgt der Sirenentest der Feuerwehr-Notalarmierung. Jürg Markwalder gibt unter anderem die Feuerwehr als Hobby an. Ausserdem fährt er gerne Ski, geht wandern oder Velo fahren. Auch das Haus gebe zu tun, sagt er. Wie oft er mit seinen Feuerwehrleuten im nächsten Jahr ausrücken wird, steht noch in den Sternen. Im 2023 musste die Feuerwehr Würenlos bislang 23-mal ausrücken. Durchschnittlich sind es 30 bis 40 Einsätze pro Jahr.


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LIMMATTAL

HERBSTIMPRESSIONEN

«Der herbstlich gefärbte Baum und die Spiegelungen im Wasser zusammen mit dem blauen Himmel, Herbst wie er sein soll», schreibt Heidi Lustenberger zu ihrem Bild. Aufgenommen wurde es in Strassburg im Elsass.

Heidelbeeren im Herbstgewand mit Blick zum Tannensee. Aufgenommen von Carmen Colombi auf der Melchsee Frutt, Erzegg auf 2150 m.

Dieses Bild ist auf dem Weg von der Schiffsstation Rütli nach Bauen entstanden. Aufgenommen von Astrid Duff.

Von der ThiK-Terrasse her wurde dieser tolle Regenbogen gesehen und von Peter Gassner festgehalten. Haben auch Sie ein tolles Sujet in der Region aufgenommen? Dann schicken Sie uns das Foto (im JPG-Format und in der Grösse von mind. 1 MB) an redaktion@limmatwelle.ch.


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«Wir sind alle betroffen» Eine jüdische Familie aus der Region spricht über den Nahostkonflikt und ihre Verbundenheit zu Israel. Traurig stimmt sie nicht nur der Tod vieler Unschuldiger, sondern auch der wiederaufkeimende Judenhass in Europa und in der Schweiz. SIBYLLE EGLOFF

Der Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober und die fortlaufenden Geschehnisse in Israel und in Gaza erschüttern Samuel Meier und seinen Vater Nathan zutiefst (alle Namen von der Redaktion zum Schutz der Personen geändert). Beide sind in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Die Region Baden ist ihr Lebensmittelpunkt. Doch ihr Herz schlägt aufgrund ihres jüdischen Glaubens auch für das Land im Nahen Osten. «Israel ist wenn nicht meine erste, dann sicher meine zweite Heimat», sagt Samuel und erklärt: «Meine jüdische Seele ist dermassen verwurzelt mit diesem Land.» Vater und Sohn sitzen am Stubentisch. Immer wieder erreichen Samuel Nachrichten von Bekannten und Verwandten aus Israel. «Es geht zum Glück allen gut. Einige meiner Neffen und deren Kinder wurden nun aber in den Militärdienst einberufen. Wir machen uns Sorgen», sagt Nathan. Seine Schwester ist Ende der 1990er-Jahre nach Tel Aviv ausgewandert. Die Verwandten seiner Frau sind schon lange in Israel zu Hause. «Ich telefoniere seit dem Anschlag täglich mit ihnen», sagt Nathan. So wie der Familie Meier geht es aktuell vielen jüdischen Menschen in der Schweiz. Samuel präzisiert: «Rund 18 000 jüdische Personen leben hierzulande, fast jede von ihnen hat Freunde und Familie dort. Wir sind alle betroffen.» Sein Vater zückt ein dickes Fotoalbum aus dem Regal und beginnt, es auf dem Tisch durchzublättern. «Israel 1985» steht auf dem Deckblatt. Es folgen Bilder im Wasser am toten Meer, von der Klagemauer in Jerusalem und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten. «Das war unsere erste Reise nach Israel», sagt Nathan. Da die Gegend schon immer konfliktreich war, habe er oft die

Eines der wichtigsten Symbole im Judentum: die siebenarmige Leuchte Menora. Familie Meier hat daneben eine Gedenkkerze für die getöteten Menschen in Israel angezündet. Sibylle Egloff Frage gestellt bekommen, ob er keine Angst habe, dort hinzugehen. «Ich habe mehr Angst abends durchs Niederdorf in Zürich zu laufen», gibt Nathan auch noch heute zur Antwort. Dort wisse man wenigstens, dass die Sicherheit oberste Priorität habe, findet Samuel. Deshalb ist es ihm ein Rätsel, weshalb es überhaupt zu den Attacken am 7. Oktober kommen konnte. Für ihn ist klar: Der Angriff war seit langem geplant. Ihnen tun die Menschen auf beiden Seiten leid «Die Hamas hat den 7. Oktober mit Bedacht ausgewählt. An diesem Tag beginnt die Simchat Tora, einer der höchsten jüdischen Feiertage. Leute gehen in die Synagoge und besuchen Verwandte. Und genau dann haben sie zugeschlagen, Kinder vor den Augen der Eltern umgebracht, Grossmütter abgeschlachtet, Familien ausgelöscht und Festivalbesucher getötet und entführt.» Samuel stockt der Atem, als er den Satz beendet. «Es tut uns weh für alle, die leiden», sagt Nathan. Damit meinen er und sein Sohn auch die Menschen in Gaza. Er ist froh, dass die Schweiz nun plant, die Hamas als Terrororganisation einzustufen.

«Das sollten auch alle anderen Staaten tun. Doch der Hass gegenüber Israel ist zu gross.» Samuel stört es, dass Katar dem Chef der Hamas Zuflucht bietet. «Solange solche Leute geschützt werden, wird es keine Beruhigung in Israel geben», ist er sich sicher. Traurig stimmt die Meiers, dass durch den Konflikt in Israel der Judenhass in Europa aufkeimt. «Es ist unglaublich, dass in Deutschland oder in Grossbritannien Juden angegriffen werden und die Häuser von jüdischen Menschen mit dem Davidstern oder Schimpfwörtern beschmiert werden. Es zeigt, dass Antisemitismus noch immer tief in den Leuten verankert ist. Wir Juden sind noch immer die Sündenböcke», sagt Samuel und sein Vater Nathan erinnert an einen Zwischenfall in der Schweiz, als die Zürcher Kantonsrätin und Nationalratskandidatin Sonja Rueff-Frenkel bei einer Flyeraktion aufgrund ihres Glaubens angepöbelt wurde. Sie wollen die jüdische Gemeinde nicht gefährden Das ist auch der Grund, weshalb die beiden ihren richtigen Namen und ihren Wohnort im Artikel nicht preisgeben möchten. «Stellen Sie

sich vor, jemand folgt uns am Samstag in die Synagoge in Baden, weil er etwas Böses vorhat. Wir wollen die jüdische Gemeinde nicht gefährden», sagt Samuel. Ein Sicherheitsaufgebot gibt es schon lange, das ist man sich gewohnt. «Es ist immer Polizei anwesend, wenn wir zusammenkommen. Eigentlich traurig, aber leider normal», sagt Nathan. Nun sei das Sicherheitsaufgebot aber noch verstärkt worden. Da sie keine orthodoxen Juden sind und man ihnen ihren Gauben äusserlich nicht ansieht, erleben die Meiers selten Anfeindungen. «Doch als Kind und Jugendlicher in der Schule wurde ich oft als Saujud beschimpft», erinnert sich Nathan. Der Judenhass sei im schweizerischen Vokabular dokumentiert. «Als ich im Militär war, gab es ‹gestampfter Jude›. So wurden Fleischkonserven bezeichnet. Das fand ich sehr befremdend», sagt Nathan. Er ist froh, dass die Menschen an seinem Wohnort ihm und seiner Familie mit Respekt begegnen. Nathan sagt: «Unsere Nachbarn gehören verschiedenen Religionen an. Besonders mit den muslimischen haben wir ein herzliches Verhältnis. Wir hoffen, dass irgendwann auch ein friedliches Miteinander in Israel und Gaza möglich ist.»


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LIMMATTAL

Nutzungsdruck auf Die geringe Strömung auf dem Stausee zwischen Wettingen und Würenlos lädt zum Stand-up-Paddeln ein. Konflikte entstehen deswegen kaum. MELANIE BÄR

Auf dem Bahnhofplatz werden Frauen über das Krankheitsrisiko informiert. zVg

Brustkrebs im Fokus Im «Pink Cube» am Badener Bahnhofplatz wurde über Brustkrebs aufgeklärt. Die Frauen nutzten das Angebot.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen und kann in jedem Alter auftreten. Jedoch können auch Männer daran erkranken. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto grösser sind die Heilungschancen. Im Pink Cube führte ein Frauenarzt die Beratung durch und zeigte den Frauen, wie sie ihre Brust zu Hause selbst abtasten können. So sollen erste Anzeichen von Brustkrebs selbst erkannt werden. Die Aufklärungsaktion «Sag Nein zu Brustkrebs. Sag Ja zur Früherkennung» ist eine Initiative von «Merck Sharp & Dohme». Diese wird unterstützt durch die Patientenorganisa-

tion «Europa Donna Schweiz» sowie Gilead und AstraZeneca. Medikamente für Studien Die Haupttherapiebereiche von «Merck Sharp & Dohme» sind Onkologie, Infektionskrankheiten, Immunologie und Diabetes. Das Unternehmen stellt Medikamente für weltweite klinische Studien her und betreibt ein forensisches Labor. Die Organisation «Europa Donna Schweiz» vereint Frauen mit Brustkrebs, Ärztinnen, Politikerinnen und weitere Persönlichkeiten. In der Schweiz wird jede achte Frau im Verlauf ihres Lebens mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Die Organisation organisiert und unterstützt Aktivitäten. Sie setzt sich mittels Vernetzung und politischer Überzeugungsarbeit dafür ein, dass alle Frauen in der Schweiz Zugang zu optimaler Früherkennung, Behandlung und Nachsorge bei Brustkrebs erhalten. (zVg)

Schnellster Limmattaler Fisch gesucht Am 4. November wird der Schwimmwettkampf «Limmattaler Fisch» durchgeführt. Primarschulkinder aus dem Limmattal können sich in Dietikon messen. Kinder des Limmattals mit den Jahrgängen 2011 bis 2017 können am Wettkampf im Hallenbad Fondli in Dietikon teilnehmen. Die Organisatoren, das sind der Trägerverein Limmattaler Fisch, die Schwimmschule/Club Limmattal, der WasserSport-Club Dietikon und die SLRG Altberg möchten auch Kinder aus dem Aargau dafür begeistern. Die

Kinder mit den Jahrgängen 2015, 2016 und 2017 schwimmen 25 Meter, die 9- bis 12-Jährigen müssen 50 Meter absolvieren. Teilnahme ist gratis Ein Schwimmstil ist nicht vorgeschrieben, Schwimm- und Auftriebsmittel sind nicht erlaubt, ebenso wenig Neoprenanzüge. Auch eine Stafette mit 4 x 50 Metern wird durchgeführt. Der schnellste Fisch wird am Samstag, 4. November, um ca. 16.30 Uhr ausgezeichnet. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung online bis 29. Oktober unter www.limmattaler-fisch.ch. zVg

«Von Wettingen bis Oetwil hat die Limmat praktisch keinen Zug. Herrlich ist, beim Inseli in Spreitenbach einen Badestopp einzulegen», sagt Karin Wild. Die Würenloser Einwohnerin war dieses Jahr immer wieder mit ihrem Stand-up-Paddel auf diesem Teil der Limmat unterwegs. Sie ist nicht die Einzige. «Seit Corona hat es mehr Standup-Paddler und Gummiboot-Fahrer auf der Limmat», sagt Peter Ehrbar, Präsident des Fischerclubs Wettingen. Er sagt es ohne negativen Unterton: «Wir haben kein Problem damit.» Ähnlich tönt es beim Bootsclub Neuenhof. Präsident Bruno Mittner: «Es hat spürbar mehr Leute auf dem Wasser, aber dass es deswegen zu Problemen oder Zwischenfällen kam, ist mir nicht bekannt.» Weniger Freude an den zusätzlichen Gästen auf dem Wasser hat Konrad Wiederkehr, Präsident Natur- und Vogelschutzverein Spreitenbach-Killwangen: «Meistens halten sie sich am Rand auf, dort, wo es stört.» Es irritiere die Vögel, dass die Paddler sozusagen aus dem Nichts auftauchen, weil sie keinen Lärm verursachen. Ebenso, dass sie aufrecht daherkommen. «Dies erschreckt oder verunsichert die Vögel stark», so Wiederkehr.

Die Limmat zwischen Wettingen und Würenlos ge Sperrung entlastet das Schutzgebiet und verbessert insbesondere den Uferschutz und die ökologische Vernetzung des Aabachs», begründet der Regierungsrat die Teilrevision der Schifffahrtsverordnung.

Kein Verbot auf der Limmat Mit einem solchen Verbot muss gemäss dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt auf der Limmat nicht gerechnet werden. Gemäss Ehrbar leidet die Natur aufgrund der Aktivitäten auf dem Wasser nicht. «Das Schilfgebiet gehört zur Uferschutzzone, dort darf niemand durchfahren, auch wir Fischer nicht. Und während der Brutzeit im Februar und März sind Nutzungsdruck nimmt zu Wie viele Personen sich tatsächlich die Leute aufgrund der Temperatuauf der Limmat bewegen, ist nir- ren meist sowieso noch nicht auf gends erfasst, wie das Departement dem Wasser.» Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) auf Anfrage schreibt: «Der Nutzungs- «Bonita»-Insel künstlich entstanden druck auf Gewässer nimmt zu. Aller- Beliebt ist nicht nur das Schwimdings können wir dies nicht bezif- men in der Limmat, sondern auch fern. Im Vergleich zu anderen Ge- das Verweilen entlang des Flusses. wässern wie beispielsweise dem Die wohl bekannteste Badestelle im Aabach am Hallwilersee erscheint Abschnitt zwischen Wettingen und die Limmat jedoch weniger attraktiv Würenlos ist die «Bonita-Insel» in für derartige Nutzung.» Zum Glück Spreitenbach. Sie ist künstlich entfür die Stand-up-Paddler, weil sie den standen, als für die 1862 gegründeAbschnitt weiterhin nutzen dürfen. te Baumwollspinnerei im Kessel ein Anders beispielsweise auf dem Kanal gegraben wurde. 1949 überAabach zwischen Hallwilersee und nahm die K. Strittmatter AG die GeSchloss Hallwyl. Seit Juli ist dort jede bäude und produzierte dort bis 1996 Art von Schwimmkörpern verboten, Teigwaren. Bonita war eine ihrer nur noch Schwimmer dürfen diesen Pastasorten, so kam die Badestelle Abschnitt passieren. «Die ganzjähri- zu ihrem Namen.


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Gewässer nimmt zu

«Der Strategie treu bleiben und langfristig betrachten» Am Abend unter Frauen referierte Silvia Wirth über die Psychologie von Anlegerinnen und Anlegern. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Gartensaal der Villa Boveri begrüsste Christiane Keller zum Abend unter Frauen. Sie ist die erste Frau in der Bankleitung der Raiffeisenbank Lägern-Baregg. Dieser Anlass hat bereits eine Tradition, wurde er doch bereits zum neunten Mal ausgetragen. Silvia Wirth ist in Klingnau aufgewachsen und befasst sich seit über 15 Jahren mit der Anlageberatung und der Psychologie von Anlegern. Mit diesem Feld haben sich praktisch sämtliche Wissenschafter befasst: Biochemiker, Psychologen neben Mathematikern und Verhaltensforschern.

wird immer beliebter für Freizeitaktivitäten. Badestelle vor dem Stauwehr Zu mehr Freizeitverkehr durch Erholungssuchende wird der Limmatsteg führen, der in rund zwei Jahren gebaut werden soll. Die 120 Meter lange Fussgänger- und Velobrücke soll das Neuenhofer Limmatufer nahe des Quartiers Kirchfeld mit der gegenüberliegenden Kleingartenanlage im Raum Chlosterschür im Grenzgebiet Wettingen und Würenlos verbinden. «Eine Badestelle ist nicht geplant», sagt Guido Sutter vom Department BVU,

«Wenn gegenseitig Rücksicht genommen wird, dann funktioniert es.» BRUNO MITTNER, PRÄSIDENT BOOTSCLUB

das für den Bau des Limmatstegs verantwortlich ist. Eine solche ist vor dem Stauwehr in Neuenhof geplant. Das Projekt soll vom Verein «Regionale 2025» im Rahmen der Projektschau realisiert werden. Der Badesteg ist zugleich eine Beobachtungsplattform und soll den Uferzugang ermöglichen. Initiantin der Idee ist die Gemeinde Wettingen, die damit den Uferzugang verbessern will. Die Abklärungen mit der Abteilung Landschaft und Gewässer des Kantons Aargau wurden getätigt, ein Besucherlenkungskonzept liegt vor und

Melanie Bär

ein Vorprojekt wurde zur Vorprüfung beim Kanton eingereicht. Zurzeit werden Projektanpassungen gemacht.

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Niemand wollte Wette annehmen Als Einstieg bot sie den eingeladenen Gästen eine Wette über 1000 Franken an. Doch niemand wollte einschlagen. «Sie denken sehr viel länger an mich, wenn Sie die Wette verlieren», meinte sie augenzwinkernd. Die Entscheidung für ein Investment sei immer ein Abwägen von Risiko und Chance – und daher auch ein Kampf zwischen dem rationalen Verstand und dem emotionalen Bauchgefühl. Frauen hätten dabei eine andere Risikowahrnehmung, erklärte Silvia Wirth. Auch in schwierigen Situationen neigten sie lieber dazu, auszuharren, abzuwarten. Und sie betrachteten die Investition langfristi-

ger und hätten eine Werterhaltung im Auge. Männer hingegen würden sich oft denken: «Neue Wette, neues Glück» und sähen die Chancen. «Deshalb werden sie eher selbst aktiv, während Frauen sich eine umfassende Beratung wünschen. Sie agieren somit geduldiger und bleiben sich selbst und ihrer Strategie treu.» Anlagehorizont ist entscheidend Wenn man seine Investition für nur ein Jahr betrachte, seien die Chancen praktisch fifty-fifty. Einmal sei man im Plus, das nächste Mal im Minus. «Aber wenn man es langfristig über zehn Jahre betrachtet, ist es praktisch immer positiv», weiss Wirth aus eigener langjähriger Erfahrung und unterlegte dies mit zahlreichen Beispielen und Statistiken. Die kurzfristigen Einbrüche hätten immer wehgetan und in den Krisen verlören die Papiere an Wert. Doch wenn man es über ein Jahrzehnt oder noch länger betrachte, sei man mit ganz wenigen Ausnahmen auf der positiven Seite. Deshalb fasste Silvia Wirth zusammen: «Man sollte nicht zu fest seinen Emotionen verfallen, der Strategie auch in schwierigen Zeiten treu bleiben und das ganze Investment langfristig betrachten.» Ich könnte noch stundenlang erzählen», meinte Wirth, welche die Kanti Wettingen absolvierte und die Gegend gut kennt, mit einem Lächeln. «Ein spritziger Vortrag zu einem trockenen Thema», brachte es Christiane Keller von der Raiffeisenbank Lägern-Baregg auf den Punkt. (awa/zVg)

Gegenseitiges Rücksichtnehmen Wenig Freude an zusätzlichen Badeplätzen entlang der Limmat hat der Fischerclub. «Das bringt Verkehrsund Abfallprobleme mit sich», begründet Ehrbar. Mittner hofft auf gegenseitige Rücksichtnahme. «Die Limmat gehört allen. Wenn gegenseitig Rücksicht genommen wird, dann funktioniert es.» Die 41 Mitglieder des Bootsclubs dürfen zwischen der Staumauer Wettingen bis zur Zürcher Kantonsgrenze Oetwil mit 10 Stundenkilometern rauf und 20 Stundenkilometern runterfahren. Im Zürcher Teil der Limmat darf der Motor nicht mehr laufen, dieser Teil gilt als Naturschutzgebiet. Meist würden die Bootsfahrer die Geschwindigkeitslimite auf dem Wasser aber nicht ausnutzen, weil der dadurch entstehende Wellengang für andere auf dem Wasser störend sei. Ein gutes Gleichgewicht braucht man beim Stand-up-Paddeln ohnehin. «Man muss stabil auf beiden Beinen stehen, das führt dazu, dass man ganz bei sich ist, sein eigenes Tempo finden muss», sagt Karin Wild und fügt an: «Das tut mir sehr gut, ich kann mich entspannen und kehre zufrieden heim. Einfach herr- Referentin Silvia Wirth (r.) mit Christiane Keller von der Bankleitung der Raifflich.» eisenbank Lägern-Baregg. Raiffeisenbank Lägern-Baregg / FOTO Wagner.


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KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

25 050 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos. HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10

REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20 REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär (bär), melanie.baer@chmedia.ch REDAKTIONSTEAM Irene Hung-König (ihk), irene.hung@chmedia.ch Manuela Page (mpa), manuela.page@chmedia.ch FREIE MITARBEITER DIESER AUSGABE Sibylle Egloff (sib), Peter Graf (pg), Gaby Kost (gk), Ian Stewart (ste) REDAKTIONSSCHLUSS Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material. INSERATE Thomas Stadler, thomas.stadler@chmedia.ch, Telefon 079 792 88 22

DRUCK CH Media Print AG, 5001 Aarau ZUSTELLUNG Die Post ABO SERVICE E-Mail: abo@chmedia.ch / Stichwort Liwe, Telefon 058 200 55 55, Telefax 058 200 55 56

EIN PRODUKT DER

VERLEGER Peter Wanner www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Chor-Konzert der Bridge Singers Zur Aufführung gelangen zeitgenössische Lieder wie beispielsweise von John Rutter sowie klassische Werke wie die Messe brève von Léo Delibes oder Ungarische Tänze von Johannes Brahms – Klavier zu vier (zVg) Händen. Leitung: Scharka Cernochova. Ref. Kirche Würenlos, Sonntag, 29. Oktober, 17 Uhr. Eintritt frei, Kollekte.

WETTINGEN

Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 27. Oktober, 18.30 Uhr, Kath. Kirche St. Sebastian, Eucharistiefeier in der Kapelle, Schartenstrasse 155 Thema «Weltmission». Samstag, Samstag, 28. Oktober, 17.30 Uhr, 28. Oktober, 13.30 bis 15 Uhr, es der Gottesdienst fällt in St. Sebaswerden Brot, Brötli und Guetzli tian aus. Sonntag, 29. Oktober, gebacken im Saal des Forums St. 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Joseph Kalamba). Mittwoch, 1. November, Anton für die «Teilete» nach dem (Allerheiligen), 15 Uhr, Gedenkfeier Familiengottesdienst zum Erntefür die Verstorbenen (Markus Heil). dank. Zu diesem traditionellen Donnerstag, 2. November, (AllerBacken sind alle eingeladen; 18 Uhr, seelen), 8 Uhr, Eucharistiefeier mit Familiengottesdienst mit Kommunionfeier zum Erntedank (Joseph Gedächtnisgottesdienst für alle Kalamba); 18.45 Uhr, es werden verstorbenen Mitglieder der KAB. die selbst gebackenen KöstlichkeiHerz-Jesu-Freitag, 3. November, 8 Uhr, Eucharistiefeier – anschlies- ten bei der «Teilete» im Saal Forum St. Anton genossen. Die send stille Anbetung bis 9 Uhr.

Gruppe «Menschen Mit-Menschen» heisst alle herzlich willkommen. Sonntag, 29. Oktober, 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.30 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Mittwoch, 1. November, 9 Uhr, kein Gottesdienst in der Kapelle, stattdessen sind alle um 18 Uhr zur Gedenkfeier für die Verstorbenen eingeladen (Joseph Kalamba). Musikalisch begleitet von der Harmonie Wettingen-Kloster; 19.30 Uhr, Gottesdienst Allerheiligen «Svi sveti» in kroatischer Sprache. Donnerstag, 2. November, 18.30 Uhr, Gebet am Donnerstag in der Kapelle. Es wird um Veränderung in der Kirche

KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN Ein Erzählcafé zum Thema «Frieden» In einem Erzählcafé treffen sich verschiedene Menschen. Sie erzählen sich zu einem bestimmten Thema Erlebtes, Erfahrungen und Geschichten aus dem eigenen Leben. Dabei ist Erzählen freiwillig, Einanderzuhören aber Pflicht. Alle kennen Geschichten vom Streiten und vom Friedenmachen. Hat man aus dem Konflikt etwas lernen können? Hat es etwas geholfen beim Friedenschliessen? Nimmt man aus diesen Geschichten etwas mit? Die Gruppe Erwachsenenbildung des Pastoralraums Aargauer Limmattal lädt zur zweitletzten Veranstaltung der Reihe «aufbrechen 2023», die unter dem Motto Frieden steht, ein. Mit Yvonne Brogle, Moderatorin Erzählcafé Stadtbibliothek Baden. Kath. Pfarreiheim Spreitenbach, Freitag, 27. Oktober, 19.30 Uhr.

les?Auf Geschichte? Auf Gefühle und Emotionen? Auf Erinnerungen an die Leistungen früherer Generationen? Der sei willkommen an dieser Kirchenbegehung mit Monika Neidhart. Die Kirche St. Anton ist ein spiritueller Raum. Hier haben sich auch verschiedene Wettinger Kunstschaffende verewigt. Man begegnet ihnen in ihren Werken. Treffpunkt vor dem Haupteingang der Kirche St. Anton, Sonntag, 29. Oktober, 17 Uhr. Keine Anmeldung erforderlich, anschliessend Apéro im Foyer, Kollekte.

Vierhändiges Klavierkonzert Master Pianisten von Sofia und Neuenhof, Ilia Tchernaev (Leiter der Klavierabteilung in der Musikhochschule in Sofia) und Boyan Kolarov (Hauptorganist der reformierten Kirche und Klavierlehrer in der Musikschule in Spreitenbach-Killwangen) Kirchenführung der besonderen Art führen ein vierhändiges KlavierWer hat Lust auf etwas Speziel- konzert durch. Das Programm um-

Ilia Tchernaev und Boyan Kolarov zu Gast in die Kreuzkirche Hasel. zVg fasst Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Strauss, Edvard Grieg, Richard Strauss. Reformierte Kreuzkirche «Hasel», Spreitenbach, Sonn-


WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2023

und um neuen Mut für den eigenen Weg in und mit der Kirche gebetet; 20 Uhr, Commemorazione dei defunti Santa Messa in lingua italiana.

SPREITENBACH

Alters- und Pflegeheim «Senevita», Tuerliackerstrasse 9 Freitag, 27. Oktober, 10 Uhr, Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Eucharistiefeier mit musikalischer Begleitung von Kantorin Gordana Freitag, 27. Oktober, 19 Uhr, Kekenovska Kolarova. Anbetung (Gottesdienst entfällt). Kloster Wettingen, Samstag, 28. Oktober, 18 Uhr, Klosterstrasse 12 Eucharistiefeier (Zacharie WasuKILLWANGEN Sonntag, 29. Oktober, 11 Uhr, ka). Jahrzeit für Emma und Robert Eucharistiefeier (Joseph Kalamba). Lengen-Fux, Pia Fux, Frieda und Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Sales Schumacher, Camilla und Kirchstrasse 9 Ref. Kirche, Hans Frick-Notter. Gedächtnis für Freitag, 27. Oktober, 19 Uhr, Etzelstrasse 22 Francesco Ruisi, Gianni Ruisi, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer). Sonntag, 29. Oktober, 10 Uhr, Sonntag, 29. Oktober, 11 Uhr, Gaetano Ruisi, Maria la Puma, Gottesdienst (Renate Bolliger König). Michele Califi, Nadia Califi; 21 Uhr, Eucharistiefeier (Laurentius Bayer); 14 Uhr, Totengedenkfeier in der Anschliessend Kirchenkaffee. Anbetung. Sonntag, 29. Oktober, Pfarrkirche Killwangen. 10 Uhr, Totengedenkfeier (ZachaNEUENHOF rie Wasuka); 14 Uhr, TotengedenkWÜRENLOS feier auf dem Friedhof mit KirKath. Pfarrkirche St. Josef, chenchor und Musikgesellschaft Glärnischstrasse 12 Kath. Pfarrkirche St. Maria, (Petre Karmazichev). Mittwoch, Samstag, 28. Oktober, 17 Uhr, 1. November, 9.30 Uhr, Wortgottes- Schulstrasse 21 Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, dienst mit Kommunion; 15.30 Uhr, Samstag, 28. Oktober, 17.30 Uhr, Evensongs (Markus Heil, Eric Maier). Eucharistiefeier (Kornelius Politzky). Rosenkranzgebet (Rosario). Musikalische Begleitung: Chöre Sonntag, 29. Oktober, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Kornelius Politzky); Ev.-ref. Dorfkirche, aus dem Pastoralraum. Mittwoch, 14 Uhr, Totengedenkfeier in der Chilegass 18 1. November, 10 Uhr, WortgottesFriedhofskirche Papprich. Mitwir- Sonntag, 29. Oktober, 10 Uhr, dienst mit Kommunionfeier. kung vom Kirchenchor Neuenhof Gottesdienst (Renate Bilinski). mit Alberto Rinaldi; 18 Uhr, Santa Anschliessend Kirchenkaffee. Ref. Kirche Würenlos, Messa in lingua italiana. Montag, Donnerstag, 2. November, 7.30 Gipfstrasse 4 30. Oktober, 17 Uhr, RosenkranzUhr, Morgengebet. Anschliessend Sonntag, 29. Oktober, 9.30 Uhr, gebet. Mittwoch, 1. November, gemeinsames Frühstück. Gottesdienst (Britta Schönberger). 19 Uhr, Eucharistiefeier. Alters- und Pflegeheim Im Brühl, Klosterkirche Fahr Alterssiedlung Sonnmatt, untere Dorfstrasse 10 Sonntag, 29. Oktober, 9.30 Uhr, Sonnmattweg 2 Freitag, 27. Oktober, 10.15 Uhr, Eucharistiefeier. Dienstag, 31. Freitag, 27. Oktober, 10 Uhr, Eucharistiefeier. Dienstag, 31. Oktober, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Wortgottesdienst mit KommuOktober, 10.15 Uhr, Gottesdienst Donnerstag, 26. Oktober, 19.30 nionfeier. (Stefan Siegrist). Uhr, Gebet am Donnerstag.

tag, 29. Oktober, 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es wird eine Kollekte aufgenommen. Nach der Vorführung wird ein Apéro offeriert. Kreativ-Kirche, Reformierte Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Dienstag, 31. Oktober, 19 Uhr. Kreativ-Atelier Steiacherhof, um Handarbeiten zu machen und zu plaudern, evang.-ref. Kirche Spreitenbach-Killwangen, im Gemeinschaftsraum Steiacherhof, Steinackerstr.17, Spreitenbach, Donnerstag, 2. November, 9–11 Uhr. Zäme sii, Kirchgemeindehaus, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 2. November, 15 Uhr. Tag der Völker – Katholische Kirche Spreitenbach Alle sind herzlich zur Teilnahme am Gottesdienst zum Tag der Völker eingeladen. Dieser ist nicht nur eine Feier der kultu-

rellen Vielfalt der Gemeinschaft, sondern zelebriert dieses Jahr auch ein besonderes Jubiläum. Pfarreiseelsorger Petre Karmazichev feiert nämlich sein 20-Jahr-Dienstjubiläum und man möchte diesen Anlass gebührend würdigen. Der Gottesdienst findet am Sonntag, 12. November, um 11 Uhr in der katholischen Kirche statt. Nach dem Gottesdienst möchte man die Gelegenheit nutzen, die kulturelle Vielfalt auch kulinarisch zu geniessen. Deshalb sind alle herzlich im Pfarreiheim zur Teilete eingeladen und erfreuen sich an Hauptspeisen, Salaten, Desserts und anderen Köstlichkeiten aus den verschiedenen Traditionen. Man bittet um Anmeldung bis spätestens 3. November, um die Teilnahme und gegebenenfalls mitgebrachte Speisen anzukündigen. Dies hilft, die Veranstaltung gut zu planen und sicherzustellen, dass für alle ausreichend gesorgt ist. Anmeldung an info@

kathspreitenbach.ch oder telefonisch unter 056 401 12 65. Sternsingen 2023/2024 Auch dieses Jahr werden die Sternsinger wieder in Neuenhof unterwegs sein und den Einwohnern den Segen ins Haus bringen. Bei den Hausbesuchen werden Lieder vorgesungen und so Geld für Kinder in Not gesammelt. Während den Proben werden diese Lieder geübt und über den Ort und die Menschen des Projektes gesprochen. Gestartet wird mit den Vorbereitungen im November. Man trifft sich am Mittwoch jeweils von 13.30–14.30 Uhr im Pfarreiheim Neuenhof. Der AussendeGottesdienst wird am 6. Januar 2024 um 18.30 Uhr gefeiert. Die Hausbesuche sind am 7. Januar 2024. Drei Leiterinnen werden die Sternsinger hierbei begleiten. Wer auch Lust hat, mitzumachen, melde sich baldmöglichst bei anitafrei2@gmail. com oder 079 672 50 85.

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«MEIN GOTT»

Marcel Chopard, Pfarreiseelsorger, St. Anton und St. Sebastian Wettingen

Ach, du liebe Zeit! Ich muss noch die Kolumne schreiben. Pflichtgemäss erinnert mich die Redaktion an den Abgabetermin. Dabei weiss ich doch selbst, dass die Zeit drängt. Beruflich läuft gerade viel und das Private darf auch nicht zu kurz kommen. Nun ja, dann muss der Garten eben leiden und zeigt sich im Moment entsprechend ungepflegt. Dabei ist Zeit ein relativer Begriff, denn sie steht vor allem in Relation zur Kraft, die ein Mensch hat. Als Altersseelsorger treffe ich oft Menschen, die staunen, wie schnell die 80, 90, 100 Jahre ihres Lebens vergangen sind. Tatsächlich habe selbst ich den Eindruck, dass die Zeit immer schneller vorbeigeht, je älter ich werde. Keine Angst, ich jammere darüber nicht. Vielmehr finde ich es persönlich schade, wenn mir jemand sagt «Ich habe keine Zeit», weil es mir oft wie eine Ausrede erscheint und ich mich dann frage, worin sich mein Gegenüber vielleicht verzettelt. Dann denke ich darüber nach, wie ich die Lebenszeit, die mir geschenkt ist, am besten und sinnvoll nutzen kann. Dabei geht es mir nicht mal darum, die Agenda möglichst vollzustopfen, sondern eher zu schauen, «Was bringt mich und andere weiter?» bzw. «Wo bin ich in meinem Tun ineffizient?». Bewusst leben, mit viel Zeit für Menschen und Begegnungen und wenig Zeit am Schreibtisch, steht bei mir persönlich ganz oben. Da kommt uns doch entgegen, dass am kommenden Sonntag die Uhr umgestellt wird. Vielleicht nutzen Sie diese zusätzliche Stunde ganz bewusst, nehmen sie als Geschenk und überlegen, wie Sie sie füllen: bei einem feinen Zmorge mit dem liebsten Menschen, einem Spaziergang in der Natur oder indem Sie einfach mal dasitzen und nichts tun. Ach, du liebe Zeit! ... Wir wissen nicht, wie viel uns davon gegeben ist. Bleiben wir also dankbar für unsere Lebenszeit und lernen wir, sie zu schätzen und zu gestalten. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


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AGENDA

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NEUENHOF

«DAS LETZTE WORT»

Einweihung der Spiel und Begegnungsplätze Zentrum Neuenhof Die Bevölkerung ist herzlich zur Einweihung eingeladen. Spielplatz Zentrum, Samstag, 28. Oktober, 10–17 Uhr. Melanie Bär, Redaktionsleiterin

Theater Schnägge-Bühne Neuenhof – Residenz Schloss und Riegel Komödie in 3 Akten von Winnie Abel, schweizerdeutsche Bearbeitung: Franziska Meuwly. Im kath. Pfarreiheim Neuenhof, Samstag, 28. Oktober, 20 Uhr (Premiere), Sonntag, 29. Oktober, 17 Uhr. Weitere Aufführungsdaten, Tickets und Infos unter www.sbn.ch/theater-2023/. Türöffnung 1 Stunde vor Aufführung. Vierhändiges Klavierkonzert Mit Ilia Tchernaev und Boyan Kolarov. Das Programm umfasst Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Strauss, Edvard Grieg, Richard Strauss. Reformierte Kreuzkirche «Hasel», Sonntag, 29. Oktober, 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es wird eine Kollekte aufgenommen. Nach der Vorführung wird ein Apéro offeriert.

1. Wettinger Kammerkonzert «Petruschka» Das Klavierduo Silver Garburg, bestehend aus Sivan Silver und Gil Garburg. Die beiden kommen mit einem imposanten Programm nach Wettingen: zum einen Strawinskys eigenhändige Klavierfassung seines Balletts «Petruschka», das noch an Debussy und RimskyKorsakow anknüpft, aber bereits die Tür zur Zukunft öffnet. Zum andern spielen sie Franz Schuberts Sonate in C-Dur D 812, das sogenannte «Grand Duo». Schubert weitet die Dimensionen der Sonate derart ins Symphonische aus, dass Schumann der Meinung war, es müsse sich um eine verkappte Symphonie handeln. Aber nein – es ist ein originales Klavierwerk, und dazu eines seiner eindrücklichsten. Aula Schulhaus Margeläcker, Sonntag, 29. Oktober, 16 Uhr. Vorverkauf: www.argoviaphil.ch; Tel. 062 834 70 00; Aarau Info, Metzgergasse 2, (zVg) Aarau, Reisezentren Aargau Verkehr oder www.w-kk.ch/74-1.

SPREITENBACH Ein Erzählcafé zum Thema «Frieden» – Gemeinschaftstreff Yvonne Brogle, Moderatorin Erzählcafé Stadtbibliothek Baden. Kath. Pfarreiheim, Freitag, 27. Oktober, 19.30–21 Uhr. Sonderausstellung «Evolution happens!» Spannendes zu Mutation, Selektion, Vielfalt, Population. Umwelt Arena, Freitag, 27. Oktober, 10–17 Uhr. Geschichtenstunde Claudia Steiner erzählt eine Geschichte. Empfohlen für Kinder von 3 bis 6 Jahren. Gemeindebibliothek Spreitenbach, Dienstag, 31. Oktober, 16.30– 17 Uhr. Politapéro Die Bevölkerung ist herzlich dazu eingeladen. Themen: Umbau altes Gemeindehaus in ein Schulhaus; Verschiedenes; Frage- und Diskussionsrunde mit der Bevölkerung. Zentrumsschopf, Dienstag, 31. Oktober, 19.30 Uhr.

WETTINGEN Seniorenchor Wettingen Pro Senectute Baden. Rathaus, Freitag, 27. Oktober, 14.30–15.45 Uhr. Esther Amrein und Rosângela de Andrade Boss Weitere Infos unter

www.glurisuterhuus.ch Galerie im Gluri-Suter-Huus, Freitag, 27. und Samstag, 28. Oktober, 15–18 Uhr, Sonntag, 29. Oktober, 11–17 Uhr. 8. Schweizerischer Lateintag Vielfältige Angebote widmen sich der lateinischen Sprache. Weitere Infos: www.lateintag.ch. Klosterhalbinsel Wettingen, Samstag, 28. Oktober, 9–18.30 Uhr. Handharmonika/Akkordeon-Gruppe Pro Senectute Baden. Ref. Kirche, Montag, 30. Oktober, 14.30–17 Uhr. Jassen Wettingen Pro Senectute Baden. Ref. Kirchgemeindehaus, Montag, 30. Oktober, 13.30–17 Uhr. Turnen für jedermann Geturnt wird jeweils am Montag. Turnhalle Zehntenhof, Montag, 30. Oktober, 18.45–19.30 sowie 19.30–20.15 Uhr. Schach Wettingen Pro Senectute Baden. Hotel Zwyssighof, Dienstag, 31. Oktober, 14–17 Uhr. «Annas Chinderjodelchörli» Anna Eisenhut aus Villnachern leitet den Kinderchor. Geprobt wird jeweils am Dienstag. Weitere Auskunft: 079 649 29 75 oder anna.eisenhut@gmail.com.

Kath. Kirche St. Sebastian, Dienstag, 31. Oktober, 17–17.50 Uhr. Lesung Dorothe Zürcher «Bittermandeln aus Byzanz». Gemeindebibliothek, Mittwoch, 1. November, 19.15 Uhr. Spatzenhöck (Krabbelgruppe) des Familiensterns Treffen für Kleinkinder (von 0 bis ca. 3 Jahre inkl. Geschwister) zum Kennenlernen, Kontakteknüpfen und Spielen. Im Pfarrkafi im Pfarreiheim St. Sebastian, Donnerstag, 2. November, 9–11 Uhr. Blockflöten-Ensemble Salteba Pro Senectute Baden. Ref. Kirche, Donnerstag, 2. November, 14– 15.45 Uhr.

WÜRENLOS Hauptübung der Feuerwehr Landi Würenlos, Grosszelgstrasse 18, Freitag, 27. Oktober, 19 Uhr. Chor-Konzert der Bridge Singers Leitung: Scharka Cernochova. Ref. Kirche, Sonntag, 29. Oktober, 17 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Seniorenmittagstisch Anmeldungen unter Tel. 056 424 17 34. Restaurant Centrum 68, Donnerstag, 2. November, ab 12.30 Uhr.

Ich bin auch eine der zahllosen Stand-up-Paddlerinnen, die das Wasser als Ort der Ruhe gefunden haben. Dieses Jahr erstmals auch auf der Limmat. Auf einen Fluss hatte ich mich zuvor nicht gewagt. Das Bild der reissenden Reuss hatte mich abgeschreckt. Doch die Fotos von chillenden Stand-up-Paddlern auf dem Stausee gaben mir Mut. Und tatsächlich; als ich im September mein Auto beim Bahnhof Killwangen parkierte, mein Brett aufblies und zum nahe gelegenen Ufer trug, musste ich über mich selbst lachen. Dieser Wasserabschnitt ist alles andere als ein reissender Fluss. Mancher Wellengang auf dem See braucht mehr Gleichgewicht. Und schliesslich muss es ein bisschen wackeln. Nur so fokussiere ich mich ganz auf den Rhythmus des Wassers, kann den Alltag hinter mir lassen und in der Natur entspannen. Mir gehts nämlich wie Karin Wild: Wenn ich auf dem Brett über das Wasser gleite, spüre ich Freiheit, Dankbarkeit, Ruhe. Je älter ich werde, je wichtiger sind mir diese Momente. Gerade jetzt, wo es mir vorkommt, als würde im Aussen vieles zusammenbrechen; Krieg, Gewalt, Manipulation, Unehrlichkeit. Umso mehr brauche ich Orte und Tätigkeiten, bei denen ich innerlich zur Ruhe komme, um mich nicht von diesem negativen Äusseren vereinnahmen zu lassen. Das Brett ist wie eine Insel auf dem Fluss des Lebens, wo es anders als auf dem Stausee im Moment viele Wellen und Stürme gibt. Ich bin überzeugt, jeder braucht einen Ort der Ruhe, besonders, wenn er mitten im Elend steht. Ich hoffe, dass es ihn auch im Krieg gibt. Diesen Moment, wo die Menschen die Realität kurz ausblenden, wo sie auftanken können. Damit sie nicht ohnmächtig werden und die Hoffnung nicht verlieren. Feedback an: melanie.baer@limmatwelle.ch


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